Europas Wirtschaft 2026
Europas Wirtschaft steht unter Druck. Die Volksrepublik China, die lange Zeit als Abnehmer für die europäische Industrie fungierte, hat Europa in vielen Sektoren überholt. Und die USA scheinen unter Präsident Donald Trump kein verlässlicher Partner zu sein, sondern sorgen durch Zölle und Konflikte für Unsicherheit. Zugleich droht Europa den technologischen Anschluss sowohl im Green-Tech-Sektor als auch in der Künstlichen Intelligenz zu verlieren, was viele Beobachter zu dem Schluss bringt, dass Europa zwischen den beiden Machtblöcken „zerrieben“ werde.
Dieses Spezial behandelt die geoökonomische Neuordnung der Weltwirtschaft und Europas Rolle darin. Analysen zeigen, welche Rolle die EU in der Industriepolitik und in der Forschungsförderung spielen kann. Ein Schwerpunkt zu Finanz- und Fiskalpolitik beleuchtet Fragen rund um Geldpolitik, Binnenmarkt, Haushaltsregeln und das wirtschaftliche Zusammenwachsen der Regionen.
Zwei Debatten-Formate diskutieren zum einen die Frage, ob die allgemeine Aufrüstung der europäischen Wirtschaft langfristig nutzen kann. Und zum anderen wird diskutiert, ob die Abschwächung der europäischen Klimagesetzgebung der Wirtschaft hilft – oder ob dies langfristig nicht eher zu einer größeren Lücke in den Zukunftstechnologien führen kann.