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(Spät-)Aussiedler

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(Spät-)Aussiedler

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In absoluten Zahlen, nach Herkunftsgebieten, 1950 bis 2020

In absoluten Zahlen, nach Herkunftsgebieten, 1950 bis 2020

In Tausend, 1950 bis 2020

Quelle: Bundesverwaltungsamt: www.bva.bund.de
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Im Jahr 2020 lebten rund 2,5 Millionen (Spät-)Aussiedler in Deutschland. Die meisten stammen aus Kasachstan, Polen, Russland und Rumänien. Dabei erreichte die Zuwanderung in den Jahren 1989/1990 mit 377.000 bzw. 397.000 Zuzügen ihren Höhepunkt. Aber auch in den Folgejahren (bis 1999) wanderten jedes Jahr mehr als 100.000 Personen als (Spät-)Aussiedler ein. 2019 waren es lediglich 7.155 und 2020 4.309 Personen. Während in dem Zeitraum 1950 bis 1989 die meisten (Spät-)Aussiedler aus Polen stammten, wandern seit 1990 die meisten (Spät-)Aussiedler aus Staaten der ehemaligen Sowjetunion ein.

Fakten

Zwischen 1950 und 2020 wanderten mehr als viereinhalb Millionen Menschen im Rahmen des (Spät-)Aussiedlerzuzugs nach Deutschland ein (4.555.407) – davon zwei Millionen allein in den Jahren 1990 bis 1999. Im Mikrozensus 2020 gaben rund 2,5 Millionen Personen an, als Aussiedler- bzw. Spätaussiedler nach Deutschland eingewandert zu sein. Die meisten (Spät-)Aussiedler kommen aus den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion (2020: 1,46 Mio.) – darunter vor allem aus Kasachstan (673.000) und aus Russland (584.000). Daneben sind Polen (622.000) und Rumänien (221.000) wichtige Herkunftsländer.

Nachdem die Zuwanderung von Personen, die entweder als Aussiedler oder Spätaussiedler einschließlich ihrer Angehörigen nach Deutschland kamen, in den Jahren 1989/1990 ihren Höhepunkt erreichte (377.000 bzw. 397.000 Personen), sind die Zuzugszahlen in den Folgejahren kontinuierlich zurückgegangen. Im Jahr 2000 sank der Zuzug erstmals seit Ende der 1980er-Jahre auf unter 100.000 Personen. 2012 wurde mit 1.817 Personen der niedrigste (Spät-)Aussiedlerzuzug seit Beginn der Aussiedleraufnahme im Jahr 1950 registriert. Seitdem sind die Zuzugszahlen langsam aber stetig gestiegen – auf zuletzt 7.155 im Jahr 2019 (im Jahr 2020, dem ersten Jahr der Corona-Pandemie, lag der Zuzug bei lediglich 4.309 Personen). Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) nennt mehrere Gründe für den langfristigen Rückgang der (Spät-)Aussiedlerzahlen: Die Abnahme des Zuzugspotenzials, die Änderung der Aufnahmevoraussetzungen (zum Beispiel die Einführung von Sprachstandstests) sowie die Beseitigung von Ursachen für die Auswanderung.

Nicht nur die Größenordnung, sondern auch die Zusammensetzung des (Spät-) Aussiedlerzuzugs nach Herkunftsgebieten hat sich im Laufe der Zeit stark verändert. In den Jahren 1950 bis 1959 kamen noch zwei Drittel aller Aussiedler aus Polen (66,7 Prozent der 438.000 Aussiedler) und auch in den drei folgenden Jahrzehnten war es mindestens die Hälfte. Zudem stammte im Zeitraum 1960 und 1969 jeder vierte Aussiedler aus der ehemaligen Tschechoslowakei (25,2 Prozent der 222.000 Aussiedler) und in den Jahren 1970 bis 1979 jeder Fünfte aus Rumänien (20,1 Prozent der 355.000 Aussiedler). Kamen im Zeitraum 1980 bis 1989 noch 633.000 der 984.000 Aussiedler aus Polen (64,3 Prozent), stammen seit 1990 die meisten (Spät-)Aussiedler aus Staaten der ehemaligen Sowjetunion: 1990 bis 1999 lag ihr Anteil bei 80,3 Prozent und 2000 bis 2020 bei mehr als 99 Prozent. Bezogen auf den Zeitraum 1990 bis 2020 stammten 2,2 der 2,6 Millionen (Spät-)Aussiedler aus Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Seit 1992 kamen dabei die meisten Personen aus Kasachstan (935.000), Russland (712.000), Kirgisistan (74.000), Ukraine (44.000) sowie aus Usbekistan (27.000).

Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen

(Spät-)Aussiedler/innen: Spätaussiedler sind im amtlichen Sprachgebrauch seit dem 1. Januar 1993 Menschen, die im Rahmen eines Aufnahmeverfahrens als deutsche Volkszugehörige nach Deutschland übergesiedelt sind. Vorher wurden sie nach dem Bundesvertriebenengesetz als Aussiedler bezeichnet. Der Begriff umfasst vor allem die Angehörigen von deutschen Minderheiten, deren Familien teilweise seit Generationen in Ostmitteleuropa, Osteuropa, Südosteuropa und teilweise in Asien gelebt haben und die seit 1950 in die Bundesrepublik Deutschland eingereist sind.

Für weitere Informationen siehe § 4 des Bundesvertriebenengesetzes (BVFG): Externer Link: https://www.gesetze-im-internet.de/bvfg/__4.html

Zuzug von (Spät-)Aussiedlern und ihren Familienangehörigen

Nach Herkunftsgebieten, in absoluten Zahlen und Anteile in Prozent, 1950 bis 2020

insgesamt ehem.
Sowjetunion
Polen Rumänien
in abs. Zahlen
1950-2020 4.555.407 2.407.765 1.445.252 430.336
         
2010-2020 52.746 52.444 163 127
2000-2009 474.276 469.906 2.701 1.535
1990-1999 2.029.176 1.630.107 204.078 186.354
1980-1989 984.087 176.565 632.800 151.157
1970-1979 355.381 56.592 202.711 71.415
1960-1969 221.516 8.571 110.618 16.294
1950-1959 438.225 13.580 292.181 3.454
insgesamt ehem.
Sowjetunion
Polen Rumänien
Anteile, in Prozent
1950-2016 100,0 52,9 31,7 9,4
         
2010-2016 100,0 99,4 0,3 0,2
2000-2009 100,0 99,1 0,6 0,3
1990-1999 100,0 80,3 10,1 9,2
1980-1989 100,0 17,9 64,3 15,4
1970-1979 100,0 15,9 57,0 20,1
1960-1969 100,0 3,9 49,9 7,4
1950-1959 100,0 3,1 66,7 0,8
insgesamt ehem.
Tschecho-
slowakei
ehem.
Jugoslawien
sonstige
in abs. Zahlen
1950-2020 4.555.407 104.625 90.374 77.055
         
2010-2020 52.746 9 0 3
2000-2009 474.276 69 36 29
1990-1999 2.029.176 3.448 2.226 2.963
1980-1989 984.087 12.727 3.282 7.556
1970-1979 355.381 12.278 6.205 6.180
1960-1969 221.516 55.733 21.108 9.192
1950-1959 438.225 20.361 57.517 51.132
insgesamt ehem.
Tschecho-
slowakei
ehem.
Jugoslawien
sonstige
Anteile, in Prozent
1950-2016 100,0 2,3 2,0 1,7
         
2010-2016 100,0 0,0 0,0 0,0
2000-2009 100,0 0,0 0,0 0,0
1990-1999 100,0 0,2 0,1 0,1
1980-1989 100,0 1,3 0,3 0,8
1970-1979 100,0 3,5 1,7 1,7
1960-1969 100,0 25,2 9,5 4,1
1950-1959 100,0 4,6 13,1 11,7

Quelle: Bundesverwaltungsamt: www.bva.bund.de

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