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Krankenhausversorgung

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Krankenhausversorgung

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Mit einem Anteil von etwa einem Viertel sowohl an den Beschäftigten im Gesundheitswesen als auch an den Gesundheitsausgaben gehören die Krankenhäuser zu den wichtigsten Institutionen des Gesundheitssystems.

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Fakten


Mit einem Anteil von etwa einem Viertel sowohl an den Beschäftigten im Gesundheitswesen als auch an den Gesundheitsausgaben gehören die Krankenhäuser zu den wichtigsten Institutionen des Gesundheitssystems. Von den 4,9 Millionen Beschäftigten im Gesundheitswesen im Jahr 2011 arbeiteten 1,1 Millionen in 2.045 Krankenhäusern. Umgerechnet auf die volle tarifliche Arbeitszeit (Vollzeitäquivalente) entsprach das 825.195 Personen – 139.068 im ärztlichen Dienst und 686.127 im nicht-ärztlichen Dienst (darunter 310.815 im Pflegedienst).

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lagen die Kosten der Krankenhäuser für die stationäre Krankenhausbehandlung im Jahr 2011 bei 72,64 Milliarden Euro. Bei insgesamt 18,34 Millionen Patienten ergeben sich für das Jahr 2011 durchschnittliche Kosten von 3.960 Euro je Patient (1991: 2.567 Euro). Die niedrigsten Kosten je Patient entfielen auf die ostdeutschen Bundesländer, wo die Kosten zwischen 3.569 Euro in Brandenburg und 3.694 Euro in Sachsen lagen. Am höchsten waren die Kosten je Patient in Hamburg (4.628 Euro), Bremen (4.424 Euro) und Berlin (4.276 Euro). Die Brutto-Gesamtkosten der Krankenhäuser betrugen im Jahr 2011 rund 83,4 Milliarden Euro. Darunter waren 59,3 Prozent Personal- und 37,9 Prozent Sachkosten. Der Rest verteilte sich auf Zinsen und ähnliche Aufwendungen, Steuern sowie auf Kosten im Bereich der Ausbildung.

Obwohl sich die Zahl der Betten zwischen 1991 und 2011 von 665.565 auf 502.029 reduzierte und parallel auch die Bettenzahl pro 100.000 Einwohner von 832 auf 614 sank, verringerte sich die Auslastung der Krankenhausbetten im selben Zeitraum von 84,1 auf 77,3 Prozent (im Jahr 2005 erreichte sie mit 74,9 Prozent den bisherigen Tiefststand). Zwei Faktoren beeinflussen die Bettenauslastung: Die Patientenzahl und die Verweildauer. Ausgehend von der Entwicklung der Patientenzahl hätte sich die Bettenauslastung zwischen 1991 und 2011 eigentlich erhöhen müssen, da diese von 14,58 auf 18,34 Millionen zunahm. Da sich aber parallel die Verweildauer fast halbierte – 1991 verbrachten die Patienten durchschnittlich 14,0 Tage im Krankenhaus, 2011 waren es nur noch 7,7 Tage – wurde die Erhöhung der Patientenzahl mehr als ausgeglichen. Trotz der Reduzierung der Anzahl der Betten liegt Deutschland laut Eurostat in Bezug auf die Bettenzahl pro 100.000 Einwohner immer noch an erster Stelle unter den EU-Mitgliedstaaten.

Im Jahr 2011 gab es bezogen auf 100.000 Einwohner 20.840 aus dem Krankenhaus entlassene behandelte Patienten (einschließlich Sterbe- und Stundenfälle). Bei den unter 15-Jährigen waren es im selben Jahr 16.065 Patienten. In der Altersgruppe der 15- bis unter 45-Jährigen wurden je 100.000 Personen 13.625 Patienten entlassen, bei den 45- bis unter 65-Jährigen waren es 20.204. Bei den 65-Jährigen und Älteren lag die Zahl der entlassenen Patienten im Jahr 2011 bei 47.640 je 100.000 Personen dieser Altersgruppe.

Bei den Männern – die im Jahr 2011 einen Anteil von rund 47 Prozent an allen vollstationär behandelten Patienten hatten – war die häufigste Hauptdiagnose das Krankheitsbild "psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol" (246.000 Fälle). Bezogen auf die diagnostizierten Krankheiten stand an zweiter Stelle die Herzinsuffizienz (183.000), gefolgt von der Herzerkrankung Angina pectoris (158.000). Bei den Frauen war – krankheitsbezogen – die Herzinsuffizienz (197.000 Fälle) die häufigste Ursache für einen Krankenhausaufenthalt. Es folgten die essentielle (primäre) Hypertonie/Bluthochdruck (146.000), Gallensteine (140.000) sowie bösartige Neubildung der Brustdrüse/Brustkrebs (138.000).

Bezogen auf die im Jahr 2011 aus vollstationärer Krankenhausbehandlung entlassenen Patienten wurden gut 49,3 Millionen Operationen und medizinische Prozeduren durchgeführt. Knapp ein Drittel der durchgeführten Maßnahmen waren Operationen (31,2 Prozent/15,4 Mio., darunter 4,4 Mio. Operationen an den Bewegungsorganen und 2,3 Mio. Operationen am Verdauungstrakt). Gut ein Viertel waren nicht-operative therapeutische Maßnahmen (26,5 Prozent/13,1 Mio., darunter 3,8 Mio. Maßnahmen für den Blutkreislauf, 2,3 Mio. Patientenmonitorings und 1,3 Mio. Maßnahmen im Bereich Anästhesie und Schmerztherapie). Einen Anteil von jeweils rund einem Fünftel an allen Operationen und medizinische Prozeduren hatten diagnostische Maßnahmen (19,8 Prozent/9,8 Mio., darunter 3,4 Mio. Fälle diagnostischer Endoskopie) und die bildgebende Diagnostik (18,5 Prozent/9,1 Mio., darunter 4,5 Mio. Computertomographien/CT sowie 1,6 Mio. Magnetresonanztomographien/MRT). Der Rest entfiel auf ergänzende Maßnahmen (3,5 Prozent/1,7 Mio., darunter 1,0 Mio. geburtsbegleitende Maßnahmen und Behandlungen wegen Infertilität), die Applikation von Medikamenten (0,6 Prozent/284.000) sowie unbekannte Operationen und Maßnahmen.

Tabelle: Krankenhausversorgung


Index (1991 = 100), 1991 bis 2011

aufgestellte Betten
je 1.000 Einwohner**
Krankenhaus-
aufenthalte*
je 1.000 Einwohner**
Betten-
auslastung*
durch-
schnittliche Verweildauer*
Index (1991 = 100)
1991 100,0 100,0 100,0 100,0
1992 96,5 102,0 99,9 94,8
1993 93,1 102,7 98,9 89,6
1994 91,2 104,4 98,1 85,7
1995 89,6 107,0 97,7 81,8
1996 87,1 108,3 95,9 77,4
1997 85,0 109,9 96,5 74,7
1998 83,7 112,7 98,0 72,8
1999 82,8 114,3 97,8 70,9
2000 81,8 115,3 97,5 69,4
2001 80,7 115,5 96,4 67,4
2002 79,7 116,0 95,2 65,5
2003 78,9 115,0 92,3 63,4
2004 77,4 111,7 89,8 62,3
2005 76,3 110,1 89,1 61,8
2006 74,5 112,1 90,8 60,3
2007 74,1 114,6 91,9 59,4
2008 73,7 117,1 92,0 58,1
2009 73,9 119,4 92,2 57,1
2010 73,9 121,0 92,0 56,2
2011 73,8 123,1 92,0 55,1

* einschließlich Stundenfälle
** Durchschnittsbevölkerung auf Grundlage früherer Zählungen (also ohne Berücksichtigung der Ergebnisse des Zensus 2011)


Quelle: Statistisches Bundesamt: Grunddaten der Krankenhäuser, www.destatis.de

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