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Vermögen nach Einkommensverteilung

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Vermögen nach Einkommensverteilung

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Erwachsene Bevölkerung nach Höhe des Einkommen, nach Zehnteln (Dezile), durchschnittliches Nettovermögen in Euro und Anteile am Gesamtvermögen in Prozent, 2017

Erwachsene Bevölkerung nach Höhe des Einkommen, nach Zehnteln (Dezile), durchschnittliches Nettovermögen in Euro und Anteile am Gesamtvermögen in Prozent, 2017

Anteile am gesamten Nettovermögen in Prozent, Erwachsene Bevölkerung nach Höhe des Einkommen, nach Zehnteln (Dezile), 2017

Quelle: SOEPv34, mit 0,1 Prozent Top-Coding; Berechnungen des DIW Berlin
Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/

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Insgesamt ist festzustellen, dass je höher das Einkommen einer Person ist, desto höher ist auch ihr Nettovermögen. Im Jahr 2017 hatten die einkommensschwächsten 10 Prozent der erwachsenen Bevölkerung ein durchschnittliches Nettovermögen von 23.100 Euro pro Kopf. Bei den 10 Prozent der Erwachsenen mit den höchsten Einkommen lag das durchschnittliche Vermögen bei 335.700 Euro pro Kopf. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch das Sparverhalten: Je höher die Haushalte in der Einkommensskala rangieren, desto höher ist der Anteil der Haushalte, die regelmäßig sparen, und desto höher ist auch der Anteil vom Einkommen, der gespart wird.

Fakten

Um den Zusammenhang zwischen Einkommen und Vermögen darzustellen, wurde vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) zunächst für alle Erwachsenen das verfügbare, gewichtete Einkommen in den Jahren 2012 und 2017 berechnet (siehe unten: Äquivalenzeinkommen). Anschließend wurden die Einkommen der Höhe nach sortiert. Diese Reihung wurde dann in 10 gleich große Teile (Dezile) zerlegt. Im untersten Zehntel (1. Dezil) befinden sich die Erwachsenen, die 2012 bzw. 2017 die niedrigsten Einkommen hatten und im obersten Zehntel (10. Dezil) die Erwachsenen, die 2012 bzw. 2017 die höchsten Einkommen hatten.

Generell ist festzustellen, dass je höher das Durchschnittseinkommen der erwachsenen Personen in den einzelnen Zehnteln ist, desto höher ist auch das Nettovermögen. Im Jahr 2017 hatten die einkommensschwächsten 10 Prozent der erwachsenen Bevölkerung (1. Dezil) ein durchschnittliches Nettovermögen von rund 23.100 Euro. Bei den Erwachsenen des nächsten Zehntels (2. Dezil) steigt das Vermögen auf rund 35.600 Euro. Auf der anderen Seite hatten die 10 Prozent der Erwachsenen mit den höchsten verfügbaren, gewichteten Einkommen (10. Dezil) im Jahr 2017 ein durchschnittliches Vermögen von rund 335.700 Euro. Beim 9. Dezil waren es rund 145.400 Euro.

Bezogen auf die Erwachsenen, also alle Personen ab 17 Jahren, hatten die einkommensstärksten 10 Prozent (10. Dezil) einen Anteil von knapp einem Drittel am gesamten Nettovermögen (32,7 Prozent). Ein weiteres Viertel des Nettovermögens entfiel auf das 9. und 8. Dezil (14,2 bzw. 11,1 Prozent). Hingegen hatte das einkommensschwächste Zehntel (1. Dezil) einen Anteil von nur 2,2 Prozent am gesamten Nettovermögen der erwachsenen Bevölkerung. Selbst bei den einkommensschwächsten 30 Prozent der Erwachsenen lag der Anteil bei lediglich 10,0 Prozent.

Ein Faktor, der die Beziehung zwischen Einkommen und Vermögen stark beeinflusst, ist das Sparverhalten bzw. die Sparmöglichkeit der einzelnen Einkommensgruppen. Frühere Untersuchungen zum Sparverhalten nach Einkommen zeigen einen eindeutigen Zusammenhang: Je höher die Haushalte in der Einkommensskala rangieren, desto höher ist der Anteil der Haushalte, die regelmäßig sparen, und desto höher ist auch der Anteil vom Einkommen, der gespart wird.

Beispielsweise lag nach den Daten der Einkommens- und Verbraucherstichprobe (EVS) bei den Haushalten in Deutschland die Sparquote – also der Anteil der Ersparnisse am Nettoeinkommen – im Jahr 2013 bei durchschnittlich 17,5 Prozent. Im einkommensstärksten Zehntel (10. Dezil) lag die Quote jedoch bei 37,5 Prozent – was im Durchschnitt einer Ersparnis von 2.687 Euro pro Monat entsprach. Im 9. Dezil lag die Sparquote bei 23,6 Prozent und die durchschnittliche Ersparnis bei 1.069 Euro pro Monat. Hingegen haben sich im untersten Einkommenszehntel 59 Prozent der Haushalte im Jahr 2013 verschuldet. Im Durchschnitt lag die Verschuldung bei dieser Einkommensgruppe bei 201 Euro pro Monat, wobei sich einige Haushalte sehr stark verschuldeten, viele andere nur in geringem Ausmaß und 41 Prozent des untersten Einkommenszehntels gar nicht.

Laut einer vom Finanzdienstleister ING beauftragten Studie gab Ende 2018 ein Drittel der in Deutschland Befragten an, dass ihr Haushalt über keinerlei Ersparnisse verfügt. Nach Angaben der EVS konnten im Jahr 2013 beim einkommensstärksten Zehntel 77 Prozent der Haushalte mindestens ein Fünftel ihres Nettoeinkommens sparen. Beim einkommensschwächsten Zehntel erreichten lediglich 11 Prozent der Haushalte diese Sparquote.

Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen

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Um sowohl die unterschiedlichen Haushaltsstrukturen als auch die Einspareffekte zu berücksichtigen, die durch das Zusammenleben entstehen (durch gemeinsam genutzten Wohnraum, beim Energieverbrauch pro Kopf oder bei Haushaltsanschaffungen), werden die Einkommen bei der Einkommensberechnung gewichtet (Äquivalenzeinkommen).

Zur Ermittlung des Einkommens wird zunächst das von allen Haushaltsmitgliedern tatsächlich erzielte Haushaltseinkommen zusammengefasst. Dieses setzt sich zusammen aus dem Einkommen aus selbstständiger und unselbstständiger Erwerbstätigkeit, dem Einkommen aus Vermögen, Renten und Pensionen sowie empfangenen laufenden Sozialtransfers – wie zum Beispiel Arbeitslosengeld, Sozialhilfe oder Kindergeld. Direkte Steuern und Sozialbeiträge werden abgezogen.

Anschließend wird das verfügbare Einkommen gewichtet bzw. das sogenannte Äquivalenzeinkommen ermittelt. Dazu wird das verfügbare Haushaltseinkommen unter Berücksichtigung eines Gewichtungsschlüssels (Äquivalenzskala) geteilt. Die Äquivalenzskala weist dabei der ersten erwachsenen Person stets das Gewicht 1 zu. Weitere Erwachsene und Kinder ab 14 Jahren erhalten das Gewicht 0,5, Kinder unter 14 Jahren das Gewicht 0,3.

Ein Beispiel: Eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren hat nach der Äquivalenzskala das Gesamtgewicht 2,1 (1 plus 0,5 plus 0,3 plus 0,3). Zu Berechnung des Äquivalenzeinkommens muss das verfügbare Haushaltseinkommen demnach durch 2,1 – und nicht durch die Anzahl der Personen – geteilt werden. Bei einem verfügbaren Haushaltseinkommen von beispielsweise 2.100 Euro hat jedes der vier Haushaltsmitglieder ein Äquivalenzeinkommen von 1.000 Euro.

Das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) ist eine repräsentative Wiederholungsbefragung, die vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) beauftragt wird.

Vermögen nach Einkommensverteilung

Erwachsene Bevölkerung nach Höhe des Einkommen, nach Zehnteln (Dezile), durchschnittliches Nettovermögen in Euro und Anteile am Gesamtvermögen in Prozent, 2012 und 2017

Erwachsene nach
Höhe des Einkommens 1
durchschnittliches
Nettovermögen,
in Euro
Anteil am
Nettovermögen,
in Prozent
2012 2017 2012 2017
1. Zehntel 26.517 23.064 3,1 2,2
2. Zehntel 40.493 35.582 4,8 3,5
3. Zehntel 40.393 44.041 4,8 4,3
4. Zehntel 50.729 68.016 6,0 6,6
5. Zehntel 56.404 84.315 6,7 8,2
6. Zehntel 69.740 76.403 8,3 7,4
7. Zehntel 81.784 100.274 9,7 9,8
8. Zehntel 104.125 113.557 12,3 11,1
9. Zehntel 128.314 145.408 15,2 14,2
10. Zehntel 245.353 335.670 29,1 32,7

Fußnote: 1 Personen in privaten Haushalten im Alter ab 17 Jahren, verfügbares und gewichtetes Einkommen (Nettoäquivalenzeinkommen).

Quelle: SOEPv34, mit 0,1 Prozent Top-Coding; Berechnungen des DIW Berlin

Quellen / Literatur

SOEPv34, SOEPv28; DIW Wochenbericht Nr. 10/2018: Konsum- und Sparverhalten der privaten Haushalte; ING International Survey 02/2019: Saving woes stretch retirement outlook

Fussnoten

Lizenz

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