Datenreport 2021.

Digitalisierung und Arbeitsbedingungen

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeitswelt ist ein zentraler Treiber des Wandels der Arbeit mit Folgen für nahezu alle Beschäftigten. Einige Tätigkeiten werden heute schon von Computern oder Maschinen übernommen. Durch den Einsatz digitaler Technik entstehen zeitgleich auch neue Aufgaben, und Beschäftigte werden immer wieder mit neuen Arbeitsanforderungen konfrontiert. Dabei können digitale Arbeitsmittel Beschäftigte bei der Erledigung ihrer Aufgaben unterstützen und entlasten, gleichzeitig jedoch auch mit neuen Belastungen einhergehen.

Die Digitalisierung trifft nicht alle Beschäftigten gleichermaßen. Neue Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) ermöglichen einigen von ihnen mehr Flexibilität. Gleichzeitig führen sie aber häufig zu einer erhöhten Arbeitsintensität und einer zunehmenden Entgrenzung von Arbeit und Privatleben. In anderen Tätigkeitsbereichen können Maschinen und Roboter beispielsweise einerseits beim Tragen und Heben schwerer Lasten unterstützen, andererseits aber auch zu monotoneren Arbeitsabläufen mit mangelndem Entscheidungsspielraum führen.

Inwiefern das Arbeiten mit verschiedenen (digitalen) Arbeitsmitteln mit unterschiedlichen Arbeitsbedingungen einhergeht, wird in diesem Kapitel näher beschrieben. Dabei wird zunächst betrachtet, welche Arbeitsmittel von welchen Beschäftigtengruppen eingesetzt werden und wie diese ihre Arbeitsbedingungen bewerten. Neben verschiedenen Arbeitsmitteln wird auch das Arbeiten im Homeoffice als eine durch digitale Technologien (IKT) ermöglichte Arbeitsweise näher betrachtet.

Näher eingegangen wird außerdem auf noch wenig verbreitete digitale Technologien, wie das Arbeiten mit Big Data oder künstlicher Intelligenz (KI). Ebenso wird der Frage nachgegangen, inwiefern in zunehmend digitalen Arbeitsumgebungen auch die Technikaffinität verschiedener Beschäftigtengruppen mit der Bewertung von Arbeitsbedingungen zusammenhängt.

Autor(en): Anita Tisch, Nils Backhaus, Matthias Hartwig, Sophie Meyer, Sascha Wischniewski – Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
Herausgeber: WZB / SOEP

Datenreport: Kapitel 5.5.1

Verbreitung computergestützter Informations- und Kommunikationsmittel

Die überwiegende Mehrheit aller Beschäftigten arbeitet mit Informations- und Kommunikationstechnologien. Allerdings verbringen Beschäftigte im Schnitt nur etwa die Hälfte ihrer Arbeitszeit an einem Computer. Welche Bedeutung verschiedene computergestützte Arbeitsmittel haben, zeigt die Befragung "Digitalisierung und Wandel der Beschäftigung".

Mehr lesen

Datenreport: Kapitel 5.5.2

Arbeiten von zu Hause: Häufiger ohne Vereinbarung

Durch moderne digitale Informations- und Kommunikationsmittel wird ortsflexibles Arbeiten erleichtert und Beschäftigte haben tendenziell mehr Freiräume bei der Erledigung ihrer Arbeitsaufgaben. Nicht immer ist das ortsflexible Arbeiten jedoch klar geregelt, was die Erfassung der Verbreitung des Arbeitens von zu Hause erschwert.

Mehr lesen

Datenreport: Kapitel 5.5.3

Arbeit mit computergestützten Werkzeugen, Geräten oder Maschinen

Neben Informations- und Kommunikationsmitteln sind auch viele Werkzeuge, Geräte oder Maschinen computergestützt und zunehmend digital vernetzt. Insgesamt arbeitete etwas mehr als ein Drittel der Beschäftigten mit computergestützten Werkzeugen, Geräten oder Maschinen.

Mehr lesen

Datenreport: Kapitel 5.5.4

Keine Altersunterschiede beim Einsatz von KI und Big Data

Darüber hinaus gewinnen auch digitale Trendtechnologien an Bedeutung. So berichtete knapp ein Drittel der Beschäftigten, mindestens selten Big Data zu nutzen; etwa ein Viertel nutzte künstliche Intelligenz (KI). Männer nutzten insbesondere Big Data häufiger als Frauen. Unter Vorgesetzten war die Nutzung beider Technologien (Big Data und KI) überdurchschnittlich weit verbreitet.

Mehr lesen

Datenreport: Kapitel 5.5.5

Arbeitsbedingungen in Abhängigkeit von Technologie und Vernetzungsgrad

Sowohl Informations- und Kommunikationsmittel als auch Werkzeuge, Maschinen, Geräte und Anlagen (WMGA) können unterschiedlich stark computerunterstützt beziehungsweise digitalisiert sein. Im Folgenden werden nicht digitalisierte Arbeitsmittel, digitalisierte Arbeitsmittel und hoch digitalisierte Arbeitsmittel unterschieden.

Mehr lesen

Datenreport: Kapitel 5.5.6

Arbeitsbedingungen bei mobiler Arbeit von zu Hause

Die Nutzung von digitalen Arbeitsmitteln und insbesondere von IKT ermöglicht ortsflexibles, mobiles Arbeiten auch von zu Hause. Dabei geht das mobile Arbeiten von zu Hause ohne Vereinbarung häufiger mit Termin- oder Leistungsdruck, Multitasking und mehr Unterbrechungen einher im Vergleich zu vereinbarter Telearbeit oder keiner Arbeit von zu Hause.

Mehr lesen

Datenreport: Kapitel 5.5.7

Technikaffinität: Ressource in der digitalen Arbeitswelt?

Inwiefern digitale Arbeitsmittel unterstützend oder aber als belastend wahrgenommen werden, kann von vielen Faktoren abhängen. Neben der Gestaltung der eigentlichen Arbeitsaufgabe und der Unterstützung von Kolleginnen und Kollegen sowie Vorgesetzten, können auch individuelle Faktoren eine Rolle spielen.

Mehr lesen