Datenreport 2021.

10.3.2021 | Von:
A. Tisch, N. Backhaus, M. Hartwig, S. Meyer, S. Wischniewski

Verbreitung computergestützter Informations- und Kommunikationsmittel

Die überwiegende Mehrheit aller Beschäftigten arbeitet mit Informations- und Kommunikationstechnologien. Allerdings verbringen Beschäftigte im Schnitt nur etwa die Hälfte ihrer Arbeitszeit an einem Computer. Welche Bedeutung verschiedene computergestützte Arbeitsmittel haben, zeigt die Befragung "Digitalisierung und Wandel der Beschäftigung". Wie aus Tabelle 1 hervorgeht, arbeitete 2019 über die Hälfte aller Beschäftigten primär an einem Desktopcomputer. Etwa ein Fünftel nutzte überwiegend einen Laptop. Smartphone und Tablet hingegen waren weniger weit verbreitet. Im Gastgewerbe und im Handel spielten außerdem computergestützte Kassensysteme eine Rolle (nicht abgebildet).

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Info 1

Digitalisierung und Wandel der Beschäftigung (DiWaBe)

Die Befragung "Digitalisierung und Wandel der Beschäftigung (DiWaBe)" ist eine telefonische Erhebung zu den Auswirkungen der digitalen Transformation, die 2019 gemeinsam von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und dem Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) durchgeführt wurde. Im Fokus stehen neben der Verbreitung des Einsatzes digitaler Technologien auch deren soziale, arbeitsorganisatorische und gesundheitliche Folgen. Befragt wurden rund 7.500 Beschäftigte aus rund 2.000 deutschen Produktions- und Dienstleistungsbetrieben, die bereits 2016 an einer repräsentativen Betriebsbefragung (IAB-ZEW-Arbeitswelt-4.0) teilgenommen hatten. Die Beschäftigten wurden anhand einer nach Region, Betriebsgröße und Sektoren geschichteten Zufallsstichprobe ausgewählt. Für die Auswertungen wurden abhängig Beschäftigte bis einschließlich 65 Jahre berücksichtigt, soweit sie gültige Angaben zu den für die Darstellungen relevanten Fragen gemacht haben (n = 6.520). Für weitere Informationen siehe: www.zew.de/publikationen/digitalisierung-und-wandel-der-beschaeftigung-diwabe-eine-datengrundlage-fuer-die-interdisziplinaere-sozialpolitikforschung

Die BAuA-Arbeitszeitbefragung (BAuA-AZB) ist eine von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) 2015 initiierte Panelstudie mit dem Ziel das Arbeitszeitgeschehen im Wandel der Arbeitswelt und dessen Folgen für das Wohlbefinden von Erwerbstätigen zu untersuchen. Hierzu werden verschiedene arbeitszeitliche Aspekte wie auch Arbeitsbedingungen und Faktoren der psychischen Gesundheit erfasst. Befragt wurden Personen ab 15 Jahren, die einer bezahlten Erwerbstätigkeit von mindestens zehn Stunden pro Woche nachgehen. Von Mai 2019 bis Januar 2020 wurde die dritte Welle der BAuA-Arbeitszeitbefragung durchgeführt. Dabei wurden etwa 10.500 gültige Interviews realisiert, davon etwa 3.000 Interviews mit erstbefragten Personen und rund 7.500 Interviews mit Panelteilnehmerinnen und -teilnehmern der Vorwellen. Die Datenerhebung wurde mittels computergestützter Telefoninterviews (CATI) durchgeführt. Für die Auswertungen wurden abhängig Beschäftigte bis einschließlich 65 Jahre berücksichtigt, soweit sie gültige Angaben zu den für die Darstellungen relevanten Fragen gemacht haben (8.060 ≤ n ≤ 8.315). Für weitere Informationen siehe: www.baua.de/arbeitszeit
Verbreitung von Informations- und Kommunikations­technologien 2019 — in ProzentVerbreitung von Informations- und Kommunikations­technologien 2019 — in Prozent Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)

Frauen und Beschäftigte in fachlich ausgerichteten oder komplexen Spezialistentätigkeiten arbeiteten häufiger an einem klassischen Desktopcomputer. Viele Führungskräfte und Beschäftigte mit komplexen und hoch komplexen Tätigkeiten nutzten (auch) einen Laptop. Auch auf ein Smartphone oder Tablet griffen Führungskräfte etwas häufiger zurück. Interessanterweise waren diese mobilen IKT auch bei Beschäftigten in Betrieben ohne Betriebsrat vergleichsweise weit verbreitet. Da über 40 % der Beschäftigten in Bau- und Ausbauberufen beruflich ein Smartphone oder Tablet nutzten, ist die weite Verbreitung bei Beschäftigten ohne Mitarbeitervertretung oder Betriebsrat wahrscheinlich vorwiegend auf kleine Handwerksbetriebe zurückzuführen.

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