Zahlen und Fakten: Die soziale Situation in Deutschland
14.10.2020

Einkommen privater Haushalte

Nach Einkommensgruppen (netto) und Einkommensquellen (brutto), 2018

Einkommen privater Haushalte

Quelle: Statistisches Bundesamt: Wirtschaftsrechnungen, Einkommens- und Verbrauchsstichprobe
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Das Nettoeinkommen der Privathaushalte in Deutschland lag im Jahr 2018 bei durchschnittlich 3.661 Euro pro Monat. Während 18 Prozent der Haushalte ein monatliches Nettoeinkommen von unter 1.500 Euro hatten, lag es bei 22 Prozent der Haushalte bei 5.000 bis unter 18.000 Euro (durchschnittlich 7.607 Euro). Das durchschnittliche Nettoeinkommen war in Westdeutschland höher als in Ostdeutschland (3.830 Euro bzw. 3.015 Euro) und bei Haushalten, in denen die Haupteinkommensperson selbstständig war, war es mit 5.493 Euro höher als bei Arbeitnehmern (4.214 Euro), Arbeitslosen (1.440 Euro) oder Haushalten von Ruheständlern (2.867 Euro).

Fakten

Nach Angaben der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) lag das durchschnittliche Bruttoeinkommen der Privathaushalte in Deutschland im Jahr 2018 bei 4.846 Euro pro Monat. Die wichtigste Einnahmequelle sind die Einkünfte aus Erwerbstätigkeit. Im Jahr 2018 stammten 64,4 Prozent des durchschnittlichen Haushaltsbruttoeinkommens aus nichtselbstständiger und selbstständiger Tätigkeit (insgesamt 3.122 Euro im Monat). 20,5 Prozent bzw. durchschnittlich 993 Euro im Monat erhielten die privaten Haushalte aus öffentlichen Transferzahlungen – darunter vor allem Renten der gesetzlichen Rentenversicherung und staatliche Pensionen, aber zum Beispiel auch Kinder- und Elterngeld sowie Arbeits- und Sozialgeld. Einnahmen aus Vermögen in Höhe von 458 Euro machten 9,5 Prozent des durchschnittlichen Haushaltsbruttoeinkommens aus. Einkommen aus nicht-öffentlichen Transferzahlungen hatten einen Anteil von 5,6 Prozent (272 Euro) – darunter vor allem Unterstützung von privaten Haushalten, Werks- und Betriebsrenten sowie Leistungen aus privaten Versicherungen.

Das durchschnittliche Nettoeinkommen der Privathaushalte in Deutschland lag im Jahr 2018 bei 3.661 Euro pro Monat. Von den hochgerechnet 40,7 Millionen Privathaushalten hatten 2,0 Millionen bzw. 4,9 Prozent ein monatliches Nettoeinkommen von unter 900 Euro. Bei 5,2 Millionen Haushalten bzw. 12,9 Prozent waren es 900 bis unter 1.500 Euro. Bei einem Viertel aller Haushalte (25,3 Prozent) lag das monatliche Nettoeinkommen bei 1.500 bis unter 2.600 Euro. 7,3 Millionen Haushalte verfügten über ein Einkommen von 2.600 bis unter 3.600 Euro (17,8 Prozent), bei 6,9 Millionen waren es 3.600 bis unter 5.000 Euro (16,9 Prozent). Schließlich lag das Nettoeinkommen bei 9,0 Millionen Haushalten bei 5.000 bis unter 18.000 Euro (22,2 Prozent).

Während deutschlandweit das durchschnittliche Nettoeinkommen der Privathaushalte im Jahr 2018 bei 3.661 Euro pro Monat lag, waren es in Westdeutschland 3.830 Euro und in Ostdeutschland 3.015 Euro. Bei Haushalten, in denen die Haupteinkommensperson selbstständig war, betrug das durchschnittliche Nettoeinkommen im Jahr 2018 5.493 Euro. Bei Arbeitnehmern waren es 4.214 Euro, bei Haushalten von Arbeitslosen 1.440 Euro und bei denen von Ruheständlern durchschnittlich 2.867 Euro.

Haushalte von Paaren mit ledigem Kind/ledigen Kindern unter 18 Jahren verfügten im Jahr 2018 über ein durchschnittliches Nettoeinkommen in Höhe von 5.490 Euro. Bei Alleinerziehenden waren es 2.560 Euro. Bei Paaren ohne Kinder lag das Haushaltseinkommen bei durchschnittlich 4.311 Euro, bei Alleinlebenden waren es netto 2.142 Euro.

Wird das Alter der Haupteinkommenspersonen betrachtet, nimmt das durchschnittliche Haushaltseinkommen bis zur Gruppe der 45- bis 54-Jährigen zu und dann mit zunehmendem Alter wieder ab. So lag das Nettoeinkommen bei der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen im Jahr 2018 bei 1.913 Euro und bei den 25- bis 34-Jährigen bei durchschnittlich 3.395 Euro. Haushalte, bei denen die Haupteinkommensperson zu den 35- bis 44-Jährigen gehörte, verfügten netto über 4.349 Euro – das war nur geringfügig weniger als bei den 45- bis 54-Jährigen (4.398 Euro). Bei den 55- bis 64-Jährigen lag das durchschnittliche Haushaltseinkommen bei 3.939 Euro, bei den 65- bis 69-Jährigen sinkt es deutlich auf 3.136 Euro. Haushalte, bei denen die Haupteinkommensperson zu den 70- bis 79-Jährigen gehörte, verfügten netto über 3.003 Euro – das war in etwa so viel wie bei den 80-Jährigen und Älteren (2.903 Euro).

Datenquelle

Statistisches Bundesamt: Wirtschaftsrechnungen, Einkommens- und Verbrauchsstichprobe

Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen

Die Ergebnisse der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) 2018 basieren auf den Aufzeichnungen von 52.782 Haushalten, die auf die Grundgesamtheit von rund 41 Millionen Haushalten hochgerechnet wurden. Ergebnisse für Haushalte, deren regelmäßiges monatliches Haushaltsnettoeinkommen 18.000 Euro und mehr beträgt, bleiben unberücksichtigt, da diese nicht beziehungsweise in viel zu geringer Zahl an der Erhebung teilnehmen.

Der Mikrozensus ist die größte jährliche Haushaltsbefragung der amtlichen Statistik in Deutschland. Die Befragung wird seit 1957 von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder gemeinschaftlich durchgeführt. Es werden mit rund 810.000 Personen in etwa 370.000 privaten Haushalten und Gemeinschaftsunterkünften rund 1 Prozent der Bevölkerung in Deutschland zu ihren Arbeits- und Lebensbedingungen befragt.

Einkommen privater Haushalte

Nach Einkommensgruppen (netto) und Einkommensquellen (brutto), 2018

monatliches
Haushaltsnettoeinkommen
von … bis unter … Euro
Haushalte,
in Tsd.
Anteile,
in Prozent
Personen
je Haushalt
insgesamt 40.683 100,0 2,0
davon:
unter 900 2.006 4,9 1,0
900 bis 1.300 3.413 8,4 1,1
1.300 bis 1.500 1.816 4,5 1,3
1.500 bis 2.000 4.803 11,8 1,4
2.000 bis 2.600 5.475 13,5 1,6
2.600 bis 3.600 7.250 17,8 1,9
3.600 bis 5.000 6.895 16,9 2,4
5.000 bis 18.000 9.024 22,2 2,9
Einkommen aus … durchschnittliches
Haushaltsbrutto-
einkommen
pro Monat, in Euro
Anteile,
in Prozent
insgesamt 4.846 100,0
davon:
… Erwerbstätigkeit 3.122 64,4
… öffentlichen Transferzahlungen 993 20,5
… Vermögen 458 9,5
… nichtöffentlichen Transferzahlungen 1 272 5,6

1 sowie Einnahmen aus Untervermietung (2 der 272 Euro).


Quelle: Statistisches Bundesamt: Wirtschaftsrechnungen, Einkommens- und Verbrauchsstichprobe


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