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Durchschnittliche Rentenbezugsdauer (RV)

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Durchschnittliche Rentenbezugsdauer (RV)

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Die Rentenbezugsdauer wird sowohl vom Rentenzugangsalter als auch vom sogenannten Wegfallsalter beeinflusst. Das durchschnittliche Zugangsalter bei den Versichertenrenten ist dabei relativ stabil geblieben.

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Fakten


Die Rentenbezugsdauer entspricht der Differenz zwischen dem Jahr des Rentenbeginns und dem des Rentenwegfalls. Die Rentenbezugsdauer hat sich bei den Versichertenrenten seit Anfang der 1960er-Jahre beständig erhöht. In Westdeutschland stieg sie bei den Männern von 9,6 Jahren 1960 auf 13,9 Jahre 1990 und weiter auf 16,9 Jahre 2012. Bei den Frauen (bei denen die Rentenbezugsdauer in jedem Jahr seit 1960 höher war als bei den Männern) erhöhte sie sich von 10,6 Jahren 1960 auf 17,2 Jahre 1990 und weiter auf 20,8 Jahre 2012. Insgesamt nahm die Rentenbezugsdauer in Westdeutschland zwischen 1960 und 2012 um 90,9 Prozent zu.

Auch in Ostdeutschland hat sich die durchschnittliche Rentenbezugsdauer sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen erhöht. Bei den Männern stieg sie zwischen 1995 und 2012 von 11,6 auf 15,7 Jahre, bei den Frauen von 19,6 auf 23,0 Jahre. Damit lag die Rentenbezugsdauer der ostdeutschen Männer gut ein Jahr unter der der Männer in Westdeutschland. Die Frauen in Ostdeutschland bezogen hingegen gut zwei Jahre länger Rente als die westdeutschen Frauen.

Die Rentenbezugsdauer wird sowohl vom Rentenzugangsalter als auch vom sogenannten Wegfallsalter beeinflusst. Das durchschnittliche Zugangsalter bei den Versichertenrenten ist dabei relativ stabil geblieben – in Westdeutschland hatte das Zugangsalter im Jahr 2012 in etwa das Niveau von 1965 (61,3 bzw. 61,1 Jahre) und in Ostdeutschland lag es 2012 nur wenig über dem Wert von 1995 (60,0 bzw. 59,6 Jahre). Demnach resultiert die Erhöhung der Rentenbezugsdauer aus der Entwicklung des Wegfallsalters: Zwischen 1960 und 2012 erhöhte sich das Wegfallsalter in Westdeutschland bei den Männern von 68,6 auf 76,3 Jahre, bei den Frauen stieg es im selben Zeitraum von 67,8 auf 81,4 Jahre. In Ostdeutschland war die Entwicklung etwas uneinheitlicher. Während das Wegfallsalter bei den Männern 1995 höher lag als im Jahr 2000 (71,7 gegenüber 70,3 Jahre) und sich dann bis 2012 auf 74,5 Jahre erhöhte, ging das Wegfallsalter bei den Frauen zwischen 1995 und 1998 von 77,4 auf 76,9 Jahre zurück und stieg dann bis 2012 auf 80,7 Jahre.

Auch bei den Renten wegen Todes hat sich das Wegfallsalter tendenziell erhöht. Zwischen 1993 und 2012 stieg es bei den Witwenrenten in Deutschland von 81,0 auf 84,8 Jahre. Bei den Witwerrenten erhöhte es sich im selben Zeitraum von 73,6 auf 79,8 Jahre. Das durchschnittliche Wegfallsalter bei den Waisenrenten nahm parallel von 20,8 auf 21,7 Jahre zu. Sowohl in West- als auch in Ostdeutschland hat sich dabei das Wegfallsalter bei allen drei Rentenarten stetig erhöht.

Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen


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Tabelle: Durchschnittliche Rentenbezugsdauer (RV*)


In Jahren, Versichertenrenten, nach Geschlecht, 1960 bis 2012

insgesamt Männer Frauen
Westdeutschland
1960 9,9 9,6 10,6
1965 10,5 10,1 11,6
1970 11,1 10,3 12,7
1975 11,6 10,6 13,2
1980 12,1 11,0 13,8
1985 13,1 11,9 14,9
1990 15,4 13,9 17,2
1993 15,6 14,0 17,6
1995 15,7 14,0 17,7
2001 16,2 14,3 18,3
2002 16,6 14,6 18,8
2003 16,7 14,8 18,8
2004 16,8 14,8 18,9
2005 17,2 15,2 19,3
2006 17,1 15,2 19,0
2007 17,3 15,3 19,4
2008 17,9 15,9 19,9
2009 18,1 16,2 20,1
2010 18,4 16,5 20,5
2011 18,1 16,2 20,2
2012 18,9 16,9 20,8
Ostdeutschland
1995 16,0 11,6 19,6
2001 16,7 12,0 20,8
2002 16,6 11,8 21,0
2003 17,0 12,2 21,2
2004 17,2 12,4 21,3
2005 17,5 12,9 21,6
2006 17,5 13,0 21,6
2007 18,1 13,6 22,0
2008 18,4 13,9 22,1
2009 18,5 14,4 22,1
2010 18,9 14,9 22,4
2011 18,8 15,0 22,2
2012 19,6 15,7 23,0
Deutschland
1995 15,8 13,6 18,2
2001 16,3 13,8 18,9
2002 16,6 14,0 19,3
2003 16,8 14,3 19,3
2004 16,9 14,3 19,5
2005 17,2 14,7 19,8
2006 17,2 14,8 19,6
2007 17,4 15,0 19,9
2008 18,0 15,5 20,4
2009 18,2 15,8 20,6
2010 18,5 16,2 20,9
2011 18,3 16,0 20,6
2012 19,0 16,7 21,3

* gesetzliche Rentenversicherung / Die durchschnittlichen Rentenbezugsdauern sind für jedes Jahr als Querschnitt berechnet und durch Rechtsänderungen, Sondereffekte und durch sich im Zeitablauf ändernde Altersstrukturen beeinflusst. Vor 1980 ohne Knappschaft, da eine Geschlechtertrennung nicht möglich ist.

Quelle: Deutsche Rentenversicherung: www.deutsche-rentenversicherung.de

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