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Karin von Welck: Think the unthinkable

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Die Welt ist zu rund, um still in der Ecke zu sitzen Links Theater und Tanz Theaterpraxis Szenisches Spiel und Politik Tanz Methoden Reenactment Forumtheater Tapst Praxisbeispiele Reenactment Forumtheater Tapst Linkliste Visuelle/Bildende Kunst Kunstvermittlung Ästhetische und politische Bildung Politiken des Raumes Computerspiele Gespräch Kunst und Politik Methoden Kulturtransfers HORTUS CIRCULOSUS Mein Avatar und Ich Praxisbeispiele Kulturtransfers HORTUS CIRCULOSUS Die Kunst des Involvierens Filmbildung Filmbildung Filmbildung und politische Bildung Filmanalyse ist Arbeit Methoden SchulKino Wochen Kinderjury Außerschulische Lernorte Filme machen Praxisbeispiele Wer war der Täter? 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Vermittlung ambivalenter Topographien Erster Tagungstag Zweiter Tagungstag Architektur in der kulturellen Bildung Bildungsarchitektur gestalten Partizipative Stadt- und Raumgestaltung Methoden Baupiloten: Bildungsarchitektur gestalten Der Prinzessinnengarten Baukulturelle Bildung Praxisbeispiele Der Spion mit dem silbernen Deckmantel Der Prinzessinnengarten Ein Schwimmbad ohne Wasser Links Bildung für nachhaltige Entwicklung und kulturelle Bildung Kulturelle und politische Bildung für nachhaltige Entwicklung Interview mit Bernd Overwien Nachhaltige Entwicklung als kulturelle Herausforderung Wiedergewinnung von Zukunft Methoden sevengardens Kunstvermittlung der dOCUMENTA 13 creative sustainability tours Praxisbeispiele sevengardens Über Lebenskunst.Schule creative sustainability tours Sammlung weiterer Projekte Literaturliste Linkliste BNE und Kulturelle Bildung Geschichtsvermittlung Geschichtsvermittlung und kulturelle Bildung Interview mit Constanze Eckert Geschichtsvermittlung in virtuellen Räumen Historische Spielfilme Theater und Geschichtsvermittlung Biografisches Theater und Holocaust Interview mit den Spielleiterinnen Interview mit Workshopteilnehmenden Praxisbeispiele Audioguides zu jüdischer Geschichte Kolonialgeschichte in Noten Migrationsgeschichte im Museum Links Mode Mode. Ein Thema für die politische Bildung? Revolte im Kinderzimmer Jugendmode vor dem Hintergrund jugendlicher Lebenswelten Mode in kommunistischen Diktaturen Wirtschaftsmacht Modeindustrie – Alles bleibt anders Lifestyle-Kapitalismus Praxisbeispiele Mode in der Schule world-wide-wool.net Gestern Hipster, heute Punk GOLDSTÜCKE Fashion@Society: Mode trifft Moral Dokumentation Interview Gertrud Lehnert Slow-Fashion-Tour Philosophie Fachtagung 2020: "Selbstoptimierung" Arbeit am perfekten Ich Fachtagung 2019: "Streiten lernen" Hannes Loh, Stephan Versin: Gangsta-Rap und Ethik Prof. Dr. Marie-Luisa Frick: Ohnmacht der Argumente? Dr. Alexander Grau: Verständigung in heterogenen Gesellschaften Prof. Dr. Riem Spielhaus: Wenn Mitdiskutieren verbieten verboten ist Streitgespräch: Alexander Grau und Riem Spielhaus QUA-LiS NRW, Demokratiebildung als Aufgabe der Schule – Einblicke in die Praxis der Grundschule St. Josef Greven Prof. Dr. Sabine Döring: Emotion und Argument Abschlusspanel: Jun. Prof. Dr. Ulaş Aktaş im Gespräch mit Dr. Sabine Dengel KLASSE DENKEN 2019 Zivilisiert Streiten Fake News Wir alle sind das Volk Das Universum und ich Fachtagung 2018: "Was ist Identität?“ Perspektiven auf die Identitätsthematik Wer entscheidet wer ich bin? Rückbindung an die Praxis Kollektive Identität Rubens, Du und ich Identitätspolitik und Populismus Populismus der Linken? KLASSE DENKEN 2018 Kann das Lügen moralisch sein? Markt und Moral Menschen, Mäuse und Maschinen Was ist nach dem Tod? Fachtagung 2017: "Demokratie und der Streit um Werte" Thematische Verortung in Politik und politischer Bildung Zur Theorie der Demokratie, Werte und Toleranz Über die Praxis Ein sozialwissenschaftlicher Abschluss Fachtagung 2016: "Philosophie als Zukunftsaufgabe" Eröffnung Impulsreferate und Diskussion Expertenworkshops Kabarett: Heiner Kämmer Abschlusspodium Video-Interviews Royston Maldoom: We should start with the arts Linkliste Redaktion

Karin von Welck: Think the unthinkable

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Kinder müssen lernen, das noch nicht Gedachte zu denken, fordert die Hamburger Kultursenatorin Karin von Welck. In Hamburg setze man daher auf verschiedene Projekte zwischen Kunst und Schulen.

Think the unthinkable

Ich bin der festen Überzeugung, dass kulturelle Bildung unverzichtbar für jeden ist und dass wir vernachlässigt haben, die kulturelle Bildung in unserer Gesellschaft wichtig zu nehmen, und das holen wir nach und müssen es auch schnell tun. Kulturelle Bildung vermittelt einfach die Fähigkeiten, die Kreativität die wir brauchen, um die Probleme der Zukunft zu bewältigen. Die Kinder müssen zum "think the unthinkable" in der Lage sein, also sich für das noch nicht Dagewesene zu preparieren. All kann man durch kulturelle Bildung: man lernt Kreativität, man lernt auch, dass man sich anstrengen muss, man lernt Toleranz, also lauter Schlüsselqualifikationen, die man überall im Leben gebrauchen kann.

Wir haben hier in Hamburg der kulturellen Bildung einen ganz großen Schwerpunkt eingeräumt, weil wir der Überzeugung sind, dass zu unsererm Projekt "wachsende Stadt" – Hamburg soll eine wachsende Stadt werden, eine blühende Stadt werden, eine Zukunft haben – die kulturelle Bildung einfach fest dazugehört. Wir haben schon verschiedene Projekte angefangen, z.B. eine enge Zusammenarbeit zwischen Schulbehörde und Kulturbehörde, wir versuchen nach und nach, die Lehrpläne zu verändern, damit kulturelle Bildung in den Schulen wieder den Stellenwert erhält, den sie verdient. Dazu haben wir verschiedene Projekte angestoßen: Zusammenarbeit zwischen Theater und Schulen, zwischen Musikern und Schulen und einiges mehr. Aber es muss noch mehr geschehen.

Bei der Zusammenarbeit zwischen außerschulischen und institutionellen Anbietern versuchen wir zunächst eine Kommunikation herzustellen, also viele runde Tische, die viel Zeit brauchen, aber wichtig sind, damit sich die Akteure für die gemeinsame Sache kennen und schätzen lernen und sich nicht abschotten. Dann müssen wir natürlich von der Politik her die Rahmenbedingungen ändern, damit es z.B. auch Möglichkeiten gibt für Musikpädagogen, die nicht als Musikschulpädagogen ausgebildet sind, in den Schulen zu arbeiten. Wir müssen uns über Qualitätstandards einig sein, aber auch kein starres Regelwerk aufstellen, sondern flexibel sein. Wir müssen Flexibilität und den Respekt von Künstlern zu Lehrern und Lehrern zu Künstlern aufbauen und fördern. Durch das Projekt mit Royston Maldoom aus Anlass der Tagung ist die freie Tanzszene unheimlich unterstützt worden. Ich habe alleine in den nächsten Wochen viele Gespräche zu führen, wie wir diese Szene besser integrieren können. Dabei müssen wir auch mit der Bildungsbehörde zusammenarbeiten, wir müssen also die Spinne im Netz sein und das Netz immer größer machen.

Das Spannungsfeld öffentliche Kassen und Wirtschaft existiert sicherlich, aber ich bin der Überzeugung, dass, wenn wir gute Projekte entwickeln, wir auch viel auf den Weg bringen können. D.h. auf der einen Seite muss ich innerhalb des Senats dafür sorgen, dass auch von meinen anderen Kollegen die Notwendigkeit kultureller Bildung so hoch angesehen und auch unterstützt wird, dass wir unseren Etat verteidigen könnn. Zum Zweiten glaube ich, dass wir ganz viel Öffentlichkeitsarbeit machen müssen, damit auch mehr Förderer dazukommen. Wir haben in Hamburg das ganz große Glück, dass wir – seit dem wir so intensiv über die Notwendigkeit von Kinder- und Jugendarbeit in der Kultur sprechen – Unterstützung von immer mehr Menschen bekommen, von Stiftungen, von Unternehmen. So konnten wir jetzt z.B. einen Unternehmer gewinnen, für drei Jahre allen Kindern kostenlosen Eintritt in Museen zu garantieren. Das macht ihm Spaß, das macht mir ganz große Freude und ist für die Kinder einfach toll.

Redaktion: Tatjana Brode
Kamera: Eileen Kühne
Schnitt: Oliver Plata
Das Interview entstand auf dem europäischen Kongress "Lernen aus der Praxis" vom 22.-24. September 2005.

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