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Partizipation durch Kultur

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Partizipation durch Kultur

Yvonne Fietz

/ 10 Minuten zu lesen

Politische und kulturelle Bildung fördern die Demokratisierung einer Gesellschaft. Sie erreichen gemeinsam auch bildungs- und politikferne Menschen. Und eröffnen ihnen dadurch Teilhabechancen, die sie zu gestaltungsfähigen Mitbürgern machen, wie das Beispiel von Hamburger Stadtteilprojekten zeigt.

Mit kultureller Bildung erfolgreich: Schüler/-innen des Hamburger "Step by step"-Tanzprojekts (© Heike Günther, www.heikeguenther.de, für BürgerStiftung Hamburg)

Politische Bildung verfolgt das Ziel, Menschen zu autonomen und mündigen Staatsbürgern zu erziehen, indem Kenntnisse über das demokratische System vermittelt und Kompetenzen für demokratisches Handeln gestärkt werden – es geht also darum, Demokratie zu lernen.

Vor diesem Hintergrund befasst sich der folgende Beitrag mit der Programmatik der Stadtteil- und Soziokultur, weil diese junge Kultursparte vor rund 30 Jahren unter dem Motto "Kultur für alle" antrat, eine "Demokratisierung durch Kultur" bzw. "Demokratisierung der Kultur" voranzutreiben. Durch Strategien und Methoden der Kultur sowie durch die Eröffnung der Teilhabechancen an der Kultur sollte eine Demokratisierung der Gesellschaft insgesamt angestoßen werden.

In Stadt(teil)entwicklungsprozessen wird dies besonders deutlich: Trotz aller Bemühungen von Seiten der Stadtentwickler und -planer gelingt es nur äußerst selten, Menschen mit Migrationshintergrund und jüngere Menschen in die Beteiligungsprozesse erfolgreich einzubinden. Kulturprojekte, die es sich zum Ziel setzen, Impulse für Stadt(teil)entwicklungsprozesse einzubringen, erreichen mit ihren kulturellen Bildungsangeboten, Projekten und Aktionen diese Zielgruppen sehr viel besser – und wirken so mit an einem Demokratisierungsprozess, bei dem Stadtteilbewohner als mündige Bürger und zum Wohle aller ihr Lebensumfeld aktiv (mit)gestalten.

Heutzutage scheint es in Anbetracht der Herausforderungen der globalisierten Gesellschaft und der damit verbundenen Migrationsprozesse um eine "Demokratisierung der Bildung" zu gehen: Demokratie lernen heißt auch, das Lernen zu demokratisieren, d.h. Bildungskonzepte so weiterzuentwickeln, dass Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund oder aus bildungsfernen Familien nicht mehr benachteiligt werden. Das Konzept der Bildung als Selbstbildung wie sie in der Kunst und Kultur weit verbreitet sind, bieten hier wertvolle Anknüpfungspunkte. In Erweiterung des Konzeptes der Bildung zur Selbstbildung verknüpft die Performance als offener Produktions- und Lernprozess das individuelle Lernen und Gestalten mit dem einer Gruppe oder dem gesamtgesellschaftlichen Lernprozess.

"Demokratisierung der Kultur" durch Stadtteilkultur


Unter dem Motto "Kultur für alle" begann vor mehr als 30 Jahren der Prozess der Demokratisierung der Kultur bzw. einer Demokratisierung durch Kultur in Stadtteil- und Soziokulturzentren. Ihre Programmatik erweiterte den traditionellen Kulturbegriff und öffnete nicht nur die Programme der Staatstheater, sondern brachte auch ein breites Spektrum neuartiger Kunst- und Kulturformen jenseits des bildungsbürgerlichen Kanons hervor: Die Kultur verließ ihre Tempel und ging auf die Straße, plötzlich war "jeder ein Künstler" (Joseph Beuys) – Alltagskultur und -geschichte erhielten eine neue gesellschaftliche Bewertung.

Seit 30 Jahren erprobt auch die kulturelle Bildung Strategien und künstlerische Methoden der Aneignung und Produktion von Kunst und Kultur. Dabei weist sie mittlerweile ein sehr großes Potenzial zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen in Form einer "Partizipation durch Kultur" bzw. einer nicht nur kulturellen, sondern zugleich politischen Bildung auf. Indem z.B. Jugendliche bei Projekten wie der "HipHop Academy" oder "Step by Step" sich künstlerisch-kreative Kompetenzen aneignen, diese bei der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Fragestellungen nutzen und gemeinsam auf die Bühne bringen, nehmen sie aktiv teil an einem gesellschaftlichen Veränderungsprozess, wechseln sie hinein in die Rolle des mündigen Bürgers, der Gesellschaft mitgestaltet.

Die Teilhabe an den gesellschaftlichen Werten, die sich in Kunst und Kultur manifestieren und verdichten, wird durch kulturelle Bildung zu einer Teilhabe an der demokratischen Gesellschaft insgesamt. Durch eine Beteiligung an einem Kulturprojekt, das sich mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinandersetzt, werden z.B. Stadtteilbewohner aktiv an der (Mit-)Gestaltung gesellschaftlicher Prozesse beteiligt.

Partizipation und Beteiligung

Partizipation bedeutet die Einbindung von Menschen und Organisationen in Entscheidungs- und Willensbildungsprozesse. Diese Einbindung kann dabei unterschiedlichste Beteiligungsformen annehmen: z.B. als Bürgerbeteiligung, Interessenverband oder politische Partei. Bei einer "Partizipation durch Kultur" gelingt es, durch Kunst und Kultur Menschen und Organisationen in gesellschaftlich relevante Entscheidungs- und Willensbildungsprozesse einzubinden, die zum Aufbau sozialen und kulturellen Kapitals führen – wie ist das möglich?

Besonders anschaulich ist diese Einbindung am Beispiel von Stadt(teil)entwicklungsprozessen darstellbar. Bei einem Beteiligungsprojekt wie z.B. "myplace!" lernen Kinder und Jugendliche Grundlagen der baukulturellen Bildung, sie lernen, wie man öffentliche Plätze, Straßen und Häuser differenzierter wahrnimmt. Und sie lernen, was diese Räume, Flächen und Gebäude mit ihnen zu tun haben, was sie mit ihnen machen. Vor dem Hintergrund dieses Kompetenzzuwachses und dieser Erfahrungen steigen sie unter Anleitung und mit Unterstützung von Architekten/-innen und Städteplanern/-innen in eine künstlerisch-kreative Auseinandersetzung mit dem Vorgefundenen ein – und entwickeln selbst Visionen und künstlerische Interventionen. Indem die Projektprozesse und -ergebnisse in gesellschaftlich relevante Prozesse eingespeist werden, wie z.B. bei "myplace!" in den Prozess der Internationalen Bauausstellung in Hamburg-Wilhelmsburg, werden die Strategien und Methoden der kulturellen Bildung in diesem Projekt zu einem wirkungsmächtigen Instrument einer "Partizipation durch Kultur".

Beteiligung an Stadtteilentwicklungsprozessen


Die Hamburger Stadtteilkultur zeichnet sich im Vergleich zu den meisten Soziokulturzentren bundesweit dadurch aus, dass sie seit mehr als 30 Jahren eine ausgeprägte Stadtteilorientierung aufweist. Vor diesem Hintergrund ist sie mittlerweile etablierter Bestandteil von Hamburger Stadtteilentwicklungspolitik und integraler Part von entsprechenden Bildungslandschaften insbesondere in Stadtteilen und Regionen mit Entwicklungsbedarf.

Durch die starke Stadtteilorientierung haben Hamburger Stadtteilkulturzentren das Motto "Kultur für alle von allen" und "Jeder ist ein Künstler" eng mit der unmittelbaren Lebenswelt der Stadtteilbewohner/-innen – unabhängig ihrer sozialen und kulturellen Herkunft – verbunden. Im Zuge der Ganztagsschulentwicklung gewann auch die vielfältige Kooperationspraxis mit Schulen im Stadtteil an Bedeutung.

Zentrales Ziel der Hamburger Stadtteilkultur ist das Schaffen von Zugängen zu Kunst und Kultur , insbesondere für Menschen, denen diese Zugänge meist verschlossen bleiben. Die Förderung ihrer Kreativität und ihres Selbstwertgefühls, ihre Aktivierung zur Stärkung des Gemeinwesens und ein breites Spektrum an Kunst- und Kulturangeboten beleben die Stadtteile und verbessern die Lebensqualität. Die Einrichtung von offenen Treffpunkten und Möglichkeitsräumen bilden den Humus für Selbstorganisation und Initiativenbildung.

In partizipatorischen Kulturprojekten entdecken und entwickeln Stadtteilbewohner nicht nur ihre Kreativität, sondern erfahren in der kulturellen Bildung spezifische Lernprozesse, die Kompetenzerwerb mit Lebenserfahrung und Steigerung des Selbstwertgefühls (durch gelungene Präsentation) verknüpfen.

Bildung als Selbstbildung


Die PISA-Ergebnisse dokumentieren bis heute ein Versagen des derzeitigen Bildungssystems: Es ist noch nicht ansatzweise gelungen, flächendeckende Bildungsgerechtigkeit herzustellen. Daher sollte bei der politischen Bildung ein besonderes Augenmerk auf den Bildungskonzepten selbst liegen. Die kulturelle Bildung ist traditionell ein Bereich, der formelle, informelle und non-formelle Bildungskonzepte verbindet und die künstlerisch-kreative Produktion anregt. Die Entdeckung der "Bildung als Selbstbildung" war für die kulturelle Bildung seit jeher nichts Neues, sondern selbstverständlicher Bestandteil des künstlerisch-kreativen Curriculums. Bildung im Sinne einer Selbstbildung ermöglicht Bildungsgerechtigkeit, weil sie jeden Einzelnen dort "abholt", wo er sich gerade befindet, und weist drei zentrale Merkmale auf:

  • Bildung vermittelt sich über individuelle Erfahrungs- und Lernprozesse und folgt damit keinem quantitativen, steuerbaren oder zielsicheren Prinzip.


  • Insofern ist unter Selbstbildung ein selbstreflexiver Prozess der Auseinandersetzung mit sich und der Umwelt zu verstehen.


  • Kultur und Bildung gehören zusammen: Die Aneignung einer Kultur der Visualisierung und Inszenierung mit ihren ästhetischen Symbolen und Codes erfordert ein differenziertes individuelles Lese- und Ausdrucksvermögen.

Eine "Partizipation durch Kultur" verbindet die individuellen Erfahrungs- und Lernprozesse mit kollektiven und gesellschaftlichen Prozessen. Die individuellen selbstreflexiven Prozesse werden im Rahmen von Projekten z.B. auf der Schnittstelle von "Stadtteilentwicklung durch Kultur" zu einer gemeinsamen Auseinandersetzung der Projektbeteiligten mit sich und der Umwelt. Das differenzierte individuelle Lese- und Ausdrucksvermögen nimmt in Projektpräsentationen (Aufführungen, Lesungen, Ausstellungen, Konzerten, Performances) die Gestalt einer gemeinsam geschaffenen Kunst- und Kulturproduktion an, in denen gesellschaftliche Spannungsfelder bzw. der gesellschaftliche Prozess künstlerisch-kreativ inszeniert wird, und damit erneut kulturelle Bildungsanlässe geschaffen werden.

Performative Praxis als offener Produktions- und Lernprozess


Als experimentelle künstlerische Praxis bietet die Performance ein breites Spektrum an offenen Erlebnis- und Lernsituationen, die sich in besonderer Weise zur Gestaltung von Beteiligungsformen eignen, da sie mit ihren vielfältigen formalen und methodisch-didaktischen Variationen einen Fundus an Vermittlungsformen für innovative Kulturarbeit bieten. Die Verknüpfung der Selbstdarstellung mit dem unmittelbaren interaktiven Spiel bringt neue Handlungs- und Vermittlungsformen hervor, die der Komplexität gesellschaftlicher Prozesse angemessen erscheinen.

Die Performance ist eine gruppenorientierte Kunstpraxis und ein offener Lern- und Produktionsprozess. Ihre experimentelle, kollektive Produktionsform hat eine Nähe zu den politischen und kulturellen Suchbewegungen der 1970er-Jahre, basiert auf einem erweiterten Kultur- und Theaterbegriff und integriert populäre und alltagskulturelle Phänomene, Erfahrung, Körper- und Aktionstheaterformen. Ein besonderes Merkmal sind u.a. ihre demokratischen und selbst bestimmten Arbeitsstrukturen, wie sie z.B. auch im Freien Theater praktiziert werden. Für eine Performance werden keine ästhetischen Stil- oder Formprinzipien formuliert, sie ist eine künstlerische Arbeitsweise mit folgenden Kennzeichen :

  • Kollaboration: gruppenorientierte künstlerische Arbeit, die selbstbestimmt Projektkonzeption, Arbeitsteilung und Rahmenbedingungen erstellt.


  • Offene Dramaturgie und Prozessorientierung: Während des Produktionsprozesses werden dramaturgische, ästhetische und arbeitstechnische Fragen verhandelt, sukzessive verdichtet und entschieden.


  • Generative Techniken: Material und Stoffe werden ausgehend von variablen "starting points" wie Themen, Stichworten, Bildern, Musik, Geräuschen, Artefakten, Erfahrungen durch Improvisation, kreatives Schreiben, Formaufgaben, Recherche oder Interview selbst generiert.


  • Komposition und Multiperspektivität: Durch das Zusammenspiel verschiedener künstlerischer Medien und Ausdrucksformen wie Körper, Bild, Film, Musik, Tanz, Performance oder elektronische Medien ergeben sich neue Mischformen und Crossover-Stile.


  • Reflexivität: heißt, reflektierte Kunst- und Kulturpraxis umzusetzen, über den ganzen Produktionsprozess bewusste und begründete Entscheidungen zu treffen, was wie und warum gemacht wird.


  • Produktionsorientierung: Ziel und Abschluss des gemeinschaftlichen Arbeitsprozesses ist immer das künstlerische Produkt und seine Präsentation.

Qualitätskriterien einer "Partizipation durch Kultur"


Vor dem Hintergrund einer experimentellen performativen Kunst- und Kulturpraxis, die der Einbindung von Menschen und Organisationen in gesellschaftlich relevante Entscheidungs- und Willensbildungsprozesse dient, lassen sich folgende Qualitätskriterien einer "Partizipation durch Kultur" formulieren, die denen der Hamburger Stadtteilkultur entsprechen:

  • zielgruppenspezifische und bedarfsorientierte Anpassung der Ziele und Methoden,


  • Befähigung zur künstlerisch-kreativen (Mit-)Gestaltung der Lebenswelt und des Sozialraums,


  • Herstellen von Rahmenbedingungen, die Persönlichkeitsentwicklung und Kompetenzzuwachs befördern,


  • Bildung von Gemeinschaften, in denen jeder seine individuellen Fähigkeiten erweitern kann,

  • künstlerisches Profil,


  • nützliche Netzwerkbildung mit strategischen Partnern aus Kunst, Kultur, Sozialem, Gesundheit, Politik, Verwaltung und Wirtschaft,


  • frühestmögliche künstlerisch-kulturelle Nachwuchsförderung,


  • offener, zugewandter und gastfreundlicher Umgang miteinander,


  • nachweisbare Verbesserung der Qualität der Lebenswelt bzw. des Sozialraums.

Projektbeispiele einer "Partizipation durch Kultur"

In Hamburg lässt sich eine Reihe von Kulturprojekten identifizieren, die allesamt in Brennpunkt-Stadtteilen umgesetzt wurden und sowohl Merkmale einer experimentellen performativen Praxis als auch Qualitätsmerkmale einer "Partizipation durch Kultur" aufweisen:

HipHop Academy Hamburg
Kulturpalast im Wasserwerk

Die "HipHop Academy" hat ihren Hauptsitz im Hamburger Stadtteil Billstedt, ein Großteil der Projektteilnehmer/-innen weisen einen Migrationshintergrund auf. Die "HipHop Academy Hamburg" bietet für Jugendliche zwischen 13 und 20 Jahren eine langfristige dreistufige Talentförderung in allen relevanten Sparten der Hip-Hop-Kultur: Breakdance, Graffiti, DJing, Rap, Beatbox, Producing und NuStyle-Dance. Ziel der Zusammenarbeit mit den Jugendlichen ist es, Rap-Stücke, Tanz-Choreografien und Beatbox-Shows zu entwickeln und auf die Bühne zu bringen. In ihren Texten, Choreografien und Graffitis thematisieren die Jugendlichen aktuelle und persönliche Themen, bringen sie auf die Bühne und verschaffen ihnen dadurch Aufmerksamkeit.
Externer Link: hiphopacademy-hamburg.de

East Side Story – Kultur schafft Perspektive
Lola Kulturzentrum

Die "East Side Story" ist ein auf den Hamburger Stadtteil Lohbrügge verteiltes Geflecht von Kulturprojekten des Lola-Kulturzentrums in Kooperation mit den Schulen. Im Fokus standen Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien des Quartiers. Während des Regelunterrichts entstanden u.a. zwei Theaterstücke, Tanz- und Musikprojekte, ein Film und drei Puppentheater-Stücke. Darüber hinaus gab es eine große Lehmbau-Aktion mit "Bunte Kuh e.V." und den Schüler-Geschichtswettbewerb "Weggegangen und Angekommen". Die Kulturprojekte setzten sich künstlerisch-kreativ mit den individuellen Erfahrungen und Geschichten der Kinder und Jugendlichen, z.T. vor dem Hintergrund klassischer Romanvorlagen ("Romeo und Julia") auseinander, unter Anleitung professioneller Schauspieler, Medienpädagogen, Choreografen erarbeiteten sie gemeinsame Bühnen- und Filmproduktionen.
Externer Link: www.lola-hh.de

Wie es uns gefällt – Mit Shakespeare durch St.Pauli
GWA St.Pauli

"Wie es uns gefällt" ist ein interkulturelles und spartenübergreifendes Theaterprojekt, das mit etwa 50 Akteuren/-innen im Alter von 10 bis 74 Jahren mit unterschiedlichem sozialen Hintergrund sowie professionellen Künstler/-innen und Laien realisiert wurde. Das Theaterstück stärkte die Identifikation der Leute mit ihrem Stadtteil und der Nachbarschaft, förderte die kreative Eigentätigkeit und die Entwicklung sozialer Kompetenzen und ermöglichte eine Begegnung zwischen Menschen unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft sowie die "Rückgewinnung öffentlicher Räume".
Externer Link: www.gwa-stpauli.de

Step by Step – Tanzprojekte mit Hamburger Schulen
Bürgerstiftung Hamburg; Stadtkultur Hamburg

Bei "Step by Step" erhalten Haupt-, Real- und Gesamtschulklassen aus dem Hamburger Stadtgebiet regelmäßigen, wöchentlichen Tanzunterricht von professionellen Tanzpädagogen/-innen und Choreografen/-innen. Die Klassen erarbeiten gemeinsam mit den Künstlern/ -innen Choreografien, die mehrfach in Hamburg zur Aufführung gebracht werden. Fortbildungen für Lehrer/-innen, Tanzpädagogen/-innen und Choreografen/-innen sowie Exkursionen der Schüler/-innen in die Hamburger Tanz- und Theaterlandschaft sind feste Bestandteile des Projekts.
Externer Link: stepbystep-hh.de

myplace! – Jugendliche entdecken und gestalten öffentliche Räume
Stadtkultur Hamburg Jaswerk

Bei "myplace!" erkunden Kinder und Jugendliche öffentliche Räume im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg und greifen dann selbst gestalterisch in ihren Stadtteil ein. Sie setzen ihre Vorstellungen und Wünsche in künstlerische Produkte und Modelle um und präsentieren diese anschließend auf einem Rundgang. So erhalten sie einen Einblick in Architektur und Baukultur und lernen, dass ihre Umwelt veränderbar ist – und dass sie selbst dafür Ideen entwickeln können. Die Ergebnisse werden im Rahmen einer Ausstellung präsentiert und somit in einem Stadtteilentwicklungsprozess von großer Bedeutung und Aufmerksamkeit positioniert.
Externer Link: stadtkultur-hh.de./myplace.html

AHA! Die Stadtforscher
Stadtkultur Hamburg

Bei "AHA!" erforschen Schüler/-innen aus Grund- und weiterführenden Schulen Bildungs- und Kulturorte in ihrem Stadtteil und dokumentieren die Ergebnisse mit Digitalkameras und Aufnahmegeräten. Auf Stadtteilplänen und dem Internetportal der Stadtforscher werden die Projektergebnisse auch ihren Mitschülern/-innen präsentiert. Das Projekt verfolgt das Ziel, Schüler/-innen dabei zu unterstützen, die vielfältigen Bildungs- und Kulturangebote in ihrem Stadtteil zu entdecken, sie altersspezifisch medial zu dokumentieren und in Form von Stadtteilplänen und auf Webseiten zugänglich zu machen.
Externer Link: aha-stadtforscher.de

Fussnoten

Fußnoten

  1. Externer Link: Siehe: Globalrichtlinie Stadtteilkultur, im Internet unter:

  2. Sting, Wolfgang: Spiel – Szene – Bildung. Zum Verhältnis von künstlerischer Praxis und ästhetischer Bildung, in: Eckart Liebau u.a. (Hrsg.): Grundrisse des Schultheaters. Weinheim; München 2005, S. 137-148.

  3. Dieses Dilemma hat Niklas Luhmann als das "Technologiedefizit der Pädagogik" beschrieben.

  4. Wolfgang Sting: Performance in der kulturellen Bildung, aus: Dokumentation des 9. Hamburger Ratschlag Stadtteilkultur "Kultur macht Bildung – Bildungskonzepte in der Stadtteilkultur", Fachkonferenz am 21./22.11.2009, S. 23-27.

  5. Vgl. ebd., S. 26.

  6. Zentrale Arbeitskategorien des "Devising Theatre" nach Alison Oddey, vgl. ders.: Devising Theatre. A practical and theoretical handbook, London 1994.

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Geschäftsführerin von Stadtkultur Hamburg e.V., einem Verband für lokale Kultur und Bildung mit über 100 Mitgliedern. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich Konzept- und Projektentwicklung, Begleitung von Prozessen der Organisationsentwicklung und Veranstaltungsmanagement-Software.