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kulturelle Bildung

10.3.2011 | Von:
Anja Herzberg

"Integration ist bei uns Alltag"

Finanzierung der Projekte

Bei dieser Vielfalt von Angeboten stellt sich zwangsläufig die Frage nach der Finanzierung. Ganzheitliche Ansätze werden von der Stadt in ein Unterstützungssystem eingebettet, in dem darauf geachtet wird, dass finanzielle Mittel optimal eingesetzt werden. Finanziert wurden alle Projekte aus dem Kulturetat der Stadt Herten, und die Gesamtschule erhielt private Förderungen und Sponsorengelder. Bewilligte Anträge aus dem NRW-Landes-Programm "Kultur und Schule" tragen ebenso zur Fortführung der Projekte bei wie Zuschüsse aus der Landesförderung zum Kommunalen Gesamtkonzept Kulturelle Bildung.

Auf dem Weg zu einem neuen Schulprofil... und noch weiter

Teil des Umstrukturierungsprozesses der Rosa-Parks-Schule war auch die Einrichtung von Profilklassen in den Bereichen Kunst, Sport und Musik. Langfristiges Ziel der Schule ist es, das Profil in Richtung kultureller Bildung zu stärken.

Die Schule setzt also zur nachhaltigen Entwicklung der Strukturen auf die Schärfung eines speziellen Schulprofils, das sich in der Struktur der Unterrichtsangebote spiegelt. Bereits seit 1998 werden Kunst-Leistungskurse angeboten, seit dem Schuljahr 2008/2009 ist das Schulfach "Darstellen und Gestalten" dazu gekommen. Für den Sommer 2011 ist die Fertigstellung der neuen Atelierräume geplant, damit die Profilklasse Kunst, die den Unterricht auf einen Kunstschwerpunkt ausrichtet und die es seit dem Schuljahr 2009/2010 an der Rosa-Parks-Schule gibt, in die Räume einziehen kann.

Die weiteren Schritte in der Arbeit stehen schon fest. In Planung ist ein Schülermuseum, das in Herten ein Ort für Kunst von Schülern und für Schüler sein kann. Erste Konzeptentwürfe sind formuliert und das Ziel, sich beim Programm "Kulturagenten" zu bewerben, ist fixiert. Es besteht der Wunsch, stadtweit einen Ort zu finden, der Ausstellungsplattform ist, zu dem man Künstler einladen kann und zu dessen Entwicklung institutionsübergreifende Kooperationen hinzugezogen werden können. Die Schule hat mit dem Konzeptpapier "Rosa-Parks-Schule 2030", dessen Leitmotiv der "Paradigmenwechsel weg von der Kooperation von Schule und außerschulischen Partnern hin zu einer Integration von verschiedenen Professionen unter einem Dach" ist, eine Perspektive erarbeitet, die dem Anspruch an eine zukunftsorientierte Schulform mit vernetzten Strukturen eindrucksvoll gerecht wird.

Das Projekt "Kunstwege zur Integration" illustriert einen langfristig angelegten Prozess der kreativen Begegnung. Durch die Ausstellung der entstandenen Arbeiten haben die Schülerinnen und Schüler Wege der Anerkennungskultur kennengelernt, die vermitteln, eigenmotivierte Arbeit und das eigene und das fremde gestalterische Potenzial wertzuschätzen. Im Rahmen des Beteiligungsprozesses an den Kunstprojekten haben sie den Blick für das "Andere" geschärft und neue Handlungskompetenzen im Umgang mit unterschiedlichen Problemstellungen erlernt. Viele Schülerinnen und Schüler sind nun auch in ihrer Freizeit künstlerisch tätig. Ihnen stehen mit dem neu eröffneten Atelier ein Ort zum Ausprobieren und ein Ort der Begegnung zur Verfügung.

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