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Serie: Antimuslimischer Rassismus

Ein Plakat mit gelber Schrift "Müssen über Hass sprechen"Plakatkampagne zum Tag gegen Antimuslimischen Rassismus am 1. Juli 2019 (© CLAIM – Allianz gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit)

Muslimfeindlichkeit, Islamfeindlichkeit, Islamophobie, antimuslimischer Rassismus: Viele Begriffe mit unterschiedlichen Bedeutungsnuancen beschreiben Formen von Stigmatisierung, Diskriminierung und Rassismus gegenüber Menschen muslimischen Glaubens und gegenüber Menschen, die von anderen als "muslimisch" markiert werden. Die Beiträge der Serie stellen verschiedene Definitionen und unterschiedliche Perspektiven auf das Themenfeld vor.

Die Autorinnen und Autoren beschäftigen sich zum Beispiel mit der Frage, ob Diskriminierungserfahrungen zu Radikalisierungsprozessen beitragen können. Eben diese Annahme könne jedoch auch zu Missverständnissen in der Bildungsarbeit führen, meint ein Autor. Ein weiterer Beitrag zeigt, wie islamistische Organisationen das Thema für ihre Zwecke missbrauchen, indem sie die "Opferrolle" der Musliminnen und Muslime betonen.

Zu den Beiträgen:

Ein Plakat mit gelber Schrift "Müssen über Hass sprechen"

Ozan Zakariya Keskinkilic

Was ist antimuslimischer Rassismus?

Verschiedene Begriffe werden verwendet, um Feindlichkeit gegenüber Musliminnen und Muslimen oder deren Diskriminierungserfahrungen zu beschreiben. Ozan Zakariya Keskinkilic plädiert für die Bezeichnung "antimuslimischer Rassismus", da sie auch politische, strukturelle und institutionelle Dimensionen in den Blick nimmt. Der Autor stellt historische Bezüge her und zeigt, welche Formen antimuslimischer Rassismus heute annimmt.

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Demonstration der rechtsextremen Pro-NRW-Bewegung mit Plakaten vor der Fatih-Moschee in Mülheim/Ruhr am 26.03.2010.

Floris Biskamp

Das Sprechen über den Islam zwischen demokratischer Kritik und antimuslimischem Rassismus

Ist es in der aktuellen aufgeladenen Debatte möglich, kritisch über "den Islam" zu reden, ohne dabei selbst diskriminierend oder rassistisch zu sein? Wann wird das "kritische" Sprechen über Probleme in einer Minderheit problematisch und wie kann man dieses Problematische erfassen? Floris Biskamp grenzt in seinem Beitrag dafür drei Konzepte voneinander ab: 1. Islamfeindlichkeit als Vorurteil, 2. Antimuslimischer Rassismus als diskursiv konstituiertes Dominanzverhältnis und 3. die systematische Verzerrung von Islamdebatten.

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Schülerin mit Kopftuch im Unterricht

Stefan E. Hößl

Diskriminierung und Radikalisierung: Zwei Seiten einer Medaille!?

Radikalisierungsprozesse sind dynamische Entwicklungen, bei denen viele Faktoren zusammenspielen. Erfahrungen von (rassistischer) Diskriminierung können Teil davon sein, da sie einen Rückzug zu defensiven Identitäten in Gemeinschaften oder Gruppierungen der Minderheiten bewirken können. Auch Angebote extremistischer Gruppierungen können in solchen Fällen attraktiv wirken. Stefan Hößl veranschaulicht diese These anhand des Beispiels der 18-jährigen Lina.

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Symbolbild: Im Vordergrund ist ein sich meldender Schüler, dahinter, unscharf, ein muslimisches Mädchen mit Kopftuch zu sehen.

Sindyan Qasem

Erfahrungen von Rassismus als Radikalisierungsfaktor: Ein (Gegen-)Beispiel

Dass Rassismus- und Ungerechtigkeitserfahrungen von Musliminnen und Muslimen als ein Faktor in Radikalisierungsprozessen gelten, kann in der Praxis unter Umständen zu folgenschweren Missverständnissen führen. Mit einem Beispiel aus der eigenen Bildungsarbeit unterstreicht Sindyan Qasem diese These.

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Junge verschleierte Frau mit Sonnenbrille fotografiert mit einem Smartphone.

Dr. Josephine B. Schmitt

Antimuslimischer Rassismus als islamistisches Mobilisierungsthema

Islamistische Propaganda baut stark auf der Viktimisierung der Eigengruppe und der Dämonisierung der Fremdgruppe auf. Hassreden von rechtsextremer Seite sowie vielfältige alltägliche Diskriminierungserfahrungen von Musliminnen und Muslimen in Deutschland stützen die von Islamistinnen und Islamisten verbreiteten Opfernarrative und machen insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene empfänglich für islamistische Manipulationsversuche.

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Thumbnail des Videos "Umma" zum YouTube-Projekt "Bildwelten Islam"
Webvideoformate

Begriffswelten Islam

Im Rahmen von Webvideo-Formaten kooperiert die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb mit YouTuberinnen und YouTubern, die sich aus einem persönlichen Interesse heraus mit den in Deutschland geführten Islamdiskursen auseinandersetzen wollen.

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Material für die Verlinkung des Infodienstes Radikalisierungsprävention

Sie möchten den Infodienst Radikalisierungsprävention verlinken? Diese Textbausteine und Grafiken können Sie dafür verwenden.

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Der Islamist Metin Kaplan in Bonn, 7. Februar 1999. Kaplan wurde nach seiner Inhaftierung in Deutschland in die Türkei abgeschoben. Dort wurde er am 20. Juni 2005 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.
Dossier

Islamismus

Seit 9/11 hat ein Wort Hochkonjunktur: Islamismus. Wer sind seine Wortführer? Welche Ziele verfolgen sie? Das Dossier führt ein in Vergangenheit und Gegenwart der extremistischen Herrschaftstheorie, die die Welt des 21. Jahrhunderts vor große Herausforderungen stellt.

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