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Beratungsstelle

Beratungsstelle Hessen

Ort: Frankfurt am Main

Angebote: Beratung, Hotline, Pädagogische Maßnahmen vor Ort (z. B. Workshops), Intervention und Deradikalisierung, Fortbildungen und Trainings für Fachkräfte

Weitere Standorte in: Kassel, Offenbach am Main

Die Beratungsstelle Hessen von Violence Prevention Network wendet sich an Jugendliche, Eltern und Fachpersonal mit Fragen im Themenfeld Extremismus. Sie bietet Maßnahmen der Prävention, Qualifizierung und Deradikalisierung als Antwort auf die allgemeine Hilflosigkeit im Umgang mit religiös begründetem Extremismus an.

Die Beratungsstelle fördert die Stärkung der Toleranz von unterschiedlichen Weltsichten sowie die Früherkennung, Vermeidung und Umkehr von Radikalisierungsprozessen. Die Intervention bei beginnenden Radikalisierungsprozessen und die zielgerichtete Deradikalisierungsarbeit setzen dort an, wo Menschen einen Ausweg aus extremistischen Ideologien suchen.

Details zu den Angeboten

Beratung

Eltern- und Angehörigenberatung

Hauptziel der Beratung ist es, die erzieherische Präsenz und die Kommunikations- und Konfliktfähigkeit der Eltern (bzw. des näheren Umfeldes) zu stärken, damit wieder eine tragfähige und belastbare Beziehung zwischen den Bezugspersonen und den Kindern/jungen Erwachsenen entsteht.

Gerade in der Zusammenarbeit mit Eltern, Angehörigen und weiteren Bezugspersonen ist es zudem das Ziel, diese persönlich zu stärken sowie ihren Ängsten, Selbstvorwürfen und ihrer Ratlosigkeit Raum zu geben.

Ziele der Beratung
  • Stärkung der Handlungskompetenz und Selbstsicherheit
  • Erkennen extremistischer und religiöser Argumentationsweisen und möglicher Strategien zur Auflösung und/oder Entschlüsselung dieser Argumentationsweisen
  • Herstellen und Halten von Arbeitsbeziehungen zu einer schwierigen Klientel
  • bewusstes Führen von Dialogen
Anti-Gewalt- und Kompetenztrainings (AKT®)

Im Rahmen des Anti-Gewalt- und Kompetenztrainings (AKT®) spielt die begleitende Arbeit mit den Eltern der Teilnehmenden, insbesondere im Kontext der Nachbetreuung, eine wichtige Rolle. Die Arbeit mit den betroffenen Jugendlichen sollte in Abstimmung und in Zusammenarbeit mit den Eltern erfolgen.

„Gewaltfreie Erziehung von Kindern“ sowie “Unterstützung der Jugendlichen beim Ausstieg aus Gewalt und Extremismus“ sind wichtige Themenkomplexe dieses Arbeitsschwerpunktes.

Zielgruppen
  • Eltern
  • Angehörige
  • Bezugspersonen
  • Menschen im Umfeld von religiösem Extremismus
Von 9 bis 16 Uhr ist die Hotline montags bis freitags direkt besetzt 24h/7 Rückruf bei Nachricht auf Anrufbeantworter

Hotline: +49 69 272 999 97

Ansprechpartner: Hakan Çelik, Lina Thillosen und Cuma Ülger

Vor-Ort-Maßnahmen

Workshops für Schüler/-innen zur interreligiösen und interkulturellen Kompetenz

Die Workshops werden bedarfsorientiert konzipiert. Das bedeutet, dass nicht ein vorgefertigtes Angebot übernommen werden muss, sondern gemeinsam mit der Einrichtung in einem ersten Sondierungsgespräch die Situation und der Bedarf analysiert werden.

Auf dieser Grundlage wird ein Plan entworfen, der auf den jeweiligen Kontext der Einrichtung abgestimmt ist. Um Nachhaltigkeit zu garantieren und Veränderungsprozesse zu begleiten, werden mehrere Workshops über einen längeren Zeitraum konzipiert und durchgeführt. Die einzelnen Module werden nach dem Baukastenprinzip ausgewählt, um folgende pädagogische Ziele zu erreichen:

  • Wissen über Interreligiosität, Identität und religiös begründeten Extremismus soll erweitert werden.
  • Eine Sensibilisierung für Rekrutierungsstrategien von Extremist/-innen und Stigmatisierung von Gruppen soll erreicht werden.
  • Zur Positionierung in einer pluralistischen Gesellschaft (Grenzen von Toleranz, Anerkennung gemeinsamer Wertebasis etc.) soll befähigt werden.
  • Fähigkeiten wie Medienkompetenz und Toleranzbewusstsein sollen gestärkt werden.
  • Handlungsstrategien im Umgang mit Rekrutierungsversuchen und religiös begründetem Extremismus sollen entwickelt werden. An dieser Stelle kann das Interventionsteam der Beratungsstelle jederzeit als Ansprechpartner hinzugezogen werden.
Zielgruppe
Schülerinnen und Schüler

Intervention und Deradikalisierung

Durch aufsuchende Arbeitsansätze wird eine Arbeitsbeziehung zur Zielgruppe der Radikalisierten bzw. Radikalisierungsgefährdeten aufgebaut, um zunächst den Ablösungsprozess von gewalttätigen Gruppierungen sowie das Hinterfragen gewalttätiger Ideologieelemente zu bewirken und in der Folge Deradikalisierungsprozesse zu ermöglichen.

Konkrete Maßnahmen sind die Beratung, Begleitung und spezifisches Training von radikalisierungsgefährdeten Jugendlichen im Vorfeld von Straffälligkeit sowie Beratungs- und Dialogmaßnahmen mit radikalisierten jungen Menschen und Ausstiegswilligen.

Das pädagogische Konzept beruht auf einem explizit nicht-konfrontativen Ansatz, der es ermöglicht neue Sichtweisen anzunehmen. Akzeptanz und der Verzicht auf Demütigung dienen dazu, Verstehen – nicht Verständnis – zu ermöglichen und Handlungen zu erklären – nicht zu rechtfertigen. Erklärungen sind die Voraussetzungen für Veränderungen. Somit ermöglichen wir den Klient/-innen, (wieder) ein Leben zu führen bei dem sie weder sich selbst, noch andere gefährden.

Zielgruppe
Jugendliche und junge Erwachsene, die radikalisierungsgefährdet, radikalisiert oder ausstiegswillig sind

Fortbildung und Trainings

Informations- und Sensibilisierungsveranstaltungen für Fachkräfte

Um eine Nachhaltigkeit der präventiven Bildungs- und Veränderungsprozesse zu gewährleisten, wird neben den Maßnahmen für junge Menschen in den Bereichen Schule und Jugendhilfe eine Qualifizierung von Multiplikatoren und Mitarbeitenden in den betroffenen Institutionen umgesetzt.

Landesweit werden dazu Informations- und Sensibilisierungsveranstaltungen angeboten. Den Multiplikatoren werden hier Informationen zum Umgang mit ideologisierten Personen und interkulturellen bzw. interreligiösen Konflikten sowie über Islamismus / Extremismus mit Auslandsbezug vermittelt.

Zielgruppen
  • Schulen
  • Kinder- und Jugendhilfe
  • Kommunen
  • religiöse Organisationen
  • Vereine
  • Behörden
  • Moscheegemeinden


Kontakt

Violence Prevention Network e. V.
Beratungsstelle Hessen
Leipziger Straße 67
60487 Frankfurt am Main
+49 69 138 22 686
hessen@violence-prevention-network.de

Violence Prevention Network e. V.
Beratungsstelle Hessen
Außenstelle Nordhessen
Werner-Hilpert-Straße 21
34117 Kassel
+49 561 560 100 16
hessen@violence-prevention-network.de

Violence Prevention Network e. V.
Beratungsstelle Hessen
Außenstelle Offenbach
Stadtteilbüro Mathildenviertel
Krafftstraße 29
63065 Offenbach am Main
+49 69 2729 9997
offenbach@violence-prevention-network.de

Website: www.beratungsstelle-hessen.de