HERAUSFORDERUNG ISLAMISMUS Infodienst Radikalisierungsprävention

Serie: "Legalistischer" Islamismus

Mit dem umstrittenen Begriff "legalistischer" Islamismus werden Strömungen bezeichnet, die versuchen, auf legalem Wege – also im Rahmen der Rechtsordnung und ohne den Einsatz von Gewalt – Einfluss auf Politik und Gesellschaft zu nehmen. So sollen sukzessive Normen ihres eigenen Islamverständnisses durchgesetzt werden und der demokratische Rechtsstaat damit langfristig ausgehöhlt werden. In unserer Serie setzen wir uns mit dem Begriffsfeld "legalistischer" Islamismus auseinander und betrachten entsprechende Gruppierungen – wie Millî Görüş, die Muslimbruderschaft oder Hizb ut-Tahrir. Wir zeigen auf, welche neuen Herausforderungen von diesen Gruppen ausgehen und wie die Präventionsarbeit diesen begegnen kann.

Zu den Beiträgen

Serie: "Legalistischer" Islamismus: Menschen demonstrieren gegen die Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren in China. Der Hamburger Verfassungsschutz hatte erklärt, die Kundgebung werde von Islamisten organisiert. Hinter dem Veranstalter «Generation Islam» verberge sich die verbotene Organisation Hizb ut-Tahrir.

Dr. Thomas Schmidinger

"Legalistischer Islamismus" als Herausforderung für die Prävention

Welche Bewegungen und Gruppierungen des Spektrums des "legalistischen Islamismus" sind in Deutschland aktiv? Thomas Schmidinger erläutert, was Organisationen wie Millî Görüş, die Muslimbruderschaft oder Hizb ut-Tahrir auszeichnet. Außerdem geht er der Frage nach, wie unsere Gesellschaft mit diesen Strömungen umgehen kann und skizziert Möglichkeiten der Prävention.

Mehr lesen

Serie: "Legalistischer" Islamismus: Menschen demonstrieren gegen die Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren in China. Der Hamburger Verfassungsschutz hatte erklärt, die Kundgebung werde von Islamisten organisiert. Hinter dem Veranstalter «Generation Islam» verberge sich die verbotene Organisation Hizb ut-Tahrir.

Hanna Baron

Die Hizb ut-Tahrir in Deutschland

Die islamistische Hizb ut-Tahrir ist keine besonders große Gruppierung, aber ihre Initiativen erreichen gerade im Internet neue und vor allem junge Zielgruppen. Hanna Baron betrachtet Ideologie und Ziele der Gruppierung. Sie analysiert ihre Attraktivität und Strategie in den sozialen Medien sowie ihr Vorgehen bei der Anwerbung im Offline-Bereich. Und sie zeigt, wie verschiedene Stellen der Jugend- und Kulturarbeit präventiv tätig werden können.

Mehr lesen

Serie: "Legalistischer" Islamismus: Menschen demonstrieren gegen die Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren in China. Der Hamburger Verfassungsschutz hatte erklärt, die Kundgebung werde von Islamisten organisiert. Hinter dem Veranstalter «Generation Islam» verberge sich die verbotene Organisation Hizb ut-Tahrir.

Interview mit Adem Bayaral

Die Furkan-Gemeinschaft

Die Türkei-basierte Furkan-Gemeinschaft kann dem Spektrum des sogenannten legalistischen Islamismus zugeordnet werden. Sie wird aufgrund ihrer antidemokratischen ideologischen Ausrichtung vom Verfassungsschutz beobachtet. Hamburg und Dortmund sind Zentren der Gruppierung in Deutschland. Adem Bayaral, Mitarbeiter der Beratungsstelle Legato in Hamburg, spricht im Interview über Ziele, Strategien, Mittel und Hintergründe der Furkan-Gemeinschaft und über die Herausforderungen für die Präventions- und Beratungsarbeit.

Mehr lesen

Serie: "Legalistischer" Islamismus: Menschen demonstrieren gegen die Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren in China. Der Hamburger Verfassungsschutz hatte erklärt, die Kundgebung werde von Islamisten organisiert. Hinter dem Veranstalter «Generation Islam» verberge sich die verbotene Organisation Hizb ut-Tahrir.

Christian Meier

Was ist eigentlich unter "politischem Islam" zu verstehen?

Mit dem Begriff "politischer Islam" werden sehr unterschiedliche Aktivitäten bezeichnet. Häufig wird der Begriff mit "(legalistischem) Islamismus" gleichgesetzt – und ist zum Kampfbegriff geworden; zur Projektionsfläche für Feindbilder und muslimfeindliche Ängste. Dabei könnte "politischer Islam" ebenso als Sammelbezeichnung für politische Aktivitäten von Muslimen dienen und so dem "Islamismus"-Begriff entgegenstehen. Christian Meier diskutiert Bedeutungsnuancen und Verwendungsmöglichkeiten des umstrittenen Begriffs.

Mehr lesen

Inhalte des Infodienst Radikalisierungsprävention