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Newsletter März 2025 | Infodienst Radikalisierungsprävention | bpb.de

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Newsletter März 2025

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

unser Arbeitsfeld befindet sich im Wandel. Mit der neuen Förderperiode von „Demokratie leben!“ hat sich der Kooperationsverbund „dist[ex] - Bundeszentrale Infrastruktur: Ausstiegs- und Distanzierungsberatung“ gegründet, in dem sich verschiedene Akteur:innen der indizierten bzw. sekundären und tertiären Prävention zusammengeschlossen haben. Ziel des von Violence Prevention Network (VPN) gGmbH koordinierten Kooperationsverbunds ist es, bis 2028 eine deutschlandweite Infrastruktur speziell für die Distanzierungs- und Ausstiegsberatung zu etablieren. Im Kooperationsverbund aktiv sind neben VPN auch Legato/Vereinigung Perstalozzi gGmbH, Grüner Vogel e. V., das Interdisziplinäre Zentrum für Radikalisierungsprävention und Demokratieförderung (IZRD) e. V. und die Bundesarbeitsgemeinschaft Ausstieg zum Einstieg e. V. Auch KN:IX connect steht als Fortführung des Kompetenznetzwerks „Islamistischer Extremismus“ (KN:IX, 2020–2024) in den Startlöchern: Die Bundesarbeitsgemeinschaft religiös begründeter Extremismus (BAG RelEx) e. V., ufuq e. V., modus|zad gGmbH und IFAK e. V. haben sich zusammengeschlossen, um die Islamismusprävention auf Bundesebene nachhaltig zu stärken und die Weiterentwicklung der Fachpraxis zu fördern. Über aktuelle Entwicklungen und neue Projekte werden wir Sie auch künftig an dieser Stelle informieren.

Einen Monat nach der Bundestagswahl steht unser Arbeitsfeld jedoch auch vor Herausforderungen, etwa im Hinblick auf den Umgang mit zivilgesellschaftlichen Trägern. Anlässlich der Kleinen Anfrage „Politische Neutralität staatlich geförderter Organisationen“ der Union am Tag nach der Wahl hat die BAG RelEx einen offenen Brief an Friedrich Merz, Alexander Dobrindt und die CDU/CSU-Bundestagsfraktion verfasst, der von zahlreichen zivilgesellschaftlichen Organisationen, auch aus dem Bereich der Radikalisierungsprävention, unterzeichnet wurde. Details hierzu finden Sie in der Rubrik „Meldungen aus dem Arbeitsfeld“.

Während die politischen Debatten andauern, haben tragische Ereignisse die vergangenen Wochen geprägt. Die freudige Zeit des Karnevals wurde durch den Anschlag in München am 13. Februar, bei dem zwei Menschen starben und 39 Menschen verletzt wurden, überschattet. Die Ermittler:innen gehen aktuell von einer islamistischen Tatmotivation aus. Nur wenige Wochen später ereignete sich in Mannheim ein weiterer tragischer Vorfall, bei dem ein Mann in eine Menschenmenge fuhr, dabei zwei Menschen tötete und weitere verletzte. Der Täter soll an einer psychischen Erkrankung leiden und Kontakte ins rechtextreme Milieu pflegen. Eine Analyse von IPPEN.MEDIA zeigt, dass die Tat in Mannheim deutlich weniger mediale und gesellschaftliche Aufmerksamkeit erfuhr als vergleichbare mutmaßlich islamistisch motivierte Anschläge. Mehr Informationen hierzu haben wir für Sie in der Kategorie „Aktuelle Meldungen“ zusammengetragen.

Auf die akute Bedrohungslage, die von Teilen des politisch und religiös begründeten Extremismus ausgeht, reagieren viele Menschen mit Verunsicherung. Forderungen nach effektiven Lösungen werden laut. Ein möglicher Lösungsansatz liegt in der Distanzierungsberatung. Bei dieser werden radikalisierte bzw. von Radikalisierung bedrohte Menschen dabei unterstützt, Abstand von menschen- und demokratiefeindlichen Haltungen und Gruppen zu nehmen. Doch wie wirksam ist diese Beratung? Welche Effekte kann sie entfalten und welche Rolle spielen die Berater:innen dabei? Diesen Fragen widmet sich die Soziologin Katja Schau in einem neuen Beitrag für den Infodienst. Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre.

Herzliche Grüße
Ihre Infodienst-Redaktion

PS: Haben Sie einen Hinweis, worüber wir berichten sollten? Schreiben Sie uns an E-Mail Link: infodienst@bpb.de

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