Mehrere Extremismen, eine Bedrohung – Islamismusprävention im Kontext von zunehmendem Rechts- und Linksextremismus
– Nordkurier: Ahmad Mansour im Gespräch mit Claudia King –
Extremismus stellt in Deutschland eine umfassende Bedrohung dar, die von unterschiedlichen ideologischen Richtungen zugleich ausgeht. Islamistischer, rechter und linker Extremismus verstärken sich wechselseitig, während Soziale Medien die Verbreitung antisemitischer Feindbilder und emotionaler Opfer-Narrative beschleunigen, so der Psychologe und Autor Ahmad Mansour. Wo Politik und Gesellschaft dringend ansetzen sollten, führt er in einem Interview mit dem Nordkurier weiter aus.
Zum Interview auf Externer Link: nordkurier.de
Wo sich islamistische und linke Diskurse über Israel überschneiden
– Frankfurter Allgemeine Zeitung: Ivo Goldstein –
In den politischen Haltungen vieler linker Akteurinnen und Akteure gegenüber Israel lassen sich Elemente islamistischer Diskurse erkennen – und umgekehrt, konstatiert der Historiker Ivo Goldstein. Doch diese Überschneidungen bedeuten keine ideologische Gemeinsamkeit; vielmehr speisen sie sich aus derselben Freund-Feind-Logik, in der Israel als Gegner konstruiert wird. Woher dieses Feindbild rührt und weshalb es den demokratischen Diskurs untergräbt, verdeutlicht Goldstein in seinem Beitrag für die FAZ.
Zum Beitrag auf Externer Link: faz.net (Paywall)
„Medienkritikfähigkeit und Radikalisierungsgefährdung bei jungen Menschen – Warum digitale Mündigkeit ein Schlüssel in der Präventionsarbeit ist“
– ufuq.de: Steven Avanzato-Driesner –
Junge Menschen begegnen im Netz unter anderem manipulativen Inhalten, emotionalen Narrativen und vereinfachten Weltbildern. Der Demokratiepädagoge Steven Avanzato-Driesner diskutiert in seinem Beitrag, wie Medienkritikfähigkeit und digitale Mündigkeit als Schutzschild wirken können. Er beschreibt praxisnahe Ansätze für pädagogische Fachkräfte sowie Akteurinnen und Akteuren in Prävention und politischer Bildung, die Jugendliche in ihrer Urteilsfähigkeit fördern und sie gegenüber extremistischen Ansprachen stärken.
Zum Beitrag auf Externer Link: ufuq.de
„Radikalisierung – (k)ein Jugendphänomen?“
– ufuq.de: Anna Strohmeier –
Bisherige Forschungsarbeiten gingen häufig davon aus, dass besonders jüngere Menschen von Radikalisierungsprozessen betroffen seien. Empirische Befunde zeigen aber, dass das auch für Menschen in der zweiten Lebenshälfte zutreffen kann. Der Beitrag von Anna Strohmeier beleuchtet zentrale Einflussfaktoren, wie gesellschaftliche Rollenveränderungen oder Sinnsuche, und diskutiert daraus resultierende Herausforderungen sowie Bedarfe für die Präventionsarbeit.
Zum Beitrag auf Externer Link: ufuq.de
Kommentar zur Kritik an Halal-Speisen auf Weihnachtsmärkten
– WELT: Till-Reimer Stoldt –
Auf einigen deutschen Weihnachtsmärkten stießen im Dezember 2025 halal-zubereitete Würstchen und andere Gerichte auf Kritik: Während Befürwortende darin einen Ausdruck kultureller Vielfalt sehen, werten andere das kulinarische Angebot nach islamischen Speisevorschriften als Symbol einer vermeintlichen „Machtdemonstration“ durch Musliminnen und Muslime. Im Kommentar erklärt der Autor Till-Reimer Stoldt, warum er darin eine „Kurzsichtigkeit von Islamgegnern“ sieht, und wirft ein Schlaglicht auf die breitere Debatte über Integration, religiöse Praxis und Traditionen.
Zum Beitrag auf Externer Link: welt.de
Wo steht Syrien ein Jahr nach dem Sturz?
– Qantara.de: Muriel Asseburg, Rahaf Aldoughli, André Bank, Rosa Yassin Hassan, Joseph Daher, Naseef Naeem und Ahmed Abdrabou –
Ein Jahr nach dem Sturz des Assad-Regimes ist Syrien dabei, sich politisch neu zu sortieren, aber noch weit von Stabilität entfernt. In sieben Statement-Beiträgen äußern sich verschiedene Syrien-Expertinnen und -Experten zu Fragen der politischen und ökonomischen Entwicklung des Landes. Beleuchtet werden etwa der politische Übergang zur al-Scharaa-Regierung, deren gegenwärtige Herrschaftsgebiete und internationale Beziehungen sowie die Lage der Frauenrechte in Syrien.
Zu den Beiträgen auf Externer Link: qantara.de
Militärseelsorger für muslimische Soldatinnen und Soldaten
– Qantara.de: Ulrike Hummel –
Um Soldatinnen und Soldaten in seelischer Not kümmern sich in Deutschland, je nach Glaubensrichtung, Militärpfarrerinnen und -pfarrer oder Militärrabbiner. Doch für muslimische Soldatinnen und Soldaten gibt es bislang noch kein Angebot einer islamischen Seelsorge. 2026 soll sich das nun ändern. Im Artikel kommen Stimmen zu Wort, die die Notwendigkeit dieser Veränderung unterstreichen. Außerdem beleuchtet die Autorin Ulrike Hummel ausländische Modelle zur Seelsorge im Militär.
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