Herausforderung Salafismus

Beratungsstelle

Beratungsstelle Hessen – Religiöse Toleranz statt Extremismus

Ort: Frankfurt am Main

Angebote: Beratung, Hotline, Pädagogische Maßnahmen vor Ort (z. B. Workshops), Intervention und Deradikalisierung, Fortbildungen und Trainings für Fachkräfte, pädagogische Materialien

Weitere Standorte in: Kassel, Offenbach am Main

Die Beratungsstelle Hessen von Violence Prevention Network wendet sich an Jugendliche, Eltern und Fachpersonal mit Fragen im Themenfeld Extremismus. Sie bietet Maßnahmen der Prävention und Deradikalisierung als Antwort auf die allgemeine Hilflosigkeit im Umgang mit religiös begründetem Extremismus an. Die Beratungsstelle fördert die Stärkung der Toleranz von unterschiedlichen Weltsichten sowie die Früherkennung, Vermeidung und Umkehr von Radikalisierungsprozessen. Die Intervention bei beginnenden Radikalisierungsprozessen und die zielgerichtete Deradikalisierungsarbeit setzen dort an, wo Menschen einen Ausweg aus extremistischen Ideologien suchen. Die Beratungsstelle Hessen ist Bestandteil des hessischen Präventionsnetzwerks gegen Salafismus. Sie wird finanziert durch das Hessische Ministerium des Innern und für Sport und durchgeführt in der Trägerschaft von Violence Prevention Network.

Angebots-Flyer in vier verschiedenen Sprachen unter beratungsstelle-hessen.de.

Details zu den Angeboten

Beratung

Die Angebote der Beratungsstelle sind für alle Menschen gedacht, die u. a. Beratung oder Unterstützung in der Auseinandersetzung mit religiös begründetem Extremismus benötigen.

Die Beratung richtet sich an Eltern und Angehörige aber auch an Träger der Jugend- und Familienhilfe, Schulen, Kommunen oder religiöse Organisationen.

Hauptziel der Beratung ist es, die erzieherische Präsenz und die Kommunikations- und Konfliktfähigkeit der Eltern (bzw. des näheren Umfeldes) zu stärken, damit wieder eine tragfähige und belastbare Beziehung entsteht. Entsprechend lautet das Ziel, durch die Beziehungsstabilisierung den Beginn von Deradikalisierungsprozessen zu ermöglichen. Besonders in der Zusammenarbeit mit Eltern ist es wichtig, diese persönlich zu stärken sowie ihren Ängsten, Selbstvorwürfen und ihrer Ratlosigkeit Raum zu geben.

Hotline: +49 69 272 999 97

Ansprechpartner: Hakan Çelik, Lina Thillosen und Cuma Ülger

Vor-Ort-Maßnahmen

Einer der Arbeitsschwerpunkte liegt im Bereich der frühzeitigen Information und Wissenserweiterung für Jugendliche über interreligiöse und interkulturelle Zusammenhänge sowie den Umgang mit interreligiösen Konflikten. Interreligiöse Kommunikation ermöglicht ein Grundverständnis, das humanistische Grundprinzipien wie Demokratie, Gewaltfreiheit, Menschenrechte und Toleranz nicht ablehnt, sondern vielmehr diese Werte auch in der eigenen Religion findet. Zugleich verhindert sie Extremismus und Radikalisierungen.

Die hessenweiten Angebote im Bereich Prävention und Bildung:

  • Workshops für Schülerinnen und Schülern zur interreligiösen und interkulturellen Kompetenz
  • Politische Bildung zur Stärkung von Toleranz und Demokratiefähigkeit
  • Elternberatung im Rahmen präventiver Arbeit


Die Angebote können sowohl zeitlich als auch inhaltlich auf die jeweiligen Bedarfe abgestimmt werden.

Intervention und Deradikalisierung

Ziel ist es, Kontakt zu extremistisch gefährdeten jungen Menschen aufzubauen und in der pädagogischen Arbeit zunächst den Ablösungsprozess von extremistischen Gruppierungen sowie das Hinterfragen gewalttätiger und extremistischer Ideologieelemente zu bewirken, um in der Folge Deradikalisierungsprozesse zu ermöglichen.

Die hessenweiten Angebote im Bereich Deradikalisierung:
  • Beratung, Begleitung und spezifisches Training für radikalisierungsgefährdete Jugendliche im Vorfeld von Straffälligkeit
  • Ausstiegsbegleitung: Beratungs- und Dialogmaßnahmen mit Radikalisierten, Ausreisewilligen und Rückkehrer/-innen (z. B. aus Syrien)


Informationsmaterial

Curriculum zum Anti-Gewalt- und Kompetenztraining®

Praxishandbuch mit Übungen für die interkulturelle/interreligiöse Arbeit mit Jugendlichen

Fortbildung und Trainings

Zur Aktivierung und Professionalisierung von Institutionen und Multiplikatoren bietet die Beratungsstelle Hessen Fortbildungsveranstaltungen und Qualifizierungen an.

Das hessenweite Angebot im Bereich Fortbildung und Qualifizierung: Informations-, Sensibilisierungs- und Fortbildungsveranstaltungen zur Früherkennung und Stärkung der Handlungskompetenz von Menschen, die berufsbedingt mit gefährdeten jungen Menschen in Kontakt stehen.

Kontakt

Violence Prevention Network e. V.
Beratungsstelle Hessen – Religiöse Toleranz statt Extremismus
Leipziger Straße 67
60487 Frankfurt am Main
+49 69 138 22 686

Violence Prevention Network e. V.
Beratungsstelle Hessen
Außenstelle Nordhessen
Werner-Hilpert-Straße 21
34117 Kassel
+49 561 560 100 16

Violence Prevention Network e. V.
Beratungsstelle Hessen
Außenstelle Offenbach | mittwochs 14-16 Uhr
Stadtteilbüro Mathildenviertel
Krafftstraße 29
63065 Offenbach am Main
+49 69 2729 9997

Hotline: +49 69 27 29 99 97

E-Mail: hessen@violence-prevention-network.de
Website: www.beratungsstelle-hessen.de
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