HERAUSFORDERUNG ISLAMISMUS Infodienst Radikalisierungsprävention

23.7.2020 | Von:
Redaktion Infodienst Radikalisierungsprävention

Baden-Württemberg: Akteure und Organisation der Islamismusprävention

Die Präventionsarbeit in Baden-Württemberg wird von mehreren Akteuren mit unterschiedlichen Schwerpunkten betrieben. Der Verzahnung staatlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure kommt eine zentrale Bedeutung zu. So decken beispielsweise die Landeszentrale für politische Bildung und das Demokratiezentrum Baden-Württemberg insbesondere den Bereich der Primärprävention ab. Für die sekundäre und tertiäre Extremismusprävention ist vor allem das Kompetenzzentrum gegen Extremismus in Baden-Württemberg (konex) verantwortlich, das beim Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration verortet ist.

Präventionsarbeit in Baden-Württemberg (© bpb)


Inhalt

  1. Gibt es eine landeseigene Präventionsstrategie im Bereich Islamismus?

  2. Wie ist die Präventionsarbeit organisiert?

  3. Welche Rolle spielen die Akteure der Bundesebene in Baden-Württemberg?

  4. Wie arbeiten Landesebene und kommunale Ebene zusammen?

  5. Welche zivilgesellschaftlichen Akteure sind aktiv und wie arbeiten staatliche Akteure mit ihnen zusammen?

  6. Welche Besonderheiten gibt es in Baden-Württemberg hinsichtlich der Präventionsarbeit?

  7. Quellen, Anlaufstellen und Präventionsprojekte in Baden-Württemberg


1. Gibt es eine landeseigene Präventionsstrategie im Bereich Islamismus?

Grundlage der baden-württembergischen Präventionsarbeit ist unter anderem das erste sogenannte Anti-Terror-Paket, das im Februar 2015 von der Landesregierung verabschiedet wurde. Hierbei wurden auch Maßnahmen der Extremismusprävention intensiviert. Dabei stehen die Vernetzung und Koordination bereits existierender Angebote und Maßnahmen sowie die Erweiterung neuer Angebote im Vordergrund. Neben der Aufstockung von Stellen bei Polizei und Verfassungsschutz wurde die Einrichtung des Kompetenzzentrums zur Koordinierung des Präventionsnetzwerks gegen islamistischen Extremismus (KPEBW) im Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration beschlossen. Ziel war es, die Zusammenarbeit mit Partnern auf Landesebene und auf kommunaler Ebene sowie mit Nichtregierungsorganisationen zu koordinieren.

Aufgrund der Erweiterung auf alle Extremismusphänomene wurde das KPEBW in Kompetenzzentrum gegen Extremismus in Baden-Württemberg (konex) umbenannt. Im Jahr 2018 erfolgte die Erweiterung auf den Rechtsextremismus, die Phänomenbereiche Links- und Ausländerextremismus werden folgen.

Die Grafik stellt die zentralen staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteure der Islamismusprävention in Baden-Württemberg und ihre Beziehungen zueinander dar.Die Grafik stellt die zentralen staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteure der Islamismusprävention in Baden-Württemberg und ihre Beziehungen zueinander dar. Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (Infodienst Radikalisierungsprävention, www.bpb.de/radikalisierungsprävention)

Die Infografik als PDF-Icon PDF zum Herunterladen.

> Zum Anfang der Seite

2. Wie ist die Präventionsarbeit organisiert?

2.1 Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) dient laut Bekanntmachung des Landtagspräsidenten aus dem Jahr 2013 der Festigung des Gedankenguts der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Mit einem breit gefächerten Portfolio ist die gesamte Arbeit der LpB daher auf die Förderung der Demokratie und gegen politischen Extremismus ausgerichtet. Neben vielfältigen Bildungsformaten für Schulklassen und Unterrichtsmedien koordiniert die LpB unter anderem die Gedenkstättenförderung in Baden-Württemberg. Sie informiert und berät zudem Kommunen zu Themen der Kinder- und Jugendbeteiligung.

Nach dem Bericht des ersten NSU-Untersuchungsausschusses des Landtages von Baden-Württemberg hat die LpB die Stabsstelle Demokratie stärken aufgebaut, die die allgemeine Extremismuspräventionsarbeit in Baden-Württemberg vernetzt, ganzheitlich weiterentwickelt und mit der Beteiligung von kommunalen und zivilgesellschaftlichen Akteuren festigt. Die Stabsstelle bearbeitet die Themen "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit", "Rechtsextremismus" und "Religiös begründete Ablehnungen" und verankert die allgemeine Demokratiebildung mit vielfältigen Zielgruppen. Sie besteht derzeit aus den Fachbereichen Team meX, dem Landesprogramm Demokratie stärken und dem Projekt der Baden-Württemberg Stiftung zur Demokratiebildung Läuft bei Dir! Werte. Wissen. Weiterkommen.

2.2 Demokratiezentrum Baden-Württemberg
Das Demokratiezentrum Baden-Württemberg (DZBW) ist zentral verantwortlich für die Arbeitsbereiche der primären Extremismusprävention und Ansprechpartner für Zivilgesellschaft, Bildungseinrichtungen und Multiplikatoren. Das DZBW wird durch das Bundesprogramm Demokratie leben! gefördert und durch das baden-württembergische Ministerium für Soziales und Integration kofinanziert. Das DZBW ist ein Verbund von vier Trägern, der von der Jugendstiftung Baden-Württemberg koordiniert wird. Das DZBW koordiniert fünf Fachstellen und eine Meldestelle:

Die Fachstelle kompetent vor Ort. Gegen Rechtsextremismus ist bei der Jugendstiftung Baden-Württemberg angesiedelt, ebenso wie die Fachstelle PREvent!on – Prävention von religiös begründetem Extremismus und die Meldestelle Respect! Die Fachstelle mobirex – Mobile Beratung gegen Rechts ist bei der Landesarbeitsgemeinschaft Offene Jugendbildung Baden-Württemberg angesiedelt und FEX – Fachstelle Extremismusdistanzierung bei der Landesarbeitsgemeinschaft Mobile Jugendarbeit (LAG MJA). Die Fachstelle LEUCHTLINIE – Beratung für Betroffene von rechter Gewalt ist bei der Türkischen Gemeinde in Baden-Württemberg e. V. verrotte.

Das Demokratiezentrum Baden-Württemberg setzt im Bereich "Religiös begründeter Extremismus" folgende Projekte um.

LAG MJA: FEX – Fachstelle Extremismusdistanzierung
Die Landesarbeitsgemeinschaft Mobile Jugendarbeit / Streetwork Baden-Württemberg e. V. (LAG MJA) verantwortet als Fachverband für das Arbeitsfeld "Mobile Jugendarbeit" seit 2015 die Umsetzung der Distanzierungsarbeit in Baden-Württemberg. Die Fachstelle Extremismusdistanzierung (FEX) hat das Ziel, Personen aus der Jugend­arbeit vor Ort für Radikalisierungsprozesse zu sensibilisieren. Darauf aufbauend werden in erster Linie Fachkräfte der Offenen und Mobilen Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit, der Schulsozialarbeit und der verbandlichen Jugendarbeit in ihrer Handlungsfähigkeit in der konkreten Arbeit mit Jugendlichen beraten, begleitet und im Sinne der Nachhaltigkeit in erarbeiteten Modulen ausgebildet.

Jugendstiftung Baden-Württemberg: Fachstelle PREvent!on
Träger der Fachstelle PREvent!on – Prävention von religiös begründetem Extremismus ist die Jugendstiftung Baden-Württemberg. PREvent!on bietet neben einer landesweiten Beratung im Themenfeld des religiös begründeten Extremismus eine modulare Qualifizierung für Fachkräfte an, die Wissen in den Themenfeldern Islam, Neo-Salafismus, Radikalisierung und Prävention vermittelt. Die Qualifizierung soll die Teilnehmenden dazu befähigen, im Rahmen ihrer Tätigkeit als pädagogische Fachkraft präventiv gegen Radikalisierungstendenzen vorzugehen und entsprechende Anzeichen richtig zu deuten. Die Qualifizierung wurde in Kooperation mit konex entwickelt.

Darüber hinaus bietet die Fachstelle Vorträge und Workshops für Fachkräfte und Jugendliche an, die landesweit buchbar sind.

Hinweise zu den weiteren Fachstellen finden Sie unter: kurz.bpb.de/nzq

Regionale Demokratiezentren
Das DZBW ist mit acht regionalen Demokratiezentren in den verschiedenen Landkreisen vertreten. Diese bieten Vernetzung und Unterstützung bei Präventionsveranstaltungen sowie Workshops, Planspiele und Vorträge an – zum Beispiel für Fachkräfte aus der Jugendarbeit, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie interessierte Personen. Die Zentren befinden sich in der Trägerschaft verschiedener weiterer (größtenteils) zivilgesellschaftlicher Akteure. Dies sind: Mariaberger Ausbildung & Service gGmbH, Verein für Jugendhilfe Böblingen, IZ3W – Informationszentrum 3. Welt, Future Jugendhilfe Göppingen, Stadtjugendausschuss e. V. Karlsruhe, Kreisjugendamt / Kreisjugendreferat Konstanz, Kreisjugendring Ravensburg, Kreisjugendring Biberach e. V., Stadt Pforzheim / Jugend- und Sozialamt.

Beirat und wissenschaftliche Begleitung des DZBW
Neben FEX und PREvent!on koordiniert das DZBW drei weitere Fachstellen zum Thema "Rechtsextremismus und rechte Gewalt". Zur Vernetzung aller Fachstellen wurde ein Beirat eingerichtet, der sich bei jährlichen Sitzungen austauscht, die Fachstellen in ihrer Arbeit berät und Empfehlungen ausspricht. In dem Beirat sind folgende Institutionen vertreten:
  • Ministerium für Soziales und Integration
  • Ministerium für Kultus, Jugend und Sport
  • Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration (konex)
  • Landeskriminalamt
  • Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
  • Städtetag Baden-Württemberg
  • Baden-Württemberg Stiftung
2.3 Kompetenzzentrum gegen Extremismus in Baden-Württemberg (konex)
Das konex – Kompetenzzentrum gegen Extremismus in Baden-Württemberg – ist vor allem für Maßnahmen der sekundären und tertiären Prävention und Intervention zuständig. Es ist im Referat für Kriminalitätsbekämpfung, Prävention und Kriminologie des Landespolizeipräsidiums angesiedelt, das wiederum im Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration verortet ist. Das Kompetenzzentrum wird durch Mittel des Landeshaushalts Baden-Württemberg finanziert.

Das konex betreut kein festes Netzwerk, sondern steht bei Bedarf allen baden-württembergischen staatlichen und zivilgesellschaftlichen Institutionen bei Fragen und Anliegen bezüglich Extremismusprävention zur Verfügung.

Das konex bietet zusammen mit seinen Netzwerkpartnern Informationen und Beratung gegen religiös und politisch motivierten Extremismus an. Insbesondere die Ausstiegsberatung für radikalisierte Personen und deren unmittelbares Umfeld ist eine Kernaufgabe des Kompetenzzentrums. Außerdem bietet das dem konex zugehörige Landesbildungszentrum Deradikalisierung Fortbildungen für bestimmte Zielgruppen an.

Das konex hat ein Handbuch mit dem Titel "Strukturelle Qualitätsstandards in der Interventions- und Präventionsarbeit gegen gewaltbereiten Extremismus" veröffentlicht.[1] Anspruch des Handbuchs ist es, staatlichen Koordinierungsstellen und zivilgesellschaftlichen Trägern in der sekundären und tertiären Extremismusprävention über alle Phänomenbereiche hinweg zu ermöglichen, strukturell fundierte Programme und Projekte zu entwickeln und zu optimieren.

Schwerpunkte des konex
  • Qualifizierung bestimmter Zielgruppen durch landesweite Fortbildungen und Informationsveranstaltungen: Mit seinem Bildungsangebot im Bereich der sekundären und tertiären Extremismusprävention richtet sich das konex an alle, die beruflich mit dem Thema zu tun haben, beispielsweise Schulpsychologinnen / Schulpsychologen oder die Bewährungshilfe. Die Ermittlung des Bedarfs dieser Zielgruppen sowie die Durchführung der Weiterbildungsveranstaltungen erfolgt in enger Kooperation mit externen Organisationen sowie den Sicherheitsbehörden im Land.
  • Intervention und Deradikalisierung mittels Ausstiegsberatung: Die Ausstiegsberatung des konex richtet sich an alle, die ihre politisch oder religiös motivierte extremistische Lebensweise aktiv ändern wollen.
  • Anwendung wissenschaftlicher Analysen aktueller Entwicklungen in verschiedenen Bereichen des religiös und politisch motivierten Extremismus: Hierzu zählen die Durchführung von Studien, die Prozess- und Wirkungsevaluation von Maßnahmen sowie die Konzeption von wissenschaftlich fundierten Fortbildungen.
  • Konsequente Bekämpfung des Antisemitismus
  • Konzeption von Projekten und Maßnahmen für die Prävention und die Unterstützung von Netzwerkpartnern bei der Umsetzung von erarbeiteten Konzepten: Das konex bietet wissenschaftliche Expertise für Stellen und Institutionen der Präventionslandschaft in Baden-Württemberg, die Bedarf äußern.
  • Strategische und vernetzte Prävention durch eine Präventionsdatenbank: In diese können sich Referentinnen und Referenten, Institutionen und Akteure aus dem Bereich der Extremismusprävention selbst eintragen, sodass sie bei Bedarf kontaktiert werden können.
Organisation des konex
Die Organisation der Arbeit des konex ist in mehrere Bereiche geteilt: Der Geschäftsführung unterstehen die Bereiche "Strategie- und Grundsatzangelegenheiten", das Landesbildungszentrum Deradikalisierung nebst angewandten Wissenschaften und die Ausstiegsberatung. Darüber hinaus wird das konex durch einen Lenkungsausschuss und den Fachbeirat begleitet.

Die Geschäftsführung
Die Geschäftsführung des konex obliegt dem Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration BW. Die Geschäftsführung vertritt das konex nach außen und ist verantwortlich für die strategische Grundsatzplanung des konex. Außerdem widmet sich der (der Geschäftsführung zugehörige) Bereich "Strategie- und Grundsatzangelegenheiten" der Errichtung und Betreuung der Präventionsdatenbank.

Der Lenkungsausschuss
Der Lenkungsausschuss entscheidet über die Inhalte und thematischen Schwerpunkte des konex, denen Projekte und Maßnahmen gewidmet werden. Außerdem entscheidet der Lenkungsausschuss über die Mitgliedschaften im Fachbeirat.

Der Lenkungsausschuss setzt sich aus 15 Teilnehmenden der folgenden Ministerien, Behörden und Institutionen zusammen:
  • Vorsitz: der / die für polizeiliche Angelegenheiten ­zuständige Staatssekretär/-in des Ministeriums für Inneres, Digitalisierung und Migration BW
  • Staatsministerium BW
  • Ministerium für Kultus, Jugend und Sport BW
  • Ministerium für Soziales und Integration BW
  • Ministerium der Justiz und für Europa BW
  • Beauftragte/-r der Landesregierung Baden-Württemberg gegen Antisemitismus
  • Landeszentrale für politische Bildung
  • Landkreistag Baden-Württemberg
  • Städtetag Baden-Württemberg
  • Gemeindetag Baden-Württemberg
  • Landeskriminaldirektorin / Landeskriminaldirektor
  • konex-Geschäftsführung
  • Drei gewählte Vertreter / -innen landesweiter nichtstaatlicher Organisationen aus dem Fachbeirat des konex (Stand Dezember 2018):
    • Demokratiezentrum Baden-Württemberg
    • Universität Tübingen
    • Württembergischer Landessportbund e. V.
Der Fachbeirat
Der Fachbeirat setzt sich zusammen aus über 30 Vertreterinnen und Vertretern nichtstaatlicher Organisationen, der im Lenkungsausschuss vertretenen Ministerien und Behörden sowie wissenschaftlicher Organisationen. Diese treffen sich mindestens einmal im Jahr. Der Fachbeirat stellt die operative Ebene dar. Seine Mitglieder können Arbeitsgruppen bilden und werden zur Unterstützung von Projekten oder Maßnahmen von öffentlichen oder zivilgesellschaftlichen Stellen eingesetzt, die beim konex Bedarf angemeldet haben.

Weiterhin wählt der Fachbeirat seine drei Vertreter / -innen im Lenkungsausschuss aus den nichtstaatlichen landesweiten Organisationen und berät und diskutiert zu aktuellen Themen. Der Fachbeirat kann außerdem Vorschläge zu den Zielen und Aufgabenschwerpunkten von konex erarbeiten.

Landesbildungszentrum Deradikalisierung
Unter dem Dach des konex wurde das Landesbildungszentrum Deradikalisierung (LBZ Derad) eingerichtet. Es richtet sich an Fachpersonal sowie Multiplikatoren in der Extremismusprävention.

Aufgabe des LBZ Derad ist die Fortbildung und Schulung ausgewählter Zielgruppen im Bereich der sekundären und tertiären Extremismusprävention. Dazu gehören unter anderem folgende Themen: Vermittlung von Grundkenntnissen zu Radikalisierungsprozessen, Kompetenzstärkung in der Früherkennung gewaltbereiter extremistischer Radikalisierung sowie Vermittlung eines angemessenen Handlungsrepertoires. Außerdem werden im LBZ Derad Publikationen und Handreichungen als unterstützende Maßnahme konzipiert.

Ausstiegsberatung Islamismus
Unter dem Dach des konex wurden phänomenbezogene Ausstiegsprogramme eingerichtet. Diese bieten im Bereich des religiös begründeten Extremismus und des Rechtsextremismus Hilfe und Unterstützung an. Die Ausstiegsberatung Islamismus leistet diese Arbeit für Personen, die aus der islamistischen Szene aussteigen möchten, und deren enges soziales Umfeld. Sie bietet darüber hinaus auch Hilfestellung im Umgang mit diesen Personen an. 

> Zum Anfang der Seite

3. Welche Rolle spielen die Akteure der Bundesebene in Baden-Württemberg?

3.1 Arbeitsgruppen der Bundesländer
Die Behörden und besonders die Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern stimmen sich bereits seit 2009 in der Arbeitsgruppe Deradikalisierung des Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrums (GTAZ) über islamistischen Extremismus ab. Des Weiteren existieren verschiedene Bund-Länder-Arbeitsgruppen im Rahmen der Ständigen Konferenz der Innenminister und -senatoren der Länder (IMK).

3.2 Kooperationsnetzwerk der Beratungsstelle Radikalisierung des BAMF
Auch das Kooperationsnetzwerk der Beratungsstelle Radikalisierung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) dient als Plattform für den Austausch zwischen Bund und Ländern. In Baden-Württemberg übernimmt das Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration die Funktion der Landeskoordinierungsstelle im Rahmen des BAMF-Netzwerks. konex und Violence Prevention Network e. V. sind als Partner vor Ort mit der aktiven Fallarbeit befasst.

3.3 BMFSFJ: Bundesprogramm Demokratie leben!
Über das Bundesprogramm Demokratie leben! des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) kofinanziert der Bund einen Teil der Präventionsarbeit auf den Ebenen der Länder und Kommunen.

Im Rahmen von Demokratie leben! werden in Baden-Württemberg 28 Partnerschaften für Demokratie gefördert. Dabei handelt es sich um lokale und regionale Bündnisse, die vor Ort passende Strategien für die konkrete Situation entwickeln.

In jedem Bundesland unterstützen Landes-Demokratiezentren die Weiterentwicklung von Konzepten und Strategien zur Förderung von Demokratie und Vielfalt. Sie sorgen für eine Vernetzung der lokalen Aktivitäten – insbesondere der Partnerschaften für Demokratie. In Baden-Württemberg ist das Landes-Demokratiezentrum bei der Jugendstiftung Baden-Württemberg angesiedelt.

Des Weiteren werden im Rahmen von Demokratie leben! Modellprojekte zur Extremismusprävention in den Bereichen "Islamistischer Extremismus", "Phänomenübergreifende Prävention: Wechselwirkungen einzelner Phänomene, Deeskalationsarbeit" sowie "Prävention und Deradikalisierung in Strafvollzug und Bewährungshilfe" gefördert.

In Baden-Württemberg sind das die folgenden Projekte:
  • Jumed – Junge Muslime engagiert für Demokratie (Mannheimer Institut für Integration und interreligiöse Arbeit e. V.), Kofinanzierung: Stadt Mannheim
  • #vrschwrng – Ein interaktives Toolkit gegen Verschwörungstheorien (Berghof Foundation Operations GmbH), Kofinanzierung: Bundeszentrale für politische Bildung
  • Einmal Brainwash und zurück – Verschwörungsmythen erleben (Türkische Gemeinde in Baden-Württemberg)
  • Workshop-Reihe im Justizvollzug für junge radikalisierungsanfällige Inhaftierte (Violence Prevention Network e. V.), Kofinanzierung: konex
3.4 Jugendmigrationsdienste: Respekt Coaches
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) finanziert auch das Programm Respekt Coaches. Es wird von den Jugendmigrationsdiensten (JMD) an rund 190 Standorten in allen Bundesländern umgesetzt. Die JMD kooperieren dafür mit Schulen und weiteren Partnern. Das Programm soll in Gruppenangeboten demokratische Werte für junge Menschen erlebbar machen und sie in ihrer Persönlichkeit stärken. Schülerinnen und Schüler sollen den Wert einer vielfältigen Gesellschaft erfahren und lernen, unterschiedliche Weltanschauungen und Lebensweisen besser zu verstehen. Dies soll auch der Extremismusprävention dienen. In Baden-Württemberg gibt es 20 Standorte der Respekt Coaches.

> Zum Anfang der Seite

4. Wie arbeiten Landesebene und kommunale Ebene zusammen?

4.1 Projektbüro Kommunale Kriminalprävention
In dem beim Landespolizeipräsidium im Innenministerium Baden-Württemberg angesiedelten Projektbüro Kommunale Kriminalprävention (KKP) wird gesamtgesellschaftlich und ressortübergreifend im Sinne eines ganzheitlichen und vernetzten Vor-Ort-Ansatzes die Kriminalpräventionsarbeit des Landes begleitet, auch im Themenfeld Extremismus. Dabei arbeitet das Ministerium mit Städten und Gemeinden, mit Justizbehörden, mit Jugend- und Sozialeinrichtungen, Vereinen und Verbänden zusammen. Im Rahmen der Arbeit des Projektbüros werden Handlungsfelder identifiziert, Strategien und landesweite Konzepte entwickelt und koordiniert, Gremien- und Kommunikationsstrukturen vernetzt und Impulse gesetzt.

4.2 Projekt ACHTUNG?!
Das Projekt ACHTUNG?! wurde im Jahr 2015 beim Polizeipräsidium Ludwigsburg in Kooperation mit staatlichen und nichtstaatlichen Stellen entwickelt und in den Landkreisen Ludwigsburg und Böblingen von 2016 bis Mitte 2018 erfolgreich durchgeführt. Das konex hat ab Mitte 2018 die Gesamtkoordination übernommen. Das Projekt wird in Baden-Württemberg landesweit angeboten.

ACHTUNG?! ist ein modular aufgebautes Präventionsprojekt und richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse, berufliche Schulen, Eltern und pädagogische Fachkräfte. Mit theaterpädagogischen Umsetzungen durch das Theater Q-rage und einer Nachbereitung der Landeszentrale für politische Bildung (Team meX) soll die Zielgruppe für die Phänomenbereiche des religiös und politisch begründeten Extremismus mit Schwerpunkt auf Rechts­extremismus und islamistischem Extremismus sensibilisiert werden. Zusätzlich können hierzu weitere Module der Stiftung Weltethos zu den Themen "Toleranz", "Vielfalt der Religionen" und "Ethische Werte" genutzt werden. In weiteren Modulen werden Eltern und pädagogische Fachkräfte durch Veranstaltungen der Polizei über politisch sowie religiös motivierte Kriminalität und Anlaufstellen informiert, die wie das konex Unterstützung bieten können.

4.3 Schulungen für kommunale Beraterinnen und Berater sowie regionale Demokratiezentren
Die kommunalen Beraterinnen und Berater sowie Multiplikatoren der Fachstelle PREvent!on wurden durch das Demokratiezentrum Baden-Württemberg in Kooperation mit konex geschult. Durch dieses landesweite Netzwerk qualifizierter Fachkräfte werden Beratungsleistung und abrufbare Angebote (z.  B. Workshops und Planspiele) landesweit bereitgestellt.

Das DZBW ist mit acht regionalen Demokratiezentren in den verschiedenen Landkreisen vertreten. Die regionalen Demokratiezentren bieten Vernetzung und Unterstützung bei Präventionsveranstaltungen sowie Workshops, Planspiele und Vorträge (siehe Abschnitt 2.2).

> Zum Anfang der Seite

5. Welche zivilgesellschaftlichen Akteure sind aktiv und wie arbeiten staatliche Akteure mit ihnen zusammen?

Das Land Baden-Württemberg hat zivilgesellschaftliche Akteure in die Organisation und Umsetzung seiner Präventionsstrukturen eingebunden. Beim Kompetenzzentrum gegen Extremismus in Baden-Württemberg (konex) sind zivilgesellschaftliche Akteure im Lenkungsausschuss und im Fachbeirat vertreten. So können sie sich an der Kon­zeption der landesweiten Präventionsstrategie beteiligen und mit ihrer Expertise aktiv andere zivilgesellschaftliche Akteure unterstützen (siehe Abschnitt 2.3).

Auch das Demokratiezentrum Baden-Württemberg (DZBW) setzt beim Betrieb seiner Fachstellen und der acht regionalen Demokratiezentren vor allem auf zivilgesellschaftliche Akteure. Dies sind zum Beispiel die Mariaberger Ausbildung & Service gGmbH, der Verein für Jugendhilfe Böblingen, das IZ3W – Informationszentrum 3. Welt, die Future Jugendhilfe Göppingen, der Stadtjugendausschuss e. V. Karlsruhe, der Kreisjugendring Ravensburg und der Kreisjugendring Biberach e. V. (siehe Abschnitt 2.2).

Daneben existieren in Baden-Württemberg einige weitere zivilgesellschaftliche Projekte, im Folgenden wird eine Auswahl vorgestellt.

5.1 Mannheimer Institut für Integration und interreligiöse Arbeit: Jumed
Jumed – Junge Muslime engagiert für Demokratie ist ein Projekt zur Stärkung von Jugendlichen, um religiös motivierten Radikalisierungstendenzen, aber auch islamfeindlichen Haltungen zu begegnen. Es wird vom Mannheimer Institut für Integration und interreligiöse Arbeit e. V. in enger Kooperation mit dem Beauftragten für Integration der Stadt Mannheim umgesetzt und vom Bundesministerium für Frauen, Senioren, Familie und Jugend (BMFSFJ) im Rahmen des Programms Demokratie leben! gefördert.

5.2 Violence Prevention Network: Workshop-Reihe im Justizvollzug für junge radikalisierungsanfällige Inhaftierte
Im Rahmen der Beratungsstelle Baden-Württemberg des zivilgesellschaftlichen Trägers Violence Prevention Network (VPN) werden Workshop-Reihen der themenbezogenen politischen Bildungsarbeit für junge, radikalisierungsanfällige Insassen im baden-württembergischen Strafvollzug angeboten. Dabei werden vor allem die Hintergründe und Bedürfnisse junger Inhaftierter mit Migrationsgeschichte in den Fokus genommen. Das Projekt wird durch das BMFSFJ im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben! als Modellprojekt gefördert und vom konex kofinanziert.

5.3 Aktion Dritte Welt: turuq_
Das Projekt turuq_ ist in Freiburg im Breisgau ansässig und vermittelt durch Beratungen, Fortbildungen, Workshops und Vorträge Handlungskompetenzen zu den Themenfeldern Islamismus, Islamfeindlichkeit und Islam. Träger ist der Aktion Dritte Welt e. V. Zur Zielgruppe gehören Multi­plikatoren und pädagogische Fachkräfte. Außerdem werden Unterrichtseinheiten und Projekttage für Schülerinnen und Schüler zu den Themen "Interreligiosität und Islamismus" sowie "Migration in Deutschland und Europa" angeboten. Die Arbeit von turuq_ wird als Träger des regionalen Demokratiezentrums Freiburg über das Demokratiezentrum Baden-Württemberg aus Mitteln des Bundesprogramms Demokratie leben! und des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg gefördert.

5.4 LAG Mobile Jugendarbeit / Streetwork e. V.: Radikalisierungsprävention in Wissenschaft und Praxis
Im Rahmen des Modellprojekts Radikalisierungsprävention in Wissenschaft und Praxis – Ein Transfermodell des zivilgesellschaftlichen Trägers LAG Mobile Jugendarbeit / Streetwork Baden-Württemberg e. V. sollen Theoriemodelle, die Radikalisierungsverläufe und -faktoren beschreiben, in Handlungsmodelle für die Praxis transferiert werden. Diese können in der pädagogischen Arbeit mit Jugendlichen und jungen Heranwachsenden innerhalb der Regel- und Hilfsstrukturen und im pädagogischen Alltag angewendet werden. Die erarbeiteten Handlungsmodelle und -methoden sollen als Hilfestellung zur präventiven und auch intervenierenden Bearbeitung von Anzeichen ideologischer Radikalisierung (phänomenübergreifend) anwendbar sein.

Das Projekt wird mit Studierenden der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Form von Modulen im Bachelorstudiengang Soziale Arbeit durchgeführt. Das Modellprojekt wird vom BMFSFJ im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben! gefördert und vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg ko­finanziert.

5.5 Berghof Foundation: #vrschwrng – Ein interaktives Toolkit gegen Verschwörungstheorien
Das Projekt #vrschwrng der Berghof Foundation Operations GmbH soll Jugendliche phänomenübergreifend im Umgang mit Verschwörungstheorien, auch im Bereich Islamismus, sensibilisieren. Gemeinsam mit jungen Erwachsenen wird ein interaktives Toolkit entwickelt, das vor allem das kritische Reflexionsvermögen, die Konfliktfähigkeit sowie Ambiguitätstoleranz der Jugendlichen stärken und sozio-emotionales Lernen anregen soll. Bundesweit werden Workshops in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit angeboten. Außerdem finden Schulungen von Multiplikatoren für den Einsatz des Toolkits statt. Das Projekt wird vom BMFSFJ im Rahmen des Programms Demokratie leben! sowie von der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.

5.6 Türkische Gemeinde in Baden-Württemberg e. V.: Einmal Brainwash und zurück – Verschwörungsmythen erleben
Das Projekt Einmal Brainwash und zurück der Türkischen Gemeinde in Baden-Württemberg e. V. will eine reale und virtuelle "Erlebniswelt" zur Auseinandersetzung mit Verschwörungsmythen und verwandten Themen wie Antisemitismus, Rassismus und Fake News entwickeln. Virtuelle Realität, interaktive Games, eine App, Filme, theaterpädagogische Elemente, gemeinsame Aktionen und Workshops werden einen kinder- und jugendgerechten Methodenmix ergeben. Die teilnehmenden (auch türkeistämmigen und geflüchteten) Kinder und Jugendlichen sollen die Wirkung von Verschwörungstheorien erfahren und ihre manipulativen Mechanismen durchschauen. Dadurch sollen sie gegen simple Feindbildkonstruktionen immunisiert und bestenfalls aktiviert werden. Das Projekt wird vom BMFSFJ im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben! gefördert.

5.7 Mosaik Deutschland: Quwwa – Stärke statt Sprachlosigkeit
Im lokalen Präventionsprojekt Quwwa – Stärke statt Sprachlosigkeit berät der Heidelberger Verein Mosaik Deutschland e. V. zu den Themenfeldern "Radikalisierung", "Menschenfeindlichkeit" und "Islamische Jugendkultur". Außerdem werden Akteure aus dem schulischen Bereich in der Implementierung von Präventionskonzepten unterstützt. Vor Ort werden Workshops für Schülerinnen und Schüler zur Kompetenzstärkung im Umgang mit Menschenfeindlichkeit und Salafismus sowie Fortbildungen und Trainings für pädagogisches Fachpersonal angeboten. Gefördert wird Mosaik Deutschland von der Stadt Heidelberg. Quwwa wird in Kooperation mit SicherHeid – Sicheres Heidelberg e. V. und dem Polizeipräsidium Mannheim durchgeführt.

> Zum Anfang der Seite

6. Welche Besonderheiten gibt es in Baden-Württemberg hinsichtlich der Präventionsarbeit?

Das Land Baden-Württemberg bemüht sich nach eigenen Angaben um einheitliche Qualitätsstandards in der Präventionsarbeit. Mit den Fortbildungsangeboten des beim Kompetenzzentrum gegen Extremismus in Baden-Württemberg (konex) angesiedelten Landesbildungszentrum Deradikalisierung soll gewährleistet werden, dass Fachpersonal gleichermaßen geschult ist und einen einheitlichen Qualitätsstandard in der Präventionsarbeit bietet.

Eine weitere Besonderheit ist der Bereich für angewandte Wissenschaft, der beim konex verortet ist und sich der wissenschaftlichen Analyse von Extremismusformen und Präventionsmethoden widmet.

Mit dem Konzept der regionalen Demokratiezentren und einer damit einhergehenden Regionalisierung der Präventions- und Beratungsarbeit ist es möglich, auf die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort einzugehen und die spezifischen Kompetenzen der Akteure vor Ort einzubeziehen. In diesem Kontext setzt die Fachstelle PREvent!on auf die Qualifizierung (pädagogischer) Fachkräfte in Regelstrukturen, die als Beraterinnen und Berater in ihrem Umfeld agieren.

> Zum Anfang der Seite

7. Quellen, Anlaufstellen und Präventionsprojekte in Baden-Württemberg

7.1 Wichtige Quellen und Websites

Kompetenzzentrum gegen Extremismus in Baden-Württemberg (konex) (2018):
Fachbeirat

Kompetenzzentrum gegen Extremismus in Baden-Württemberg (konex) (2018):
Geschäftsordnung

Kompetenzzentrum gegen Extremismus in Baden-Württemberg (konex) (2019):
Jahresbericht 2018

Kompetenzzentrum gegen Extremismus in Baden-Württemberg (konex):
Präventionsdatenbank

KPEBW / konex (2016):
Strukturelle Qualitätsstandards in der Interventions- und Präventionsarbeit gegen gewaltbereiten Extremismus

Staatsministerium Baden-Württemberg (2015):
Sicherheitspaket zum besseren Schutz vor Terror beschlossen

7.2 Anlaufstellen und Präventionsprojekte

Aktion Dritte Welt e. V.:
turuq_

Berghof Foundation Operations GmbH:
#vrschwrng – Ein interaktives Toolkit gegen Verschwörungstheorien

Demokratiezentrum Baden-Württemberg:
Regionale Demokratiezentren

Jugendstiftung Baden-Württemberg:
Demokratiezentrum Baden-Württemberg

Jugendstiftung Baden-Württemberg:
Fachstelle PREvent!on

Kompetenzzentrum gegen Extremismus in Baden-Württemberg (konex):
Projekt ACHTUNG?!

Landesarbeitsgemeinschaft Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württemberg e. V.:
FEX – Fachstelle Extremismusdistanzierung

Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg

Mannheimer Institut für Integration und interreligiöse Arbeit e. V.:
Jumed – Junge Muslime engagiert für Demokratie

Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration/Landespolizeipräsidium:
Kompetenzzentrum gegen Extremismus in Baden-Württemberg (konex)

Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration/Landespolizeipräsidium:
Landesbildungszentrum Deradikalisierung

Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration/Landespolizeipräsidium:
Projektbüro Kommunale Kriminalprävention

Mosaik Deutschland e. V.:
Quwwa – Stärke statt Sprachlosigkeit

Violence Prevention Network e. V.:
Beratungsstelle Baden-Württemberg

Violence Prevention Network e. V.:
Workshop-Reihe im Justizvollzug für junge radikalisierungsanfällige Inhaftierte

Die Grafik stellt die zentralen staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteure der Islamismusprävention in Baden-Württemberg und ihre Beziehungen zueinander dar.Die Grafik stellt die zentralen staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteure der Islamismusprävention in Baden-Württemberg und ihre Beziehungen zueinander dar. Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (Infodienst Radikalisierungsprävention, www.bpb.de/radikalisierungsprävention)

Die Infografik als PDF-Icon PDF zum Herunterladen.

Stand: Februar 2020

Präventionsarbeit ist ein dynamischer Bereich mit vielen aktuellen Entwicklungen. Die Redaktion freut sich daher über Ihre Hinweise auf Akteure, Aktivitäten oder Zusammenhänge, die in diesem Beitrag bislang nicht berücksichtigt worden sind.
Schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an:


radikalisierungspraevention@redaktion-kauer.de

> Zum Anfang der Seite

Fußnoten

1.
KPEBW / konex: Strukturelle Qualitätsstandards in der Interventions- und Präventionsarbeit gegen gewaltbereiten Extremismus
Creative Commons License

Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz "CC BY-NC-ND 3.0 DE - Namensnennung - Nicht-kommerziell - Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland" veröffentlicht.
Urheberrechtliche Angaben zu Bildern / Grafiken / Videos finden sich direkt bei den Abbildungen.


Radikalisierungsprävention