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Beiträge in anderen Medien

/ 5 Minuten zu lesen

„Von Krisen lernen: Systemische Impulse für den Umgang mit Radikalisierung“

– ufuq.de: Lea Hildebrandt und Simone Bahr –
Im Beitrag von ufuq.de beleuchten die Fachautorinnen systemische Beratungsansätze im Umgang mit Radikalisierungsprozessen. Der Text geht der Frage nach, wie Krisen – die in der Deradikalisierungspraxis sowohl Einstiegspunkte in extremistische Szenen, als auch Ausgangspunkte für Distanzierungsprozesse sein können – verstanden und konstruktiv genutzt werden können. Im Zentrum stehen zentrale Prinzipien systemischen Arbeitens sowie ihre Anwendung in der Praxis mit dem Ziel, Handlungsspielräume zu erweitern und neue Perspektiven auf Beratung in Krisensituationen zu eröffnen.

Zum Beitrag auf Externer Link: ufuq.de

Ein Gedankenexperiment zur zivilgesellschaftlichen Islamismusprävention

– ufuq.de: Jochen Müller –
Der Diskurs um die zivilgesellschaftliche Islamismusprävention verschärft sich; das Misstrauen gegenüber Trägern der Präventionsarbeit nehme zu, konstatiert ufuq-Mitbegründer Jochen Müller in diesem Gedankenexperiment. In seinem Beitrag plädiert er für eine Debatte jenseits zugespitzter Frontstellungen und entwirft das Szenario einer fiktiven Fachkonferenz in Königswinter am Rhein. Diese soll der fachwissenschaftlichen und praxisbezogenen Klärung sowie dem konstruktiven Austausch aller Beteiligten dienen.

Zum Beitrag auf Externer Link: ufuq.de

Kommentar zum Auftritt der Jugendgruppe „Salehin“ in Wiesbaden

– Jüdische Allgemeine: Daniel Neumann –
Offiziell soll es sich um eine kulturelle, religiöse Jugendveranstaltung gehandelt haben, doch der Autor Daniel Neumann argumentiert, dass bei einem Event im Haus der Vereine in Wiesbaden-Dotzheim Propaganda für das iranische Mullah-Regime betrieben und antisemitische Parolen verbreitet worden seien. Der Vorgang und die damit ausgelöste Debatte werfen Fragen zum Umgang kommunaler Einrichtungen mit politisch kontroversen Inhalten und zu den Grenzen öffentlicher Raumvergabe auf.

Zum Kommentar auf Externer Link: juedische-allgemeine.de

Jüdische Solidarität mit dem Iran

– Jüdische Allgemeine: Sarah Maria Sander –
In einem persönlichen Essay setzt sich die Autorin Sarah Maria Sander mit den jüngsten Protesten im Iran auseinander und unterscheidet zwischen der Bevölkerung und dem politischen System in Teheran. Sie betont, dass das iranische Regime nicht mit dem Land selbst gleichzusetzen sei und würdigt den Mut der Menschen, die trotz Repressionen für Freiheit und Menschenrechte auf die Straße gehen. Dabei reflektiert sie auch die Rolle der internationalen Gemeinschaft und Solidaritätsbekundungen, etwa in der Diaspora, im Kontext aktueller geopolitischer Spannungen. Der Essay wurde noch vor den derzeitigen militärischen Auseinandersetzungen des Irans mit Israel und den USA veröffentlicht.

Zum Essay auf Externer Link: juedische-allgemeine.de

Auswirkungen ultrakonservativer bis islamistischer Frauenbilder auf TikTok

– SPIEGEL: Susmita Arp und Katrin Elger –
Auf Sozialen Medien kursieren zahllose Videos, in denen selbsternannte Prediger strenge Regeln für das Leben von Frauen propagieren. Der SPIEGEL hat mithilfe Künstlicher Intelligenz mehr als 6.000 Videos deutschsprachiger TikTok-Accounts ausgewertet. Einige erreichen ein Publikum von über 500.000 Menschen, viele erzielen millionenfache Aufrufe. Zu den reichweitenstärksten Akteuren zählt Abdelhamid aus Nordrhein-Westfalen, den der Verfassungsschutz als einen der einflussreichsten Salafisten Deutschlands einstuft. Neben der KI-Analyse hat der SPIEGEL auch mit Betroffenen gesprochen: mit einer muslimischen Beauty-Influencerin aus Köln, die zur Zielscheibe wurde, nachdem sie ihr Kopftuch abgelegt hatte, und mit einem Realschullehrer aus Bonn, der schildert, wie schwer es Pädagoginnen und Pädagogen inzwischen fällt, manche muslimische Jugendliche noch zu erreichen.

Zur Recherche auf Externer Link: spiegel.de (Paywall)

Debatte um den Begriff „Legalistischer Islamismus“

– Verfassungsblog: Nahed Samour; Berliner Zeitung: Aiman Mazyek; März-Ausgabe der Zeitschrift „Cicero“ –
Der Begriff „Legalistischer Islamismus“ sorgt in Politik und Medienlandschaft für Diskussionen. In ihrem Beitrag für den Verfassungsblog argumentiert die Juristin Nahed Samour, dass dieser vor allem dem Diskurs der Sicherheitsbehörden entstamme und warnt deshalb vor den damit verbundenen rechtsstaatlichen Risiken einer undifferenzierten Verwendung des Begriffs. Die sicherheitspolitische Kategorie, so ihre These, verschiebe die Grenzen zwischen legitimer Grundrechtsausübung und verfassungsfeindlicher Bestrebung in problematischer Weise. Wenn die Nutzung rechtlicher Mittel bereits als Verdachtsmoment gilt, drohe eine pauschale Stigmatisierung muslimischer Akteurinnen und Akteure mit Folgen für Religionsfreiheit, politische Teilhabe und den demokratischen Diskurs.

In einem Gastbeitrag in der Berliner Zeitung kritisiert Aiman Mazyek die Politisierung neuer Begrifflichkeiten im Islamismus-Diskurs. Diese schaffe den Nährboden für ein gefährliches Dilemma: Musliminnen und Muslime sähen sich zunehmend gezwungen, sich gegen pauschale Verdächtigungen zu verteidigen, die weniger ihr konkretes Handeln als vielmehr ihre Existenz als religiöse Gemeinschaft betreffen. Es bestehe die Gefahr, dass der notwendige Kampf gegen gewaltbereiten Extremismus in eine Auseinandersetzung mit einer religiösen Minderheit umgedeutet werde.

Die aktuelle Cicero-Ausgabe setzt einen Schwerpunkt auf diverse aktuelle Debatten um Islamismus-Phänomene, etwa einem möglicherweise wachsenden islamistischen Einfluss in europäischen Parteien. Alexander Marguier, Chefredakteur des Cicero und Autor des hier verlinkten Editorials der März-Ausgabe, kritisiert, dass die öffentliche Benennung solcher Entwicklungen oft mit Vorwürfen von Rassismus oder Islamfeindlichkeit beantwortet werde, was eine breite Debatte erschwere, und schließt mit dem Plädoyer, die kritische Auseinandersetzung mit dem Thema nicht aus Furcht vor Tabubrüchen zu scheuen.

Zum Beitrag auf Externer Link: verfassungsblog.de

Zum Gastbeitrag auf Externer Link: berliner-zeitung.de

Zum Editorial der März-Ausgabe auf Externer Link: cicero.de

Verfassungsschutz warnt vor „islamistischen Influencern“

– SWR: Eric Beres –
In einer gemeinsamen Recherche untersuchen der SWR und die Neue Westfälische Zeitung die mögliche Radikalisierung von Jugendlichen durch den Prediger Mohammed Najjar in Koblenz. Nach Einschätzung des rheinland-pfälzischen Verfassungsschutzes gilt er als zentrale Figur hinter der Social-Media-Plattform „Islamkenntnis“, die die Behörde dem politischen Salafismus zurechnet. Der Beitrag beleuchtet zudem, wie Sicherheitsbehörden und zivilgesellschaftliche Akteure auf diese Entwicklung reagieren und welche Herausforderungen sich daraus für Prävention und Aufklärung ergeben.

Zur Recherche auf Externer Link: swr.de

„Katz- und Maus-Spiel mit Meta“: Wie das Verbot von politischer Werbung zivilgesellschaftliche Organisation trifft

– Netzpolitik.org: Ingo Dachwitz–
Meta hat politische Werbung auf Instagram und Facebook in der EU verboten, um einer neuen europäischen Regulierung zuvorzukommen. Doch diese Entscheidung erschwert nicht nur politischen Akteurinnen und Akteuren das Schalten von Anzeigen. Auch Beiträge von Vereinen, Unternehmen oder Museen, die gesellschaftlich relevante Themen wie Menschenrechte bewerben wollen, werden immer wieder blockiert – oft mit dem Hinweis, Begriffe wie „Demokratie“ könnten problematisch sein. In der Recherche spricht der Autor Ingo Dachwitz mit betroffenen Organisationen, etwa dem Jüdischen Museum in Berlin, und ordnet die rechtliche Situation mit einem Experten ein.

Zur Recherche auf Externer Link: netzpolitik.org

Kommentar über die Debatte um ein Social-Media-Verbot in Deutschland

– Belltower.News: Charlotte Lohmann –
In einem Kommentar setzt sich die Bildungsreferentin Charlotte Lohmann kritisch mit der Forderung nach einem pauschalen Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche auseinander. Sie argumentiert, dass ein solcher Ansatz komplexe Probleme digitaler Räume auf eine scheinbar einfache Lösung verkürze und strukturelle Ursachen ausblende. Verbote könnten Risiken zwar symbolisch adressieren, griffen jedoch zu kurz, wenn es um Desinformation, Radikalisierung, Hassrede oder ökonomische Plattformlogiken gehe. Stattdessen fordert die Autorin eine stärkere Regulierung der Plattformbetreiber, verbindliche Transparenz- und Sorgfaltspflichten sowie wirksame Alters- und Datenschutzstandards. Zugleich plädiert sie für den Ausbau von Medienbildung und digitaler Kompetenzförderung, um junge Menschen langfristig zur sicheren Nutzung digitaler Räume zu befähigen.

Zum Kommentar auf Externer Link: belltower.news

Fussnoten

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