Konzeptpapier: Politische Bildung zum israelbezogenen Antisemitismus und zum Nahostkonflikt nach dem 7. Oktober
– Kölnische Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit: Olaf Kistenmacher –
In seinem aktuellen Konzeptpapier bietet der Publizist und politische Bildner Olaf Kistenmacher einen Leitfaden für die politische Bildungsarbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Kontext des israelbezogenen Antisemitismus und des Nahostkonflikts. Angesichts der Entwicklungen seit dem terroristischen Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 zeigt das Papier auf, warum traditionelle Bildungsformate an ihre Grenzen stoßen und legt dar, wie pädagogische Ansätze multiperspektivische, emotionskompetente und kritisch-reflexive Zugänge schaffen können. Mit Blick auf empirische Befunde und theoretische Rahmenbedingungen vermittelt das Konzeptpapier neben Hintergrundwissen, auch praktische Methoden und didaktische Impulse für Workshops, Seminare und Projekttage.
Zum Konzeptpapier auf Externer Link: koelnische-gesellschaft.de
Konzeptpapier zur Radikalisierungsprävention
– Stadt Augsburg und Büro für Kommunale Prävention –
Die Stadt Augsburg hat ein phänomenübergreifendes Konzept zur Radikalisierungsprävention erarbeitet, das sich mit den diversen Ursachen, Erscheinungsformen und Präventionsansätzen von Radikalisierungsprozessen auseinandersetzt – seien diese politisch motiviert oder religiös geprägt. Ziel des Konzeptpapiers ist es, konkrete Maßnahmen aufzuzeigen, wie auf kommunaler Ebene präventiv gearbeitet werden kann: von Kampagnen für Vielfalt und Toleranz, der Schaffung (digitaler) Gegennarrative zu extremistischen Positionen, der Fortführung der Antidiskriminierungsstelle über Netzwerkarbeit bis hin zu Unterstützungsangeboten für Betroffene und ihr Umfeld. Ergänzt werden diese Vorschläge durch eine Übersicht relevanter Akteurinnen und Akteure sowie Beratungsstellen, die vor Ort unterstützen.
Zum Konzeptpapier auf Externer Link: augsburg.de
„Katastrophen-Curriculum“: Schule in Ausnahmezeiten gemeinsam gestalten
– Technische Universität Dresden: Lehrstuhl für Didaktik der politischen Bildung –
Angesichts von Pandemien, Kriegen oder Desinformation entwickelt das interdisziplinäre Projekt „Katastrophen-Curriculum“ unter der Leitung von Anja Besand einen pädagogischen Rahmen, der Schule nicht nur auf Krisen vorbereitet, sondern sie als Ort demokratischer Praxis stärkt. Zum Projekt gehören unter anderem das Curriculum als konzeptioneller Rahmen, das Lernangebote in Modulform vorschlägt, sowie eine Handreichung für Schulleitungen und Lehrkräfte mit konkreten institutionellen Handlungsoptionen und das Notfall-Schulheft als niedrigschwelliges, persönliches Begleitmaterial direkt für Schülerinnen und Schüler.
Zu dem Materialien des „Katastrophen-Curriculum“ auf Externer Link: tu-dresden.de
Unterrichtsvorschlag zur Nutzung des Podcasts „Lost in Nahost – Die Story“
– New Israel Fund –
Der New Israel Fund hat einen umfassenden Vorschlag zur Nutzung des Audioformats „Lost in Nahost – Die Story“ des BR im Schulunterricht erarbeitet, der im Juni 2024 veröffentlicht wurde. Der Leitfaden gibt Lehrkräften Hinweise zu Sprache und Begrifflichkeiten, Empfehlungen für die Einbindung und Besprechung der acht Podcastfolgen sowie Leitfragen und eine Zusammenfassung für jede Episode an die Hand. Dieser Unterrichtsentwurf soll Schülerinnen und Schülern eine aktive Auseinandersetzung mit den Geschehnissen vom 7. Oktober 2023 und dem sich anschließenden Krieg in Gaza ermöglichen sowie ihre Medienkompetenz und Multiperspektivität stärken.
Zum Unterrichtsvorschlag auf Externer Link: nif-deutschland.de
Workshopmaterial: „Zum Verhältnis von Rassismus“
– Verband binationaler Familien und Partnerschaften –
Das kostenpflichtige Material soll dazu anregen, Rassismus und Antisemitismus gemeinsam und auf theoretischer Grundlage zu betrachten, statt sie isoliert zu diskutieren. Ziel ist es, Unterschiede und Verflechtungen sichtbar zu machen, historische Entwicklungen nachzuvollziehen und die anhaltende gesellschaftliche Wirkmacht beider Phänomene zu verstehen. Theorie wird dabei als Instrument verstanden, das über moralische Bewertungen und tagespolitische Empörung hinausgeht und hilft, strukturelle Zusammenhänge zu erkennen.
Zum Workshopmaterial auf Externer Link: binational-leipzig.de
Handreichung: „Social Media Extreme: Islamismus. Akteure, Strategien, Narrative – Einführung und Reflexionshilfe für & mit Jugendsozialarbeiter*innen“
– minor: Götz Nordbruch, Noah Leichner und Laura Ballaschk –
Die Handreichung gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu islamistischen Akteurinnen und Akteuren, Narrativen und Strategien in Sozialen Medien und veranschaulicht diese anhand konkreter Beispiele. Ergänzend enthält sie praxisnahe Reflexionsimpulse aus Workshops, die Fachkräfte der Jugendsozialarbeit in Team- oder Einzelsettings nutzen können. Abschließend werden ausgewählte Materialien und Handlungsansätze kompakt vorgestellt und zugänglich gemacht.
Zur Handreichung auf Externer Link: minor-kontor.de