Neue Ausgabe „Perspektiven“: Radikalisierungsprävention im digitalen Raum
– Perspektiven – Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft und muslimische Wohlfahrtspflege –
Die neueste Ausgabe der Fachzeitschrift „Perspektiven – Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft und muslimische Wohlfahrtspflege“ widmet sich aktuellen Herausforderungen der Radikalisierungsprävention im digitalen Alltag. Im Fokus stehen Analysen zu Online-Dynamiken, Strategien extremistischer Akteurinnen und Akteure in Sozialen Medien sowie daraus resultierende Anforderungen an Prävention und professionelle Praxis. Das Heft richtet sich an Fachkräfte aus Sozialer Arbeit, Bildung und Prävention.
Zur Fachzeitschrift auf Externer Link: journals.ub.uni-osnabrueck.de
„Kader-Gruppen fürs Kalifat: Strategien und Organisationsformen der Hizb ut-Tahrir in Deutschland“
– democ e. V. –
Die Analyse „Kadergruppen fürs Kalifat“ untersucht aktuelle Strategien und Organisationsformen von Akteurinnen und Akteuren der islamistischen Gruppierung Hizb ut-Tahrir in Deutschland. Im Fokus stehen Rekrutierungsdynamiken, Vernetzungsstrukturen und die Rolle digitaler Räume bei der Verbreitung extremistischer Ideologien. Die Publikation richtet sich an Fachkräfte aus Prävention, Bildung und Sicherheitsbehörden, die sich mit islamistischer Radikalisierung und ihren Erscheinungsformen auseinandersetzen.
Zur Analyse auf Externer Link: democ.de
„Islamische Gefängnisseelsorge in Deutschland: Strukturelle Grundlagen und Modelle im Justizvollzug der Bundesländer“
– AIWG: Sarah Jadwiga Jahn –
Die neue Studie „Islamische Gefängnisseelsorge in Deutschland“ der Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft (AIWG) zeigt, wie unterschiedlich islamische Gefängnisseelsorge in Deutschland umgesetzt wird – von fehlenden Angeboten bis hin zu etablierten Modellen. Neben Fortschritten nennt die Analyse zentrale Herausforderungen, etwa fehlende Standards, rechtliche Unsicherheiten und offene Finanzierungsfragen, und formuliert Empfehlungen für einen flächendeckenden Ausbau.
Zur Studie auf Externer Link: aiwg.de
Extremismus im Netz: Monitoringbericht über Trends, Narrative und neue Dynamiken auf Social Media
– dist[ex] –
Der aktuelle „dist[ex] monitor Bericht 1. Quartal 2026“ zeigt, wie extremistische Akteurinnen und Akteure Social Media nutzen, um Reichweite zu erzielen und Narrative zu verbreiten. Auf Basis von Plattformdaten und qualitativen Analysen werden aktuelle Trends und Entwicklungen in den Bereichen Rechtsextremismus, Islamismus und Verschwörungsideologien sichtbar – von neuen Influencer-Dynamiken bis hin zu veränderten Kommunikationsformaten.
Zum Bericht auf Externer Link: dist-ex.de
Cemas-Analysen zum Krieg im Nahen Osten
– cemas.io: Julia Smirnova; Lisa Johanne Jacobs und Corinne Heuer –
Der Krieg im Nahen Osten wird nicht nur militärisch, sondern auch als Kampf um Deutungshoheit geführt. In ihrer Analyse zeigt Julia Smirnova, wie Desinformation gezielt eingesetzt wird, um Wahrnehmungen zu beeinflussen, Medienvertrauen zu untergraben und gesellschaftliche Spaltungen zu vertiefen.
Gleichzeitig verstärken sich antisemitische Narrative, bestehende Feindbilder werden adaptiert und weiterverbreitet, während Desinformation als Katalysator für Polarisierung wirkt. Darüber schreiben Corinne Heuer und Lisa Johanne Jacobs in ihrer Analyse.
Zur Analyse über Desinformation auf Externer Link: cemas.io
Zur Analyse über antisemitische Narrative auf Externer Link: cemas.io
Neue Ausgabe der Zeitschrift „RadiX“ mit Beiträgen zu digitaler Radikalisierung und emotionalen Kompetenzen in der Deradikalisierungsarbeit
– RadiX - Zeitschrift für Radikalisierungsforschung und Prävention: Kristin Weber; Florian Steger und Jan Ilhan Kizilhan –
Die neue Ausgabe von RadiX versammelt Beiträge zu digitaler Radikalisierung und Deradikalisierungsarbeit.
Die Kriminologin und Soziologin Kristin Weber analysiert Strategien rechtsextremer und islamistischer Akteure auf TikTok und zeigt, wie sich antisemitische Inhalte seit dem 7. Oktober 2023 verändern und über ideologische Grenzen hinweg verbreiten.
Florian Steger und Jan Ilhan Kizilhan richten den Blick auf die Praxis der Deradikalisierung: Sie arbeiten heraus, dass Fachkräfte neben fachlicher Expertise vor allem emotionale Kompetenz benötigen, die durch Selbsterfahrung und reflektierten Umgang mit eigenen Gefühlen gestärkt wird.
Zum Aufsatz über digitale Radikalisierung auf Externer Link: budrich-journals.de
Zum Aufsatz über emotionale Kompetenz auf Externer Link: budrich-journals.de
Policy Paper: „Kommunale Prävention im Spannungsfeld von Mandat, Ressourcen und Haltung“
– Vereinigung Pestalozzi gGmbH, Legato: Moritz Lorenz und Janusz Biene-Clément –
Moritz Lorenz und Janusz Biene-Clément erklären, dass Fachkräfte oft mit der Herausforderung konfrontiert sind, zwischen begrenzten Ressourcen, unklaren Mandaten und hohen Erwartungen zu navigieren. Das Projekt „Kommunale Fachberatung: Prävention und gesellschaftlicher Zusammenhalt“ zeigt auf, wie Fachkräfte durch gezielte Unterstützung in die Lage versetzt werden, Netzwerke zu bilden und kontextsensible Präventionsarbeit zu leisten. Gleichzeitig hebt eine qualitative Untersuchung die Vielschichtigkeit kommunaler Praxis und deren Möglichkeit zur nachhaltigen Demokratieförderung hervor.
Zum Policy Paper auf Externer Link: kommunale-fachberatung.de
Analyse: „Ideale und Realitäten – Zwei analytische Beiträge zu Familie, Erziehung und Geschlecht im Kontext Salafismus als Impuls für die Deradikalisierungspraxis“
– Bundesamt für Migration und Flüchtlinge: Tim Beyer et al. –
Eine aktuelle Analyse des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge rückt die Bedeutung von Geschlechterbildern in Radikalisierungsprozessen in den Fokus. Sie verdeutlicht, wie Vorstellungen von Männlichkeit, Weiblichkeit und Familie in salafistischen Ideologien gezielt genutzt und verstärkt werden – und welche Bedeutung gendersensible Ansätze für Prävention und Ausstiegsarbeit haben.
Zur Analyse auf Externer Link: bamf.de
„Neue Lage, Neue Risiken. Vorbereitung auf die eventuelle Rückkehr deutscher IS-Gefangener aus Syrien und dem Irak“
– Grüner Vogel e. V.: Claudia Dantschke –
Mit „Praxis & Analyse“ hat Grüner Vogel e. V. eine neue Publikationsreihe gestartet, die Einblicke in die Beratungsarbeit mit fachlicher Analyse verbindet. Ziel ist es, aktuelle Entwicklungen praxisnah und multiperspektivisch aufzubereiten. In der ersten Ausgabe „Neue Lage, Neue Risiken. Vorbereitung auf die eventuelle Rückkehr deutscher IS-Gefangener aus Syrien und dem Irak“ beleuchtet die Autorin Claudia Dantschke vor dem Hintergrund der Rückkehrer-Debatte Sicherheitsrisiken, rechtliche Herausforderungen und zeigt Ansätze für den Umgang zwischen Prävention und staatlicher Verantwortung auf.
Zur ersten Ausgabe der neuen Publikationsreihe auf Externer Link: gruenervogel.de
Paper: „Was ist populistisch am politischen Islam?“
– Dokumentationsstelle Politischer Islam: Lucian Reinfandt –
In einem neuen Paper warnt die österreichische Dokumentationsstelle Politischer Islam vor den Gefahren eines „populistischen Islamismus“. Dessen Vertreterinnen und Vertreter arbeiteten mit stark vereinfachten Feindbildern und emotionaler Ansprache und erreichten vor allem junge Menschen über Soziale Medien; ähnliche Organisationen seien auch in anderen europäischen Ländern aktiv. Das Papier betont zudem, dass Populismus weniger als geschlossene Ideologie zu verstehen sei, sondern als politischer Stil: Die Akteurinnen und Akteure inszenierten sich als „Sprachrohr der Muslime“, zögen klare Trennlinien zwischen Musliminnen und Muslimen sowie Nichtmusliminnen und Nichtmuslimen und stellten beide Gruppen als jeweils homogene Einheiten dar. Angesichts der teils erheblichen Reichweiten dieser Akteurinnen und Akteure bestehe die Gefahr, dass gesellschaftliche Spannungen weiter zunehmen.
Zum Paper auf Externer Link: dokumentationsstelle.at
Zur Pressemeldung über das Paper auf Externer Link: derstandard.at