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Friedrich Wilhelm Murnau

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Friedrich Wilhelm Murnau Die Regisseure des Double Features

Dr. Martin Ganguly

/ 3 Minuten zu lesen

Friedrich Wilhelm Murnau (© Friedrich- Wilhelm- Murnau-Stiftung, Wiesbaden)

Friedrich Wilhelm Murnau, geboren am 28.12.1888 als Friedrich Wilhelm Plumpe in Bielefeld, gestorben am 11.3.1931 in Santa Barbara, USA


Der aus einem wohlhabenden bürgerlichen Fabrikantenhaushalt in Bielefeld stammende Friedrich ­Wilhelm Plumpe studiert zunächst Philologie und Kunstgeschichte in Heidelberg, bevor er die Berliner Theaterschule von Max Reinhardt, einem der führenden deutschen Theaterregisseure und Intendanten seiner Zeit, besucht. Dort nimmt er Schauspielunterricht und wird Reinhardts Regieassistent.

Da seine Familie sowohl seine künstlerischen Ambitionen wie auch seine Homosexualität ablehnt, distanziert er sich bereits 1910 von seinem Geburtsnamen und nimmt den Künstlernamen Murnau, nach einem Urlaubsort in Oberbayern, mit dem er romantische Erinnerungen verbindet, an.

Nach seiner Dienstzeit als Leutnant im Ersten Weltkrieg beginnt er 1919 in Berlin beim Film zu arbeiten. Der Erfolg seiner Filme bringt ihm einen Vertrag mit der Universum-Film AG (UFA) ein.

Von seinen ersten elf Filmen gelten – außer dem Kriminalfilm Der Gang in die Nacht (D 1920), Schloss Vogelöd (D 1921), dem Bauerndrama Der brennende Acker (D 1922) und Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens (D 1921/22) – alle anderen als verschollen.

Bevor er 1926 von US-amerikanischen Filmgesellschaften abgeworben wird und nach Hollywood geht, entstehen noch weitere expressionistische Stummfilmklassiker wie die Literaturadaptionen Tartüff (D 1925) nach Molière und Faust (D 1926) nach der deutschen Volkssage und dem Drama von Johann Wolfgang von Goethe, sowie Der letzte Mann (D 1924).

Dieser Film erzählt vom sozialen Abstieg eines alten Hotelportiers und zeigt formal zahlreiche expressionistische Elemente auf, verweist thematisch jedoch schon auf die Filme der Neuen Sachlichkeit.

In allen drei Filmen spielt Emil Jannings die Hauptrolle. In seiner Zeit in den USA realisiert er vier weitere Filme, von denen vor allem das psychologische Melodram Sonnenaufgang – Lied von zwei Menschen (USA 1927) und der zwischen Dokumentarfilm und Melodram angesiedelte Südseefilm Tabu (USA 1931), der mit Laiendarstellern/innen in Tahiti und Bora-Bora gedreht wird, heute noch bekannt sind.

Eine Woche vor der Filmpremiere von Tabu im März 1931 stirbt Murnau an den Folgen eines Autounfalls.

F.W. Murnau, so die gängige Namensverkürzung, gehört zu den besonders innovativen und bedeutenden Filmemachern des frühen 20. Jahrhunderts. Er verstand es, den Film als visuelles Medium zu etablieren. In seinen Filmen, vor allem in den Literaturverfilmungen, die in ihrer ursprünglichen künstlerischen Schriftform allein vom Wort leben, gibt es – für die Stummfilmzeit höchst ungewöhnlich – kaum Zwischentitel.

Murnau erkannte die Kraft des Bildes, von Beleuchtung und Kameraführung und setzte auf besondere Lichtreflexe. So verdüstert in Faust der Mantel Mephistos allmählich die ganze Stadt und kündigt damit, optisch eindrucksvoll, die Pest an.

Zusammen mit seinem Kameramann Karl Freund, der später ebenfalls als Regisseur und Kameramann in Hollywood Erfolge feiern konnte, entwickelte er die Führungsweise der "entfesselten Kamera" und schuf damit völlig neue Bildperspektiven.

In Der letzte Mann wird zum Beispiel der Rauch einer Zigarette mit Hilfe einer an eine Feuerwehrleiter befestigten Kamera mitverfolgt. Die Konzentration auf diese rein filmischen Mittel, zusammen mit ausgesuchten Bildausschnitten, die wie Gemälde konzipiert sind, sowie dem psychologisch dichten Spiel der Schauspieler/innen, die Murnau besonders gut zu instruieren und motivieren verstand, geben seinen Filmen eine bemerkenswerte Ausdruckskraft.

Daneben achtete der Filmemacher auf eine durchgehende atmosphärische Stimmigkeit, in der Wirklichkeit und Unwirklichkeit auf poetische Weise ineinander übergehen.

Bei der Auswahl seiner Themen war der häufig melancholisch gestimmte Murnau eher auf Vergangenes gerichtet. Er liebte klassische, romantische Literatur, die auch einigen seiner Filme wie Tartüff, Faust oder Sonnenaufgang – Lied von zwei Menschen zugrunde liegt oder romantisierende Sozial­darstellungen wie in Der letzte Mann, City Girl (Unser täglich Brot, USA 1930) oder in Tabu.

In diesen Filmerzählungen wird stets die Schönheit des einfachen Lebens heraufbeschworen, die im Gegensatz zur zunehmend technisierten Alltagswelt seiner Zeit stand.

Filmografie als Regisseur (Alle heute noch erhaltenen Filme)

  • Der Gang in die Nacht (D 1920)

  • Schloss Vogelöd (D 1921)

  • Der brennende Acker (D 1922)

  • Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens (D 1922)

  • Phantom (D 1922)

  • Die Finanzen des Großherzogs (D 1924)

  • Der letzte Mann (D 1924)

  • Tartüff (D 1925)

  • Faust (D 1926)

  • Sunrise – A song of two humans (Sonnenaufgang – Lied von zwei Menschen) (USA 1927)

  • City Girl (Unser täglich Brot, USA 1930)

  • Tabu (USA 1931)

Fussnoten