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Walt Disney

Philipp Bühler

/ 5 Minuten zu lesen

Walt Disney (© NASA GRIN GPN-2000-000060)

geboren am 5. Dezember 1901 in Chicago, gestorben am 15. Dezember 1966 in Burbank


"I only hope that we don‘t lose sight of one thing - that it was all started by a mouse."

"Ich hoffe nur, dass wir eine Sache nicht aus den Augen verlieren – dass alles mit einer Maus angefangen hat."


Walter Elias Disney, genannt Walt, erlebt eine entbehrungsreiche Kindheit auf einer Farm in Minnesota, er hat drei Brüder und eine Schwester. Schon in jungen Jahren ein begeistert er Zeichner, erhält er in Kansas City eine Arbeit als Werbeillustrator und entdeckt die Animation als seine eigentliche Leidenschaft. Für die nächsten Jahre werden sein älterer Bruder Roy zu seinem wichtigsten Geldgeber und der Kollege Ub Iwerks zum kreativen Partner.

Nach vielversprechenden Anfängen, unter anderem mit Cartoonfilmen, die er "Laugh-O-Grams" nannte, sowie einer ersten Firmenpleite, gründen Walt und sein Bruder Roy 1923 das Disney Brothers Cartoon Studio in Hollywood und durchstehen zunächst eine Durststrecke.

Die frühen Alice Comedies, eine Mischung aus realem Schauspiel und Animation, betrachtet Disney als Notlösung. Die populäre Figur Oswald, der lustige Hase hingegen verbleibt nach einem Rechtsstreit bei Universal. Doch aus Oswald wird Micky Maus. Der Micky-Maus-Film Steamboat Willie (USA 1928), Disneys erster Animationsfilm mit Ton, macht den Namen Disney weltweit bekannt und löst einen Micky Maus-Boom aus, den Disney durch gezieltes Merchandising finanziell zu nutzen weiß. Während Ub Iwerks für Zeichnung und Animation und Roy Disney für das Management zuständig war, übernahm Walt die Aufgabe des Unternehmers, Produzenten und Studiobosses.

Weitere populäre Cartoonfiguren wie Donald Duck, Goofy und Pluto werden folgen – der Grundstein eines Imperiums ist gelegt. 1932 erhält er für die Episode Flowers and Trees (Von Blumen und Bäumen) aus der Reihe Silly Symphonies den ersten Oscar® für den besten animierten Kurzfilm. Von Blumen und Bäumen war der erste Disney-Film in Technicolor-Farbe. Die Zeichentrickfilme der Silly Symphonies-Reihe waren zudem Experimentierfeld für die Zeichner/innen des Studios, wo sie Animationstechniken und Figurenentwürfe weiterentwickeln konnten.

Doch Disneys Ambitionen reichen weiter. Er will weg von witzig-verrückten Cartoons und hin zu emotionalen Geschichten mit starker Publikumsbindung – auch um die Bandbreite des Studios zu erweitern. Der erste abendfüllende Zeichentrickfilm Schneewittchen und die sieben Zwerge (1937), lange als "Disney’s Folly" (dt.: Disneys Spinnerei) belächelt, ist das Resultat und wird zu einem großen Erfolg bei der Kritik und beim Publikum.

Die nächsten Jahre bilden seine "klassische" Periode: Pinocchio (USA 1940), Dumbo (Dumbo, Der fliegende Elefant, USA 1941, R: Ben Sharpsteen u.a.) und Bambi (USA 1942, R: David D. Hand u.a.) sind noch heute weltbekannt. Eine Sonderstellung hat sein finanzieller Misserfolg Fantasia (USA 1940, R: Samuel Armstrong, James Algar u.a.), ein animiertes Gesamtkunstwerk mit Musik von Ludwig van Beethoven, Pjotr Iljitsch Tschaikowski und Igor Strawinski – sowie Micky Maus als tapferem Zauberlehrling.

Der Charakter der Disney-Filme dieser Zeit ist widersprüchlich. Die Sehnsucht nach einer "heilen Welt" trifft auf düstere Bedrohungsszenarien, deren perfekte Folie Disney in Märchen findet. Nach gängiger Lesart hängen beide Empfindungen, möglicherweise das psychologische Relikt seiner schwierigen Kindheit, ursächlich zusammen.

Im wahren Leben ist Disney ein Konservativer, der nicht nur im eigenen Studio gewerkschaftliche Bewegungen strikt unterdrückt. Der "Märchenonkel der Nation" beteiligt sich an der Kommunistenjagd des Jahres 1947 und dient dem FBI als geheimer Mitarbeiter. Dem Vorwurf heimlicher Sympathien für das deutsche Nazi-Regime begegnet er im Zweiten Weltkrieg mit US-Propagandafilmen.

Das Disney-Unterhaltungsimperium, wie wir es heute kennen, ist ein Produkt der Nachkriegsjahre. Disney erkennt sofort die Wichtigkeit des Fernsehens, schließt Kooperationen mit den TV-Sendern ABC und NBC. Im kalifornischen Anaheim entsteht 1955 sein erster Vergnügungspark "Disneyland".

Die Filme jener Jahre sind harmlose Unterhaltung, neben weiteren Märchenverfilmungen bringt Disney nun auch den Tier- und Naturfilm The Living Desert (Die Wüste lebt, USA 1953, R: James Algar) erfolgreich ins Kino. In einer neu gegründeten Realfilmsparte wird Mary Poppins (USA 1964, R: Robert Stevenson), ein Musical mit zahlreichen Trickelementen, ein mit fünf Oscars® ausgezeichneter Triumph. Am Ende seines Lebens werden es 26 sein. Am 15. Dezember 1966, kurz nach seinem 65. Geburtstag, stirbt der Vater der modernen Animation.

Filmografie als Produzent von Zeichentrickfilmen (Auswahl)

  • Little Red Riding Hood (USA 1922, R: Walt Disney)

  • Alice Comedies (USA 1923-27, Serie, R: Walt Disney)

  • Plane Crazy (USA 1928, R: Walt Disney, Ub Iwerks)

  • Steamboat Willie (USA 1928, R: Walt Disney, Ub Iwerks)

  • Silly Symphonies (USA 1929-1939, Serie, R: Walt Disney, Ub Iwerks, Burt Gillett)

  • Three Little Pigs (Die drei kleinen Schweinchen, USA 1933, R: Burt Gillett)

  • Don Donald (USA 1937, R: Ben Sharpsteen)

  • Snow White and the Seven Dwarfs (Schneewittchen und die sieben Zwerge, USA 1937, R: David D. Hand u.a.)

  • Pinocchio (USA 1940, R: Ben Sharpsteen, Hamilton Luske u.a.)

  • Fantasia (USA 1940, R: Samuel Armstrong, James Algar u.a.)

  • Dumbo (Dumbo, der fliegende Elefant, USA 1941, Ben Sharpsteen u.a.)

  • Bambi (USA 1942, R: David D. Hand u.a.)

  • Der Fuehrer's Face (USA 1942, R: Jack Kinney)

  • The three Caballeros (Drei Caballeros, USA 1944, R: Clyde Geronimi, Norman Ferguson u.a.)

  • Cinderella (USA 1950, R: Clyde Geronimi, Wilfred Jackson, Hamilton Luske)

  • Alice in Wonderland (Alice im Wunderland, USA 1951, Clyde Geronimi, Hamilton Luske, Wilfred Jackson)

  • Peter Pan (Peter Pan, USA 1953, R: Clyde Geronimi, Hamilton Luske u.a.)

  • Lady and the Tramp (Susi und Strolch, USA 1955, R: Clyde Geronimi, Hamilton Luske, Wilfred Jackson)

  • Sleeping Beauty (Dornröschen, USA 1959, R: Clyde Geronimi)

  • One Hundred and One Dalmatians (101 Dalmatiner, USA 1961, R: Clyde Geronimi, Hamilton Luske, Wolfgang Reitherman)

  • The Sword in the Stone (Die Hexe und der Zauberer, USA 1963, R: Wolfgang Reitherman)

  • The Jungle Book (Das Dschungelbuch, USA 1967, R: Wolfgang Reitherman)

Zum Weiterlesen und Schauen

Fussnoten