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Lotte Reiniger

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Lotte Reiniger

Philipp Bühler

/ 3 Minuten zu lesen

Lotte Reiniger (© Deutsches Filminstitut, Frankfurt)

geboren am 2. Juni 1899 als Charlotte Reiniger in Berlin-Charlottenburg, gestorben am 19. Juni 1981 in Dettenhausen


"Da ich nun kein Schriftsteller bin, will ich optische Geschichten erzählen – und dafür sind die Silhouetten gerade das geeignete – die einfachste und simpelste Methode, um so etwas zu machen."


Lotte Reiniger wächst in einem gutbürgerlichen, kunstinteressierten Haushalt auf. Schon als Kind entdeckt sie ihr Talent für Scherenschnitt und spielt mit kleinen Schattentheatern vor Schulklassen.

Später begeistert sie sich auch für den Film und lernt ihr Idol kennen, den Stummfilmregisseur und Schauspieler Paul Wegener. Durch ihn erhält sie Zutritt zu Max Reinhardts Berliner Schauspielseminar, für Wegeners Film Rübezahls Hochzeit (D 1916) gestaltet sie die Zwischentitel. Am "Institut für Kulturforschung", einem Zusammenschluss junger Experimentalfilmer/innen, realisiert sie ihren ersten Kurzfilm Das Ornament des verliebten Herzens (D 1919).

Im Berliner Kulturleben der "Goldenen Zwanziger" ist Reiniger bereits fest etabliert, fertigt Kurzfilme, Werbefilme und Bühnenbilder an. In Der verlorene Schatten (D 1921) verwendet Wegener eine Scherenschnittsequenz. Reiniger heiratet im selben Jahr Carl Koch, mit dem sie eine lebenslange Arbeitsgemeinschaft verbinden wird, und spezialisiert sich auf Märchen.

In schneller Folge verfilmt sie Der fliegende Koffer (D 1921) nach Hans Christian Andersen und Aschenputtel (D 1922) sowie Dornröschen (D 1922/23) nach den Gebrüdern Grimm. Die Abenteuer des Prinzen Achmed (D 1926), ihr erster Langfilm, gehört zu ihren bekanntesten Produktionen und machte sie auch international bekannt. Ende der 1920er-Jahre plante Lotte Reiniger eine mehrteilige Silhouettenfilm-Adaption des Kinderbuchs "Dr. Dolittle und seine Tiere" von Hugh Lofting, doch das Vorhaben scheiterte an der mangelnden Finanzierung. So entstanden in dieser Reihe nur drei Kurzfilme.

Während des Nationalsozialismus arbeitet Reiniger zunächst weiter, verbindet den neuen Tonfilm mit ihrer Liebe zur Musik und schneidet Papageno (D 1935) nach Motiven aus Mozarts "Die Zauberflöte". Arbeitseinschränkungen und Repressalien gegen ihre vielen jüdischen Freunde und Freundinnen bewegen sie und Carl Koch jedoch 1936 zur Ausreise.

Trotz Visa-Problemen und einem unsteten Pendeln zwischen London, Paris, Rom und schließlich wieder Berlin, wo sie 1945 das Kriegsende erlebt, entstehen immer weiter neue Filme. 1948/49 siedelt das Ehepaar endgültig nach London über. Reiniger arbeitet im Auftrag der BBC und realisiert Kurzfilme, Bühnenbilder und Buchillustrationen.

In Deutschland wird Lotte Reiniger erst langsam wiederentdeckt. Für einen Vortrag auf Einladung des Kommunalen Kinos Frankfurt besucht sie das Land, das ihr 1972 als späte Auszeichnung das Bundesfilmband in Gold verleiht. Ihre kreative Hochphase als Filmemacherin ist nach dem Tod ihres Mannes 1963 beendet. Doch Reiniger bleibt weiter aktiv, arbeitet für das Theater, illustriert Bücher, hält Vorträge und Seminare in aller Welt und stellt ihr Lebenswerk vor.

Erst 1980 kehrt sie wieder nach Deutschland zurück und lässt sich in Dettenhausen bei Tübingen nieder, wo sie ein Jahr später stirbt. In einer Tübinger Dauerausstellung ist seitdem ihr Nachlass gesichert. Lotte Reiniger schuf in 65 Jahren an die 80 Filme.

Filmografie als Regisseurin (Auswahl)

  • Das Ornament des verliebten Herzens (D 1919)

  • Der fliegende Koffer (D 1921)

  • Dornröschen (D 1922)

  • Aschenputtel (D 1922/23)

  • Die Abenteuer des Prinzen Achmed (D 1926)

  • Der scheintote Chinese (D 1928)

  • Doktor Dolittle und seine Tiere (D 1928)

  • Zehn Minuten Mozart (D 1930)

  • Das gestohlene Herz (D 1934)

  • Papageno (D 1935)

  • Galathea (D 1935)

  • Die goldene Gans (D 1944)

  • Das tapfere Schneiderlein (D 1953/54)

  • Kalif Storch (D 1954)

  • The Grasshopper and the Ant (D 1954)

  • Der verlorene Sohn (D 1974)

  • The Rose and the Ring (D 1978/79)

  • Die vier Jahreszeiten (D 1980/81)

Zum Weiterlesen und Schauen

Fussnoten