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Junge Landsmannschaft Ostdeutschland (JLO)

Die rechtsextreme Junge Landsmannschaft Ostdeutschland (JLO) ist eine Interner Link: revisionistische Organisation, die der Interner Link: NPD nahesteht und sich selbst als "Nachwuchsorganisation der Vertriebenen" versteht. Gegründet wurde sie 1991 unter dem Namen "Junge Landsmannschaft Ostpreußen" als Jugendorganisation der “Landsmannschaft Ostpreußen“. Unter anderem wegen der massiven Kritik von außen an der rechtsextremen Ausrichtung der JLO – auch durch den damaligen Bayerischen Innenminister Günter Beckstein – trennte sich die Landsmannschaft Ostpreußen 2000 von ihrer Nachwuchsorganisation und erzwang 2006 die Namensänderung.

Bedeutung erlangte die JLO vor allem als Anmelder der Neonazi-Aufmärsche in Dresden 1999 bis 2011, bei denen bis zu 6.000 Rechtsextreme aus ganz Europa den Jahrestag der Bombardierung Dresdens durch die Alliierten im Februar 1945 instrumentalisierten. Das von Neonazis als "Trauermarsch" bezeichnete Ereignis sollte und soll die Verbrechen des nationalsozialistischen Angriffskriegs und den Holocaust mit dem Verweis auf "deutsche Opfer" relativieren und die Grenzen zwischen Tätern und Opfern verwischen. 2010 brüstete sich die JLO auf ihrer Website mit den Worten, man habe mit "Aussagen über Kriegsgründe und die vorgebliche deutsche Kriegsschuld" an den "Tabus der inszenierten, volksfernen ‘Zivilgesellschaft‘" gerührt.

Allerdings war es Gegendemonstranten in jenem Jahr erstmals gelungen, durch Proteste und Blockaden zu verhindern, dass die Neonazis tatsächlich durch Dresden marschieren konnten. Es war lediglich eine stationäre Kundgebung möglich. Auch in den Folgejahren behinderten zivilgesellschaftliche Proteste erfolgreich Aufmärsche. 2012 zog sich die JLO zurück, erstmals wurde der Aufmarsch direkt aus dem Spektrum der Interner Link: Freien Kameradschaften angemeldet. Seitdem ist die Zahl der Teilnehmer auf rund 1.000 Neonazis (2012) gesunken.

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