Seit einigen Jahren rücken rechtsextreme und ultranationalistische Einstellungen innerhalb migrantisierter Communitys stärker in den Fokus gesellschaftspolitischer Diskussionen. Organisationen wie die Interner Link: türkische Ülkücü-Bewegung (auch bekannt als „Graue Wölfe“), die kroatische Ustaša-Bewegung , serbisch-nationalistische Gruppierungen, Interner Link: rechtsextreme russische Vereinigungen, monarchistisch-nationalistische Diaspora-Netzwerke aus dem Interner Link: Iran oder andere ultranationalistische Vereinigungen mobilisieren insbesondere junge Menschen über Organisationen und Netzwerke, soziale Medien und transnationale Angebote.
Diese unterschiedlichen Ausprägungen rechtsextremer Ideologien entwickeln sich nicht isoliert, sondern häufig in einem wechselseitigen Verhältnis. So können etwa gesellschaftlich projizierte rassistische Diskurse ultranationalistische Mobilisierungen innerhalb migrantisierter Communitys stärken. Umgekehrt werden ultranationalistische oder religiös-extremistische Entwicklungen regelmäßig von rechtsextremen Akteuren instrumentalisiert, um migrationsfeindliche Narrative zu legitimieren. Auf diese Weise entsteht eine Dynamik gegenseitiger gesellschaftlicher Polarisierung.
Mobilisierung in Diasporaräumen
Die gegenwärtigen Debatten über Rechtsextremismus vollziehen sich in einer Gesellschaft, die sich tiefgreifend verändert hat. Mit dem Interner Link: Begriff der postmigrantischen Gesellschaft wird eine Perspektive beschrieben, die Migration nicht als Ausnahme, sondern als konstitutiven Bestandteil gesellschaftlicher Wirklichkeit versteht. Im Mittelpunkt stehen Prozesse um Zugehörigkeit, Anerkennung und Teilhabe in der Gesellschaft. Damit richtet sich der Blick weniger auf „Migrantinnen und Migranten“ als vermeintliche Sondergruppe, sondern vielmehr auf gesellschaftliche Konflikte und Transformationsprozesse insgesamt.
Diese Perspektive eröffnet zugleich neue Zugänge für die Rechtsextremismusforschung. Denn mit der zunehmenden Sichtbarkeit rechtsextremer und Interner Link: ultranationalistischer Akteure wie etwa der Grauen Wölfe wird deutlich, dass diese Ideologien längst Teil der postmigrantischen Gesellschaft sind. Ihre Mobilisierung erfolgt dabei häufig über transnationale Diasporaräume. Benedict Anderson (1992) beschreibt dieses Phänomen als „Long-Distance Nationalism“ beziehungsweise „Diaspora-Nationalismus“: Nationale Identitäten und politische Konflikte werden demnach über Staatsgrenzen hinweg aufrechterhalten, emotionalisiert und innerhalb der Diaspora-Gemeinschaften weiterverbreitet. Ein prägnantes Beispiel hierfür sind die Mobilisierungen in Deutschland nach dem gescheiterten Militärputsch in der Türkei im Juli 2016 sowie im Zuge des Verfassungsreferendums 2017 und späterer Parlamentswahlen (2023). Die politischen Konflikte der Türkei wurden über Demonstrationen, nationalistische Diasporaorganisationen, transnationale Netzwerke und digitale Kommunikationsräume in den deutschen Migrationskontext übertragen. Dies zeigte sich unter anderem in Kampagnen gegen Regimekritikerinnen und -kritiker – etwa Interner Link: kurdische und Interner Link: alevitische Menschen oder Anhängerinnen und Anhänger der Gülen-Bewegung – sowie in einer zunehmenden Polarisierung zwischen der Anhänger- und Gegnerschaft der türkischen Regierung innerhalb der Diaspora. Gleichzeitig orientieren sich auch Interner Link: rechtsextreme Akteure der sogenannten Mehrheitsgesellschaft zunehmend global und knüpfen ideologische sowie strategische Verbindungen zu autoritären Bewegungen in anderen Ländern. So beziehen sich Teile der extremen Rechten in Deutschland etwa auf den US-amerikanischen „Alt-Right“-Diskurs, pflegen Kontakte zu rechtsextremen Netzwerken in Europa oder teilen verschwörerische Narrative des „Großen Austauschs“, die über transnationale digitale Kommunikationsräume verbreitet werden. Vor diesem Hintergrund erscheint es wichtig, von verschiedenen Rechtsextremismen zu sprechen, die sich aus unterschiedlichen historischen, politischen, nationalen oder religiösen Kontexten speisen, zugleich jedoch zentrale ideologische Gemeinsamkeiten aufweisen.
Ungleichwertigkeitsideologie als gemeinsames Dach
Zu diesen vergleichbaren Grundmustern gehören unter anderem folgende: Sie konstruieren homogene Gemeinschaften, unterscheiden zwischen einem vermeintlich legitimen „Wir“ und einem abgewerteten „Sie“, propagieren ethnische oder kulturelle Überlegenheitsvorstellungen und stellen pluralistische Gesellschaftsentwürfe grundsätzlich infrage. Rassismus, Antisemitismus, autoritäre Ordnungsvorstellungen und Verschwörungsnarrative bilden dabei häufig wiederkehrende ideologische Bezugspunkte.
Diese Gemeinsamkeiten lassen sich unter dem Konzept der Ungleichwertigkeitsideologien fassen. Es beschreibt ideologische Ordnungsvorstellungen, die Menschen aufgrund zugeschriebener Merkmale – etwa kultureller Herkunft, Religion, Nationalität, Geschlecht oder sexueller Orientierung – hierarchisieren und daraus ungleiche Rechte sowie gesellschaftliche Vorrangansprüche ableiten. Ungleichwertigkeitsideologien legitimieren demnach soziale Hierarchien und bilden den gemeinsamen ideologischen Kern dieser ganz unterschiedlichen Abwertungsformen.
Zur Beschreibung dieser Phänomene wird in der deutschsprachigen Forschung häufig auf das Konzept der Interner Link: Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit zurückgegriffen. Es verweist auf die Gleichzeitigkeit verschiedener Vorurteils- und Diskriminierungsformen wie Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Sozialdarwinismus oder Homophobie. Aus gesellschaftstheoretischer Perspektive erscheint jedoch der Begriff der Ungleichwertigkeitsideologien anschlussfähiger, da er den Fokus weniger auf individuelle Einstellungen als auf ideologische Ordnungsvorstellungen sowie deren strukturelle Einbettung in Macht-, Herrschafts- und Ausgrenzungsverhältnisse richtet.
Diese Perspektive ermöglicht es, unterschiedliche Erscheinungsformen des Rechtsextremismus in der postmigrantischen Gesellschaft vergleichend zu analysieren, ohne ihre historischen Besonderheiten auszublenden.
Rechtsextreme Mobilisierungen in migrantisierten Communitys
Rechtsextreme Mobilisierungen in migrantisierten Communitys unterscheiden sich zwar in ihren historischen und politischen Kontexten, ihrer politischen Orientierung und ihrer organisatorischen Handlungsebene, folgen jedoch einer vergleichbaren ideologischen Grundstruktur: Sie konstruieren ethnisch oder religiös homogene Gemeinschaften und verbinden diese mit autoritären Gesellschaftsbildern. Nationale, ethnische oder religiöse Identität erscheint dabei nicht als offene politische Zugehörigkeit, sondern als definierte Schicksalsgemeinschaft, deren vermeintliche Reinheit gegen äußere und innere Feinde verteidigt werden müsse.
Graue Wölfe
Besonders deutlich zeigt sich dies am Beispiel der türkischen Ülkücü-Bewegung (Graue Wölfe), die zu einer der größten rechtsextremen Organisationen in Deutschland zählt. Ihre ideologische Grundlage bilden der Panturkismus und TuranismusPanturkismus und Turanismus , die von einer historischen und kulturellen Überlegenheit der türkischen Nation ausgehen. Langfristig propagieren sie die Vereinigung aller Turkvölker in einem großtürkischen Reich. Ethnischer Nationalismus vereint sich dabei mit autoritären Ordnungsvorstellungen, Antisemitismus sowie Feindbildern gegenüber Kurdinnen und Kurden, Armenierinnen und Armenier, Alevitinnen und Aleviten oder politischen Oppositionellen. Seit den 1970er-Jahren hat sich die Ülkücü-Bewegung organisatorisch in Deutschland etabliert und mobilisiert heute insbesondere über Vereine, Jugendmilieus sowie soziale Medien, Musik-, Fußball- und Kampfsportmilieus junge Menschen mit transnationalen Angeboten.
Ustaša-Bewegung
Vergleichbare Mobilisierungsformen finden sich auch in anderen migrantisierten Milieus. In Teilen der kroatischen Diaspora knüpfen einzelne Organisationen und Netzwerke an die Ideologie der historischen Ustaša-Bewegung. Sie verherrlichen den faschistischen „Unabhängigen Staat Kroatien“ . Der „Unabhängige Staat Kroatien“ war während des Zweiten Weltkriegs ein Satellitenstaat, der mit Unterstützung der Diktatoren Adolf Hitler und Benito Mussolini errichtet wurde. Regiert wurde der Staat durch die als faschistisch einzuordnende Ustaša-Bewegung und bestand zwischen 1941-1945. Durch das Terrorregime wurden über 500.000 Menschen ermordet. Die Gewalt richtete sich insbesondere gegen Serbinnen und Serben, Jüdinnen und Juden und Roma und Romnja.
Tschetnik-Bewegung
Im serbisch-nationalistischen Spektrum beziehen sich einzelne Gruppierungen auf die Tschetnik-Tradition sowie auf nationalistische Deutungen des Jugoslawienkriegs. Tschetniks (serb. Četnici) bezeichneten ursprünglich serbische Kämpferverbände. Im Zweiten Weltkrieg stand der Begriff vor allem für monarchistisch-serbisch-nationalistische Milizen unter Dragoljub (Draža) Mihailović, die teilweise an Gewaltverbrechen beteiligt waren. Die Tschetnik-Ideologie dient bis heute einzelnen serbisch-nationalistischen Gruppen als historischer Bezugspunkt (vgl. Sundhaussen, Holm: Geschichte Serbiens. 19.–21. Jahrhundert. Wien). Historische Opfermythen, ethnonationale Erinnerungspolitik und die Heroisierung militärischer Führungsfiguren (insbesondere aus dem zweiten Weltkrieg) wirken dabei bis heute identitätsstiftend und werden über transnationale Diasporanetzwerke weitergetragen.
Russischer Nationalismus
Eine weitere Entwicklung betrifft einen Teil der Russlanddeutschen sowie des prorussischen Milieus. Insbesondere seit dem Interner Link: russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine haben Interner Link: autoritäre und nationalistische Mobilisierungen deutlich an Sichtbarkeit gewonnen und zugenommen. Orthodox-religiöse Bezüge, konservative Familienbilder, antiwestliche Weltbilder und Verschwörungserzählungen verbinden sich dabei mit gezielten Desinformationskampagnen über russischsprachige Medien, Telegram-Kanäle und soziale Netzwerke. Auch innerhalb von Teilen der russlanddeutschen Community lassen sich transnationale rechtsextreme Mobilisierungsdynamiken beobachten. Insbesondere seit dem sogenannten Interner Link: „Fall Lisa“ 2016 und im Kontext der Fluchtmigration sowie des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine fanden rechtspopulistische und rechtsextreme Narrative – nicht zuletzt durch russischsprachige Medien und gezielte Ansprache der AfD – in Teilen der Community verstärkt Resonanz.
Iranische autoritäre Strömungen
Ähnliche Dynamiken lassen sich gegenwärtig auch in Teilen der Interner Link: iranischen Diaspora beobachten. Insbesondere im Zusammenhang mit den Interner Link: Protesten gegen die Islamische Republik Iran sowie verstärkt seit der militärischen Eskalation zwischen USA und Israel mit Iran im Jahr 2025 treten einzelne monarchistische Netzwerke und Schah-Anhängerinnen und -anhänger in Deutschland und anderen europäischen Ländern öffentlich stärker in Erscheinung.
Zwölf-Tage-Krieg / Israelisch-iranischer Krieg im Juni 2025
Am 13. Juni 2025 begannen Angriffe Israels auf Iran. Ziele waren Anlagen des Interner Link: iranischen Atom- und Raketenprogramms. Auch hochrangige Militärs und Kernphysiker wurden getötet. Iran reagierte mit Raketenangriffen auf Ziele in Israel. In der Nacht auf den 22. Juni griffen die USA in den Krieg ein. Dabei setzten sie auch bunkerbrechende Bomben ein, um zum Beispiel die unterirdische Atomanlage von Fordo zu zerstören. Am 24. Juni kündigten die USA eine Waffenruhe an, die ab dem 25. Juni in Kraft trat. Das Ausmaß der Schäden am iranischen Atomprogramm ist bis heute nicht geklärt.
Stand: 27. Januar 2026
Teile dieser exilpolitischen Strömungen verbinden monarchistische Positionen mit autoritären, rechtsnationalistischen und antipluralistischen Vorstellungen sowie einer ausgeprägten Feindbildorientierung gegenüber politischen Gegnerinnen und Gegnern. Auch hier zeigt sich, dass transnationale Konflikte und politische Entwicklungen in den Herkunftsländern auch zu autoritären Mobilisierungen innerhalb der Diaspora führen können.
Religiöser Extremismus
Daneben lassen sich insbesondere in Teilen arabischer, türkischer, palästinensischer, tschetschenischer und albanischer Communitys unterschiedliche Formen religiös begründeten Extremismus beobachten, deren Übergänge zu ultranationalistischen Diskursen häufig fließend verlaufen. Zwar unterscheiden sich islamistische Bewegungen hinsichtlich ihrer ideologischen Begründung von ethnisch-nationalistischen Organisationen, dennoch bestehen erhebliche Überschneidungen. Hierzu zählen autoritäre Gesellschaftsvorstellungen, Antisemitismus, Antifeminismus, Homophobie sowie scharfe Freund-Feind-Konstruktionen. Hinzu treten häufig kollektive Opfererzählungen, die die eigene Gruppe als existenziell bedroht inszenieren, sowie Deutungsmuster eines vermeintlichen „Kampfes der Kulturen“, in denen gesellschaftliche Konflikte als unvereinbarer Gegensatz zwischen kulturellen oder religiösen Gemeinschaften interpretiert werden. Religion fungiert dabei häufig als identitätsstiftender Raum, der sich mit ethnischen oder nationalen Zugehörigkeitsvorstellungen verbindet und insbesondere im Kontext internationaler Krisen und Konflikte zusätzliche Mobilisierungskraft entfalten kann.
Mobilisierung
Trotz ihrer unterschiedlichen historischen Entstehung weisen die beschriebenen Organisationen und Milieus vergleichbare Mobilisierungsmuster auf. Sie schaffen emotionale Gemeinschaftsangebote, die insbesondere Jugendlichen Zugehörigkeit, Orientierung und Anerkennung vermitteln. Außerdem nutzen sie soziale Medien wie TikTok, Instagram oder YouTube zur Verbreitung nationalistischer und religiöser Narrative und agieren zunehmend in transnationalen Netzwerken. Gerade diese grenzüberschreitende Vernetzung gewinnt an Bedeutung: Rechtsextreme und ultranationalistische Akteure übernehmen europaweit Kommunikationsstrategien, verbreiten gemeinsame Feindbilder und greifen auf ähnliche Deutungsmuster zurück. Unabhängig von ihrem jeweiligen politischen oder nationalen Kontext konstruieren sie eine bedrohte Eigengruppe, stilisieren gesellschaftliche Vielfalt zur Gefahr und propagieren autoritäre Ordnungsvorstellungen als Antwort auf gesellschaftliche Krisen. Dadurch entstehen ideologische Anschlussstellen, die unterschiedliche Erscheinungsformen des Rechtsextremismus in der postmigrantischen Gesellschaft miteinander verbinden.
Unterschiedliche Erscheinungsformen vs. gemeinsame ideologische Muster
Trotz der verschiedenen Erscheinungsformen des Rechtsextremismus in ihren historischen, politischen und nationalen Bezügen zeigen sich deutliche Überschneidungen:
Trotz dieser unterschiedlichen historischen Bezüge folgen ihre Feindbildkonstruktionen letztlich derselben Logik von Grenzziehung und Hierarchisierung. Dies zeigt sich auch in punktuellen Überschneidungen ihrer Mobilisierung: So fanden sich in den vergangenen Jahren ähnliche Positionierungen gegen geschlechtliche und sexuelle Vielfalt, gegen Gleichstellungspolitiken oder im Rahmen sogenannter Anti-Gender oder Anti-Islam-Kampagnen. Vereinzelt traten entsprechende Akteursgruppen auch auf denselben Demonstrationen oder in gemeinsamen Protestkontexten in Erscheinung, ohne dass daraus stabile organisatorische Bündnisse entstanden.
Fazit: Herausforderungen für die politische Bildung
Die gegenwärtigen Entwicklungen zeigen, dass Rechtsextremismus weder ausschließlich als Phänomen der Mehrheitsgesellschaft noch als externalisierbares Problem migrantisierter Communitys verstanden werden kann. Unterschiedliche Rechtsextremismen können in einer postmigrantischen Gesellschaft aufeinandertreffen, aber auch im Kontext gesellschaftlicher Dynamiken erst entstehen – gleichwohl beruhen sie stets auf vergleichbaren Ideologien der Ungleichwertigkeit. Rechtsextremismus ist damit kein ethnisches, sondern ein gesamtgesellschaftliches Phänomen.
Für die politische Bildung und Präventionsarbeit ergeben sich daraus weitreichende Konsequenzen. Die bislang weitgehend getrennte Bearbeitung von Rechtsextremismus, Ultranationalismus oder religiösem Extremismus wird den gegenwärtigen Entwicklungen immer weniger gerecht. Erforderlich ist vielmehr eine Perspektive, die die gemeinsamen ideologischen Mechanismen unterschiedlicher Ungleichwertigkeitsideologien sowie ihre wechselseitigen Verstärkungen kritisch in Blick nimmt. Prävention sollte deshalb weniger entlang ethnischer oder religiöser Kategorien betrachtet werden, sondern konsequent an demokratischen Grundwerten, Menschenrechten und gesellschaftlicher Gleichwertigkeit ansetzen.
Damit verändert sich auch der Anspruch an politische Bildung. In der postmigrantischen Gesellschaft besteht die zentrale Herausforderung darin, unterschiedliche Rechtsextremismen nicht getrennt voneinander zu betrachten, sondern deren gemeinsame Ideologien zu erkennen. Demokratiebildung sollte Räume schaffen, in denen Zugehörigkeit, Gleichwertigkeit, Anerkennung und demokratische Teilhabe gemeinsam gedacht sowie demokratische Konfliktbearbeitung und menschenrechtsorientierte Auseinandersetzungen erlernt und praktiziert werden können. Erst ein solcher Blick eröffnet die Möglichkeit, den unterschiedlichen Erscheinungsformen des Rechtsextremismus wirksam zu begegnen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Gesellschaft der Vielen nachhaltig zu stärken.