2Ausgebombt - eine Zeitreise ins zerstörte Berlin

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Die Bildmontage zeigt die Ritterstraße im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, Ortsteil Kreuzberg.
Seit 1845 gibt es die Ritterstraße in Kreuzberg, die zuvor Neue Junkerstraße hieß. Weil die Lage zwischen Anhalter- und Görlitzer Bahnhof verkehrsgünstig war, siedelte sich in der Gegend viel Gewerbe an, was zu einem erhöhten Transportaufkommen mit Pferdekutschen führte. Deshalb hieß das Gebiet rund um die Ritterstraße im Volksmund auch „Rollkutscherviertel“. In der Hochphase der Gewerbetätigkeit soll es hier etwa 1.391 Fabrikanten mit 1.344 Vertretungen ausländischer Firmen gegeben haben. Die Ritterstraße war das zentrale Exportviertel Berlins und wurde „Goldene Meile“ genannt. Hinter den Wohngebäuden entstanden zahlreiche Gewerbehöfe. Diese Kombination aus Produktionsstätten und Wohnraum wurde später „Kreuzberger Mischung“ genannt. Die meisten Gebäudekomplexe in der Ritterstraße wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört, manche auch später abgerissen. 
Heute erinnern noch der Ritterhof und das Pelikan-Haus an die frühere Bedeutung der Ritterstraße. Seit den 1950er Jahren wurde geplant, durch das Gebiet eine Stadtautobahn („City-Band“) zu bauen, was jedoch nicht realisiert wurde. Neue Impulse zur Stadtentwicklung entwickelten sich mit der Internationalen Bauausstellung (IBA) 1984-1987.

Ritterstraße, Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, Ortsteil Kreuzberg:

Seit 1845 gibt es die Ritterstraße in Kreuzberg, die zuvor Neue Junkerstraße hieß. Weil die Lage zwischen Anhalter- und Görlitzer Bahnhof verkehrsgünstig war, siedelte sich in der Gegend viel Gewerbe an, was zu einem erhöhten Transportaufkommen mit Pferdekutschen führte. Deshalb hieß das Gebiet rund um die Ritterstraße im Volksmund auch „Rollkutscherviertel“. In der Hochphase der Gewerbetätigkeit soll es hier etwa 1.391 Fabrikanten mit 1.344 Vertretungen ausländischer Firmen gegeben haben. Die Ritterstraße war das zentrale Exportviertel Berlins und wurde „Goldene Meile“ genannt. Hinter den Wohngebäuden entstanden zahlreiche Gewerbehöfe. Diese Kombination aus Produktionsstätten und Wohnraum wurde später „Kreuzberger Mischung“ genannt. Die meisten Gebäudekomplexe in der Ritterstraße wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört, manche auch später abgerissen.

Heute erinnern noch der Ritterhof und das Pelikan-Haus an die frühere Bedeutung der Ritterstraße. Seit den 1950er Jahren wurde geplant, durch das Gebiet eine Stadtautobahn („City-Band“) zu bauen, was jedoch nicht realisiert wurde. Neue Impulse zur Stadtentwicklung entwickelten sich mit der Internationalen Bauausstellung (IBA) 1984-1987. (© Landesarchiv Berlin/Alexander Kupsch inklusive Montage)