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Kaum Posten für den Osten

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 42 Analysen & Essays. Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Sieben Monate Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 30 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. 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Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? 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Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Drei Gedanken über Werner Schulz 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Der Weg zum 9. 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Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? 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Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? Schwierigkeiten mit der Wahrheit Personelle Kontinuitäten in Brandenburg seit 1989 "Geschlossene Gesellschaft" Kulturelite im Blick der Stasi Experten für gesamtdeutsche Fragen – der Königsteiner Kreis Friedrich II. – Friedrich der Große Literaturjournal Deutsch-deutscher Literaturaustausch (8+9/2012) Eine gesamtdeutsche Reihe? Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? Literaturjournal Politische Bildung (6/2012) Antikommunismus zwischen Wissenschaft und politischer Bildung Subjektorientierte historische Bildung Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft "Hallo?! – Hier kommt die DDR" Vergangenheit verstehen, Demokratiebewusstsein stärken Keine einfachen Wahrheiten Literaturjournal Sport (5/2012) Sportnation Bundesrepublik Deutschland? Marginalisierung der Sportgeschichte? Dopingskandale in der alten Bundesrepublik Hooliganismus in der DDR "Erfolge unserer Sportler – Erfolge der DDR" Literaturjournal Nachkrieg (4/2012) Jüdischer Humor in Deutschland Die SED und die Juden 1985–1990 "Braun" und "Rot" – Akteur in zwei deutschen Welten Kriegsverbrecherverfolgung in SBZ und früher DDR Die "Hungerdemonstration" in Olbernhau Eklat beim Ersten Deutschen Schriftstellerkongress Workuta – die "zweite Universität" Dokumentation: Die Rehabilitierung der Emmy Goldacker Kaliningrader Identitäten "Osten sind immer die Anderen!" Freiheit und Sicherheit Literaturjournal Wirtschaft und Soziales (3/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Zeitgeschichte im Film (2/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Nonkonformität und Widerstand (1/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Deutsch-deutsches (11+12/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Öffentlicher Umgang mit Geschichte (10/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 21 Jahre Deutsche Einheit (9/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wissenschaft (8/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau - Teil 2 (7/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau (6/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Kultur (5/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Innere Sicherheit (4/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wirtschaftsgeschichte (3/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Ost-West-Beziehungen (2/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Medien (1/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Über das Deutschland Archiv Redaktion Nach den Unruhen in Kasachstan: Wendepunkt oder Weiter so?

Kaum Posten für den Osten Das Ausmaß und mögliche Ursachen der Unterrepräsentanz von Ostdeutschen auf Führungspositionen in Ostdeutschland

Holger Lengfeld

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Mit der deutschen Einheit kam es in Ostdeutschland zu einem Austausch der Eliten. Führungspositionen unterschiedlichster Bereiche wurden oftmals mit Westdeutschen besetzt, weil sie sich besser mit West-Institutionen und Gesetzen auskannten. Doch auch 30 Jahre später sind Ostdeutsche deutlich seltener in Spitzenpositionen in Ostdeutschland zu finden. Der Beitrag beschäftigt sich mit unterschiedlichen Studien dazu und fragt nach möglichen Ursachen.

Führungspositionen in Ostdeutschland werden auch gut 30 Jahre nach der Wiedervereinigung seltener von Ost- als Westdeutschen bekleidet. (© picture-alliance/dpa, dpa-Zentralbild)

30 Jahre nach der Wiedervereinigung wird in Politik und Öffentlichkeit darüber debattiert, inwiefern die im Grundgesetz verankerte Verpflichtung zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse in allen Landesteilen auch in Ostdeutschland erreicht wurde. Diese Frage hat eine materielle und eine wertbezogene Dimension. In der materiellen Dimension geht es um wirtschaftliche Fragen wie um das Ausmaß von Beschäftigung und Produktivität, um Löhne und Renten, aber auch um Straßenbau, Gesundheitsversorgung, Bildungsmöglichkeiten und Freizeitgestaltung. Vergleiche ergeben, dass sich das Niveau des Lebensstandards in den ostdeutschen Bundesländern dem der westdeutschen Länder annähert, aber in vielerlei Hinsicht immer noch geringer ist.

In der wertbezogenen Dimension geht es gegenwärtig um das Empfinden vieler Ostdeutscher, nicht als Bürger mit gleichen Rechten voll anerkannt und damit in der Gesamtgesellschaft nicht angekommen zu sein. Neuere Publikationen aus der Sozialwissenschaft, aber auch aus der Politik deuten darauf hin, dass die Wahrnehmung fehlender Anerkennung der spezifischen Lebensleistung eine Protesthaltung befördert, die sich in einem höheren Anteil von Stimmen für die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) niederschlagen könnte. Beides, materielle Ungleichheiten und das Gefühl der fehlenden Anerkennung, könnten dazu führen, dass Menschen in Ostdeutschland zunehmend die Wahrnehmung entwickeln, dauerhaft eine eigene Bevölkerungsgruppe innerhalb des Landes zu bilden. Deren Interessen seien dann gegen die von Westdeutschen durchzusetzen. Zuletzt hat der Berliner Soziologe Steffen Mau von Ostdeutschland als einer „frakturierten“ Gesellschaft gesprochen und ein Bild aus der Medizin bemüht: Ostdeutschland durchziehen zahlreiche Brüche, die seit der Wende entstanden seien und die schlecht verheilten. Seine Diagnose: „Eine frakturierte Gesellschaft ist anfälliger für Stimmungen, die aus dem Gefühl des Zu-kurz-Kommens entspringen, aus der Entwertung des eigenen Lebensmodells, aus kulturellen Irritationen, ökonomischer Prekarisierung und den Zumutungen zunehmender Flexibilisierung“. Und er schlussfolgert, dass Ostdeutschland für lange Zeit eine Teilgesellschaft mit eigener, auf kollektiven Verletzungen beruhender Identität bleiben werde.

Zwar gibt es keine eindeutigen Belege der empirischen Forschung für diesen Umstand. Dass dies jedoch passieren könnte, darauf deutet eine Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach aus dem Jahr 2019 hin. Ihr zufolge sehen sich 47 Prozent der Bürger in Ostdeutschland ausschließlich als Ostdeutsche, während sich nur 44 Prozent als Angehörige der gesamten Nation fühlen. Unter Westdeutschen dominiert dagegen die gesamtdeutsche Identität. Vor allem ostdeutsche AfD-Anhänger seien in hohem Maße vom ostdeutschen Identitätsgefühl geprägt. In diesem Beitrag beschäftige ich mich mit der Frage, wie groß der Anteil der Ostdeutschen an Machtpositionen innerhalb des Territoriums der ostdeutschen Bundesländer (ohne Berlin) ist und welche Gründe ein möglicherweise ungleicher Zugang zur Macht haben kann. Teilhabe an Macht ist eine zentrale Dimension der materiellen Lebenschancen. Wer Entscheidungen über andere treffen kann, hat in der Regel ein höheres gesellschaftliches Ansehen und ist zufriedener mit seinem Leben, und er identifiziert sich stärker mit dem sozialen Raum, über dessen Ausgestaltung er mitentscheidet. Zugleich schafft Repräsentation die Möglichkeit der positiven Identifikation mit dem Gemeinwesen. Ostdeutsche, die Führungspositionen innehaben, sind zugleich Vorbilder für Angehörige jener, die sich als Ostdeutsche fühlen. Sie signalisieren, dass die Gesellschaft offen ist und es jede/r bis ganz nach oben schaffen kann. Fehlt diese Repräsentation, so kann es zu den gesellschaftlichen Frakturen und sozialen Verletzungen kommen, die Steffen Mau beschrieben hat. Die Frage ist daher: Nehmen Ostdeutsche 30 Jahre nach der Wiedervereinigung in gleichem Anteil Top-Führungspositionen in Politik, Justiz, Wirtschaft, Wissenschaft und anderen Bereichen des öffentlichen Lebens in den fünf ostdeutschen Bundesländern ein, so wie es ihrer Bevölkerungszahl entspricht? Und wenn dies nicht so ist: Worin liegen die Ursachen der Unterrepräsentanz? Hier unterscheide ich zwei Ursachenbündel, Diskriminierung einerseits und sozialstrukturelle Effekte anderseits. Ich beschränke mich bewusst auf das Territorium der ostdeutschen Bundesländer, frage also in der Regel nicht nach der Repräsentanz von Ostdeutschen auf Spitzenpositionen in Gesamt- oder Westdeutschland.

Das Ausmaß der Repräsentanz von Ostdeutschen in Spitzenpositionen

Wie groß das Ausmaß der Repräsentanz von Ostdeutschen auf Führungspositionen ist, wissen wir nicht genau. Dies hat mehrere Gründe. Zum einen sind einschlägige empirische Studien rar, insbesondere aus jüngerer Zeit. Dies mag daran liegen, dass sich die Sozialwissenschaften seit den 2000er Jahren von der sogenannten Transformationsforschung abgewandt haben, also der Analyse der Anpassung eines neuen Institutionensystems auf dem Territorium der früheren DDR. Es liegen daher wenige Studien aus den 1990er Jahren und dann erst wieder für Mitte der 2000er Jahre vor.

Der andere Grund ist, dass die Ergebnisse zwischen den Studien variieren, je nachdem, wie man genau Führungsposition definiert und welche gesellschaftlichen Bereiche man untersucht. Schließlich variiert auch die Definition des Kriteriums der Zugehörigkeit, also die Art, wer als ostdeutsch gilt. Werden dazu nur Menschen gezählt, die in der DDR geboren wurden und ihre Jugend dort verbracht haben, gehören dazu auch Personen, die nach 1990 in den neuen Bundesländern geboren wurden, deren Eltern aber DDR-Bürger waren, oder sogar Personen, die in der DDR geboren wurden, aber einen Teil ihrer Lebenszeit in Westdeutschland verbracht haben und später nach Ostdeutschland zurückgekehrt sind? Weil von dieser Definition abhängt, wie groß der Anteil der Personen ist, der in den Studien als Ostdeutsche identifiziert wird, variiert damit auch ihr Größenanteil.

Die älteste, aber umfassendste Studie ist die „Potsdamer Elitestudie“ aus dem Jahr 1995. Darin wurde eine Gesamterhebung von Top-Führungspositionen für Gesamtdeutschland durchgeführt. Es wurden 14 gesellschaftliche Sektoren mit mehr als 4.500 Spitzenpositionen identifiziert. Auf Basis von über 2.000 Interviews haben die Forscher unter anderem die ost- und westdeutsche Herkunft ermittelt. Es zeigte sich, dass die Ostdeutschen, die zum Befragungszeitpunkt rund 20 Prozent Bevölkerungsanteil hatten, in der Politik mit einem Drittel der Amtsträger sehr stark vertreten waren, gefolgt vom Kulturbereich, den Gewerkschaften und den Medien. Unter den 249 Leitungspositionen der größten Unternehmen in Deutschland war dagegen nur eine Person mit ostdeutscher Herkunft. Insgesamt lag der Anteil der Ostdeutschen an den Führungspositionen für Gesamtdeutschland bei 11,6 Prozent und innerhalb der neuen Bundesländer bei rund 60 Prozent. Er war damit geringer als es dem Bevölkerungsanteil der Ostdeutschen entsprach, jedoch größer, als man es aufgrund des Problems des Kompetenztransfers im Systemübergang vom Staatssozialismus zur Marktwirtschaft erwarten konnte.

Auch wenn mit Kanzlerin Angela Merkel und dem damaligen Bundespräsident Joachim Gauck zeitweise sogar zwei Ostdeutsche an der Spitze des Staates standen, hatte dies offensichtlich keine Vorbildwirkung für die Besetzung von Führungspositionen mit Ostdeutschen. (© dpa, dpa)

In den Jahren 2004 und 2016 wurden zwei weitere Studien durchgeführt, diesmal aber nur auf dem Gebiet Ostdeutschlands. Im Jahr 2004 hat der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) für sein Magazin „Umschau“ eine Erhebung des Anteils der in Ostdeutschland geborenen und dort sozialisierten obersten Führungskräfte durchgeführt. 2016 haben Michael Bluhm und Olaf Jacobs diese Studie in ihrer Leipziger Elitenstudie wiederholt. In beiden Studien wurden die Inhaber der Führungspositionen in folgenden Sektoren bestimmt: Politik (Landesregierungen), Großunternehmen (Vorstände), Wissenschaft (u. a. Rektoren), Medien (Chefredakteure), Justiz (Richter der obersten Gerichte der Arbeits-, Sozial-, Verwaltungs-, Finanz- und Verfassungsgerichtsbarkeit) und Bundeswehr (Generäle). Da beide Studien das gleiche Untersuchungsdesign aufweisen, lassen sich die Ergebnisse direkt über die Zeit vergleichen. Die Leipziger Studie zeigte, dass der gemessene Anteil Ostdeutscher deutlich geringer war als in der „Potsdamer Elitestudie“: „Von den insgesamt betrachteten 1.099 Eliteangehörigen konnte für 249 Personen eine ostdeutsche Herkunft ermittelt werden – ein Anteil von knapp 23 Prozent“, bei etwa 87 Prozent Bevölkerungsanteil in Ostdeutschland. Höhere Anteile waren für die Politik (70 Prozent) und die Regionalzeitungen (62 Prozent) festzustellen. Besonders gering waren Ostdeutsche beim Militär (Generäle; 1 Prozent), den Leitungen der obersten Gerichte (Vorsitzende Richter, Präsidenten, Vizepräsidenten: knapp 6 Prozent) und unter Hochschulrektoren (14 Prozent) vertreten.

Der Vergleich mit den Daten der MDR-Studie von 2004 zeigt erstaunlicherweise, dass es innerhalb von elf Jahren kaum Veränderungen gegeben hat. Die Autoren haben lediglich ein sehr langsames Nachrücken auf sehr niedrigem Niveau festgestellt. Das gilt besonders in jenen Bereichen, in denen Posten eher langfristig und stark nach fachlicher Qualifikation vergeben werden oder wo das periodische Ausscheiden von Führungskräften die Bedingung dafür ist, dass eine Person aus Ostdeutschland die Chance hat, nachrücken zu können. Die relativ größten Zuwächse hat es in den Medien (etwa bei den Rundfunkanstalten: 2004: 17 Prozent, 2015/16: 27 Prozent) und bei den Vorständen der 100 größten Unternehmen (2004: 20 Prozent, 2015/16: 25 Prozent) gegeben. In den Top-Positionen der Politik und in der Wissenschaft waren sogar weniger Ostdeutsche zu finden als noch 2004. Die vorliegenden Studien weisen in der Summe darauf hin, dass der Anteil der Personen, die in der DDR geboren, dort aufgewachsen und anschließend in den ostdeutschen Bundesländern lebten, zu jedem Zeitpunkt insgesamt geringer war als es ihrem Bevölkerungsanteil entsprochen hätte. Zudem scheint es im Zeitverlauf zwischen den frühen 1990er Jahren und Mitte der 2000er Jahre sogar zu einem Rückgang gekommen zu sein - jedenfalls dann, wenn die unterschiedlichen Ergebnisse nicht maßgeblich durch methodische Unterschiede zwischen der „Potsdamer Elitestudie“ 1995 und der MDR-Studie (für die keine Methodenbeschreibung und auch kein Originalbericht verfügbar ist) verursacht werden. Die Befunde deuten zudem an, dass es zwischen 2004 und 2015 nur zu einem sehr langsamen Anstieg des Anteils Ostdeutscher gekommen ist, der zudem zwischen den Sektoren sehr unterschiedlich ausfällt und gelegentlich auch rückläufig ist. Allerdings haben wir in der Forschung zu wenige Studien und zu wenig Befragungszeitpunkte, um robuste Aussagen über einen klaren Trend treffen zu können. Zudem muss man in Rechnung stellen, dass die erwähnten Studien ausschließlich Top-Führungspositionen in Spitzenorganisationen untersucht haben. Es ist zu vermuten, dass auf der darunter liegenden der Ebene der Organisationen, etwa den Amtsgerichten, den Bürgermeisterpositionen in den Städten, oder auf der zweiten Ebene der Führungskräfte (z. B. Ressortleitende Redakteure in den Medien) der Anteil Ostdeutscher deutlich höher liegt. Darauf weisen Befunde einer Studie aus Mitte der 2000er Jahre hin. In Umfragen unter Betriebsleitungen von klein-und mittelständischen Unternehmen ergab sich, dass 77 Prozent der ostdeutschen Unternehmensleiter bereits vor 1989 Spitzenpositionen innehatten. Insgesamt waren 37 Prozent der befragten Führungskräfte in Ostdeutschland aufgewachsen.

Mögliche Ursachen für die Unterrepräsentanz von Ostdeutschen

Warum gibt es so wenig ostdeutsche Führungskräfte in den neuen Ländern? Die Antwort, die die bisherige Forschung geben kann, ist dünn. Empirische Studien zu den Ursachen fehlen weitgehend. Deshalb konzentriere ich mich auf einige begründbare Vermutungen. Diese liefern keine abschießenden Belege, sondern haben den Stellenwert von Thesen, die von empirischen Studien geprüft werden müssten. Die erste und oftmals naheliegende These ist die Diskriminierung bei der Auswahl von Personen auf vakante Positionen. Da in den meisten oben beschriebenen Sektoren Führungspositionen auf Arbeitsmärkten vergeben werden, kann uns die Arbeitsmarktforschung wichtige Hinweise auf die Ursachen von Diskriminierung geben. Die Sozialwissenschaftlerin Lena Hipp unterscheidet in einem Überblicksbeitrag fünf Formen der Diskriminierung: Die wohl älteste und einfachste Erklärung ist die der Diskriminierung aufgrund von Geschmack („discrimination by taste“). Arbeitgeber vermeiden die Einstellung von Personen, die sie sie nicht mögen, weil sie von ihnen z. B. in sozialer, geschlechtlicher oder ethnischer Herkunft abweichen. Sie stellen lieber Personen ein, die ihnen selbst ähneln. Statistische Diskriminierung bedeutet, dass Arbeitgeber Personen mit bestimmten Gruppenmerkmalen bevorzugen, weil sie vermuten, dass diese mit höherer (statistischer) Wahrscheinlichkeit produktiver sind als Personen mit anderen Gruppenmerkmalen. Statusbasierte Diskriminierung liegt vor, wenn Arbeitgeber annehmen, dass bestimmte soziale Gruppen anderen Gruppen im Hinblick auf ein bestimmtes Merkmal (etwa Leistungsbereitschaft oder Zuverlässigkeit) unterlegen wären, was zu gruppenbezogenen Kompetenzunterschieden führen würde. Diese Vorurteile über Kompetenzunterschiede führen dazu, dass Personen, die niederrangigen Gruppen angehören, mehr leisten müssten, um als gleichwertig zu Angehörigen von höherrangigen Gruppen angesehen zu werden. Weitere Formen sind die normative Diskriminierung (Ausgrenzung aufgrund von sozialen Wertvorstellungen) und die institutionelle Diskriminierung, wonach z. B. gesellschaftlich verankerte Wertvorstellungen bestimmten Gruppen, etwa Frauen, Rollen zuschreiben, die mit der Übernahme von höheren Positionen auf dem Arbeitsmarkt unvereinbar erscheinen.

Insbesondere die geschmacksbezogene, statistische und statusbasierte Diskriminierung könnten für einen Teil der Unterrepräsentanz von Ostdeutschen auf Führungspersonen verantwortlich sein. Dies gilt insbesondere dann, wenn die auswählenden Personen oder Gremien der Organisationen überwiegend mit Personen besetzt sind, die in der alten Bundesrepublik aufgewachsen sind. Insbesondere könnten diese Ansätze erklären, warum der Wandel in der Besetzung von Positionen mit Ostdeutschen über die Zeit so langsam vonstattengeht. Dass westdeutsche Entscheider Personen ostdeutscher Herkunft auch noch 30 Jahre nach der Wiedereinigung in einem derart massiven Umfang geringere Kompetenzen unterstellen oder sie vorurteilsbehaftet ansehen, ist allerdings nicht sehr plausibel. Deshalb ist es hilfreich, sich zusätzlich mit sozialstrukturellen Erklärungen der Unterrepräsentanz zu beschäftigen. Die wichtigste sozialstrukturelle Erklärung verweist auf die Folgen der demografischen Verläufe in den Wanderungen zwischen Ost und West, und zwar in beide Himmelsrichtungen. Den Startpunkt macht die Wiedervereinigung. Weil diese als Ausdehnung des westdeutschen Institutionensystems organisiert wurde, waren in den neuen Ländern Experten gefragt, die sich besser mit der Praxis westlicher Institutionen, Normen und Gesetzen auskennen mussten – einschließlich der ungeschriebenen kulturellen Regeln der Marktwirtschaft. In der Folge kam es in Ostdeutschland binnen kurzer Zeit zu einem enormen Austausch der Führungseliten – eben durch Westdeutsche. Zu vermuten ist, dass viele der neuen, damals zugezogenen westdeutschen Eliten auch heute noch Führungspositionen innehaben, weil sie in den frühen 1990er Jahren, bei Stellenantritt, relativ jung waren. Denn um den riesigen Bedarf zu decken, bekamen viele Westdeutsche, wenn sie in den Osten gingen, die Chance auf einen Karriereaufstieg, auf den sie im Westen noch viele Jahre hätten warten müssen. Für viele von ihnen war die Wiedervereinigung daher ein biografischer Glücksfall und ein enormer Karrierebeschleuniger. Die wenigen existierenden Studien zeigen, dass die West-Eliten, die in den 1990er Jahren nach Ostdeutschland gingen, tatsächlich deutlich jünger waren als die Ostdeutschen auf Führungspositionen. Entscheidend ist, dass sie aufgrund ihres geringeren Durchschnittsalters eine lange Verweildauer auf den Positionen hatten und teilweise noch haben.

Dazu ein fiktives Beispiel aus der Wissenschaft: Man stelle sich ein Universitätsinstitut vor, das im Jahr 1993 mit westdeutschen Wissenschaftlern besetzt wurde. Nehmen wir weiter an, dass die fünf neu berufenen Professoren bei Stellenantritt 40 Jahre alt waren. Wenn keiner von ihnen das Institut zwischenzeitlich verlassen hätte, gingen sie alle 2018 in Rente. Das bedeutet, dass die Positionen über 25 Jahre für andere Personen blockiert gewesen wären. Ostdeutsche Nachwuchswissenschaftler hätten also lange warten müssen, bis sie die Chance auf eine der begehrten Professuren bekommen hätten. Überträgt man diesen Blockadeeffekt auf die Spitzenpositionen, die von den oben genannten empirischen Studien untersucht wurden, so hat man einen Hinweis auf die strukturellen Ursachen, warum der Wandel so langsam vonstattengeht. Zwar wissen wir nicht mit Sicherheit, wie groß dieser Effekt ist. Dass es ihn gab und immer noch gibt, ist aber wahrscheinlich. Den Nachteil haben jene jüngeren Ostdeutschen, die nach 1990 ihre zumeist sehr gute akademische Ausbildung gemacht haben und bislang kaum zum Zuge gekommen sind.

Ein zweiter möglicher Erklärungsfaktor betrifft die Zahl der potenziellen ostdeutschen Kandidatinnen und Kandidaten, die für Führungspositionen in Frage kommen. Studien gehen davon aus, dass weit über zwei Millionen Menschen seit 1990 das Territorium der neuen Bundesländer verlassen haben und nach Westdeutschland übergesiedelt sind. Zuletzt wurde sogar von über 3,6 Millionen Wegzügen berichtet, denen 2,5 Millionen Zuzüge aus Westdeutschland gegenüber standen. Die Weggezogenen waren überdurchschnittlich jung, besser ausgebildet und häufiger weiblich. Aufgrund des höheren Bildungsniveaus wären einige von ihnen, statistisch gesehen, langfristig für Führungspositionen in Frage gekommen. Die Abwanderung kann also zu einer Verknappung des Pools an möglichen Führungskräften mit ostdeutscher Herkunft geführt haben. Zwar zeigen neueste Berechnungen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung, dass der Auswanderungstrend 2017 gestoppt zu sein scheint. Bei den 18 bis 29-Jährigen verliert der Osten aber nach wie vor Potenzial an den Westen.

Ähnlich ist die Lage in der Politik. Zwar lag der Ostanteil bei den Landesministern in den neuen Ländern im Jahr 2015 mit etwa 70 Prozent deutlich höher als in anderen gesellschaftlichen Bereichen. Da Regierungsmitglieder deutlich häufiger wechseln, ist hier die Chance für Ostdeutsche auch entsprechend größer. Bei den Staatssekretären, den wichtigsten politischen Beamtenpositionen, war der Ostanteil mit 46 Prozent aber deutlich niedriger. Das könnte teilweise eine Folge des fehlenden Nachwuchses sein. Weil es aber in jedem Bundesland mehr oder weniger gleich viele politische Spitzenjobs gibt, ist es möglich, dass es im Osten weniger fachlich geeignete Personen gibt, die sich für den harten Weg einer politischen Karriere entscheiden, weshalb häufiger auf Westdeutsche zurückgegriffen werden könnte.

Fazit

Der Transfer von überwiegend jungen westdeutschen Eliten nach 1990 scheint die Spitzenpositionen in Ostdeutschland über 30 Jahre lang entscheidend blockiert zu haben. Wurde in der Zwischenzeit dann doch einmal eine Stelle frei, so blieb möglicherweise durch unterschiedliche Formen der Diskriminierung die Unterrepräsentanz weiter erhalten. Ich formuliere dieses Fazit aber bewusst vorsichtig. Denn die zugrundeliegenden Prozesse sind komplex. Für Betroffene sind sie zumeist unsichtbar und auch für die Forschung schwer zu identifizieren. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass hochsensible Daten benötigt werden, die oftmals gar nicht oder nur sehr aufwändig erhoben werden können.

Diese Prozesse laufen mehrheitlich hinter dem Rücken der Öffentlichkeit ab. Sie zu identifizieren, ist Aufgabe der Wissenschaft. Es ist im Interesse des Zusammenhalts der gesamten deutschen Gesellschaft, dass das Ausmaß und die Mechanismen der Unterrepräsentanz von Ostdeutschen umfassend erforscht werden. Hierzu kann auch das „Institut für den gesellschaftlichen Zusammenhalt (IfgZ)“ beitragen, das derzeit gegründet wird. Es wird von elf universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen getragen und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Denn die sozialwissenschaftliche Forschung kann dazu beitragen, dass Integrationsprobleme in der Gesellschaft sachgerechter und nicht vorrangig emotional diskutiert werden – auch, wenn das Gefühl der Betroffenen, nicht anerkannt zu sein, verständlich ist und oft in Frustration mündet. Der sachlich-nüchterne Blick der Wissenschaft auf die Macht der sozialen Strukturen hilft zumindest zu erkennen, dass ein krasser Wandel wie der Zusammenbruch einer ganzen Gesellschaftsordnung einen längeren Schatten auf die Zukunft wirft, als man es sich gemeinhin vorstellt.

Zitierweise: "Kaum Posten für den Osten", Holger Lengfeld, in: Deutschland Archiv, 10.9.2019, Link: www.bpb.de/296773

Fussnoten

Fußnoten

  1. Der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit 2018, Berlin 2018, insbes. S. 44-56.

  2. Steffen Mau, Lütten Klein. Leben in der Transformationsgesellschaft, Berlin 2019; Petra Köpping, Integriert doch erst mal uns! Eine Streitschrift für den Osten, Berlin 2018.

  3. Mau, Lütten Klein (Anm. 2), S. 17.

  4. Renate Köcher, Deutsche Fragen – deutsche Antworten: Das ostdeutsche Identitätsgefühl, Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 24.7.2019.

  5. Mau, Lütten Klein (Anm. 2).

  6. Wilhelm Bürklin, Hilke Rebenstorf u.a., Eliten in Deutschland. Rekrutierung und Integration. Opladen 1997, darin insbes. Jörg Machatzke, Kapitel II, Die Potsdamer Elitestudie - Positionsauswahl und Ausschöpfung, S. 64-68; Eine Übersicht über die verfügbaren Studien geben Ronald Gebauer, Axel Salhelser, Lars Vogel, Bestandsaufnahme, in: Deutsche Gesellschaft (Hrsg.): Deutsche Eliten: Träume, Wirklichkeiten und Perspektiven, 2017, S. 14-33.

  7. Machatzke (Anm. 6), S. 66.

  8. Als Ostdeutscher wurde gezählt, „wer vor dem 31. Dezember 1975 in der DDR geboren wurde und dort bis 1989 oder kurz zuvor gelebt hat“; Michael Bluhm, Olaf Jacobs, Wer beherrscht den Osten? Ostdeutsche Eliten ein Vierteljahrhundert nach der deutschen Wiedervereinigung. Leipzig 2016, S. 7.

  9. Ebd.

  10. Ebd., S. 29.

  11. Bluhm, Jacobs, Wer beherrscht den Osten? (Anm. 8).

  12. Bernd Martens, East German economic elites and their companies two decades after the transformation (“Wende”): Still following the patterns of the 1990s, in: Journal of East European Management Studies 13 (2008) 4, S. 305–326, hier S. 307 und 309; Paul Windolf, Die Transformation der ostdeutschen Betriebe, in: Berliner Journal für Soziologie 6 (1996) 4, S. 467-488.

  13. Lena Hipp, Ungleichheiten und Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt, in: Aus Politik und Zeitgeschichte 9/ 2016, [http://www.bpb.de/apuz/221588/ungleichheiten-und-diskriminierung-auf-dem-arbeitsmarkt?p=all; download 1-9-2019].

  14. Wilhelm Bürklin, Die Potsdamer Elitestudie von 1995: Problemstellungen und wissenschaftliches Programm, in Bürklin, Rebenstorf, Elitestudie (Anm. 6), S. 27; Martens, Economic Elites (Anm. 11), S. 309.

  15. Mau, Lütten Klein (Anm. 2), S. 190ff.; Birgit Glorius, Go west: internal migration in Germany after reunification, in: BELGEO 3 (2010), S. 281-292; Nadia Granato, Annekatrin Niebuhr, Arbeitskräftewanderungen nach Qualifikation Verluste in Ostdeutschland gehen zurück, in: IAB Kurzbericht 7 (2009) des Instituts für Arbeitmarkt- und Berufsforschung Nürnberg.

  16. Christian Bangel u.a., Ost-West Wanderung: Die Millionen, die gingen, Zeit online, [https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-05/ost-west-wanderung-abwanderung-ostdeutschland-umzug], Abruf 31.8.2019.

  17. Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung, Bevölkerungsbilanz (je 10.000 Einwohner) in Ostdeutschland, 1990 bis 2016, [https://www.bib.bund.de/DE/Fakten/Fakt/B06-Bevoelkerungsbilanz-Ostdeutschland-ab-1990.html?nn=9991392]; Abruf 1.9.2019; ders., Go East: Erstmals mehr Umzüge von Westdeutschland in die ostdeutschen Flächenländer, Pressemitteilung v. 30.01.2019.

  18. Bluhm, Jacobs (Anm. 8), S. 10.

  19. Bundesministerium für Bildung und Forschung, „Institut für gesellschaftlichen Zusammenhalt“ startet. Pressemitteilung 093/2018, Abruf 20.8.2019, [https://www.bmbf.de/de/institut-fuer-gesellschaftlichen-zusammenhalt-startet-7044.html].

  20. Mau, Lütten Klein (Anm. 2), S. 248f.

Prof. Dr.; ist Professor für Soziologie mit dem Schwerpunkt Institutionen und Sozialer Wandel an der Universität Leipzig. Seine Arbeitsgebiete umfassen die Soziologie der Europäischen Integration, Soziale Ungleichheit, gesellschaftliche Bedingungen von Politik sowie Umfrageforschung. Zudem ist Lengfeld Research Fellow am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) und am neugegründeten Institut für den gesellschaftlichen Zusammenhalt (IfgZ) beteiligt.