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Werdegänge Drei lehrreiche DDR-Biografien: Ein Ex-Neonazi, ein Dopingopfer und ein Stasimann

Manon de Heus & Marijke van der Ploeg

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In vielen Analysen zum Stand der Deutschen Einheit wird diagnostiziert: Nach wie vor wissen wir viel zu wenig übereinander und über den Alltag hinter der Mauer, als sie noch stand. Denn für Lebenswege im Osten hat man sich im Westen kaum interessiert. Zwei niederländische Journalistinnen haben aus diesem Defizit eine Tugend gemacht und portraitieren Menschen, die in der DDR aufgewachsen, aber nicht unbedingt dort geblieben sind. Deutsch-deutsche Geschichte geschrieben haben alle Portraitierten - und jede(r) für sich engagiert sich seit dem Mauerfall auf besondere Weise.

Mauerrest in der Bernauer Straße in Berlin-Mitte 2020.

Nachfolgend drei der "Werdegänge", protokolliert von Manon de Heus und Marijke van der Ploeg 2019/2020:

    Ingo Hasselbach (Bildmitte im Hintergrund) im Sommer 1990 mit weiteren Jugendlichen aus der Berliner Neonaziszene bei einem Interview im Mauerstreifen für das damalige ZDF-Magazin "Kennzeichen D"

  • Interner Link: Ingo Hasselbach, ehemaliger Neonaziführer aus Ost-Berlin, der heute anderen Rechtsextremisten zum Ausstieg verhilft,

  • Die ehemalige Leistungssportlerin Ines Geipel lehrt seit 2001 an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" deutsche Verssprache. (© Privat)

  • Interner Link: Ines Geipel, ehemalige Leistungssportlerin , heute Hochschullehrerin und Publizistin, die in der DDR zum Doping- und Stasiopfer wurde und seitdem Dopingopfern hilft,

  • Bernd Roth als Jugendlicher (© Privat)

  • Interner Link: Bernd Roth, ein ehemaliger Stasimann aus Sachsen, der seit einigen Jahren seinen eigenen Weg der Aufarbeitung geht.

Weitere "Werdegänge" werden folgen.

Alle Portraits sind dem Band entnommen: "Das Pfand meiner Mutter - Geschichten über das Leben in der DDR", protokolliert von Manon de Heus und Marijke van der Ploeg, erschienen im Aspekt-Verlag, Soesterberg (Niederlande), 2019

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