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„Ein echtes Arbeitsparlament“

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 42 Analysen & Essays. Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Sieben Monate Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 30 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gibt "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" Föderalismus und Subsidiarität „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Drei Gedanken über Werner Schulz 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Der Weg zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2021 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur The Games at the Gate Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts Alltag und Gesellschaft Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass „DDR-Übersiedler in Afrika hochwillkommen” Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Porträts Redaktion "Ungehaltene Reden" ehemaliger Abgeordneter der DDR-Volkskammer Was sollten Wähler und Wählerinnen 2021 bedenken? 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Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Ist Antisemitismus vor allem ein ostdeutsches Problem? Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Heimat ist ein Raum aus Bytes Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Aktion, Reaktion und Gegenreaktion im „Schlüsseljahr“ 1952 Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? Schwierigkeiten mit der Wahrheit Personelle Kontinuitäten in Brandenburg seit 1989 "Geschlossene Gesellschaft" Kulturelite im Blick der Stasi Experten für gesamtdeutsche Fragen – der Königsteiner Kreis Friedrich II. – Friedrich der Große Literaturjournal Deutsch-deutscher Literaturaustausch (8+9/2012) Eine gesamtdeutsche Reihe? Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? Literaturjournal Politische Bildung (6/2012) Antikommunismus zwischen Wissenschaft und politischer Bildung Subjektorientierte historische Bildung Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft "Hallo?! – Hier kommt die DDR" Vergangenheit verstehen, Demokratiebewusstsein stärken Keine einfachen Wahrheiten Literaturjournal Sport (5/2012) Sportnation Bundesrepublik Deutschland? Marginalisierung der Sportgeschichte? Dopingskandale in der alten Bundesrepublik Hooliganismus in der DDR "Erfolge unserer Sportler – Erfolge der DDR" Literaturjournal Nachkrieg (4/2012) Jüdischer Humor in Deutschland Die SED und die Juden 1985–1990 "Braun" und "Rot" – Akteur in zwei deutschen Welten Kriegsverbrecherverfolgung in SBZ und früher DDR Die "Hungerdemonstration" in Olbernhau Eklat beim Ersten Deutschen Schriftstellerkongress Workuta – die "zweite Universität" Dokumentation: Die Rehabilitierung der Emmy Goldacker Kaliningrader Identitäten "Osten sind immer die Anderen!" Freiheit und Sicherheit Literaturjournal Wirtschaft und Soziales (3/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Zeitgeschichte im Film (2/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Nonkonformität und Widerstand (1/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Deutsch-deutsches (11+12/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Öffentlicher Umgang mit Geschichte (10/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 21 Jahre Deutsche Einheit (9/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wissenschaft (8/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau - Teil 2 (7/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau (6/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Kultur (5/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Innere Sicherheit (4/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wirtschaftsgeschichte (3/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Ost-West-Beziehungen (2/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Medien (1/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Über das Deutschland Archiv Redaktion Nach den Unruhen in Kasachstan: Wendepunkt oder Weiter so?

„Ein echtes Arbeitsparlament“

Maria Michalk

/ 9 Minuten zu lesen

„Alles musste eigentlich gleichzeitig geschehen“ erinnert sich in der Deutschland Archiv Reihe “Ungehaltene Reden“ die CDU-Politikerin Maria Michalk aus der Lausitz an ihre Volkskammerzeit vor 30 Jahren. Die später langjährige Bundestagsabgeordnete berichtet von politischen "Mogelpackungen" der damaligen SED-Nachfolgepartei PDS und bedauert, dass manches 1990 versäumt wurde, intensiv zu behandeln. So seien DDR-BürgerInnen nicht auf die Europäische Union vorbereitet worden. Das habe im Osten Deutschlands „Folgen bis heute“

Aufgenommen 21 Jahre nach ihrer ersten Parlamentserfahrung: Die CDU-Politikerin Maria Michalk bei einer Tagung des Bundesvorstands der CDU, sitzend zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem damaligen Ministerpräsidenten Sachsens, Stanislaw Tillich. (© picture-alliance/dpa, Wolfgang Kummer)

Vor 30 Jahren: „Eine unausweichliche Notwendigkeit der Veränderung“

Grenzenlos war die Freude, als nach den emotionsreichen Ereignissen während der Friedlichen Revolution vor 30 Jahren Menschen ist Ost und West erstmals das Weihnachtsfest im vereinten Deutschland erleben konnten. Die am 18. März 1990 letzte frei gewählte Volkskammer hatte sich zuvor schon wieder aufgelöst, das war am 2. Oktober 1990. Und die erste Bundestagswahl für ein gesamtdeutsches Parlament fand zwei Monate später statt. Was für eine bewegte Zeit voller Entbehrungen, Unsicherheit, Einsatz, Hoffnung, Freude und Anstrengung hatte die Bevölkerung erlebt!

Vor allem für Menschen, die in der DDR ausgeharrt haben, hat sich das gesellschaftliche Leben komplett geändert. Unbestritten haben den Prozess der Friedlichen Revolution und der Deutschen Einheit vor allem diejenigen beschleunigt, die Jahre und Monate zuvor mit den Füßen abgestimmt und die DDR verlassen haben. Sie ließen ihr Hab und Gut zurück für das wertvolle Gut der Freiheit, das in der DDR fehlte. Aber auch das kollektive Verharren der meisten Menschen in ihrer angestammten Heimat und der beharrliche Widerstand nicht weniger der Hiergebliebenen gegen die immer aktiver werdende und die allein bestimmende, scheinbar reformierte SED , machten die unausweichliche Notwendigkeit der Veränderung weltweit für jedermann sichtbar. Die Kerzen in den Händen unzähliger Menschen waren gleichsam das Symbol und die Beschreibung für das Ziel dieser historischen Bewegung.

Bundeskanzler Helmut Kohl erkannte dies und motivierte mit seiner Rede am 19. Dezember 19890 an der Ruine der Dresdner Frauenkirche sehr deutlich zum mutigen Weg der Deutschen Einheit. Auch mich. Als zur Volkskammerwahl am 18. März 1990 gegen alle herbeigeredeten oder gewünschten Prognosen „Die Allianz für Deutschland“ eine bemerkenswerte und klare Mehrheit erreichte war der Auftrag an das Parlament klar. Es ging um Freiheit, Einheit und Wohlstand, so wie es CDU, DSU und DA in ihrem Wahlprogramm vertraten.

Vom repräsentativen Parlament zum Arbeitsparlament

Die Konstituierung des ersten wirklich frei und demokratisch gewählten Parlaments der DDR im April 1990 beendete die Zeit der „repräsentativen Volkskammer“, die neun Legislaturperioden lang nur die zentralistisch beschlossene Politik der SED zu bestätigen hatte. Die 10. Volkskammer war dagegen ein echtes Arbeitsparlament -– und effektives Diskussionsparlament. Schon in der konstituierenden Sitzung zeigte sich, dass die Selbstbefreiung der Menschen eine Meinungspluralität freisetzt, bei deren Umsetzung in Regierungspolitik die Parteien endlich und wirklich zu der im Parlamentarismus verankerten Verantwortung kommen.

Das ganze Ausmaß der Verantwortung und der Erwartungen wurde uns, die wir ohne jegliche Vorbereitung in diese Aufgabe kamen, freilich erst nach und nach bewusst. Doch eines war klar: dieses Parlament tritt an, um sich geordnet und so schnell als möglich abzuschaffen. Dafür wurde eine breite Koalition aus CDU, Deutscher Sozialer Union (DSU), Demokratischem Aufbruch (DA), den Liberalen und der SPD gebildet.

Der Koalitionsvertrag schrieb als Voraussetzung für die Wiedervereinigung Deutschlands die Schaffung einer zur Bundesrepublik Deutschland kompatiblen Länderstruktur, das Einvernehmen mit den Nachbarn und die Einbettung des vereinten Deutschlands in die Europäische Union vor. Die beiden erstgenannten Themen wurden in den folgenden Monaten in der Öffentlichkeit hartnäckig diskutiert. Die Länderwiedereinführung war mit sehr emotionalen Identifikationsfragen verbunden. Das Einvernehmen mit den Nachbarn wurde von der Anerkennung der Oder-Neiße-Friedensgrenze bestimmt.

Zu wenig Vorbereitung auf Europa

Dass das Einbetten in die Europäische Gemeinschaft (EG) nicht nur mit Rechten, sondern auch mit Pflichten verbunden ist, war eher ohne Bedeutung, hätte aber intensiver öffentlich diskutiert werden müssen. Mit dem Beitrittstag am 3. Oktober 1990 waren DDR-Bürger nicht nur Deutsche im Sinne des Grundgesetzes, sondern auch EUG-Bürger. Eine Vorbereitung auf die EUG, so wie das unsere Nachbarn Jahre später z.B. in Polen und Tschechien absolvieren mussten, gab es nicht. Daher ist das Wissen über die Wirkungsmechanismen der EG beziehungsweise der seit 1992 bestehenden Europäischen Union und vielleicht sogar die Bedeutung der Gemeinschaft insgesamt heute nicht so ausgeprägt wie notwendig.

Ziel ein geeintes Deutschland mit europäischem Geist? Transparent während der Friedlichen Revolution im Herbst 1989 in Leipzig. (© Holger Kulick)

Der Kanzler der Deutschen Einheit, Dr. Helmut Kohl, hatte recht, wenn er immer wieder feststellte, dass die Deutsche und die Europäische Einigung zwei Seiten ein und derselben Medaille sind. Hier sind die Hausaufgaben noch nicht erledigt.

Festschreibung von Aufarbeitung

Neben den Wirtschafts-, Währungs- und Sozialthemen legte der Koalitionsvertrag im Frühjahr 1990 dezidiert fest, die Aufarbeitung des SED-Regimes und die Auflösung des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) beziehungsweise seiner Nachfolgeeinrichtung, dem Amt für Nationale Sicherheit „AfNS“ zu forcieren. Auch im Einigungsvertrag wurde festgehalten, dass es sowohl eine wissenschaftliche und rechtliche, als auch eine finanzielle Aufarbeitung der SED- Machtmechanismen und ihrer Folgen geben muss. Die Volkskammer hat damit begonnen.

Der gesamtdeutsche Bundestag ist in Folge in diese Herkulesaufgabe eingestiegen mit entsprechenden Gesetzen, die später immer wieder Nachbesserungen erfuhren. Zwei Enquete-Kommissionen haben sich wissenschaftlich mit den Machtmechanismen in der DDR auseinandergesetzt. In der breiten Öffentlichkeit wurden vor allem das von Erich Mielke geführte MfS, die Spitzeltätigkeiten der vielen heimlichen Stasiinformanten und die Stasiakten wahrgenommen. Die Auftraggeberin, nämlich die SED, versuchte sich immer wieder durch Namensänderungen und scheinbaren Veränderungen in der Programmatik ihrer Verantwortung zu entziehen. So stand im Koalitionsvertrag der Auftrag, die völlige Offenlegung des Vermögens der SED, auch der anderen Parteien und Massenorganisationen, durchzusetzen.

Schwer zu sicherndes SED-Parteivermögen

In Folge dieses Auftrages trat am 1. Juni 1990 eine Verfügungsbeschränkung durch Ergänzung des Parteiengesetzes der DDR in Kraft. Das Partei-Vvermögen, das am 7. Oktober 1989 bestanden hat, stand damit unter treuhänderischer Verwaltung. Eine unabhängige Kommission, die vom DDR-Ministerpräsidenten Lothar de Maizière (CDU) eingesetzte wurde, übte die treuhänderische Verwaltung aus. Sie hatte wie ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss das Recht, Zeugen zu vernehmen, Durchsuchungen und Beschlagnahmungen vornehmen zu lassen. Was geschah vom Herbst 1989 bis Juni 1990? Die SED hat sich zwar wie gesagt mehrfach umbenannt, aufgelöst hat sie sich nie. Ein Manöver, um wenigstens einen Teil ihres Vermögens zu sichern? Zwischen Januar und Juli 1990 verringerte sich das Vermögen der SED von 9,5 auf 3,5 Milliarden Mark der DDR. Da ist Nachfrage erlaubt. Auch heute noch.

Im Herbst 1989 beschäftigte die SED rund 44.000 Mitarbeiter*innen. Im Juli 1990 waren es 1.700. In dieser Zeit hat die SED viele Schenkungen vollzogen. Es wurden auch Gründungszuschüsse ausgereicht. Die Gesellschafter haben notarielle Erklärungen abgegeben, dass sie das Vermögen für die Partei verwalten, also eine sogenannte Treuhanderklärung. Es wurden auch Kredite ausgereicht ohne jegliche Verzinsung, aber mit einer Laufzeit von 99 Jahren. Auch wurde durch die SED/PDS versucht, neue eigene Handelsketten aufzubauen, um dort Güter aus der DDR-Industrie zu verkaufen. Solche Machenschaften hat die Unabhängige Kommission bei anderen Parteien nicht festgestellt. Das geänderte Parteiengesetz wurde am 31. Mai 1990 in der Volkskammer diskutiert und beschlossen. Aber schon damals war klar, dass es de facto zu spät kam.

Abschaffung innerdeutscher Grenzkontrollen

Ohnehin war die Zeit in der Volkskammer äußerst diskussionsreich und sehr schnelllebig. Alles musste eigentlich gleichzeitig geschehen.

Die Autorin dieses Beitrags, Maria Michalk gehörte von März bis Oktober 1990 der ersten frei gewählten Volkskammer der DDR an, die Sorbin hatte im Wahlkreis Dresden kandidiert. Die Ökonomin zählte zu den 144 von der Volkskammer gewählten Abgeordneten, die am 3. Oktober 1990 Mitglied des Deutschen Bundestages wurden, dem sie mit Unterbrechungen bis 2017 angehörte. In der Ost-CDU war sie seit 1972 Mitglied und gehörte dem von 1996 bis 2012 dem CDU-Bundesvorstand an. (© picture-alliance/dpa)

Allein die Tatsache, dass Lothar de Maizièere als Ministerpräsident am 17. April 1990 in der Volkskammer vereidigt wurde, also vier Wochen nach der Volkskammerwahl, dann ist das zu unseren heutigen zeitlichen Abläufen ein Rekord. Genau einen Tag später verständigten sich die Innenministerien Ost und West darauf, die innerdeutschen Grenzkontrollen abzuschaffen. Sichtkontrollen fanden aber weiterhin statt. Beispiel: als die Arbeitsgruppe des Innenausschusses der CDU/DA-Volkskammer einen Monat später in Berlin durch das Brandenburger Tor zum Reichstag lief, um sich dort mit Abgeordneten des Bundestages zu treffen, mussten wir uns ausweisen. Ein Kollege der Gruppe hatte seinen Personalausweis vergessen. Die Grenzkontrolleure waren unnachgiebig. Selbst das Mandat und wir als Zeugen wurden nicht akzeptiert. Er musste zurückkehren. So war die Realität

Mogelpackung Vereinsgesetz

Ein weiteres Beispiel für unvorhersehbare Aufgaben: Iim Februar 1990, also vor der Volkskammerwahl, legte der Übergangsministerpräsident der SED, Hans Modrow, ein neues Vereinsgesetz vor. Es war richtig, die ehrenamtliche Arbeit in ihrer Vielfalt unabhängig von einer Partei in Vereinen neu aufleben zu lassen. Die Mogelpackung wurde uns Abgeordneten erst klar, als stapelweise Anträge auf Geldzuweisungen bei der Volkskammer eingingen. So wollte der neue Jugendweiheverein zum Beispiel 30 Millionen Mark der DDR haben. Auch die Nationale Front, die sich eigentlich in der Auflösung befand, stellte einen Antrag auf einen Millionen-Betrag. Nicht nur der Finanzausschuss, auch der Petitionsausschuss hatten mit solchen Vorgängen viel Arbeit.

Rund um die Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion, die im ersten Staatsvertrag verankert wurde, sorgten wir Abgeordnete uns nicht nur um den Umtauschkurs der Einkommen und Ersparnisse der Bevölkerung, das war ohnehin das Regierungshandeln während der Verhandlungen. Vielmehr wurden in den Wahlkreisen die Sorgen um die Weiterexistenz der Betriebe und damit der Arbeitsplätze zu einem immer wichtigeren Thema. Die Stimmung in der Bevölkerung wurde immer schlechter.

Ein schweres wirtschaftliches Erbe

Offiziell wurde erwartet, dass dann, wenn die Währungsunion greift und die D-Mark ab 2. Juli 1990 Zahlungsmittel ist, die Märkte wegbrechen werden, insbesondere im Export. Etwa 30 Prozent der Betriebe könnten sofort marktfähig sein, 40 Prozent brauchten Unterstützung. Und 30 Prozent, so wurde geschätzt, werden die Umstellung nicht überstehen. Ein schweres Erbe. Deshalb waren die D-Mark-Eröffnungsbilanzen so wichtig. Sie sollten die Schätzung ans Licht bringen. Wir wollten heftige Inflationsschübe vermeiden, wie sie zu dieser Zeit bereits das öffentliche Leben insbesondere in Polen und Ungarn bestimmten. Es ging um den Zustand des Anlagevermögens und der Arbeitsproduktivität. Die DDR sollte nicht nur ein neuer Markt für etablierte Produkte und Betriebe werden, sondern auch selbst weiter Produktion haben. Das aber wurde vom Kaufverhalten der Menschen beeinflusst.

Doch viele realisierten ihren Traum, endlich Westprodukte kaufen zu können. Das ist sehr menschlich. Das Kaufverhalten hatte gravierende Folgen bei der Einführung der sozialen Marktwirtschaft, die mancherorts mit dem blanken Kapitalismus verwechselt wurde. Obwohl es kein langfristiges Rezept für den von jetzt auf gleich zu realisierenden Prozess der Wiedervereinigung, weder in West, erst recht nicht in Ost, in den Schubkästen der Schreibtische gab, ist die hoch emotionale und von Zeitknappheit geprägte Phase in sechs Monaten durch die Volkskammer sehr effizient genutzt worden.

Eitelkeiten hatten keine Chance. Disziplin war selbstverständlich. Es bleibt die Mahnung, die Leistungen der Menschen zu achten, das DDR-Regime aber nicht zu verharmlosen. Nachträgliche Schönfärbereien sind ein Mittel, die das Aufbauwerk anhalten und die Zukunft zerstören können.

Zitierweise: Maria Michalk, „Ein echtes Arbeitsparlament“, in: Deutschland Archiv, 19.06.2020, Link: www.bpb.de/311727. Weitere "Ungehaltene Reden" ehemaliger Parlamentarier und Parlamentarierinnen aus der ehemaligen DDR-Volkskammer werden nach und nach folgen. Eine öffentliche Diskussion darüber ist im Lauf des Jahres 2021 geplant. Es sind Meinungsbeiträge der jeweiligen Autorinnen und Autoren, sie stellen keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung dar.

In dieser Reihe bereits erschienen:

- Sabine Bergmann-Pohl, Interner Link: "Ein emotional aufgeladenes Parlament"

- Rüdiger Fikentscher, Interner Link: "Die 10. Volkskammer als Schule der Demokratie"

- Hinrich Kuessner Interner Link: „Corona führt uns die Schwächen unserer Gesellschaft vor Augen“

- Klaus Steinitz, Interner Link: "Eine äußerst widersprüchliche Vereinigungsbilanz"

- Richard Schröder -Interner Link: "Deutschland einig Vaterland"

- Maria Michalk, Interner Link: "Von PDS-Mogelpackungen und Europa?"

- Markus Meckel, Interner Link: "Eine Glücksstunde mit Makeln"

- Hans-Peter Häfner, Interner Link: "Brief an meine Enkel"

- Konrad Felber, Interner Link: "Putins Ausweis"

- Walter Fiedler, Interner Link: "Nicht förderungswürdig"

- Hans Modrow, Interner Link: "Die Deutsche Zweiheit"

- Joachim Steinmann, "Interner Link: Antrag auf Staatsferne"

- Christa Luft, Interner Link: "Das Alte des Westens wurde das Neue im Osten"

- Dietmar Keller, "Interner Link: Geht alle Macht vom Volke aus?"

- Rainer Jork, Interner Link: "Leistungskurs ohne Abschlusszeugnis"

- Jörg Brochnow, Interner Link: "Vereinigungsbedingte Inventur"

- Gunter Weißgerber, "Interner Link: Halten wir diese Demokratie offen"

- Hans-Joachim Hacker, Interner Link: "Es gab kein Drehbuch"

- Marianne Birthler - Interner Link: "Das Ringen um Aufarbeitung und Stasiakten"

- Stephan Hilsberg - Interner Link: "Der Schlüssel lag bei uns"

- Ortwin Ringleb - Interner Link: "Mensch sein, Mensch bleiben"

- Martin Gutzeit, Interner Link: "Gorbatschows Rolle und die der SDP"

- Reiner Schneider - Interner Link: "Bundestag - Volkskammer 2:2"

- Jürgen Leskien - Interner Link: "Wir und der Süden Afrikas"

- Volker Schemmel - Interner Link: "Es waren eigenständige Lösungen"

- Stefan Körber - "Interner Link: Ausstiege, Aufstiege, Abstiege, Umstiege"

- Jens Reich - Interner Link: Revolution ohne souveränes historisches Subjekt

- Carmen Niebergall - Interner Link: "Mühsame Gleichstellungspolitik - Eine persönliche Bilanz"

- Susanne Kschenka - Interner Link: "Blick zurück nach vorn"

- Wolfgang Thierse - Interner Link: "30 Jahre später - Trotz alldem im Zeitplan"

- u.a.m.

Mehr zum Thema:

- Die Interner Link: Wahlkampfspots der Volkskammerwahl

- Die Interner Link: Ergebnisse der letzten Volkskammerwahl

- Film-Dokumentation Interner Link: "Die letzte Regierung der DDR"

- Analyse von Bettina Tüffers: Interner Link: Die Volkskammer als Schule der repräsentativen Demokratie, Deutschland Archiv 25.9.2020

Fussnoten