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Wem gehört die Revolution?

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 42 Analysen & Essays. Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Sieben Monate Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 30 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gibt "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" Föderalismus und Subsidiarität „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Drei Gedanken über Werner Schulz 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Der Weg zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? 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Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts Alltag und Gesellschaft Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? 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Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. 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Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? 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Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? Schwierigkeiten mit der Wahrheit Personelle Kontinuitäten in Brandenburg seit 1989 "Geschlossene Gesellschaft" Kulturelite im Blick der Stasi Experten für gesamtdeutsche Fragen – der Königsteiner Kreis Friedrich II. – Friedrich der Große Literaturjournal Deutsch-deutscher Literaturaustausch (8+9/2012) Eine gesamtdeutsche Reihe? Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? Literaturjournal Politische Bildung (6/2012) Antikommunismus zwischen Wissenschaft und politischer Bildung Subjektorientierte historische Bildung Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft "Hallo?! – Hier kommt die DDR" Vergangenheit verstehen, Demokratiebewusstsein stärken Keine einfachen Wahrheiten Literaturjournal Sport (5/2012) Sportnation Bundesrepublik Deutschland? Marginalisierung der Sportgeschichte? Dopingskandale in der alten Bundesrepublik Hooliganismus in der DDR "Erfolge unserer Sportler – Erfolge der DDR" Literaturjournal Nachkrieg (4/2012) Jüdischer Humor in Deutschland Die SED und die Juden 1985–1990 "Braun" und "Rot" – Akteur in zwei deutschen Welten Kriegsverbrecherverfolgung in SBZ und früher DDR Die "Hungerdemonstration" in Olbernhau Eklat beim Ersten Deutschen Schriftstellerkongress Workuta – die "zweite Universität" Dokumentation: Die Rehabilitierung der Emmy Goldacker Kaliningrader Identitäten "Osten sind immer die Anderen!" Freiheit und Sicherheit Literaturjournal Wirtschaft und Soziales (3/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Zeitgeschichte im Film (2/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Nonkonformität und Widerstand (1/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Deutsch-deutsches (11+12/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Öffentlicher Umgang mit Geschichte (10/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 21 Jahre Deutsche Einheit (9/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wissenschaft (8/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau - Teil 2 (7/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau (6/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Kultur (5/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Innere Sicherheit (4/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wirtschaftsgeschichte (3/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Ost-West-Beziehungen (2/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Medien (1/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Über das Deutschland Archiv Redaktion Nach den Unruhen in Kasachstan: Wendepunkt oder Weiter so?

Wem gehört die Revolution? Die Pollack-Kowalczuk-Kontroverse von 2019 als Lehrstück von Wissenschaftskommunikation

Thomas Großbölting

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Thomas Großbölting analysiert die Pollack-Kowalczuk-Kontroverse aus dem Jahr 2019 über die Ursachen-Gewichtung der Friedlichen Revolution in der DDR 1989.

Rund 120.000 DDR-Bürgerinnen und -Bürger demonstrierten am 16.10.1989 in Leipzig für mehr Demokratie, Bürgerrechte und Reformen. Der Untergang des SED-Regimes vollzol sich kurz darauf in einem rasanten Tempo. (© picture-alliance/dpa)

Im Jahr 2019 jährte sich die Friedliche Revolution zum dreißigsten Mal. Was hat dieses ‚Jubiläum‘ gebracht – für die wissenschaftliche Auseinandersetzung? Für die öffentliche Diskussion? Die Bilanz ist ernüchternd. Den profiliertesten (Anti)Akzent setzte der Direktor des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung in Potsdam (ZZF), Frank Bösch: Angesichts der erinnerungskulturellen Inszenierungen titelte er im November des Erinnerungsjahres 2019 „Wir brauchen neue Jahrestage!“ und begründete seine Forderung mit dem „Diktat“ der Jubiläen.

Auch wenn Autorinnen und Autoren sowie Museen von dieser Aufmerksamkeit profitierten, sei das Fach selbst kaum in der Lage, darüber hinaus öffentlich Themen zu setzen und auch auf alternative, ebenso wichtige Zusammenhänge aufmerksam zu machen. Warum nicht des vierzigsten Jahrestags des Störfalls im amerikanischen Atomkraftwerk nahe Harrisburg gedenken, statt vor allem nationalstaatliche Zusammenhänge in den Vordergrund zu stellen, so die Frage Böschs. Zudem – so sein zweites gewichtiges Argument – zementierten die Konzentration auf die Jahrestage nationale Mythen und ließen Veränderungen im Alltagsleben der Menschen außen vor: Die Geschichte von Migration und Rassismus, die Bedeutung der Rentenreform beispielsweise ließe sich auf diese Weise nicht thematisieren.

Das ist ein veritabler Weckruf und Gedankenanstoß – und berücksichtigt dennoch, dass die Friedliche Revolution selbst ein gewichtiges Vergangenheitsmoment ist, an dem sich unsere Gegenwartsgesellschaft abarbeitet und das auch in Zukunft tun wird: In der Demokratiegeschichte Deutschlands war 1989/90 eines der wenigen Highlights. Das Ende der SED-Diktatur und die Wiedervereinigung prägten das Leben vor allem der Ostdeutschen, aber auch ihrer späteren Mitbürgerinnen und Mitbürger im Westen bis heute entscheidend mit. Aber auch fokussiert auf die Friedliche Revolution nimmt sich die Bilanz nicht besser aus. Trotz aufwändiger Inszenierungen vor allem in der Hauptstadt Berlin blieb die Resonanz verhalten. Im dreißigsten Jahr danach sei es nicht gelungen, in der Öffentlichkeit und im gesamtdeutschen Geschichtsbild, ein erinnerungskulturelles Narrativ der Geschehnisse von 1989/90 zu etablieren, das „für die Mehrheit der Deutschen positiv anschlussfähig“ sei, so beobachtete der Soziologe und Theologe Hagen Findeis. Wissenschaftlich und publizistisch habe es mittlerweile nahezu unzählige Versuche der Rekonstruktion und Ausdeutung dessen gegeben, was sich 1989/90 in Deutschland ereignet hat: Wofür steht die Revolution? Wer waren ihre Akteure? Was sagt uns das vergangene Geschehen heute? Allerdings sei die Außenwirkung dieser Debatten über den inner circle der geschichtspolitisch aktiven Profis hinaus minimal geblieben.

Findeis spielt damit auf die einzige öffentlich wahrnehmbare Kontroverse an, die die Erinnerung an die Friedliche Revolution ausgelöst hat: Ausgetragen wurde sie im Sommer 2019 zwischen dem Soziologen Detlef Pollack und dem Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk – beide sind in der DDR aufgewachsen. Zur Debatte stand die Charakterisierung der Friedlichen Revolution und insbesondere die Frage danach, wer die Triebkräfte des Widerstands gegen die SED-Diktatur waren.

Den Auftakt machte der Religionssoziologe Detlef Pollack mit einer wissenschaftlich wenig spektakulären, aber provokanten These, da sie den gängigen öffentlichen Konsens in Frage stellte: Es sei eine „Mär“ und deswegen „höchste Zeit, mit einer Legende aufzuräumen“, so Pollack am 12. Juli 2019 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dass die Oppositionellen in der DDR die Friedliche Revolution angeregt, angeführt und letztlich zu einem erfolgreichen Ende gebracht hätten. Es sei vorrangig die Ausreisebewegung und die damit verbundene massenhafte Abwanderung vor allem von jungen und gut ausgebildeten DDR-Bürgerinnen und -Bürgern gewesen, die das System der DDR (mit) ins Wanken gebracht habe. „Der Umbruch ging weniger von den Alternativen und den Kirchenleuten aus, die mit ihren langen Bärten und Kerzen in der Hand der Mehrheitsbevölkerung eher suspekt erschienen. Vielmehr waren es die Normalos (den Westdeutschen mit merkwürdigen stonewashed Jeans, Dauerwellen und Schnauzern in Erinnerung), die zunächst Gorbatschows neue Freiheit nutzten, um Kritik am eigenen System zu üben, die Sehnsucht nach Konsum und Reisefreiheit hatten, massenweise in den Westen flüchteten und schließlich ohne Führung durch die Opposition auf die Straße gingen und die Staatsmacht, allseits unerwartet, tatsächlich in Bedrängnis brachten.“

Ilko-Sascha Kowalczuk konterte drei Tage später: „Eine Minderheit bahnte den Weg“, so der die These des Artikels beschreibende Titel: Es gebe in der Forschung einen Konsens darüber, „dass die Bürgerbewegten von entscheidender Bedeutung für die Revolution“ waren. „Sie waren diejenigen, die im Sommer und Frühherbst überhaupt erst viele Menschen mobilisierten und motivierten, sich zu engagieren, auf die Straße zu gehen. Sie boten ein Podium, eine Möglichkeit gemeinsamen Handelns, sie prägten Kultur und Sprache der Revolution und artikulierten ihre Forderungen.“ So habe beispielsweise die Gründung des Neuen Forums am 9./10. September vielen tausenden Menschen die Möglichkeit eröffnet, in der DDR zu bleiben und sich gegen die SED-Herrschaft zu engagieren. „Die DDR veränderte sich von unten, weil Oppositionelle, Bürgerrechtler, Widerständler nach vielen Jahren der Enge nun Mittel und Wege gefunden hatten, zu mobilisieren, Tausende Menschen dort abzuholen, wo sie standen.“

Mit diesem Meinungsaustausch hätte es sein Bewenden haben können: Beide Positionen waren viel weniger weit voneinander entfernt, als es die krachende Antwort auf den Artikel Pollacks suggerierte. Kowalczuk selbst hatte in seinem 2009 veröffentlichten Buch „Endspiel“ die Bedeutung der Ausreisebewegung für die Dynamik der Friedlichen Revolution betont und lag damit nahe an der Pollack-Position.

Oder aber – so die zweite Möglichkeit – der erste Aufschlag hätte sich im besseren Fall zu einer Reihe von Fragen und produktiven Forschungen entwickeln können: Inwieweit unterliegen Revolutionen allgemeinen ‚Gesetzmäßigkeiten‘, und lassen sich diese gar zu einer Theorie verdichten, so wie von Kowalczuk wiederholt argumentiert? Wie formte sich das Geschehen in der DDR, in Leipzig, aber auch anderswo aus? Warum wuchs der Protest in der sächsischen Metropole im Oktober schlagartig auf die 70.000 Beteiligten, die dann den Leipziger Stadtring füllten? Welche zeitlichen Rhythmen und Dynamisierungen waren zu beobachten, in welcher Sprache, in welchen Formen und symbolischen Kommunikationen entwickelte sich der Protest? Und ganz basal: Wie viele DDR-Bürgerinnen und -bürger gingen tatsächlich auf die Straße und ließen sich zum Protest gegen die SED-Diktatur motivieren?

Während Pollack die breite Beteiligung der „Normalos“ betonte, argumentierte Kowalczuk damit, dass immer nur eine Minderheit der DDR-Bevölkerung auf der Straße war. Schon allein diese Kontroverse ist unlösbar, wenn man sich nicht über die Kriterien der jeweiligen Behauptung austauscht: Was ist eine Minderheit? Wie wirkt eine „Revolution“ auch bei denjenigen, die – so ein immer wieder bemühter Topos – passiv zuschauend „hinter der Gardine“ standen? All diese (und viele weitere) Fragen waren aufgeworfen, ohne dass aber Leserin und Leser in den folgenden Artikeln in Zeitung und Netz darauf Antworten bekommen hätten. Der Streit war bemerkenswert – leider nicht wegen des Inhalts der Debatte, sondern wegen „der verletzenden Schärfe“, mit der er in dem dann folgenden Wechsel von Stellungnahmen geführt wurde.

Wissenschaftskommunikation: Corona als Exempel?

Welche Chancen, aber auch welche Herausforderungen und Grenzen im Verhältnis von Wissenschaft und Öffentlichkeit liegen, führt uns dieser Tage die Corona-Pandemie in Extremform vor Augen. Das ist die Folie, auf der dann die Pollack-Kowalczuk-Kontroverse in diesem Beitrag analysiert wird.

Wie vieles andere auch hat die Corona-Pandemie das Verhältnis von Wissenschaft und Öffentlichkeit noch einmal intensiv ausgeleuchtet. Es war die Krise, die ganz grundsätzliche Dispositionen verschärfte und zum Vorschein brachte: Während der Präsident der Vereinigten Staaten seine wissenschaftlichen Berater öffentlich düpierte, stieg in Deutschland die Wissenschaft – oder zumindest doch ein Teil von ihr – temporär zum neuen Leitstern auf. Wie in wenigen anderen Staaten sind Politik und öffentliche Meinung in Deutschland eine Allianz mit der Wissenschaft eingegangen. Dafür steht kein anderer stärker als der Berliner Virologe Christian Drosten, der insbesondere in den ersten Wochen der Diskussion zum „Erzähler der Krise“ aufrückte – nicht zuletzt auch deshalb, weil neben ihm viel Platz blieb: Weder aus der Politik noch sonst aus dem öffentlichen Leben fanden sich in den ersten Tagen und Wochen, in denen die Corona-Epidemie als neues Phänomen erkennbar wurde, Menschen, die Deutungen anboten und damit die Bedrohung handhabbar machten.

Diese für eine pluralistische offene Gesellschaft wie die deutsche ungewöhnliche „Heldenverehrung“ eines Wissenschaftlers versuchte der Protagonist selbst immer wieder zu durchbrechen, wenn er auf die Grenzen seiner Expertise hinwies, sich selbst als Lernenden innerhalb der Krise charakterisierte und durchaus offen und offensiv während der darauf folgenden Zeit seine Standpunkte in wichtigen Fragen und Entscheidungsfällen anpasste und revidierte: die Wirksamkeit eines Mundnasenschutz, die von Kindern ausgehende Infektionsgefahr – in einer Reihe von Punkten veränderten sich Drostens Einschätzungen mit dem sich wandelnden Forschungsstand.

All das wurde zu Recht von der Leiterin des Zentrums für Wissenschaftskommunikation, Exzellenz Cluster „Religion und Politik“ der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Viola van Melis, als „Sternstunde“ von Wissenschaftskommunikation charakterisiert, gerade weil Wissenschaft sich als selbstreflexiver und lernender Zusammenhang präsentierte. Dass sich anschließend rasch die „alten Muster“ wieder durchzusetzen drohten, ist nicht zu verkennen: Der künstlich aufgebaute Nimbus wurde dann zerstört, als sich immer stärker auch andere Protagonisten der Virologenszene, aber auch andere Medizinerinnen, Statistiker wie auch Sozialwissenschaftler verschiedener Provenienz zu Wort meldeten. Die damit auftauchenden Meinungsverschiedenheiten und Dispute versuchten Teile der Medien rasch zum Zerwürfnis zu stilisieren. Nicht nur einmal erwies sich die Gruppe der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler tatsächlich als Community, wenn es gelang, die von den Medien ausgerufenen Expertenkriege zu dem herunterzuhandeln, was sie tatsächlich sind: der produktive Austausch in der Wissenschaft.

Lehren aus dem Pollack-Kowalczuk-Konflikt

Die Kontroverse Pollack-Kowalczuk knüpft nur wenig an dieses Idealbild einer selbstreflexiven Wissenschaft an und erweist sich allenfalls in der Schlussepisode als gelungene Wissenschaftskommunikation. Schon die erste Entgegnung auf den Artikel Pollacks geriet zum geschichtspolitischen Fanal – und gab in vielerlei Hinsicht den Ton für die folgende Debatte vor: Die These Pollacks wurde von Beginn an in eine Auseinandersetzung um die Festveranstaltung zum dreißigsten Jahrestag der Friedlichen Revolution in Leipzig eingeordnet: Ausgerechnet Gregor Gysi, den Parteichef der SED-PDS ab Dezember 1989, hatten die Veranstalter als Festredner zum 9. Oktober eingeladen. Für die Aktiven der Bürgerrechts- und Oppositionsbewegung war das eine Provokation sondergleichen. Schon zu Beginn seiner Entgegnung ordnete Kowalczuk Pollacks Artikel diesem Vorgang zu und wertete ihn als einen weiteren Schritt des Bemühens darum, „die Geschichte der Revolution umzuschreiben“.

Kowalczuks Hauptargument von der Bedeutung der Bürgerrechtsbewegung für die Friedliche Revolution gerann danach zur Behauptung, als mit einem Konsens in der Forschung argumentiert wurde: Ja, ohne Zweifel war die Bürgerbewegung von „entscheidender Bedeutung“ für die Friedliche Revolution, das konzedierte auch Pollack im Folgeartikel. Aber inwiefern, für welche Segmente und für welche Zeiträume das gilt, welche Bedeutung ihr beispielsweise im Verhältnis zu anderen Aufbrüchen wie der Ausreisebewegung zukam – all diese Fragen sind durchaus eine Diskussion wert.

Laut Kowalczuk waren es Protagonistinnen und Protagonisten der DDR-Opposition, die bewirkten, dass die zuvor vor allem in den Kirchenräumen stattfindenden Leipziger Friedensgebete in die Öffentlichkeit getragen wurden. Ihr jahrelanges und auch mit vielen persönlichen Einschränkungen und Repressionen verbundenes Engagement gilt es zu würdigen – und dennoch blieb ihre Öffentlichkeitswirkung in der DDR begrenzt: zum einen, weil sie – so das später von Pollack angeführte Argument – unterhalb der Schwelle einer möglichen Kriminalisierung durch die Stasi arbeiten mussten und wollten, zum anderen, weil ihre Breitenwirkung in die Bevölkerung insgesamt begrenzt war.

Die zahlenmäßig kleine Gruppe der Oppositionellen und die große Mehrheit der „Normalbürger“ verband wenig – weder in den politischen Ansichten noch mit Blick auf die Lebenswelt und die Alltagsverbringung. Es war hingegen die massive Ausreisewelle, die auch für den Normalbürger- und die -bürgerin klar machte, dass eben nicht alle „in einem Boot saßen“, sondern die Übersiedlung in den Westen eine reelle Alternative zum Leben in der DDR darstellte. Die westdeutschen Fernsehbilder aus den bundesdeutschen Botschaften in Osteuropa transportierten diese Erfahrung in (fast) die ganze DDR und enttäuschten auf diese Weise die Bevölkerung.

Dies ist meine These zur Erklärung der Dynamik der friedlichen Revolution Ende September, Anfang Oktober in Leipzig und anderswo, die nah an der Analyse von Pollack liegt. Damit ist meines Erachtens der Anlass der Demonstrationsbewegung angemessen beschrieben.

Zugleich aber ist es in dieser Frage sinnvoll, nicht in einer Entweder-oder-Logik zu verbleiben und den Blick zu weiten. Wer nicht nur nach den situationsgebundenen Faktoren für die Entwicklung der Demonstrationsbewegung fragt, sondern die Verdichtung der Protestbewegung auch mittel- und längerfristig in den Blick nimmt und auf ihre Ursachen befragt, der wird die Bedeutung der Oppositionsbewegung kaum negieren können: Die Aufdeckung der Fälschungen bei der Kommunalwahl in der DDR Anfang Mai 1989, die sich daran anschließenden Mahnwachen und andere, meist kleine Proteste schufen eine Öffentlichkeit, die nicht mehr von der Diktatur kontrollierbar war.

Und auch wenn aus diesen Zusammenhängen nur wenige direkte Linien zur Demonstrationsbewegung des Herbstes führten, so wurde hier doch sprachlich, symbolisch und in den verschiedenen Aktionsformen ein Weg zur Friedlichen Revolution gebahnt. Max Weber als der Altmeister der Reflexion zur wissenschaftlichen Objektivität hat eindringlich vor der „mittleren Linie“ gewarnt, „die um kein Haarbreit mehr wissenschaftliche Wahrheit (sei), als die extremsten Parteiideale von rechts oder links.“ Und doch scheint mir bei der verhandelten Diskussion um die Friedliche Revolution eine solche Unterscheidung von Ursache und Anlass sinnvoll, um die nach wie vor spannende Frage nach dem Zusammenbruch der vierzig Jahre lang so stabilen Diktatur zu diskutieren.

Ob ich mit meiner Interpretation richtig liege? Darüber kann und sollte man offen streiten. In der Kontroverse wurde das nicht getan. Stattdessen schwenkte die Debatte ins Persönliche, wenn Pollack vorgehalten wurde, von der Situation in Leipzig deswegen nichts wissen zu können, da er zu diesem Zeitpunkt einen Forschungsaufenthalt in der Schweiz verbracht hatte.

Dieser polemische Bogen ging weit über die Suggestion hinaus, dass persönliche Zeitzeugenschaft Voraussetzung für historisches Arbeiten sei. „Vorsichtig formuliert: Wer das Privileg genoss, Reisekader zu sein, gehörte nicht gerade zu den entschiedensten Gegnern des SED-Staates.“ Auch wenn Pollack in seinem Folgeartikel umstandslos einräumte, tatsächlich in Zürich gewesen zu sein, zugleich aber betonte, in zweiter Reihe in den „heißen Wochen“ zuvor sich in Leipzig an den Demonstrationen beteiligt gehabt zu haben, prägte dieser Schlenker die weitere öffentliche Diskussion: Pollack wurde nicht nur eine „kalkulierte Diffamierung der Opposition vorgeworfen, sondern ganz umstandslos als „uninformierter Religionssoziologe“ in eine Reihe mit „SED-PDS-Linkspartei- oder AFD-Demagogen, Geschichtsfälschern aller Couleur (...) oder Journalisten“ gestellt.

Nicht allein diese Beiträge zeigten, dass die Debatte „weniger mit historischem Detailwissen zu tun (hatte) als mit erinnerungskulturellen Setzungen und Verteidigung der Deutungshoheit“, so rückblickend das Urteil des Historikers Ralf Jessen. Damit war weder wissenschaftlich noch publizistisch-öffentlich irgendetwas gewonnen.

Was aber an Potenzial in dieser Debatte vorhanden war und verschenkt wurde, zeigte im Nachgang eine Sendung des Deutschlandfunks. „Hat die DDR-Opposition die friedliche Revolution herbeigeführt? Oder war es doch (...) die Abstimmung mit den Füßen auf den Straßen der DDR?“, fragte die Journalistin Karin Fischer am 7. September 2019 die beiden Kontrahenten. Nach der Eingangsbeteuerung von Kowalczuk, dass die Differenzen in den Eingangsstatements auf einen fachlichen Disput hinwiesen und „gar nicht so konturiert sind“, gelang eben das: Abgewogen wurde, was der Beitrag der Oppositionsbewegung zur Dynamisierung der Friedlichen Revolution war, welche Bedeutung dem Neuen Forum für diesen Prozess zukam oder wie sich beispielsweise das Herüberschmuggeln von Filmaufnahmen vom Protest in den Westen in der internationalen wie deutsch-deutschen Öffentlichkeit/Politik auswirkte. Dies geschah durchaus scharf, kontrovers, aber mit Zuhören und ernsthaftem Umgang mit den Argumenten des jeweils anderen, indem man darauf Bezug nahm, positiv oder auch negativ. Selbst der Versuch, das Argument des anderen zu widerlegen, ist zunächst einmal eine Respektbekundung vor der konträren Position.

Was ist Wissenschaft?

Wiederholt beschwerte sich Kowalczuk gegenüber dem FAZ-Herausgeber darüber, dass er als wissenschaftlicher Mitarbeiter gegenüber dem Professor aus Statusgründen benachteiligt werde: „das muster ist ganz typisch: der herr professor darf das letzte wort behalten“. Es wäre naiv zu meinen, dass Hierarchien, Titel und andere Statusmarkierungen in der Wissenschaft wie auch in ihrer öffentlichen Wahrnehmung keine Rolle spielten. Tatsächlich aber sollten es andere Kriterien sein, die wissenschaftliche Autorität begründen und nach außen hin kenntlich machen: Die weit verbreitete Wissenschaftsskepsis wird sich im Zweifel weniger mit mehr Information über die jeweils umstrittene Problemstellung beheben lassen, sondern vor allem dadurch, dass bestimmte Grundprinzipien von Wissenschaft aktiv demonstriert, kommuniziert und stilprägend werden.

Dazu gehört zunächst, dass wissenschaftliche Expertise in sich begrenzt und vorläufig ist. Diese an und für sich triviale Feststellung schließt mit ein, dass die disziplinäre Nachbarin oder der Fachkollege mit ihren jeweiligen Wissensbeständen und Kompetenzen wertgeschätzt und ernstgenommen werden. Viel grundsätzlicher aber ist: Wissenschaftliche Expertise ist prinzipiell auf Vorläufigkeit und Falsifizierbarkeit angelegt. Wer Ergebnisse nicht als Fakten präsentiert, sondern transparent Auskunft gibt über methodische Verfahren, empirische Grundlagen und eigene Perspektiven, die die Interpretation mit beeinflussen, ist nahezu automatisch vor Dogmatismus gefeit.

Für die Historikerinnen und Historiker lässt sich der Prüfstein für die Wissenschaftlichkeit noch einmal konkretisieren: Wie wenig andere Wissenschaftsdisziplinen lebt die Geschichtswissenschaft davon, dass sie permanent und im Wechselspiel zwei Perspektiven einnimmt. „Während das eine Auge in der Zeit- und Standortgebundenheit des Wissenschaftlers haften bleibt, richtet sich das andere auf die historische Tiefe.“

Nur mittels der Reflexion der eigenen Standortgebundenheit, aber auch mit dem Blick auf das Orientierungsbedürfnis der jeweiligen Gegenwart lässt sich der Blick in die Vergangenheit tatsächlich als methodisch kontrollierte und reflektierte Wissenschaft betreiben. Diese Prämisse historischen Arbeitens war in der Vergangenheit mal mehr, mal weniger stark präsent. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Einsicht in diesen Zusammenhang nicht nur als Subdisziplin einer „Geschichte zweiten Grades“ etabliert, sondern ist mindestens all denjenigen, die kulturwissenschaftlich inspiriert die Vergangenheit zu Geschichte formen (wollen), zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Daraus gewinnt das Fach seine eigenen Standards, diese Spannung macht die Geschichte zugleich besonders attraktiv für die öffentliche politische und geschichtspolitische Debatte.

Davon abgeleitet sollte sich nicht nur die Wissenschaft allgemein, sondern auch die Disziplinen, die aus Vergangenheit Geschichte machen, vor allem als organisierte Skepsis präsentieren, selbst auf die interne Pluralität reflektieren und auf die „Vorbehaltlichkeit“ ihrer Ergebnisse verweisen. Der Naturwissenschaftler Emanuel Wyler hat in einem „Zwischenruf aus dem Labor“ das schöne Bild von der Wissenschaft als Mosaik geprägt, in das sich jede neue Erkenntnis als einzelner Stein einordne. „Nicht als fertig zusammengesetzte Bilder, schon gar nicht für sich allein alles erklärend, sondern als Schritte in einem Prozess, die auch wieder rückwärtsgegangen werden können.“ Für das öffentliche Gespräch über das Gestern und darüber, wie aus Vergangenheit Geschichte wird, ist das eine hilfreiche Orientierung.

Zitierweise: Thomas Großbölting, "Wem gehört die Friedliche Revolution? Die Pollack-Kowalczuk-Kontroverse von 2019 als Lehrstück von Wissenschaftskommunikation", in: Deutschland Archiv, 14.07.2020, Link: www.bpb.de/312786.

Fussnoten

Fußnoten

  1. Vgl. für die Jahre bis 2015 Sebastian Klinge, 1989 und wir. Geschichtspolitik und Erinnerungskultur nach dem Mauerfall, Bielefeld 2015.

  2. Frank Bösch, Wir brauchen neue Jahrestage, in: Der Tagesspiegel, 04.11.2020, www.tagesspiegel.de/politik/erinnerungskultur-wir-brauchen-neue-jahrestage/25186552.html, zuletzt aufgerufen am 27.06.2020.

  3. Hagen Findeis, Dreißig Jahre friedliche Revolution und keiner geht hin, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.10.2019, S. 14.

  4. Ebenda.

  5. Detlef Pollack, Es war ein Aufstand der Normalbürger, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.07.2019, S. 9.

  6. Ilko Sascha Kowalczuk, Eine Minderheit bahnte den Weg, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.07.2019, S. 9.

  7. Vgl. Martin Sabrow, Mythos 1989. Rückblick auf ein historisches Jahr. Wem gehört die friedliche Revolution?, www.bpb.de/300737, zuletzt aufgerufen am 8.07.2020.

  8. Vgl. Ilko-Sascha Kowalczuk, Endspiel. Die Revolution von 1989 in der DDR, München 3.Auflage 2015, S. 273, passim.

  9. Vgl. Detlef Pollack, Die verachtete Bevölkerung der DDR, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.07.2019, S. 11. Vgl. vor allem die Dokumentation verschiedener Mails und Leserbriefe www.havemann-gesellschaft.de/themen-dossiers/streit-um-die-revolution-von-1989/, zuletzt aufgerufen am 25.06.2020.

  10. Vgl. Sabrow, Mythos (Anm. 7).

  11. Jan Kalbitzer, Die Stille neben ihm. Christian Drosten und die Medien, in: Die Zeit, 27.05.2020.

  12. Viola van Melis, Im Bermuda-Dreieck von Corona, in: Kölner Stadt-Anzeiger, 17.04.2020, S. 19.

  13. Vgl. zum Beispiel Alexander Kühn im Interview mit Jörg Stoye, „Ich will nicht Teil einer Kampagne sein“, in: Der Spiegel, 25.05.2020.

  14. Vgl. Detlef Pollack, Verachtete Bevölkerung (Anm. 9).

  15. Max Weber, Die „Objektivität“ sozialwissenschaftlicher und sozialpolitischer Erkenntnis, in: Archiv für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik 19 (1904), 1, S. 22-87, S. 30.

  16. Ilko-Sascha Kowalczuk, Minderheit (Anm. 6).

  17. So Karin Hattenhauer in einem Leserbrief an die FAZ vom 25. 7.2019, S. 9, dokumentiert auf www.havemann-gesellschaft.de/fileadmin/robert-havemann-gesellschaft/themen_dossiers/Streit_um_die_Revolution_von_1989/KH_FAZ_25072019.pdf, zuletzt aufgerufen am 2.07.2020.

  18. Nicht veröffentlichter Leserbrief von Gerd Poppe, dokumentiert auf ebd.

  19. Annette Prosinger, Ein Land fürs Geschichtsbuch, in: Welt am Sonntag, 8.9.2019.

  20. Eine Tonaufnahme findet sich im Webportal des Deutschlandfunks: file:///Users/tg/Documents/apuz%20elektronisch%20kowalczuk%20pollack/hat_die_ddr_opposition_die_friedliche_revolution_bewirkt_dlf_20190907_1705_5070492b.mp3.webarchive, zuletzt aufgerufen am 01.07.2020.

  21. Kowalczuk an Kaube, E-Mail vom 16.7.2019, dokumentiert auf www.havemann-gesellschaft.de/fileadmin/robert-havemann-gesellschaft/themen_dossiers/Streit_um_die_Revolution_von_1989/KH_FAZ_25072019.pdf, zuletzt aufgerufen am 02.07.2020.

  22. Andreas Wirsching, Von der Lügenpresse zur Lügenwissenschaft? Zur Relevanz der Zeitgeschichte als Wissenschaft heute, veröffentlicht am 19.4.2018, https://zeitgeschichte-online.de/geschichtskultur/von-der-luegenpresse-zur-luegenwissenschaft, zuletzt aufgerufen am 27.6.2020.

  23. Vgl. Christoph Cornelißen, Erinnerungskulturen, Version: 2.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 22.10.2012, http://docupedia.de/zg/cornelissen_erinnerungskulturen_v2_de_2012, DOI: http://dx.doi.org/10.14765/zzf.dok.2.265.v2, zuletzt aufgerufen am 27.6.2020; Sabine Moller, Erinnerung und Gedächtnis, Version: 1.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 12.04.2010, http://docupedia.de/zg/moller_erinnerung_gedaechtnis_v1_de_2010; DOI: http://dx.doi.org/10.14765/zzf.dok.2.323.v1, zuletzt aufgerufen am 27.6.2020.

  24. Interview mit Peter Strohschneider, Wer sagt dem König, dass die Füchse auch nicht alles wissen?, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.12.2019.

  25. Emanuel Wyler, Die Pandemie verändert auch die Wissenschaft, in: Die Welt, 20.06.2020.

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Prof., Dr.; Professor für Neuere und Neuste Geschichte am Historischen Seminar der WWU Münster, Staatsexamen in Münster für das Lehramt an Gymnasien in den Fächern Geschichte, katholische Theologie und Germanistik. Dort hat er 1998 mit einer Studie zum Bürgertum und zur Bürgerlichkeit in der NS- und in der SED-Diktatur promoviert. In seiner Habilitation analysierte er die Industrie- und Gewerbeausstellungen des langen 19. Jahrhunderts als Medien der Diskussion und Popularisierung von Konsummöglichkeiten in der sich industrialisierenden deutschen Gesellschaft.