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Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 40 Analysen & Essays. Fünf Monate Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Transformation und Deutsche Einheit Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Was bedeutet die Liquidierung von Teilen Memorials? Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2021 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur The Games at the Gate Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts Alltag und Gesellschaft Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Porträts Redaktion "Ungehaltene Reden" ehemaliger Abgeordneter der DDR-Volkskammer Was sollten Wähler und Wählerinnen 2021 bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Ist Antisemitismus vor allem ein ostdeutsches Problem? Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Heimat ist ein Raum aus Bytes Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? Schwierigkeiten mit der Wahrheit Personelle Kontinuitäten in Brandenburg seit 1989 "Geschlossene Gesellschaft" Kulturelite im Blick der Stasi Experten für gesamtdeutsche Fragen – der Königsteiner Kreis Friedrich II. – Friedrich der Große Literaturjournal Deutsch-deutscher Literaturaustausch (8+9/2012) Eine gesamtdeutsche Reihe? Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? Literaturjournal Politische Bildung (6/2012) Antikommunismus zwischen Wissenschaft und politischer Bildung Subjektorientierte historische Bildung Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft "Hallo?! – Hier kommt die DDR" Vergangenheit verstehen, Demokratiebewusstsein stärken Keine einfachen Wahrheiten Literaturjournal Sport (5/2012) Sportnation Bundesrepublik Deutschland? Marginalisierung der Sportgeschichte? Dopingskandale in der alten Bundesrepublik Hooliganismus in der DDR "Erfolge unserer Sportler – Erfolge der DDR" Literaturjournal Nachkrieg (4/2012) Jüdischer Humor in Deutschland Die SED und die Juden 1985–1990 "Braun" und "Rot" – Akteur in zwei deutschen Welten Kriegsverbrecherverfolgung in SBZ und früher DDR Die "Hungerdemonstration" in Olbernhau Eklat beim Ersten Deutschen Schriftstellerkongress Workuta – die "zweite Universität" Dokumentation: Die Rehabilitierung der Emmy Goldacker Kaliningrader Identitäten "Osten sind immer die Anderen!" Freiheit und Sicherheit Literaturjournal Wirtschaft und Soziales (3/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Zeitgeschichte im Film (2/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Nonkonformität und Widerstand (1/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Deutsch-deutsches (11+12/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Öffentlicher Umgang mit Geschichte (10/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 21 Jahre Deutsche Einheit (9/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wissenschaft (8/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau - Teil 2 (7/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau (6/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Kultur (5/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Innere Sicherheit (4/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wirtschaftsgeschichte (3/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Ost-West-Beziehungen (2/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Medien (1/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Über das Deutschland Archiv Redaktion Nach den Unruhen in Kasachstan: Wendepunkt oder Weiter so?

9. Sprache

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"Wie meinste dis?". Auch sprachlich stoßen Ost- und WestberlInerinnen nach dem Mauerfall auf Unterschiede. Den ausgeprägteren Jargon machen sie im Osten aus. Und stoßen auf Wörter, die es im Westen gar nicht gibt: "Urst" zum Beispiel.

Grafitti an der Berliner Mauer in der Bernauer Straße Anfang 1990. (© Holger Kulick)

Sound der Einheit: Gina (BW_E_01)

O-Ton

Sound der Einheit: Gina (BW_E_01)

Gina

0049 GINA
na ick meine klar hier halten se im in som kleenen betrieb (0.2) da halten se irgendwie mehr zusammen weil ja jeder auf den andern ebend anjewiesen is halt ne^ (0.5) und da ick meen * da hat ebend jeder so-n bißchen so (0.4) naja willste nich wenn nich denn (1.0) komm immer so-n paar ecken denn ebend halt rüber denn ne^

0050 FK
? wie meinste dis?

0051 GINA
naja * weeß ick wenn de ürgendwie keene gute arbeit jeleistet hast oder irgendwat denn (1.4) (1.0) ick weeß nich irgendwie haste dit denn ooch jemerkt denn * unter den kollejen denn ooch daß die denn irgendwie so * je'tuschelt haben denn * oder * daß die einen so blöd anjemacht haben denn also * is ebend * blöd jewesen halt ne^

0052 FK
hm *? und dis is hier nich

0053 GINA
wenn eenem weeß ick die neese nich jepaßt hat oder sowat denn denn wurdest de erstmal * irgendwie abjeschoben oder so ne (1.0)

0054 FK
? und dis is hier nich

0055 GINA
denn wurdeste abjestempelt na kiek doch mal die da und und und dis* is hier 'nich (1.0) da würste ebend so akzeptiert wie de bist und (0.4) ick meine fehler hat jeder davon abjesehn

nur (0.9) hier tuschelt keener * und sagt kiek ma iih der hat ja ne brille uff oder ürgendwie so sowat blödet ja^ so ss wo man sich jetzt an kopf fäßt ja^ * naja

Übergreifender Kontext für "Berlinern"

Wer über das Berlinern mehr erfahren möchte, wird zum Beispiel hier fündig: https://ids-pub.bsz bw.de/frontdoor/deliver/index/docId/8584/file/Schoenfeld_Berliner_Stadtsprache_1997.pdf Unter dem Link findet man eine brauchbare Übersicht über phonetische, grammatische und lexikalische Besonderheiten / Eigenschaften des Berlinischen. Eine differenzierte umfassende Grammatik des Berlinischen ist das Nachschlagewerk Berlinisch heute von DDR Linguist Dr. Helmut Schönfeld (ehemals HU), siehe Link im Teil C. Je nach phonetischem, silbischem und lexikalischem Kotext kommen die Varianten kategorisch (immer !) oder variabel (je nachdem) zur Anwendung. Man sollte sich die Audio-Version mehrmals anhören.

Typisch für das Berlinische sind die urbanen Schnellsprechregeln (typisch: wees^ick , das von Gina oft wie wssik! (Plosiv + Verschlusslaut) sehr reduziert artikuliert (durchgegurgelt oder genuschelt) wird. Für das moderne Berlinisch nach der Wende ist ein auffälliger Gebrauch der Modalpartikel halt festzustellen. Eigentlich gibt es seit eh und je nur eben (ausgesprochen ebent) im Berlinischen /Brandenburgischen. In dem Satz es ist eben so unterstreicht die Partikel die Bedeutung Evidenz, d.h. etwas Vorerwähntes gilt im objektiven Sinne (beweisbare Tatsache). Demgegenüber drückt das im diskursiven Alltag in den siebziger Jahren von schwäbischen und bairischen Einwanderern nach Berlin exportierte (und von den Berlinern übernommene) halt persönliches (subjektives) Für-richtig-halten aus (subjektive Evidenz).

Für die Ostberliner war das in Westberlin bereits weithin gebräuchliche halt ganz neu. Nach der Wende übernahmen Jugendliche und nach Westberlin umsiedelnde oder dort gleich beschäftigte OstberlinerInnen rasch den modischen Ausdruck. Dass der Gebrauch von halt für Gina (Übernahme einer neuen Arbeit in Westberlin bereits im Laufe 1990) noch brandneu war, zeigt die unübliche Verwendung an halt ne am Ende des Satzes (die Partikel steht normalerweise direkt hinter dem finiten Verb) sowie die Partikeldopplung eben halt (interessant: die subjektive folgt der objektiven Modalisierung). Typisch die Verwendung von kieken (was man zu der Zeit in Westberlin nicht mehr häufig hören konnte) und Wendungen wie wenn einem die Nase nicht passt bzw. jeder hat / da gibt es mal so ein paar ecken (im alltäglichen Miteinander läuft nicht immer alles glatt /jede(r) von den MitarbeiterInnen hat ein paar nicht-nette Eigenschaften).


Einstellungen zum Berlinern: SprecherInnen aus dem Osten


(b) Vera BW 19 (Osten)

Sound der Einheit: Vera Teil 2 (BW_E_19)

Audio

Sound der Einheit: Vera Teil 2 (BW_E_19)

Vera

0033 OL
? eh hast du * unterschiede in der sprache festgestellt zwischen ost und west jetzt vom vokabular * natürlich sicherlich aber jetzt auch so vom * von der aussprache oder so?

0034 VERA
ja also es gibt natürlich (2.0) 'viele westler wie auch ostler halt die so richig berlinern^ ich sprech ja nu auch nich grade hochdeutsch aber * eh arbeitsbedingt muß ich mir * natürlich auch manchmal viel mühe geben hochdeutsch zu reden * weil dis einfach die: die nähe des arbeitsplatzes erforderlich macht hochdeutsch zu sprechen weil man dann sonst mipm schiefen augen anjeguckt wird so nach dem motto na wie redet die denn^ die kann nich mal ordentlich hochdeutsch reden na man wird schon manchmal anjezählt daß man halt ordentlich reden soll aber so im allgemeinen

0035 VERA
(2.0) denk ick mal oder * ja et jibt wörter also da könnte man sich na kopp fassen wat früher bei uns broiler war^ dit is jetzt hänchen also dit is doch vom prinzip her dit gleiche * also da könnt ick mich drüber stundenlang aufregen aber dit bringt nüscht also (3.0) eh oder von der schulbildung her jetzt so grammatikalisch mal jesehn * wir sagen ja * ich stehe hier oder ich habe dort gestanden^ und die sagen eh 'ich bin gestanden wie hört sich denn dit an dit is doch keen deutsch also ürgendwo oder ich bin gesessen eh * ja entweder seh ick dit vakehrt oder * oder eben weeß ick nich oder ick hab * drei jahre umsonst deutsch jelernt oder zehn jahre so inner inner grundschule und hauptschule und so aber * ich bin jestanden also * weeß nich ürgendwie * na ja es ja also trotzdem noch alljemein so viele reden natürlich sehr hochdeutsch wat sich manchmal wirklich n bissen bescheuert anhört * weil man denkt man is eigentlich nich typgerecht dit paßt überhaupt nich zu dem so zu reden * aber wenn er der meinung is daß man so reden muß dann muß er halt so und * jeder redet so wie er will und ick rede nu mal so und wenn ick halt hochdeutsch reden muß dann geb ick mir natürlich allergrößte mühe aber ansonsten is mir dat eigentlich (2.0) so völlig ejal ick bin berliner bin in berlin jeborn bin in berlin groß jeworden und dazu gehört nu mal die berliner sprache und wer dat nich will * der muß halt woanders hingehn (2.0)

Gesellschaftspolitischer Kontext (Varietätenwahl Berlinisch vs. Hochdeutsch)

Was die süddeutsche Variante ich bin gesessen angeht, sieht Vera "dit vakehrt". Die Bedeutung stimmt mit Norddeutsch ich habe gesessen überein. Es handelt sich um dialektale Varianten. Aufgrund ihrer Zugehörigkeitsgefühle zur ostdeutschen Sprechergemeinschaft räumt Vera dem Dialekt Gebrauchsrecht für den Alltag ein. "Ordentlich hochdeutsch reden" solle man / frau können, aber dauernd hochdeutsch zu reden "hört sich manchmal wirklich n bissen bescheuert an". Veras sprachliche Identität ist das balinarn – und wer das nicht schätze, der möge halt bitte woanders wohnen.

Soziolinguistischer Kommentar: Die Einwohner (Sprecher) der Kommunikationsgemeinschaft Berlin-Ost sprachen (und sprechen) ganz überwiegend die berlinische Umgangssprache im Alltag. "Sprache bzw. der Sprachgebrauch" war in der DDR kein soziales Selektionskriterium – genau dies gilt aber im Westen.


(c) Alla BW 25 (ursprünglich Osten, vor dem Mauerfall in den Westen ausgereist)

Sound der Einheit: Alla (BW_E_25)

0190 JD
und jetzt hier; ehm fällt ihnen was auf, zum dialekt. in ost und west. gibts da unterschiede? also zum berlinischen. berlinern die kinder im osten mehr oder ((unverständlich))

0191 ALLA
oh die die berlinern bei úns mehr. ich glaube es ja. (0.1) auch von den erwachsenen; also das schlimme; dieses diesen schlimmen * jargon * glaub ich gibts mehr * im ostteil. es

0192 JD
durch alle schichten oder is es schon auch fixiert auf,

0193 ALLA
nee nee das is nich durch alle schichten also * vielleicht die weniger gebildeten schichten also eh árbeiter ...

Kontext Varietätenwahl

Alla bestätigt, dass in Ostberlin mehr berlinert wird. Sie nennt das Berlinische abwertend einen "schlimmen Jargon". Das Ausdrucksrepertoire des Jargons erfüllt die Funktion der Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe (z.B. Arbeiter) und zugleich der Abgrenzung gegenüber anderen Teilen der Gesellschaft. Besondere Wörter und Wendungen machen den Symbolwert des Jargons aus. Für Alla ist der Jargon das Ausdrucksmittel der "weniger gebildeten Schichten".


Einstellungen zum Berlinern: SprecherInnen aus Westberlin


(d) Caroline und Berta BW 45 (West)

Sound der Einheit: Caroline und Berta (BW_E_45)

Audio

Sound der Einheit: Caroline und Berta (BW_E_45)

Caroline und Berta

165 BERTA
ja für die is das auch ganz normal ehm für die is das auch nich so verpönt also ich find * in westberlin is-ses ja doch in vielen bezirken einfach nich so angesagt zu berlinern_ * oder in vielen situationen einfach nich also ich mein ich berliner ja würd ja jetzt auch nich einfach hier losberlinern eh

166 BL
warum eigentlich

167 BERTA
weil ich-s unangenehm finde_ weil ich den dialekt nich so: toll finde_ (2.0)

168 BL
also jetzt klanglich oder was man^

169 BERTA
also s hat n negativen touch * proll_ * n proll verbind ich damit

Kontext Varietätenwahl:

In halbformellen oder formellen Situationen wirkt berlinern in West-Berlin ordinär. Für Berta hat Berlinisch einen "negatativen touch", es ist die Sprache der Proleten.


(e) Cris BW 50 (West) "die berlinern mehr die ostberliner"

Sound der Einheit: Chris (BW_E_50)

Audio

Sound der Einheit: Chris (BW_E_50)

Chris

0165 JD
ja. * die berlinern mehr die ostberliner.

0166 CHRIS
die berlinern mehr, ja.

0167 JD
wer berlinert da?

0168 CHRIS
alle.

0169 JD
alle. * was heißt alle?

0170 CHRIS
durch alle bevölkerungsschichten geht das.

0171 JD
und hier?

0172 CHRIS
na hier is das ja dadurch daß hier ich denke hier sind sehr viele wéstdeutsche. es gibt gar nich so viele einge- einheimische eingesessene berliner; daß das hier nachgelassen hat das berlinern; ich stell das auch in der schule fest,

0173 JD
hmhm,

0174 CHRIS
nun ham wirn sehr hohen anteil ausländischer schüler,

0175 JD
hmhm,

0176 CHRIS
und aber auch die déutschen die ich jetzt habe berlinern nich mehr so wie * vor zwanzig jahren als ich anfing in neukölln zu unterrichten.

0177 JD
wie kommt dat oder woran liegt das?

0178 CHRIS
eh ich denk schon durch die míschung; dadurch daß sehr viele fremde gekommen sind;

0179 JD
hm.

0180 CHRIS
und eh in den schulen nich mehr so berlinert wird;

0181 JD
und prestige? als stichwort,

0182 CHRIS
prestige. nun sind bin ich ja anner hauptschule.

0183 JD
na ja gut. nich bei den schülern.

0184 CHRIS
bei den schülern.

0185 JD
eh berlinisch und

0186 CHRIS
be * eh bei den eh ja. das da da ja das weiß ich nich. (2.1) (2.0) das soll ja keine rolle gespielt haben. früher nich, (2.0)^

0187 JD
ob man berlinert

0188 CHRIS
ob man berlinert eh oder * is das sone schichtengeschichte? hier gewesen, in berlin? * weiß ich jetzt nicht.

0189 JD
is ihnen nichts aufgefallen, * ich glaube schon daß es * für westberliner * relativ unschick war zu berlinern ((unverständlich))

0190 CHRIS
n makel?

0191 JD
am gymnasium

0192 CHRIS
ja gut.

Der Gebrauch des Berlinischen an Hauptschulen. Aufklärung über verschiedene Faktoren, die den Alltagsgebrauch sanktionieren.


0340 UM
bei ost berlinern an der uni^ hören wir es immer noch_ also eben daß die berlinern^

0341 CHRISTINE
die berlinern unheimlich_

0342 UM
genau_ und n bißchen anders_ eben obwohl ich immer noch nich genau weiß wie

0343 CHRISTINE
na einfach viel intensiver_

0344 JENS
die original *

0345 CHRISTINE
doch also

0346 JENS
slang * is doch n bißchen stärker erhalten bei denen.

0347 CHRISTINE
also hier durch durch seinen ehemaligen prof da von der tu da ham wir leute eben auch aus karlshorst kennenjelernt_ und sie is ärztin und die berlinert wirklich unglaublich find ick_

0348 JENS
hmhm_

0349 CHRISTINE
also da merkste dit wirklich ganz stark

0350 JENS
die hat son son richtjet berliner mundwerk son loset_

0351 CHRISTINE
ja^ und wenn de jetzt auch hier so im im fernsehn manchmal da warn dann so sendungen die von der charite so ärztlich so über ürgendwat gesprochen hatten_ dann eh (0.2) haste dit eigntlich auch fand ick immer erstaunlich für leute die so * in soner jehobenen position auch sind ja^

Kontext Varietätenwahl

Für Jens ist 'berlinern' ein Slang. Slang ist in der Soziolinguistik ein spontan aufkommender Jargon (siehe oben), der im Prozess häufiger und zunehmend lebendig werdender Interaktionen aufkommt und wieder verschwindet, sobald dieser ineraktive Hype vorbei ist. Der Begriff (von Jens nicht wissenschaftlich verwendet) hat hier eine ähnliche negative Konnotation wie oben Jargon.


Berlinisch: Ausgewählte Ausdrücke / besondere Eigenschaften


Gitta BW 10 (Osten)

0273 GITTA
ne^ die würden dit wirklich in kauf nehm andere die hatten nen die wurden traktiert durch ausreiseantrag wir ham viele freundschaften hier die übergesiedelt sind muß ick sagen^

0274 OL
hmhm^

0275 GITTA
überwiegend eigentlich * wir ham och recht * na sag ick mal arrogante wessis * so im jargon kennengelernt ja^ In Ost-Berlin wurde ein Sammelbegriff (Hyperonym) wie Freundschaften dem semantisch eingeengteren (individuellen) Begriff (Freunde) vorgezogen. Wir (die beiden Autoren) denken, dass Freundschaften eine etwas abstraktere Wortwahl ist – so wie etwa der Ausdruck Kollektiv.


BW-15 Maria (Ost) "ick (habe) ne westverwandtschaft, die selbst Lehrer ist"

0018 MARIA
die die westvawandschaft hat sich sehr um uns bemüht^ * ond hat vasucht * uns-n bißchen den westen zu zeigen * und o:ch denn vorübajahend also o:ch mit geld unta-m arm zu greifen

Wie bei Freundschaften ist Westverwandtschaft ein Sammel- oder Kollektivbegriff. Gemeint sind sicher konkrete Onkels, Tanten, Nichten, Neffen, Enkel etc. Westdeutsche würden auch sagen Verwandte. Möglicherweise stammen die Begriffe Freundschaften, Verwandtschaften aus dem offiziellen bürokratischen Sprachgebrauch der ehemaligen DDR.

Intensivierungspartikel (emotionale Verstärkung des Wortes, vor dem es steht): urst (von urig, sehr urig=urigst = in der Umgangssprache zusammengezogen zu urst)


Ilona BW 41 (West)

183 UM
und ein wort was ich zum beispiel erst vor kurzem gelernt hab daß es existiert * is urst *

184 ILONA
hmhm; hmhm;

185 UM
hörst du das viel?

186 ILONA
eh ja von den jüngeren leuten.

187 UM
a nur von den jüngeren.

188 ILONA
hmhm,

0189 UM
also weiß ich nicht so ähnlich wie * weiß nicht oder wenn man sonst geil sagt oder so keine ahnung. also * es war die urste reise die wir je hatten oder ürgendwie so.


Christine und Jens BW 40 (West)

0378 UM
ja ja_ also zum beispiel n wort was ich jetzt erst vor kurzem sozusagen gelernt habe is urst_ * also * hab ich vorher nich

0379 CHRISTINE
heißt denn dit^

0380 UM
ehm * ja_ * wann sagen die dis^ die sagen das so ich glaub so ähnlich wie (2.0) na ja wie super nich aber * also zum beispiel ehm das war wir hatten den ursten spaß oder so

0381 CHRISTINE
ach so

0382 JENS
ach so^ von urig oder irgendwie sowat ja

In den vorigen zwei Beispielen wird der Supeerlativ urst benutzt. Anfang der 90iger Jahre war dieser Ausdruck einer, an dessen Gebrauch man gleich einen Ossi erkannte.Fragt man Berliner heute, ob sie wissen, was urst bedeute, so können diese Frage nur noch vereinzelte ältere Menschen beantworten.


Christine und Jens B W 40 (West) der Gebrauch von halt und eben

0419 UM
und denn worüber wir noch ne diskussion hatten war * ob ehm* also es muß halt auch irgendwo ausm süddeutschen raum kommen dieses * halt die berliner sagen ja eben_

0420 CHRISTINE
ach so_

0421 UM
weil das eben so is_

0422 CHRISTINE
ja genau das is eigentlich n süddeutsche

0423 UM
und es gibt aber inzwischen ganz viele berliner die sagen weil das halt so ist_ *

0424 CHRISTINE
aber das kommt glob ick nich ausm osten u.

0425 UM
nee aber nein sondern ausm süddeutschen_

0426 CHRISTINE
ja

0427 UM
die die fra was sagst^ sagst du benutzt du das halt^

0428 CHRISTINE
nee_ überhaupt nie_

0429 UM
nee ne^

0430 CHRISTINE
ich sag eben_

0431 UM
benutzt du das halt^ nee ne^ * weil das halt so is nee

0432 CHRISTINE
nee_

0433 JENS
eben benutz ich sicherlich_

0434 UM
aber dann gibs auch noch leute die beides benutzen_ die sagen weil das halt eben so ist_

0435 CHRISTINE
((lacht)) ((lacht)) nee_

0436 JENS
ja das gibs auch_

0437 CHRISTINE
ja das gibts auch aber

0438 UM
und dann ham wir überlegt ob auch geht * weil das eben halt so ist_

0439 CHRISTINE
((lacht)) ja das sagen bestimmt auch welche aber * eigentlich benutz ick

0440 JENS
das würd ich für die ungebräuchlichste form halten

0441 CHRISTINE
ja denk ich auch

0442 UM
und und eh * weil nämlich wenns wirklich ausm ausm schwäbische raum oder so * kommt^ dann dürftens die ossi ossis nicht benutzen aber da isses auch völlig unterschiedlich_

Siehe den Kommentar zu halt und eben oben unter (a) Gina BW 01


Doppelte Perfekt- und Präteritummarkierung


Lena BW-16 (Ost) "'n gewissen Lebensstandard hat man sich geschaffen gehabt"

0092 LENA
nee nee * na und n gewissen lebensstandard hat man sich jeschaffen jehabt und man is ja (2.0) kaum bereit davon abstriche zu machen


BW 10 Gitta (Ost) "dit war n sportflitzer jewesen"

wir ham jesacht sofort ins auto 'rein dit war n sportflitzer jewesen ick saß hinten uffn sozius^ ja^ son notsitz^ dit war mir so egal jewesen * sind wa mit dem k. denn hinjefahrn^ * und ham die janze sache da jesehn dit warn riesen trubel jewesen der erste trabi der war in schöneberg den wa da jesehn hatten ick sag kiekt mal da is n trabi^ da is n trabi^ dit war sone freude jewesen ja^ war janz toll gewesen

Vergangenheitsformen im Berlinischen

In den beiden Sätzen (i) und (ii)
(1) 'n gewissen Lebensstandard hat man sich geschaffen gehabt
(2) dit war n sportflitzer jewesen
gibt es eine morphemische Doppelmarkierung der Vergangenheit durch das grammatische Partizip Perfekt. In beiden Fällen (gehabt, jewesen) würde man im Standard oder in der überregionalen Umgangssprache die zweite grammatische Markierung durch eine Partizip-Perfekt-Form nicht verwenden. So klingt diese für das Berlinische typische Tempusroutine doppeltgemoppelt. Allerdings ist einzuräumen, dass die Partizipform das Vollendetsein des jeweiligen Sachbezugs unterstreicht. In diesem Sinne wird mehr Distanz zum vergangenen Ereignis geschaffen.

Fussnoten