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Geteilte Heimat?

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 40 Analysen & Essays. Ein Sommer der Unentschlossenheit Sechs Monate Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Transformation und Deutsche Einheit Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 30 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwende Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Was bedeutet die Liquidierung von Teilen Memorials? Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2021 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur The Games at the Gate Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts Alltag und Gesellschaft München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? 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Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Ist Antisemitismus vor allem ein ostdeutsches Problem? Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Heimat ist ein Raum aus Bytes Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? Schwierigkeiten mit der Wahrheit Personelle Kontinuitäten in Brandenburg seit 1989 "Geschlossene Gesellschaft" Kulturelite im Blick der Stasi Experten für gesamtdeutsche Fragen – der Königsteiner Kreis Friedrich II. – Friedrich der Große Literaturjournal Deutsch-deutscher Literaturaustausch (8+9/2012) Eine gesamtdeutsche Reihe? Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? Literaturjournal Politische Bildung (6/2012) Antikommunismus zwischen Wissenschaft und politischer Bildung Subjektorientierte historische Bildung Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft "Hallo?! – Hier kommt die DDR" Vergangenheit verstehen, Demokratiebewusstsein stärken Keine einfachen Wahrheiten Literaturjournal Sport (5/2012) Sportnation Bundesrepublik Deutschland? Marginalisierung der Sportgeschichte? Dopingskandale in der alten Bundesrepublik Hooliganismus in der DDR "Erfolge unserer Sportler – Erfolge der DDR" Literaturjournal Nachkrieg (4/2012) Jüdischer Humor in Deutschland Die SED und die Juden 1985–1990 "Braun" und "Rot" – Akteur in zwei deutschen Welten Kriegsverbrecherverfolgung in SBZ und früher DDR Die "Hungerdemonstration" in Olbernhau Eklat beim Ersten Deutschen Schriftstellerkongress Workuta – die "zweite Universität" Dokumentation: Die Rehabilitierung der Emmy Goldacker Kaliningrader Identitäten "Osten sind immer die Anderen!" Freiheit und Sicherheit Literaturjournal Wirtschaft und Soziales (3/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Zeitgeschichte im Film (2/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Nonkonformität und Widerstand (1/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Deutsch-deutsches (11+12/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Öffentlicher Umgang mit Geschichte (10/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 21 Jahre Deutsche Einheit (9/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wissenschaft (8/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau - Teil 2 (7/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau (6/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Kultur (5/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Innere Sicherheit (4/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wirtschaftsgeschichte (3/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Ost-West-Beziehungen (2/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Medien (1/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Über das Deutschland Archiv Redaktion Nach den Unruhen in Kasachstan: Wendepunkt oder Weiter so?

Geteilte Heimat? Der Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte in Deutschland

Martin G. Maier

/ 11 Minuten zu lesen

Diverse Akteure aus dem Spektrum des Konservatismus und der Neuen Rechten positionierten sich zur patriotischen Programmatik der anlässlich des NATO-Nachrüstungsbeschlusses auflebenden Friedensbewegung. Den daraus resultierenden Übereinstimmungen und Abgrenzungen zwischen rechts und links soll hier nachgegangen werden.

Rund 6000 Demonstranten, darunter auch Franzosen, beteiligten sich am 26.10.1980 in Kaiserslautern an einer Kundgebung der Friedensbewegung gegen neue Atomraketen. (© picture-alliance/dpa, picture alliance / Klaus Rose)

Die Nachrüstungsdebatte und die ‚deutsche Frage‘

Intensiv wie nur selten zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik wurden zwischen dem NATO-Nachrüstungsbeschluss Ende 1979 und der Bundestagsabstimmung über die Stationierung zusätzlicher amerikanischer Mittelstreckenraketen mit Atomsprengköpfen am 22. November 1983 deutschlandpolitische und antimilitaristische Positionen miteinander verbunden. Dies spiegelt sich schon in den Protesten gegen die Raketenstationierungen selbst. Sie versammelten hunderttausende um ihre Heimat besorgte Menschen und damit weit mehr als nur den harten Kern alternativer, pazifistischer oder anderweitig systemoppositioneller Gruppen aus der Linken. Doch erst seit Kurzem geraten die nationalneutralistischen und neurechten Anschlüsse an die Agenda der Friedensbewegung stärker in den Blick der Forschung, kaum jedoch die Reaktionen aus dem konservativen Spektrum.

Die drei hier vorgestellten politischen Positionen um die weitere Aufrüstung Deutschlands mit atomaren Waffen einte das Bestreben, die durch den Kalten Krieg vorgegebene Konstellation zu verändern – wenngleich nicht unbedingt durch eine andere Außenpolitik. Konservative, Neue Rechte bzw. nationalrevolutionäre und vereinzelt auch friedenspolitische Gruppen nahmen die Nachrüstung zum Anlass, eine ‚nationale‘ oder auch nationalistische Agenda zu formulieren, und transzendierten damit gemeinsam die üblichen Grenzen zwischen links und rechts. Vorgestellt werden im Einzelnen:

  • nationalneutralistische Positionen aus der grün-alternativen Bewegung gegen die nukleare Konfrontation der beiden Blöcke auf deutschem Boden und einer ihrer Ideenspender aus der Neuen Linken;

  • das auf sie reagierende nationalrevolutionäre Querfrontprojekt der Zeitschrift wir selbst und schließlich

  • Antworten des etablierten Konservatismus auf die neuen friedensbewegten Akteure im linken politischen Spektrum.

Da eine „operative Einigungspolitik“ auf parlamentarischem Wege nicht etabliert werden konnte, kam den für ein blockfreies Gesamtdeutschland eintretenden „Neutralisten“ seit den 1950er Jahren stets nur eine „Außenseiterposition [zu], obgleich mancher Bericht in den Medien einen anderen Eindruck vermittelte.“ Die keineswegs homogene Friedensbewegung wies dazu ein Sammelsurium an einzelnen Programmpunkten aus. Man könne nur, stellte Wilfried von Bredow 1983 fest, „in den seltensten Fällen von ausgearbeiteten deutschlandpolitischen Konzepten aus der Friedensbewegung oder Gruppen, die sich in ihrer Nähe angesiedelt haben, ausgehen; meist handelt es sich nur um einzelne Argumentations-Meteorite, um einzelne topoi.“ Doch treffen zuweilen ja auch Meteoriten empfindliche Orte. Einen solchen ‚Einschlag‘ verursachte etwa die immer wieder kolportierte und auch bei von Bredow zitierte Sentenz des Pastors und ehemaligen regierenden Bürgermeisters von Berlin, Heinrich Albertz aus dem Jahr 1981: „Wir sind doch, wenn wir genau hinsehen, ein besetztes Land in beiden deutschen Staaten“.

Exemplarisch für viele andere Aussagen, die einen das politische Links-rechts-Schema überwinden wollenden Patriotismus verfochten, kann das im selben Jahr in DER ZEIT geführte Interview mit dem Bundessprecher der Grünen, Rainer Trampert, herangezogen werden, der die Außenpolitik seiner bislang nicht im Bundestag vertretenen Partei mit den Worten begründete: „In Ronald Reagans Kriegsführungsstrategie spielt die Bundesrepublik Deutschland eine Pufferrolle. Im Grunde genommen werden wir aus der Sicht der USA die Abschußrampe der Nato, und damit verlagert sie ihr Gefährdungspotential von den USA nach Mitteleuropa. In diesem Zusammenhang geht eine derartige Bedrohung von diesem Nato-Hauptquartier aus, daß ich eigene deutsche Interessen unabhängig von dieser Bedrohung in den Vordergrund stellen würde, was auch den Ausstieg aus der Nato mitbeinhaltet. Ich sehe eine ganz große Gefahr in der derzeitigen Politik der Regierung. Kohl macht die Bundesrepublik praktisch zum 51. Staat der USA.“ Daraus leitete Trampert als grüne Hauptforderung ab: „Es geht uns darum, überhaupt erst wieder ein Selbstbestimmungsrecht der Bundesrepublik Deutschland herzustellen.“

Antiimperialismus in eigener Sache

Solche antiimperialistischen Bezugnahmen auf das eigene Land finden sich bereits in der Neuen Linken der 1970er Jahre, die sich oft gleichermaßen gegen die sowjetische Aggression und gegen die angebliche kulturelle Dominanz der USA über das von ihr besiegte Deutschland wandten. Die Zeit um 1980, in der viele undogmatische Linke sowie manche maoistische Gruppen in den Neuen Sozialen Bewegungen und den grünen Listen aufgingen, lässt sich an Rudi Dutschke verdeutlichen, der als eine wichtige intellektuelle Gründungsfigur der Grünen gelten kann. Dutschke vertrat ein dialektisches Konzept des Internationalismus. Die nationalen Befreiungsbewegungen erschienen ihm einerseits als Voraussetzung für die internationalen Emanzipationskämpfe gegen Imperialismus und Kapitalismus. Andererseits galt ihm insbesondere die Wiedervereinigung Deutschlands in Form einer Überwindung beider politischer Systeme – der repräsentativen Demokratie im Westen und der Einparteienherrschaft im Osten – als Prüfstein für eine weltpolitische Wende, die eine globale soziale Revolution einleiten könnte. Im Laufe der 1970er Jahre kritisierte Dutschke immer wieder die Teilung Deutschlands, die er zuweilen explizit der „deutschlandpolitische[n] Vorgehensweise der Siegermächte“ zur Last legte. 1974 beklagte Dutschke in der Zeitschrift konkret auch den Verzicht der DDR, weiterhin eine gesamtdeutsche Nation anzustreben, als ein Haupthindernis für die nationale Einheit und schärfte daran seine Kritik am real-existierenden Sozialismus.

Die Nationalrevolutionäre und die Alternativbewegung

Es verwundert daher nicht allzu sehr, dass die nationalrevolutionäre Zeitschrift wir selbst, welche Querfronten zwischen antikapitalistischen Gruppierungen und ethnischen Separatisten befördern wollte, ein Porträtfoto Dutschkes auf das Cover ihrer Ende 1979 erscheinenden Nullnummer hievte. Ein(e) namentlich nicht genannter Autor(in) bezeichnete in der Startausgabe des Magazins den ehemaligen SDS-Aktivisten sogar als „Vorreiter“ der Zeitschrift. Er habe die „unterschiedlichen Erfahrungsprozesse“ der nationalen sowie der internationalen Kämpfe miteinander verbunden: „Bemerkenswert war die Erklärung von Dutschke, die alternative Bewegung müsse ohne ideologische Scheuklappen […] überall auf der Welt für die Menschenrechte eintreten und eine Politik für die Menschen betreiben, hierzu gehöre auch die nationale Frage mit ihrem Gorleben und Bartelsleben, mit den Panzern in Ost und West.“

Als Anknüpfungspunkt zur Linken wurde die dort neu erwachte Sensibilität für die ‚deutsche Frage‘ gewählt. Insbesondere bei den grün-alternativen Bewegungen, aber auch in der großen Solidarität der Neuen Linken für DDR-Dissidenten wie Rudolf Bahro entdeckten die revolutionären Nationalisten Spuren einer neuen nationalen ‚Unbefangenheit‘, die sie für sich nutzen wollten. Die (angebliche) Radikalität der Neuen Linken bzw. der Neuen Sozialen Bewegungen im Hinblick auf ihre Distanz zur etablierten politischen Kultur der Bundesrepublik suchten sie gegen den Internationalismus ins Spiel zu bringen und als beginnende völkische Mobilisierung auszulegen: „Wie kommt es denn nun zu diesem Wiederentdecken und Aufgreifen der nationalen Frage? Man würde es sich zu einfach machen, wenn man nur sagen würde, dies rührt daher, weil die Etablierten versagt haben. Es kommt auch nicht allein daher, daß wir nun glauben, den Masochismus, den die Besatzungsmächte uns wegen der verbrecherischen Hitlerära aufgedrückt haben, überwunden zu haben. Vielmehr ist es ein Entdecken und Wiederentdecken von Werten, von natürlichen und selbstverständlichen Dingen. Und hierbei hat, vielleicht am Anfang auch unbewußt, die Ökologie- und Regionalismusbewegung sehr viel beigetragen. Abkehr von den Welteinheitsideologien, dezentrale Wirtschaftskreisläufe, Basisdemokratie, Menschenrechte, Wiederentdecken der einzelnen Kulturen der Völker (Elsaß, Wales, Bretagne, Baskenland, Okzitanien etc.), all das sind Elemente, die zwangsweise in eine alternative, gesamtperspektivische Entwicklung einmünden, bei der die Frage der Besetzung und Spaltung Deutschlands nicht mehr ausgeklammert werden kann.“

Diese Gesamtperspektive zeigt tatsächlich, dass die Transfermöglichkeiten nationalneutralistischer und das heißt auch völkisch-nationalistischer Positionen zwischen der grün-alternativen Ökologie- und Friedensbewegung und der nationalrevolutionären Neuen Rechten keineswegs gering waren. Denn die Letztgenannten, insbesondere ihren Vordenker Henning Eichberg, der auch der produktivste Autor von wir selbst war, kennzeichnete insbesondere, wie Alexander Gallus feststellt, „daß sie kultur- und gesellschaftspolitischen Fragen einen Vorrang vor der Deutschland- und Sicherheitspolitik gaben.“ Dies macht etwa ihr Faible für Ökologie und regional gewachsene lebensweltliche Strukturen deutlich. Hier rannte die nationalneutralistische und auf die alternativen Bewegungen Einfluss nehmende Neue Rechte damit bei der ebenfalls stark zum Regionalismus tendierenden und für Ökologie als Lebensschutz plädierenden Gründergeneration der Grünen zuweilen offene Türen ein. Mit ihrer zum Teil ideengeschichtlich auf die Siedlungsbewegung und andere Lebensreform-Bestrebungen aus der Zeit des frühen 20. Jahrhunderts zurückzuverfolgende Zivilisationskritik, schlug sie ihrerseits thematische Brücken zum regionalistischen Teil der Neuen Rechten.

Konservative Reaktionen auf die Friedensbewegung

Solche gemeinschaftsseligen Tendenzen in der Öko-, Alternativ- und Friedensbewegung samt ihrer für Blockfreiheit plädierenden Positionen stießen bei den etablierten konservativen Positionsinhabern, anders als bei der Neuen Rechten, zumeist rundheraus auf Ablehnung. Dies überrascht nicht, waren doch die Vorgänger der aktuellen Protestbewegungen aus der Studentenrevolte ein Hauptgrund für den ab 1968 neu auflebenden Konservatismus. Indes fand ihr Patriotismus zuweilen durchaus Anerkennung, wie die letzten hier vorgestellten Beispiele zeigen werden. Der Soziologe Erwin K. Scheuch, aktiv im gegen die Neue Linke an den Universitäten auftretenden Bund Freiheit der Wissenschaft, sah sogar die Gefahr einer Konvergenz zwischen extrem linken und extrem rechten Strömungen an den Hochschulen, die in einen aggressiven Deutschnationalismus münden könnte: „Heute mag es die Kernkraft sein, gestern war es die Nachrüstung, vorgestern die Rekrutenvereidigung, morgen wird es das Nato-Bündnis sein, übermorgen die Überfremdung der deutschen Kultur – ernst und weniger ernst – durch westlich kapitalistische Produkte. Die linke Gegenwelt ist heimlich dabei, sich deutsch-nationalistisch einzufärben. Das Erneuerungswort heißt ‚Patriotismus’. Die bekannteren Geister befinden sich bereits unterwegs zu einem neuen Tauroggen.“

Ebenso fand im Umfeld der Unionsparteien das Phänomen eines alternativen Nationalneutralismus kaum Beifall. Dies mag daran gelegen haben, dass die strategische Sicherheit der Staatsnation im liberalkonservativen Mainstream Priorität besaß vor den Träumen von einer blockfreien Kulturnation aus beiden deutschen Staaten – die zwar eines Tages vielleicht wiedervereint sein könnten, aber nur um den Preis, vorher alle Garantien durch die westlichen Schutzmächte eingebüßt zu haben. Stattdessen wurde ein antitotalitärer Patriotismus zum Gebot der Stunde erhoben: Die Bedrohung müsse ausgehalten, die inhärenten Gefahren der Gegenwehr durch die Stationierungen neuer atomarer Waffen seien in Kauf zu nehmen. Die „lückenlose Friedensversorgung“ – von der Ludolf Herrmann, Chefredakteur der CDU-Strategiezeitschrift Die politische Meinung, sprach – wurde hingegen als ein ins Kraut schießender Hedonismus abgetan, der gespickt sei mit dem Wunsch nach Freiräumen für die eigenen militanten Aktionen: „Unter das soziale soll ein politisches Netz geknüpft werden, das die Turnübungen eigener Unfriedlichkeit ebenso absichern soll, wie das wirtschaftliche Risiko bereits abgesichert ist.“

Erst im Nachhinein, nach dem Bundestagsbeschluss über die Nachrüstung, vermochte Herrmann den Aktionen der Friedensbewegung, ihren Menschenketten und pathetischen Überlebensbekundungen ein verquastes Bekenntnis zu Verzicht und Heimat abzulesen: „Wer hätte das vor zehn Jahren zu denken gewagt, daß moderne junge Leute – anstatt sich selbst zu verwirklichen – ihr größtes Glück darin sehen könnten, händchenhaltend zum Teil einer Gemeinschaft zu werden? Man mag die darin verborgenen Möglichkeiten kollektiver Verführung fürchten, dennoch ist dies neue Verhalten zunächst als ein Zeichen dafür zu werten, daß die Phase des Superindividualismus vergangen und die Bereitschaft, Gemeinschaft anzuerkennen, zurückgekehrt ist.“ Der Alternativ-Patriotismus blieb ihm zwar suspekt, wurde aber in der Rückschau erträglicher und durchaus als Gewinn betrachtet: als Einsicht in den nötigen Verzicht auf individuelle Entfaltung und sozialstaatliche Absicherung der Lebensrisiken. Positiver als Herrmann sah der Hohenheimer Sozialphilosoph Günter Rohrmoser, ein wichtiger Vordenker am rechten Rand der Unionsparteien und vielgefragter Kritiker der nach Beginn der Kohl-Ära ausgebliebenen ‚geistig-moralischen‘ Wende, die Friedensbewegung. Bei der großen Friedenskundgebung im Bonner Hofgarten 1983 habe angeblich „die Mehrheit die Schriften des Autors Michael Ende im Rucksack gehabt […] und nicht das Kapital von Karl Marx“. Nicht der Umsturz sei demnach ihr Ziel, sondern die Bewahrung des Landes. „Das Charakteristikum dieser Bewegungen ist es, daß sie eine Art anarchistischen Konservatismus oder konservativen Anarchismus darstellen. Konstitutiv ist der Wille zur Erhaltung. Bewahren ist das neue große Thema der Epoche. Sinnvolle Lebensformen sollen wiederhergestellt werden, wo sie sich aufgelöst haben.“

So stand für Rohrmoser bei aller Reserve gegenüber ihrer durchaus manchmal aufflammenden Militanz die Friedensbewegung für ein richtiges Problembewusstsein. Die Gründe für ihr Erscheinen lägen jedoch in der Führungsschwäche der etablierten Parteien, vor allem der Union. Für Rohrmoser füllte sie, wenn auch unzureichend, ein Vakuum, das fatalerweise die geistige Nachgiebigkeit der Eliten gegenüber der Dekadenz geschaffen hatte. Doch standen die alternativen Patrioten für einen Bewusstseinswandel, für die Bereitschaft zum Dienst an der Gemeinschaft und zum Verzicht.

Fazit

Alle drei dargestellten Strömungen teilten über ihre verschiedenen politischen Strategien, Ziele und Weltbilder hinweg den Möglichkeitssinn, die gefährliche Situation der atomaren Konfrontation für Veränderungen zu nutzen und neue Bündnisse zu schmieden: Der Ausweg aus der lähmenden Gefahr sollte über politische Vergemeinschaftung durch nationale Identität führen. Fern aller operativen Kontexte wurden einzelne Mobilisierungsaspekte des grün-alternativen und friedensbewegten Spektrums unter dem Stichwort ‚Heimat‘ sogar von konservativer Seite wahr- und angenommen, während die nationalrevolutionären bzw. nationalneutralistischen Rechten in erster Linie die unmittelbare atomare Bedrohung dieser ‚Heimat‘ als Kitt für eine rechts- und gleichzeitig linksalternative Querfront sahen.

Zitierweise: Martin G. Maier: Geteilte Heimat? Der Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte in Deutschland, In: Deutschland Archiv, 17.010.2018, Link: www.bpb.de/277692

Fussnoten

Fußnoten

  1. Vgl. aber aus der älteren Literatur: Alexander Gallus, Die Neutralisten. Verfechter eines vereinten Deutschland zwischen Ost und West 1945-1990, Düsseldorf 2001; Arno Klönne, Zurück zur Nation? Kontroversen zu deutschen Fragen, Köln 1984; Andrei S. Markovits und Philipp S. Gorski, Grün schlägt rot. Die deutsche Linke nach 1945, Hamburg 1997.

  2. Wie Benjamin Ziemann feststellt, waren die meist vor allem gegen die USA gerichteten zeitgenössischen Proteste aber auch in anderen westeuropäischen Ländern dazu geeignet, „den Nationalstaat als ‚Identitätsraum‘ zu bekräftigen“: Werner Ziemann, A Quantum of Solace? European Peace Movements during the Cold War and their Elective Affinities, in: Archiv für Sozialgeschichte, Nr. 49, 2009, S. 351-390, hier S. 356. Übersetzung durch den Autor.

  3. Gallus, Die Neutralisten (Anm. 1), S. 319.

  4. Ebd., S. 334. Vgl. dazu das Titelbild der Illustrierten Stern, 22.10.1981, https://www.hausderpressefreiheit.de/Home/Deutsche-Geschichte-im-Spiegel-der-Presse/Zeitstrahl/1950-1989/1981/Stern-Nr.-44,-22.10.1981-Braunau.html, letzter Zugriff am 27.09.2018.

  5. Wilfried von Bredow, Friedensbewegung und Deutschlandpolitik. Herkömmliche und neuartige Aspekte einer Themenverbindung, in: Aus Politik und Zeitgeschichte – Beilage zur Wochenzeitung ‚Das Parlament’, 33 (1983) 46, S. 34-46, hier S. 35.

  6. Albertz zit. n. ebd., S. 43. Seine Äußerung fiel 1981 beim Hamburger Kirchentag im öffentlichen Gespräch mit Bundeskanzler Helmut Schmidt.

  7. Beide Zitate aus: Rainer Trampert, Hoffen auf einen gewaltfreien Bürgerkrieg. ZEIT-Interview mit Rainer Trampert, dem Bundessprecher der Grünen, in: DIE ZEIT, 25.2.1983, https://www.zeit.de/1983/09/hoffen-auf-einen-gewaltfreien-buergerkrieg, letzter Zugriff am 27.09.2018.

  8. Vgl. dazu Matthias Stangel, Die Neue Linke und die nationale Frage. Deutschlandpolitische Konzeptionen und Tendenzen in der Außerparlamentarischen Opposition (APO), Baden-Baden 2013, S. 375ff. und dessen Aufsatz zu Dutschke als einem Grenzgänger zwischen links und rechts , Rudi Dutschke und die nationale Frage, in: Deutschland Archiv, 28.12.2017, http://www.bpb.de/geschichte/zeitgeschichte/deutschlandarchiv/262189/rudi-dutschke-und-die-nationale-frage, letzter Zugriff am 27.09.2018.

  9. Stangel, Die Neue Linke (Anm. 8), S. 389.

  10. Rudi Dutschke, Pro patria sozi, in: konkret, 30.10.1974, S. 30.

  11. Vgl. http://www.wir-selbst.de/1979/12/, letzter Zugriff am 27.09.2018.

  12. Zitate in diesem Abschnitt aus: Anonym, Nationale Frage – kein Tabu mehr?, in: wir selbst, Dezember 1979, S. 16-18, alle S. 17.

  13. Ebd., S. 16f.

  14. Gallus, Die Neutralisten (Anm. 1), S. 408.

  15. Augenfällig werden solche Einflüsse etwa in einem frühen Programm der baden-württembergischen Grünen, wo es zur Raumordnungspolitik heißt: „Die Städte sollen in einzelne von der Größe her lebensfähige, selbständige Stadtteile gegliedert werden, die durch freie, wohlerhaltene grüne Zonen voneinander voll isoliert sind.“ Aus: Die Grünen Baden Württemberg, Das Programm, ca. 1982, 3. Auflage, Stuttgart, S. 22. Das Zitat lässt an die Gartenstadt-Bewegung von Leberecht Migge zur Zeit der vorletzten Jahrhundertwende denken.

  16. Erwin K. Scheuch, Hochschulen 1982. Auch weiterhin Start- und Landeplatz für Ideologen, in: HPI – Hochschulpolitische Informationen, 13 (1982)1, S. 3-5, hier S. 4. Die Chiffre „Tauroggen“ macht deutlich, dass Scheuch als historisches Vorbild für die Friedensbewegung die Lossagung des preußischen Hilfskorps von der Großen Französischen Armee im Jahr 1812 und ihr stattdessen eingegangenes Bündnis mit Russland verstand.

  17. Beide Zitate: Ludolf Herrmann, Ohne Titel [Editorial], in: Die politische Meinung, Nr. 201, 1982, S. 1.

  18. Ludolf Herrmann, Halbzeit für Kohl. Der Regierungskurs wird durch eine Tendenzwende unterstützt (II), in: Die politische Meinung, Nr. 219, 1985, S. 16-26, hier S. 20.

  19. Günter Rohrmoser, Geistige Wende – warum?, Mainz 1983, S. 100.

  20. Ebd., S. 101.

  21. Vgl. Rohrmoser, Geistige Wende (Anm. 19), S. 117 u. 112.

  22. Zum Angstdiskurs vgl. Judith Michel, „Die Angst kann lehren, sich zu wehren“ – Der Angstdiskurs der westdeutschen Friedensbewegung in den 1980er Jahren, in: Tel Aviver Jahrbuch für deutsche Geschichte, Nr. 38, 2010, S. 246-269.

ist Politologe am Portal Ideengeschichte an der Philipps-Universität Marburg. Er arbeitet schwerpunktmäßig zum Konservatismus nach 1968, zur Wissensgeschichte der Politikwissenschaft sowie zur Geschichte der Neuen Linken in der Bundesrepublik Deutschland.