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Für mehr Frauenrechte und Parität

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 42 Analysen & Essays. Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Sieben Monate Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 30 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gibt "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" Föderalismus und Subsidiarität „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Drei Gedanken über Werner Schulz 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Der Weg zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2021 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur The Games at the Gate Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts Alltag und Gesellschaft Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. 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Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Ist Antisemitismus vor allem ein ostdeutsches Problem? Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Heimat ist ein Raum aus Bytes Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Aktion, Reaktion und Gegenreaktion im „Schlüsseljahr“ 1952 Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? 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Für mehr Frauenrechte und Parität

Carmen Niebergall

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In der Reihe "ungehaltene Reden" ehemaliger Abgeordneter der letzten Volkskammer der DDR, reflektiert die sachsen-anhaltinische CDU-Politikerin Carmen Niebergall über die "Kraft der Anfangsjahre" nach 1989, auch frauenpolitische Ziele durchsetzen zu können. Doch inzwischen, so kritisiert sie, bewege sich auf diesem Gebiet vieles nur noch "im Schneckentempo". Gewalt gegen Frauen und Kinder sei weiterhin ein dringliches Problem, die Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männer "sind weiter gravierend" und eine strukturelle, institutionelle Gleichstellungspolitik sei "irgendwo angesiedelt, wenig sichtbar, und mit wenig Befugnissen ausgestattet". Engagiert fordert sie ein Parité-Gesetz.

Vor 30 Jahren: DDR-BürgerInnen mit Transparenten wie "Kein § 218! So wahr und Gott helfe" vor der Volkskammer in Ostberlin am 22. April 1990. Bei einer Vereinigung der beiden deutschen Staaten müsse dafür gesorgt werden, dass das Recht auf Abtreibung nicht eingeschränkt werde, so die Forderung der Frauen. Ein Schwangerschaftsabbruch bis zur zwölften Woche war seit 1972 in der DDR legal. (© picture-alliance/dpa, Peter Kneffel)

Als ich mit dem Schreiben dieser Interner Link: „ungehaltenen Rede“ beginne, sind wir auf dem Höhepunkt der Corona-Pandemie 2020. Es beginnt eine Zeit der Nachdenklichkeit. Nicht nur über Corona und die Folgen: Wieder ein Einschnitt in der deutschen Geschichte, wieder etwas bisher Unvorstellbares, wieder etwas kaum Aufhaltbares, das einen enormen Kraftakt der gesamten Gesellschaft erfordert. In gewisser Weise also wie damals 1989/90.

So beginnt meine Reflexion über die Zeit vor 30 Jahren oder vielleicht besser vor 35 bis 40 Jahren. Jetzt rückblickend, da ich fast 35 Jahre in einer Diktatur und jetzt 30 Jahre in einem demokratischen Rechtsstaat lebe, war diese Volkskammerzeit ebenso ein immenser Kraftakt. Historisch und weichenstellend.

Das Volk wollte mehrheitlich die Deutsche Einheit, denn die Zustände in der DDR waren nicht mehr haltbar, waren für die meisten Menschen nicht mehr hinnehmbar. Das war nicht nur mein Gespür in Genthin, dieser Kleinstadt mit dem Waschmittel „Spee“, das einst zu den Henkel-Werken gehörte und heute wieder gehört, aber nun in Düsseldorf hergestellt wird.

1987 war ich zum ersten Mal „im Westen“, auf Verwandtenbesuch in Nordrhein-Westfalen (NRW). Danach wusste ich: die DDR wird nicht mehr lange überleben können, da wir ökonomisch und auch gesellschaftlich am Ende waren. Viele Menschen in der ehemaligen DDR dachten so und es begann ein Austausch, Gespräche und schließlich auch politisches Handeln. So war es selbstverständlich, dass ich am 3. Oktober 1989 bei der Gründung der Ortsgruppe des Neuen Forum Genthin dabei war, der oppositionellen Plattform zur Diskussion lebenswichtiger Fragen der gesellschaftlichen Entwicklung und der Mitgestaltung aller Formen der Demokratie.

Demonstration der Bürgerrechtsbewegung Neues Forum am 4.11.1989 in Genthin. Unter den DemonstrantInnen auch die spätere CDU-Volkskammerabgeordnete Carmen Niebergall (© Privat)

Von da an ging alles sehr schnell. Als das Neue Forum am 4. November 1989 in Genthin zweitausend Menschen auf die Straße brachte, war das für die Kleinstadt im Jerichower Land eine machtvolle Demonstration für gesellschaftliche Erneuerung. Demokratische Veränderung und Freiheit waren die Ziele, nicht viel später kam der Ruf nach der Einheit Deutschlands hinzu. Meine Gedanken und Gefühle waren ambivalent. In die Aufbruchsstimmung mischte sich auch Angst und die Frage, welche Herausforderungen anzunehmen und zu bewältigen sein würden.

Innerhalb der CDU, der ich seit März 1979 angehöre, weil ich nicht Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei SED werden wollte, gab es unterschiedliche Bestrebungen in dieser Umbruchzeit. Manche träumten von einer reformierten DDR. Ich wollte die Deutsche Einheit und dass die CDU handelt. Und das tat sie dann auch, denn bereits am 24. Februar 1990 wurde in Halle-Neustadt die CDU Sachsen-Anhalt gegründet. Es war noch vor der Einheit und der Gründung der neuen Bundesländer der erste Landesverband in der damaligen DDR und Dr. Gerd Gies wurde der 1. Vorsitzende. Ein noch symbolischer Schritt zur Angleichung der politischen Strukturen in einem künftig geeinten Deutschland.

Dann folgte die Wahl zu jener Volkskammer, welche die Einheit beschloss und der ich voller Stolz angehören durfte, denn im Bezirk Magdeburg hatte ich den Listenplatz 3. Meinen großen Traum wollte ich umsetzten, kämpfen. Der Wahltermin war wegen der dramatischen wirtschaftlichen und politischen Lage vom 6. Mai auf den 18. März 1990 vorverlegt worden. So wurde es ein kurzer und heftiger Wahlkampf. Aber wie führt man einen guten Wahlkampf? Unterstützung kam in vielfältiger Weise aus Niedersachsen und NRW. Die Allianz für Deutschland war geboren und ich tingelte von Ort zu Ort, sprach mit den Menschen meiner Region über Zukunftshoffnungen und Zukunftssorgen. Fast alle wollten die schnelle Vereinigung unseres Volkes. Das war mein Auftrag, den ich annehmen und gestalteten wollte. Im Staccato dieser Zeit notierte ich später Erinnerungsfetzen an diese wohl wichtigste Ära meines Lebens:

Mit meinem Lada fahre ich, etwas später als gewollt, auf der B1 in Richtung Magdeburg. Mein Ziel: die Lübecker Straße. CDU-Mitglieder aus dem Bezirk Magdeburg kennen die Adresse. Heute, am 18. März 1990, ist dies für mich ein wichtiger Punkt. Es ist die CDU-Geschäftsstelle, welche in den vergangenen Wochen Dreh- und Angelpunkt für den ersten Wahlkampf meines Lebens war. Es ist 18.00 Uhr und die erste Hochrechnung im Radio lässt mich fast in den Straßengraben fahren. Vor Schreck, vor Angst, vor Freude? Ich weiß nicht. Jedenfalls stehe ich am Straßenrand mit wilden Gedanken. Alles unfassbar. Was kommt nun? Wie geht es weiter? Wie viel Zeit haben wir? Mir war klar: Mit meinem dritten Listenplatz war ich drin- in der ersten freigewählten Volkskammer. Was für ein Meilenstein in meinem Leben."

Es sollte die „Einheits-Volkskammer“ werden - das war mein Ziel.

Alles überschlug sich. Den 18. März 1990 auf dem Marktplatz vor dem Magdeburger Rathaus werde ich NIE vergessen. Die jubelnden Menschenmassen. Dann später in Berlin: streikende Menschenmassen, wütende Bauern mit ihren Tieren und vergossene Milch vor dem „Palast der Republik“, den es heute nicht mehr gibt. Vor dem März 1989, in den Monaten vor dem Wahltag, die aufgewühlten Frauen und Männer im Neuen Forum und bei Auftritten von Helmut Kohl. Die Arbeit in der Volkskammer, für mich im Ausschuss für Haushalt und Finanzen. Lernen, lernen, Neues begreifen, Argumente akzeptieren, diskutieren, triumphieren, enttäuscht sein.

Stasi überall, wem kann man vertrauen und wem nicht.

Begreifen müssen, dass die alte Bundesrepublik von unserem Freiheitsdrang überrollt war.

Agieren und gestalten war gefragt, Wahrheiten, unbequeme Wahrheiten sagen, und Projekte auf den Weg bringen und Raum für das Neue nutzen. Es machte Spaß, aber es war auch die Zeit der offenen Worte: dass es Arbeitslose geben würde, dass Betriebe wegbrechen, dass Maßnahmen des Arbeitsamtes genutzt werden müssen, um vielen Menschen das Gefühl zu nehmen, plötzlich überflüssig zu sein.

Die Zeit hat mich verändert, geprägt, stolz und manchmal auch betroffen gemacht, wie mit uns, den Abgeordneten der ersten freigewählten Volkskammer umgegangen wird. Im „Archiv der Deutschen Abgeordneten“, einem Kunstwerk von Christian Boltanski im Reichstagsgebäude, sind alle Abgeordneten verzeichnet, die den deutschen Parlamenten von 1919 bis 1999 auf der Grundlage freier Wahlen angehörten. Es sind beinahe 5.000. Wir fehlen.

Portraitfoto von Carmen Niebergall (ehem. Stange) aus dem Verzeichnis aller Volkskammer-Abgeordneten 1990

Das Geschriebene trifft sich mit den Gedanken im dreißigsten Jahr der Volkskammerwahl und dem Tag der Deutschen Einheit im Jahr 2020. An die sich überschlagenden Ereignisse in der Volkskammer denke ich immer und immer wieder. Den Sprint von 180 Tagen politischer Verantwortung mit 104 Gesetzen und 93 Beschlüssen, die für die Menschen erhebliche Auswirkungen hatten.

Mit dem Ländereinführungsgesetz vom 22. Juli 1990 haben wir nicht nur die Wiedererrichtung der östlichen Bundesländer beschlossen, sondern es war zugleich die Grundlage für den Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland. Zunächst auf dem Papier war Sachsen-Anhalt fast in den Grenzen von 1952 wiedergeboren. Seither bin ich Sachsen-Anhaltinerin und dies mit Leib und Seele. Offiziell gibt es das Land Sachsen-Anhalt seit dem 3. Oktober 1990. Am 14.Oktober 1990 wählten die Bürgerinnen und Bürger der DDR erstmals nach 1946 in freier Wahl das Landesparlament Sachsen-Anhalt und dieses Dr. Gerd Gies zum Ministerpräsidenten.

Knackpunkt: Der § 218

Ein Thema hatte mich bereits in der Volkskammerzeit besonders aufgewühlt und sollte mich noch lange in meiner politischen Laufbahn auch in Sachsen-Anhalt begleiten: der § 218 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB), wonach Abtreibungen in der Bundesrepublik grundsätzlich unter Strafe standen. Es gab nur wenige Ausnahmen, wie etwa eine zu erwartende schwere Behinderung des Kindes, Schwangerschaften, die aus einer Vergewaltigung hervorgegangen waren oder besondere Notlagen der Frauen - sogenannte „Indikationen“. Mit dem Beitritt zur Bundesrepublik hätten wir diesen Paragraphen unverändert übernehmen sollen. Allerdings: Seit den 1970er Jahren war das entsprechende DDR-Gesetz viel stärker auf das Selbstbestimmungsrecht der Frauen ausgerichtet und die Kriminalisierung während der ersten zwölf Schwangerschaftswochen aufgehoben – die so genannte Fristenlösung. Die ostdeutschen Frauen waren alarmiert. Immer und immer wieder kamen Meldungen aus meinem Wahlkreis Genthin und der gesamten „Noch-DDR“, dass die westdeutsche Indikationsregelung nicht einfach so als gesamtdeutsche Regelung gelten könne. „Das nehmen wir nicht hin!“, so der Ausruf vieler Frauen. Es gab eine Demo vor der Volkskammer, eine Unterschriftenaktion und eine Postkartenaktion an die Frauenministerin.

Am 12. Juli 1990 gab es in der Volkskammer eine Aktuelle Stunde zur Fristenregelung in der DDR. Die Aussprache zeigte sehr deutlich, dass nicht so einfach mit JA oder NEIN zu entscheiden war. Wir brauchten kluge Überlegungen, umfassende Diskussionen im geeinten Deutschland und dann eine für alle akzeptable Lösung. Dies brauche seine Zeit und solle im gesamtdeutschen Parlament entschieden werden. War es überhaupt machbar? Es war schwierig. Wir Frauen und einige Männer in der CDU/DA Fraktion drohten damit, dem Einigungsvertrag nicht zuzustimmen, wenn es keine Regelung für das Suchen einer akzeptablen Lösung für Gesamtdeutschland gäbe. Die Zeit galoppierte, der Druck war groß.

Emotionaler Protest vor 30 Jahren. Demonstrierende am 30. September 1990 in Berlin gegen die Übernahme der bundesdeutschen Abtreibungsgesetzgebung in der DDR, ironisch über eine "Einverleibung" klagend. In der Mitte eine Demonstrantin mit Helmut-Kohl-Maske. (© picture-alliance/dpa, ZB)

Unsere Volkskammerpräsidentin Dr. Sabine Bergmann-Pohl (CDU), selbst Ärztin, setzte sich intensiv für eine Regelung ein, und wir setzten den Artikel 31 „Familie und Frauen“ im Einigungsvertrag durch. Dort heißt es im Absatz 4:

„Es ist Aufgabe des gesamtdeutschen Gesetzgebers, spätestens bis zum 31. Dezember 1992 eine Regelung zu treffen, die den Schutz vorgeburtlichen Lebens und die verfassungskonforme Bewältigung von Konfliktsituationen schwangerer Frauen vor allem durch rechtlich gesicherte Ansprüche für Frauen, insbesondere auf Beratung und soziale Hilfen, besser gewährleistet, als dies in beiden Teilen Deutschlands derzeit der Fall ist.

Kaum jemandem ist heute noch bewusst, welche große Bedeutung der Einigungsvertrag in diesem Punkt auch für die westdeutschen Frauen hatte. Die Frauen unserer Fraktion wollten sich einbringen, egal, in welcher Position sie sich nach dem 3. Oktober 1990, dem Tag des Beitritts zur Bundesrepublik Deutschland, wiederfinden würden. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich nicht ahnen, dass für mich die Umsetzung dieses Absatzes 4 eine umfangreiche Aufgabe werden würde, der ich mich besonders verpflichtet fühlte.

Auch auf Länderebene das Ziel: Ernsthafte Gleichstellungspolitik

Mit dem Beitritt sollte auch mein Land Sachsen-Anhalt entstehen. So hatten wir es beschlossen und der erste Ministerpräsident Dr. Gies gab mir die Chance, als Staatssekretärin für Frauen- und Gleichstellungsfragen mittun zu dürfen.

Politik nur eine Männerdomäne? Das erste Kabinett von Sachsen-Anhalt am 2.11.1990 (l-r): Horst Rehberger, Werner Schreiber, Werner Münch, Gerd Brunner, Wolfgang Rauls, Gerd Gies, Walter Remmers, Wolfgang Braun, Otto Mintus und Werner Sobetzko. (© picture-alliance/dpa, Peter Kneffel)

Berufen wurde ich am 27. November 1990 nach einer Kabinettssitzung, in der ich meine inhaltliche Vorstellung zur Frauenpolitik dargelegt hatte. Sofort ging es mit der Arbeit los, denn es wurde der zügige Aufbau einer Struktur eingefordert, da die Probleme im Land wuchsen. Wertvolle Vorarbeit war von den CDU-Frauen aus dem Partnerland Niedersachsen geleistet worden, die in den Beratungen zum Aufbau der Landesregierung Sachsen-Anhalt eine starke Position der Frauenpolitik erwirkt hatten.

Zur Institutionalisierung der Frauenpolitik und zur Absicherung der umfangreichen Querschnittsaufgaben war die Ansiedlung der „Landesbeauftragten für Gleichstellung“, später „Leitstelle für Frauen- und Gleichstellungsfragen des Landes Sachsen-Anhalt“, in der Staatskanzlei festgeschrieben worden. „Sie wird von einer Staatssekretärin geleitet, die dem Ministerpräsidenten zugeordnet ist, Kabinettsrang hat und Rederecht im Parlament“, so die klare Formulierung im Beschluss über die Abgrenzung der Geschäftsbereiche vom 6. November 1990. Das war erstaunlich zukunfts- und richtungsweisend, und ich halte dies nach wie vor für das tragende Modell aus Sicht der Frauen- und Gleichstellungspolitik. Eigene Haushaltsmittel waren auch vorhanden, noch etwas übersichtlich, aber ein Anfang.

Was war bereits an Strukturen für die Frauen-und Gleichstellungspolitik da; im Land, den Regierungspräsidien, in den Kommunen? Worauf konnte man aufbauen? Welche Themen galt es anzugehen?

Durch die Kommunalverfassung der Volkskammer waren bereits kommunale Gleichstellungsbeauftragte hauptamtlich tätig. Eine zukunftsweisende Entscheidung, die für Deutschland erhalten bleiben muss. Die Übertragung weiterer Aufgaben für die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten halte ich für unerträglich, da nach 30 Jahren das Defizit bei der Gleichstellung nach wie vor zu greifen ist.

Eine solch starke Stimme der Gleichstellungspolitik würde man sich heute, da wir meinen, so viel weiter zu sein als vor dreißig Jahren, in manchen Regierungen und Parlamenten (Bundes-und Länderebene) wünschen. Schwerpunkte waren und sind die Arbeitslosigkeit von Frauen, Existenzgründungen durch Frauen, Lohnunterschiede, die Gewalt gegen Frauen, Maßnahmen zur Verwirklichung der Gleichberechtigung, und die Zusammenarbeit mit Frauenorganisationen-und -gruppen zu initiieren, mit Gewerkschaften, Arbeitgebern, Berufsverbänden sowie anderen gesellschaftlichen Kräften, die im Bereich der Frauen-und Gleichstellungspolitik tätig sind.

Unser wichtigstes Vorhaben auf diesem Gebiet war das Gesetz zur beruflichen Förderung von Frauen im öffentlichen Dienst des Landes Sachsen-Anhalt, das nach umfänglichen Anhörungen und Beratungen innerhalb der Landesregierung Ende Juni 1992 im Kabinett bestätigt und dem Landtag zur parlamentarischen Beratung am 6. Juli 1992 übersandt wurde. Ein Meilenstein für das junge Bundesland Sachsen-Anhalt, denn mit dem Gesetzesentwurf wurde das Ziel verfolgt, den in Art. 3 Abs. 2 Grundgesetz verfassungsrechtlich vorgegebenen Grundsatz der Gleichberechtigung von Frauen und Männern im Bereich des öffentlichen Dienstes zu konkretisieren und tatsächlich umzusetzen. In der sozialen Wirklichkeit und im öffentlichen Dienst besteht für Frauen noch keine Chancengleichheit. Insbesondere sind Defizite in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf festzustellen.

Der gesellschaftliche Wandel in den neuen Bundesländern offenbarte besonders deutlich die Benachteiligung der Frauen im Arbeitsalltag. Durch gezielte Förderung war dem entgegenzuwirken, beispielsweise durch die Erhöhung des Frauenanteils bei der Einstellung und beim beruflichen Aufstieg. Zur Erreichung dieses Zieles wurden in den obersten Landesbehörden mit mehr als 300 Beschäftigten verpflichtend hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte mit starken Aufgaben und Rechten eingesetzt sowie Frauenförderpläne in den jeweiligen Geschäftsbereichen per Gesetz festgelegt.

Die parlamentarische Beratung mit Anhörung führte zu einigen wenigen Änderungen, und schließlich wurde das Frauenfördergesetz (Externer Link: FrFg) am 7. Dezember 1993 im Gesetz- und Verordnungsblatt des Landes Sachsen-Anhalt (GVBl. LSA S. 734) veröffentlicht und trat somit in Kraft. Unser Gesetz knüpfte an den Beschluss der Landesregierung zur Koordinierung der Frauenpolitik vom 18. Dezember 1990 an und schrieb ihn in Richtung einer gezielten Frauenförderung in den Bereichen ihrer beruflichen Tätigkeit fort.

Sachsen-Anhalt mit seiner CDU/FDP Regierung hatte in verhältnismäßig kurzer Zeit ein wegweisendes Gesetz zur Frauenförderung beschlossen - übrigens das erste Frauenförderungsgesetz in den neuen Bundesländern! Ein großer Erfolg!

Die beispielslose „Kraft der Anfangsjahre“

Bei diesen kurzen Schilderungen mag sich wohl manche und mancher verwundert die Augen reiben, dass eine solch fortschrittliche Frauenpolitik von einer CDU-geführten Landesregierung mit Unterstützung der Volkskammer auf den Weg gebracht wurde und damit manche Vorurteile gegen die „konservative Partei“ CDU in Frage zu stellen sind. Allerdings wurde diese Kraft der Anfangsjahre nie wieder erreicht. Das mag vielleicht auch an einem feministischen Übereifer liegen, der in späteren Jahren Raum griff und im Ergebnis der Frauenpolitik eher schadete als nützte. Vor allem war es aber wohl dieses besondere Momentum des Umbruchs, in dem es möglich war, Neues zu wagen, keine verfestigten Strukturen entgegenstanden und die Bereitschaft, auch kühne Ideen Wirklichkeit werden zu lassen, die weit ausgeprägter war als heute.

Frauen im geeinten Deutschland haben in der Zeit von1990 bis jetzt viel erlebt, viel verändert und sich einander angenähert. Für die neuen Bundesländer war die Welle der Veränderungen groß und mächtig, nicht selten sogar zog sie den Boden unter den Füßen weg. Junge und ältere Frauen mit und ohne Kinder verließen ihre Heimat, drehten Sachsen-Anhalt den Rücken. Die beschriebene Situation der so heftig sich verändernden Bedingungen war folgerichtig mit privaten, eigenverantwortlichen Entscheidungen der Familien verbunden. Ein Teil ging, der größte Teil ist geblieben, engagierte sich, kämpfte, hoffte und hatte Ideen.

Gleichstellungspolitik war für mich und auch in der CDU immer eine Querschnittsaufgabe, die in allen Politikfeldern Berücksichtigung finden muss. Maßstab ist unser Grundgesetz mit dem Grundrecht aus Artikel 3 Abs. 2: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“

Beleuchten wir dieses Grundrecht, das nicht verletzt werden darf, aus heutiger Sicht:

Der Satz 2 des Artikels 3 Abs. 2 wurde in einer großen frauenpolitischen, fraktionsübergreifenden Gemeinschaftsaktion erst 1994 errungen und dies auf der Grundlage des Einigungsvertrages vom 31. August 1990. Dort heißt es im Art. 31: „Es ist Aufgabe des gesamtdeutschen Gesetzgebers, die Gesetzgebung zur Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen weiterzuentwickeln.“

Mit Wäschekörben voller Karten wurde der Deutsche Bundestag aufgefordert, diese Forderung des Einigungsvertrages tatsächlich umzusetzen, und die breite politische Aktion brachte schließlich den Erfolg.

Am 5. März 1990 demonstrierten 15.000 Frauen in Bonn unter dem Motto "Frauen bewegen das Land" für gleichberechtigte Beteiligung von Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen. Auf der Bühne (l-r) Angela Merkel (CDU), Hildegard Hamm-Brücher (FDP), Ursula Engelen-Kefer (DGB), Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) und Rita Süssmuth (CDU).

Und nun? Nun haben wir die Ergänzung des Grundgesetzes seit mehr als 25 Jahren und sind leider nur im Schneckentempo vorangekommen. Immer noch ist die Gewalt gegen Frauen und Kinder ein dringliches Problem, die Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männer sind weiter gravierend. Die strukturelle, institutionelle Gleichstellungspolitik ist irgendwo angesiedelt, wenig sichtbar, mit wenig Befugnissen ausgestattet. Gleichberechtigte Teilhabe im Arbeitsprozess mit Frauen in Führungspositionen? Suchen Sie sie selbst! Und der Frauenanteil von Abgeordneten in den Parlamenten ist leider noch immer unausgewogen und nahm nach den letzten Wahlen häufig sogar ab. Wir brauchen in Deutschland und Sachsen-Anhalt mehr Frauen in den Parlamenten und somit Parität - Parité. Ein Gesetz muss her, also ein Parité-Gesetz, das nur Parteien mit quotierten Listen an Wahlen teilnehmen lässt.

Gemeinsam haben wir noch viel zu tun in Sachen Frauen und Gleichstellung – lassen wir es nicht noch länger liegen, packen wir es an!

Zitierweise: "Für mehr Frauenrechte und Parität“, Carmen Niebergall, in: Deutschland Archiv, 24.3.2020, Link: www.bpb.de/315902. Weitere "Ungehaltene Reden" ehemaliger Parlamentarier und Parlamentarierinnen aus der ehemaligen DDR-Volkskammer werden nach und nach folgen. Eine öffentliche Diskussion darüber ist im Lauf des Jahres 2021 geplant. Es sind Meinungsbeiträge der jeweiligen Autorinnen und Autoren, sie stellen keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung dar.

In dieser Reihe bereits erschienen:

- Sabine Bergmann-Pohl, Interner Link: "Ein emotional aufgeladenes Parlament"

- Rüdiger Fikentscher, Interner Link: "Die 10. Volkskammer als Schule der Demokratie"

- Hinrich Kuessner Interner Link: „Corona führt uns die Schwächen unserer Gesellschaft vor Augen“

- Klaus Steinitz, Interner Link: "Eine äußerst widersprüchliche Vereinigungsbilanz"

- Richard Schröder -Interner Link: "Deutschland einig Vaterland"

- Maria Michalk, Interner Link: "Von PDS-Mogelpackungen und Europa?"

- Markus Meckel, Interner Link: "Eine Glücksstunde mit Makeln"

- Hans-Peter Häfner, Interner Link: "Brief an meine Enkel"

- Konrad Felber, Interner Link: "Putins Ausweis"

- Walter Fiedler, Interner Link: "Nicht förderungswürdig"

- Hans Modrow, Interner Link: "Die Deutsche Zweiheit"

- Joachim Steinmann, "Interner Link: Antrag auf Staatsferne"

- Christa Luft, Interner Link: "Das Alte des Westens wurde das Neue im Osten"

- Dietmar Keller, "Interner Link: Geht alle Macht vom Volke aus?"

- Rainer Jork, Interner Link: "Leistungskurs ohne Abschlusszeugnis"

- Jörg Brochnow, Interner Link: "Vereinigungsbedingte Inventur"

- Gunter Weißgerber, "Interner Link: Halten wir diese Demokratie offen"

- Hans-Joachim Hacker, Interner Link: "Es gab kein Drehbuch"

- Marianne Birthler - Interner Link: "Das Ringen um Aufarbeitung und Stasiakten"

- Stephan Hilsberg - Interner Link: "Der Schlüssel lag bei uns"

- Ortwin Ringleb - Interner Link: "Mensch sein, Mensch bleiben"

- Martin Gutzeit, Interner Link: "Gorbatschows Rolle und die der SDP"

- Reiner Schneider - Interner Link: "Bundestag - Volkskammer 2:2"

- Jürgen Leskien - Interner Link: "Wir und der Süden Afrikas"

- Volker Schemmel - Interner Link: "Es waren eigenständige Lösungen"

- Stefan Körber - "Interner Link: Ausstiege, Aufstiege, Abstiege, Umstiege"

- Jens Reich - Interner Link: Revolution ohne souveränes historisches Subjekt

- Carmen Niebergall - Interner Link: "Mühsame Gleichstellungspolitik - Eine persönliche Bilanz"

- Susanne Kschenka - Interner Link: "Blick zurück nach vorn"

- Wolfgang Thierse - Interner Link: "30 Jahre später - Trotz alldem im Zeitplan"

- u.a.m.

Mehr zum Thema:

- Die Interner Link: Wahlkampfspots der Volkskammerwahl

- Die Interner Link: Ergebnisse der letzten Volkskammerwahl

- Film-Dokumentation Interner Link: "Die letzte Regierung der DDR"

- Analyse von Bettina Tüffers: Interner Link: Die Volkskammer als Schule der repräsentativen Demokratie, Deutschland Archiv 25.9.2020

Fussnoten

Fußnoten

  1. Der französische Künstler Christian Boltanski berücksichtigte in seiner Installation im Bundestagsfoyer nur jene 144 (von 400) Abgeordneten, die nach dem 3. Oktober 1990 auch dem Bundestag angehörten. Die anderen werden nur online auf einer Liste erwähnt, unter www.bundestag.de/boltanski.

Die Ökonomin Carmen Niebergall aus Magdeburg war (damals noch unter den Namen Carmen Stange) vom 12. April bis 2. Oktober 1990 CDU-Abgeordnete der ersten frei gewählten Volkskammer der DDR, wurde im November 1990 erste Staatssekretärin für Frauen und Gleichstellungsfragen des Landes Sachsen-Anhalt und gehörte bis 2002 dem Landtag Sachsen-Anhalt an.