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Begriffliche Unklarheiten

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 42 Analysen & Essays. Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Sieben Monate Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 30 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gibt "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" Föderalismus und Subsidiarität „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? 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Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? 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Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Heimat ist ein Raum aus Bytes Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? 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Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? Schwierigkeiten mit der Wahrheit Personelle Kontinuitäten in Brandenburg seit 1989 "Geschlossene Gesellschaft" Kulturelite im Blick der Stasi Experten für gesamtdeutsche Fragen – der Königsteiner Kreis Friedrich II. – Friedrich der Große Literaturjournal Deutsch-deutscher Literaturaustausch (8+9/2012) Eine gesamtdeutsche Reihe? Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? Literaturjournal Politische Bildung (6/2012) Antikommunismus zwischen Wissenschaft und politischer Bildung Subjektorientierte historische Bildung Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft "Hallo?! – Hier kommt die DDR" Vergangenheit verstehen, Demokratiebewusstsein stärken Keine einfachen Wahrheiten Literaturjournal Sport (5/2012) Sportnation Bundesrepublik Deutschland? Marginalisierung der Sportgeschichte? Dopingskandale in der alten Bundesrepublik Hooliganismus in der DDR "Erfolge unserer Sportler – Erfolge der DDR" Literaturjournal Nachkrieg (4/2012) Jüdischer Humor in Deutschland Die SED und die Juden 1985–1990 "Braun" und "Rot" – Akteur in zwei deutschen Welten Kriegsverbrecherverfolgung in SBZ und früher DDR Die "Hungerdemonstration" in Olbernhau Eklat beim Ersten Deutschen Schriftstellerkongress Workuta – die "zweite Universität" Dokumentation: Die Rehabilitierung der Emmy Goldacker Kaliningrader Identitäten "Osten sind immer die Anderen!" Freiheit und Sicherheit Literaturjournal Wirtschaft und Soziales (3/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Zeitgeschichte im Film (2/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Nonkonformität und Widerstand (1/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Deutsch-deutsches (11+12/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Öffentlicher Umgang mit Geschichte (10/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 21 Jahre Deutsche Einheit (9/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wissenschaft (8/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau - Teil 2 (7/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau (6/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Kultur (5/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Innere Sicherheit (4/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wirtschaftsgeschichte (3/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Ost-West-Beziehungen (2/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Medien (1/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Über das Deutschland Archiv Redaktion Nach den Unruhen in Kasachstan: Wendepunkt oder Weiter so?

Begriffliche Unklarheiten Eine Replik auf Dr. Jochen Staadt

Dr. Michael Kubina

/ 19 Minuten zu lesen

Wer gilt als Opfer des DDR-Grenzregimes? Darüber haben im Deutschland Archiv zwei Historiker unterschiedliche Thesen veröffentlicht, die einst sogar Kollegen waren. Zum zweiten Mal meldet sich nun Michael Kubina zu Wort, der auf einen Text von Jochen Staadt antwortet. Die Debatte wird demnächst auch von weiteren Fachleuten fortgesetzt.

Stein des Anstoßes. Die Studie mit Recherchestand vom 1. Januar 2017 über Todesopfer des DDR-Grenzregimes an der innerdeutschen Grenze, herausgegeben von Prof. Klaus Schroeder und Dr. Jochen Staadt. Die Forschungsarbeiten gehen noch weiter. (© bpb / Kulick)

Vieles von dem, was Jochen Staadt auf meine Kritik an der undifferenzierten Aufnahme der weitgehend anders gelagerten Opferfälle vor 1961 im Vergleich mit denen nach 1961 anführt, hat leider nichts oder wenig mit meiner Kritik zu tun. Ich will versuchen, das etwas zu ordnen:

I. Die Zeit vor und nach 1961 ist deutlich zu unterscheiden

(1) Die Kritik richtet sich gar nicht dagegen, dass auch die Zeit vor 1961 untersucht wurde, sondern moniert, dass dies zu undifferenziert geschehen ist. Die Unterschiede, sowohl was Zweck und Methode der Grenzsicherung angeht als auch was die konkreten Opferfälle betrifft, werden nicht hinreichend deutlich gemacht. Der jeweils andere historische Kontext wird nicht angemessen berücksichtigt. Die grundlegende Zäsur von 1961 existiert in der Studie faktisch nicht, und der Umstand, dass unter den Todesopfern vor 1961 höchstens 20 Prozent „Republik-“fluchtfälle waren, kann vom Leser nur durch Studium und Zuordnen aller Opferbiographien erkannt werden.

(2) Staadt schreibt: „Kubinas Behauptung, erst nach 1961 sei es an der innerdeutschen Grenze hauptsächlich um die Verhinderung von >Republikfluchten< gegangen, ist unzutreffend.“ Meine Aussage war: Vor 1961 ist es bis weit in die 50er Jahre hinein nicht primär um „Republik“-Fluchtverhinderung gegangen. Warum dies unzutreffend sein soll, sagt Staadt leider nicht. Stattdessen meint er mit einem Beispiel (Irmgard Stark, S. 39) meine Aussage falsifizieren zu können, und fragt dann: „Darf sie nun nicht mehr als Opfer des DDR-Grenzregimes gelten?“ Selbstverständlich waren auch Irmgard Stark und wer noch vor 1961 im Grenzgebiet durch Schusswaffenanwendung von Sowjets oder DDR-Grenzern zu Tode kam oder verletzt wurde, Opfer des Grenzregimes. Wovon denn sonst? Nur war dieses Regime bis weit in die 50er Jahre hinein eben ein anderes als dann ab 1961. Die Opfer waren, wie bereits erwähnt und anders als nach 1961, auch weit überwiegend keine „Republik“-flüchtlinge, sondern zumeist, wie es damals hieß, „Grenzgänger“, also Menschen die sich aus diversen Gründen über diese Grenze ohne Passierschein hin und her bewegten.

Im Jahr 1950, als Irmgard Stark zum Opfer wurde, gab es nach Schroeder/Staadt 20 Todesopfer an dieser Grenze, nur drei von ihnen waren „Republik“-fluchtfälle. Und selbst Irmgard Stark - als einer von diesen drei Fällen - wurde als Teil einer Gruppe von Grenzgängern, der sie sich angeschlossen hatte, zum Opfer. Hier können nicht alle Argumente bzgl. Zweck und Methoden der Grenzsicherung vor 1961 wiederholt werden . Es ist jedoch ganz offenkundig, dass sich das Grenzregime damals nicht primär gegen Flüchtlinge richtete und damit ein wesentlicher Unterschied zu der Zeit nach 1961 besteht. Hier zu wenig zu differenzieren bzw. die Differenzen nur schwer erkennbar zu machen, dagegen richtet sich die Kritik. Warum haben Schroeder/Staadt nicht in vor und nach dem Mauerbau unterteilt und deutlich zwischen Grenzgängern/Schmugglern und „Republik“-fluchtfällen unterschieden? Warum haben die Autoren die Fälle nirgends in Relation zur immensen Zahl an ungehinderten illegalen Grenzübertritten in den fünfziger Jahren gesetzt? Der Mauerbau war unbestritten eine historische Zäsur, aber gerade in Bezug auf das Grenzregime soll er es nicht gewesen sein?

(3) Staadt führt rechtfertigend etliche Grenzgängerfälle an, bei denen ich ja gar nicht behaupte, es seien keine Opfer des DDR-Grenzregimes, um dann darauf zu verweisen, es gebe vergleichbare Fälle auch bei Sälter/Dietrich/Kuhn. Ja, niemand bestreitet dass die Fälle vor 1961 an der Berliner Grenze einerseits und an der innerdeutschen Grenze andererseits miteinander vergleichbar seien, denn auch an der Berliner Grenze gab es vor 1961 ja nur sehr wenige „Republik“-fluchtfälle. Die allermeisten waren auch hier „Grenzgänger“/Schmuggler. Diese Todesopfer vor 1961 sind aber eben nicht so ohne Weiteres mit denen nach 1961 gleichzusetzen, als fast jeder Todesfall im Grenzraum ein „Republik“-flüchtling war bzw. in den wenigen anderen Fällen der Tod auf den nun primären Zweck des Grenzregimes zurückzuführen war, nämlich jede Flucht um nahezu jeden Preis zu verhindern, kurz: auf den Schießbefehl bzw. die Minen.

(4) Eigenartig mutet an, wie Staadt meint, die Aussage, der Schusswaffengebrauch sei „bis in die frühen fünfziger Jahre die absolute Ausnahme“ gewesen, falsifizieren zu können. Zunächst einmal macht er aus einer von mir als Zitat gebrachten Aussage eines ansonsten auch von Schroeder und Staadt geschätzten Autors von Standardwerken über die innerdeutsche Grenze eine Aussage von mir. Dann verfälscht er sie auch noch zu „in den fünfziger Jahren“, lässt „frühen“ kurzerhand weg. Er meint, die Frage, ob der Schusswaffeneinsatz eine Ausnahme gewesen sei oder nicht, wäre mit Verweis auf die Zahl der Schüsse „im IV. Quartal 1951“ (ca. 2.500, davon ca. ¾ Warnschüsse) zu klären. Nahezu alle Grenzen der damaligen Welt inklusive der westdeutschen Außengrenzen hatten den Zweck, illegalen Grenzverkehr und Schmuggel zu verhindern, notfalls auch mit Schusswaffeneinsatz. Wie war denn die Lage an der innerdeutschen Grenze in den frühen 50er Jahren? Ob etwas eine Ausnahme ist oder nicht, kann ich doch nur beurteilen, wenn ich es in Relation zu einer Gesamtzahl setze. Also wenn ich hier die Fälle mit Schusswaffeneinsatz ins Verhältnis setze zur Zahl der gleichzeitigen illegalen Grenzüberquerungen insgesamt. Ich habe dazu ja schon in meinem ersten Beitrag Zahlen genannt. Staadt ignoriert den enormen Umfang des mehr oder weniger ungehinderten, jedenfalls ohne Schusswaffeneinsatz sich vollziehenden illegalen Grenzverkehrs.

Ich muss mich daher teilweise wiederholen: Vom Oktober 1949 bis Ende 1952 lag die Zahl der illegalen Grenzüberschreitungen in beide Richtungen über die innerdeutsche Grenze nach westdeutschen Angaben im einstelligen Millionenbereich. Rechnen wir den von Staadt angeführten Schusswaffeneinsatz vom IV. Quartal 1951 auf diesen Zeitraum hoch (ca. 2.500 x 13 Quartale) kommen wir auf ca. 32.500 Schüsse (davon ca. drei Viertel Warnschüsse). Gehen wir davon aus, dass pro Fall drei Schüsse fielen, ergeben sich etwa 10.000 Schusswaffenfälle in gut drei Jahren. Von diesen endeten nach den Recherchen von Schroeder/Staadt nicht ganz 50 tödlich. Also selbst die Zahl der Schusswaffeneinsätze mit Todesfolge war außerordentlich gering im Vergleich zu den Schusswaffeneinsätzen insgesamt: 0,5 Prozent.

Nur fünf dieser 50 Todesfälle waren zudem „Republik“-fluchtfälle, also 0,05 Prozent der Schusswaffeneinsätze betrafen „Republik“-fluchtfälle. Diesen ca. 10.000 Schusswaffeneinsatzfällen mit 50 Todesfällen standen aber Millionen an illegalen Grenzüberschreitungen und auch noch hunderttausende vorübergehende Festnahmen ohne jede Schusswaffenanwendung gegenüber. Es scheint mir evident zu sein, dass Peter Joachim Lapp, von dem mein Zitat stammt, seine Aussage wohlbegründet machte, dass eben der Schusswaffengebrauch in dieser Zeit die „absolute Ausnahme gewesen“ sei. Noch im Sommer 1961 hätte es, so Lapp und Ritter an anderer Stelle, „ernstzunehmende Hindernisse in Form von Stacheldrahtzäunen […] nur auf einer Länge von 10% der [innerdeutschen; d. Verf.] Grenze“ gegeben. Staadt mag angesichts dieser Zahlen, also Millionen ungehinderter illegaler Grenzüberquerungen in beide Richtungen, kaum ernstzunehmender Grenzsperren, einem massenhaften, geradezu gewohnheitsmäßigen Schmuggel mit einem enormen Warenwert (s.u.), gleichzeitigem Schusswaffengebrauch im Promillebereich und insgesamt nur sehr wenigen „Republikflucht“-fällen unter den Todesopfern keinen fundamentalen Unterschied im Grenzregime zur Zeit nach 1961 erkennen.

(5) Staadt führt darüber hinaus, seine Position vermeintlich rechtfertigend, an: „Nach DDR-Statistiken flohen 1952 insgesamt 185.778 Menschen über die innerdeutsche Grenze in den Westen.“ Zur gleichen Zeit gab es 20 Todesopfer durch Schusswaffengebrauch an der innerdeutschen Grenze, darunter ganze drei Fluchtfälle. Drei Todesopfer bei einigen zigtausend geglückten Fluchten im selben Zeitraum über die „grüne“ innerdeutsche Grenze - und Staadt sieht keinen fundamentalen Unterschied zum Grenzregime nach dem Mauerbau?

(6) Natürlich sah die SED auch damals schon die Abwanderung, insbesondere von Hochqualifizierten, mit Sorge. Der von Arbeitern stand sie vollkommen verständnislos gegenüber. Aber es gibt keinerlei Indizien dafür, dass die SED bereits zu dieser Zeit das Abwanderungsproblem primär mit der Grenze lösen wollte. Staadt ignoriert hier konsequent den Forschungsstand.

(7) Staadt schreibt: „Der Vergleich der Ereignisse im Aachener Raum mit den Vorfällen an der DDR-Westgrenze zeigt freilich deutlich die Unterschiede beider Grenzen.“ Nun habe ich ja nirgends behauptet, dass es keine Unterschiede gegeben habe. Aber es gab eben auch deutliche Ähnlichkeiten, nämlich den in Einzelfällen tödlichen Schusswaffeneinsatz gegen Grenzgänger, darunter viele Jugendliche und Schmuggler, kleine und große, ganz ähnlich wie an der DDR-Westgrenze. Staadt teilt nicht mit, worin er denn nun die Unterschiede im Grenzregime sieht. Er führt zwei Punkte an, die seiner Meinung nach anscheinend die Verhältnisse unvergleichbar, jedenfalls zu unähnlich machen. Erstens verweist er, genau wie ich auch, auf den Umstand, dass in Westdeutschland in den Parlamenten über den Schusswaffeneinsatz an der Grenze kontrovers diskutiert wurde, in den DDR-„Parlamenten“ aber nicht. Aber dieser Unterschied betrifft das politische System, Demokratie versus Diktatur. Das Grenzregime war in dieser Zeit nichtsdestoweniger durchaus ähnlich, wenn auch in Westdeutschland demokratisch legitimiert, in der DDR dagegen nicht. Es wurde auch von der Bundesregierung trotz kontroverser Diskussion damals nicht verändert, sondern der Schusswaffeneinsatz von ihr verteidigt. Übrigens war das Grenzregime an der innerdeutschen Grenze damals in Westdeutschland, anders als das an der Aachener Grenze, überhaupt kein Thema, sondern nur die Massenzuwanderung aus der DDR. Diese stellte Westdeutschland und West-Berlin damals vor große Herausforderungen und sollte möglichst eingedämmt werden. Das änderte sich erst mit Wirtschaftsaufschwung und Arbeitskräftemangel Ende der 60er Jahre. Staadt verweist dann darauf, und hier anscheinend einen grundlegenden Unterschied im Grenzregime sehend, dass „der organisierte Kaffeeschmuggel […] ein Millionengeschäft“ gewesen sei.

Sicher, es gab organisierten, bandenmäßig betriebenen Schmuggel. Will Staadt behaupten, den habe es an der innerdeutschen Grenze nicht gegeben? Aber auch das wäre ja ggf. kein Unterschied im Grenzregime, sondern nur im Ausmaß des Schmuggels über die Grenzen. Staadt macht keinerlei Angaben zum Umfang des Schmuggels an der innerdeutschen Grenze. Aber nur so könnte man ja feststellen, ob das Schmuggel-„Millionengeschäft“ an der bundesdeutschen Westgrenze einen wesentlichen Unterschied zur Lage an der innerdeutschen Grenze darstellt oder eben nicht. Wir bräuchten ja irgendeine Relation, ähnlich wie bei der Frage, ob der Schusswaffeneinsatz nun „bis in die frühen fünfziger Jahre hinein“ die Ausnahme war oder nicht. Ich schrieb dazu, von Staadt leider nicht zur Kenntnis genommen: Der tatsächliche Umfang des Schmuggels „ist naturgemäß schwer zu ermitteln. Schätzungen gehen von einem Umfang zwischen 40 bis 200 Prozent des legalen innerdeutschen Handels aus.“ Der innerdeutsche Handel zwischen 1950 und 1953, also dem Zeitraum, in dem es über zwei Drittel der Todesopfer vor dem Mauerbau gab, hatte einen Umfang von fast 2 Milliarden Westmark (Verrechnungseinheiten).

Setzen wir nur den niedrigsten, von der westdeutschen Forschung genannten Wert an, dann müssten wir von einem Schmuggel im Warenwert von etwa 800 Mio. Westmark (= 40%) in diesen vier Jahren ausgehen, also im Jahresmittel 200 Mio. Selbst wenn davon auszugehen ist, dass ein nennenswerter Teil dieses Schmuggels von der SED selbst betrieben wurde und von ihr also nicht zu bekämpfen war, bliebe mit Sicherheit immer noch ein gigantischer Umfang an individuellem wie bandenmäßigem Schmuggel. Er stand jedenfalls dem des Kaffeeschmuggels im Wert von „20 Millionen Jahresumsatz“ an der Aachener Grenze ganz sicher nicht nach. Im Aachener Raum wie auch an der innerdeutschen Grenze schmuggelten neben regelrechten Banden vor allem ganz normale Bürger, Jugendliche und Kinder, Männer und Frauen, und unter den Todesopfern sah es ähnlich aus. So geht es unmissverständlich und anschaulich auch aus den Quellen hervor, die Staadt erstaunlicherweise als vermeintlich seine Position bestätigend anführt. Wir haben uns jetzt weit entfernt von den Fragen, um die es hier eigentlich geht. Aber da Staadt den Forschungsstand anscheinend beharrlich zu ignorieren entschlossen ist, schien mir dieser kleine exemplarische Exkurs notwendig.

II. Kausaler Zusammenhang

Begriffliche Unklarheiten gibt es bei Staadt nicht nur bei quantitativen Relationen und dem Zweck des Grenzregimes. Auch über das, was unter einem kausalen Zusammenhang zu verstehen ist, scheint keine Klarheit zu bestehen. Hier sei noch einmal auf die von mir in meiner ersten Kritik erwähnten Fälle verwiesen, die von sowjetischen Gerichten zum Tode verurteilt und in Moskau hingerichtet wurden, aber nicht wegen „Republik“-flucht oder Schmuggel, sondern wegen damals „gängiger“ Tatbestände wie Spionage, Sabotage oder „Boykotthetze“. Deren Tod stand eben nicht in einem kausalen Zusammenhang mit dem DDR-Grenzregime, sondern mit dem sowjetischen Terror- und Unrechtsregime. Einzig der Umstand, dass die Betroffenen Grenzer bzw. in Grenznähe tätige Volkspolizisten waren, bildet einen Bezug zur Grenze. Wären diese Personen anderenorts in der DDR eingesetzt gewesen, wäre ihnen bei dem, was ihnen vorgeworfen wurde, wahrscheinlich ein ähnliches Schicksal widerfahren. Staadt geht in seiner Erwiderung auf meine Kritik mit keinem Wort auf diese nicht nur von mir beanstandeten und teils auch dargestellten Fälle ein. Es ist zu hoffen, dass dies als Indiz dafür zu werten ist, dass ein Umdenkungsprozess beim Forschungsverbund SED-Staat begonnen hat. Noch einmal: Es geht in der Studie um Todesopfer an der innerdeutschen Landgrenze, aber diese Menschen wurden in Moskau erschossen.

Was Staadt unter seiner Zwischenüberschrift „Todesfälle im Kausalen Zusammenhang“ zur Rechtfertigung des von mir beanstandeten Falles des mitten in Leipzig erschossenen Volkspolizisten Gerhard Gergaut (S. 524 f.) anführt, erschließt sich mir nicht. Aus Platzgründen und weil dieser Fall eher als Einzelfall problematisch ist, erspare ich mir hier eine detailliertere Erwiderung und empfehle, sich selbst die von Staadt als Referenzfälle genannten Kurzbiografien bei Hertle/Nooke anzusehen, die kaum zur Rechtfertigung der Aufnahme des Falles Gergaut taugen.

Ebenfalls im Angebot der bpb-Medienzentren: "Die Todesopfer an der Berliner Mauer 1961-1989" von Hans-Hermann Hertle und Maria Nooke (560 S.), bpb-Schriftenreihe (Band 10504).

Abgesehen davon gibt es auch in der Studie von Hertle/Nooke einige wenige Fälle, deren Aufnahme kritisch gesehen werden kann, darunter der des von Staadt herangezogenen Ehepaares Wehhage. Nicht, weil sie keine Opfer waren, sondern weil ihre Aufnahme durch die Kategorien von Hertle/Nooke nicht wirklich gedeckt ist. Im Fall der Schroeder/Staadt-Studie diskutieren wir aber keine vereinzelten, möglicherweise als Grenzfälle einzustufenden Ausnahmefälle, sondern die fast regelhafte Überdehnung der Aufnahmekategorien.

Es sei noch einmal daran erinnert, dass die Schroeder/Staadt-Studie sich explizit nur auf die Todesofer an der innerdeutschen Landgrenze bezieht, also einen klaren lokalen Bezug hat auf den Grenzstreifen, der sich von Lübeck an der Ostsee bis zum kurzen Grenzabschnitt zwischen den Ländern Sachsen und Bayern zieht. Ausdrücklich ausgeschlossen sind alle Fälle, die sich nicht in unmittelbarer Nähe der innerdeutschen Landgrenze ereigneten. Im Fall des Volkspolizisten Gergaut (wie auch beim Ehepaar Wehhage) war eben nicht das Grenzregime ursächlich für die Amoktat (bzw. den Suizid), sondern die fehlende Reise- und Ausreisefreiheit. Auch solche Fälle sind tragische Fälle, und es wäre durchaus sinnvoll, die nicht selten tragischen Auswirkungen, die die Verweigerung von Reise- und Ausreisefreiheit auf das Leben der Menschen in der DDR hatten, übergreifend und anhand konkreter Biografien im historischen Kontext darzustellen. Aber dies war nicht die Forschungsfrage dieser Studie, in der es ausdrücklich und ausschließlich darum geht, die belegbaren Todesfälle an der innerdeutschen Landgrenze darzustellen und eine wissenschaftlich gesicherte (Mindest-)zahl dieser Fälle zu nennen. Es geht um die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, nicht um jene in Folge der Verweigerung von Reise- und Ausreise, deren es sicher deutlich mehr gab als nur die Fälle Gergaut oder Wehhage.

III. Suizide

Unter der Zwischenüberschrift „Die MfS-Perspektive ist diffamierend“ behauptet Staadt, der rbb und ich hätten die „MfS-Darstellung“ übernommen, ohne die in den Überlieferungen enthaltenen, diesen monokausalen Konstruktionen widersprechenden Passagen „auch nur zu erwähnen“. Wir hätten somit „die grobschlächtigen Insinuationen der Stasi nun als angebliche gesicherte Erkenntnisse öffentlich verbreitet.“ Grobschlächtig ist hier nur Staadts Unterstellung, führt er doch nicht einen Beleg für seine Behauptung an, weshalb hier auch eine Antwort meinerseits nicht möglich ist.

Es sei hier noch einmal betont, dass meine Kritik weitgehend auf den biographischen Notizen von Schroeder/Staadt in der Studie beruht. Akteneinsicht habe ich nur in einer Handvoll von Fällen genommen, hauptsächlich bei Suizidfällen von Grenzern. In diesen Fällen war allerdings die Diskrepanz zwischen dem, was eine quellen- und textkritische Analyse der Akten sowie von Zeitzeugenaussagen nahelegte, und dem, was die Autoren in der Schroeder/Staadt-Studie präsentieren, für mich geradezu erschreckend.

Wie ich bereits geschrieben habe, lassen sich die einzelnen Suizidfälle bei dem hier nur sehr begrenzten Raum nicht angemessen diskutieren. Selbstverständlich „ignoriere“ ich aber nicht, wie Staadt behauptet, Aussagen aus den Quellen, auch nicht Bodo Pankes (S. 560 f.) Abschiedsbrief, ich gewichte nur teilweise und jeweils begründet anders als Schroeder/Staadt. Die primär privaten Hintergründe des Suizides beispielsweise von Panke sind nach Darstellung im Buch und noch mehr nach Kenntnis der Akten offenkundig. Dafür sprechen auch die Aussagen, die Staadt jetzt zusätzlich aus den MfS-Akten zitiert, nämlich dass Panke „überbetont feinfühlig“ gewesen sei. Ja das war er wohl, nicht zuletzt nämlich gerade auch gegenüber Kritik durch seine Frau. Wenn Staadt jetzt meint, „neben privaten gab es dienstliche Gründe“ für den Suizid, dann bestreitet das auch niemand, nur waren aus meiner Sicht letztere nach Aktenlage weder primäre Ursache noch konkreter Anlass für die Kurzschlusshandlung. Panke hatte massive private Probleme, und die Akten machen, ohne das hier weiter ausführen zu können, deutlich, dass Hauptursache offenbar die Ehe und Auslöser eine unmittelbar vorangegangene Herabsetzung durch seine Frau war.

Staadt zeigt mit den weiteren Beispielen, die er zur Rechtfertigung der Suizide in der Studie nennt, auch, dass er gar nicht fragt, ob die „dienstlichen Problemen“, die den Suiziden möglicherweise auch oder hauptsächlich zugrunde lagen, denn grenzregimespezifisch waren oder nur z.B. allgemein NVA-spezifisch. Wie auch bei Panke bestreitet niemand, dass es sich bei den weiteren von Staadt in seiner Erwiderung genannten Suiziden um tragische Fälle handelt. Bezeichnenderweise geht er auf die vielen anderen von mir noch konkret beanstandeten Suizidfälle mit keinem Wort ein, präsentiert stattdessen seinerseits nur einige besonders tragische, nichtsdestoweniger aber nicht im „kausalen Zusammenhang“ mit dem Grenzregime stehende Fälle.

Was Staadt etwa aus den MfS-Unterlagen zu Henry Falk (S. 566) als vermeintlich seine Position stützend zitiert („Ablehnung des Wehrdienstes und damit verbundener persönlicher Einschränkungen; persönliche Enttäuschung über Trennung seiner Freundin von ihm; Differenzen im Elternhaus“) verweist wieder auf die fehlende begriffliche Trennschärfe bei Schroeder/Staadt. Staadt schreibt, „die an erster Stelle erfolgte Erwähnung der >Ablehnung des Wehrdienstes< als Ursache des Suizids [ist] ein eindeutiger Hinweis auf den dienstlichen Zusammenhang.“ Offensichtlich war die MfS-Einschätzung hier nicht „monokausal“ und verschleierte auch nicht den „dienstlichen Zusammenhang“. Ein „dienstlicher Zusammenhang“ bedeutet aber eben erstens noch lange nicht, dass es auch ein kausaler, ursächlicher ist, was ich hier aber mangels Aktenkenntnis auch gar nicht bestreite. Aber es war eben offenkundig kein grenzspezifisches dienstliches Problem. Falk hat, wie unzählige andere junge Menschen damals in der DDR auch, den DDR-„Wehrdienst“ allgemein und nicht etwa speziell den Grenzdienst innerlich abgelehnt. Er hätte die daraus resultierenden Probleme also mehr oder weniger ähnlich auch in jeder anderen Einheit der DDR-Armee gehabt. Henry Falk ist ein besonders tragischer Fall und ein Opfer des SED-Regimes. Als jemand, der den Wehrdienst in der DDR etwa zur selben Zeit ebenfalls abgelehnt und deshalb verweigert hat, kann ich dessen verzweifelte Lage sehr gut nachempfinden. Aber er ist kein Opfer speziell des Grenzregimes. Und nur um solche geht es hier.

Ähnlich gelagert ist der Fall des ebenfalls von Staadt zur Rechtfertigung seiner Position angeführten Andreas Kaiser (S. 553 f.), nur dass bei ihm noch offensichtlicher persönliche Probleme (Tod der Mutter, Liebesprobleme) hineinspielten. Möglicherweise hätte er ohne die zusätzliche und für ihn schwere Belastungen durch den Wehrdienst sowie den gleichzeitig leichten Zugriff auf eine Waffe damals keinen Suizid begangen. Aber die Belastung war nicht speziell sein Dienst an der Grenze, sondern generell das harte und hierarchische militärische Regime. Das geht nicht zuletzt auch mehr als deutlich sowohl aus seinem Abschiedsbrief als auch aus der von Staadt angeführten Erinnerung seiner Schwester hervor. Tragisch, aber kein Opfer des Grenzregimes.

Auch der Fall des von Staadt angeführten Frank Lott ist ähnlich gelagert. Bei Schroeder/Staadt (S. 569 f.) liest man, Lott habe ein „zunehmend kritisches Verhältnis zu den Ausbildungsmethoden“ entwickelt: „Ihm missfielen Exerzierübungen und der harsche Kasernenhofton.“ Beides wäre aber in jeder anderen NVA-Einheit ähnlich gewesen, eine grenzspezifische Ursache für seinen Suizid ist nach der Darstellung von Schroeder/Staadt gerade nicht zu erkennen, und auch, was Staadt jetzt nachschiebt, lässt keine grenzspezifische Ursache für seinen Suizid erkennen.

Selbstverständlich ist „das DDR-Grenzregime und seine Opfer nicht eindimensional im Sinne einer schwarz-weiß Perspektive historisch zu beschreiben“, wie Staadt meint gegen seine Kritiker hervorheben zu müssen. Niemand bestreitet, dass auch Grenzer zu Opfern des DDR-Grenzregimes werden konnten, auch bei einem Suizid. Nur finden sich eben bei den allermeisten Fällen bei Schroeder/Staadt keine hinreichenden Belege dafür, dass die „dienstlichen Probleme“, wenn sie denn überhaupt ursächlich für den Suizid waren, auch grenzspezifischer Art waren.

Zitierweise: "Begriffliche Unklarheiten, eine Replik auf Jochen Staadt“, Michael Kubina, in: Deutschland Archiv, 27.4.2020, Link: www.bpb.de/307841.

Ergänzend zum Thema:

- Eine Antwort auf diese Replik: Interner Link: "Es geht um Schicksale, nicht Begriffe" von Dr. Jochen Staadt (13.5.2020)

- Die diesen beiden Stellungnahmen vorangegangenen Texte im Interner Link: Deutschland Archiv der bpb: 1. Jochen Staadt / Jan Kostka; Interner Link: Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes 2. Michael Kubina; Interner Link: Eine andere Sicht 3. Jochen Staadt; "Interner Link: Nicht nur Heldengeschichten beschreiben"

- bpb-Film: Stasi-Videos und Fotos von Mauer und innerdeutscher Grenze

- In der Hand des MfS: Interner Link: Der Dienst an der Grenze. Von Peter Joachim Lapp.

- Die Externer Link: Chronik der Mauer - eine multimediale Übersicht

- Externer Link: 30 Jahre Mauerfall. Ein bpb-Dossier

- Interner Link: Nachts vor Ort beim Mauerbau? Ein Fotoalbum Erich Mielkes. Aus dem DA vom 19.7.2011.

- Die Maueröffner. Interner Link: Ein Dokumentarfilm aus dem Grenzübergang Bornholmer Straße am Abend des 9. November 1989.

Fussnoten

Fußnoten

  1. Unter diesen Fluchtfällen sind zudem auch etliche mit kriminellem Hintergrund, d.h. die Flucht diente dem Zweck, sich der Strafverfolgung wegen rein krimineller Delikte zu entziehen. Auch solche Fälle gab und gibt es weltweit an allen Grenzen. Lediglich in der Einleitung (S. 10) wird in Zusammenhang mit der Darstellung der Entwicklung des Grenzregimes kurz gesagt, dass es sich bei den Todesfällen „in den ersten Jahren nach Gründung der DDR überwiegend um >Grenzgänger>“ handelte, ohne Zahlen zu nennen. Dort wo Zahlen genannt werden, wird nicht zwischen vor und nach 1961 unterschieden (S. 24). Seitenangaben in Klammern beziehen sich immer auf Schroeder, Klaus / Staadt, Jochen (Hg.): Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes an der innerdeutschen Grenze 1949-1989. Ein biographisches Handbuch. Berlin u.a. 2017 (Studien des Forschungsverbundes SED-Staat an der Freien Universität Berlin; Bd. 24). Die Kurzbiographien finden sich – inzwischen ohne die Suizidfälle unter Grenzern - auch online auf den Seiten des Forschungsverbundes SED-Staat, dort aufgeschlüsselt unter dem Reiter „Das DDR-Grenzregime“ (https://www.fu-berlin.de/sites/fsed/Das-DDR-Grenzregime/index.html ; abgerufen am 12.1.2020).

  2. Für eine systematische Darstellung meiner wesentlichen Kritikpunkte s. Kubina, Michael: „Framing“ als historiographische Disziplin?, Berlin-Tegelort, Juli 2019 (Arbeitspapier).https://drive.google.com/file/d/1BvaHsZiIpZ-yMGrtvxnrhcm-i-kXAD1o/view?ts=5d4ad5d4, zuletzt abgerufen am 12.1.2020, zur Frage des Zweckes des Grenzregimes s. dort S. 8-12 und 19-28.

  3. Zwar wird in der Einleitung (S. 24) die Zahl der getöteten Grenzgänger (31) separat ausgewiesen, aber erstens nicht deutlich, dass es diese nach 1961 nicht mehr gab und zweitens wird nur eine Gesamtzahl von „Flüchtlingen“ (114) für die Jahre 1949 bis 1989 genannt und so verschleiert, dass es vor 1961 nur wenige „Republik“-fluchtfälle gab. Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass auch die „Flüchtlinge“ sich nicht nur aus „Republik“-flüchtlingen zusammensetzen, sondern Staadt/Schroeder auch Fluchten von Grenzgängern/Schmugglern aus der Haft als „Fluchtfälle“ zählen.

  4. S. Sälter, Gerhard / Dietrich, Johanna / Kuhn, Fabian: Die vergessenen Toten. Todesopfer des DDR-Grenzregimes in Berlin von der Teilung bis zum Mauerbau (1948-1961). Berlin 2016.

  5. Sälter u.a., Die vergessenen Toten, S. 288f.

  6. S. ausführlich Kubina, Framing, S. 8-12, 19-28 (https://drive.google.com/file/d/1BvaHsZiIpZ-yMGrtvxnrhcm-i-kXAD1o/view?ts=5d4ad5d4 ; abgerufen am 12.1.2020).

  7. Lapp, Peter Joachim: Gefechtsdienst im Frieden. Das Grenzregime der DDR, Bonn 1999, S. 15.

  8. Ritter, Jürgen / Lapp, Peter Joachim: Die Grenze. Ein deutsches Bauwerk, 8., erweiterte Auflage, Berlin 2011, S. 56.

  9. Einen Quellenbeleg führt er leider nicht an. Die Zahl findet sich in Melis, Damjan van: „Republikflucht“. Flucht und Auswanderung aus der SBZ/DDR 1945 bis 1981, München 2006, S. 255. Sie beinhaltet alle Fluchtwege, nicht nur die über die „grüne“ Grenze, sondern auch über Berlin und mit Reisegenehmigungen.

  10. Für die Entwicklung des Umgangs der SED-Führung mit der „Republikflucht“ in dieser Zeit s. Kubina, Michael: Ulbrichts Scheitern. Warum der SED-Chef nicht die Absicht hatte, eine „Mauer“ zu errichten, sie aber dennoch bauen ließ, Berlin 2013, v.a. S. 72 ff., 149 ff. und 184 ff. Das Buch erschien 2013, vorab erschienen mehrere Aufsätze in der Zeitschrift des Forschungsverbundes SED-Staat. Staadt und ich arbeiteten damals gemeinsam in der Redaktion dieser Zeitschrift. Ich kann mich nicht entsinnen, auch nur ein Wort der Kritik von ihm an meinen Forschungsergebnissen gehört zu haben. Für Quellenangaben zu den Aufsätzen s. Kubina, Framing, S. 19 (Anm. 77) (https://drive.google.com/file/d/1BvaHsZiIpZ-yMGrtvxnrhcm-i-kXAD1o/view?ts=5d4ad5d4 ; abgerufen am 12.1.2020).

  11. Erst durch die Senkung der Kaffeesteuer 1953 wurde dem Schmuggel seine hauptsächliche Grundlage entzogen und damit das Problem der Schmuggelbekämpfung und des Schusswaffeneinsatzes an dieser Grenze entschärft, s. Framing, S. 15-18 (https://drive.google.com/file/d/1BvaHsZiIpZ-yMGrtvxnrhcm-i-kXAD1o/view?ts=5d4ad5d4 ; abgerufen am 12.1.2020).

  12. Kubina, Ulbrichts Scheitern, S. 63 ff.

  13. Für die Zahlen s. Kruse, Michael: Politik und deutsch-deutsche Wirtschaftsbeziehungen von 1945 bis 1989, Berlin 2005, S. 15 f.; Nakath, Detlef: Zur Geschichte der deutsch-deutschen Handelsbeziehungen. Die besondere Bedeutung der Krisenjahre 1960/61 für die Entwicklung des innerdeutschen Handels, Berlin 1993, S. 13 (Helle Panke, H. 4).

  14. DDR-Handbuch. Hg. Vom Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen, Köln 1985, Bd. I, S. 646.

  15. So die Angabe bei Trees Wolfgang: Schmuggler, Zöllner und die Kaffeepanzer. Die wilden Nachkriegsjahre an der deutschen Westgrenze, Aachen 2002, S. 416. Naturgemäß handelt es sich auch hierbei nur um eine Schätzung.

  16. Ausführlicher dazu s. Kubina, Framing, S. 15-18 (https://drive.google.com/file/d/1BvaHsZiIpZ-yMGrtvxnrhcm-i-kXAD1o/view?ts=5d4ad5d4 ; abgerufen am 12.1.2020).

  17. Trees, Schmuggler, Zöllner und die Kaffeepanzer, passim. Das Kapitel zu den Todesopfern ist überschrieben: „Tot für ganze fünf Mark sechzig Zoll“, Zwischenüberschriften lauten „Die Kaffefront gleicht der Koreafront – Ein Vierzehnjähriger verblutet im Wald – Zwanzig Mark Strafe für einen Brustdurchschuss“, S. 171-185. Auch die von Staadt angeführte Fernsehdokumentation („Auf verbotenen Pfaden - Kaffeeschmuggel in der Nachkriegszeit“) vermittelt genau dieses Bild. Eine Grenzbevölkerung, die wie selbstverständlich in der kargen Nachkriegszeit versucht, zu überleben bzw. ein wenig besser zu leben (https://www.youtube.com/watch?v=iaSbj7Ezh68 , abgerufen am 14.12.2019).

  18. Schroeder/Staadt, Todesopfer, S. 501 ff.

  19. Hertle/Nooke, Die Todesopfer, S. 285 ff. Der Bezug zur Berliner Mauer ist nur bedingt gegeben. Das Ehepaar wollte das Flugzeug nicht nach West-Berlin entführen, sondern nach Hannover, wäre also über die innerdeutsche Grenze geflogen. Allerdings hat die Besatzung des Flugzeuges die Entführer tarnungsweise überredet, wegen angeblichem Treibstoffmangel in Tempelhof in West-Berlin zu landen, um nach Schönefeld zurückkehren zu können

  20. Ausgeschlossen sind die Fälle an der Berliner Mauer, jene im Bereich der Ostsee, auch alle an der „verlängerten Grenze“ der Ostblockstaaten.

  21. S. etwa den Fall von Sabine Schmidt, der aber von Schroeder/Staadt zu recht nicht in die Studie aufgenommen wurde, sondern nur in die Online-Präsentation (https://www.fu-berlin.de/sites/fsed/Das-DDR-Grenzregime/Dritte-Mitleidenschaft/Schmidt_Sabine/index.html ; abgerufen 12.1.2020).

  22. Detaillierter zum Fall Panke s. Kubina, Framing, S. 45 (https://drive.google.com/file/d/1BvaHsZiIpZ-yMGrtvxnrhcm-i-kXAD1o/view?ts=5d4ad5d4 ; abgerufen am 12.1.2020).

Studium der Theologie in Ost-Berlin sowie der Ost- und Südosteuropäischen Geschichte, Politikwissenschaft und Slawistik an der Freien Universität in West-Berlin, 2000 Promotion, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsverbund SED-Staat der FU Berlin (und 2000-2012 Redakteur von dessen Zeitschrift), an der Gedenkstätte Hohenschönhausen, im Bundesarchiv und im Institut für Zeitgeschichte. Anfangs Mitarbeit in der Forschungsgruppe, die das Buch „Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes…“ erstellt hat, seitdem freischaffend