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Ost-West Nachrichtenvergleiche | Deutschland Archiv | bpb.de

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 45 Analysen & Essays. Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Zehn Monate Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Deutschlands Chinapolitik – schwach angefangen und stark nachgelassen "Ein Dämon, der nicht weichen will" Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 30 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gibt "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" Föderalismus und Subsidiarität „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Vier Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ "Ich hatte Scheißangst" 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Frauen in der Bürgerbewegung der DDR und während der Friedlichen Revolution Die Wege zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2021 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur The Games at the Gate Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts "OV Puppe". Ein Stasi-Raubzug im Spielzeugland Alltag und Gesellschaft Ost-West Nachrichtenvergleiche Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass „DDR-Übersiedler in Afrika hochwillkommen” Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Porträts Redaktion "Ungehaltene Reden". Denkanstöße ehemaliger Abgeordneter der letzten Volkskammer der DDR Was sollten Wähler und Wählerinnen heute bedenken? 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Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Ist Antisemitismus vor allem ein ostdeutsches Problem? Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Gedächtnis im Wandel? Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Aktion, Reaktion und Gegenreaktion im „Schlüsseljahr“ 1952 Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Wie wurde ich ein politischer Mensch? Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? Schwierigkeiten mit der Wahrheit Personelle Kontinuitäten in Brandenburg seit 1989 "Geschlossene Gesellschaft" Kulturelite im Blick der Stasi Experten für gesamtdeutsche Fragen – der Königsteiner Kreis Friedrich II. – Friedrich der Große Literaturjournal Deutsch-deutscher Literaturaustausch (8+9/2012) Eine gesamtdeutsche Reihe? Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? Literaturjournal Politische Bildung (6/2012) Antikommunismus zwischen Wissenschaft und politischer Bildung Subjektorientierte historische Bildung Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft "Hallo?! – Hier kommt die DDR" Vergangenheit verstehen, Demokratiebewusstsein stärken Keine einfachen Wahrheiten Literaturjournal Sport (5/2012) Sportnation Bundesrepublik Deutschland? Marginalisierung der Sportgeschichte? Dopingskandale in der alten Bundesrepublik Hooliganismus in der DDR "Erfolge unserer Sportler – Erfolge der DDR" Literaturjournal Nachkrieg (4/2012) Jüdischer Humor in Deutschland Die SED und die Juden 1985–1990 "Braun" und "Rot" – Akteur in zwei deutschen Welten Kriegsverbrecherverfolgung in SBZ und früher DDR Die "Hungerdemonstration" in Olbernhau Eklat beim Ersten Deutschen Schriftstellerkongress Workuta – die "zweite Universität" Dokumentation: Die Rehabilitierung der Emmy Goldacker Kaliningrader Identitäten "Osten sind immer die Anderen!" 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Ost-West Nachrichtenvergleiche DDR vermitteln, aber wie? Teil II: Fernsehen

Joachim Meißner

/ 15 Minuten zu lesen

Aktuelle Kamera versus Tagesschau – Ein interaktiver deutsch-deutscher Nachrichtenvergleich der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, der verdeutlicht wie Medien in autoritär regierten Staaten dazu neigen, Kritik an Zuständen im eigenen Land zu verschweigen. Lehrreich auch für die Gegenwart. Ein Projektbericht von Joachim Meißner.

(© Das Copyright aller Abbildungen in diesem Beitrag liegt bei der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung und ihrer Website www.good-bad.news über die Macht der Nachrichten.)

Im Zeitalter von Fake News und „alternativen Fakten“ braucht es ein Angebot der politischen Bildung, um sich selbst den Wert freier und unabhängiger Medien praxisnah erschließen zu können. Einen Beitrag dazu leistet das Online-Angebot „Aktuelle Kamera versus Tagesschau“ der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung.

Es ist Teil des interaktiven Lernprojekts „Good News, Bad News – Die Macht der Nachrichten“ (Externer Link: www.good-bad.news) und richtet sich an alle Interessierte, insbesondere aber an Vertreter*innen der schulischen Bildung und ihre Schüler*innen. Sie erhalten einen Einblick in die deutsch-deutsche Medienarbeit der jüngeren deutschen Geschichte und erfahren, wie essenziell unabhängige Nachrichten für das Funktionieren einer plural verfassten, freien Gesellschaft sind.

Ausgangspunkt: Die Sendungen in Ost und West

Basis für das Projekt ist der Nachrichtenvergleich zwischen „Tagesschau“ und „Aktuelle Kamera“. Erstere (Erstausstrahlung: 26.12.1952) war bereits in der sich nach dem Krieg mit westalliierter Hilfe allmählich entwickelnden Medienlandschaft eines der meistgenutzten Nachrichtenangebote der BRD. Das Pendant in der DDR war die „Aktuelle Kamera“ (Erstausstrahlung: 21.12.1952). Hier war die Berichterstattung stark durch die sowjetische Besatzungsmacht und den sozialistischen Staat gelenkt. Partei- und Staatstreue waren im Gegensatz zum Westen eine der Grundvoraussetzungen für Journalist*innen. Die Nachrichtensendung wurde für propagandistische Zwecke missbraucht.

Der breit angelegte Ost-West-Vergleich ist geeignet, jungen Menschen einen Überblick und ein Gefühl dafür zu geben, wie wichtig unabhängige Nachrichten für das Funktionieren einer Demokratie sind, wie leicht sie im Namen einer politischen Ideologie mit alleinigem Wahrheitsanspruch missbraucht wurden und wie sehr sie nach wie vor missbraucht werden können. Über den historischen Vergleich hinaus sollen Jugendliche mit aktuellen Beispielen auch für die gegenwärtigen Gefahren sensibilisiert werden. Eine wichtige Voraussetzung für eine solche Gegenüberstellung zweier Nachrichtenformate ist deren Vergleichbarkeit.

Dazu wurden Beiträge im Archiv des NDR und im Deutschen Rundfunkarchiv (DRA) recherchiert, die über ein und dasselbe Ereignis am selben Tag sowohl in der Tagesschau als auch in der Aktuellen Kamera (AK) berichtet hatten. Das war allerdings kein leichtes Unterfangen.

Obwohl für den Zeitraum von über 45 Jahren bei einer täglichen Nachrichtensendung mit im Schnitt sechs bis acht ausführlichen Berichtsbeiträgen genügend Material vorhanden ist, reduzierte sich das Angebot aus den unterschiedlichsten Gründen: Mal sprachen urheberrechtliche Vorgaben der Archive gegen eine Online-Nutzung, mal verhinderten technische Gründe die Nutzung, dann wieder stimmten die Berichtszeiträume nicht überein. Und schließlich sollte es auch um Themen gehen, die eine besondere Bedeutung hatten und/oder für Jugendliche ganz allgemein von Interesse sind. Themen wie Sport, Musik, Tanz oder Mode fielen leider regelmäßig durch das Raster.

Nachrichtenvergleiche: Die Themen

Herausgefiltert wurden in mehreren Recherchedurchläufen bislang schließlich fünf Vergleichsthemen, die über die Menüführung einzeln anwählbar sind:

Zum einen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann (1976), weil sie ein zentrales Ereignis in den Beziehungen zwischen DDR und BRD war, das große Aufmerksamkeit in beiden Staaten erlangte und mit einem gesellschaftlichen sowie medialen Aufschrei einherging. Dieses Thema leitet die Gegenüberstellungen ein, da über den nachrichtenstrategischen Vergleichswert hinaus die Biografie Biermanns, das Schicksal eines Musikers, der primären Zielgruppe der Jugendlichen eine bessere Identifikation mit dem Thema ermöglicht als zum Beispiel die Rezeption der Start-II-Verhandlungen in den beiden deutschen Staaten.

Ähnliches gilt auch für die beiden folgenden Themen Botschaftsflüchtlinge und Demonstrationen der Opposition. Hier steht zwar kein Einzelschicksal im Zentrum des Vergleichs, dennoch sind die Situationen im Jahr 1989 für die Schüler*innen leicht nachvollziehbar: die verzweifelte Flucht von DDR-Bürgern aus einem autoritären Regime beziehungsweise der mutige Protest gegen dieses Regime – und die Frage, wie hierüber jeweils in Ost und West berichtet wird.

Mit der Rolle der Frau wird ein gesellschaftliches Thema aufgegriffen, das die unterschiedliche soziale und gesellschaftliche Stellung der Frauen in DDR und BRD anhand des Vergleichs zweier Beiträge zum Weltfrauentag (8. März) beleuchtet. Reizvoll ist diese Gegenüberstellung, weil sich hieran auch die Frage nach dem Stand der Emanzipation in den beiden Gesellschaftssystemen diskutieren lässt.

Schließlich folgt noch Das Schneechaos als vorerst letztes Vergleichsthema. Zum Jahreswechsel 1978/79 erlebten Norddeutschland sowie weitere Teile Nordeuropas extreme Wetterbedingungen historischen Ausmaßes. Sowohl auf Seite der BRD als auch der DDR wurden die katastrophalen Folgen unter anderem durch die Bundeswehr beziehungsweise die Nationale Volksarmee bekämpft. Der Umgang mit Naturkatastrophen in Nachrichtensendungen ist unter dem Eindruck der Klimakrise und ihren Folgen (Gletscherschmelze, Ahrtalflut) für Jugendliche von besonderem Interesse.

Eines der wichtigsten und sicher auch ergiebigsten Themen für einen solchen Nachrichtenvergleich ist mit dem Pendant zum Ende der innerdeutschen Grenze der Bau der Mauer am 13.08.1961. Aus rechtlichen Gründen musste dieses Thema bislang ein Desiderat bleiben – allerdings zeichnet sich zwischenzeitlich eine Lösung ab, die eine Ergänzung demnächst ermöglichen könnte.

Lehrreiche Unterschiede

Bei diesen Vergleichen wird sehr deutlich, dass die Aktuelle Kamera eine Verlautbarungssendung der DDR-Regierung und der SED-Partei war. Besonders klar wird dies im Bericht über die Ausbürgerung Wolf Biermanns, wenn die Nachrichtensprecherin dazu wortgetreu einen Text aus dem Parteiorgan „Neues Deutschland“ verliest. Unverblümt ist das zudem noch im eingeblendeten Nachrichtenbild erkennbar, das die Titelseite der Parteizeitung zeigt.

Anders stellt sich die Situation für die DDR im Fall der Prager Botschaftsflüchtlinge dar. Hier wie bei den Montagsdemonstrationen befindet sich der Staat in der Defensive, muss er doch rechtfertigen, weshalb seine Bürger ihn durch Flucht oder Protest infrage stellen – obwohl er doch nach eigener Auffassung das bestmögliche Staatswesen verkörpert.

In allen drei Fällen zeigt der Vergleich, dass bei den Berichten der Tagesschau im Unterschied zur Aktuellen Kamera eine von der Regierung unabhängige Nachrichtenredaktion arbeitet. Hier wird klar zwischen dem jeweiligen Kommentar und der eigentlichen Nachricht getrennt. Und: Der Kommentarsprecher zum Fall Biermann erwartet (und begrüßt implizit), dass der Liedermacher sich nicht nur zum DDR-Regime, sondern auch zur Politik der BRD kritisch äußern wird.

Ein deutliches Bekenntnis zur Meinungsfreiheit. Im Bericht über die Botschaftsflüchtlinge wird zudem die Aktuelle Kamera mit der Aufforderung an die Regierung in Bonn zitiert, für einen geregelten Botschaftsverkehr zu sorgen. Auch dies unterscheidet die Tagesschau von der Aktuellen Kamera , da sie gegenteilige und oppositionelle Stimmen zu Wort kommen lässt.

Diese unabhängige und kritische Haltung der Tagesschau-Redaktion wird auch in den beiden anderen Beispielen zur Rolle der Frau und dem „Schneechaos“ belegt. Hier werden deutlich kritische Stimmen zitiert, die sich an westdeutsche Spitzenpolitiker richten und in dem einen Fall mangelnden Fortschritt bei der Gleichstellung der Frau kritisieren und im anderen Fall ein ungenügendes Krisenmanagement.

Im Unterschied dazu „feiert“ die Aktuelle Kamera geradezu die Staatsführung und hebt deren Errungenschaften unkritisch hervor. Anders als in der Tagesschau wird der Bericht zum Internationalen Frauentag zur Inszenierung der eigenen Staats- und Parteispitze. Wie der Vergleich zeigt, konnte die DDR durchaus auf Erfolge bei der Emanzipation verweisen.

Ein kritischer Kommentar wie bei der Tagesschau zu möglichen Desideraten, das wird in der Auseinandersetzung im Begleitangebot zu den Filmbeiträgen klar, fehlt jedoch. Zwar waren in der DDR weit mehr Frauen berufstätig und damit auch selbständiger als in Westdeutschland, aber nach wie vor waren sie oft mit der Versorgung von Haushalt und der Kindererziehung alleine gelassen und einer Doppelbelastung ausgesetzt – trotz Krippenplätzen.

Zitat

Der Vergleich der Mediensysteme macht mit Blick auf die Aktuelle Kamera deutlich, dass sich auch hinter deren Berichterstattung der unbedingte Anspruch der SED auf das Meinungsmonopol ausdrückt. Hier steht der Gedanke unmissverständlich im Vordergrund, dass die Presse und mit ihr auch das Flaggschiff der DDR-Nachrichten die Aufgabe hat, die Bürger*innen mit den Ideen der Sozialistischen Einheits-Partei zu belehren, deren Maßnahmen als Erfolge zu verbreiten und keinen Zweifel an der Richtigkeit der Entscheidungen der Führungselite aufkommen zu lassen.

Auch die Berichterstattung über das Schneechaos 1978/79 unterstreicht dies deutlich. „Wir haben alles im Griff“, ist hier die Parole der Partei. Wie abhängig die Reporter von deren Vorgaben waren, zeigt sich paradoxerweise gerade dort, wo die Führung von Staat und Partei aufgrund der dramatischen Wetterverhältnisse mit ihren Weisungen nicht durchdringt.

Für einen Moment können die Journalisten etwas freier berichten – wenn auch im Rahmen der üblichen Restriktionen. Die Berichterstattung verlässt zwar nicht gänzlich den eingeübten DDR-Nachrichtenduktus, dafür wird aber eine implizite Kritik möglich, die erst verständlich wird, wenn sie mit der ansonsten üblichen staats- und parteitreuen Berichtshaltung der Aktuellen Kamera verglichen wird. Auch das greift das Begleitmaterial zum Bericht in der „Lehrkraftecke“ für den Unterricht auf (siehe unten).

Materialien:

Ausgestattet und flankiert werden diese Themen und Angebote unter anderem mit:

  • Original-Filmmaterial der jeweiligen Nachrichtensendungen

  • Transkripten der jeweiligen Filmsequenzen

  • Begleittexten sowie interaktiven Zuordnungsaufgaben, Memoryspielen, Quiz, etc.

  • bebilderten Zeitleisten, die je eine Chronik der Entwicklung zum Mauerfall mit Blick auf die Ausreise der DDR-Bürger*innen und zu den Montagsdemonstrationen geben.

  • Erklärvideos unter anderem zu Themen wie „Was sind eigentlich Nachrichten?“.

  • einem Slider, der den direkten Vergleich zwischen den unterschiedlichen Auffassungen von Journalismus in den jeweiligen Systemen ermöglicht.

  • einem Glossar nachrichtlicher und journalistischer Fachausdrücke, das in ein 360-Grad-Tableau integriert ist.

  • Links zu Reportagen in den Nachrichtenredaktionen der öffentlich-rechtlichen Sender

Einbettung

Eingebunden ist dieser Nachrichtenvergleich in einen größeren Zusammenhang aktueller Nachrichtenkontexte. Denn mit der Gegenüberstellung und Analyse der beiden Nachrichtenformate soll nicht nur Geschichte erfahrbar gemacht werden. Die Erarbeitung der historischen Inhalte mündet in die ebenfalls interaktiv und spielerisch angelegte Untersuchung und Aufbereitung heutiger Nachrichtenphänomene: Was ist Framing und wo zeigt es sich heute? Worauf gründet die Pressefreiheit und wo ist sie in Gefahr (mit Material von Reporter ohne Grenzen zu Russland und China)? Was genau sind Nachrichten und welche Funktion hat ein Gatekeeper? Wie denkst Du über „Cancel Culture“?

Die „Spielecke“ (www.good-bad.news/spielecke) richtet sich mit „Shit Happens“ an einen jüngeren Nutzerkreis, mit „Klicks unter Kontrolle“ an ältere Schüler*innen. Im ersten Fall erleben die Jugendlichen in einem Videoclip von Youtube-Künstlerin Coldmirror, was passieren kann, wenn man Nachrichten unkritisch und nur oberflächlich wahrnimmt – unabhängig davon, über welches Medium man sie erhält.

Im zweiten Angebot ("Klicks unter Kontrolle") steckt man als Spieler*in in der Rolle eines hochrangigen Beraters der fiktiven Regierungspartei „Wir haben Recht“ (WhR), dessen Aufgabe es ist, die Medienfreiheit zugunsten der herrschenden Partei einzuschränken, etwa durch Gesetze und Reaktionen auf bestimmte Vorkommnisse. Das Spiel selbst ist eine Art „Assistenz“, die die Spielenden bei ihrem Job unterstützt und durch die diversen Entscheidungen führt. Gezeigt wird ihnen, wie die Medienfreiheit in einigen Ländern systematisch untergraben wird.

Schließlich liefert die „Lehrkraftecke“ (www.good-bad.news/lehrkraftecke) ausführlich praktische Anregungen für eine Nutzung im Unterricht und gibt Anleitungen, Bonusmaterial und technische Hilfestellung zu den Inhalten der Website. Ein Link zum multimedialen Lerntool “Ex-Grenze” bietet eine sinnvolle Ergänzung, wenn es darum geht, Schüler*innen den geschichtlichen Hintergrund zur deutschen Teilung zu erläutern und sie motivierend an die deutsch-deutsche Thematik heranzuführen.

Die Web-Anwendung ist so konzipiert, dass die Nutzer in ihrer Medienkompetenz geschult werden und sich gleichzeitig spielerisch und interaktiv sowohl mit der deutsch-deutschen Geschichte als auch mit der Rolle und Funktion von (Nachrichten-) Medien in Demokratien und Diktaturen auseinandersetzen. So können sie den eigenen Nachrichtenkonsum reflektieren und ein Bewusstsein für die Relevanz unabhängiger Nachrichten und die Notwendigkeit einer freien Presse erhalten.

Die Implementierung des hier genutzten freien und quelloffenen interaktiven Lerntools „H5P“ ermöglicht einen attraktiven und zeitgemäßen Zugang gerade für jugendliche Nutzer der Webseite. Auf diese Weise können sie sich auf spielerische Weise durch digitale Features mit dem Thema Nachrichten in demokratischen und diktatorischen Systemen im oben gezeigten Sinne vergleichend beschäftigen. Die Möglichkeit des Lerntools, dass die Schüler*innen eigene Texte zu bestimmten Themen verfassen und sie mit ihrer Lehrkraft und/oder Mitschüler*innen austauschen können, gab diesem Tool den Vorzug vor anderen.

Übrigens lassen sich die H5P-Inhalte auf der Seite des Projekts herunterladen und in moodle einbinden, wenn die Möglichkeit besteht, das H5P-Plugin zu installieren. Das ermöglicht den Lehrkräften, die Aufgaben in anderen Kontexten einzusetzen und die Antworten der Schülerinnen und Schülern einzusehen.

Nachrichtenvergleich: 2 Beispiele

I. Die Macht der Bilder

Das Kapitel „Botschaftsflüchtlinge“ (Externer Link: www.good-bad.news/botschaftsfluechtlinge) greift die Berichterstattung von Tagesschau und Aktueller Kamera über die Ausreise der in die Prager Botschaft geflüchteten DDR-Bürger auf. Am 1. Oktober 1989 durften mehrere Sonderzüge mit Genehmigung der DDR-Behörden die Botschaftsflüchtlinge nach Westdeutschland bringen. Doch in beiden Ländern sah man die Geschehnisse sehr gegensätzlich. Das zeigt sich besonders gut in den abendlichen Nachrichtensendungen. Der Aufmacher zum Thema spiegelt auch visuell diesen Gegensatz und ist gut geeignet, über die Macht der Bilder auch in Nachrichtensendungen mit Schüler*innen zu sprechen, ihren Gebrauch zu vergleichen und zu analysieren. Hierzu können die Schüler*innen die Sendungen direkt in den Videoplayern abspielen.

Auffällig ist bei der Gegenüberstellung beider Nachrichtenmeldungen, dass während der Verlesung des Nachrichtentextes zu Beginn der Sendung in der Tagesschau ein Foto von offensichtlich glücklichen, aus dem Zug winkenden Flüchtlingen gezeigt wird. Die Aktuelle Kamera hingegen verzichtet auf ein Foto und zeigt nur einen Schriftzug. Das Lerntool macht die Schüler*innen durch Popups darauf aufmerksam, die an passender Stelle immer wieder mit entsprechenden Fragen aufploppen. Sind die Fragen beantwortet, setzt sich das Video fort.

So wird den Schüler*innen die Rolle von Bildern in der Nachrichtenpräsentation bewusst gemacht und durch weitere Fragetools in den Videos oder in sich anschließenden Webelementen (zum Beispiel mit der Analyse eines Kommentars) reflektiert und vertieft. An die Schüler*innen richten sich dabei zentrale Fragen: Welche Gründe könnte die Redaktion der Aktuellen Kamera haben, auf ein Foto zur Illustration der Nachricht zu verzichten? Welche Gründe hingegen könnte die Tagesschau bewogen haben, die eigene Nachricht mit einem solchen Foto zu illustrieren?

Mit solchen und weiteren Fragen wird die Aufmerksamkeit der Schüler*innen auf ein scheinbar harmloses Detail gelenkt, das nur zu leicht übersehen wird: auf die Fotos, Illustrationen und Statistiken, die die Nachrichtenverlese meist begleiten. Oftmals werden diese bildhaften Begleitmedien nur als Randinformationen zur Verdeutlichung des gesprochenen Textes gewertet. Doch das unterschätzt die Macht der Bilder!

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Noch nie in der Geschichte der Nachrichten spielten Bilder eine so große Rolle wie heute. Allein schon die enorme Bilderflut, die täglich von Ereignissen auch durch den Einsatz neuer digitaler Medien (Stichwort: Smartphone) produziert wird, unterstützt diesen Einfluss. Aber wie das hier angeführte Beispiel zeigt, war der bewusst gewählte Einsatz von Bildern beziehungsweise der Verzicht auf sie bereits zuvor gängige Praxis in der nachrichtlichen Berichterstattung.

Wie praktische Übungen mit dem Tool im Unterricht gezeigt haben, trägt dieser aktive, von den Schüler*innen selbst vollzogene Vergleich zu ihrem Verständnis bei, dass die Bilder mitunter eine größere Wirkung haben können als der gesprochene Text, und dass es keine willkürliche und unbedachte Entscheidung ist, bestimmte Bilder auszuwählen, sie einzusetzen oder auf ihren Einsatz zu verzichten. Durch einen Transfer dieser Analyse auf Meldungen heutiger Nachrichtendienste – ganz gleich, ob es Fernsehnachrichten, Meldungen in der Presse oder Push-Nachrichten von Messenger-Diensten sind – lassen sich die Schüler*innen ganz generell für den Einfluss und die Macht der Bilder sensibilisieren.

II. Bad News – „(K)ein Wort der Kritik!“

Das Beispiel „Schneechaos“ (https://good-bad.news/schneechaos/) greift das Extremwetter-Ereignis am Jahreswechsel 1978/79 auf. Innerhalb von Stunden fällt am 28. Dezember die Temperatur um fast 30 Grad, ein 72-stündiger Schneesturm erfasst den Norden Deutschlands – im Westen wie im Osten. Die Situation ist ernst: Der „Jahrhundertwinter“ fordert Tote in beiden deutschen Staaten. Tagesschau und Aktuelle Kamera berichten über das Unwetter und seine massiven Auswirkungen auf Mensch und Tier. Dass auch über eine Naturkatastrophe, an sich ein eher ideologiefreies Thema, unterschiedlich berichtet werden kann, zeigt sich im Nachrichtenvergleich.

Stellt man die Ausgaben der beiden Nachrichtensendungen vom 1. Januar 1979 gegenüber, dann fällt unter anderem auf, dass in beiden Berichten mehrere und unterschiedliche Formen von Kritik vorkommen. Die Textanalyse der beiden Nachrichtensendungen, die durch die Verschriftlichung der jeweiligen Beiträge (Transkript) unterstützt wird, lässt drei Formen dieser Kritik erkennen. Zwei davon seien hier kurz skizziert: So gibt die Reportage der Tagesschau ebenso wie die der Aktuellen Kamera eingangs zwar einen Lagebericht von den Verhältnissen in den betroffenen Regionen. Die Tagesschau verweist aber ausdrücklich auf Stimmen, die sich mit der Bewältigung der Notlage durch verantwortliche Stellen unzufrieden zeigen, wenn es heißt:

„Inzwischen ist erste Kritik laut geworden. Es wird von mangelnder Koordinierung in den Katastrophenstäben gesprochen. Auch sei die Bundeswehr, so ein anderer Vorwurf, zu spät eingeschaltet worden.“

Explizit werden vom Sprecher Vorhaltungen gegenüber höchsten staatlichen Stellen zitiert, auch wenn deren Herkunft vage bleibt – durchaus ein Punkt, der Schüler*innen zur Kritik an dieser Meldung anregen könnte. Denn so bleibt die Quelle der Kritik einem Millionenpublikum unbekannt und hinterlässt den Eindruck, es sei hier Hörensagen verbreitet worden.

Ein Unterschied in den Darstellungen zeigt sich im Setting der gezeigten Interviews: Während im Bericht der Aktuellen Kamera lediglich ein Interview mit Generalmajor Mally, einem Verantwortlichen aus dem Krisenstab, durch einen Reporter geführt wird, der nur nach Verhaltenshinweisen für Verkehrsteilnehmer gefragt wird, muss sich der damalige Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Gerhard Stoltenberg, auf einer Pressekonferenz den kritischen Fragen der Journalisten stellen und Rede und Antwort stehen.

Einem abgesprochenen und strikten Vorgaben folgenden Frageritus, der im Ergebnis die souveräne Kontrolle durch die Staats- und Parteiführung zum Ergebnis haben soll, steht auf der anderen Seite ein Meinungspluralismus in Form einer Vielzahl von Reportern unterschiedlicher und unabhängiger Medien gegenüber. Um für diesen Kontext die grundlegenden Unterschiede beider Mediensysteme zu vermitteln, lässt sich das Kapitel „Aktuelle Kamera vs. Tagesschau“ (Externer Link: www.good-bad.news/aktuelle-kamera-vs-tagesschau) heranziehen.

Im Anschluss an die Videos drängen sich hierzu Fragen an die Schüler*innen auf, die in der „Lehrkraftecke“ beispielhaft angeführt sind und als Impuls für eine Auseinandersetzung mit den Nachrichteninhalten und deren Verhältnis zu einer kritischen Berichterstattung dienen können, etwa wenn gefragt wird:

  • Worin unterscheidet sich die Interviewsituation in der Aktuellen Kamera von der in der Tagesschau mit Blick auf die Zahl der beteiligten Personen und der räumlichen Atmosphäre?

  • Welche Form der Befragung von verantwortlich Handelnden lässt eurer Meinung nach mehr kritische Fragen zu? Begründet eure Auffassung.

  • Welche der beiden Nachrichtensendungen ist kritischer gegenüber den in dieser Krise Verantwortlichen? Begründe deine Meinung.

Darüber hinaus lässt sich die unterschiedliche Berichterstattung mit den Schüler*innen durch eine Slide-Show und ein Erklärvideo zur Funktion kritischer Medien in einer Demokratie vertiefen.

Für die Schüler*innen wird auf diese Weise deutlich, wie schwierig es in autoritären Staaten ohne freie Presse ist, über Missstände zu berichten und so zu deren Überwindung beizutragen.

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Der Absolutheitsanspruch der SED als Partei, die von sich behauptet, keine Fehler zu machen und infolgedessen auch keine strukturellen Probleme kennt, erlaubt keine Kritik. Auch nicht durch die Presse, die nach Auffassung der Partei die Aufgabe hat, die Massen mit den Ideen der Kommunistischen Partei zu belehren und zu erziehen. In einer Erziehungsdiktatur geht es vor allem darum, den Bürgern die Notwendigkeit der gerade geübten Politik zu verdeutlichen, nicht darum, sie zu kritisieren.

Wie wichtig es ist, dass frei über Ereignisse berichtet werden kann, zeigt sich auch an dem Beispiel gegenwärtiger Naturkatastrophen. Die Überschwemmungen im Ahrtal im Sommer 2021 mit ihren schwerwiegenden Folgen führten zum Beispiel zu kritischen Fragen – nicht nur bezüglich der Verantwortung von Politiker*innen, sondern auch mit Blick auf die Klima- und Umweltpolitik überhaupt. Ein Themenkreis, der an der Lebenswelt der Schüler*innen anschließen dürfte.

Einsatzmöglichkeiten in der Bildungsarbeit

Das Projekt ist für den Einsatz im Bildungsbereich besonders geeignet, ermöglicht es doch, flexibel und je nach Lehr- und Lernstand alle Klassenstufen und Schulformen anzusprechen. Die Bandbreite reicht von einfachen Zuordnungsaufgaben über Verständnistests bis hin zur Möglichkeit, selbst Texte und Meldungen nach handwerklichen Standards im Rahmen einer „Nachrichtenwerkstatt“ zu schreiben, die an Lehrkräfte und Mitschüler*innen gleichermaßen verschickt, ausgetauscht und diskutiert werden können.

So lassen sich diese Themen für den Einsatz im Unterricht individuell skalieren, von der Rezeption der Bild- über die Text- bis zur Kommentarebene. Für manche Klassen und Unterrichtsformen (Projektunterricht, Wahlpflichtunterricht, Doppelstunde, Vertretungsunterricht und anderes mehr) lassen sich so je angepasste Unterrichtseinheiten durchführen.

Die auf Interaktion angelegten Lernelemente erlauben die Selbstkontrolle der Nutzer*innen durch Überprüfung der Lösungen und verweisen mit motivierenden Hinweisen auf Wiederholungsläufe. So ist es möglich, die unterschiedlichsten Aspekte des Themas in historischer und gegenwärtiger Hinsicht zu erschließen und durch eigene Bewertungen zu kommentieren. Dabei erfahren die Nutzer*innen sowohl Grundlagen einer seriösen Berichterstattung als auch Instrumente journalistischer Kernkompetenzen. Hierbei werden alle medialen Ebenen berücksichtigt. Bild-, Ton- und Texterzeugnisse können so jeweils für sich, aber auch in ihrer medialen Wechselwirkung im Hinblick auf ihre Nachrichtenfunktion kritisch analysiert werden.

Informationen für Lehrkräfte bieten weiterführende Zusatzaufgaben, methodische Anregungen und didaktische Hinweise. Querverweise verbinden Aufgabenstränge über die Menüstruktur hinaus dort, wo sich thematische und inhaltliche Zusammenhänge anbieten. Durch Anstöße zur eigenen produktiven Arbeit sollen die Angebote als Aufforderung zur aktiven Medienarbeit verstanden werden können.

Verlinkungen zu externen Angeboten wie „Ex-Grenze – war da was?“ helfen dabei, sich die historischen Voraussetzungen der deutsch-deutschen Teilung ebenfalls auf interaktive Weise zu erschließen. So wird das Ziel der Sensibilisierung der Nutzer*innen für den geschichtlichen und gegenwärtigen Einsatz von Wort und Bild zur Informationsvermittlung auf für die Zielgruppe attraktive, nachhaltige und zeitgemäße Weise erreicht.

Zitat

Das Projektergebnis erlaubt so neben der geschichtlichen Auseinandersetzung mit der Rolle und Funktion der Medien in gegensätzlichen gesellschaftlichen Systemen auch die Reflexion des eigenen Nachrichtenkonsums und schafft ein Bewusstsein für die persönliche beziehungsweise eigene Relevanz unabhängiger Nachrichten und die Notwendigkeit einer freien Presse.

Zitierweise: Joachim Meißner, „Ost-West Nachrichtenvergleiche. DDR vermitteln, aber wie? Teil II: Fernsehen", in: Deutschland Archiv, 20.12.2022, Link: www.bpb.de/516550.

Ergänzend in dieser Serie:

Thomas Henseler Externer Link: "Wie ein Film in Zeitlupe". DDR vermitteln, aber wie? Teil I: Comics, Deutschland Archiv vom 2.12.2022

Joachim Jauer, "Externer Link: D - wie Dialog". Wie deutsch-deutsches Fernsehen ausprobiert wurde, das Beispiel des ZDF-Magazins "Kennzeichen D", Deutschlandarchiv vom 3.8.2022.

Fussnoten

Weitere Inhalte

Dr. Joachim Meißner ist Fernsehjournalist beim Hessischen Rundfunk, verantwortlich für das Programm Wissen und mehr. Schwerpunkte seiner Arbeit sind journalistische und wissenschaftliche Beiträge zur politischen Kultur, zum Bereich Bildung und Schule, zur Theorie der Utopie, zur Geschichte der Propaganda und zum Südseemythos. Das Projekt "Good News - bd News" stellte er erstmals 2022 auf der Geschichtsmesse der Stiftung Aufarbeitung in Suhl vor. Das Projekt wird kontinuierlich ausgebaut.