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Von LPG zu e.G., GbR und GmbH oder: Von „Alt-Kommunisten“ zu „Neu-Kapitalisten“?

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 42 Analysen & Essays. Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Sieben Monate Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 30 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gibt "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" Föderalismus und Subsidiarität „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Drei Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Der Weg zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2021 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur The Games at the Gate Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? 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Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts Alltag und Gesellschaft Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? 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Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Ist Antisemitismus vor allem ein ostdeutsches Problem? Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Heimat ist ein Raum aus Bytes Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Aktion, Reaktion und Gegenreaktion im „Schlüsseljahr“ 1952 Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? Schwierigkeiten mit der Wahrheit Personelle Kontinuitäten in Brandenburg seit 1989 "Geschlossene Gesellschaft" Kulturelite im Blick der Stasi Experten für gesamtdeutsche Fragen – der Königsteiner Kreis Friedrich II. – Friedrich der Große Literaturjournal Deutsch-deutscher Literaturaustausch (8+9/2012) Eine gesamtdeutsche Reihe? Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? Literaturjournal Politische Bildung (6/2012) Antikommunismus zwischen Wissenschaft und politischer Bildung Subjektorientierte historische Bildung Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft "Hallo?! – Hier kommt die DDR" Vergangenheit verstehen, Demokratiebewusstsein stärken Keine einfachen Wahrheiten Literaturjournal Sport (5/2012) Sportnation Bundesrepublik Deutschland? Marginalisierung der Sportgeschichte? Dopingskandale in der alten Bundesrepublik Hooliganismus in der DDR "Erfolge unserer Sportler – Erfolge der DDR" Literaturjournal Nachkrieg (4/2012) Jüdischer Humor in Deutschland Die SED und die Juden 1985–1990 "Braun" und "Rot" – Akteur in zwei deutschen Welten Kriegsverbrecherverfolgung in SBZ und früher DDR Die "Hungerdemonstration" in Olbernhau Eklat beim Ersten Deutschen Schriftstellerkongress Workuta – die "zweite Universität" Dokumentation: Die Rehabilitierung der Emmy Goldacker Kaliningrader Identitäten "Osten sind immer die Anderen!" Freiheit und Sicherheit Literaturjournal Wirtschaft und Soziales (3/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Zeitgeschichte im Film (2/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Nonkonformität und Widerstand (1/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Deutsch-deutsches (11+12/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Öffentlicher Umgang mit Geschichte (10/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 21 Jahre Deutsche Einheit (9/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wissenschaft (8/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau - Teil 2 (7/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau (6/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Kultur (5/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Innere Sicherheit (4/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wirtschaftsgeschichte (3/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Ost-West-Beziehungen (2/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Medien (1/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Über das Deutschland Archiv Redaktion Nach den Unruhen in Kasachstan: Wendepunkt oder Weiter so?

Von LPG zu e.G., GbR und GmbH oder: Von „Alt-Kommunisten“ zu „Neu-Kapitalisten“? Der Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft nach 1989 und seine Folgen bis heute

Elke Kimmel

/ 30 Minuten zu lesen

Das Landwirtschaftsanpassungsgesetz schuf im Juni 1990 die Grundlage für die Umwandlung der DDR-Landwirtschaft. Elke Kimmel untersucht, wie die zeitgenössische Presse den Anpassungsprozess wahrnahm und welche Folgen er bis heute hat.

Auf einem ehemaligen LPG-Gelände stehen bei Alt Tellin (Mecklenburg-Vorpommern) Ruinen von DDR Tierzuchtställen, 23.06.2011. (© picture-alliance/dpa)

Endlose Raps- oder Maisfelder, verfallende Stallanlagen aus DDR-Zeiten, Ortschaften, die verlassen wirken – so präsentieren sich viele ländliche Regionen im Osten Deutschlands im Vorbeifahren. Medien berichten nach Wahlen über die Erfolge rechter Parteien und über einen steigenden Prozentsatz derer, die sich „abgehängt“ fühlen. Die medizinische Versorgung will hier kaum jemand übernehmen, der letzte Laden hat vor Jahren geschlossen, und spätestens nach der Grundschule müssen die Kinder weite Schulwege auf sich nehmen. Solche Regionen gibt es auch im Westen, aber die spezifischen Ursachen für besonders dramatische Entwicklungen in Ostdeutschland sind in der DDR-Vorgeschichte und dem Prozess der Vereinigung zu vermuten.

Die Folgen der Vereinigung auf dem Lande sollen im Folgenden beleuchtet werden. Als Grundlage dazu dienen in erster Linie Berichte in der ost- und westdeutschen Presse von 1989 bis heute. Vor allem wird danach gefragt, welche Akzente in der Berichterstattung gesetzt wurden, wen man als Protagonist_innen zu erkennen glaubte, aber auch, welche Fehler sich (rückblickend) als gravierend erwiesen haben und welche Entwicklungen vermeidbar gewesen wären. Vielleicht lässt sich so auch erkennen, welche Prozesse notwendig wären, um positive Perspektiven für die Zukunft des Landlebens oder Wege aus der entstandenen Misere zu entwickeln.

Die Ausgangssituation 1989/90: Landwirtschaft „vor dem Kollaps“

Während der gesamten Zeit der DDR hatte im Bereich der Landwirtschaft die Devise gegolten, dass – abgesehen von der Erfüllung von Lieferverpflichtungen für den Export – die möglichst vollständige Versorgung der eigenen Bevölkerung mit Lebensmitteln aus eigener Kraft Vorrang habe. Bodenreform und Zwangskollektivierung, Mechanisierung und Industrialisierung der Landwirtschaft folgten dieser Vorgabe, selbst wenn einzelne Schritte der Annäherung an das Ziel nicht dienten und stillschweigend korrigiert wurden.

Aufruf zur Kollektivierung bäuerlichen Grundbesitzes in der DDR und zum Zusammenschluß in LPGen, Plakat von 1961. (© picture-alliance/akg)

1989 gab es in der DDR große landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften (LPG) mit teils mehreren tausend Hektar Grundbesitz und hunderten Beschäftigten. Viele dieser Angestellten waren in Bereichen beschäftigt, die mit Landwirtschaft wenig zu tun hatten – etwa in der Kinderbetreuung, in Kulturhäusern oder in LPG-eigenen Baubetrieben.

Die tageszeitung (taz) formulierte es im August 1990 so: „Ganze Dörfer leben nur von der LPG, die Kindergärten, Kantinen, Freizeitheime und sonstige Einrichtungen betreibt. Das alles hat mit effektiver landwirtschaftlicher Produktion nichts zu tun.“ Die LPG waren darüber hinaus verpflichtet, Arbeitskräfte anzustellen, die schon in anderen Wirtschaftsbereichen als wenig motiviert aufgefallen waren, und wie anderswo auch war die Ausstattung teils veraltet, teils reparaturbedürftig – fehlende Ersatzteile waren ein Dauerthema. Die im Vergleich mit den bundesrepublikanischen Landwirtschaftsbetrieben deutlich niedrigere Produktivität resultierte aus diesen systembedingten Faktoren.

Dass selbst massenhafte Entlassungen unumgänglich sein würden, zeichnete sich bereits im Frühjahr 1990 ab, aber mit der Währungsunion und der Entscheidung für eine möglichst rasche Vereinigung war den LPG ein Tempo vorgegeben, das sie so nicht erwartet hatten. Zwar bemühte man sich, mit Vorruhestandsregelungen wenigstens große Härten abzufedern, aber die Zahlen sprechen für sich: 1990 waren 923.000 Menschen in der ostdeutschen Landwirtschaft beschäftigt, 2007 noch knapp 150.000. Besonders dramatisch war die Entwicklung 1989/90: Allein bis Ende Oktober 1990 verloren 169.000 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz, weitere 500.000 folgten bis August 1992. In Brandenburg waren von ehemals 169.000 Beschäftigten in der Landwirtschaft Ende 1992 noch ganze 40.000 übriggeblieben. Gerade für weibliche LPG-Beschäftigte begann eine sich über Jahre hinziehende Odyssee durch Fort-, Weiterbildungs- und ABM-Maßnahmen.

Für die Medien wurde die Landwirtschaft nach der Verabschiedung des Landwirtschaftsanpassungsgesetzes (LAG) am 29. Juni 1990 durch die Volkskammer und durch die Probleme infolge der Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion zum 1. Juli 1990 interessant. Von einem Tag auf den anderen waren viele Agrarprodukte aus der DDR kaum noch (oder nur noch zu Preisen unter den Produktionskosten) verkäuflich. Der Lebensmitteleinzelhandel hätte ostdeutsche Waren aus dem Sortiment genommen, da die Konsument_innen (angeblich oder tatsächlich) explizit nach westdeutschen Produkten verlangten. Das Neue Deutschland (ND) vermutete, dass der Handel den Kunden ostdeutsche Waren mehr oder weniger bewusst vorenthalte. Auch diese Entwicklung hatte sich bereits im Frühjahr 1990 angekündigt, ohne dass allerdings wirksame Gegenmaßnahmen ergriffen wurden. Die eigens gegründete „Anstalt für landwirtschaftliche Marktordnung“ blieb wirkungslos – laut Spiegel fragte sich auch Regierungschef Lothar de Maizière (CDU), warum die ostdeutschen Zöllner so „konfliktscheu“ seien und kaum kontrollierend eingriffen; ihre westdeutschen Pendants seien da weniger zurückhaltend.

Fast zynisch mutete es an, dass sich der damalige Bundeslandwirtschaftsminister Ignaz Kiechle (CSU) über die gestiegenen westdeutschen Agrarexporte in die DDR freute und über die Sicherung von Arbeitsplätzen im Westen deren Vernichtung östlich der Elbe ignorierte sowie den Ost-Landwirten zu wenig Initiative unterstellte. Kurz zuvor hatte Kiechle indes selbst für Einfuhrbeschränkungen aus dem Westen plädiert.

Die taz mutmaßte, dass die Schwächung der ostdeutschen Konkurrenz möglicherweise beabsichtigt sei. Ähnliche Vermutungen hegte im Juli 1990 auch der Brandenburger Landwirt Bodo Schulz in der ehemaligen Ost-CDU-Zeitung Neue Zeit (NZ): Man könne nicht erwarten, dass die LPG mit nur geringer Unterstützung den momentanen Herausforderungen gewachsen seien – anscheinend wolle man diese eher schwächen als stärken. Die Berliner Zeitung (BZ) wies darauf hin, dass marktwirtschaftliche Argumente gerade im Agrarbereich wenig überzeugend seien – schließlich würden die westdeutschen Landwirte massiv subventioniert.

Das ND konstatierte: „Der künstlich organisierte Zusammenbruch des ostdeutschen Agrarmarktes widerspricht den Prinzipien und Bestimmungen der europäischen Landwirtschaftspolitik.“ Die „Zerschlagung der DDR-Landwirtschaft“ sei mehr als ein Kollateralschaden des viel zu hohen Tempos im Vereinigungsprozess; damit arbeite man denen in die Hände, die den Boden als Spekulationsobjekt nutzten. Zu den Absatzproblemen in der DDR kam der Wegfall der Märkte in Ost- und Südosteuropa, die ihre knappen Devisen nicht für Lebensmittel ausgeben konnten. Bei einer Großdemonstration am 15. August 1990 auf dem Berliner Alexanderplatz kulminierte der Frust der ostdeutschen Landwirte: Vor laufenden Kameras wurde DDR-Landwirtschaftsminister Peter Pollack (parteilos, für die SPD) niedergebrüllt und bedroht. Tags darauf wurde er von Regierungschef de Maizière amtsenthoben. Längst beschlossene Hilfsgelder für die Landwirtschaft wurden frei gegeben und angewiesen. Die akute Krise entschärfte sich zudem dadurch, dass sich einerseits der EG-Binnenmarkt – gegen Proteste aus Südeuropa – für DDR-Produkte geöffnet hatte und andererseits Exporte beispielsweise in die Sowjetunion massiv gestützt wurden.

Andere Probleme blieben: Ein Dauerthema in diesen Monaten war die fehlende materielle Basis der LPG – zwar hatte die Volkskammer beschlossen, die Ergebnisse der Bodenreform (und damit der Enteignungen zwischen 1945 und 1949) nicht anzutasten, aber von wirklicher Rechtssicherheit konnte kaum die Rede sein. Ein grundsätzliches Problem war, dass der Boden nicht den LPG gehörte, sondern den einzelnen Genossenschaftsmitgliedern oder dem Staat (wenn etwa die ursprünglichen Eigentümer in den Westen geflüchtet waren oder Bauern, die in der Bodenreform Land zugeteilt bekommen hatten, aus der LPG ausgetreten waren). Hatte dies unter den Bedingungen der DDR keine Rolle gespielt, war es nun, da Eigentum zur Bedingung für die Kreditvergabe wurde, entscheidend für die Zukunft vieler Betriebe. Kredite aber waren unabdingbar, um den meist nicht konkurrenzfähigen Maschinenbestand aufzustocken.

Anfang August 1990 kritisierte Agrar-Staatssekretär Peter Kauffold (SPD) Regierungschef de Maizière, der sich nicht energisch genug für die Fixierung der Ergebnisse der Bodenreform im Einigungsvertrag eingesetzt habe. Kauffold warnte auch davor, die DDR wie eine westdeutsche Kolonie zu behandeln und ihr Gesetze einfach überzustülpen. Deutlich war spätestens seit dem Juli 1990, dass den LPG nicht viel Zeit blieb, um sich in den veränderten Verhältnissen zurechtzufinden: Das LAG verlangte ihre grundsätzliche Neuorganisation. Die Umwandlung in eingetragene Genossenschaften war indes nicht unproblematisch, weil diese im Vergleich mit Einzellandwirten schlechtere Förderbedingungen seitens der Europäischen Gemeinschaft und bei den Kreditgebern riskierten. Nach dem LAG hatte eine Vollversammlung aller Genossenschaftsmitglieder darüber zu entscheiden, ob sie auch zukünftig im gewohnten Kollektiv arbeiten wollten, ob sie sich mit anderen selbstständig machen wollten oder als „Wiedereinrichter“ mit dem 1960 eingebrachten Vermögen als Einzelbauern einen Neustart versuchen wollten.

Selbst wenn einige Landwirte darauf gewartet haben mochten, wieder eigenverantwortlich zu wirtschaften, so darf nicht übersehen werden, dass es für alle Genossenschaftler darum ging, innerhalb sehr kurzer Zeit sehr weitreichende Entscheidungen zu treffen, auf die viele von ihnen nicht vorbereitet waren. Diese Entscheidungen hatten zudem fast immer direkte Auswirkungen auf die (Noch-)Kollegen, da der Ausstieg Einzelner durch den damit verbundenen Kapitalabfluss den Bestand der Genossenschaft gefährdete. Unsicherheit und die Suche nach Orientierungspunkten sowie vermeintlicher Expertise spielten vielfach unfähigen oder gar kriminellen Beratern aus der Bundesrepublik in die Hand.

In den folgenden Monaten berichteten vor allem ostdeutsche Medien wiederholt darüber, wie viele Landwirte in den LPG bleiben wollten und wie hoch der Prozentsatz von Wieder- und Neueinrichtern war. Im selben Kontext erwähnten die Berichterstatter_innen, dass einige Genossenschaftsmitglieder ihr Land lediglich zurückforderten, um es an westdeutsche Interessenten zu verkaufen – und tatsächlich gebe es viele, die anfingen, sich nach geeigneten Höfen und Flächen umzusehen. Sein Versprechen, Bodenspekulation zu verhindern, konnte der Bundeslandwirtschaftsminister nicht halten: In der Magdeburger Börde kaufe ein bayerischer Adeliger engros Flächen zu Preisen auf, bei denen die ostdeutschen Landwirte nicht mithalten könnten, berichtete ein Landwirt der NZ. Angesichts dieser Entwicklung gerieten die an sich guten Ausgangsbedingungen der ostdeutschen Landwirtschaft selten in den Blick. So konstatierte etwa der Spiegel am 14. Mai 1990, dass sich, verglichen mit den meisten LPG, selbst der Grundbesitz des westdeutschen Bauernpräsidenten Constantin von Heeremann reichlich bescheiden ausnehme. Dass große Flächen zukünftig gerade in Punkto EG-Förderung einen großen Vorteil bedeuten konnten, war 1990 (noch) nicht Konsens. So waren sich die deutschen Landwirtschaftsministerien einig, dass insbesondere kleinere Betriebe zu fördern seien: Ideal seien Höfe mit Wirtschaftsflächen zwischen 100 und 200 Hektar.

Nur wenige Politiker traten – wie der Volkskammerabgeordnete Fritz Schumann (PDS) im ND – für den Erhalt der vorhandenen Strukturen ein. Staatssekretär Kauffold meinte gegenüber der BZ: „Trotz der traurigen Situation in der Landwirtschaft gibt es dennoch den grundsätzlichen Vorteil der großen Einheiten. Zumal auch im Konzentrationsprozeß in Europa größere Einheiten entstehen werden.“ Er konnte sich dabei der Zustimmung einer Mehrheit der ostdeutschen Landwirte gewiss sein. Vor allem die südeuropäischen Bauern blickten eher kritisch auf die Entwicklungen in Deutschland, zumal die Öffnung des Binnenmarktes für Agrarprodukte aus der DDR eine weitere Konkurrenz bedeutete. Dass die ostdeutschen Produkte vor allem zu Dumpingpreisen Absatz fanden, schuf auf beiden Seiten der Elbe Verdruss.

Ab Herbst 1990 wurde es mit dem Ende der akuten Krise ruhiger um die Landwirtschaft. Die wachsende Arbeitslosigkeit und der ungebremste Zusammenbruch der DDR-Wirtschaft beschäftigten die Medien, die Landwirtschaft geriet dabei zwar nie völlig aus dem Blick, blieb aber ein Nebenaspekt. Die Überschrift „Trügerische Ruhe auf dem Lande“ in der BZ entsprach dem, selbst wenn bereits jeder fünfte Arbeitsplatz im Agrarsektor weggefallen war. Besorgniserregend schien allenfalls, dass es für Erwerbslose auf den Dörfern kaum Alternativen gab, was soziale Spannungen befürchten lasse. Letztlich gehe es darum, den LPG genügend Zeit für den Umwandlungsprozess zu lassen: Im März sei man schließlich noch von einem mehrjährigen Prozess ausgegangen.

Die „Voraussetzungen für veränderte Agrarstrukturen“ seien vorhanden, beruhigte auch die NZ ihre Leser_innen. Die Ansichten über das erforderliche Tempo des Anpassungsprozesses lagen indes weit auseinander. Landwirtschaftsminister Kiechle räumte zwar ein, dass es sich um einen mehrjährigen Prozess handeln würde, und dass es absehbar weniger Einzelbauern in den „neuen Ländern“ geben werde, verstärkte aber an anderer Stelle den Druck auf die LPG. Ebenfalls aus Bonn kam die Forderung, nur noch ostdeutsche Einzelbauern in die Förderprogramme einzubeziehen. Pragmatisch äußerte sich die Außenstelle des Landwirtschaftsministeriums in Berlin. Man wolle vor allem dafür sorgen, dass es – unabhängig von der Organisationsform – zukünftig stabile Agrarbetriebe gebe.

Vereinzelt wurde darauf hingewiesen, dass es die unklaren Eigentumsverhältnisse seien, die den Prozess behinderten. Eher selten gab es auch Kritik am LAG selbst, dessen Regelungen zum Ausstieg von Bauern aus der LPG nicht konkret genug formuliert seien. Zudem fehle es an Beratung für die Ausstiegswilligen – dies sei ein Grund dafür, dass das Risiko der Selbstständigkeit gescheut werde. Die taz verwies mit Blick auf die höheren Zahlen an Ausstiegswilligen im Süden der DDR auf die traditionell kleinteiligere Landwirtschaft in diesen Regionen. Der NZ zufolge hätten in Brandenburg zwar bereits 30 Prozent den Umwandlungsprozess abgeschlossen, aber nur 400 Bauern wollten es allein versuchen.

Parallel machten die ersten Neugründungen von sich reden, weil es während der hastig vollzogenen Umwandlung zu gravierenden Fehlern gekommen war. Mancherorts hatten sich findige LPG-Mitglieder die Gunst der Stunde zunutze gemacht und ihre Kollegen übervorteilt. Andere Berichte widmeten sich den schwierigen Startbedingungen von Wiedereinrichtern, die sich nicht selten gegen den Widerstand ihrer Ex-Kollegen durchsetzen mussten. Ebenfalls angesprochen wurde die geplante Stilllegung von landwirtschaftlich genutzten Flächen, von der in der Ex-DDR wesentlich größere Gebiete betroffen seien als westlich der Elbe. Zudem würden die zu erwartenden Prämien im Osten geringer ausfallen, weil die Produktivität geringer sei. Grundsätzlich ablehnend gegenüber solchen Maßnahmen äußerte sich das ND: Solche Prämien zu zahlen sei widersinnig, solange es in anderen Teilen der Welt an Nahrung fehle. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die publicityträchtigen Demonstrationen im August 1990 ihre Wirkung auf Presse und Politik nicht verfehlten. Fast unbemerkt blieb hingegen, dass es niemanden gab, der die sozialen Funktionen, die die LPG im Zuge der Neustrukturierung auf dem Lande aufgeben sollten, übernehmen konnte.

Das Jahr 1991 – Countdown zum Jahresende

Im Laufe des Jahres 1991 beherrschte vor allem ein Thema die Berichterstattung über die ostdeutsche Landwirtschaft: deren mit dem LAG geforderte Umwandlung bis zum 1. Januar 1992. Einmal mehr gab es einen teilweise erbitterten Streit darüber, welches Tempo angemessen sei. Schon im Januar 1991 mahnte die NZ die Überarbeitung des Anpassungsgesetzes an: In seiner jetzigen Form behindere es den Neuordnungsprozess auf dem Lande. Es gefährde neben dem Wirtschaftssektor die Infrastruktur und generell das Leben auf dem Land. Unklarheit herrsche darüber, nach welchen Regeln die Aufteilung der LPG erfolgen solle. Die ohnehin vorhandenen Verteilungskämpfe würden dadurch zusätzlich verstärkt. So wie es sei, mache man sowohl den LPG als auch den Wiedereinrichtern das Leben schwer.

Eine im Mai 1991 geplante Änderung des Anpassungsgesetzes lehnten die Sozialdemokraten in den Ländern wegen der gesamtschuldnerischen Haftung der LPG-Vorsitzenden ab. Peter Kauffold als Vorsitzender des Landwirtschaftsausschusses in Mecklenburg-Vorpommern gab zu bedenken, dass wohl kaum jemand bereit sein werde, sich eine solche Verantwortung aufzuhalsen. Die im Mai beschlossene Novelle des LAG legte fest, dass zunächst die Inventareinträge der Bauern ausgezahlt werden müssten, später sollten anteilige Auszahlungen von eingebrachter Arbeitsleistung erfolgen. Geplant waren zunächst Abschlagszahlungen, die nach Feststellung der tatsächlichen Finanzlage ergänzt werden sollten. Für die SPD war insbesondere ausschlaggebend, dass mit der Novelle der Kapitalabfluss aus den LPG verzögert wurde, was deren Überlebenschancen erhöhte. Immer wieder wurden Zweifel daran laut, dass es bei den Umwandlungsprozessen mit rechten Dingen zugehe. Brandenburgs Landwirtschaftsminister Edwin Zimmermann (SPD) äußerte mehrfach, dass der ein oder andere LPG-Vorsitzende in „dubiose Geschäfte“ verwickelt sei und provozierte damit empörte Reaktionen der landwirtschaftlichen Interessenorganisationen: Der Minister habe offenbar vergessen, dass die Vorstände mittlerweile demokratisch legitimiert seien. Die BZ schilderte am 9. September 1991 beispielhaft den Fall eines ehemaligen LPG-Vorsitzenden, den Zimmermann zum Vorzeige-Buhmann gemacht habe – leider kein Einzelfall: „Hetzjagden, Verleumdungskampagnen und Intrigen begleiten die schwierige Umwandlung der ehemaligen LPG in marktwirtschaftlich orientierte Betriebe.“ Der soziale Friede bleibe auf der Strecke. Tatsächlich ergaben die Hausdurchsuchungen im Rahmen der Aktion „Gläserne LPG“ keine Anhaltspunkte für Unterschlagung. Mit dem nahenden Fristende für die Umwandlungen von LPG nahm die Presse die Landwirtschaft wieder stärker in den Blick. Wie Wasserstandsmeldungen wurden die Prozentsätze von bereits vollzogenen oder noch ausstehenden Umwandlungen angegeben, manchmal mit dem zusätzlichen Hinweis auf den Anteil der Betriebe, die Konkurs anmelden mussten, oder auf die wachsende Arbeitslosigkeit im Agrarsektor. Immer deutlicher wurde, dass der Umwandlungsprozess kaum termingerecht abzuschließen war.

Anfang Oktober 1991 verlangte deshalb der brandenburgische Landtag eine Fristverlängerung über den 31. Dezember hinaus. Diese sei erforderlich, wolle man nicht die Verödung ganzer Landstriche und eine sozial kaum abgefederte Massenarbeitslosigkeit riskieren. Zudem seien die LPG für die Verzögerungen nicht verantwortlich – vielmehr seien die Ämter dem jetzigen Ansturm nicht gewachsen. Es fehle an Steuerberater_innen, die Eröffnungsbilanzen für die neuen Unternehmen ausstellen könnten. Problematisch sei weiter, dass – falls man am rigiden Kurs festhalte – die Kommunen auf den Altlasten der LPG sitzenblieben, ohne dass sie Steuereinnahmen erzielen könnten.

Demgegenüber bekräftigten ostdeutsche Bauernverbände und Bundeslandwirtschaftsministerium Anfang November 1991, dass eine Fristverlängerung unnötig sei. Der brandenburgische Landtag protestierte umgehend, und Agrarminister Zimmermann erreichte, dass eine Sondersitzung des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Bundestag einberufen wurde. Im Gegensatz zu seinem brandenburgischen Amtskollegen forderte der sächsische Minister für Umwelt und Landesentwicklung, Rolf Jähnichen (CDU), von „seinen“ LPG ein höheres Tempo bei der Umwandlung und warnte vor den Folgen einer ungeordneten Liquidation. Auch die NZ sah die meisten sächsischen LPG-Vorstände auf einem guten Weg: Dort gebe es bereits 4.800 Familienbetriebe. Anscheinend war die Umwandlung für Brandenburgs LPG besonders schwierig, weil viele unter Altschulden litten und Hilfszahlungen verspätet eingetroffen seien.

Am 16. November meldete sich in der NZ ein Betroffener zu Wort, der die Folgen des ausgeübten Drucks beklagte: „Die Vorgänge entarten zu einer Art Enteignung im neueren Sinn, weil ihnen [den Wiedereinrichtern, EK] schnellstens die zurückgegebenen Flächen von Immobilien-Dealern wieder abgejagt werden unter Ausnutzung ihrer Notlage, ihrer Unsicherheit oder ihrer Kapitalbedürfnisse als wiedergewonnene Privatbauern.“ Erst kurz vor dem Stichtag konnten sich die Brandenburger Politiker durchsetzen: Maßgeblich war, dass die LPG ihren Umwandlungsplan bei den zuständigen Ämtern eingereicht hatten – ein positives Signal für etwa 20.000 Beschäftigte in der Landwirtschaft.

Mitte Dezember 1991 gab es in Brandenburg 210 eingetragene Genossenschaften, 60 Personengesellschaften, 155 GmbH, 3.400 Einzelbetriebe und einige LPG, denen Ende des Monats die Liquidation drohte. Die Höhe der Altschulden übertraf laut NZ die Unterstützungszahlungen um ein Vielfaches und die Arbeitslosigkeit lag in einigen Gebieten bei 80 Prozent. Minister Zimmermann beklagte, dass die Bundesregierung (CDU/CSU-FDP) ihre Energie allein in die Zerstörung der alten Strukturen gesteckt habe, ohne Ideen für die Neugestaltung zu entwickeln. Zu einem ähnlichen Urteil kam die NZ am 21. Dezember 1991 unter dem Titel „Erst staatlich subventioniert, nun marktwirtschaftlich alimentiert?“

Im sächsischen Wachau hätten Dorfbewohner und die LPG „Einigkeit“ kapituliert. Die faktische Bevorzugung von „Puppenstubenbauern“ nach westdeutschem Vorbild sei fatal. Man rechne sich die Statistik schön, indem man viele als Wiedereinrichter zähle, die lediglich Nebenerwerbslandwirte seien, und schwäche die LPG zusätzlich, indem man Mitglieder ermuntere, Land und Inventar aus den Genossenschaften abzuziehen. Nicht selten würden die Aussteiger dadurch verleitet, dass ihnen westliche Berater hohe Gewinne für ihre bis dato kaum als wertvoll erachteten Böden vorgaukelten. Die Situation auf dem Lande sei desaströs – und ein Ausweg sei nicht zu sehen.

Im ersten Jahr der Einheit gerieten auch die westdeutschen „Wendegewinnler“ und Einheitsprofiteure in den Blick, wie jene Landwirte, die westlich der Elbe für stillgelegte Flächen Prämien bekamen und davon in den neuen Ländern günstig Flächen pachteten und gute Erträge erzielten. So werde auf Kosten der ostdeutschen Landwirte doppelt kassiert. Zeitungen sandten ihre Reporter wiederholt in ländliche Regionen. Im Oderbruch habe ein rheinischer Bauer 1.000 Hektar gepachtet, während die ansässigen LPG wegen ihrer Kapitalarmut in immer größere Schwierigkeiten kämen. Da westdeutsche Bauern zum einen kreditwürdiger seien und zum anderen meist eigene Rücklagen besäßen, hätten die LPG – aber auch die Neu- und Wiedereinrichter in Ostdeutschland – häufig das Nachsehen. Das Tempo des Anpassungsprozesses unterstütze auswärtige Spekulanten zusätzlich, äußerte auch der Präsident des thüringischen Bauernverbandes Klaus Kliem. Es ermuntere „finanzkräftige Investoren aus anderen Staaten, Flächen und Immobilien billig auf[zu]kaufen und zu einer tödlichen Konkurrenz für die sich mühsam neu strukturierenden bodenständigen Betriebe [zu] werden.“

In einer langen Reportage für die BZ schilderte der Journalist Peter Pragal, wie sich ein solches Spekulationsgeschäft in Torgau abgespielt habe. Dort habe ein Landwirt die von der LPG zurückerhaltenen Ackerflächen quasi umgehend an einen Oberbayern verkauft, der wenig von Landwirtschaft verstehe, aber ein dickes Bankkonto besitze. Gleiches komme in allen ostdeutschen Regionen vor, in denen es gute Böden gebe. Pragal kritisierte, dass Landwirtschaftsminister Kiechle mit dem ausgeübten Druck die Einheimischen verunsichere, sodass sie sich teils „windigen Existenzen“ anvertrauten. Der Spiegel schrieb in diesem Kontext von „Tieflader-Bauern“ – Landwirten vor allem aus Niedersachsen, die für kleines Geld Flächen in der Magdeburger Börde gepachtet oder gekauft hätten, und nur angereist kämen, wenn der Verwalter vor Ort sie per Funktelefon rufe. Spiegel und NZ beschäftigten sich näher mit einem Betrieb bei Beeskow. Der gerade aus der Haft entlassene bayerische Landwirt Georg Nebauer habe mit zwei Partnern die ehemalige LPG Tierproduktion „Neues Leben“ am 3. Oktober 1990 gekauft und in die GbR Gut Birkholz umgewandelt, angeblich, um ein Musterbeispiel für die Sanierung der ostdeutschen Landwirtschaft zu schaffen. Den Einheimischen sei der Mann etwas unheimlich, zumal er neben der Milchviehanlage schon 3.500 Hektar Ackerland gekauft habe und zusätzlich eine Schweinemastanlage von der Treuhand übernehmen wolle. Die LPG-Mitglieder, die in der GbR keine Anstellung mehr gefunden hätten, fühlten sich um den Lohn ihrer Arbeit gebracht, da sie nur für das eingebrachte Inventar entschädigt worden seien. Aber die immerhin 100 Bauern, die weiter auf Gut Birkholz arbeiteten, seien froh, dass überhaupt jemand investiere – gleichgültig, woher das Kapital komme. Das schlechte Gefühl trog die Dörfler nicht, denn nur ein Jahr später wurde Nebauer wegen Subventionsbetrugs verhaftet. Die Treuhand, die zunächst für die Verwaltung der zuvor volkseigenen Flächen zuständig war, erleichterte den ostdeutschen Landwirten den Schritt in die Marktwirtschaft nicht. Sie scheute sich angesichts der unklaren Eigentumsverhältnisse vielfach, längerfristige Pachtverträge mit den Noch-LPG abzuschließen. Aber auch Wiedereinrichter klagten darüber, dass der Aufbau einer eigenen Wirtschaft schwierig sei, weil zum einen die finanziellen Hilfen nicht an-, und zum anderen langfristige Pachtverträge nicht zustande kämen. Nur am Rande spielten in diesen Tagen bereits Überlegungen für eine umweltverträglichere Landwirtschaft eine Rolle, etwa in Verbindung mit „sanftem Tourismus“. Die BZ bedauerte, dass die Chance für einen ökologischen Umbau verpasst sei: Statt der umfangreichen Flächenstilllegungen wäre eine extensivere Nutzung der vorhandenen Böden sinnvoller. Problematisch sei außerdem, dass die jetzigen Regelungen vor allem den westdeutschen Landwirten nutzten – Ostdeutsche seien dazu verdammt, den Umwandlungsprozess lediglich passiv – als „Zaungäste“ – zu begleiten. Die NZ formulierte noch drastischer, dass ein „ökologisches, soziales und finanzielles Desaster“ drohe. Die Berichterstattung über die Landwirtschaft im Jahr 1991 wurde von den Problemen, die mit der unter Zeitdruck zu vollziehenden Umwandlung verbunden waren, dominiert. Gerade ostdeutsche Zeitungen ergriffen dabei für die LPG Partei. Sie erschienen zunehmend als erhaltenswerte Besitzstände aus DDR-Zeiten. Demgegenüber schien das einseitige Eintreten vor allem westdeutscher Politiker für kleinbäuerliche Strukturen kritikwürdig und kolonialistisch.

Eine marktwirtschaftliche Landwirtschaft?

Der komplette Zusammenbruch der ostdeutschen Landwirtschaft, den einige Medien befürchtet hatten, blieb auch 1992 aus. 18.000 landwirtschaftliche Betriebe gab es nach Angaben der NZ auf dem Gebiet der ehemaligen DDR, noch aber sei der Umwandlungsprozess nicht abgeschlossen. Die BZ berichtete im Kontext der Umwandlung von über 400 Beschwerden (etwa über Veruntreuung durch LPG-Vorsitzende und Bereicherung von Beratern), die beim Potsdamer Landwirtschaftsministerium eingegangen seien; in drei Fällen habe man Verfahren eingeleitet. Eher selten berichten die Zeitungen von landwirtschaftlichen Betrieben, die bereits Fuß gefasst hätten wie die ehemalige Vorzeige-LPG „Dahlenwarsleben“. Vielerorts waren es die Nachfolgeeinrichtungen der LPG, die sich in den folgenden Monaten und Jahren in der Marktwirtschaft behaupten konnten. Einzelbauern, Wieder- wie auch Neueinrichter klagten demgegenüber über Probleme und Benachteiligungen, wie etwa ein Landwirt in Sachsen-Anhalt, den die taz 1993 porträtierte. Ein Hauptproblem für die „Kleinen“ sei es, an Pachtland zu gelangen, da die großen Kapitalgesellschaften den Markt beherrschten: „Aus Alt-Kommunisten wurden Neu-Kapitalisten. Die herrschen über acht Dörfer.“

In den Folgejahren befassten sich die untersuchten Medien mit der ostdeutschen Landwirtschaft, wenn es darum ging, Unregelmäßigkeiten im Kontext des Einigungsprozesses aufzudecken. Im Agrarsektor bedeutete dies, die angeblichen oder tatsächlichen „Machenschaften“ von ehemaligen LPG-Vorsitzenden zu entlarven. Der Spiegel schilderte ausführlich, wie diese „roten Junker“ bei der Umwandlung die einfachen LPG-Mitglieder übervorteilt hätten – manchmal unter Mithilfe von dubiosen westdeutschen Beratern.

Bei den derart übervorteilten Zeitgenossen überwog der Eindruck, es mit übermächtigen „alten Seilschaften“ zu tun zu haben, die im Zusammenspiel mit gewieften „Wessis“ ein neues „Bauernlegen“ in Szene gesetzt hätten: Während die einfachen Bauern das Nachsehen hätten, besäßen die ehemaligen LPG-Vorsitzenden nun „hochprofitable Agrarfirmen“. Sie wären außerdem gewieft darin, die Subventionstöpfe der Europäischen Gemeinschaft „anzuzapfen“ und sich die Unterstützung westdeutscher Agrarlobbyisten und ostdeutscher Länderressorts zu sichern. Wo sie nicht mit mächtigen Alt-Kadern konkurrieren müssten, seien es kapitalkräftigere westdeutsche Landwirte, die lieber fruchtbare Böden in der Börde bewirtschafteten und dafür die Flächen in Westdeutschland ruhen ließen. Auch der Rechtswissenschaftler Walter Bayer (Friedrich-Schiller-Universität Jena) wies im Rahmen eines Gutachtens im Auftrag des Brandenburgischen Landtags 2012 nach, dass tatsächlich die Mehrzahl der Umwandlungen fehlerhaft gewesen sei. In den meisten Fällen sei allerdings die Ursache dafür in dem gesetzlich erzwungenen Tempo der Umwandlungen zu sehen. Dieses Tempo habe viele Landwirte ebenso überfordert wie die Verwaltungen und auch die westdeutschen Berater. Bayer stellte fest, dass die an die LPG-Aussteiger gezahlten Abfindungen in fast allen Fällen (bewusst) zu niedrig und die Rücklagen in den Eröffnungsbilanzen zu hoch angesetzt worden seien.

Ganz anders interpretiert der Landwirt und Autor Jörg Gerke die Vorgänge. Er sieht im Zusammenwirken alter SED-Kader in Politik, Medien und auf den Höfen die Ursache für die aktuellen Strukturen in der ostdeutschen Landwirtschaft. „Dazu gehörte auch das in der Wendezeit in den SED-Bezirksleitungen entwickelte Agitationsmuster von der westdeutschen Landwirtschaft als ‚Museumslandwirtschaft‘, mit ihren nur störenden ‚Kleinbauern‘. Dieses benutzen bis heute die ostdeutschen Medien und Agrarpolitiker quer durch alle Parteien.“ Uwe Bastian, Soziologe und Publizist, bedauert ebenfalls, dass die alten Kader, denen nach seiner Einschätzung „bis zu 90 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche“ in Ostdeutschland gehören, sich behauptet hätten. Eine wesentliche Ursache dafür sieht er darin, dass die LPG-Leitungen die einzigen gewesen seien, die über umfassendes Fachwissen verfügt und wirtschaftlichen Weitblick besessen hätten. Dass diese überdies ihre guten Beziehungen zum landwirtschaftlichen Apparat ausnutzten, der sich in Windeseile den neuen Umständen anpasste, liegt nahe. Es scheint folgerichtig, dass sich die LPG-Vorstände ihr Fachwissen zunutze machten, sobald sich die Gelegenheit bot – in ähnlicher Weise haben sich auch ehemalige Leitungskader aus der Industrie in der Marktwirtschaft behauptet. Unstrittig dürfte sein, dass sich im Zuge des Umwandlungsprozesses einige wenige auf Kosten anderer bereichert haben – und sicher haben erstere dabei auch ihre aus der DDR-Zeit stammenden Verbindungen genutzt. Allerdings scheint es wahrscheinlicher, dass sich die Aktivitäten der „Altkader“ weniger explizit gegen die Kleinbauern richteten, als dass sie versuchten, die vorübergehende (und durch den Druck aus Bonn verstärkte) Rechtsunsicherheit zu nutzen, um eine gute Ausgangsposition in der Marktwirtschaft zu ergattern. Dass dabei Schwächere auf der Strecke bleiben mussten, war ihnen wohl gleichgültig. Die LPG-Vorsitzenden besaßen fraglos einen guten Blick dafür, wie gut das DDR-Agrarsystem mit den großen zusammenhängenden Flächen in die Förderschemata der EG passte.

Und sie waren nicht die einzigen: Auch außerhalb der DDR und der neuen Bundesländer erkannten viele dieses Potenzial. Nicht nur die LPG-Nachfolgeeinrichtungen waren darauf bedacht, möglichst große Flächen zusammenzuhalten. Westdeutsche und niederländische Landwirte versuchten vielfach erfolgreich, östlich der Elbe Fuß zu fassen. Die kleinteiligere Landwirtschaft in der alten Bundesrepublik wurde zwar von verschiedenen Seiten propagiert, aber kaum subventioniert. Die in der DDR angestrebte „Form der landwirtschaftlichen Massenproduktion konnte erst unter den Bedingungen der europäischen Agrarordnung, die diese Produktionsformen bevorteilt, ihre Stärken entfalten“, formulierte der Soziologe Bernd Martens 2020. Dass die ostdeutschen Landwirtschaftspolitiker (gleichgültig, ob mit oder ohne SED-Vergangenheit) häufig ebenfalls für die Beibehaltung der vorhandenen Strukturen eintraten (und für die bestehende Förderpraxis), überrascht nicht. Die westdeutsche Agrarlobby, namentlich der Deutsche Bauernverband, stellte sich auf die Seite der etablierten Kräfte. Organisationen wie die Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft konnten hingegen nur geringen Einfluss gewinnen.

Dabei sind die negativen Begleiterscheinungen dieses wirtschaftlichen Erfolgs rückblickend betrachtet gravierend. In den ersten Jahren war es der massive Abbau von Arbeitsplätzen – in einem Dorf in der Uckermark waren laut taz nun 143 von ehemals 170 LPG-Arbeiterinnen und -Arbeitern überflüssig. Wiederholt griffen Presseberichte die Folgen der Umwandlung für den ländlichen Arbeitsmarkt auf, und meist waren die Schilderungen drastisch. Da aber der Agrarsektor nicht der einzige war, in dem Tausende von Menschen arbeitslos wurden, und andernorts lauter protestiert wurde, richtete sich das Hauptaugenmerk meist auf die Entwicklungen in anderen Bereichen.

Dabei geriet aus dem Blick, dass sich der Arbeitskräftebesatz pro Hektar im Vergleich zur Alt-Bundesrepublik in nur drei Jahren umkehrte: Schon 1993 benötigte man jenseits der Elbe nur noch halb so viel Arbeitskraft pro Hektar, was eine gewaltige Produktivitätssteigerung bedeutete – ein zweifelhafter Erfolg, da die gewachsene Rentabilität mit enormen sozialen Belastungen erkauft wurde. Erschwerend kam hinzu, dass es häufig keinerlei langfristige Auffangeinrichtungen gab, da auch kleinere Industriebetriebe auf dem Land nicht überlebten. Wer konnte, versuchte andernorts sein oder ihr Glück – zurück blieben meist nur die Älteren. Aber es ging und geht nicht nur um Arbeitsplätze. Kaum jemand konnte 1989/90 übersehen, dass die LPG weit mehr als Arbeitgeber im ländlichen Raum waren und dass sie zahlreiche soziale Aufgaben übernommen hatten. Und dennoch sollten sie innerhalb kürzester Zeit aufgelöst werden, ohne einen Gedanken an ihre „Zusatzaufgaben“ zu verschwenden. Walter Bayer formuliert zutreffend: „Es ging hier nicht um die Änderung der Rechtsform eines landwirtschaftlichen Unternehmens, sondern um einen wichtigen und tiefgreifenden gesellschaftspolitischen Prozess auf dem Lande.“

Es ist einer der gravierenderen Fehler des Vereinigungsprozesses, dass diese weitreichenden Folgen nicht gesehen oder bewusst ausgeblendet wurden. Hier entstand ein Vakuum, das die schwach ausgebildete Zivilgesellschaft auf dem Lande nicht füllen konnte, und das sich in einzelnen Regionen die politische Rechte zunutze machte. Selbst wo dies nicht der Fall ist, existiert meist keine nennenswerte Infrastruktur mehr. Nicht zu unterschätzen sind außerdem die Verwerfungen, die es zwischen den verschiedenen ortsansässigen Protagonisten im Zuge des Umwandlungsprozesses gab, in dem sich häufig jede/r selbst die/der Nächste war und in dem der Erfolg des einen eng verbunden sein konnte mit dem Misserfolg des anderen. „Es gab in dieser Zeit einen richtigen Krieg in den Dörfern“, bringt es der Oderbruch-Bauer Bernd Hoffmann auf den Punkt.

Der Neuaufbau funktionierender Strukturen wird zudem dadurch erschwert, dass sich vielerorts Kapitalgesellschaften als Landnutzer etabliert haben. Das mit dem Begriff „Landgrabbing“ bezeichnete Phänomen hat nicht nur ökologisch bedenkliche Folgen. Gegen die Macht dieser Großgrundbesitzer sind regional- oder lokalpolitische Entscheidungen kaum durchzusetzen, aber warum sollten sie, die bestenfalls zeitweise anwesend sind, Interesse an regelmäßigen Busverbindungen, an begehbaren Wegen oder einem Dorfladen haben?

Selbst rein ökonomisch betrachtet, lässt sich die Entwicklung der ostdeutschen Landwirtschaft nicht als Erfolgsgeschichte lesen. Zwar mögen etwa die Höfe in der Magdeburger Börde im deutschlandweiten Vergleich am profitabelsten arbeiten. Sie können es aber nur, weil sie Millionensubventionen von der EU erhalten, die nach wie vor nach bearbeiteter Fläche bezuschusst. Ausgeblendet bleiben die gesellschaftlichen Folgekosten, die fehlende Nachhaltigkeit und mangelhafte Klima- und Umweltverträglichkeit verursachen.

Noch schwerer zu beziffern ist die Zerstörung von Landschaften und Dörfern. Diese Folgekosten werden selten in die Erfolgsbilanzen einbezogen. Bislang kaum abschätzen lässt sich zudem das Artensterben infolge der intensiv beackerten Felder. Und mit welcher Summe möchte man die Schönheit oder Einzigartigkeit einer Kulturlandschaft bewerten, welchen Wert misst man attraktiver, erlebbarer Landschaft bei? Einige der Folgekosten rücken unvermutet in den Fokus, wie etwa 2011 die „Sandstürme“ in Mecklenburg-Vorpommern. Der rapide Abbau oder gar Zusammenbruch einer funktionierenden Infrastruktur in fast allen Lebensbereichen ist direkte Folge des Anpassungsprozesses auf dem Lande. Diesen ebenso wie die Erfahrungs- und Lebenswelten der ländlichen Bevölkerung während der 1990er Jahre näher in den Blick zu nehmen, ist eine dringende Forderung an Soziolog_innen und Zeithistoriker_innen. Dass sich ungeheuer viel verändert hat, ist allerorten deutlich sichtbar – was genau aber passiert ist und welche Einschnitte und Umbrüche damit verbunden waren, sollte möglichst bald von den noch lebenden Zeitzeug_innen erfragt werden.

Zitierweise: Elke Kimmel, „Von LPG zu e.G., GbR und GmbH oder: Von „Alt-Kommunisten“ zu „Neu-Kapitalisten“? Der Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft nach 1989 und seine Folgen bis heute", in: Deutschland Archiv, 1.02.2021, Link: www.bpb.de/326430

Fussnoten

Fußnoten

  1. Insbesondere des Neuen Deutschland (ND), der Berliner Zeitung (BZ), der (im Juli 1994 eingestellten) Neuen Zeit (NZ) und der tageszeitung (taz), sowie der Wochenzeitung Die Zeit und des Magazins Der Spiegel. Angesichts der nur eingeschränkten Nutzbarkeit von Bibliotheken im Jahr 2020 wurde ein großer Teil der Recherchen online durchgeführt

  2. Zur Ausgangssituation vgl. Halvor Jochimsen, 20 Jahre grüner Aufbau Ost, in: Berichte über die Landwirtschaft Nr. 2, 2010, S. 203-246, hier S. 203.

  3. Martin Kempe/Vera Weber, Eine Illusion bricht zusammen, in: taz, 15.8.1990, S. 3; vgl. Tanja Busse, Melken und gemolken werden. Die ostdeutsche Landwirtschaft nach der Wende, Berlin 2001, S. 12.

  4. Jochimsen, 20 Jahre grüner Aufbau Ost (Anm. 2), S. 233; vgl. auch Adolf Sturzbecher, Agrarminister spricht von gefühlvoller Marktöffnung, in: ND, 11.7.1990, S. 3: Kiechle rechne damit, dass jeder Zweite in der Landwirtschaft seinen Arbeitsplatz verlieren würde. Demgegenüber empfahl die Marketinggemeinschaft CMA die Entlassung von 600.000 Arbeitskräften im Agrarsektor: Werden 75 Prozent gefeuert?, in: taz, 8.9.1990, S. 11.

  5. Entspannter Agrarmarkt in Ostdeutschland. Großes Interesse an Flächenstilllegungen, in: Neue Zeit (NZ), 27.10.1990, S. 9 und Eva Weber, Endzeitstimmung in den LPG, in: taz, 20.9.1990, S. 12.

  6. Landwirtschaft im Osten liegt brach, in: taz, 22.8.1992, S. 6; vgl. auch Katrin Küster, Die ostdeutschen Landwirte und die Wende. Die Entwicklungen der ostdeutschen Landwirtschaftsstrukturen ab 1989 am Beispiel Thüringen – aus agrarsoziologischer Sicht, Kassel 2002, S. 133.

  7. Dirk Wildt, Jetzt melkt ein Mikrochip die Milchkühe, in: taz, 23.1.1993, S. 33.

  8. Landwirte in Nöten – Quo Vadis LPG?, in: NZ, 13.7.1990, S.3; vgl. auch „Verkaufskanonen“ aus Berliner Betrieben, in: ND, 16.7.1990, S. 7: DDR-Bürger hätten auf dem ersten Wochenmarkt auf dem Berliner Alexanderplatz gezeigt, dass sie sehr wohl Ostprodukte kaufen wollen, man müsse sie nur anbieten.

  9. Jochen General, AL startet Aktion für Werders Obstbauern, in: ND, 12.7.1990, S. 7; Rosi Blaschke, Seelower Bauern: Sollen wir pleite gehen?, in: ND, 27.7.1990, S. 1.

  10. DDR-Landwirtschaft klagt über Konkurrenz, in: taz, 26.4.1990, S. 5.

  11. „Sah recht traurig aus“, in: Spiegel 30 (1990), 23.7.1990, S. 66f.

  12. BRD-Agrarprodukte fluten in die DDR, in: BZ, 13.7.1990, S. 10.

  13. Kiechle für Direktverkauf durch DDR-Bauern, in: BZ, 18.7.1990, S. 2.

  14. Ignaz Kiechle, Zur Umgestaltung des Agrarsektors in der DDR, in: NZ, 5.7.1990, S. 4: Der ganzseitige Beitrag erschien auch im Bauernecho. Der zweite Teil des Textes erschien am 7.7.1990.

  15. Angst vor den DDR-Agrarbetrieben, in: taz, 28.7.1990, S. 4: Die Unterzeile lautete: „In der BRD-Landwirtschaft hofft man auf den Ruin wenigstens der Hälfte aller LPGs / Die ‚Selbstheilungskräfte‘ des Marktes sollen die lästige Konkurrenz aus der DDR ausschalten“.

  16. Elke Kreischer, Warum Bodo Schulz nachts nicht schlafen kann, in: NZ, 21.7.1990, S. 4.

  17. Olaf Wilke, Geld oder unser Leben“, in: BZ, 16.8.1990, S. 2; vgl. auch Josef Hertelt, Agrarbetriebe dürfen nicht sterben, in: NZ, 7.7.1990, S. 3.

  18. Rosi Blaschke, Unsere Bauern und Europa, in: ND, 18./19.8.1990, S. 2.

  19. EG mit DDR-Landwirten konfrontiert, in: taz, 28.6.1990, S. 4.

  20. Peter Stegemann, Keine Bank gibt den Bauern Kredit, in: taz, 22.5.1990, S. 7.

  21. Bodenreform muß endgültig sein, in: NZ, 10.8.1990, S. 2.

  22. Alte LPG passé – dafür GmbH & Co.KG, in: ND, 14.8.1990, S. 1; vgl. Rudolf Gerhardt, Ein Tabu kommt vor Gericht, in: Die Zeit 48 (1990), 23.11.1990. Der Autor beschreibt die Hintergründe des vor dem Bundesverfassungsgericht anhängigen Verfahrens, das die Arbeitsgemeinschaft für Agrarfragen in der DDR führte.

  23. Eckehard Niemann, Neue Junker in der DDR-Landwirtschaft, in: taz, 9.6.1990, S. 11. Zu weiteren Nachteilen dieser Rechtsform vgl. Jochimsen, 20 Jahre grüner Aufbau Ost (Anm. 2), S. 207.

  24. Christina Matte, Eine deutsch-deutsche Annäherung, in: ND, 7./8.7.1990, S. 9; Nur zehn Prozent wollen Einzelbauern werden, in: BZ, 8.8.1990, S. 2; vgl. LPG haben Bestand, in: NZ, 14.8.1990, S. 4.

  25. Noch Jahre bis zur Angleichung der deutschen Agrarstrukturen, in: NZ, 6.10.1990, S. 13.

  26. Bauern sollen sich behaupten, in: NZ, 30.10.1990, S. 9.

  27. Friedrich Lindow (Leserbrief), Klarseher oder Krautjunker?, in: NZ, 24.12.1990, S. 15.

  28. Wir wollen keine Spekulanten, in: Der Spiegel 20 (1990), 14.5.1990, S. 130-142.

  29. LPG müssen sich umbilden, in: NZ, 10.7.1990, S. 6.

  30. Ist unsere Landwirtschaft überhaupt noch zu retten?, in: ND, 12.7.1990, S. 2.

  31. Für die DDR-Landwirtschaft beginnt Überlebenskampf, in: BZ, 3.7.1990, S. 3.

  32. Wegelagerer am Werk, in: Spiegel 38 (1990), 17.9.1990, S. 68-72.

  33. Rainer Schmid, Trügerische Ruhe auf dem Lande, in: BZ, 27.11.1990, S. 12.

  34. Voraussetzungen für veränderte Agrarstrukturen sind vorhanden, in: NZ, 2.10.1990, S. 9.

  35. Noch Jahre bis zur Angleichung der deutschen Agrarstrukturen, in: NZ, 6.10.1990, S. 13.

  36. Förderung für LPG wird nicht gestrichen, in: BZ, 5.12.1990, S. 2; Keine Alternative zur Umstrukturierung der LPG, in: BZ, 6.12.1990, S. 2.

  37. Todesstoß für die LPG: Keine Förderung mehr, in: BZ, 4.12.1990, S. 1; Was passiert mit der LPG-Förderung?, in: BZ, 12.12.1990, S. 8.

  38. Außenstelle will stabile Agrarbetriebe fördern, in: NZ, 16.10.1990, S. 11.

  39. Nur zögerliche Veränderung, in: NZ, 10.11.1990, S. 7.

  40. Landwirte scheuen die Selbständigkeit. Anpassungsgesetz zu wenig konkret, in: NZ, 25.10.1990, S. 10.

  41. Eva Weber, Endzeitstimmung in den LPG, in: taz, 20.9.1990, S. 12.

  42. Brandenburg will Erhalt der Investitionen für LPG, in: NZ, 7.12.1990, S. 5.

  43. Uta Grüttner, Dubioser Vorsitzender mußte gehen, in: BZ, 5.12.1990, S. 15.

  44. Antje Sirleschtov, Das Bauersein konnte man ihnen nie ganz austreiben, in: NZ, 6.11.1990, S. 3.

  45. 13 Prozent der ostdeutschen Äcker stillgelegt, in: NZ, 16.11.1990, S. 2; in der alten Bundesrepublik seien nur vier Prozent der Flächen betroffen.

  46. Rosi Blaschke, Stille Flächen, in: ND, 13.8.1990, S. 2; dies., Erntedank, in: ND, 1.10.1990, S. 2.

  47. Anpassungsgesetz muß überarbeitet werden, NZ, 28.1.1991, S. 9.

  48. Ralf Geißler, Wie teilt man eine LPG?, in: BZ, 6.2.1991, S. 22.

  49. SPD gegen Änderungsnovelle, NZ, 11.5.1991, S. 18.

  50. Kompromiß zur LPG-Vermögensfrage, in: NZ, 5.6.1991, S. 10.

  51. Die Gärtner sind hier offenbar nicht die Täter, in: NZ, 11.11.1991, S. 24.

  52. Bauern protestieren gegen Äußerungen Zimmermanns, in: BZ, 7.8.1991, S. 21.

  53. Ilka Piepgras, LPG-Chef Paul Paries war der Buhmann von Flensburg bis Passau, in: BZ, 9.9.1991, S. 3.

  54. Nach LPG-Überprüfung drei Fälle für den Staatsanwalt, in: BZ, 20.12.1991, S. 21.

  55. LPG nur noch bis zum Jahresende, in: NZ, 24.9.1991, S. 9; Beschäftigung geht zurück, in: NZ, 2.10.1991, S. 9; Umgestaltung in heißer Phase, in: NZ, 14.10.1991, S. 23; Zügiger Anpassungsprozeß der Ost-Agrarwirtschaft, in: NZ, 7.11.1991, S. 9; Bauern im Erfahrungsdisput, in: NZ, 13.11.1991, S. 22; Von 890 LPG werden nur sechszehn die alte Struktur bewahren, in: NZ, 14.11.1991, S. 21; vgl. auch Tieflader und Telefon, in: Spiegel 34 (1991), 19.8.1991, S. 107-110.

  56. Matthias Krauß, LPG brauchen mehr Wandel-Zeit, in: BZ, 9.10.1991, S. 4.

  57. Zimmermann wirft Bonn Fehleinschätzung vor, in: BZ, 16.11.1991, S. 16.

  58. Fristenverlängerung für LPG-Umwandlung gefordert, in: NZ, 11.10.1991, S. 20.

  59. Termin wird nicht verschoben. Ab Januar 1992 Liquidation für jede siebente LPG, in: NZ, 8.11.1991, S. 9.

  60. Protest gegen Bonner LPG-Entscheidung, in: BZ, 14.11.1991, S. 15.

  61. Zimmermann gibt sich mit Nein aus Bonn nicht zufrieden, in: BZ, 19.11.1991, S. 15; Aufschub für LPG gefordert, in: NZ, 19.11.1991, S. 20.

  62. Vor ungeordneter LPG-Auflösung gewarnt, in: NZ, 6.11.1990, S. 22.

  63. Thomas Wolter, Nur fünf Wochen Zeit für die Metamorphose, in: NZ, 22.11.1991, S. 22.

  64. Jana Göbel, Die Galgenfrist läuft ab, in: BZ, 11.11.1991, S. 16.

  65. Gerd Krönert (Leserbrief), Mehr Sorgfalt und Zeit sind in der Landwirtschaft nötig, in: NZ, 16.11.1991, S. 6.

  66. LPG-Konkurs unterhalb der Gesetzesebene abgewendet, in: NZ, 29.11.1991, S. 20.

  67. Matthias Krauß, Lichtblick für 20.000 Bauern, in: BZ, 27.11.1991, S. 4.

  68. Holger Arnhold, Die Streusandbüchse vor der Stunde Null, in: NZ, 12.12.1991, S. 20.

  69. Antje Sirleschtov, Erst staatlich subventioniert, nun marktwirtschaftlich alimentiert?, in: NZ, 21.12.1991, S. 25.

  70. Bauernpfiffe und Bauernschläue, in: taz, 6.7.1991, S. 6.

  71. Edith Opelt, „Challenger“ beackert computergesteuert Golzows Felder, in: NZ, 24.8.1991, S. 3; Hochprozentiger aus Plate, in: NZ, 13.11.1991, S. 21; Hannes Koch, Ost-Bauern kommen langsam, aber gewaltig, in: taz, 18.1.1992, S. 3.

  72. Irina Grabowski, Die Chancengleich wird mit untergepflügt, in: taz, 17.9.1991, S. 23.

  73. Trotz guter Ernte Kassen leer, in: NZ, 19.10.1991, S. 24; vgl. Gerd Kröner (Leserbrief), Mehr Sorgfalt und Zeit sind in der Landwirtschaft nötig, in: NZ, 16.11.1991, S. 6.; vgl. auch „Wir gehen hier nie mehr weg“, in: Spiegel 34 (1991), 19.8.1991, S. 110-114.

  74. Peter Pragal, Der Hunger nach Land im Osten ist noch nicht gestillt. West-Großpächter bedienen sich aus der Konkursmasse der LPG, in: BZ, 21.11.1991, S. 3.

  75. Tieflader und Telefon, in: Spiegel 34 (1991), 19.8.1991, S. 107-110; Monika Hillemacher, Geschäftstüchtige Landwirte kassieren ganz legal doppelt, in: Nürnberger Nachrichten, 6.7.1991, S. 12.

  76. Michael Schmidt-Klingenberg, Die Figur ist undurchsichtig, in: Spiegel 4 (1991), 21.1.1991, S. 95-99; Allmuth Schaarschmidt, Der Millionen-Coup des Georg N. oder: Geld stinkt nicht, in: NZ, 5.3.1991, S. 3.

  77. Gardt/Tegner, Wem gehört Gut Birkholz? Alois blieb erst mal stumm, in: Märkische Oderzeitung, 12.6.1992. Nebauer wurde nun außerdem auch mit einem Brand auf dem Gut in Verbindung gebracht. Vgl. Claus Mayer, Einen Versuch war´s wert, in: Top Agrar, 26.11.2014, https://www.topagrar.com/management-und-politik/aus-dem-heft/einen-versuch-war-s-wert-9661429.html, letzter Zugriff am 14.1.2021; Vgl. Walter Bayer, Die Umwandlung der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften im Land Brandenburg, Gutachten im Auftrag des Landtags Brandenburg, 9.1.2012. In der dem Gutachten angehängten Liste aller Agrarunternehmen ist die Birkholz GbR nicht aufgeführt.

  78. Die Treuhand will keine Tatsachen schaffen, in: NZ, 14.11.1991, S. 11. Ab 1992 übergab die Treuhand diese Aufgabe an die Bodenverwertungs- und verwaltungs-GmbH. Der Streit darüber, an wen bevorzugt zu verpachten sei, blieb. Vgl. Klaus-Peter Schmid, Bauernland in Wessihand, in: Zeit 14 (1997), 28.3.1997.

  79. Marianne Günthner, Viele Steine auf dem Weg, in: NZ, 18.11.1991, S. 23; Chancengleichheit für alle Landwirte, in: NZ, 21.11.1991, S. 11.

  80. Herbert Schwarz, Bauern versuchen´s schon mal mit „sanftem Tourismus“, in: ND, 11.1.1992.

  81. Rainer Schmid, Chance für neue Agrarstruktur vertan, in: BZ, 3.12.1991, S. 25.

  82. Landwirtschaft in der Strukturkrise, in: NZ, 3.12.1991, S. 1.

  83. 18.000 Betriebe gegründet, in: NZ, 9.1.1992, S. 9.

  84. Matthias Krauß, Gemischte Gefühle Anfang `92, in: BZ, 2.1.1992, S. 16; vgl. Bayer, Gutachten (Anm. 77), S. 76, der für den Zeitraum von Juli 1991 bis Juni 1992 allein in Brandenburg 746 Beschwerden ermittelt hat, von denen immerhin 206 weiterverfolgt wurden.

  85. Gudrun Oelze, Einstige Vorzeige-LPG hat das Wechselbad überstanden, NZ, 7.1.1992, S. 23; vgl. Ute Alutis, Immer mehr Landbewohner wehren sich gegen die Verödung der Dörfer, in: NZ, 10.1.1992, S. 21.

  86. Hannes Koch, Herrschaft über die Dörfer, in: taz, 20.4.1993, S. 7.

  87. Belogen und Betrogen, in: Spiegel 24 (1995), 12.6.1995, S. 132-143.

  88. Bayer, Gutachten (Anm. 77), S. 13f. und 65; vgl. Walter Bayer (Hg.), Rechtsprobleme der Restrukturierung landwirtschaftlicher Unternehmen in den neuen Bundesländern nach 1989. Abschlussbericht des DFG-Forschungsprojektes, Berlin 2003.

  89. Bayer, Gutachten (Anm. 77), S. 75.

  90. Jörg Gerke, Die Auswirkungen der DDR-Agrarstrukturen auf Landwirtschaft und ländliche Regionen in Ostdeutschland nach 1990, in: Michael Beleites/Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf/Robert Grünbaum (Hg.), Klassenkampf gegen die Bauern. Die Zwangskollektivierung der ostdeutschen Landwirtschaft und ihre Folgen bis heute, Berlin 2010, S. 87-108; Jörg Gerke, Bodenpolitik in Ostdeutschland nach 1990, in: Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Brandenburger Landtag (Hg.), Umbrüche auf märkischem Sand. Brandenburgs Landwirtschaft im Wandel der Zeit – Entwicklungen, Risiken, Perspektiven, München 2011, S. 77-85.

  91. Gerke, Auswirkungen (Anm. 90), S. 94.

  92. Uwe Bastian, Die Folgen des Landwirtschaftsanpassungsgesetzes als aktuelle Herausforderung, in: Michael Beleites/Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf/Robert Grünbaum (Hg.), Klassenkampf gegen die Bauern (Anm. 90), S. 110-112, hier: S. 111.

  93. Vgl. Christian Booß, Von der Massenorganisation zur Landwirtschaftlichen Pressure Group – Die Wandlung der Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe (VdgB) zum Bauernverband 1990, in: Deutschland Archiv, 10.11.2015, www.bpb.de/215020, letzter Zugriff am 29.12.2020.

  94. Bernd Martens, Landwirtschaft in Ostdeutschland: der späte Erfolg der DDR, 25.8.2020, www.bpb.de/47157, letzter Zugriff am 14.1.2021; vgl. Antonius van Leeuwen, Wir müssen zeigen, was wir tun, in: Landwirtschaft. Jahresthema 2018. Oderbruch Museum Altranft. Werkstatt für ländliche Kultur, Oderaue 2018, S. 81-87.

  95. Martens, Landwirtschaft (Anm. 94).

  96. Jantje Hannover, Ein Funken Klassenkampf, in: taz, 12.6.1993, S. 7.

  97. Martens, Landwirtschaft (Anm. 94).

  98. Stefan Mann/Lothar Schaechterle, Die ostdeutsche Landwirtschaft und die EU-Agrarpolitik: Gesunde Betriebe, krankes Land, in: Deutschland und Europa 40 (2000), S. 25-30; vgl. Wie in alten Zeiten, in: Spiegel 35 (1994), 29.8.1994, S. 101-105.

  99. Bayer, Gutachten (Anm. 77), S. 12; vgl. Landwirtschaft. Jahresthema 2018. Oderbruch Museum Altranft. Werkstatt für ländliche Kultur, Oderaue 2018.

  100. Bernd Hoffmann, Jeden Tag wurde eine neue Sau durchs Dorf getrieben, in: Landwirtschaft. Jahresthema 2018. Oderbruch Museum Altranft. Werkstatt für ländliche Kultur, Oderaue 2018, S. 40-47, hier S. 45.

  101. Vgl. Almuth Knigge, Land ist das neue Gold, 28.10.2016, www.bpb.de/230160, letzter Zugriff am 3.1.2021.

  102. Vgl. Martens, Landwirtschaft (Anm. 94).

  103. Sandsturm auf Autobahn bei Rostock – mehrere Tote, in: Spiegel, 8.4.2011, https://www.spiegel.de/panorama/massenkarambolage-auf-a19-sandsturm-auf-autobahn-bei-rostock-mehrere-tote-a-755908.html, letzter Zugriff am 1.1.2021.

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Dr.; geb. 1966, Historikerin. Arbeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Kuratorin u. a. für das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR Eisenhüttenstadt, die Stiftung Berliner Mauer, das Museum Neuruppin, das Deutsche Historische Museum und die Unabhängige Historikerkommission zur Aufarbeitung der Geschichte des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Bis Ende 2020 Leiterin des Barnim Panoramas Wandlitz. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Zeitgeschichte.