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Hörfunkjournalismus und Musikprogramm im gesellschaftlichen Wandel

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 40 Analysen & Essays. Fünf Monate Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Transformation und Deutsche Einheit Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Was bedeutet die Liquidierung von Teilen Memorials? Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2021 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur The Games at the Gate Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts Alltag und Gesellschaft Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Porträts Redaktion "Ungehaltene Reden" ehemaliger Abgeordneter der DDR-Volkskammer Was sollten Wähler und Wählerinnen 2021 bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Ist Antisemitismus vor allem ein ostdeutsches Problem? Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Heimat ist ein Raum aus Bytes Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? Schwierigkeiten mit der Wahrheit Personelle Kontinuitäten in Brandenburg seit 1989 "Geschlossene Gesellschaft" Kulturelite im Blick der Stasi Experten für gesamtdeutsche Fragen – der Königsteiner Kreis Friedrich II. – Friedrich der Große Literaturjournal Deutsch-deutscher Literaturaustausch (8+9/2012) Eine gesamtdeutsche Reihe? Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? Literaturjournal Politische Bildung (6/2012) Antikommunismus zwischen Wissenschaft und politischer Bildung Subjektorientierte historische Bildung Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft "Hallo?! – Hier kommt die DDR" Vergangenheit verstehen, Demokratiebewusstsein stärken Keine einfachen Wahrheiten Literaturjournal Sport (5/2012) Sportnation Bundesrepublik Deutschland? Marginalisierung der Sportgeschichte? Dopingskandale in der alten Bundesrepublik Hooliganismus in der DDR "Erfolge unserer Sportler – Erfolge der DDR" Literaturjournal Nachkrieg (4/2012) Jüdischer Humor in Deutschland Die SED und die Juden 1985–1990 "Braun" und "Rot" – Akteur in zwei deutschen Welten Kriegsverbrecherverfolgung in SBZ und früher DDR Die "Hungerdemonstration" in Olbernhau Eklat beim Ersten Deutschen Schriftstellerkongress Workuta – die "zweite Universität" Dokumentation: Die Rehabilitierung der Emmy Goldacker Kaliningrader Identitäten "Osten sind immer die Anderen!" Freiheit und Sicherheit Literaturjournal Wirtschaft und Soziales (3/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Zeitgeschichte im Film (2/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Nonkonformität und Widerstand (1/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Deutsch-deutsches (11+12/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Öffentlicher Umgang mit Geschichte (10/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 21 Jahre Deutsche Einheit (9/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wissenschaft (8/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau - Teil 2 (7/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau (6/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Kultur (5/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Innere Sicherheit (4/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wirtschaftsgeschichte (3/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Ost-West-Beziehungen (2/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Medien (1/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Über das Deutschland Archiv Redaktion Nach den Unruhen in Kasachstan: Wendepunkt oder Weiter so?

Hörfunkjournalismus und Musikprogramm im gesellschaftlichen Wandel Eine Chronik von Jugendradio DT64

Stephan Sprang

/ 21 Minuten zu lesen

Stephan Sprang beschreibt die Entwicklung des Jugendradio DT64, das beispielhaft für die gravierenden Veränderungen, denen die ostdeutsche Rundfunklandschaft nach 1989 unterworfen war, steht - und wie es dazu kam, dass tausende Menschen für "ihr" Radioprogramm auf die Straße gingen.

Moderatorin und Reporterin Andrea Krüger von Jugendradio DT64 (rechts) während der Sendung "Live auf Klubtour" (© Bundesarchiv, Bild 183-1987-0414-302, Foto: Klaus Oberst)

"Ich bin befremdet über die bevorstehende Abschaltung dieser einzigartigen deutschen Radiostation."
David Bowie, Musiker, in einem Interview mit Jugendradio DT64 am 16. Oktober 1991

Ein Sender für die Jugend

Tontechnikerin Petra Kirste betreut die Sendung "Auf-Takt" zur Eröffnung des Senders "Jugendradio DT64", Foto vom 7. März 1986 (© Bundesarchiv, Bild 183-1986-0307-017, Foto: Gabriele Senft)

Anlässlich des Deutschlandtreffens 1964 richtet der Rundfunk der DDR vom 15. bis 18. Mai das "Sonderstudio DT64" ein. Das Serviceprogramm für die jugendlichen Teilnehmer sendet 99 Stunden nonstop ein Musik- und Informationsprogramm. Am 29. Juni 1964 wird das "Jugendstudio DT64" zu einem regelmäßigen Programmteil des Berliner Rundfunks. DT64 ist somit eines der ersten Radioprogramme für Jugendliche in Europa.

1986 fusionieren "Hallo - Das Jugendjournal" und "Jugendstudio DT64" zu "Jugendradio DT64" mit einer täglichen Sendezeit von 13.00 bis 24.00 Uhr. Die Sendung "Auf-Takt" am 7. März markiert den Sendestart von Jugendradio DT64 als eigenständiger Sender.

In der zweiten Hälfte der 1980er Jahre erfreut sich Jugendradio DT64 stetig steigender Einschaltquoten. Hörten 1985 noch 2 Prozent der Bevölkerung der DDR über 15 Jahre DT64, so sind es im Januar 1989 bereits 11 Prozent. Ein Drittel der Befragten gibt 1989 an, "andere Sender" oder "keinen Sender" gehört zu haben. Erst in der Studie vom Dezember 1989 werden diese zumindest teilweise im Klartext benannt: Hinter den Rubriken "andere Sender" und "keine Sendernennung" verbergen sich die Einschaltquoten der aus Westberlin und den angrenzenden Bundesländern einstrahlenden musikbetonten Programme Rias2, Bayern3, NDR2. Dabei treten starke regionale Differenzierungen auf, die im Zusammenhang mit der Empfangbarkeit der Sender stehen. Es zeigt sich, "dass jeweils die in der Region gut empfangbaren Sender mit […] besonders hohem Anteil von Rock- und Popmusik favorisiert sind." Die Statistiken zeigen, dass Jugendradio DT64 in den Gebieten besonders oft gehört wird, in denen westliche Sender nur eingeschränkt zu empfangen sind, zum Beispiel Dresden und Rostock.

Galt 1964 ein Programm mit Betonung auf Rockmusik noch als Novum, so ist in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre die Auseinandersetzungen um die Rock- und Popmusik in der DDR bereits ausgetragen, diese Musik gilt inzwischen als salonfähig. Dennoch herrscht auf dem DDR-Schallplattenmarkt ein Defizit an westlicher Rockmusik. Das sucht DT64 zu mindern, indem regelmäßig Musik zum Mitschneiden gesendet wird. Die Sendung "Parocktikum" mit Moderator Lutz Schramm wird eingerichtet, um einer neuen, jungen Musikergeneration einen Platz im Programm einzuräumen, die sich musikalisch aus Punk und New Wave heraus definiert und versucht, sich den Strukturen der staatlichen Kulturorgane zu entziehen. DT64-Moderator Lutz Bertram: "Die Musikabteilung ist sicher das Unbeschädigtste gewesen, was der Sender hatte und was den Sender hinterher glaubwürdig gemacht hat. Das hat aber damit zu tun, daß die Herren im Zentralkomitee wortorientiert waren und häufig Dinge nicht einordnen konnten."

Sämtliche Beiträge und Moderationsmanuskripte mussten der Chefredaktion vorgelegt und von dieser bestätigt werden. Mitarbeiter, die sich von den abgesprochenen Manuskripten lösten, mussten mit zeitweiligem Moderationsverbot und Versetzung rechnen. Der Fall von Silke Hasselmann, die am 19. November 1988 unter dem Eindruck des Verbots der sowjetischen Zeitschrift "Sputnik" in der DDR ihre Sendung mit den Worten "Ein Sputnik ist heute abgestürzt" und dem Titel "Aufruhr in den Augen" der Rockband Pankow eröffnete und daraufhin zur Rundfunksendung "Stimme der DDR" versetzt wurde, steht heute beispielhaft für die Kontrollmechanismen im DDR-Rundfunk. Neben den regulären Musikspezialsendungen werden im Programm von DT64 oft auch "Mammut-Musiksendungen" veranstaltet und Konzerte übertragen. Zum Beispiel "Rock 84" am 29. Dezember 1984 von 19.00 bis 4.00 Uhr, 1988 "Artists Against Apartheid" aus London und die großen Konzerte aus Berlin-Weißensee mit Marillion und Bruce Springsteen. Die Bedeutung des Mitschneidens wird auch von den Soziologen im Rundfunk der DDR erkannt: "Das Mitschneiden ist eine ganz spezielle Form der Radionutzung. [...] Für rund 1/4 der 12- bis 30-Jährigen ist der Wunsch, etwas mitzuschneiden, ein häufiger Grund, um Radio zu hören."

Mit der Öffnung der Grenzen der DDR ändern sich die äußeren Koordinaten für das DT64-Programm. Ab Herbst 1989 stehen den Jugendlichen die westlichen Tonträger zum Kauf zur Verfügung, auf den Mitschnittservice von DT64 sind sie nun nicht mehr angewiesen. Die Sendung "Duett - Musik für den Recorder" wird folgerichtig mit der Programmreform zum 1. April 1990 eingestellt. Außerdem fällt die sogenannte 60/40-Regel weg. Danach durften höchstens 40 Prozent der gesendeten Musik im "nichtsozialistischen Ausland" produziert worden sein, - die restlichen 60 Prozent sollten hauptsächlich Produktionen des Rundfunks und des staatlichen Labels Amiga sein. Der Anteil ostdeutscher Titel im Musikprogramm nimmt nun immer weiter ab. Hervorzuheben ist allerdings das Engagement des Senders für eine neue, junge Musikergeneration: Songs von Bobo In White Wooden Houses, Die Art, Herbst in Peking und anderen bilden im Tagesmusikprogramm des Jahres 1990 einen festen Bestandteil.

Neue publizistische Freiheit

Über 100.000 Bürger demonstrieren in Leipzig für ihre Forderung nach spürbaren Veränderungen der gesellschaftlichen Entwicklung der DDR. (Bundesarchiv, Bild 183-1989-1023-022 / Fotograf: Friedrich Gahlbeck) Lizenz: cc by-sa/1.0/deed.de

Im Mai 1989 verkündet der Wahlleiter Egon Krenz das angebliche Wahlergebnis von 98,85 Prozent Ja-Stimmen für die "Kandidaten der Nationalen Front" bei den Kommunalwahlen. Zweifel daran finden in den Medien der DDR keinen Platz. Im Juni wird in Peking eine friedliche Studentendemonstration gewaltsam niedergeschlagen. Presse und Rundfunk der DDR verkünden die Solidarität mit der chinesischen Parteiführung. Im August strömen hunderte, später tausende, DDR-Bürger in die westdeutschen Vertretungen in Prag, Budapest und Ost-Berlin. Tausende reisen über die ungarisch-österreichische Grenze in die Bundesrepublik Deutschland ein. In den Medien der DDR wird dies ebenso wenig thematisiert wie die ersten Montagsdemonstrationen in Leipzig. Während der Feiern zum 40. Gründungstag der DDR werden hunderte Demonstranten festgenommen. Die Medien der DDR schweigen dazu.

Am 16. Oktober 1989 sind erstmals Journalisten von DT64 bei einer Montagsdemonstration und in der Nikolaikirche in Leipzig zugegen, wo sich Leipziger Bürger zum Friedensgebet vor den Demonstrationen versammeln. Am 17. Oktober strahlt DT64 eine Reportage über die Montagsdemonstrationen aus, der erste Bericht überhaupt zu diesem Thema im zentralen DDR-Rundfunk. Wenig später tritt Erich Honecker zurück. Die Redaktion von Jugendradio DT64 zeigt nun offen ihre Sympathie mit den Regimekritikern. Die Gespräche am Runden Tisch zählen im Wendeherbst 1989 zu den Dauerthemen auf DT64. Auch die außerplanmäßige Versammlung der Sektion Rockmusik des staatlichen Komitees für Unterhaltungskunst wird thematisiert. In einer Resolution der Sektion Rockmusik wird der öffentliche Dialog über die Probleme in der DDR gefordert. Am 18. Oktober ist Bärbel Bohley vom Neuen Forum zu Gast bei DT64. Am 8. November wird die Lesung von Walter Jankas Buch "Schwierigkeiten mit der Wahrheit" im Deutschen Theater in Berlin mit dem Schauspieler Ulrich Mühe ungekürzt übertragen. Hans Modrow, kurzzeitiger Ministerpräsident der DDR, stellt sich am 23. November den unbequemen Fragen der Moderatoren in der "DT64-Gaststube".

Die erste deutsch-deutsche Radio-Gemeinschaftssendung bestreiten das SFB2-Morgenecho und der DT64-Morgenrock am 20. November, Kooperationen mit dem WDR, mit Radio Bremen, Radio 100, Radio ffn und mit dem SDR folgen. Am 2. Dezember 1989 spielen Bettina Wegner, Wolf Biermann, Stephan Krawczyk und das Duo Pannach/Kunert erstmals wieder in der DDR. Die Veranstaltung im Berliner Haus der jungen Talente heißt "Verlorene Lieder, verlorene Zeiten" und wird von DT64 live übertragen.

Revolution Rock

Auf einer Belegschaftsversammlung am 8. November 1989 sprechen die Mitarbeiter von DT64 der Intendantin Marianne Hoebbel und der gesamten Leitung das Misstrauen aus. Damit ist DT64 der erste Sender im Rundfunk der DDR, der personelle Änderungen in leitenden Positionen vollzieht. Der am 28. November zum Intendanten gewählte Dietmar Ringel gilt mit 32 Jahren als der jüngste Intendant der deutschen Rundfunkgeschichte. Ringel war 1986 im Zuge der Programmerweiterung zu DT64 gekommen, vorher hatte er in der Hauptabteilung Außenpolitik beim Rundfunk der DDR gearbeitet.

Nach dem Mauerfall folgt "eine Zeit der unbegrenzten Möglichkeiten", wie Andreas Ulrich später formuliert, "das Programm wurde frech und kontrovers, dazu noch aufklärerisch, hilfreich und unterhaltsam". Ehemalige Tabuthemen wie der Rechtsextremismus in der DDR werden ebenso aufgegriffen wie das Verschwinden von Stasi-Akten und die Zustände in der Strafvollzugsanstalt Brandenburg. Die Drei-Minuten-Grenze für journalistische Beiträge lässt sich nur noch selten einhalten. DT64-Wortredakteur Harald Müller beschreibt es als Befreiung, "nichts mehr machen zu müssen, wo man die Botschaft 'zwischen den Zeilen' herauszuhören hat".

Ungewisse Existenz

DT64 präsentiert sich fortan als Jugendkulturradio: Das Tagesprogramm ist in mehrere, der Tageszeit entsprechende Magazinsendungen gegliedert. Themenauswahl und Präsentation entsprechen der Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen. Der Anteil der Musik liegt bei 70, der Wortanteil bei 30 Prozent. Es wird nicht nur Wert gelegt auf die Unterhaltung des Hörers, sondern auch auf Informationen aus der Musikszene und auf die Anmoderation von Titeln. Die schwindenden Hörerzahlen am Abend werden ausgenutzt, um im Abendprogramm Schwerpunktsendungen anbieten zu können. Während das Programm am Tag bewusst durchhörbar gestaltet wird, sollen interessierte Hörer am Abend bestimmte Sendungen gezielt einschalten können. Dazu gehört auch die Idee vom "personality radio", in dem der Moderator nicht nur als Programmbegleiter fungiert, sondern sich selbst und seine Persönlichkeit in das Programm einbringt. Viele Sendungen auf DT64 werden gerade wegen bestimmter Moderatoren gehört, wie zum Beispiel die "Spätvorstellung" mit Marion Brasch oder das "Parocktikum" mit Lutz Schramm.

Gleichzeitig beginnt für die Redaktion von DT64 die Suche nach einem neuen Platz in der sich verändernden Radiolandschaft. Im Frühjahr 1990 legt Dietmar Ringel sein "Rationalisierungskonzept für den zukünftigen Rundfunk auf dem Gebiet der heutigen DDR" vor. Dieses sieht neben drei Länderrundfunkanstalten für Nordostdeutschland, Berlin-Brandenburg und Südostdeutschland die Einrichtung bzw. Beibehaltung zweier überregionaler Hörfunkprogramme mit Standort Berlin/Nalepastraße vor, ein Nachrichtenkanal und das Jugendradio. Mitte des Jahres werden die Pläne von DT64 als überregionales, öffentlich-rechtliches Jugendprogramm von der politischen Entwicklung jäh beendet. Dietmar Ringel erklärt gegenüber der Süddeutschen Zeitung, "angesichts großer Unsicherheit und des Finanzdrucks aufseiten der DDR-Verantwortlichen habe bei ihm in den vergangenen Wochen deshalb ein Umdenken eingesetzt".

Die Leitung von DT64 plant nun eine Zukunft im privaten Bereich - und zwar als erster Sender des Rundfunks der DDR. Kontakte gibt es vor allem zum niedersächsischen Privatfunkanbieter ffn. Doch gibt es weder in der DDR noch in den neu konstituierten Ländern Gremien, die die Lizenz für einen privaten Radiosender vergeben könnten: Die Gesetzgebung der DDR sieht privaten Rundfunk nicht vor, und in den Ländern werden die Landesmediengesetze nicht vor dem Sommer 1991 verabschiedet werden. Die Pläne scheitern.

Der Personalbestand des Rundfunks der DDR (Hörfunk und Fernsehen) beläuft sich zu Beginn des Jahres 1990 auf mehr als 14.000 Mitarbeiter. Von diesen sind für die fünf Programme des Hörfunks etwa 3.700 Angestellte in journalistischen, administrativen, künstlerischen oder Dienstleistungsfunktionen tätig. Für den Sendeablauf notwendig sind zusätzlich noch 1.000 Studio- und Sendetechniker, die nicht beim Rundfunk der DDR, sondern bei der Deutschen Post angestellt sind. Der Rundfunk der DDR gilt damit als personell überbesetzt. Die einzelnen Hörfunkprogramme werden von jeweils mehreren hundert Mitarbeitern gestaltet. Für DT64 sind 150 Mitarbeiter tätig. Nach Maßstäben, wie sie für den Rundfunk der DDR gelten, kann DT64 also als relativ schlanke Einheit betrachtet werden.

Personalabbau

Dennoch verringerte sich die Größe der DT64-Redaktion im Rahmen des Personalabbaus der Einrichtung nach Artikel 36 des Einigungsvertrages bis zum Januar 1991 auf 95 Mitarbeiter. Intendant Dietmar Ringel fürchtete, dass der Personalabbau auch Konsequenzen für das Programm haben wird: "DT64 könnte sicherlich effizienter arbeiten, aber mit unserer jetzigen Technik können wir mit dem halben Personal unser Niveau nicht halten."

Inzwischen werden auch Moderatoren aus Westdeutschland in das Team integriert, zum Beispiel die Nürnbergerin Marusha Gleiß, die seit November 1990 die samstägliche Sendung "Dance-Hall" moderiert. Die Deutsch-Griechin erlangte 1994 nationale Berühmtheit mit ihrer Techno-Version von "Somewhere over the Rainbow". Die "DT64 Dance-Hall" war eine der ersten Sendungen mit Techno-Musik im deutschen Radio überhaupt und legte den Grundstein für ihre Karriere als DJ, Moderatorin, Musikproduzentin und Schauspielerin. Lutz Bertram zeigt sich überzeugt, "daß der Personalabbau programminhaltlich keinen Schaden angerichtet hat". Durch überschaubarere Sendestrukturen und bessere Organisation gelingt es DT64, mit weniger Personal gleichzeitig effizienter zu arbeiten.

Im August 1990 wird die Chefredakteurs-Position von Jugendradio DT64 ausgeschrieben, was gleichzeitig die Streichung der Stelle des Intendanten bedeutet. Am 17. August sprechen sich Redakteursrat und Belegschaft von DT64 gegen diese vom Generalintendanten Manfred Klein verfügte Ausschreibung aus: "Wir sehen in unserem Fall keinerlei Notwendigkeit für diese Ausschreibung und fürchten um den von der Belegschaft des Senders schon im November 1989 eingeleiteten Selbstreinigungsprozeß. Wir haben uns schon damals von zentralistischen Altlasten befreit und möchten daran erinnern, daß wir es waren, die sich als erste und bislang am konsequentesten von der Vergangenheit gelöst haben. [...] Unsere Leitung hat das von uns in sie damals wie heute gesetzte Vertrauen voll erfüllt, und es besteht also keinerlei Veranlassung, sie auszuwechseln." Die bisherige Position des Intendanten von DT64 wird im September 1990 mit dem neuen Chefredakteur Michael Schiewack besetzt. Für den am 2. Januar 1952 in Hoyerswerda geborenen Schiewack bedeutet die Besetzung dieses Postens eine Art Rückkehr. Anfang der 1980er Jahre war er für "Hallo" tätig gewesen, das Jugendjournal auf Stimme der DDR, wo er aber den Kontrollmechanismen des SED-Regimes zum Opfer fiel. Er habe "da mehr Rockmusik gemacht als Messe der Meister von morgen". Bis 1990 lebte Schiewack in Westberlin, als er im September 1990 zu DT64 kommt, bringt er kaum Erfahrungen für eine Leitungsposition mit und hat jahrelang keine Rundfunkarbeit mehr gemacht. Schiewack begleitet den Sender auf seinem Weg zum Mitteldeutschen Rundfunk und war langjähriger Chefredakteur von MDR Sputnik.

Der Rias-Putsch

Mit einem unbefristeten Hungerstreik vor dem Gebäude des Ministerrates wird gegen die kurzfristige Abschaltung landesweiter Sendefrequenzen von Jugendradio DT64 protestiert. (© Bundesarchiv, Bild 183-1990-0908-015, Foto: Peer Grimm)

Am Freitag, dem 7. September 1990, Punkt 20.00 Uhr, strahlen zwölf von achtzehn DT64-Frequenzen plötzlich nicht mehr das Jugendradio aus, sondern das Kulturprogramm von Rias1. Die Mitarbeiter und auch die Hörer von DT64 haben erst kurz zuvor von der Frequenzumschaltung erfahren, das Programm ist nur noch in Berlin und Brandenburg zu empfangen. Noch in der Nacht zum Samstag formieren sich Demonstrationen und Mahnwachen im ganzen Gebiet der DDR. So blockierten zum Beispiel in Dresden etwa eintausend jugendliche Demonstranten die Ernst-Thälmann-Straße vor dem Kulturpalast. Unter dem Druck der Straße bekommt DT64 nach 24 Stunden seine Frequenzen am Samstagabend zurück - im gesamten Sendegebiet. So einfach die Fakten, so problematisch der medienpolitische Hintergrund. Seit Monaten schon hatte sich sowohl für den existenzgefährdeten Sender DT64 als auch für den Rias keine Lösung abgezeichnet. Durch den Mauerfall seiner Existenzberechtigung beraubt, sucht auch der "Rundfunk im Amerikanischen Sektor" nach neuen Aufgaben. Diese Aufgabe sehen Christoph Singelnstein, geschäftsführender Intendant des Rundfunks der DDR, und Rias-Intendant Helmut Drück in einem neuen nationalen Hörfunkprogramm für das Gebiet der DDR, in dem das Zusammenwachsen der beiden Teile Deutschlands journalistisch begleitet werden soll, öffentlich-rechtlich organisiert und werbefrei. DT64 soll bei diesem medienpolitischen Schachzug die Rolle des Bauernopfers übernehmen. Als im Spätsommer 1990 klar wird, dass eine Privatisierung im überregionalen Rahmen nicht durchsetzbar sein würde, beschließt die DT64-Leitung: "Wir waren uns bereits in den letzten vier Wochen darüber einig, daß wir jetzt auf den kleinsten gemeinsamen Nenner gehen müssen. Um nicht ganz abgeschaltet zu werden, sind wir bereit, über eine Privatisierung für Berlin-Brandenburg zu verhandeln."

Also nutzen Drück und Singelnstein die Gelegenheit, das Programm von Rias1 zum überregionalen Kulturkanal zu machen, noch bevor diese Angelegenheit medienrechtlich geklärt werden kann. Geplant ist die Umschaltung für den 15. September, doch am 6. September (Donnerstag) lassen sich die Gerüchte nicht mehr zurückhalten. Schnell wird die Umschaltung auf Anweisung Singelnsteins auf Samstag früh um vier Uhr und dann auf Freitagabend 20 Uhr vorverlegt.

Weder der Medienausschuss der Volkskammer noch das Postministerium oder der Medienkontrollrat wurden im Vorfeld unterrichtet. Auch DT64-Chefredakteur Michael Schiewack und sein Stellvertreter Roland Schneider geben an, sie seien nicht informiert gewesen. Die DT64-Redakteure erfahren am Freitag gegen 14 Uhr von den Technikern, die mit den Vorbereitungen der Umschaltung begonnen hatten, dass der Sender zwölf seiner achtzehn Frequenzen verlieren soll. Die Nachricht geht sofort über den Äther, löst im gesamten Sendegebiet Verwirrung, Wut und Unsicherheit aus. Auch die Kollegen vom Rias sind völlig überrascht, vereinzelt gibt es Solidaritätsbekundungen.

Kurz vor 20 Uhr verliest Singelnstein auf DT64 eine Erklärung: "In einer geschichtlichen Situation, in der die beiden Teile Deutschlands zusammenwachsen, eröffnen sich auch neue Perspektiven für eine Zusammenarbeit der Rundfunkanstalten. Noch vor einem Jahr standen Radio DDR und Rias in unterschiedlichen politischen Lagern. Nachdem im Zuge der Perestroika in der Sowjetunion und in den Völkern Osteuropas - und natürlich auch das ganze deutsche Volk zu einer Selbstbestimmung finden, können sich die Medien der DDR demokratisch erneuern. So öffnet sich auch der Rundfunk der DDR den ehemals als gegnerisch empfundenen Journalisten von Rias Berlin, die uns ihre Hand reichen, um beim Aufbau eines demokratischen und pluralistischen Rundfunks zu helfen. Rias, dessen Programm ab sofort auf einigen Frequenzen von Jugendradio ausgestrahlt wird, baut mit Journalisten und Redakteuren von Radio DDR Arbeitsgruppen auf, die insbesondere die spezifischen Probleme der Bevölkerung auf dem Gebiet der DDR aufarbeiten. Gleichzeitig geht Jugendradio einer neuen Perspektive entgegen." Singelnstein wirkt angesichts von etwa einhundert vor den Studiofenstern ausharrenden Hörerinnen und Hörern nervös und kommt nur mühsam über den Text.

Kurz darauf führen Techniker des Rundfunks der DDR die Frequenzumschaltung in der Nalepastraße durch. Den Moderatoren bleibt kaum Zeit, sich von den Hörern zu verabschieden. Jugendradio DT64 ist nun nur noch in Berlin und Brandenburg zu hören, Rias 1 dagegen ist plötzlich mit einem flächendeckenden Sendenetz für das Gebiet der DDR ausgestattet. Nicht einmal das Medienministerium der DDR, zuständige Aufsichtsbehörde für den Rundfunk der DDR, wurde über die Umschaltungspläne informiert. Der so bei dem Frequenzcoup übergangene Medienminister Gottfried Müller ruft am Samstagvormittag unter anderem Singelnstein, Lutz Bertram von DT64, Vertreter von Redakteursrat, Personalrat und Hörfunkbeirat und den Medienexperten Konrad Weiß (Bündnis90) zu einer Krisensitzung zusammen. Jugendradio DT64, verkündet Müller auf einer eilig einberufenen Pressekonferenz, werde noch am Samstag seine Frequenzen zurückbekommen.

Für das Jugendradio bedeutet der Rias-Putsch vor allem eines: Medienpräsenz - nicht nur in Berlin, auch in der Tagesschau wird über die schwierige Lage des DDR-Jugendsenders berichtet. Die Pläne der ARD, die fünf neuen Länder den schon bestehenden (westdeutschen) öffentlich-rechtlichen Anstalten zuzuordnen, geraten ins Wanken. Trotzdem bleibt ein tiefes Misstrauensverhältnis zwischen der DT64-Redaktion und dem Intendanten Singelnstein.

Unklar bleibt die Rolle, die die Leitung von DT64 bei diesem Vorgang gespielt hat. Müller berichtet später, Singelnstein hätte "zusammen mit dem Rias und leider auch mit der Leitung des DT64-Senders die Umschaltung einer größeren Zahl von Frequenzen von DT64 auf Rias veranlaßt". In der Verhandlung am Samstagmorgen, in der es, so Müller, um eine schnelle und reibungslose Zurückschaltung der Frequenzen ging, sei es die Leitung von DT64 gewesen, "die sich am längsten dagegen wehrte, daß diese an den Rias gegebenen Frequenzen wieder zurückgeschaltet wurden". Müller vermutet hinter dieser Situation "Manipulationsversuche in Richtung Privatisierung."

Die "Einrichtung"

Am 3. Oktober 1990 tritt Artikel 36 des Einigungsvertrages in Kraft, der die Auflösung des zentralistischen Rundfunksystems und den Aufbau eines föderalen, dualen Systems vorsieht. Darin wird geregelt, dass der Rundfunk der DDR und der Deutsche Fernsehfunk bis 31. Dezember 1991 weitergeführt werden als "gemeinschaftliche staatsunabhängige, rechtsfähige Einrichtung" der fünf neuen Länder und Ostberlins. Von entscheidender Bedeutung ist Absatz 6, der vorschreibt, dass die Einrichtung bis spätestens 31. Dezember 1991 durch gemeinsamen Staatsvertrag der neuen Länder "aufzulösen oder in Anstalten des öffentlichen Rechts einzelner oder mehrerer Länder überzuführen" ist. Kommt ein solcher Staatsvertrag nicht zustande, so gilt die Einrichtung zum 1. Januar 1992 als aufgelöst.

Die Rundfunkhoheit wird am 3. Oktober 1990 mit dem Einigungsvertrag auf die Länder übertragen. Die DDR-weite UKW-Frequenzkette von DT64 wird gesplittet und geht in die Verantwortung der einzelnen Länder über, welche mit den Frequenzen jeweils unterschiedliche Pläne verfolgen. Länderübergreifende Frequenzketten sind zwar nicht ausdrücklich vorgesehen, wären per Kooperationsvertrag der Anstalten aber theoretisch nach wie vor möglich. Für DT64 heißt das, der Sender muss sich fortan um Sendefrequenzen in jedem der fünf neuen Länder einzeln bemühen.

Es ergeben sich zwei Perspektiven: Entweder die weitere Existenz von DT64 in einer oder mehreren der sich konstituierenden öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten oder die Fortführung der Privatisierungspläne. Zum Jahreswechsel 1990/91 verhandelt DT64 mit der Bertelsmann-Tochter UFA, mit dem Holtzbrinck-Verlag, mit Berliner Zeitungsverlagen und auch weiterhin mit Radio ffn. DT64 und auch der neue Rundfunkbeauftragte Mühlfenzl verweisen immer wieder auf die Zuständigkeit der Länder, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen oder per Vorabentscheidung der Ministerpräsidenten ein Herauslösen von DT64 aus der Einrichtung zu ermöglichen, um das Programm in private Trägerschaft überführen zu können. Das Problem, vor dem DT64 steht, ist, dass die Partner einer Betreibergesellschaft nur gebunden werden können, wenn sichergestellt werden kann, eine Sendelizenz und Frequenzen für das Programm zu erhalten. Umgekehrt ist eine Frequenzzuweisung aber nur mit einer starken Anbietergemeinschaft im Rücken wahrscheinlich. DT64-Chefredakteur Michael Schiewack sieht im September 1991 letztlich die Chancen für eine Privatisierung schwinden: "Die Länder beharren jetzt darauf, Landesmedienanstalten einzurichten und private Frequenzen auszuschreiben. Selbst wenn es gelänge, bis November diese Anstalten einzurichten, kann sich das alles immer noch ein halbes Jahr hinziehen, das heißt: Wir sind längst weg, bevor wir überhaupt eine Chance haben, uns zu bewerben."

Drei Monate vor dem Ende der Einrichtung erhalten die Mitarbeiter von DT64 ihre Kündigung zum 31. Dezember 1991. Die Redaktion des Senders zeigt sich gespalten: Ein Teil will im Falle des Weitersendens beim Sender bleiben, der andere Teil aufgrund der weiterhin unsicheren Situation die Redaktion verlassen.

Bewegte Hörer

Was beim Rias-Putsch begann, weitet sich 1991 zum bundesweiten Protest aus. Zehntausende demonstrieren im Herbst 1991 für die Fortführung des Programms. DT64 wird zur "Jugendbewegung mit Radio". Der Verein "Freunde des Jugendradios DT64", der in der Sympathiebewegung für DT64 eine führende Rolle spielt, gründet sich nach einer öffentlichen Anhörung der Landtagsfraktion der SPD am 10. Juli 1991 in Dresden. Die Diskussion wird zeitversetzt auf DT64 übertragen. Zu den führenden Köpfen der Dresdner Initiative gehört der Informatik-Student Heiko Hilker, der als Kontaktperson der Bewegung zur Politik gilt. Auf einem bundesweiten Treffen im September 1991 in Dresden wird das "Netzwerk der Initiativen zur Erhaltung von Jugendradio DT64" gebildet, das im November 1991 mit einen Aufruf an die Öffentlichkeit geht, der in den folgenden Monaten von mehreren hunderttausend Hörerinnen und Hörern unterschrieben wird. Zu den Erstunterzeichnern dieses Aufrufs gehört Tamara Danz, die damalige Sängerin der Rockgruppe Silly.

In dem Aufruf unter dem Titel "Keine Funkstille für die Jugend - Rettet DT64!" heißt es: "Mit seinem jugendgemäßen und kritischen Programm war DT64 beteiligt an den demokratischen Veränderungen im Herbst 1989. Heute ist dieses einzige überregionale Jugendprogramm Deutschlands für eine Million vorwiegend junge Hörerinnen und Hörer Wegbegleiter und Orientierungshilfe in neuen gesellschaftlichen Verhältnissen, es unterstützt Vergangenheitsaufarbeitung und Selbstfindung, befördert Integration und Verständnis zwischen Ost und West. [...] Wir wenden uns daher gegen die geplante Abschaltung. [...] Wo ein Wille ist, ist auch eine Frequenz!".

Das Netzwerk macht mit seinen Aktionen, Veranstaltungen, Demonstrationen, öffentlichen Anhörungen, Mahnwachen und Unterschriftensammlungen das Problem "Abschaltung von DT64" zu einem öffentlich diskutierten Thema. Bis zum Sommer 1992 sprechen sich fast eine halbe Million Hörerinnen und Hörer mit ihrer Unterschrift für den Erhalt des Jugendsenders aus; auf dem Höhepunkt der Sympathiewelle existierten 80 "Freundeskreise des Jugendradios DT64 e.V.", davon 30 auf dem Gebiet der früheren Bundesrepublik.

DT64 beim MDR

1991 zeichnet sich für die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten der fünf neuen Länder folgende Struktur ab: Der SFB wird Anstalt für Gesamttberlin; Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gründen den MDR. Nachdem der NDR per Vorschaltgesetz mit der Rundfunkversorgung Mecklenburg-Vorpommerns beauftragt wird, gilt die Konzeption einer Nordostdeutschen Rundfunkanstalt (NORA) als gescheitert, in Brandenburg wird daraufhin der ORB eingerichtet. Mit der Zuordnung von Mecklenburg-Vorpommern zum NDR-Sendegebiet wird klar, dass es mit Jahresbeginn 1992 im Norden kein DT64 mehr geben wird.

Die neuen Länderanstalten möchten, wenn überhaupt, eigene Jugendprogramme einrichten. Auch MDR-Intendant Udo Reiter lehnt es zunächst noch ab, das Jugendradio "unter dem Dach des MDR weiterzuführen". Er hält das Jugendprogramm für "entbehrlich", weil es "ziemlich einseitig und unausgegoren" wirke. Derweil verhandelt der Rundfunkbeauftragte Rudolf Mühlfenzl mit den Länderanstalten über die Integration einzelner Programmteile von DT64 in öffentlich-rechtliche Strukturen.

In Berlin-Brandenburg bietet der ORB mehreren DT64-Mitabeitern Arbeitsverträge an, um eine eigene Jugendredaktion einzurichten. Brandenburg bekundet zwar Interesse an der Fortführung von DT64, stellt aber klar, aus finanziellen Gründen nicht das gesamte Programm übernehmen zu können. Deshalb fordert der ORB, dass noch weitere Länder Frequenzen für den Sender bereitstellen.

Ende Oktober 1991 zeichnet sich eine Kompromisslösung ab. Die UKW-Frequenzen von DT64 sollen zum 1. Januar 1992 in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt - also im zukünftigen Sendegebiet des MDR - an private Hörfunkanbieter abgeben werden. Da aber keiner der Privatsender vor dem Sommer 1992 sendebereit sein würde, könnte DT64 noch ein halbes Jahr länger auf den alten Frequenzen senden - theoretisch. Was dem Sender dazu fehlt, ist ein öffentlich-rechtlicher Träger.

Konkrete Aussichten für DT64 ergeben sich erst mit der Konferenz der ostdeutschen Ministerpräsidenten am 12. und 13. Dezember 1991 in Wernigerode. Die Ministerpräsidenten gehen überraschend auf ein Angebot des MDR-Intendanten Reiter ein, DT64 befristet fortzusetzen. Sie beschließen, die "weitere Veranstaltung des Programms DT64 unter der rundfunkrechtlichen Verantwortung des MDR bis zur Erteilung von Erlaubnissen zur Veranstaltung von privatem Hörfunk, längstens bis zum 30.6.1992" zu dulden, machen aber deutlich, dass "eine dauerhafte Fortführung des Programms DT64 [...] nicht in Betracht" kommt.

Auf einer Belegschaftsversammlung im Dezember 1991 wird das Angebot des MDR diskutiert, das Jugendradio in den Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen befristet bis zum Sommer des kommenden Jahres auszustrahlen. Für die aus Berlin sendenden Mitarbeiter macht ein Weitersenden eigentlich nur Sinn, wenn sie das von ihnen gestaltete Programm selbst auch hören können. Michael Schiewack macht deshalb auf der anschließenden Pressekonferenz deutlich, Jugendradio DT64 würde das Angebot des MDR nur annehmen, wenn man auch in Berlin und Brandenburg weitersenden könne. Der ORB erklärt sich bereit, das Programm ebenfalls vorerst weiter auszustrahlen, die Berlin-Brandenburgischen Frequenzen werden ab 1. Januar 1992 in das DT64- und das RockradioB-Programm gesplittet.

Das bereits verloren geglaubte Jugendradio steht somit zum Jahreswechsel 1991/92 vor der Aufgabe, anstatt abzuwickeln, so schnell wie möglich wieder aufzuwickeln. Denn nachdem der MDR am 30. Dezember 1991 gegenüber DT64 seine endgültige Bereitschaft signalisiert hatte, den Sender vorerst ein halbes Jahr auf UKW weiterzuführen, erklärt auch der ORB am Silvesterabend, das Jugendradio könne in Berlin und Brandenburg auf seinen bisherigen Frequenzen weitersenden - unterbrochen durch ein dreistündiges Fenster namens "RockradioB", das von ehemaligen DT64-Mitarbeitern gestaltet wird. Zum 1. Januar 1992 erhalten 60 DT64-Mitarbeiter befristete Arbeitsverträge vom Mitteldeutschen Rundfunk. Die DT64-Redaktion behält vorerst ihren Sitz in der Berliner Nalepastraße.

Gegenwind

Die Frequenzen von DT64 bilden allerdings die einzige sendebereite Frequenzkette, die für den Privatfunk in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen relevant ist. Würden die Privaten diese Frequenz verlieren, kämen sie auf unabsehbare Zeit nicht zum Zuge. Die Thüringer Landesanstalt für privaten Rundfunk wirft dem MDR im Januar Selbstherrlichkeit und eine "faktische Frequenzbeschlagnahmung" vor. Olaf Stepputat, kommissarischer Direktor der Anstalt, fordert die sofortige Abschaltung von DT64. MDR-Intendant Reiter spricht sich unterdessen für eine Beibehaltung der gegenwärtigen Übergangslösung aus. Zwei landesweite private Radiosender seien zuviel, das Werbeaufkommen dafür nicht ausreichend. Gleichzeitig macht er klar, er könne der kleinen, aber engagierten Minderheit, die DT64 höre, auf den regulären MDR-Frequenzen keinen Raum geben. Am 20. Januar stimmt der Rundfunkrat des MDR einer weiteren Existenz von DT64 innerhalb des MDR zu. Allerdings ist in der Entscheidung des Rundfunkrates nicht namentlich von Jugendradio DT64 die Rede, sondern von der Fortführung des MDR-Jugendprogramms.

Ein Sputnik steigt auf

Reiter pokert - und gewinnt: Nach einem heute legendären Intermezzo auf der Mittelwellenfrequenz 1044 kHz startet die neue Jugendwelle des MDR 1993 in eine digitale Zukunft. Der sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf ist nicht ganz unbeteiligt an den Entscheidungen des MDR. Er gibt auf einer Pressekonferenz in Dresden bekannt, der neue Name des Jugendradios sei "MDR Sputnik". Biedenkopf wird nachgesagt, die Idee für diesen Namen stamme von ihm. Richtig ist, dass MDR-Intendant Reiter dem sächsischen Ministerpräsidenten mitgeteilt hatte, die DT64-Redaktion denke über den Namen "Sputnik" nach, in Erinnerung an die gleichnamigen sowjetischen Raumflugkörper und die in den späten 1980er Jahren in der DDR verbotene, zur damaligen Zeit recht kritische russische Zeitschrift "Sputnik". Daraufhin gibt Biedenkopf dies als beschlossene Sache bekannt, wie die Hörfunkdirektorin Karola Sommerey überrascht anerkennt: "Wenn man auf diese Weise etwas bekannt gemacht bekommt, ist man ganz dankbar."

Zitierweise: Stephan Sprang, Hörfunkjournalismus und Musikprogramm im gesellschaftlichen Wandel. Eine Chronik des Jugendradio DT64, in: Deutschland Archiv Online, 04.04.2013, Link: http://www.bpb.de/geschichte/zeitgeschichte/deutschlandarchiv/sprang20130404

Fussnoten

Fußnoten

  1. Vgl. Heiner Stahl, Jugendradio im Kalten Ätherkrieg. Berlin als eine Klanglandschaft des Pop (1962–1973), Berlin 2010.

  2. Heide Riedel, Mit uns zieht die neue Zeit: 40 Jahre DDR-Medien, Berlin 1993, S. 177.

  3. Statistik vgl. Deutsches Rundfunkarchiv Berlin (DRA), F006-01-00/DT64.

  4. Vgl. Michael Rauhut, Rock in der DDR 1964 bis 1989 (Zeitbilder). Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2002.

  5. Zitat Lutz Bertram in: Klaus-Peter Wenzel, Der Fall Lutz Bertram. Dokumentation einer Verstrickung, Berlin 1996, S. 133.

  6. DRA Berlin, F006-01-00/DT64.

  7. Andreas Ulrich und Jörg Wagner (Hg.), DT64. Das Buch zum Jugendradio 1964–1993, Leipzig 1993, S. 231 und 112.

  8. Der Spiegel, Hamburg, 18.11.1991.

  9. Horst Bürschaper, Nachdenken über Jugendradio und Wende, in: Edith Spielhagen, So durften wir glauben zu kämpfen: Erfahrungen mit DDR-Medien, Berlin 1993, S. 129ff.

  10. Lektorat Rundfunkgeschichte im Funkhaus Berlin: Radio im Umbruch 1989/90, Berlin 1990, S. 463ff.

  11. Zitat Dietmar Ringel in: Süddeutsche Zeitung, 05.07.1990.

  12. Vgl. Jugendradio DT64, Chefredaktion: Protokoll über ein Gespräch mit Radio ffn am 16.3.1990, Berlin 19.03.1990, in: DRA Berlin, F006-01-00/DT64.

  13. Zitat in: Dietmar Ringel in: Süddeutsche Zeitung, 05.07.1990.

  14. Zitat Lutz Bertram in: Leipziger Volkszeitung, 25.01.1991.

  15. Protest der Belegschaft von Jugendradio DT64 gegen die von der Generalintendanz verfügte Ausschreibung der Chefredakteur-Position an ihrem Sender vom 17. August 1990, in: Lektorat Rundfunkgeschichte im Funkhaus Berlin: Radio im Umbruch 1989/90, Berlin 1990, S. 543f.

  16. Zitate Michael Schiewack in: Berliner Zeitung, 11.01.1992

  17. Zitat Wolfgang Martin in: Die Tageszeitung, 10.09.1990.

  18. Vgl. Ulrich und Wagner (Hg.), DT64 (Anm. 7).

  19. Zitat Christoph Singelnstein, Originalton Jugendradio DT64 am 7. September 1990.

  20. Freunde des Jugendradios DT64 e.V., Keine Funkstille für die Jugend. Rettet DT64!, Chemnitz und Dresden, 1991.

  21. Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik über die Herstellung der Einheit Deutschlands (Einigungsvertrag), Artikel 36 (1).

  22. Zitat Michael Schiewack in: Die Tageszeitung, 23.09.1991.

  23. Heiko Hilker, DT64 - Rückblick und Ausblick. Vortrag zur Medien-Seminartagung 1992 im Paul-Löbe-Institut Berlin vom 25. bis 28. April, Dresden, 20.04.1992, schriftliche Fassung.

  24. Freunde des Jugendradios DT64 e.V.: Keine Funkstille für die Jugend. Rettet DT64! Chemnitz, Dresden, 1991.

  25. Zitat Udo Reiter in: Sächsische Zeitung, 05.10.1991.

  26. Zitat Udo Reiter in: Der Spiegel, 18.11.1991.

  27. Sachsenpost, 18.11.1991.

  28. 5. Regionalkonferenz der Regierungschefs der neuen Bundesländer vom 12.-13.12.1991 in Wernigerode, Ergebnisprotokoll TOP 9.8 Zukunftschancen des Jugendradios DT64, Formulierungsvorschlag Sachsen-Anhalt.

  29. Junge Welt, 18.12.1991.

  30. Sächsische Zeitung, 02.01.1992, und DPA-Meldung Nr. 135, 01.01.1992.

  31. Sächsische Zeitung, 02.01.1992.

  32. Zitat Olaf Stepputat in: Frankfurter Rundschau, 18.01.1992.

  33. Leipziger Volkszeitung, 18.01.1992.

  34. Sächsische Zeitung, 21.01.1992.

  35. Berliner Zeitung, 21.01.1993.

  36. Süddeutsche Zeitung, 04.05.1993.

  37. Zitat Karola Sommerey in: Sächsische Zeitung, 30.04.1993

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Stephan Sprang ist Dipl.-Ing. für Medientechnik. Als Technischer Kundenbetreuer ist er maßgeblich an der Verschmelzung von Print- und Onlinejournalismus beteiligt.