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Demokratischer Denkmalsturz?

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Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Was bedeutet die Liquidierung von Teilen Memorials? Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2021 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur The Games at the Gate Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts Alltag und Gesellschaft Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Porträts Redaktion "Ungehaltene Reden" ehemaliger Abgeordneter der DDR-Volkskammer Was sollten Wähler und Wählerinnen 2021 bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Ist Antisemitismus vor allem ein ostdeutsches Problem? Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Heimat ist ein Raum aus Bytes Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? 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Demokratischer Denkmalsturz? Über den Umgang mit politischen Denkmälern der DDR nach 1989

David Johst

/ 15 Minuten zu lesen

Sie zeugen noch heute vom Legitimationsanspruch der untergegangenen DDR – die in den östlichen Bundesländern zwischen 1949 und 1989 errichteten Denkmäler. Am Umgang mit Ihnen nach der Friedlichen Revolution kann man das Verhältnis der verantwortlichen Politiker und Denkmalschützer zur eigenen DDR-Geschichte ablesen. David Johst zeigt die wechselnden Umgangsformen mit dem künstlerischen Erbe der DDR im Straßenbild.

Das Berliner Marx-Engels-Denkmal, von Unbekannten besprüht mit dem Spruch "Wir sind unschuldig", aufgenommen im Oktober 1990 (© picture-alliance / dpa)

Sie zeugen noch heute vom Legitimationsanspruch einer untergegangenen politischen Ordnung: in der DDR errichtete Denkmäler. Die überdimensionierte Thälmannbüste in Berlin oder der erst vor wenigen Jahren restaurierte Karl-Marx-Kopf in Chemnitz sind nur einige der bekanntesten dieser Monumentalplastiken. In jeder Bezirkshauptstadt der DDR, aber auch in Kleinstädten und Dörfern, existierten politische Denkmäler, die ein wichtiges Element in der Präsentation und Inszenierung des politischen Selbstverständnisses der SED-Herrschaft bildeten. Im Gegensatz zu den zahlreichen Traditionskabinetten, Porträts, Fahnen und Emblemen ließen sich die Denkmäler nach 1989 meist nicht geräuschlos beseitigen. Die gesellschaftliche Debatte über den richtigen Umgang mit den Hinterlassenschaften aus Bronze, Stein und Beton hält bis heute an, auch wenn sich der Ton verändert hat, in dem über 25 Jahre nach der politischen Wende über DDR-Denkmäler diskutiert wird. Er ist sachlicher geworden, der Umgang gelassener. Ganz anders war die Situation in den ersten Jahren nach der Wiedervereinigung. Viele Menschen fühlten sich von den sichtbaren Zeichen des untergegangenen SED-Staates provoziert, andere wiederum verurteilten die Beseitigung von Denkmälern als politisch motivierten Denkmalsturz.

Doch im Gegensatz zu den osteuropäischen Ländern richtete sich der Volkszorn in Deutschland zunächst gar nicht gegen die Denkmäler sondern gegen andere sichtbare Zeichen des SED-Staates, wie die Zentralen der Staatssicherheit oder die Berliner Mauer. Die politischen Denkmäler blieben einstweilen unbeachtet oder wurden mit Hilfe von Spraydose oder Hammer und Meißel neu interpretiert. Am bekanntesten ist vielleicht jenes Graffiti am Berliner Marx-Engels-Denkmal – "Wir sind unschuldig" war dort eine Zeit lang auf dem Sockel zu lesen und auf der Rückseite: "Beim nächsten Mal wird alles besser."

Die Denkmalkultur der DDR

Betrachtet man die Denkmallandschaft der DDR als Ganzes, das heißt unter Abstraktion zeitlicher wie lokaler Besonderheiten, so lassen sich folgende Merkmale benennen: Erstens die besondere Bedeutung der lokalen Vorgeschichte: Indem die Denkmäler an lokale Ereignisse der Arbeitergeschichte erinnerten und auf zentrale Orte der Arbeiterkämpfe verwiesen, bildeten sie die Grundlage für ein neues, nationales wie regionales Traditionsverständnis. Mithilfe einer spezifisch sozialistischen Erinnerungskultur sollten nicht zuletzt überlieferte lokale Traditionen – wie die Erinnerung an Monarchen oder das Gefallenengedenken – zurückgedrängt und abgelöst werden. Zweitens der Internationalismus: Lokale wie nationale Formen des Gedenkens wurden immer ergänzt durch den Bezug auf einen internationalen Traditionszusammenhang, insbesondere durch den Bezug auf die Sowjetunion, aber auch auf die Befreiungskämpfe der kolonialisierten Völker oder auf den Spanischen Bürgerkrieg. Die Idee des Sozialismus stand hierbei nicht im Gegensatz zu lokalen oder nationalen Traditionen, sondern bildete den übernationalen Rahmen der lokalen Erinnerung. Drittens die Inszenierung des Denkmals: Die Inszenierung von Denkmälern im öffentlichen Raum durch Aufmärsche, Jahresfeiern oder Weihen stellte einen zentralen Aspekt der DDR-Denkmalkultur dar. Häufig wurden die Denkmäler als architektonischer Fluchtpunkt von Aufmarschplätzen konzipiert oder als Orte wiederkehrender Ereignisse, wie etwa der Aufnahme von Kindern in die Organisation der Jungpioniere, zum zentralen Ort politischer Inszenierungen. Viertens der enge Zusammenhang zwischen Denkmal und Topografie: Denkmäler wurden ab den 1960er Jahren nicht mehr nur "aufgestellt", sondern verstärkt als zentraler Bestandteil von Architektur- und Stadtplanung verstanden und konzipiert. So entstanden die zahlreichen architektonischen Ensembles wie der Thälmannplatz in Halle oder der Leninplatz in Berlin. Die großen Bauvorhaben der 1960er und 1970er Jahre zeugen nicht zuletzt von dem politischen Willen, bewusst und planerisch eine neue Gesellschaftsordnung zu schaffen.

Im Gegensatz zu der Symbolarmut des westdeutschen Staates stehen die Denkmäler der DDR für einen ausgeprägten Denkmalpathos und eine Tendenz zur "semiotischen Aufladung des öffentlichen Raumes."

Demokratische Säuberungen

Kundgebung vor dem Monument der revolutionären Arbeiterbewegung ("Fäustemonument") in Halle am 20. März 1971 (© Bundesarchiv, Bild 183-K0320-0017-001, Foto: Manfred Siebahn)

Nach 1989 kam es in den ostdeutschen Bundesländern zu einer unsystematischen "Säuberung" der sozialistischen Denkmallandschaft. Anders als nach 1945 gab es nach 1989 dazu aber keinen zentralen Befehl, der, analog zum allgemeinen Kontrollratsbefehl Nummer 30, den Umgang mit den überlieferten Denkmälern regelte. Die Beseitigung einzelner Denkmäler verlief zumeist nicht spontan von unten, sondern war in der Regel das Ergebnis gezielter politischer Initiativen einzelner Akteure, die den Abriss von oben anordneten. Auffällig ist hierbei, dass der Denkmalsturz nicht als symbolische Handlung inszeniert wurde, sondern die Denkmäler oftmals ohne öffentliche Debatte "entsorgt" wurden. In mehreren Fällen lässt sich belegen, dass öffentliches Aufsehen ausdrücklich vermieden werden sollte, um einen möglichst reibungslosen Ablauf der Beseitigung zu gewährleisten, so beispielsweise im Fall eines zentralen politischen Denkmals der Stadt Halle, dem sogenannten "Fäustemonument".

Im Gegensatz dazu stehen die spontanen Versuche, die Denkmäler ironisch oder politisch zu kommentieren, ihren ungeklärten Status in Form von Happenings oder Graffitis zu thematisieren. So brachte die Junge Union am "Monument der revolutionären Arbeiterbewegung" in Halle mehrere Styroportafeln mit Jahreszahlen an, die an den Aufstand des 17. Juni 1953, den Mauerbau 1961, das Wendejahr 1989 und die Wiedervereinigung 1990 erinnern sollten. In der Aktion wurden die ursprünglich auf dem Denkmalsockel angebrachten Jahreszahlen, die an zentrale Ereignisse der revolutionären Arbeiterbewegung und der Geschichte der DDR erinnern sollten, um diese neuen Jahreszahlen ergänzt. Einen weniger ernsthaften Hintergrund hatte eine andere Aktion. In Halle verabredeten sich Hunderte Jugendliche in der Silvesternacht von 1989 zu 1990 an der „Flamme der Revolution“, einem der größten DDR-Denkmäler der Stadt, und hinterließen neben zahlreichen leeren Flaschen verschiedene Sprüche am Monument: "Neue Farbe braucht das Land", "Ich bleibe Bier" oder "Die Flamme der Revolution zum bunten Segel der Wende".

Es lassen sich zahlreiche Beispiele für solche spontanen Inszenierungen von unten finden. Denkmäler wurden als Kulisse für Aktaufnahmen benutzt, mit Seil und Haken "bestiegen" oder durch eine Installation kurzfristig umgewidmet. Es gab Versuche, die Denkmäler zu verhüllen, zu begrünen oder neu zu bemalen. Auch wenn die Grenze zwischen Interpretation und Vandalismus dabei bisweilen fließend war, zielten solche Aktionen im Kern nicht auf eine Zerstörung des Denkmals, sondern auf eine Umdeutung oder eine ironische Brechung seiner ursprünglichen Aussage. Derartige Aktionen legen nahe, dass es nach 1989 auch einen Willen gab, sich jenseits der Alternative Abriss oder Erhalt mit den politischen Denkmälern der DDR auseinanderzusetzen. Doch die entsprechenden Aktionen führten niemals zu einer dauerhaften Umgestaltung des Denkmals. Im Gegensatz dazu folgte die Beseitigung zahlreicher Denkmäler in den 1990er Jahren offiziell aus rein pragmatischen Gründen und war gekennzeichnet durch die Weigerung, sich inhaltlich mit den Denkmälern auseinanderzusetzen. Der Abbau wurde zumeist mit dem schlechten Erhaltungszustand der Denkmäler, mit den Schäden, welche durch Vandalismus und Witterung entstanden waren, begründet. So verwies die Stadt Halle beim Abbau des Fritz-Weinecke-Denkmals auf bauliche Schäden an der Skulptur sowie die Verunreinigungen durch Graffitis. Der Eindruck eines politisch motivierten Denkmalsturzes sollte vermieden werden. Gleichzeitig war es in vielen Fällen offensichtlich, dass die Abrissforderungen nicht nur stadtplanerischen Überlegungen folgten, sondern auch politisch motiviert waren. So folgte der Abriss des Lenin-Denkmals in Berlin einerseits der Überlegung, durch die Wegnahme des Denkmals die Grundlage für eine architektonische Neugestaltung des Platzes zu schaffen, andererseits stellte der Abriss, aus Sicht des zuständen Bausenators von Berlin, eine "Fortsetzung und Bestandteil der friedlichen Revolution von 1989" dar. Die Bürger seien nicht mehr bereit, die Insignien des SED-Staates zu dulden.

Gründe für die Beseitigung

Sehr häufig aber stand die Forderung nach der Beseitigung eines Denkmals im Zusammenhang mit geplanten oder bereits begonnenen Bauvorhaben. Häufig überlagerten sich dabei ästhetische, bauliche und politische Argumente. In Halle begründete die Stadt den Abriss des "Fäustemonuments" mit den baulichen Veränderungen am zentral gelegenen Riebeckplatz. Die Umbaumaßnahmen würden dazu führen, dass das Denkmal auf einem hohen Sockel stehen würde, zudem sei eine aufwendige Sicherung des Fundamentes notwendig. Eine solche Aufwertung des Denkmals und die damit verbundenen Kosten seien nicht zu rechtfertigen. Am Beispiel des Fäustemonuments lässt sich sehr gut zeigen, wie durch die Bauplanung eine Situation entstand, in der das Denkmal nun plötzlich als Fremdkörper erschien, der sich architektonisch nicht mehr integrieren ließ. Die bauliche Veränderung schaffte hier die Vorbedingung für den Abriss. Die Baumaßnahmen wurden gleichsam am Denkmal vorbei vorgenommen. Damit wurden alternative Möglichkeiten, das Denkmal zu erhalten, oft gar nicht berücksichtigt oder erst dann erwogen, wenn die entsprechende Planung beziehungsweise Umgestaltung schon so weit vorangeschritten war, dass sich das Denkmal eben nicht mehr oder nur mit großem Aufwand integrieren ließ. Der finanzielle Aufwand, das Denkmal am Ort zu erhalten und zu sichern, überzeugte am Ende oft auch die Gegner eines Abrisses. Im Fall der „Fäuste“ veranschlagte die Stadt Halle 200.000 D-Mark für den Erhalt des Denkmals, eine Summe, die angesichts leerer Stadtkassen politisch kaum zu rechtfertigen war.

Neben den Baumaßnahmen wurden aber auch ästhetische Argumente zur Rechtfertigung des Abrisses herangezogen. Das Denkmal sei künstlerisch wertlos und ein "Schandfleck" für die Stadt, begründeten die Halleschen Verkehrsbetriebe als Bauherr die geplante Beseitigung des Fäustemonuments. Äußerungen wie diese zeigen, dass die Denkmäler meist nicht im historischen Kontext betrachtet, sondern an einem angenommenen, überzeitlichen ästhetischen Wertmaßstab gemessen wurden.

Das Lenin-Denkmal am Leninplatz in Berlin, 1991 (heute Platz der Vereinten Nationen) mit der Aufschrift "Keine Gewalt" einer Kreuzberger Künstlergruppe (© Bundesarchiv, B 145 Bild-F089665-0025, Foto: Joachim F. Thurn)

Ob ein Denkmal erhalten blieb oder beseitigt wurde, hing außerdem von der Lage des Denkmals sowie seinem Inhalt, das heißt der zentralen Aussage des Monumentes ab. Zunächst lässt sich als allgemeine Regel festhalten, dass der Erhalt immer dann besonders umstritten war, wenn das Denkmal sich an einem zentralen Platz befand und damit das Stadtbild dominierte. Zu diesen Denkmälern gehörte unter anderem das Lenin-Denkmal in Berlin oder das Karl-Marx-Denkmal in Chemnitz, aber auch das Monument der revolutionären Arbeiterklasse in Halle oder das Lenin-Denkmal in Dresden. Durch ihre zentrale Lage und Größe waren diese Denkmäler weithin sichtbar und prägten das Stadtbild.

Als weiterer wichtiger Faktoren erwiesen sich die dem Denkmal zugeschriebene Aussage und die Eindeutigkeit dieser Aussage. Der letzte Punkt ist erklärungsbedürftig. Während einzelne Denkmäler aufgrund ihrer abstrakten Gestaltung oder ihrer allgemein gefassten Aussage einen gewissen Interpretationsspielraum boten, waren andere Monumente eindeutig inhaltlich festgelegt. So ließ sich beispielsweise das "Fahnenmonument" in Halle als Flamme, als Fahne oder als aufstrebende Spirale betrachten und damit unterschiedlich interpretieren. Ganz anders verhielt es sich im Fall des bereits kurz nach der Wende abgerissenen Denkmals für die an der Mauer getöteten Grenzsoldaten in Berlin – in diesem Fall war die Denkmalaussage inhaltlich eindeutig festgelegt.

Besonders umstritten waren Denkmäler, die an Ereignisse, Personen oder Gruppen der DDR-Geschichte erinnern sollten. Hierzu zählte neben eben jenem Grenzsoldaten-Denkmal unter anderem das in Berlin befindliche Kampfgruppen-Denkmal. Denkmäler, die sich auf Ereignisse vor 1945, insbesondere den kommunistischen Widerstand im Nationalsozialismus, bezogen, blieben in vielen Fällen erhalten. Eine Sondergruppe bilden die zahlreichen Thälmann- und Lenin-Denkmäler. Während fast alle Lenin-Denkmäler beseitigt wurden, blieben viele Thälmann-Denkmäler erhalten. Dem entspricht, dass viele Thälmannstraßen ihren Namen behielten, während es heute keinen Leninplatz und keine Leninallee mehr gibt. Für den Erhalt vieler Thälmann-Denkmäler war ausschlaggebend, dass sich hier häufig eine Verbindung zu konkreten historischen Ereignissen und zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung herstellen ließ, zudem war die Person Ernst Thälmanns weniger umstritten, gehörte das Andenken an Thälmann fast schon zur Folklore der DDR. Lenin war nicht nur als Denker und Politiker wesentlich umstrittener. Hinzu kam, dass der konkrete historische Bezug fehlte. Die entsprechenden Lenin-Denkmäler wurden daher oft als aufgezwungene Symbole der Sowjetmacht und als Fremdkörper im Stadtbild wahrgenommen.

DDR-Denkmäler und Denkmalschutz

Einige prominente DDR-Denkmäler standen nach 1989 zunächst unter Denkmalschutz, sie waren in der nationalen Denkmalliste der DDR verzeichnet. Dieser Umstand führte dazu, dass es immer wieder zu Konflikten zwischen den Städten und den jeweiligen Landesdenkmalbehörden kam.

Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung zwischen Stadtverwaltungen und Landesdenkmalbehörden stand die Frage nach dem Denkmalwert. Dabei lassen sich zwei Denkmalwerte unterscheiden. Erstens der allgemeine ästhetische Denkmalwert. In diesen Zusammenhang gehört die Frage nach dem künstlerischen Wert, nach der Abgrenzung zwischen individuellem Kunstwerk und Propagandawerk ohne künstlerischen Wert. Wird die Beseitigung eines Denkmals aus ästhetischen Gründen gefordert, liegt solchen Forderungen zumeist ein weitgehend subjektiver Denkmalbegriff zugrunde, der zumeist vollständig vom Entstehungskontext abstrahiert und eine Differenzierung in der Wahrnehmung eines Denkmals ablehnt. Der ästhetische Denkmalwert ist zumeist zeitgebunden und häufig politisch aufgeladen.

Vom ästhetischen Denkmalwert lässt sich der Denkmalwert im Sinne des Denkmalschutzes unterscheiden. Der Wert eines Denkmals wird hierbei nicht allein ästhetisch begründet, sondern das Denkmal in seiner Komplexität von Entstehungskontext, architektonischer Besonderheit und kunsthistorischer Bedeutung betrachtet. Die Entscheidung über den Denkmalwert ist institutionell geregelt, das verhindert ästhetisch begründete Ad-hoc-Entscheidungen.

Durch den Einigungsvertrag hatte die DDR-Denkmalliste auch nach 1989 zunächst noch Gültigkeit. In der Bundesrepublik aber ist der Denkmalschutz unter der Kulturhoheit der Länder. In den einzelnen Landesdenkmalgesetzen wurde dann im Detail geregelt, wie diese Liste durch eigene Landesdenkmallisten ersetzt werden sollte. Somit galt in der ersten Zeit nach der Wende die DDR-Denkmalliste. In mehreren Fällen kam es aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über den Denkmalwert eines Objektes zum Konflikt zwischen Stadtrat und Landesdenkmalbehörde. In Halle führte die Debatte um das sogenannte "Fahnenmonument" dazu, dass das Denkmal entgegen der ursprünglichen Entscheidung des Stadtrates erhalten blieb. In seiner Stellungnahme zum Antrag auf Abbruchgenehmigung der Deutschen Telekom AG vom 4. März 1996 fordert das zuständige Landesdenkmalamt den Erhalt des Denkmals:

"Nach sorgfältiger Prüfung der bau- und kunsthistorischen Einordnung sowie der zeitgeschichtlichen Bedeutung dazu der ästhetischen und städtebaulichen Bewertung des Fahnenmonumentes sind wir zu der denkmalfachlichen Auffassung gelangt, dass dieses wichtige Zeugnis der DDR-Geschichte für die Stadt Halle unverzichtbar und deshalb unbedingt zu erhalten ist." In den meisten Fällen konnte ein Veto der Landesdenkmalbehörden die Beseitigung eines Denkmals jedoch nicht verhindern. Die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften verlangten häufig lediglich, ein Benehmen zwischen städtischer Behörde und Landesdenkmalamt anstatt einer einvernehmlichen Lösung. Damit waren den Landesdenkmalbehörden enge Grenzen gesetzt und der Einfluss auf politische Entscheidungen blieb gering. Allerdings konnte sich der geplante Abriss durch den Einspruch der Landesdenkmalbörde verzögern, die Argumente der Denkmalschützer wurden zudem häufig von der Presse aufgegriffen und öffentlich diskutiert. Eine stille Beseitigung war damit nicht mehr möglich.

Umgangsformen

Der Vergleich verschiedener Denkmalkonflikte zeigt, dass der Umgang mit den politischen Denkmälern nach 1989 keinem klaren Muster folgte. Es gab keine systematische politische Initiative zur Beseitigung politischer Denkmäler der DDR. Lediglich in Berlin befasste sich eine eigens gebildete Expertenkommission mit dem Problem und formulierte Empfehlungen für den Umgang mit den einzelnen Monumenten.

Doch auch wenn die Beseitigung der politischen Denkmäler nach 1989 zumeist unkoordiniert verlief und es letztlich den einzelnen Gemeinden und Ländern oblag, über Erhalt oder Abbau zu entscheiden, lassen sich Parallelen zum Systembruch nach 1945 ziehen.

Das Denkmal "Flamme der Revolution" in Halle, 2004. Mitte der 1990er Jahre wich die rote Farbe einem neuen Anstrich (© picture-alliance / ZB, Foto: Peter Endig)

Grundsätzlich lassen sich für den Umgang mit politischen Denkmälern nach Systembrüchen fünf verschiedene Formen des Umgangs unterscheiden. Die erste Form ist der vollständige Erhalt eines Denkmals am ursprünglichen Ort, der zumeist eine Sanierung oder zumindest die Beseitigung von Schäden beinhaltet. So wurde beispielsweise das Karl-Marx-Denkmal in Chemnitz erst vor kurzem vollständig saniert. Die zweite Form ist die Umgestaltung des Denkmals. Sie zielt auf eine neue Interpretation des Denkmals, wobei die ursprüngliche Gestalt zumeist erhalten bleibt und der intendierte Sinn des Denkmals aufgegriffen wird. So blieb die Gestalt des "Fahnenmonuments" in Halle erhalten, es bekam jedoch einen völlig neuen Anstrich, der bewusst an die damalige Gestaltung des Denkmals anknüpft. In Ausnahmefällen wird das Denkmal umgewidmet – hierfür lassen sich für die Zeit nach 1989 keine Beispiele finden. Auch die Kommentierung des Denkmals durch Tafeln oder Dauerausstellungen stellt eine Veränderung dar, ebenso die Errichtung von Gegendenkmälern. Eines der bekanntesten Beispiele ist das von Alfred Hrdlicka angefertigte Gegendenkmal zum sogenannten 76er Kriegerdenkmal in Hamburg. Die dritte Form ist die Einlagerung des Denkmals. Das Denkmal wird in diesem Fall von seinem Ort entfernt, jedoch nicht vernichtet. Damit ist es möglich, das Denkmal an einem anderen Ort wieder aufzustellen oder es im Rahmen von Ausstellungen temporär zu zeigen. Durch die Einlagerung bleibt zudem immer die Möglichkeit bestehen, das Denkmal wieder an seinem ursprünglichen Ort aufzustellen. Die vierte Form ist die Umsetzung des Denkmals, in diesen Fällen wird das Denkmal nicht durch Eingriffe am Denkmal umgestaltet, sondern durch seine Verlagerung in einen anderen Kontext gestellt. So entschied die sächsische Stadt Riesa beispielsweise, das an zentraler Stelle stehende Lenindenkmal der Stadt auf den sowjetischen Ehrenhain der Stadt versetzen zu lassen. Im Gegensatz zu einer Einlagerung ist das Denkmal damit weiterhin im öffentlichen Raum zugänglich, verliert jedoch zugleich seinen Bezug zum Ort. Durch die Umsetzung wird das Denkmal zumeist aus dem Zentrum an die Peripherie oder von öffentlichen Plätzen in Parks oder auf Friedhöfe verschoben. Die fünfte Form ist die Beseitigung und Vernichtung des Denkmals. Der Verkauf des Denkmals an private Personen stellt einen Sonderfall dar. Hier bleibt das Denkmal zwar erhalten, wird jedoch durch die private Nutzung der Öffentlichkeit zumeist entzogen, was faktisch einer Vernichtung sehr nahe kommt. So verkaufte die Stadt Dresden ihr Lenindenkmal für 200.000 D-Mark an einen bayrischen Natursteinfabrikanten.

Auch wenn es noch keine exakten Erhebungen über den Verbleib sozialistischer Denkmäler nach 1989 gibt, deuten erste Auswertungen darauf hin, dass die Denkmäler in der Mehrheit der Fälle entweder am Ort erhalten blieben oder eingelagert wurden. Dies lässt sich anhand der ausgewerteten Materialien etwa für die Stadt Halle belegen. Nur in Ausnahmefällen wurden die Denkmäler vollständig vernichtet. Allerdings ist der Verbleib einzelner Denkmäler oft ungeklärt.

Demokratische Bereinigung oder symbolische Neuordnung?

Auch wenn es keine einheitliche Denkmalpolitik gab, lässt sich festhalten, dass die Beseitigung einzelner Denkmäler immer auch darauf zielte, öffentliche Räume symbolisch neu in Besitz zu nehmen. Dies erklärt, warum insbesondere solche Denkmäler beseitigt wurden, die sich an zentralen öffentlichen Plätzen befanden. Der Wille zur Neugestaltung führte jedoch nicht zu einer flächendeckenden Umgestaltung der bestehenden Denkmallandschaft. So blieben beispielsweise in Berlin die meisten der in der DDR entstandenen Denkmäler und Gedenkorte erhalten. Lediglich besonders exponierte und inhaltlich umstrittene Monumente wie das Lenin-Denkmal oder das Denkmal für die Kampfgruppen mussten weichen. Entstanden nach der politischen Wende neue Denkmäler, ordneten sich diese meist in die bestehende Denkmallandschaft ein, auf eine symbolische "Inbesitznahme" zentraler Plätze wurde ebenso verzichtet wie auf überdimensionierte Objekte und eine pathetische Denkmalsprache.

Ein Vergleich zwischen dem Wandel der städtischen Denkmallandschaft innerhalb der SBZ/DDR nach 1945 und den denkmalpolitischen Entscheidungen nach 1989 zeigt, dass nach 1989 eher eine symbolische Bereinigung als eine bewusste symbolische Neuordnung stattfand. Weder wurde die Beseitigung einzelner Denkmäler zur politischen Inszenierung genutzt, noch wurden an zentralen Plätzen neue Denkmäler errichtet. Im Vergleich hierzu bestand in der DDR ein ideologisch untermauertes, ungebrochenes und in gewisser Hinsicht naives Verhältnis zu Personen, Traditionen und utopischen Idealen, die nicht zuletzt eine Monumentalität und Eindeutigkeit der Denkmalkunst zuließen, die sich heute kaum mehr glaubhaft vermitteln lässt.

Zitierweise: David Johst, Demokratischer Denkmalsturz? Über den Umgang mit politischen Denkmälern der DDR nach 1989, in: Deutschland Archiv, 19.7.2016, Link: www.bpb.de/231079

Fussnoten

Fußnoten

  1. Einen Überblick über die Diskussionen um Erhalt oder Abriss findet sich bei: Jürgen Trimborn, Denkmale als Inszenierungen im öffentlichen Raum. Ein Blick auf die gegenwärtige Denkmalproblematik in der Bundesrepublik aus denkmalpflegerischer und medienwissenschaftlicher Sicht, Köln 1997.

  2. Herfried Münkler, Das kollektive Gedächtnis der DDR, in: Dieter Vorsteher (Hg.), Parteiauftrag ein neues Deutschland. Bilder, Rituale und Symbole der frühen DDR, München 1996, S. 458–468, hier S. 460.

  3. David Johst, "Als Totenehrung erlaubt" – Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der Sowjetischen Besatzungszone. In: Deutschland Archiv, 4.4.2014, Externer Link: www.bpb.de/182057, letzter Zugriff am 27.06.2014.

  4. Akte Riebeckplatz/Fäustemonument, Schreiben vom 18.4.1997, in: Archiv des Landesdenkmalamtes Sachsen Anhalt (AdLDSA).

  5. Fäuste zeigen vier neue Daten aus Styropor, in: Mitteldeutsche Zeitung Nr. 291 vom 16.12.1997.

  6. Kleiner Trompeter wird eingelagert, in: Mitteldeutsche Zeitung Nr. 206 vom 3.4.1997.

  7. Akte Lenin-Denkmal, Schreiben Senator für Stadtentwicklung und Umweltschutz an Senator für Bau- u. Wohnungswesen vom 14.9.1991, in: Landesdenkmalamt Berlin Archiv (AdLDB).

  8. Der offizielle Titel der Skulptur lautet "Monument der revolutionären Arbeiterbewegung", zur Bau- und Kunstgeschichte, vgl. Helge Jarecki, Das Fäustemonument am Riebeckplatz, in: Ralf Jacob (Hg.), Jahrbuch für hallische Stadtgeschichte 2003, S. 107–117.

  9. Akte Riebeckplatz/Fäustemonument, Schreiben HAVAG an Regierungspräsidium v. 23.4.2007, in: AdLDSA.

  10. David Johst, Entleerung der Geschichte. Vier Fäuste für Ernst Thälmann, in: taz, 30.7.2003, S. 17.

  11. Schreiben HAVAG an Regierungspräsidium (Anm. 9).

  12. So sollte das Thälmann-Denkmal in Halle an die Besuche Ernst Thälmann in der Stadt erinnern. Um diesen Zusammenhang besonders hervorzuheben, waren am Denkmal Tafeln angebracht, die auf die einzelnen Besuche Thälmanns verwiesen.

  13. Vgl. zum Begriff des Denkmalwertes Alois Riegl, Der moderne Denkmalwert, sein Wesen, seine Entstehung, in: Ders. (Hg.), Gesammelte Aufsätze, Leipzig 1928, S. 144–194.

  14. Stellungnahme im Rahmen der Anhörung nach § 8 (1) zu einem Wegnahmeantrag, 2.4.1996, in: AdLDSA, Akte Fahnenmonument.

  15. Vgl. u.a. § 8 Landesdenkmalgesetz von Sachsen Anhalt, Externer Link: www.lda-lsa.de/denkmalschutzgesetz/, letzter Zugriff am 27.6.2016.

  16. Akte zum Lenin-Denkmal, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Ergebnisprotokoll der Abteilungsleitersitzung vom 2.10.1991, Berufung eines Beirates zum Umgang mit den politischen Denkmälern der Nachkriegszeit im ehemaligen Ost-Berlin, in: AdLDB.

  17. "Nischel" in Chemnitz fertig saniert, in: Sächsische Zeitung, 7.4.2012, S. 4.

  18. So wurde etwa in Allrode (Harz) das Kriegerdenkmal des Ortes 1946 vollständig umgewidmet, die Inschriften und die Namen der gefallenen Soldaten wurden entfernt und eine neue Inschrift „Nie wieder Krieg!“ angebracht, vgl. LHASA Md. Rep. 3, Nr. 10615.

  19. Hier wurde dem seit 1936 bestehenden Denkmal, welches den Soldatentod verherrlicht, durch Alfred Hrdlicka zwei Denkmäler zu Erinnerung an den Bombentod und die Opfer der "Cap Arcona"-Katastrophe entgegengesetzt. Siehe Externer Link: www.gedenkstaetten-in-hamburg.de/gedenkstaetten/gedenkort/gegendenkmal-zum-so-genannten-76er-denkmal/, letzter Zugriff am 27.6.2016.

  20. Ein prominentes Beispiel ist das Reiterstandbild Friedrich des Großen Unten der Linden in Berlin, welches nach 1945 zunächst abgebaut und eingelagert und 1980 wieder am alten Standort aufgestellt wurde.

  21. Good by Lenin, in: FAZ 29.5.2012, S. 6.

  22. Marx und Lenin für den Freizeitpark, in: Der Spiegel Nr. 43 1993, S. 25.

  23. David Johst, Zerstören, Erhalten, Vergessen – der Umgang der Stadt Halle mit politischen Denkmälern der DDR nach 1989, in: Manfred Hettling (Hg), Politische Denkmale in der Stadt Halle, Halle 2016, S. 85–114.

  24. Einzige Ausnahme bildet das Berliner Holocaust-Mahnmal.

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Geb. 1977; Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Internationalen Graduiertenkollegs "Formenwandel der Bürgergesellschaft" an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg; Juni 2012 Promotion an der MLU Halle-Wittenberg; 2001-2007 Studium der Geschichte und Journalistik an der MLU Halle-Wittenberg und der Universität Leipzig; Forschungsschwerpunkte: Erinnerungspolitik und Geschichtspolitik in der DDR, Recht und Vergangenheitspolitik in Westdeutschland, Politisches Strafrecht in Westdeutschland