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Der Überläufer | Deutschland Archiv | bpb.de

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten 1848/49 in der politischen Bildung Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gab "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" Föderalismus und Subsidiarität „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Fünf Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ "Ich hatte Scheißangst" Ein Nazi flieht in die DDR Der 13. Februar 1945 im kollektiven Gedächtnis Dresdens Vor 50 Jahren im September: Zweimal Deutschland in der UNO Der Mann aus dem inneren Zirkel DDR-Vermögen auf Schweizer Konten Nicht nur Berlin Moskauer Hintergründe des 17. Juni Opfer einer "Massenpsychose"? Der Wolf und die sieben Geißlein Der Prager Frühling 1968 und die Deutschen Operativer Vorgang „Archivar“ 9. November 1989. Der Durchbruch 9. November 1918. „Die größte aller Revolutionen“? Der vielschichtige 9. November Biermann in meinem Leben Ein Wolf im Museum Entmutigung & Ermutigung. Drei Stimmen zu Biermann Spurenverwischer Kleinensee und Großensee Tod einer Schlüsselfigur Das besiegte Machtinstrument - die Stasi Anhaltende Vernebelung Die RAF in der DDR: Komplizen gegen den Kapitalismus Einem Selbstmord auf der Spur Druckfrisch Ehrlicher als die meisten Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 31 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Welche Zukunft liegt in Halle? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. (K)Einheit Wird der Osten unterdrückt? Die neue ostdeutsche Welle Die anderen Leben. Generationengespräche Ost "Westscham" Sichtweisen Die innere Einheit Wer beherrscht den Osten? Forschungsdefizite rechtsaußen Verpasste Chancen? Die gescheiterte DDR-Verfassung von 1989/90 Einladung: 75 Jahre Bundesrepublik Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2023 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur Olympia wieder in Berlin? Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? 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Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte "Jüdisch & Links" von Wolfgang Herzberg Der patriarchalen Erinnerungskultur entrissen: Hertha Gordon-Walcher Jüdisch sein in Frankreich und in der DDR Frauen in der DDR (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Frauen im geteilten Deutschland „Schönheit für alle!“ 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Frauen in der Bürgerbewegung der DDR Die Wege zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Der Überläufer Der Überläufer (Teil IV) Der Deal mit "Schneewittchen" alias Schalck-Golodkowski Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts "OV Puppe". Ein Stasi-Raubzug im Spielzeugland Verdeckte Waffendeals der DDR mit Syrien Alltag und Gesellschaft Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Ost-West Nachrichtenvergleiche Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Auf deutsch-deutscher UN-Patrouille in Namibia 1989 Zwischen den Bildern sehen Vom Neonazi-Aussteiger ins Oscar-Team „Eine Generalüberholung meines Lebens gibt es nicht“ "Autoritärer Nationalradikalismus“ Unter strengem Regime der Sowjets: Die Bodenreform 1945 Diplomatische Anstrengungen auf dem afrikanischen Spielfeld Demokratiestörung? „Im Osten gibt es eine vererbte Brutalität“ Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Turnschuhdiplomatie im Schatten Eine Keimzelle politischen Engagements (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Anti-Antisemitismus als neue Verfassungsräson? "Ich höre ein Ungeheuer atmen" Als es mir kalt den Rücken runterlief "Ungehaltene Reden". Denkanstöße ehemaliger Abgeordneter der letzten Volkskammer der DDR Was sollten Wähler und Wählerinnen heute bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Immer noch Mauer(n) im Kopf? Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Gedächtnis im Wandel? Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) „Streitet, doch tut es hier“ Olympia in Moskau 1980 als Leistungsschau für den Sozialismus Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Aktion, Reaktion und Gegenreaktion im „Schlüsseljahr“ 1952 Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Wie wurde ich ein politischer Mensch? Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen „9/11 Santiago – Flucht vor Pinochet" Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Freundesverrat Denkanstöße aus Weimar Gefährdet von "Systemverächtern" Raubzug Die Normalität des Lügens Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? 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Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? 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Der Überläufer Der Deal mit "Schneewittchen". Die Affäre Schalck-Golodkowski im Spiegel von Akten des Bundesnachrichtendienstes BND. Mit Dokumenten. (Teil 1)

Andreas Förster

/ 16 Minuten zu lesen

Eine mehrteilige Auswertung von rund 1.400 Aktenseiten des Bundesnachrichtendienstes (BND) über die Flucht des DDR-Devisenbeschaffers Alexander Schalck-Golodkowski im Herbst 1989 in die Bundesrepublik. Anhand der Dokumente lässt sich ein lehrreiches Mosaik erstellen, was alles Schalck im Westen über den Zustand von DDR, SED und Stasi an die Bundesregierung verriet, zu welchen Gegengeschäften es kam, und wer sich daran beteiligte. Eine Recherche von Andreas Förster.

Deckpapiere für den Überläufer. Die „Operation Schneewittchen“ - Teil 1

Der Karl-Marx-Orden von Alexander Schalck-Golodkowski. Er wurde am 23. Juni 2017 in Hamburg in einem Auktionshaus zusammen mit der Urkunde und einem Bild von Schalck-Golodkowski versteigert, er stammte aus dem Nachlass des im Juni 2015 verstorbenen ehemaligen Stasi-Oberst und Devisenbeschaffers der DDR. (© picture-alliance/dpa, Axel Heimken)

Es ist eine eiskalte Dezembernacht, als sich Alexander Schalck-Golodkowski aus der DDR davonstiehlt. Der 3. Dezember 1989, ein Sonntag, ist erst ein paar Minuten alt, da besteigt der damals 57-jährige Staatssekretär in der Wallstraße in Mitte einen dunkelblauen BMW mit Ostberliner Kennzeichen. Seine Frau Sigrid, 49 Jahre alt, nimmt auf dem Beifahrersitz Platz. Auf der Invalidenstraße, den Grenzübergang schon in Sichtweite, müssen die Schalcks anhalten. Mit anderen Fahrzeugen, Trabbis und Wartburgs, stehen sie im Stau. Vor knapp einem Monat erst ist die Mauer gefallen, und auch nachts strömen Berliner und Berlinerinnen aus dem Osten rüber in den nunmehr offenen Westteil der Stadt. Dann sind die Schalcks am Schlagbaum. Der Posten nimmt ihnen die Papiere ab, geht in seine Baracke und kommt nach ein paar Minuten zurück. Das Fahrzeug darf unbeanstandet passieren. Alexander Schalck-Golodkowski, Oberst der Staatssicherheit, Staatssekretär im DDR-Außenhandelsministerium und dort Chef des für die Devisenbewirtschaftung zuständigen Außenhandelsbereichs Interner Link: Kommerzielle Koordinierung (KoKo) ist im Westen. In Sicherheit. In die DDR wird er nie mehr zurückkehren.

Ausschnitt aus einer BND-Akte über die Vorgeschichte der Affäre Schalck-Golodkowski.

Über die Umstände seiner spektakulären Flucht ist in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach berichtet worden. Vor anderthalb Jahren hatte zudem der Bundesnachrichtendienst (BND) erstmals einige Unterlagen dazu freigegeben, die einen kleinen Einblick gestatteten in das Agieren des Pullacher Geheimdienstes und des Bundeskanzleramtes in jenen Dezembertagen 1989. Ein längerer Artikel dazu, in dem auch bis dahin weitgehend unbekannte Dokumente aus dem Stasiarchiv über Schalcks Flucht und die Tage danach ausgewertet wurden, ist bereits Interner Link: im Januar 2022 im Deutschland Archiv und auf der Internetseite der Bundeszentrale für politische Bildung veröffentlicht worden.

Mehr als drei Jahrzehnte nach der deutschen Wiedervereinigung und der Öffnung des ostdeutschen Geheimdienstarchivs hat der BND mittlerweile einen noch deutlich umfangreicheren Aktenbestand über Alexander Schalck freigegeben.

Zitat

Diese rund 1.400 Seiten starke Akte umfasst den Zeitraum vom 8. Dezember 1989 bis zum 11. Juni 1991 und dokumentiert im Wesentlichen die vom Pullacher Geheimdienst so bezeichnete „Operation Schneewittchen“. Hinter diesem Codewort verbarg der BND die Befragung und Betreuung des prominenten Überläufers aus der DDR. Die bisher unbekannten Unterlagen, deren Freigabe auf einen vom Autor im Jahre 2016 gestellten Antrag auf Akteneinsicht zurückgeht, beinhalten neben Zusammenfassungen der Aussagen Schalcks beim BND auch interne Absprachen zwischen dem Geheimdienst und dem Bundeskanzleramt über den Umgang mit „Schneewittchen“, wie der Deckname des BND für seine hochrangige Quelle lautete. Ebenso finden sich in den vier Aktenteilen Details über das bayerische Netzwerk von Anwälten und Unternehmern, auf das sich das Ehepaar Schalck nach seiner Flucht in den Westen stützen konnte.

Ausschnitt aus einem BND-Protokoll über Schalcks Kontakte nach Bayern, in diesem Fall zur Familie des ehemaligen Ministerpräsidenten Franz-Josef Strauß und zum CSU-Politiker Peter Gauweiler.

PDF-Dokument: Interner Link: BND-Dokumentation vom 11. Juni 1991 über die „Operation Schneewittchen“ mit kurzen Angaben über Treffs und Inhalte der BND-Gespräche mit Alexander Schalck-Golodkowski nach seiner Flucht aus der DDR in den Westen

Überblick

In den ersten beiden Teilen dieser Artikelserie wird es vorrangig um das Agieren von BND und Bundeskanzleramt in der „Operation Schneewittchen“ gehen. Die nachfolgenden Teile drei und vier werden die Aussagen Schalcks beim westdeutschen Geheimdienst analysieren sowie einen Einblick geben in die persönlichen Lebensumstände des Ehepaars nach der Flucht in den Westen, soweit diese vom BND dokumentiert wurden. Darüber hinaus werden ausgewählte Bestandteile der nun freigegebenen Schalck-Akte online veröffentlicht werden.

Die Flucht Schalcks nach West-Berlin in der Nacht zum 3. Dezember 1989 hatte nicht nur in der DDR, sondern auch in Bonn und Pullach für erhebliche Aufregung gesorgt, wenngleich man im Westen zunächst abwartete, wie sich die Situation entwickeln würde. Denn auf jeden Fall wollte die Bundesregierung angesichts der gerade sehr heiklen Phase einer Annäherung zwischen der neuen DDR-Führung und Bonn den Eindruck vermeiden, den Seitenwechsel des Staatssekretärs forciert zu haben.

Zwar hatte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble im November 1989 bei seinen damals zahlreichen Gespräche mit Schalck Hilfe zugesichert, sollte es für den KoKo-Chef notwendig werden, sich aus der DDR abzusetzen. Ein Versprechen, dessen Einlösung der Überläufer einforderte, als er sich bereits zwölf Stunden nach seiner Flucht, am Abend des 3. Dezember, telefonisch beim Minister in Bonn gemeldet hatte, was die Stasi abhörte.

Stasi-Information auf der Basis abgehörter Telefonate Alexander Schalck-Golodkowskis am 4. Dezmber 1989 in Westberlin. (© Foto: Förster / Dokument: BArch, MfS)

Auf Rat von Schäuble nach Moabit?

Offenbar auf Schäubles Rat hin meldete sich Schalck schließlich am 6. Dezember abends in der Haftanstalt Moabit und begab sich dort freiwillig in Haft, nachdem er und seine Frau sich drei Nächte lang bei einer befreundeten Unternehmerin in West-Berlin verborgen hatten. Aber wie sollte Bonn weiter verfahren mit dem heiklen „Gast“ aus Ost-Berlin? Die DDR hatte umgehend einen Auslieferungsantrag gestellt, nachdem der KoKo-Chef wiederaufgetaucht war und sich ins Gefängnis begeben hatte. Diesen mit dem Verdacht auf mehrere schwer wiegende Straftaten in der DDR - unter anderem Untreue, persönliche Bereicherung, illegaler Waffenhandel und Korruption - begründeten Antrag konnte die Bundesrepublik nicht einfach vom Tisch wischen.

Allerdings drängte der Bundesnachrichtendienst darauf, den wertvollen Überläufer auf keinen Fall wieder zurückzuschicken. Mit einem gewichtigen Argument: Sollte es gelingen, dem KoKo-Chef eine zukunftssichere Perspektive im Westen schmackhaft zu machen, dann wäre dieser sicher auch bereit, umfassend über das gerade im Umbruch befindliche politische System in der DDR und deren maßgebliche Protagonisten auszupacken.

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In diesen Dezembertagen 1989 war zwar noch nicht konkret absehbar, wie sich die deutsch-deutschen Beziehungen künftig gestalten werden; aber für die bereits in Gang gekommenen Verhandlungen mit Ost-Berlin könnte Bonn durch einen so hochrangigen Überläufer einen erheblichen Informationsvorsprung gewinnen. Diese Argumentation verfing in Bonn. Zunächst entschied das Kanzleramt Mitte Dezember die Freigabe von BND-Erkenntnissen über illegale Waffenhandels- und Technologiegeschäfte von Schalcks KoKo an die West-Berliner Staatsanwaltschaft. Damit sollte der Behörde die Möglichkeit gegeben werden, ein eigenes Ermittlungsverfahren zu eröffnen, um auf diese Weise eine Auslieferung Schalcks zu verhindern.

Überlegungen von Generalstaatsanwaltschaft und BND-Präsident

Doch so richtig überzeugt davon, eigene Ermittlungen anzustellen, war die Generalstaatsanwaltschaft nach Sichtung der BND-Unterlagen offenbar noch nicht. Also schaltete sich BND-Präsident Hans-Georg Wieck persönlich ein. Am 19. Dezember 1989 traf er in Bonn mit dem Berliner Generalstaatsanwalt Dietrich Schultz zusammen. Dabei erklärte Wieck, dass der BND zwar „die Durchführung eines rechtsstaatlich einwandfreien Verfahrens [gegen Schalck in der DDR - d.A.] für wahrscheinlich hält, dass jedoch eine Gefährdung von Leib und Leben [Schalcks - d.A.] nicht ausgeschlossen werden kann“.

Andrerseits gebe es Anknüpfungspunkte für ein Strafverfahren in der Bundesrepublik. „Die Diskussion über eine mögliche Strafverfolgung Schalcks … ergab, dass … eine Ermittlung wegen Vergehens nach § 99 StGB [geheimdienstliche Agententätigkeit - d.A.] Erfolg verspricht, da die Organisation des Schalck-Golodkowski sehr eng mit dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der DDR und in einigen Bereichen mit dem KGB der UdSSR zusammenarbeitete“, heißt es in einem BND-Vermerk über das Gespräch für das Bundeskanzleramt. Ein entsprechender Kontakt zu der für diesen Straftatbestand zuständigen Generalbundesanwaltschaft (GBA) sei bereits hergestellt worden, informierte Wieck seinen Gesprächspartner.

PDF-Dokument: Interner Link: BND-Brieftelegramm an den Staatsminister Lutz-Georg Stavenhagen vom 21.12.1989 über ein Gespräch des damaligen BND-Präsidenten Wieck mit dem Generalstaatsanwalt beim Kammergericht Berlin zum Fall Schalck-Golodkowski

Offensichtlich signalisierte Generalstaatsanwalt Schultz in diesem Gespräch sein Entgegenkommen, denn schon einen Tag später gab es in Pullach eine Besprechung mit den Spitzen des Geheimdienstes „über den Fall Schalck-Golodkowski … unter dem Gesichtspunkt einer Nutzung seines Wissens über Aktivitäten des MfS“. BND-Präsident Wieck wies in diesem Zusammenhang an, „geeignete Wege und geeignete Mittel (zu prüfen), das Wissen nutzbar zu machen“. Nötig sein dafür aber auch eine „Abschätzung des politischen Risikos jedes entsprechenden Schrittes insbesondere jeder Form eines Deals“.

Einen Vorschlag Wiecks, mit Schalck noch in der Westberliner Haft über dessen Bereitschaft einer Zusammenarbeit mit dem BND zu sprechen, lehnte das Kanzleramt allerdings ab. Also schickte der Dienst die Bundesanwaltschaft vor, die am 9. Januar 1990 in der Haftanstalt Moabit mit dem Häftling „ein Vorgespräch zur Frage seiner Aussagebereitschaft“ führte. Schalck ließ keinen Zweifel daran, dass er mit seinem Insiderwissen nicht hinter dem Berg halten werde. „Ich erkläre, dass ich mich, sollte ich in der Bundesrepublik oder West-Berlin bleiben können, zu weiteren umfassenden Vernehmungen zur Verfügung halten werde. Dies erkläre ich ohne jeden Vorbehalt“, gab der Überläufer zu Protokoll.

Die augenscheinliche Einflussnahme des BND auf die Justiz hatte Erfolg. Unmittelbar nach dem Gespräch mit den Bundesanwälten wurde Schalck aus der Haft entlassen und flog mit seiner Frau nach München. Kurz zuvor hatte der West-Berliner Generalstaatsanwalt das Auslieferungsbegehren der DDR für den flüchtigen KoKo-Chef überraschend abgewiesen, nachdem er wenige Tage zuvor laut Schalck noch daran festgehalten habe. Er habe nicht die sichere Gewähr, dass es für den KoKo-Chef ein rechtsstaatliches Verfahren in der DDR gebe, begründete Schultz seine Entscheidung in einem Interview mit der Tageszeitung (taz). Eine Einflussnahme des BND verneinte er. Ostberlin reagiert verschnupft auf die Entscheidung. Damit werde verhindert, dass „der schwerer Verbrechen beschuldigte Schalck zur Verantwortung gezogen werde“, erklärte der DDR-Generalstaatsanwalt.

Aber konnte sich der BND wirklich sicher sein, dass der Überläufer auch mit dem Geheimdienst sprechen werde? Protokollarisch festgehalten war seine Aussagebereitschaft ja lediglich gegenüber der Bundesanwaltschaft. Die nun freigegebenen BND-Akten geben eine interessante Antwort. Demnach war es offenbar Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, der Schalck damals frühzeitig von einer Zusammenarbeit mit dem Pullacher Geheimdienst überzeugen konnte und die Verbindung zum BND vermittelte. So heißt es in einem BND-Vermerk vom 3. Januar 1991:

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„Entgegen den Aussagen von Staatsminister Stavenhagen [der CDU-Politiker Lutz Stavenhagen war damals Geheimdienstkoordinator im Kanzleramt - d.A.] hat sich nicht S. dem BND angeboten, sondern Innenminister Schäuble hat mit der damaligen Leitung des Dienstes die Kontaktaufnahme zu Schalck-Golodkowski vereinbart.“

22. Januar 1990: Aussagebereit gegenüber dem BND

Ehe es aber am 22. Januar 1990 zum ersten Treff des BND mit der Quelle „Schneewittchen“ in München kam, mussten über die beteiligten Anwälte des Überläufers erst einmal die Modalitäten ausgehandelt werden. Denn der Dienst hatte nach der Haftentlassung Schalcks zunächst keinen direkten Zugriff auf den Flüchtling. Dessen Flug von Berlin nach München, die unauffällige Schleusung des Ehepaares Schalck durch den Flughafen und seine diskrete Unterbringung im Collegium Augustinum, einer kirchlichen Seniorenresidenz am Münchner Stadtrand, hatte die Strauß-Familie vermittelt. Eine zentrale Rolle spielte dabei Rechtsanwalt Max Strauß, der Sohn des 1988 verstorbenen bayerischen Ministerpräsidenten und Schalck-Freundes Franz Josef Strauß. Max Strauß’ Kanzlei übernahm dann auch die Betreuung des KoKo-Chefs in München.

Am 12. Januar 1990 rief der CSU-Politiker Peter Gauweiler - damals Innenstaatssekretär in der bayerischen Staatsregierung und eng verbunden mit der Strauß-Familie - BND-Präsident Wieck an und kündigte eine Kontaktaufnahme des Münchner Rechtsanwalts aus der Strauß-Kanzlei, Bardia Khadjavi, an.

Ausschnitt aus einem BND-Vermerk über das Angebot, Alexander Schalck-Golodkowski zu befragen.

PDF-Dokument: Interner Link: BND-Sprechzettel für Treffen des BND-Präsidenten Wieck mit Staatsminister Stavenhagen am 15. Januar 1990 über das weitere Vorgehen im Fall des DDR-Überläufers Alexander Schalck-Golodkowski.

Noch am selben Abend fand in der Kanzlei ein Treffen mit dem BND-Abteilungsleiter Volker Foertsch - damals Chef der für Beschaffung zuständigen Abteilung I - und dem Angehörigen aus dem BND-Führungsstab, Gilm, statt. Anwalt Khadjavi informierte die beiden Gäste, das Schalck bereit sei, „mit dem Bundesnachrichtendienst direkt in Verbindung zu treten und seine Kenntnisse über DDR-interne Angelegenheiten offenzulegen.

Als Gegenleistung fordert er materielle und sicherheitsmäßige Absicherung sowie Integrationsmaßnahmen in der Bundesrepublik Deutschland.“ Auf Schalcks Wunschliste für sich und seine Frau standen laut Khadjavi zudem eine Straffreiheitszusage, BRD-Pässe auf den Namen Gutmann sowie eine schnelle Einbürgerung in die BRD. Darüber hinaus verlange sein Mandant Beraterverträge, Honorar vom BND, Krankenversicherung, Pensionsansprüche sowie eine Überführung seines noch in der DDR befindlichen Privatautos - ein SAAB - über Tegel nach München.

Ausschnitt aus einer "Wunschliste" des Überläufers in einem BND-Vermerk.

Auch ein Vorvertrag mit dem Spiegel, den Schalcks Berliner Anwalt Peter Danckert vermittelt hatte, kam bei dem Treffen in der Kanzlei zur Sprache. Dazu sei in ein paar Tagen ein Gespräch in München geplant, informierte Khadjavi. Demnach solle ein Paket mit Interview, einer Artikelserie und einer Buchveröffentlichung mit dem KoKo-Chef vereinbart werden.

BND-Mann Foertsch reagierte verärgert auf diesen offenkundigen Erpressungsversuch. Schalck sei frei in dem, was er tut, ließ er den Anwalt wissen, stellte aber auch klar:

„Wenn er … mit der Presse etwas vereinbart, präjudiziert das seine weiteren Schritte, u. U. seine Sicherheit und seine Integration. Wir gehen davon aus, dass seine finanzielle Lage nicht schlecht ist. Wenn das so wäre, sollte er das Gespräch (mit dem Spiegel - d.A.) verschieben, bis wir … unsere Vorstellungen erläutert haben.“

Am 16. Januar 1990 gab es eine Abstimmung im Kanzleramt über das weitere Vorgehen des Geheimdienstes im Fall Schalck. Geheimdienstkoordinator Stavenhagen gab grünes Licht für eine Befragung des Überläufers und stimmte zu, dass eine Honorierung Schalcks „in Erwägung gezogen werden“ kann. Eine Betreuung des Stasi-Obersts durch den BND habe aber zu unterbleiben.

PDF-Dokument: Interner Link: Kurzer BND-Vermerk vom 16. Januar 1990 über Entscheidung des Bundeskanzleramts zur Befragung Schalck-Golodkowskis

Alexander Schalck-Golodkowski 1991 als Talkshowgast.

Diese Vorgabe aus dem Kanzleramt wurde schon bald unterlaufen, auch wenn Stavenhagen bis zu seinem Rücktritt als Geheimdienstkoordinator Anfang Dezember 1991 an der Version festhielt, dass Schalck vom BND zwar befragt, aber nicht betreut worden sei. Die nun freigegebenen Akten widerlegen diese Behauptung nachhaltig. Der frühere DDR-Staatssekretär wurde nicht nur stundenlangen Befragungen unterzogen, sondern vom BND auch mit juristischem und publizistischem Beistand versorgt sowie mit VIP-Service und falschen Papieren geschützt.

Verzicht auf Spiegel-Interview

Schalck ließ sich ködern. Als erstes löste er den Vorvertrag mit dem Spiegel. Die Kooperation mit dem BND und die sich daraus von ihm erhofften Vorteile wogen offenbar schwerer als die Millionenofferte aus Hamburg. Möglicherweise hatte sich auch Schäuble noch einmal eingeschaltet, denn mittlerweile hatte der BND nach Rücksprache mit dem Kanzleramt auch eine mögliche Honorierung des Überläufers - in Rede stand ein Stundensatz von 300 DM für die Befragungen - vorgeschlagen.

Schließlich wurden sich der BND und die Anwälte Schalcks einig: Ein hochrangiger BND-Mann wird die Befragung durchführen, der Dienst kümmert sich um vorläufige Deckpapiere für den Überläufer und seine Frau und vermittelt ihnen überdies die private Sicherheitsfirma Securicon, die sich um die Sicherheitsbelange des Ehepaares kümmern soll; Schalck seinerseits sichert im Gegenzug umfassende Aussagebereitschaft zu und verzichtet sogar auf ein Honorar.

Auch diese in einem Vermerk vom 22. Januar 1990 festgehaltene Auskunft widerlegt im übrigen eine Aussage von Geheimdienstkoordinator Stavenhagen aus dem Jahr 1991 gegenüber dem Bundestag. Damals hatte Stavenhagen behauptet, das Kanzleramt habe das Ansinnen Schalcks, gegen Geld auszupacken, nach kurzem Nachdenken zurückgewiesen. Tatsächlich war es jedoch Schalck, der das Angebot einer Honorierung seiner Aussagen durch den BND ablehnte.

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Nachdem sich Geheimdienst mit den Anwälten des Überläufers grundsätzlich einig war über das Prozedere, drückte Bundesinnenminister Schäuble aufs Tempo. Er rief BND-Präsident Wieck an, der daraufhin am 19. Januar 1990 „entgegen der bisherigen Planung“ anwies, „schnellstmöglich BND-Abschöpfungsgespräche mit Schalck zu führen“. Die „Operation Schneewittchen“ konnte beginnen.

Die Eile in der Bundesregierung deutet daraufhin, dass man in Bonn offenbar erkannt hatte, dass eine zunehmende Unzufriedenheit in der DDR-Bevölkerung mit der sich nur mühsam vollziehenden politischen Wende im Land sowie die wachsenden Konflikte am Runden Tisch und zwischen den Koalitionsparteien in der Modrow-Regierung auf einen vorgezogenen Wahltermin hinauslaufen könnten.

Tatsächlich beschloss der Runde Tisch am 8. Februar 1990 die Vorverlegung der ursprünglich für den 6. Mai geplanten Volkskammerwahlen auf den 18. März. Für die Unterstützung des Wahlkampfes der Ost-CDU aber, in den sich Bundeskanzler Helmut Kohl persönlich einbringen wollte, benötigte Bonn so viele Informationen aus dem inneren politischen Zirkel der DDR und über die wirtschaftliche Lage des Landes wie möglich. Und die erhoffte man sich offenbar auch von Schalck.

Am 22. Januar kam es schließlich zu dem ersten Treffen mit Schalck. Die Befragung führte zunächst der BND-Mitarbeiter Burgdorf vom Referat 12E durch, der in den folgenden Monaten der Verbindungsführer für „Schneewittchen“ blieb. Nach den ersten drei Gesprächsrunden, die jeweils in der Kanzlei von Rechtsanwalt Khadjavi stattfanden, zog der BND Anfang Februar für ein bevorstehendes Gespräch im Kanzleramt eine erste erfolgreiche Bilanz:

Man habe „umfangreiche Erkenntnisse zu den derzeit handelnden Personen der PDS inclusive deren Verbindungen zur politischen Führung der USR“ in Moskau ebenso gewonnen wie „wirtschaftliche Detaildaten, Zusammenhänge und Zukunftsprognosen“ zur DDR-Wirtschaft sowie umfassende „Informationen mit operativem Zukunftsbezug“ über die DDR-Geheimdienste, ihre Reorganisation und die Verbindungen zu sowjetischen Nachrichtendiensten. Außerdem habe Schalck, der als die im Wirtschaftsbereich „wertvollste BND-Befragungsquelle“ eingeschätzt wird, detaillierte Angaben gemacht unter anderem zur Rolle Österreichs als Drehscheibe des Hochtechnologietransfers und zur aktiven Beteiligung deutscher Firmen an Verstößen gegen das CoCom-Embargo.

Der ehemalige DDR-Devisenbeschaffer Alexander Schalck-Golodkowski am 31. Januar 1996 im Kriminalgericht Berlin-Moabit. Schalck wurde damals zu einem Jahr Bewährungsstrafe verurteilt. Die Strafkammer sah es als erwiesen an, dass er mit der Einfuhr von Waffen und Nachtsichtgeräten gegen das Militärregierungsgesetz Nr. 53 von 1949 verstoßen hatte. Schalck zeigte sich damals überzeugt, dass der Bundesgerichtshof später eine andere Entscheidung treffen werde. (© picture-alliance/dpa, Andreas Altwein)

Originalunterlagen aus Ost-Berlin

Die ausführlichen Befragungen Schalcks durch den BND wurden bis Ende März 1990 fortgesetzt, auch danach kam es zu weiteren Informationsaustauschen und Übergaben von Unterlagen durch Schalck. Die Akten listen an die zwei Dutzend Treffs und knapp 100 Telefonate bis März 1991 auf. „Schalck-Golodkowski zeigte sich bei allen Befragungen kooperativ und war oft aus eigenem Antrieb bemüht, Details auch nach Rückfragen bei ‚alten‘ Bekannten zu klären. Dabei gelang es ihm auch, Originalunterlagen zu beschaffen. Dabei fielen circa 100 Meldungen an, die zur Hälfte aktuelle Verwendung fanden und als herausragend bewertet wurden“, heißt es in einer Dokumentation des BND zur „Angelegenheit Schalck-Golodkowski“ vom 11. Juni 1991. Über Teile von Schalcks Aussagen informierte der BND auch seine Partnerdienste in den USA, Großbritannien und Frankreich sowie Dänemark.

Der genaue Inhalt aller Berichte Schalcks an den Geheimdienst lässt sich aus den Akten nicht mehr nachvollziehen. Grund dafür ist eine Anweisung des BND-Präsidenten Wieck vom 20. April 1990, wonach keine Berichte mehr verfasst werden dürfen über Treffs und Telefonate mit „Schneewittchen“. Der Verbindungsführer soll seinem Vorgesetzten nur noch mündlich mitteilen, was besprochen oder von Schalck mitgeteilt wurde. Danach werde entschieden, ob ein Vermerk für die Leitung des Dienstes angefertigt wird oder nicht, heißt es in einem von Verbindungsführer Burgdorf handschriftlich festgehaltenen Vermerk vom 20. April 1990.

Anlass dieser mit dem Kanzleramt abgestimmten Anweisung dürfte unter anderem eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Wilfried Penner gewesen sein, der einen Monat zuvor am Rande einer Sitzung der für die Geheimdienstkontrolle zuständigen Parlamentarischen Kontrollkommission um Akteneinsicht in die Befragungsprotokolle Schalcks bat.

Geheimdienstkoordinator Stavenhagen übergab Penner daraufhin vier eher allgemein abgefasste BND-Berichte über wesentliche Ergebnisse der bisherigen Befragungen.

Ausschnitt aus zusammenfassendem BND-Bericht über die "Aktion Schneewittchen" des bundesdeutschen Geheimdienstes.

Außerdem wurde in jener Zeit im Bundestag und in den Medien immer heftiger über das Agieren des BND im Fall des prominenten Überläufers diskutiert. Dabei zeichnete sich zu diesem Zeitpunkt bereits ab, dass der erste gesamtdeutsche Bundestag nach seiner Wahl im Dezember 1990 die Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses beschließen würde, der sich auch mit der „Operation Schneewittchen“ befassen sollte. Vor diesem Hintergrund erscheint eine Einschränkung der schriftlichen Dokumentation im BND aus Sicht von Kanzleramt und BND nachvollziehbar.

In allen Gesprächen des Geheimdienstes mit Schalck blieb laut Aktenlage nur ein Thema von vornherein ausgespart, und das hatte der Überläufer schon Mitte Januar 1990 über seine Anwälte dem Dienst mitteilen lassen: „Keine Aussagen zu deutschen Politikern und Geschäftsleuten.“ Ob das Schalcks eigener Wunsch war oder auf eine Absprache mit Bundesinnenminister Schäuble zurückging, der den Überläufer dem BND ja quasi zugeführt hatte, bleibt Spekulation. Auffällig ist jedoch, dass auch der BND mit Beginn der „Operation Schneewittchen“ die strikte Anweisung aus dem Kanzleramt erhielt, bei der Befragung Schalcks das Thema der innerdeutschen politischen Kontakte auszusparen. So heißt es in einem bilanzierenden Bericht von Schalcks Führungsoffizier Burgdorf an das Kanzleramt vom 25. März 1991: „Bei der Befragung hat sich der Bundesnachrichtendienst auftragskonform verhalten und keine Themen mit Bezug auf interne Vorgänge in der Bundesrepublik behandelt.“

PDF-Dokument: Interner Link: Zusammenfassender Bericht des BND für das Bundeskanzleramt vom 25. März 1991 über die Befragungen Alexander Schalck-Golodkowskis (8 Seiten)

Bonner Sorge vor MfS-Dossiers über Westpolitiker

Tatsächlich war die Nervosität in der Bundesregierung groß, dass Schalck möglicherweise über Dossiers zu bundesdeutschen Politikern verfügen könnte, in denen belastende Dokumente über deren Zusammenarbeit mit der ehemaligen DDR-Führung enthalten sein könnten. Schon im März 1990 war eine entsprechende Information in der Bonner Kabinettsrunde von Außenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) vorgetragen worden. In einem Telex an Staatsminister Stavenhagen, Innenminister Schäuble, Innen-Staatssekretär Hans Neusel und BfV-Präsident Gerhard Boeden vom 21.3.1990 erklärt BND-Präsident Wieck dazu, „dass dem Dienst im Rahmen der Befragung Schalck-Golodkowskis keinerlei Hinweise auf das Vorhandensein eines derartigen Dossiers bekannt geworden sind. Ferner halte ich fest, dass der Bundesnachrichtendienst die Befragung … strikt auftragskonform durchführt und jedwede ‚Innenaufklärungsaspekte’ ausschließt.“

Im Kanzleramt wollte man aber sicher gehen, ob das auch so bleibt. Ende April 1990 meldete sich der Ministerialdirigent im Kanzleramt, Peter Staubwasser, noch einmal bei Schalcks Verbindungsführer Burgdorf und holte sich die ausdrückliche Zusage ein, dass bei der „Abschöpfung“ des Überläufers „sorgfältig darauf geachtet (wird), dass die bekannten Tabu-Themen vermieden werden“.

Aber war es tatsächlich so? Alexander Schalck hatte andere Erinnerungen an die Gespräche mit dem BND. In seiner im März 2000 erschienenen Autobiographie schreibt er über seine Befragungen: „Schließlich ging es um meine Tätigkeit als Unterhändler in den deutsch-deutschen Gesprächen: Seit wann haben Sie mit wem gesprochen? Worüber?“ In den BND-Akten finden sich dazu keine Berichte. Aber der Dienst dürfte über dieses Thema auch kaum offizielle Vermerke gefertigt haben, weil man damit gegen die Weisung aus dem Kanzleramt verstoßen hätte. (hk)

Hier alle vier Teile im Interner Link: Überblick

Eine Momentaufnahme vom 8. Juli 1997. Mehrere Ordner füllten damals die Akten im Fall Alexander Schalck-Golodkowski beim Bundesgerichtshof in Berlin. Dessen 5. Senat hatte über den Einspruch des ehemaligen DDR-Devisenbeschaffers gegen ein Urteil wegen Verstoßes gegen das Militärregierungsgesetz zu befinden. Die Richter verwarfen die Revision und bestätigten am 9. Juli die Verurteilung des damals 65-Jährigen wegen illegaler Waffengeschäfte zu einem Jahr Bewährungsstrafe. (© picture-alliance/dpa, Wolfgang Kumm)

Zitierweise: Andreas Förster, Der Überläufer (Teil I) - Der Deal mit "Schneewittchen“, in: Deutschland Archiv, 17.07.2023, Link: www.bpb.de/523099. Belegdokumente liegen vor. Hier zu Interner Link: Folge II, Interner Link: Folge III und Interner Link: Folge IV der Serie. Alle Beiträge im Deutschland Archiv sind Recherchen und Meinungsbeiträge der jeweiligen Autorinnen und Autoren, sie stellen keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung dar und dienen als Mosaikstein zur Erschließung von Zeitgeschichte.

Fussnoten

Fußnoten

  1. Vgl. Alexander Schalck-Golodkowski: „Deutsch-deutsche Erinnerungen“, Berlin 2000, S. 28ff.

  2. Andreas Förster, „Schneewittchens ominöse Flucht vor 31 Jahren - Der Fall Schalck-Golodkowski“, in: Deutschland Archiv, 03.01.2022, Link: www.bpb.de/344237, letzter Zugriff 29.6.2022.

  3. Im Folgenden verzichtet der Autor auf den Doppelnamen Schalck-Golodkowski und beschränkt sich auf Schalck. Dieser hatte in den 1980er Jahren selbst in seiner Außendarstellung auf den Nachnamen Golodkowski verzichtet.

  4. BND, Abteilung 13B: Akte „S.-G. Dokumentation“, Archivsignaturen 16430 (Teil I), 16431 (Teil II), 16432 (Teil III), 16433 (Teil IV)

  5. Andreas Förster: Auf der Spur der Stasi-Millionen – Die Wien-Connection, Berlin 1998, S. 33 ff.

  6. BArch: MfS AG BKK, Nr. 25, S. 90

  7. BND-Vermerk vom 15.12.1989, BND-16430, S. 25

  8. BND-Brieftelegramm an Staatsminister Stavenhagen, Bundeskanzleramt, vom 21.12.1989, BND-16430, S. 33ff.

  9. BND-Vermerk vom 21.12.1989, BND-16430, S. 37

  10. GBA, Gesprächsprotokoll vom 9.1.1990, BND-16430, S. 43

  11. Schalck gibt in seiner Autobiographie an, er sei am 5. Januar 1990 ein letztes Mal vom Generalstaatsanwalt vernommen worden. Dieser habe ihm bei dieser Gelegenheit gesagt, er werde das Auslieferungsersuchen der DDR befürworten. Vgl. Schalck-Golodkowski: „Erinnerungen“, S. 35

  12. Geheime Fakten“, in: Tageszeitung vom 11.1.1990

  13. „Schalck wird nicht an die DDR ausgeliefert“, in: Berliner Zeitung, 10.1.1990

  14. BND-Vermerk vom 3.1.1991, BND-16432, S.55f.

  15. BND-16430, S. 45

  16. Ebd., S. 45ff.

  17. Ebd., S. 50. Das Honorar dafür - so legt es eine handschriftliche Notiz auf einem anderen BND-Vermerk nahe - sollte wohl bis zu anderthalb Millionen D-Mark betragen.

  18. Ebd., S. 51

  19. Ebd., S. 53

  20. Ebd., S. 60

  21. Ebd., S. 58

  22. Schalck gegenüber trat Burgdorf unter seinem Dienstnamen Reiß auf.

  23. Ebd., S. 71f.

  24. Ebd., S. 9f.

  25. BND-16431, S. 215

  26. Sprechzettel für Gespräch BND-Präsident mit Staatsminister Stavenhagen am 16.1.1990, BND-16430, S. 48

  27. BND-16432, S. 212

  28. BND-16433, S. 101

  29. BND-16432, S. 24

  30. Schalck-Golodkowski: „Deutsch-deutsche Erinnerungen“, S. 334

Weitere Inhalte

Andreas Förster ist Journalist und Publizist. Er schreibt unter anderem für die Berliner Zeitung als Experte für Rechtsterrorismus, Rechtsextremismus und Sicherheitspolitik.