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"Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird"

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Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten „Ihr Völker der Welt“ „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Was bedeutet die Liquidierung von Teilen Memorials? Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. 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"Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Afrikapolitische Facetten des DDR-Sports im Umfeld des Berliner Mauerbaus

Daniel Lange

/ 11 Minuten zu lesen

Schon vor 1961 suchten beide deutsche Staaten auch in Afrika politische Verbündete. Als die DDR-Führung die Berliner Mauer bauen ließ, blieben viele afrikanische Regierungen reserviert. Die nun zementierte deutsche Teilung war nicht ihr Problem. Eine Spurensuche entlang der vergessenen Afrika-Beziehungen des DDR-Sports.

So lautete die Bildunterschrift im Leichtathlet im August 1961: Bärbel Reinnagel-Mayer und ihr frischgebackener Ehemann Hellfried Reinnagel fuhren am 17. August1961 mit der gesamten Hochzeitsgesellschaft zu den Kämpfern der Kampfgruppen und überbrachten Ihnen die besten Wünsche. Unsere Leichtathleten begrüßen die Maßnahmen der Regierung der DDR zur Sicherung der Grenzen und unterstützen sie aktiv. (© Abbildung aus "Der Leichtathlet", 24.8.1961, S.1)

Die Zeit des Berliner Mauerbaus ab 13. August 1961 offenbarte eine seltsame Ambivalenz der DDR-Außenpolitik. Stand die Teilung Berlins für ihre Abkehr von der westlichen Welt, forcierte sie parallel dazu andernorts im Ringen um ihre internationale Anerkennung ihre Auslandsaktivitäten. So auch auf dem afrikanischen Kontinent, der kurz zuvor, im Jahr 1960, eine Freiheitswelle mit 17 unabhängig werdenden Ländern erlebt hatte – auch bekannt als „afrikanisches Jahr“. In diesen „jungen Nationalstaaten“ erkannte die DDR mögliche diplomatische Partner, mit deren Hilfe sie die bundesdeutsche Hallstein-Doktrin (und ihre Drohung, die DDR anerkennende Drittstaaten wirtschaftlich oder diplomatisch zu sanktionieren) umgehen und entkräften wollte. Von Anfang an gehörte der öffentlichkeitswirksame Sport zu den von der DDR in Afrika bespielten Aktionsfeldern. Sich mit außenpolitischen Quellen aus jener Zeit diesen in Vergessenheit geratenen Afrika-Beziehungen des DDR-Sports zu widmen, ermöglicht es auch, atmosphärische Einblicke in deutsch-deutsche Rivalitäten in Afrika sowie in die Sicht afrikanischer Regierungen auf den Mauerbau und die deutsche Teilung zu erhalten. Hier geschieht dies anhand von punktuellen Ausschnitten und Schlaglichtern aus Ägypten, dem Sudan, Tunesien und Ghana.

Ausgangslage: Ideologische, fachliche und strukturelle Einordnung

Titelseite zu Guinea und Mali, "Leichtathleten" vom 13.12.62 (© Abbildung aus "Der Leichtathlet", 13.12.1962, S.1)

Ideologisch speiste sich die Afrikapolitik der DDR nach sowjetischem Muster: Sie verstand sich als Teil antiimperialistischer Solidarität mit Regierungen, die sich von marxistisch-leninistischen Utopien leiten ließen und die sozialistische und kommunistische Weltrevolution propagierten, was mit den Motiven der Befreiungsorganisationen afrikanischer Länder und den antikolonialen und antifaschistischen Verfassungsprinzipien der DDR propagandistisch gut zusammenpasste. Daher verstand die herrschende Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) ihre weltweiten Beziehungen zu anderen sozialistischen oder kommunistischen Parteien als ‚Herzstück‘ der Außenpolitik der DDR. Diese steuerte sie ‚von oben‘ mit Hilfe des Sekretariats ihres Zentralkomitees (ZK) über die staatlichen Organe und bezog dabei die ebenso von ihr instruierten Massenorganisationen ein.

Mit dem Staatlichen Komitee für Körperkultur und Sport und dem als nationalem Dachverband des DDR-Sports 1957 gegründeten Deutschen Turn- und Sportbund (DTSB) waren es gleich zwei Institutionen des Sports, die die politischen Belange der DDR im Weltsport vertraten. Der DTSB hatte mit seinen Verbänden (auf Basis von Beschlüssen des Politbüros der SED) speziell auf dem Terrain des Leistungssports die DDR mit Siegen und Medaillen bei internationalen Wettkämpfen populärer zu machen. Die Projekte des Staatlichen Komitees für Körperkultur und Sport wie die Ausbildung von Trainern und Sportlehrern an der Deutschen Hochschule für Körperkultur in Leipzig zählten indes bis Mitte der 1970er-Jahre im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten (MfAA) zur kulturellen Auslandsarbeit der DDR. Dies spielte für ihr Afrika-Engagement eine wichtige Rolle, da diese Projekte oft unterhalb offizieller diplomatischer Szenerien realisierbar waren.

Bereits im Juni 1955 hatte Staatspräsident Wilhelm Pieck DDR-Athleten in seinem Amtssitz Schloss Schönhausen eingeschärft, dass "jede große Leistung" im Sport "das Ansehen unserer Republik in der Welt stärkt". Alsbald war von DDR-Sportlern als "Diplomaten im Trainingsanzug" die Rede, von denen sich die SED erhoffte, sie würden außen- und innenpolitisch mit ihrem Auftreten das Vorgehen der Partei popularisieren. Das galt auch im Moment des Mauerbaus, als Fotos von Athleten gemeinsam mit am Bau beteiligten Kampfgruppen medienträchtig am Ort des Geschehens inszeniert wurden.

Aus dem DDR-Verbandsmagazin "Der Leichtathlet" vom August 1961, Seite 2 (© Text aus "Der Leichtathlet", 24.8.1961, S.2)



Ägyptische Erstkontakte des Sports am Vorabend des Mauerbaus

Pünktlich zum "afrikanischen Jahr" beschloss das SED-Politbüro am 4. Januar 1960 erstmals ein Konzept zur Afrikapolitik der DDR, das den Sport einschloss. Der DTSB hatte demnach den Sportverkehr mit Afrika auszubauen und dabei über öffentliche Aufmerksamkeit versprechende Länderkämpfe mit afrikanischen Nationalmannschaften wertvolle Repräsentationsmöglichkeiten für die DDR zu schaffen. Denn im Zuge sowjetischer Vorstöße in Arabien und Nahost war auch die DDR ab Mitte der 1950er-Jahre in Nordafrika aktiv. Kontakte hatte sie dort im aufkeimenden Kalten Krieg über ihre Handelsvertretung in Kairo insbesondere zum seit der Suez-Krise (1956) politisch umkämpften Ägypten geknüpft. Sportprojekte gehörten zu diesen Erstverbindungen. Bereits 1955 nahmen ägyptische Radsportler in der DDR an der später international bekannten Friedensfahrt teil, ägyptische Delegationen besuchten 1956 und 1959 die Deutschen Turn- und Sportfeste in Leipzig. Im Gegenzug gingen von nun an prominente DDR-Athlet*innen am Nil an den Start, wie 1957 Box-Olympiasieger Wolfgang Behrendt und Radsport-Legende ‚Täve‘ Schur (der damals die Ägypten-Rundfahrt gewann) oder Eva Johannes und Horst Stahlberg, die 1960 die internationalen Tennismeisterschaften von Kairo für sich entschieden. Verknüpft waren jene Wettkämpfe mit der Hoffnung der DDR, die ägyptische Regierung mit solch medienträchtigen Auftritten von der politischen Notwendigkeit zu überzeugen, mit ihr ein erstes staatliches Kulturabkommen abzuschließen, das den Sport einschloss, und so ihrer diplomatischen Anerkennung durch den Nil-Staat einen Schritt näher zu kommen. Leichtes Spiel hatte (Ost-)Berlin dabei aber nicht, da die Ägypter die zu erwartenden Gegenleistungen aus beiden deutschen Staaten und mögliche Konsequenzen aus der Hallstein-Doktrin sorgsam gegeneinander abwogen. Ein erstes Kulturabkommen schlossen sie daher 1959 lieber mit der Bundesrepublik ab. Der DDR gelang dies erst 1965. Denn auch die Bundesregierung setzte auf den Sport als Generator öffentlicher Sympathien: Ende 1958 trat die (bundes-)deutsche Fußballnationalmannschaft in Kairo an und verlor dort ihre erste von insgesamt nur vier Partien auf dem afrikanischen Kontinent bis 1990 mit 1:2.

Fußball-Fauxpas beim Versuch, die "Isolierung der DDR im Sudan zu durchbrechen"

Ebenso einen schweren Stand hatte die 1956 etablierte DDR-Vertretung im benachbarten Sudan, der nach seiner Zeit als britisch-ägyptische Enklave bis 1956 eng mit der Regionalmacht Ägypten verbunden blieb. Deshalb suchte die DDR, erneut sowjetischen Initiativen folgend, auch hier nach politischen Aktions- und Präsenzchancen. In der Hoffnung auf ein Kulturabkommen schlug man daher den Sudanesen 1957, die in jenem Jahr den Fußball-Afrikapokal austrugen, ein Länderspiel vor. Doch diese zögerten, auch mit Blick auf das Verhalten der Ägypter gegenüber der Bundesrepublik. Als diese 1959 als Gastgeber des Afrikapokals fungierten und Fußball in Nordostafrika erneut in den öffentlichen Fokus rückte, hoffte die DDR-Vertretung in Khartum – wo ab 1958 ein Militärrat herrschte – abermals auf einen Ländervergleich. Dabei ging es ihr "nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird. Es geht darum, dass der Fußballsport im Sudan viele Anhänger hat und ausländische Spiele besonders geachtet und gewürdigt werden. Ein Fußballspiel mit einer DDR-Mannschaft würde uns auch politisch weiterbringen. Von westdeutscher Seite und auf Druck der Westdeutschen auch von sudanesischer Seite wird versucht, uns im Sudan zu isolieren. Ein Fußballspiel würde dazu beitragen, diese Isolation gerade in der Öffentlichkeit zu durchbrechen." Das Vorhaben scheiterte aber, da der Fußballverband der DDR sein Anliegen dem sudanesischen Fußballbund in deutscher Sprache übersandt hatte. Die Sudanesen ließen den Brief ausgerechnet in der bundesdeutschen Botschaft in Khartum übersetzen. Die Diplomaten Bonns intervenierten sofort, woraufhin die sudanesischen Sportfunktionäre sowohl ein Fußballländerspiel als auch die Teilnahme einer sudanesischen Delegation am Deutschen Turn- und Sportfest 1959 in Leipzig ablehnten.

"Das deutsche Problem müssen die Deutschen selbst lösen"

Diese Ausrichtung auf die Bundesrepublik verfestigte sich derart, dass das MfAA 1961 vermerkte, im Sudan hätten die Militärs "die demokratischen Freiheiten [sic!] beseitigt und sich enger als je zuvor an die westlichen Staaten, besonders an die USA, England und Westdeutschland, angeschlossen. (…) Vor allem der westdeutsche Einfluss ist für die DDR schwer zu überwinden. Die sudanesische Regierung stimmt keiner Verbesserung der staatlichen Beziehungen zur DDR zu, um nicht einen Bruch mit Westdeutschland zu riskieren." Mehr noch: Kurz nach dem Mauerbau ahnten die DDR-Diplomaten, dass sich die Sudanesen von den nun zugespitzten innerdeutschen Teilungs-Reibereien nicht vereinnahmen lassen wollten. Sie wollten "alles vermeiden, was Westdeutschland in irgendeiner Form unangenehm wäre", sich in der Deutschland- und Berlin-Frage "nicht festlegen“ und "völlig aus dieser Auseinandersetzung heraushalten, um es sich mit keiner Seite zu verderben und keinerlei Nachteile zu bekommen. Am ehesten sind die sudanesischen Vertreter der Darlegung zugängig, dass das deutsche Problem von den Deutschen selbst gelöst werden muss." Erst nach dem Sturz der Militärjunta zugunsten gemäßigter arabisch-islamischer Kräfte Ende 1964 spielte die Juniorenauswahl der DDR 1965 in Khartum gegen die Fußballnationalelf des Sudan, ein Kulturabkommen kam 1967 zustande – aber noch keine diplomatische Anerkennung. Diese folgte erst 1969.

Derlei Abwendung von deutsch-deutschen Befindlichkeiten und Furcht vor etwaigen diplomatischen Fettnäpfchen spürte die in Afrika oft noch unerfahren agierende DDR auch anderswo. So würden die nun von ihr als Schwerpunktländer ihrer Afrikapolitik erachteten Staaten Guinea und Ghana einen "positiven Neutralismus betonen" und versuchen, "die propagandistische Tätigkeit der in ihrem Land befindlichen Auslandsvertretungen einzuschränken bzw. zu unterbinden." Auch fänden "außerafrikanische Probleme – seien sie noch von so grundsätzlicher Bedeutung – ein erstaunlich geringes Interesse in der [afrikanischen] Öffentlichkeit."

Tunesischer Trainerpoker

Die DDR suchte in Afrika vor allem nach mehr öffentlicher Durchschlagskraft, da sie dort politisch kaum vorankam. So blieben erhoffte Staatsbesuche mit afrikanischen Ländern aus, nur vereinzelt gelang ihr 1960/61 die Einrichtung weiterer Vertretungen in Bamako, Tunis und Casablanca. Abhilfe schaffen sollte ein Aktionsplan der Afrikaexperten des MfAA, der noch ein halbes Jahr vor dem Mauerbau unter anderem empfahl, das staatliche Deutsche Reisebüro möge den "Touristenaustausch [sic!] mit den afrikanischen Staaten" ankurbeln – unter anderem mit Tunesien und Marokko. Das Staatliche Komitee für Körperkultur und Sport und der DTSB waren hier auch deshalb involviert, weil die Deutsche Hochschule für Körperkultur in Leipzig (wie 1958/59 für Ägypten) im Frühjahr 1961 20 angehende Diplomsportlehrer aus Ghana, Guinea, Mali, Togo, Sudan, Marokko oder Nigeria aufnahm. Dass sich angesichts des in Afrika gravierenden Sportfachkräftemangels mit derlei Personalhilfen positive Resonanzen erzielen oder gar sportpolitische Einfluss- und Informationskanäle aufbauen ließen, war aber nicht nur der DDR klar. So meldete die bundesdeutsche Botschaft in Tunis im August 1961 nur wenige Tage nach dem Bau der Berliner Mauer dem Auswärtigen Amt in Bonn, Tunesiens Präsident Habib Bourguiba suche für seinen Lieblingsverein einen deutschen Fußballtrainer. Angesichts der prestigeträchtigen Tätigkeit würden sich "auch die Oststaaten für dieses Angebot intensiv interessieren". Das Auswärtige Amt sagte den Tunesiern rasch eine Bezuschussung des Trainergehaltes zu und entsandte für die Aufgabe den späteren Bundesliga-Trainer Rudi Gutendorf. Bundeskanzler Konrad Adenauer ermahnte ihn zum Abschied, er solle bei den Tunesiern gute Arbeit leisten, da "die sonst einen aus der Sowjetzone nehmen". Auch das Trainerterrain war eine deutsch-deutsche Rivalitätszone, und Afrikas Länder verstanden diese Konkurrenz finanziell für sich zu nutzen.

Ghana-Eklat in Leipzig

Ende 1961 aus der DHfK-Zeitung "der Speer" mit afrikanischen Sportstudenten. (© Abbildung aus "Der Speer" (Organ der Parteileitung der SED an der DHfK-Zeitung), Dezember-Ausgabe 1961 )

Dass im Frühjahr 1961 auch Ghana, das ab 1959 eine DDR-Handelsmission in Accra zuließ, Sportstudienplätze in Leipzig erhielt und dort zudem an einem Kurs für afrikanische Trainer 15 Ghanaer teilnahmen, war ebenso außenpolitisch intendiert. 1960/61 hatte es bereits gemeinsame Länderkämpfe im Fußball und im Boxen gegeben. Gewichtiger Fixpunkt der DDR-Bestrebungen in Westafrika war Ghanas Präsident Kwame Nkrumah. Als Sprachrohr kolonial befreiter Länder kam er im September 1961 zur Konferenz blockfreier Staaten nach Jugoslawien (dessen diplomatische Beziehungen zur Bundesrepublik brachlagen). Ost-Berlin wollte Nkrumah nachhaltig auf seine Seite ziehen und lud ihn auf dem Weg dorthin Anfang August 1961 in die DDR ein. Eine vorherige DDR-Tour von Ghanas Fußballelf sollte diesen Besuch atmosphärisch vorbereiten, wobei die Ghanaer mit Bedacht nicht als "Nationalmannschaft", sondern mit ihrem Spitznamen "Black Stars" auftraten. Verliefen spätere Partien in Cottbus und Senftenberg problemlos, kam es beim Auftaktspiel am 27. Juni 1961 beim SC Rotation in Leipzig zum Eklat: Nach einem Platzverweis fühlten sich die Gäste ungerecht behandelt und verließen aus Protest den Rasen, weshalb das Spiel abgebrochen wurde. Daraufhin bestürmten entrüstete Zuschauer die Kabine der Gäste und blockierten deren Mannschaftsbus. Erst die Volkspolizei sorgte für Ordnung, die Bezirksleitungen der SED in Leipzig und Halle wurden sofort informiert und der DTSB hatte auf Weisung des MfAA "zu sichern, dass die ghanesischen Freunde nicht weiter angepöbelt werden". Jeder Hauch einer diplomatischen Verstimmung sollte – kurz vor Ghanas Nationalfeiertag am 1. Juli – vermieden werden. Westdeutsche Interviewwünsche dazu wurden abgelehnt. Da ein Ungar die "Black Stars" trainierte, wurde gar die ungarische Botschaft involviert, um die Gäste vom Abbruch ihrer Reise abzuhalten. So wurde der Zwischenfall unter den Teppich gekehrt. Das Neue Deutschland meldete als Zentralorgan der SED, die Spiele seien eine "herzliche Demonstration der deutsch-afrikanischen Freundschaft" gewesen und die Mannschaft Ghanas bedanke sich "außerordentlich für den herzlichen Empfang durch die Bevölkerung der DDR".

Danach verlief der DDR-Besuch Nkrumahs störungsfrei und die Deutsche Hochschule für Körperkultur nutzte ihre afrikanischen Studenten nun für antibundesdeutsche Propaganda. Sie wüssten genau, so die Parteizeitung der Hochschule, "welche Politik des Hasses und der Diskriminierung [nach/seit dem Mauerbau] von der Bonner Regierung betrieben wird". Das Umgarnen Ghanas brachte der DDR letztlich aber nur zwei Teilerfolge ein. So sprach Nkrumah bei der Belgrader Konferenz der Blockfreien Staaten offen von zwei deutschen Staaten, und im Oktober 1961 konnte die DDR ein Kulturabkommen mit Ghana abschließen, das den Sport bedachte. Doch auf ihre diplomatische Anerkennung musste sie auch in Ghana noch bis Ende 1972 warten.

Im Schneckentempo durch Afrika

Diese kurzen Episoden zeigen, dass die DDR den Sport als Teil ihrer kulturellen Auslandsarbeit auch in Afrika nutzte, um ihren Aktionsradius dort zu erweitern und so Fortschritte auf dem Weg zu ihrer diplomatischen Anerkennung zu erzielen. Jedoch gelang ihr dies um 1960/61 oft nicht oder nur im Schneckentempo, da die bundesdeutsche Hallstein-Doktrin bei den erst seit Kurzem unabhängigen und oft finanzschwachen Ländern Afrikas ihre Wirkung nicht verfehlte. Gleichwohl verstanden sich diese nicht nur als Spielball zwischen beiden deutschen Staaten. Sie wussten die deutsch-deutsche Konkurrenz im Ausland für sich zu nutzen,

Sportler aus Mali und der DDR machen Sportübungen für die Kamera. Aus der Verbandszeigun "Der Leichtathlet" vom 6.12.1961, DDR-Sportler zu Gast in Mali (© Abbildung aus "Der Leichtathlet", 6.12.1962)

hielten sich aber in der innerdeutschen Frage des Berliner Mauerbaus zurück. Dieser führte dazu, dass die DDR nach dem Volksaufstand von 1953 erneut in weiten Teilen der Welt in der Kritik stand. Auch um dieses internationale Negativimage aufzupolieren, entwarf das MfAA im Frühjahr 1962 erstmals ein Gesamtkonzept für die kulturelle Auslandsarbeit der DDR in Afrika, Asien und Lateinamerika. Die Strategie setzte dabei auch auf den Sport, nicht zuletzt, um mit Hilfe dortiger Länder die Präsenz der DDR in den internationalen Verbänden des Weltsports stärker voranzutreiben.

Zitierweise: Daniel Lange, "'Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird'", in: Deutschland Archiv, 24.8.2021, Link: www.bpb.de/338814.

Fussnoten

Fußnoten

  1. Erst nach den Olympischen Spielen 1972 in München und der internationalen Anerkennung der DDR 1972/73 (u.a. Beitritt zu den Vereinten Nationen) wurde der Sport als Teil der kulturellen Auslandsarbeit dem MfAA entzogen und dem DTSB zugeordnet. Als diplomatisches Ersatzwerkzeug wurde er nicht mehr zwingend benötigt, und sein politischer Einsatz als Werbeträger für ein positives Image der DDR in der Welt konnte durch die Erfolge des Leistungssports abgedeckt werden.

  2. Redeentwurf von W. Pieck, 22.6.1955, Stiftung Archiv Partei- und Massenorganisationen der DDR (SAPMO)/DY 30/33231/Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED.

  3. Afrika-Beschluss des Politbüros 1960, Empfehlung an den DTSB und seine Fachverbände, 4.1.1960, in: SAPMO/DY 30/J IV 2/2/682/Bl. 37/Politbüro der SED, S. 11.

  4. Zum Vergleich: Allein bis zu ihrer diplomatischen Anerkennung in Ägypten und ihrer Fördermittelkonzentration im Leistungssport auf medaillenträchtige Sportarten 1969 (womit eine erhebliche Reduzierung internationaler Wettkampfreisen einherging), absolvierte die DDR mit verschiedenen Auswahlmannschaften 28 Fußballspiele in Afrika (oft als Test- oder Freundschaftsspiel und nicht als offizielles Länderspiel, da die afrikanischen Staaten diplomatische Verstimmungen auf bundesdeutscher Seite vermeiden wollten).

  5. Achim Reichardt (stellv. Leiter der DDR-Handelsvertretung) an 4. Außereuropäische Abteilung (AEA) des MfAA (Afrika), Khartum 9.11.1959, in: Politisches Archiv des Auswärtiges Amtes (PAAA)/MfAA/B 2856/3. AEA des MfAA (Arabien).

  6. Plan der 4. AEA des MfAA zu kulturellen Maßnahmen im Jahre 1961 - Republik Sudan, 16.1.1961, in: PAAA/MfAA/B 2856/3. AEA des MfAA.

  7. 3. AEA des MfAA an DDR-Botschaft in Moskau, 7.11.1961, in: PAAA/MfAA/A 1155/277, DDR-Botschaft Moskau, Beziehungen zu Staaten in Arabien und Nahost 1958-65.

  8. Jahresbericht 1960, 30.1.1960, in: PAAA/MfAA/A 16730/Bl. 19, 58/ Kulturpolitische Abteilung des MfAA (Hauptreferat 206 / Afrika), S. 4, 41.

  9. Plan der 4. AEA des MfAA für die Entwicklung der Beziehungen zwischen der DDR und den afrikanischen Staaten im Jahre 1961, 13.2.1961, in: SAPMO/DY 30/IV 2/20/53/Bl. 154ff./ Abteilung Internationale Verbindungen beim ZK der SED.

  10. Auswärtiges Amt (AA) der Bundesregierung (Herausgeber), Weltsprache Sport, Internationale Sportförderung des AA, Begleitheft zur gleichnamigen Ausstellung im AA, 18.6. - 4.8. 2010, Berlin 2010, S. 3.

  11. Aktenvermerk der 4. AEA des MfAA, Fußballfreundschaftsspiel Ghana „Black Stars“ gegen SC Rotation Leipzig, 6.7.1961, in: PAAA/MfAA/A 14406/Bl. 1-3/4. AEA des MfAA.

  12. Herzliche Freundschaft, in: Neues Deutschland, 7.7.1961, S. 8.

  13. Ein deutscher Friedensvertrag ist notwendig (Aussprache mit ausländischen Freunden), in: Der Speer, Nr. 21/61, 2.11.1961, S. 3.

Weitere Inhalte

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Leistungssport & Trainerbildung der Deutschen Hochschule für Gesundheit & Sport (Berlin). Sportwissenschaftliche Promotion an der Universität Potsdam zur außenpolitischen Rolle des Sports in der Afrikapolitik der DDR (mit Förderung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur). Zuvor Magisterarbeit an der Humboldt-Universität zu Berlin zur deutsch-deutschen Beteiligung am Unabhängigkeitsprozess der Vereinten Nationen 1989/90 in Namibia. Vorstandsmitglied Sport der Deutsch-Namibischen Gesellschaft.