Meine Merkliste Geteilte Merkliste

Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 40 Analysen & Essays. Fünf Monate Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Transformation und Deutsche Einheit Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Was bedeutet die Liquidierung von Teilen Memorials? Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2021 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur The Games at the Gate Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts Alltag und Gesellschaft Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Porträts Redaktion "Ungehaltene Reden" ehemaliger Abgeordneter der DDR-Volkskammer Was sollten Wähler und Wählerinnen 2021 bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Ist Antisemitismus vor allem ein ostdeutsches Problem? Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Heimat ist ein Raum aus Bytes Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? Schwierigkeiten mit der Wahrheit Personelle Kontinuitäten in Brandenburg seit 1989 "Geschlossene Gesellschaft" Kulturelite im Blick der Stasi Experten für gesamtdeutsche Fragen – der Königsteiner Kreis Friedrich II. – Friedrich der Große Literaturjournal Deutsch-deutscher Literaturaustausch (8+9/2012) Eine gesamtdeutsche Reihe? Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? Literaturjournal Politische Bildung (6/2012) Antikommunismus zwischen Wissenschaft und politischer Bildung Subjektorientierte historische Bildung Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft "Hallo?! – Hier kommt die DDR" Vergangenheit verstehen, Demokratiebewusstsein stärken Keine einfachen Wahrheiten Literaturjournal Sport (5/2012) Sportnation Bundesrepublik Deutschland? Marginalisierung der Sportgeschichte? Dopingskandale in der alten Bundesrepublik Hooliganismus in der DDR "Erfolge unserer Sportler – Erfolge der DDR" Literaturjournal Nachkrieg (4/2012) Jüdischer Humor in Deutschland Die SED und die Juden 1985–1990 "Braun" und "Rot" – Akteur in zwei deutschen Welten Kriegsverbrecherverfolgung in SBZ und früher DDR Die "Hungerdemonstration" in Olbernhau Eklat beim Ersten Deutschen Schriftstellerkongress Workuta – die "zweite Universität" Dokumentation: Die Rehabilitierung der Emmy Goldacker Kaliningrader Identitäten "Osten sind immer die Anderen!" Freiheit und Sicherheit Literaturjournal Wirtschaft und Soziales (3/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Zeitgeschichte im Film (2/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Nonkonformität und Widerstand (1/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Deutsch-deutsches (11+12/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Öffentlicher Umgang mit Geschichte (10/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 21 Jahre Deutsche Einheit (9/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wissenschaft (8/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau - Teil 2 (7/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau (6/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Kultur (5/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Innere Sicherheit (4/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wirtschaftsgeschichte (3/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Ost-West-Beziehungen (2/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Medien (1/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Über das Deutschland Archiv Redaktion Nach den Unruhen in Kasachstan: Wendepunkt oder Weiter so?

Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff

Dr. Jochen Staadt

/ 7 Minuten zu lesen

Selbstmorde bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR. Wie zählen? Wie bewerten? Ein Expertenstreit. Auf eine Kritik von Dr. Udo Grashoff an der Zählweise des Forschungsverbunds-SED Staat an der FU Berlin antwortet der Kritisierte, Dr. Jochen Staadt.

Stein des Anstoßes. Die Studie mit Recherchestand vom 1. Januar 2017 über Todesopfer des DDR-Grenzregimes an der innerdeutschen Grenze, herausgegeben von Prof. Klaus Schroeder und Dr. Jochen Staadt. Die Forschungsarbeiten gehen noch weiter. (© bpb / Kulick)

Mein von Externer Link: Udo Grashoff 2021 im Deutschland Archiv kritisierter Beitrag in dem Buch "Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes...", mehr aber noch in der Zeitschrift des Forschungsverbundes SED-Staat 41/2017 enthält für mehrere Jahre Hochrechnungen zu Suiziden im zivilen und militärischen Bereich. Zusammenfassend wird auf der Grundlage dieser Zahlenangaben festgehalten, dass es offenbar nach Einführung der Wehrpflicht Jahre gab, „in denen die Suizidraten in der Armee höher ausfielen als in der vergleichbaren Altersgruppe“ außerhalb des Militärs, „sowie Jahre, in denen sie etwa gleich oder niedriger lagen. Erklärbar wäre das vermutlich nur nach einer fallbezogenen Analyse, die Statistik bietet zu dieser Frage wenig Erhellendes.“ Keineswegs aber rechtfertigt sie Grashoffs Fazit: „Eine moralische Anklage des Militärs oder der Staatssicherheit kann bei der NVA, ebenso bei den Grenztruppen, nicht mit der Selbsttötungshäufigkeit begründet werden.“

Im Handbuch zu den Opfern des DDR-Grenzregimes und in meinem Zeitschriftenbeitrag wird darauf hingewiesen, dass Suizide in den Grenztruppen nicht auf monokausale Ursachen zurückgeführt werden können.

Das belegen auch die Ergebnisse von MfS-Untersuchungen. So ermittelte das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) in 74 von insgesamt 87 Suiziden beziehungsweise Suizidversuchen, die sich im Jahr 1969 in der NVA ereigneten, folgende Motive der Tat: In einem Fall sei demnach die „Mißachtung der persönlichen Würde und Androhung von Repressalien durch Vorgesetzte” der Grund gewesen, ebenfalls einmal sei eine „nicht richtige Darlegung einer richtig getroffenen Kaderentscheidung” der Grund gewesen, in acht Fällen sei „aus Unlust zum Dienst und mit dem Ziel, ihre Verpflichtung als Berufssoldat und Soldat auf Zeit rückgängig zu machen” gehandelt worden, in sechs Fällen habe „Angst vor Bestrafungen” vorgelegen. In den meisten, nämlich in 28 Fällen, werden „familiäre Schwierigkeiten bzw. zerrüttete Eheverhältnisse” als Grund für Suizidhandlungen angegeben. Meine Kritik an den Ergebnissen Udo Grashoffs bezog sich auf folgende Aspekte:

• Die im Vergleich zur Bundesrepublik wesentlich höhere Suizidrate in der DDR stehe in keinem Zusammenhang mit der SED-Diktatur und der Abschottung des Landes. Dem widersprechen die Recherchen unseres Forschungsteams, das Fälle von Suiziden nach gescheiterten Fluchtversuchen bzw. nach mehrfach abgelehnten Ausreiseanträgen erfasst hat.

• Die Zahlenangaben seines Vergleichs zwischen Suiziden im zivilen und militärischen Umfeld beruhen bei ihm auf der Gegenüberstellung der zu DDR-Zeiten geheim gehaltenen Gesamtzahl von Suiziden junger Männer einer Altersgruppe mit den Suiziden während des Militärdienstes. Die in der DDR erfassten Suizidzahlen der angeblich mit der NVA vergleichbaren zivilen männlichen Altersgruppe unterscheiden jedoch nicht zwischen Selbsttötungen im Wehrdienst und im zivilen Leben. Da für die Vergleichsgruppe der jungen Männer Wehrpflicht bestand, der sich nur wenige entziehen konnten, handelt es sich bei Grashoffs Gegenüberstellung um ein Nullsummenspiel, da die Suizide im Militärdienst in der zum Vergleich herangezogenen Gesamtzahl bereits enthalten sind.

• Grashoffs Untersuchung über „Selbsttötungen in der Nationalen Volksarmee” enthält hinsichtlich der Suizidmotive von Soldaten und Offizieren allerlei nicht nachvollziehbare relativierende Erwägungen. So vermutet er beispielsweise im Fall eines zum Bausoldatendienst zwangseingezogenen jungen Mannes „psychopathologische Ursachen“ für dessen Suizid. Er war drei Wochen zuvor von der Volkspolizei festgenommen und bei der Einheit abgeliefert worden. Die MfS-Ermittler konstatierten: „Aus politischen Erwägungen heraus beging Soldat Puhlmann, MB III, Selbsttötung.“

• Da in der Bundeswehr die Suizidrate niedriger lag als in der gleichaltrigen westdeutschen männlichen Bevölkerung, wäre aus Grashoffs Berufung „auf die grundlegende Bedeutung psychopathologischer Deutungen, die in der Kindheit erlittenen seelischen Verletzungen ein weitaus stärkeres Potenzial für die Ausprägung von Suizidalität zubilligen als späteren Lebenskonflikten“ zu folgern, dass NVA-Soldaten in ihrer Kindheit mehr seelische Verletzungen erlitten hätten als ihre Altersgenossen in der Bundeswehr.

"Dass dieser Ansatz Debatten hervorruft, ist verständlich"

Grashoff spitzt schließlich seine Kritik auf die Behauptung zu, im Handbuch zu den Todesopfern des DDR-Grenzregimes diene die Selbsttötungsproblematik einer „möglichst dramatischen Stilisierung der DDR als totalitäre Diktatur“. Dem am Handbuch beteiligten Forschungsteam ging es darum, sachlich und quellengestützt aufzuzeigen, wie vielfältig die Absichten, Rollen und Positionen von Menschen waren, die dem Grenzregime der DDR zum Opfer fielen: Die Bandbreite reicht von unbeteiligten Anwohnern über Grenzgänger und Flüchtlinge bis zu den Militärangehörigen selbst.

Dass dieser Ansatz Debatten hervorruft, ist verständlich. Was aber vermieden werden sollte, ist die falsche Wiedergabe von Passagen jener Publikationen, mit denen sich die Beiträge doch auseinandersetzen wollen, also unseres Handbuchs und meines Beitrages in der Zeitschrift des Forschungsverbundes (ZdF) Nr. 41/2017. Grashoff behauptet: „Staadt hingegen glaubt, dass auch Suizide im Anschluss an Morde und andere Kriminalfälle wie der eines Offiziers, der sich erschießt, nachdem er wegen Misshandlungen von Töchtern und Ehefrau zur Stellungnahme aufgefordert wurde, zu den Opfern des Grenzregimes gezählt werden müssten. Staadt schildert weitere Fälle, die im biografischen Teil ausgelassen wurden. So erschoss sich ein Offizier, nachdem er betrunken Auto gefahren und erwischt worden war, was er in seinem Abschiedsbrief als schmähliches Versagen bezeichnete. Wieso der Oberstleutnant, der laut Schilderungen von Kollegen sowie der Ehefrau übereifrig, ehrgeizig und sehr empfindlich war, ein Opfer des Grenzregimes gewesen sein soll, erschließt sich mir nicht.“

In dem kritisierten Zeitschriftenbeitrag steht aber das genaue Gegenteil. Dort wird ausdrücklich begründet, warum diese Selbsttötungen nicht als Opfer des DDR-Grenzregimes eingestuft wurden. Die von Grashoff falsch wiedergegebene Textstelle lautet folgendermaßen: „So erschoss sich am 19. Mai 1980 der Ausbilder an der Offiziershochschule der Grenztruppen ‚Rosa Luxemburg‘ Oberstleutnant Jürgen H. Seine Ehefrau hatte zuvor den Kommandeur der Hochschule um Hilfe gebeten, da sowohl sie als auch die beiden gemeinsamen Töchter von Jürgen H. mehrfach misshandelt worden waren. Aufgefordert, schriftlich zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen, begab sich der Oberstleutnant in sein Büro und tötete sich durch einen Kopfschuss mit seiner Dienstpistole." In dem biografischen Handbuch wurde dieser Suizid im dienstlichen Zusammenhang ebensowenig berücksichtigt wie Selbsttötungen aus Angst vor Strafen nach Amoktaten.

So ermordete ein Grenzpolizist der Grenzbrigade Mühlhausen im August 1961, nachdem er sich betrunken hatte, ein zweijähriges Kind und verletzte eine Frau schwer. Danach tötete er sich selbst mit seiner Pistole. Auch der von Grashoff erwähnte Fall des ehrgeizigen Oberstleutnants wurde im Handbuch und auch im Zeitschriftenbeitrag unter jene Offiziere subsumiert, „die sich den Anforderungen ihrer Dienststellung nicht gewachsen fühlten“. Wie Grashoff zu der Behauptung kommt, Staadt glaube, dass diese Männer „zu den Opfern des DDR-Grenzregimes gezählt werden müssten“, erschließt sich mir nun wiederum nicht.

In der FU-Studie zitierte MfS-Meldung über die Selbsttötung eines Majors der Grenztruppen im Grenzausbildungsregiment in Glöwen (Brandenburg) im Mai 1988. Verkürzt wird in dem Stasi-Papier eine vor Ort aufgefundene Abschiedsnotiz wiedergegeben: "STKLPA [Abkürzung für Stellvertreter des Kommandeurs und Leiter der Politabteilung] und das ist für die Fahne. Ich habe gerne gelebt. Bringt mich gut unter die Erde. Ich war gerne Offizier." Erst nach Drucklegung des Buchs fanden sich Tatortfotos, auf denen das offene Notizbuch des Toten zu sehen ist. "Und das ist für Deine Fahne" hatte der Major vor seinem Tod darin notiert, nicht aber "für die Fahne". Eine Interpretationsfrage. Offenbar war er wegen seiner Alkoholfahne heftig gerügt worden, aber nicht wegen Kritik an der Fahne der DDR. Auch über die Einordnung dieses Falls wird derzeit gestritten. (© BStU)

Es wäre weiterführend und wissenschaftlich redlich, wenn sich die Kontroverse über das DDR-Grenzregime und seine Opfer auf der Grundlage der tatsächlich in den jeweiligen Publikationen enthaltenen Aussagen bewegen würde.

Das mir von Udo Grashoff vorgeworfene „Festhalten an undifferenzierten totalitarismustheoretischen Normvorgaben“ lässt sich weder mit dem Handbuch zu den Todesopfern des DDR-Grenzregimes noch durch den Zeitschriftenbeitrag über die „Suizide in den DDR-Grenztruppen“ belegen. In beiden Publikationen wurden keinerlei systemtheoretische Erwägungen dieser Art angestellt. Gerne gebe ich aber zu, dass ich durch die Rezeption der Theorie über die Ursprünge und Elemente totaler Herrschaft seit den frühen 1980er Jahren beeinflusst bin.

Für die politikwissenschaftliche Analyse der SED-Diktatur und der kommunistischen Systemrealität in anderen kommunistisch beherrschten Ländern hat Hannah Arendts Studie wichtige Grundlagen geschaffen – übrigens auch für das Verständnis der tatsächlichen „Komplexität historischer Phänomene, zu denen die DDR zweifellos gehört“ hat.

Zitierweise: Jochen Staadt, "Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff“, in: Deutschland Archiv, 12.02.2021, Link: Externer Link: www.bpb.de/326356. Weitere Texte und Interviews in dieser Serie folgen. Es sind Meinungsbeiträge der jeweiligen Autorinnen und Autoren, sie stellen keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung dar.

Weitere Beiträge in unserem Schwerpunkt: "Externer Link: Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes?"

Zur Externer Link: Kritik von Dr. Udo Grashoff als Ausgangspunkt dieser Replik.

Fussnoten

Fußnoten

  1. Klaus Schroeder/Jochen Staadt (Hg.), Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes an der innerdeutschen Grenze 1949-1989. Ein biographisches Handbuch, Frankfurt a.M. 2017, S. 531, 532.

  2. Jochen Staadt, Suizide in den Grenztruppen. Zeitschrift des Forschungsverbundes SED Staat Nr. 41/2017

  3. Ebd., S.150

  4. Udo Grashoff, „In einem Anfall von Depression …” Selbsttötungen in der DDR. Berlin 2006, S. 99.

  5. Vgl. hierzu: Flottenarzt Dr. K. Reuter, Oberstarzt Dr. P. Richter, Oberst Dr. H.-H. Mack, Suizidalität in Streitkräften – Risikofaktoren für vollendete -Selbsttötungen von Soldaten. Wehrmedizinische Monatsschrift 2016/1. Abrufbar unter: https://wehrmed.de/humanmedizin/suizidalitaet-in-streitkraeften-risikofaktoren-fuer-vollendete-selbsttoetungen-von-soldaten.html

  6. BStU, MfS, HA I, Stab/Referat III: Information über die Entwicklungstendenzen der Selbstmorde und Selbstmordversuche in der NVA im Zeitraum vom 1.1.1969 bis 20.2.1970. BStU, ZA, MfS, HA I, Nr. 13241 Teil 2 von 2. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt auch eine Untersuchung der HA IX. Vgl. MfS, HA IX; Ströder (Leutnant): Einschätzung über das Auftreten von Selbstmordvorkommnissen durch Angehörige der NVA im Zeitraum von Januar 1969 bis Mai 1970. BStU, ZA, MfS, HA I, Nr. 15265, Teil 1 von 2.

  7. MfS, HA I/AKG: Selbsttötungen 1978. BStU, ZA, HA I Nr. 26. Udo Grashoff, „In einem Anfall von Depression …” Selbsttötungen in der DDR. Berlin 2006, S. 179.

  8. Jochen Staadt, Suizide in den Grenztruppen. Zeitschrift des Forschungsverbundes SED Staat Nr. 41/2017, S. 146-153.

  9. MStA: Abschlussbericht zum unnatürlichen Todesfall des OSL H., Jürgen OHS „Rosa Luxemburg”. BArch Freiburg, DVW/13/67225

  10. DGP: Berichte über den Stand der disziplinaren Praxis im Kommando der DGP 1956 – 1961. BArch Freiburg DVH 27/134531.

  11. Vgl. u. a. HA I/Kommando der Grenztruppen der DDR/UA Stab, Leiter der UA, gez. OSL Liebert: Chiffriertelegramm an HA I/AKG vom 02.04.1982. BStU, ZA, MfS, HA 1, Nr. 20 Teil 2 von 2.

  12. Auch Gerhard Sälter und Michael Kubina haben das in ihren Beiträgen leider nicht so gehalten.

  13. Siehe Jochen Staadt, Jochen, Suizide in den Grenztruppen. Zeitschrift des Forschungsverbundes SED Staat Nr. 41/2017, S. 146-153. Dieser von Grashoff kritisierte Beitrag ist unter folgendem Link nachzulesen: https://zeitschrift-fsed.fu-berlin.de/index.php/zfsed/article/view/582/564.

  14. Es fragt sich allerdings, welche anderen uns bekannten politischen Systeme denn keine „tatsächliche Komplexität historischer Phänomene“ aufweisen.

Projektleiter des Forschungsverbundes SED-Staat an der Freien Universität Berlin und Redaktionsmitglied der Zeitschrift des Forschungsverbundes SED-Staat. 1977 Dissertation über Romane der DDR an der FU Berlin. Diverse Veröffentlichungen über die westdeutsche Studentenbewegung von 1968, über die DDR und über die deutsch-deutschen Beziehungen.