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Architektur als Medium der Vergesellschaftung

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 40 Analysen & Essays. Fünf Monate Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Transformation und Deutsche Einheit Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Was bedeutet die Liquidierung von Teilen Memorials? Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2021 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur The Games at the Gate Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts Alltag und Gesellschaft Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Porträts Redaktion "Ungehaltene Reden" ehemaliger Abgeordneter der DDR-Volkskammer Was sollten Wähler und Wählerinnen 2021 bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Ist Antisemitismus vor allem ein ostdeutsches Problem? Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Heimat ist ein Raum aus Bytes Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. 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Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? 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Architektur als Medium der Vergesellschaftung Der Beitrag der Bau- und Planungsgeschichte zu einer Gesellschaftsgeschichte der DDR

Harald Engler Ute Hasenöhrl Andreas Butter

/ 14 Minuten zu lesen

Architektur formt das materielle Rückgrat der Gesellschaft und bildet einen essenziellen Identifikationsfaktor. Die Bau- und Planungsgeschichte leistet einen wichtigen Beitrag zu einer Gesellschaftsgeschichte der DDR, indem sie Einblicke in kollektive Identitäten, planerische und architektonische Gestaltungsmöglichkeiten sowie bürgerschaftliche Aneignungsprozesse eröffnet.

Die Geschichte eines Landes setzt sich aus dem Zusammenspiel vieler kleiner Geschichten zusammen; sie wird von Personen, Orten, Ereignissen, aber auch von der materiellen Umwelt geprägt. Und sie wird in ihren unterschiedlichen Zeitabschnitten von verschiedenen Forschungseinrichtungen untersucht. Bei der historiografischen Analyse der DDR bringen dabei neben den großen Forschungsstellen auch Institute ihre disziplinäre Sicht in den Diskurs ein, die sich mit einem zunächst eher sektoral zugeschnittenen Zugriff mit Teilsegmenten von Geschichte und Gesellschaft Ostdeutschlands beschäftigen. Dabei arbeiten sie aber durchaus mit dem Anspruch, einen eigenen Beitrag zu einer differenzierten Gesellschaftsgeschichte der DDR zu liefern.

Mit diesem Themenschwerpunkt, der von einer solchen Forschungseinrichtung, der Historischen Forschungsstelle des Leibniz-Instituts für Regionalgeschichte und Strukturplanung (IRS) in Erkner, gestaltet wurde, wird in der vorliegenden Ausgabe des "Deutschland Archivs" ein Teilsegment der Historie – nämlich die Bau- und Planungsgeschichte – akzentuiert und auf ihre Aussagekraft für eine differenzierte Gesellschaftsgeschichte der DDR befragt. Den Ausgangspunkt bildete die jüngste Veranstaltung der Konferenzreihe "Werkstattgespräche zur Planungsgeschichte der DDR", die seit inzwischen mehr als 15 Jahren ein offenes Forschungsforum zur Bau-, Architektur- und Planungsgeschichte Ostdeutschlands bietet – ein Themenfeld, dessen Potenziale für die Untersuchung der DDR-Geschichte längst nicht erschöpfend ausgelotet sind.

Die aktuelle Forschungslage oder: Warum es (immer noch) spannend und wichtig ist, die Geschichte der DDR zu erforschen und zu vermitteln

Urbanisierung ländlicher Gebiete: Die Planungen des Architekten Wilfried Stallknecht für das "sozialistische Musterdorf" Ferdinandshof bei Ueckermünde von 1966/67 unterstreichen die ambitionierten stadtähnlichen Strukturen des pommerschen Dorfes als sozialistische Utopie. Gebaut wurde die Vision allerdings mit Ausnahme halbautomatisierter riesiger Rinderställe nicht – typisch für viele hochfliegende Pläne in der DDR der 60er Jahre (© IRS Erkner, Wissenschaftliche Sammlungen)

Die DDR bietet den Historikern als Staat und Gesellschaftssystem einer abgeschlossenen historischen Epoche ein vielversprechendes Untersuchungsfeld, das dank reichlich vorhandener (und inzwischen auch gut erschlossener) Archivquellen und noch lebender Zeitzeugen wie im geschichtswissenschaftlichen Labor unter die Lupe genommen werden kann. Dabei lassen sich im Umgang mit der DDR durchaus widersprüchliche Tendenzen feststellen. Einerseits gibt es große Lücken im Geschichtsbewusstsein und im Kenntnisstand selbst hinsichtlich der Grundzüge und -fakten der DDR-Geschichte – gerade von Schülern und nicht nur von den westdeutschen Bewohnern der Bundesrepublik. Andererseits besteht in der Öffentlichkeit durchaus ein großes Interesse an DDR-Geschichte, wobei die Debatten in den seriösen Medien die bekannten Schwarz-Weiß-Malereien vom "Stasi-Staat" mittlerweile hinter sich gelassen haben. Zunehmend wird versucht, die DDR und vor allem das Leben ihrer Bewohner als Teil der deutschen Geschichts-Identität und als "andere Hälfte der Erinnerung" (Carola S. Rudnick) ernstzunehmen, ohne den repressiven Charakter der ostdeutschen Diktatur schönzureden.

Ähnlich wie in der Öffentlichkeit besteht auch in der geschichtswissenschaftlichen Forschung nach wie vor ein starkes Interesse an der DDR-Geschichte. Mittlerweile wird diese zumindest quantitativ in ähnlichem Umfang erforscht wie die Bundesrepublik. Allerdings wird die DDR-Geschichte gerade in den wichtigen Überblicksdarstellungen zur deutschen Nachkriegsgeschichte immer noch eher als "Mythos im Zeichensystem der Bundesrepublik", also als Ergänzung bzw. Anhängsel, als "falsches Modell", als Negativfolie und letztlich als historische "Fußnote" zur zweifelsohne "geglückten" (Demokratie-)Geschichte der Bundesrepublik präsentiert. Zudem wird die Geschichte des "anderen" deutschen Staates oft nur für sich und aus sich selbst heraus betrachtet – und gerade nicht als integraler Bestandteil der deutschen Nachkriegsgeschichte.

Schwarzbauten: In der DDR konnten neben Schwimmhallen auch zahlreiche alte und kriegszerstörte Sakralbauten nur durch das eigensinnige Zusammenziehen übriggebliebener Investitionsmittel im Baubereich am Ende des Planjahres und außerhalb des Planes realisiert werden. Hier das Beispiel der auf diese Weise seit 1979 wiederaufgebauten Marienkirche in Frankfurt (Oder) durch den Stadtarchitekten Manfred Vogler (© Wikimedia)

Wenn aber nicht das Ziel verfolgt wird, allein den defizitären demokratischen und legitimatorischen Charakter des DDR-Systems quasi als Vergleichsfolie zur Entwicklung der Bundesrepublik aufzubauen, dann besitzt die Geschichte der DDR als die Historie eines eigenständigen, gleichzeitig aber mit vielfältigen politischen, wirtschaftlichen und ideologischen Abhängigkeiten in den Ostblock eingebundenen und damit gegenüber dem Westen abgegrenzten Sozial- und Politiksystems besondere Relevanz. Dabei können hier spezifische gesellschaftliche Aushandlungsprozesse und (geduldete bzw. erkämpfte) Handlungsspielräume beobachtet werden, die die Bewohner der DDR als betroffene Akteure der Geschichte besaßen. In der Forschung ist deshalb verstärkt nach dem Wechsel- und Spannungsverhältnis von totalitär-diktatorischen Normativen der Staatsverfassung (Einparteienherrschaft und Suprematie der SED) auf der einen und dem Anpassungs- und Aneignungsverhalten sowie den Eigensinn-Tendenzen der Bevölkerung auf der anderen Seite zu fragen. Hierfür kann etwa auf dem Feld der Bau- und Planungsgeschichte der Gegensatz zwischen den intendierten staatlichen und fachlichen Planungen sowie den – häufig von diesen abweichenden – Nutzungsformen durch die Bewohner in den Blick genommen werden. Solche Ansätze sind bisher zu wenig angewandt worden, sie können aber zu einer deutlich differenzierteren Sicht der DDR-Wirklichkeit beitragen. Hier sind im Besonderen wertvolle Erkenntnisse zu den "Mikrostrukturen der Macht" in der "partizipatorischen Diktatur" zu erwarten, die häufig nicht den eingeführten Schemata der Lehrbücher entsprechen.

Aneignung und Widerstand durch die Bevölkerung: Der Neugestaltung des Areals eines alten Gaswerks aus dem 19. Jahrhundert im Ost-Berliner Bezirk Prenzlauer Berg als Wohngebiet "Ernst-Thälmann-Park" gingen heftige Proteste der Bevölkerung voraus, die mit Parolen wie "Gasometer sprengt man nicht" und einer riesigen Menschenmenge im Juli 1984 vergeblich die Sprengung der alten Gasometer verhindern wollte (© IRS Erkner, Wissenschaftliche Sammlungen)

Eine moderne Geschichte, die beide Seiten der Erinnerung und Identität ernst- und wahrnimmt, erfordert zudem eine dichte Beschreibung der DDR – als eigenständiges Phänomen und als Teil einer (gesamt-)deutschen Kultur-, Sozial- und Politikgeschichte zugleich. Um zu einem differenzierten Geschichtsbild zu gelangen, das weder verteufelt noch verharmlost, ist es notwendig, die ostdeutsche Geschichte auch über quotenwirksame Themen wie die Stasi hinaus historisch genau zu rekonstruieren. Auf die Alltags- und Lebensrealität der Menschen bezogene Bereiche wie Architektur, Wohnungsbau und Planung sind hierfür besonders gut geeignet und sollen in diesem Themenschwerpunkt sowohl mit Blick auf die Entwicklungen in der DDR als auch im deutsch-deutschen Vergleich gebündelt vorgestellt werden. Für die Forschung zur DDR stellt sich also nach wie vor die Herausforderung einer methodisch abgesicherten Historisierung und Kontextualisierung ihrer Spezifika wie auch ihrer system- und staatenübergreifenden Gemeinsamkeiten. Die Bundesrepublik bildet einen Referenzpunkt, der nicht vernachlässigt werden darf, ebenso wie die Einbettung des ostdeutschen Teilstaates in die sozialistische Staaten- und Gesellschaftswelt des Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) im Rahmen der Untersuchung transnationaler Beziehungen und Perspektiven. Hinzu kommen allgemeine Tendenzen der Modernisierung und Internationalisierung, die natürlich auch an der DDR nicht vorbeigingen (zum Beispiel Jugendkulturen, Musik, Freizeit und Konsum) und das ihre zum Kollaps des letztlich reformunfähigen Systems beitrugen.

Vom Politbüro abgebrochenes Pionierprojekt: Unter der Leitung des führenden Landschaftsarchitekten der frühen DDR, Reinhold Lingner (1902–1968), wurde 1950–1952 eine Bestandsaufnahme der gesamten DDR vorgenommen, in der die Zerstörung von Landschaften durch Bergbau und andere Eingriffe des Menschen dokumentiert wurden. Die brisanten Ergebnisse (hier das Beispiel um Klettwitz/Bezirk Cottbus) veranlassten die SED, das Projekt abzubrechen und unter Verschluss zu halten (© IRS Erkner, Wissenschaftliche Sammlungen)

Bei aller Notwendigkeit einer solchen integrativen Herangehensweise geht die Geschichte der beiden Teilstaaten in einer derartigen Vergleichsperspektive freilich nicht ganz auf. Dafür tragen die jeweiligen Entwicklungen gerade nach der Grenzschließung vom August 1961 zu viele eigenständige und hermetische Züge, die im Rahmen einer differenzierten Nachkriegsgeschichte ebenso herausgearbeitet werden müssen wie die deutsch-deutschen und internationalen Bezüge. Und schließlich darf in Zeiten der Turbo-Internationalisierung auch das Bedürfnis nach (nationaler) Selbstvergewisserung nicht vergessen werden: Hier sind die Historiker durchaus gefragt, wissenschaftlich fundierte Deutungsangebote zu liefern, welche gängige Mythen und Narrative kritisch in Frage stellen – die Geschichte der beiden deutschen Staaten bietet hierfür reichlich Stoff und Betätigungsmöglichkeiten. Nicht zuletzt muss die historiografische Erforschung der DDR unter Gesichtspunkten der medial-diskursiven "Ökonomie der Aufmerksamkeit" (Georg Franck) und der umkämpften Deutungshoheit auch auf dem geschichtswissenschaftlich-publizistischen Diskursmarkt immer wieder ins Gespräch gebracht werden, damit sie zu einem integralen Teil der "anderen Hälfte der Erinnerung" und der deutschen Kulturgeschichte werden kann.

Weshalb ist die Planungs-, Bau- und Architekturgeschichte der DDR spannend?

Das Bedürfnis des Menschen, in der bebauten Welt Zuflucht und Schutz vor der ihn umgebenden Umwelt zu suchen, bildet eine anthropologische Grundkonstante des Lebens und der Sozialisation. Architekturen formen aber nicht nur das materielle Rückgrat der Gesellschaft, sie stellen auch wichtige Identitätsfaktoren dar. Angesichts der profunden Auswirkungen, die Veränderungen der materiellen Umwelt für den Lebensalltag der Menschen besitzen, bieten die Planung und Gestaltung der gebauten Welt – beispielsweise als Kaufhäuser oder Autobahnen, wie in den Beiträgen von Interner Link: Tobias Michael Wolf und Interner Link: Sylvia Necker dargestellt – in mehrfacher Hinsicht einen wichtigen Zugang zur Mikro- und Makrogeschichte der kollektiven Identitäten und individuellen Erfahrungsräume in der DDR. Erstens mit Blick auf die politische (Planungs-)Ebene, auf der versucht wurde, gesellschaftliche Visionen in physische Realitäten zu übertragen. Zweitens auf der Alltags- und Identitätsebene hinsichtlich des Umgangs der Bürger mit den gestalteten Umwelten im Sinne von Aneignung oder Widerstand. Drittens, als mittlere Ebene und Mediatoren zwischen den beiden Sphären, mit Blick auf die Planer und Architekten mit ihren individuellen Zielen und Vorstellungen. Und viertens gewährt die gebaute Umwelt in ihrer gesellschaftlichen Verhaftetheit auch über Transformationsvorgänge hinweg ein identitätsstiftendes Projektionsfeld, das ausreichend Stoff für gesellschaftliche Debatten bietet.

Erinnerungs- und Sozialisationsort "Platte": Heute weitgehend negativ konnotiert, bedeuteten Großsiedlungen wie hier in Leipzig-Grünau für viele DDR-Bürger das ersehnte und hart erkämpfte Ziel einer modernen Wohnung – ein subjektiv-identitätsstiftender Ort der Sozialisation und Erinnerung der besonderen Art (© IRS Erkner, Wissenschaftliche Sammlungen)

In dieser Gemengelage der Interessen und Wahrnehmungen dient Architektur also nicht nur als ebenso wirkmächtiges wie umstrittenes Kommunikationsmedium der Gesellschaft, sie bildet selbst ein konstitutives und transitives Medium der Vergesellschaftung. Architektur und die gebaute Umwelt verbildlichen quasi die Materialisation der gesellschaftlichen Verhältnisse ihrer Entstehungszeit. Sie können auf diese Weise sowohl staatstragende als auch eigensinnig-selbstbestimmte Aneignungsformen ihrer Nutzer dokumentieren. Hiervon legen die Diskurse und Konflikte um die Gestaltung des städtischen Raums Zeugnis ab – man denke nur an die jüngsten Debatten um den Umgang mit dem baulichen Erbe der DDR. Dabei ist zu beobachten, dass die Architektur angesichts ihres vermeintlich hohen Legitimationscharakters für das ostdeutsche Herrschaftssystem nach dem Ende der SED-Diktatur ebenfalls oft als entwertet und unerwünscht betrachtet wird – und damit akut vom Abriss bedroht ist, wie aktuelle Vorgänge in Potsdam oder Dresden beweisen. Es darf zumindest bezweifelt werden, ob solche historischen Eliminierungs- und Entsorgungsvorgänge, die häufig wenig reflektiert und wenig differenziert vorgenommen werden, angemessen zu einer gesamtdeutschen Identitätsbildung beitragen.

Ungeliebtes DDR-Erbe: Auch wenn sie interessante Beispiele einer Architektur der Ostmoderne darstellen, bilden Bauten wie der Kulturpalast in Dresden von 1969 (Architekt: Werner Hänsch) in den Augen bestimmter nostalgieorientierter Kritiker ein architektonisches und städtebauliches Ärgernis dar, das schnellstmöglich verschwinden soll (© IRS Erkner, Wissenschaftliche Sammlungen)

Ikone der DDR-Moderne: der "Teepott" in Warnemünde von Ulrich Müther, 1968 – einer der wenigen DDR-Bauten, die es in die neue deutsche Architekturwirklichkeit geschafft haben (© IRS Erkner, Wissenschaftliche Sammlungen)

Als Folie und Spiegel gesellschaftlicher Zustände und Entwicklungen kann die Bau- und Planungsgeschichte als Sektionsfeld einer tiefensondierten Gesellschaftsgeschichte dienen, und zwar sowohl historisch als auch aktuell-rezeptionsgeschichtlich. Dabei gilt es gerade auf dem Gebiet der Planungs- und Architekturgeschichte der DDR eklatante Forschungs- und Erinnerungslücken zu schließen, indem in West und Ost vergessene Planer und Architekten überhaupt bekannt gemacht werden. So gab es auch in der DDR wichtige Vertreter einer architektonischen Moderne, die allerdings in großer Zahl an den wachsenden Schwierigkeiten, qualitätvolle Architektur hervorzubringen, verzweifelten. Sie wurden im Lauf der Zeit gleich mehrfach entwertet – zu DDR-Zeiten, als sie als Komplexprojektanten bei großen Baueröffnungen gar nicht mehr erwähnt wurden, und erneut in der aktuellen Rezeption. Schon deshalb haben sie es verdient, dass wir uns heute mit ihrem Wirken beschäftigen und sie einer breiteren Öffentlichkeit bekannt machen.

Die Beiträge in diesem Themenschwerpunkt

Architektur ohne Architekten?: Bei der Eröffnung des Ost-Berliner Fernsehturms am 3. Oktober 1969 durch SED-Chef Walter Ulbricht wurden nicht etwa die Planer, sondern die am Bau beteiligten Poliere namentlich genannt (© IRS Erkner, Wissenschaftliche Sammlungen)

Innovation oder Ärgernis?: Obgleich schon zeitgenössisch umstritten, bemühten sich die Planer im Kollektiv von Wilfried Stallknecht beim Umbau von Bernau (nördlich von Berlin) seit Ende der 70er Jahre um eine farblich differenzierte und die alten Höhendominanten der Stadt respektierende Transformation der Mittelstadt in adaptierter Plattenbauweise (© IRS Erkner, Wissenschaftliche Sammlungen)

Im vorliegenden Themenschwerpunkt zur Bau- und Planungsgeschichte werden ausgewählte Beiträge des letzten IRS-Werkstattgesprächs vom Januar 2012 vorgestellt. Ziel war es dabei zum einen, die Forschungen zur DDR in einen vergleichenden Kontext zu stellen, um gerade mit Blick auf die Entwicklungen in der Bundesrepublik und im inter- wie transnationalen Kontext Spezifika und systemübergreifende Gemeinsamkeiten zwischen den beiden deutschen Staaten zu akzentuieren. Zum anderen sollten einige markante Forschungslücken auf dem Gebiet der Planungs- und Architekturgeschichte der DDR geschlossen werden. Insgesamt liefern die hier zusammengestellten Beiträge einen mehrfachen Einblick in die Mikroebene der Bau- und Architekturgeschichte, wobei sie auch den makrostrukturellen Kontext der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen reflektieren und mit einem deutsch-deutschen Vergleich einen Beitrag zur Einordnung der DDR in die Verlaufsgeschichte der gesellschaftlichen Moderne – gespiegelt an der Folie Bundesrepublik – bieten.

Dass in der DDR Architekten trotz begrenzter individueller Handlungsspielräume durchaus interessante Wirkungsmöglichkeiten entfalten konnten, präsentiert Interner Link: Tanja Seeböck mit ihrem biografischen Zugriff auf den bekannten Bauingenieur Ulrich Müther. Bei ihm handelte es sich um eine Persönlichkeit, die aufgrund ihrer internationalen Verbindungen und Aufträge sowie des architekturtechnologischen Innovationsgehaltes der Gebäude als exzeptionell einzustufen ist. Müther konnte mit dem von ihm geleiteten Betrieb, ohne in ein Baukombinat eingebunden zu sein, Planungen und Ausführungen eigenverantwortlich vornehmen – eine singuläre institutionelle Konstellation, die zeigt, zu welchen Leistungen die Architektur in der DDR mit einem größerem Maß an individuell-unternehmerischer Freiheit hätte fähig sein können. Wie schwierig sich in der DDR die Realisierung architektonischer Spezialgebäude im Spannungsfeld zwischen der Zentrale in Berlin und den regionalen Fachverantwortlichen durchsetzen ließen, unterstreicht Interner Link: Wiebke Janssen in ihrem Aufsatz über den Bau des Klinikums Halle-Kröllwitz. Ihre Analyse verdeutlicht die entscheidende Funktion, die Netzwerke von Akteuren und Institutionen sowie regionale Parteigrößen der SED in der DDR bei der Hervorbringung von Architektur einnahmen.

Ebenfalls am Beispiel Halle dokumentiert Interner Link: Peer Pasternack in seinem Aufsatz über Kunst am Bau für Halle-Neustadt einen Moment der Utopie in den frühen "sozialistischen Städten" der DDR. Dabei zeigt er, dass die Kunstobjekte und -werke in der Chemiearbeiterstadt trotz des großen Aufwands bei ihrer Gestaltung von überraschend wenigen direkt politischen Botschaften geprägt waren. Interner Link: Tanja Scheffler thematisiert mit der Prager Straße in Dresden Transformationen eines zentralen öffentlichen Raums (nicht nur) in der DDR. Dabei problematisiert sie die aktuellen Umbaumaßnahmen in der Elbestadt, welche durch die Orientierung am touristisch und stadtidentitätsrelevanten "Mythos Dresden" des 18. Jahrhunderts zur systematischen Eliminierung der DDR-Architektur führen könnte. Interner Link: Axel Zutz zeigt in seinem Beitrag zum Berliner Gendarmenmarkt, dass auch die Freiraum- und Grünplanungen der postmodernen Phase der DDR in ihrer Existenz gefährdet sind. Hier gelang es jedoch in jüngster Zeit einer Anwohner-Bürgerinitiative, den auf DDR-Planungen beruhenden Status quo gegen die restaurativen Absichten der Senatsbaudirektorin von Berlin zu verteidigen – ein beredtes Beispiel dafür, wie stark die gebaute Umwelt aus der DDR-Zeit auf aktuelle Diskurse und Debatten über die Identität von stadträumlichen Nachbarschaften weiterwirkt.

Schließlich analysieren Tobias Wolf und Sylvia Necker in ihren deutsch-deutsch vergleichenden Beiträgen Parallelen und Abweichungen bei Bauprojekten in der Bundesrepublik und der DDR. Wolf untersucht die Interner Link: Architekturwirklichkeit in beiden deutschen Staaten am Beispiel der Bautypologie von Kaufhäusern, einer Gebäudegattung, die im Gegensatz zu den häufig beschriebenen Staats- und Repräsentationsbauten der DDR besonders nahe am Alltag der Menschen lag. Sylvia Necker nimmt in ihrem Beitrag die kultur-, sozial- und politikgeschichtlich höchst interessante Interner Link: Geschichte der Autobahn Berlin-Hamburg als einem Begegnungsraum zwischen Ost und West in den Fokus und skizziert mit ihrem Forschungsprojekt auch die Methodik deutsch-deutscher Vergleiche auf dem Feld der Planungsgeschichte, die mit der Einbeziehung des gesellschaftlichen und kulturgeschichtlichen Kontextes beider Gesellschaftssysteme und Staaten eine tragfähige Perspektive für künftige Forschungen bietet.

Fussnoten

Fußnoten

  1. Die Anfang 2012 neu gegründete, von dem Stadt- und Umwelthistoriker Christoph Bernhardt geleitete Forschungseinrichtung untersucht die Urbanisierungs- und Stadtgeschichte des 20. Jahrhunderts mit einem Schwerpunkt auf der Bau- und Planungsgeschichte der DDR (Externer Link: http://www.irs-net.de/forschung/forschungsabteilung-5/forschungsprofil.php [5.11.2012]). Zudem verfügt das IRS mit den Wissenschaftlichen Sammlungen über eines der profiliertesten Spezialarchive zur Baugeschichte der DDR, dessen Bestände auf das Institut für Städtebau und Architektur (ISA) der Bauakademie der DDR zurückgehen (Externer Link: http://www.irs-net.de/profil/wissenschaftliche-sammlungen/index.php [5.11.2012]). Beständeübersicht in: Christoph Bernhardt (Hg.), Die Wissenschaftlichen Sammlungen des Leibniz-Instituts für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) zur Bau- und Planungsgeschichte der DDR, Frankfurt a. M. 2012; Harald Engler, Planungs- und Architekturgeschichte der DDR im Fokus – Die Wissenschaftlichen Sammlungen des Instituts für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) in Erkner, in: Brandenburgische Archive 26 (2009), S. 35–40.

  2. Hier werden Wissenschaftler und Zeitzeugen zusammengebracht, um Aspekte der Bau- und Planungsgeschichte der DDR im kritischen Diskurs zwischen Forschung und Praxis auf Augenhöhe zu erörtern. Vgl. die Dokumentation der Werkstattgespräche des IRS: Externer Link: http://www.irs-net.de/aktuelles/veranstaltungen/index.php?datum=alt&typ=Werkstattgespr%C3%A4che [5.11.2012], und den ersten Themenschwerpunkt auf der Grundlage eines Werkstattgesprächs in DA 42 (2009) 2, S. 256–300.

  3. Vgl. Jonas Leppin, Hitler oder Honecker? Mir doch egal!, in: Spiegel-Online, 27.6.2012, Externer Link: www.spiegel.de/schulspiegel/schueler-wissen-wenig-ueber-ddr-und-nationalsozialismus-a-841157.html [5.11.2012], u. zusammenfassend Bodo von Borries, Zwischen 'Katastrophenmeldungen' und 'Alltagsernüchterungen'? Empirische Studien und pragmatische Überlegungen zur Verarbeitung der DDR-(BRD-)Geschichte, in: DA 42 (2009) 4, S. 665–677.

  4. Carola S. Rudnick, Die andere Hälfte der Erinnerung. Die DDR in der deutschen Geschichtspolitik nach 1989, Bielefeld 2011.

  5. Stellvertretend für die jüngsten Forschungsbeiträge: Interner Link: Axel Schildt, Zeitgeschichte der "Berliner Republik", in: APuZ, 1–3/2012, S. 3–8; Interner Link: Thomas Großbölting, Geteilter Himmel. Wahrnehmungsgeschichte der Zweistaatlichkeit, in: ebd., S. 15–21; Martin Sabrow, Die DDR in der Geschichte des 20. Jahrhunderts, in: DA 41 (2008) 1, S. 121–130.

  6. Ralph Jessen, Alles schon erforscht? Beobachtungen zur zeithistorischen DDR-Forschung der letzten 20 Jahre, in: DA 43 (2010) 6, S. 1052–1064.

  7. Ulf Erdmann Ziegler, Die Mängel der DDR waren wirklich lustig, in: FAZ, 3.9.2008.

  8. Edgar Wolfrum, Die geglückte Demokratie. Geschichte der Bundesrepublik Deutschland von ihren Anfängen bis zur Gegenwart, Stuttgart 2006. Zu diesem Zusammenhang s. Jessen (Anm. 6) u. Interner Link: Schildt (Anm. 5), S. 3f. – Als Beispiel für die Ignoranz gegenüber der DDR und deren Relevanz für eine gesamtdeutsche Kultur- und Gesellschaftsgeschichte vgl. Hans-Ulrich Wehler, Deutsche Gesellschaftsgeschichte, Bd. 5, München 2008, u. dazu zusammengefassend Patrick Bahners/Alexander Cammann (Hg.), Bundesrepublik und DDR. Die Debatte um Hans-Ulrich Wehlers "Deutsche Gesellschaftsgeschichte", München 2009. Übergreifend zu diesem Komplex: Martin Sabrow, "Fußnote der Geschichte", "Kuscheldiktatur" oder "Unrechtsstaat"? Die Geschichte der DDR zwischen Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit, in: Katrin Hammerstein (Hg.), Die Musealisierung der DDR. Wege, Möglichkeiten und Grenzen der Darstellung von Zeitgeschichte in stadt- und regionalgeschichtlichen Museen, Berlin 2012, S. 13–24.

  9. Interner Link: Großbölting (Anm. 5), S. 17; Konrad H. Jarausch, "Die Teile als Ganzes erkennen." Zur Integration der beiden deutschen Nachkriegsgeschichten, in: Zeithistorische Forschungen 1 (2004) 1, S. 2f, Externer Link: http://www.zeithistorische-forschungen.de/site/40208146/default.aspx [5.11.2012].

  10. Andrew I. Port, Die rätselhafte Stabilität der DDR. Arbeit und Alltag im sozialistischen Deutschland, Berlin 2010, insb. S. 352–357; Harald Engler, Das institutionelle System des DDR-Bauwesens und die Reformdebatte um den Städtebau in den 1980er Jahren. Ein Problemaufriss, in: Christoph Bernhardt u.a. (Hg.), Städtebau-Debatten in der DDR. Verborgene Reformdiskurse, Berlin 2012, S. 71–104, insb. 87–91 u. 95–98.

  11. Thomas Lindenberger, Die Diktatur der Grenzen. Zur Einleitung, in: ders. (Hg.), Herrschaft und Eigen-Sinn in der Diktatur. Studien zur Gesellschaftsgeschichte der DDR, Köln 1999, S. 13–44.

  12. Dazu gehört vornehmlich die insb. in den 1980er-Jahren in der DDR zunehmende "Counter-Öffentlichkeit" durch "eigensinnige" und Zustimmung verweigernde Subkulturen und andere Oppositionelle. Vgl. u.a. Dieter Rucht, Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Oppositionsgruppen in der DDR und neuen sozialen Bewegungen in der Bundesrepublik, in: Matthias Buchholz (Hg.), Samisdat in Mitteleuropa. Prozeß, Archiv, Erinnerung, Dresden 2007, S. 69–82.

  13. Michael Meyen, Öffentlichkeit in der DDR. Public Sphere in the German Democratic Republic, in: Studies in Communication.Media (2011) 1, S. 3–69, insb. 12–17.

  14. Mary Fulbrook, The People's State. East German Society from Hitler to Honecker, New Haven 2005 (dt.: Ein ganz normales Leben. Alltag und Gesellschaft in der DDR, Darmstadt 2008).

  15. Moderne Konzepte für eine sozialwissenschaftliche Akzentuierung der Zeitgeschichte liefern Rüdiger Graf/Christian Priemel, Zeitgeschichte in der Welt der Sozialwissenschaften. Legitimität und Originalität einer Disziplin, in: VfZ 59 (2011) 4, S. 479–508; Bernhard Dietz/Christopher Neumaier, Vom Nutzen der Sozialwissenschaften für die Zeitgeschichte. Werte und Wertewandel als Gegenstand historischer Forschung, in: VfZ 60 (2012) 2, S. 293–304. Ansätze für einen gelungenen deutsch-deutschen Vergleich bei Hans-Günter Hockerts, Der deutsche Sozialstaat. Entfaltung und Gefährdung seit 1945, Göttingen 2011; ders. (Hg.), Drei Wege deutscher Sozialstaatlichkeit. NS-Diktatur, Bundesrepublik und DDR im Vergleich, München 1998, u. darin Axel Schildt, Wohnungspolitik, S. 151–190.

  16. Tobias Hochscherf et al. (eds.), Divided, But Not Disconnected. German Experiences of the Cold War, New York 2010.

  17. Forschungsansätze bei Bernd Stöver, Der Kalte Krieg. Geschichte eines radikalen Zeitalters 1947–1991, München 2011; Vojtech Mastny/Malcolm Byrne (eds.), A Cardboard Castle. An Inside History of the Warsaw Pact 1955–1991, Budapest 2005.

  18. Sabrow, DDR-Geschichte (Anm. 5), S. 127–130.

  19. Martin Sabrow, Meistererzählungen der Zeitgeschichte, in: ders. (Hg.), Leitbilder der Zeitgeschichte. Wie Nationen ihre Vergangenheit denken, Leipzig 2011, S. 9–22.

  20. Georg Franck, Ökonomie der Aufmerksamkeit, München 1998.

  21. Interner Link: Schildt, Zeitgeschichte (Anm. 5), S. 8.

  22. Interner Link: Joachim Fischer, Architektur: "Schweres" Kommunikationsmedium der Gesellschaft, in: APuZ, 25/2009, S. 6–10.

  23. Simmel, Soziologie. Untersuchungen über die Formen der Vergesellschaftung, Berlin 1968 [Orig. 1908], S. 460–526; Interner Link: Fischer (Anm. 22), S. 7f; Heike Delitz, Gebaute Gesellschaft. Architektur als Medium des Sozialen, Frankfurt a. M./New York 2010.

  24. So gelang es dem Stadtarchitekten von Frankfurt (Oder), Manfred Vogler, einige wichtige Gebäude der Stadt wie die Marien- oder die Klosterkirche (als Konzerthaus) auf eigensinnige Weise als "Schwarzbauten" (u.a. durch am Ende des Planjahres übriggebliebene Mittel) wieder aufzubauen, die in keinem Staatshaushaltsplan standen, von den SED-Verantwortlichen dann aber feierlich eingeweiht wurden: Interview v. Harald Engler m. Manfred Vogler, 30.6.2010.

  25. Christian Klusemann, Platte, Plan und Preußen. Ein differenzierter Blick auf "DDR-Architektur" in Potsdam und den Umgang mit dem historischen Erbe, in: Potsdamer Neueste Nachrichten, 3.7.2012; Juliane Schiemenz, Kulturpalastkampf. Dresdens Lustspielhaus soll zum Hort der Klassik umgebaut werden, in: Die Zeit, 7.4.2011.

  26. Ross Campbell, Values, Trust and Democracy in Germany. Still in Search of 'Inner Unity'?, in: European Journal of Political Research 51 (2012) 5, S. 646–670.

  27. Die Historische Forschungsstelle des IRS verfolgt dezidiert einen disziplinär verschränkten methodischen Ansatz, in dem die grundlegenden kunst- und architekturgeschichtlichen Disziplinen in den Gesamtkontext einer europäischen Urbanisierungsgeschichte der Moderne des 20. Jahrhunderts gesetzt und mit politik- und sozialwissenschaftlichen Methoden erforscht werden. Auf diese Weise sollen sektorale Forschungsverengungen vermieden werden und die Bau- und Planungsgeschichte hinsichtlich ihrer Aussagekraft für die Gesamt- und Gesellschaftsgeschichte der DDR befragt werden: Externer Link: http://www.irs-net.de/forschung/forschungsabteilung-5/forschungsprofil.php [5.11.2012].

  28. So wurden z.B. in Veröffentlichungen anlässlich der Eröffnung des Fernsehturms am Berliner Alexanderplatz 1969 nicht die Planer und Architekten erwähnt, sondern neben SED-Chef Walter Ulbricht lediglich einige verdiente Bauarbeiter: Ingrid Brandenburg u.a., Fernsehturm Berlin, Berlin (O.) 1970; Bruno Flierl, Stadtplaner und Architekten im Staatssozialismus der DDR, in: ders., Gebaute DDR. Über Stadtplaner, Architekten und die Macht, Berlin 1998, S. 52–75, hier 67.

  29. Die Historische Forschungsstelle des IRS widmet sich durch biografische Studien und Interviews intensiv der Geschichte des Architektenberufs in der DDR: Holger Barth/Thomas Topfstedt (Bearb.), Vom Baukünstler zum Komplexprojektanten. Architekten in der DDR, Erkner 2000; Harald Engler/Anke Kuhrmann (Hg.), Entwerfen im System. Der Architekt Wilfried Stallknecht, Cottbus/Erkner 2009.

  30. Katja Marek, Rekonstruktion und Kulturgesellschaft. Stadtbildreparatur in Dresden, Frankfurt am Main und Berlin als Ausdruck der zeitgenössischen Suche nach Identität, Diss. Kassel 2009, Externer Link: https://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-2009101330569/7/DissertationKatjaMarek.pdf [20.10.2012], insb. S. 9–52.

Dr. phil., Historiker, Wissenschaftlicher Mitarbeiter und stellv. Abteilungsleiter der Historischen Forschungsstelle/Wissenschaftlichen Sammlungen zur Bau- und Planungsgeschichte der DDR am Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) Erkner.

Dr. phil., Historikerin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Historischen Forschungsstelle/Wissenschaftlichen Sammlungen zur Bau- und Planungsgeschichte der DDR am Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) Erkner.

Dr., Kunsthistoriker, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Historischen Forschungsstelle/Wissenschaftlichen Sammlungen zur Bau- und Planungsgeschichte der DDR am Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) Erkner.