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München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 42 Analysen & Essays. Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Sieben Monate Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 30 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Was bedeutet die Liquidierung von Teilen Memorials? 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München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas

Daniel Lange

/ 13 Minuten zu lesen

In ihrem Streben nach internationaler Anerkennung und angesichts ihrer Rivalität mit der Bundesrepublik buhlte die DDR vor den Olympischen Spielen 1972 in München ganz besonders um die sportpolitischen Sympathien Afrikas. Ein Rückblick von Daniel Lange.

Renommiersieg bei den Olympischen Spielen 1972 in München: DDR-Sprinterin Renate Stecher (r) gewinnt nach den 100 m auch das olympische 200-m-Finale der Frauen, wie es das Zielfoto ausweist. Sie lief dabei in 22,40 s einen neuen Weltrekord. (© picture-alliance/dpa, Iopp_pool)

Da die DDR außenpolitisch auch ihren ungemein erfolgreichen Sport einsetzte, um sich weltweit staatliche Geltung zu verschaffen, verwundert es nicht, dass sie diesen nicht nur in ihrem Dauerkonflikt mit der Bundesrepublik in Stellung brachte, sondern auch für ihr Vorgehen in Afrika gezielt einsetzte. Diese „Turnschuhdiplomatie“ des sportpolitischen Ringens um die Gunst afrikanischer Staaten erlebte im Vorfeld der Olympischen Sommerspielen 1972 in München ab 1966 seine Hochphase. Die Ursachen dafür waren vielfältig.

Befürchtete Offensive gegen die DDR

Mit der Akzeptanz ihres Nationalen Olympischen Komitees (NOK) als vollwertiges Mitglied durch das Internationale Olympische Komitee (IOK) und der Erlaubnis, bei den Olympischen Winter- und Sommerspielen 1968 in Grenoble und Mexiko-Stadt erstmals mit einer eigenen Mannschaft antreten zu können, hatte die angesichts der bundesdeutschen Hallstein-Doktrin um ihre diplomatische Anerkennung ringende DDR im Oktober 1965 auf dem Terrain des Weltsports zwei wichtige Etappensiege im Kampf um ihre internationale Repräsentanz als eigenständiger deutscher Staat vorzuweisen.

Doch nachdem das IOK im April 1966 die Olympischen Sommerspiele 1972 nach München vergeben hatte, herrschte unter den Funktionären der Internationalen Kommission des Deutschen Turn- und Sportbunds (DTSB) der DDR Frust. Sie ahnten, „reaktionäre Kräfte im westdeutschen Sport“ könnten durch die zunächst nur für 1968 geltende „einheitliche Olympia-Symbolik“ beider deutscher Staaten ein separates Auftreten der DDR bei späteren internationalen Wettkämpfen weiter blockieren.

Dieser „Alleinvertretungsanspruch“ folge einer aus DDR-Sicht „reaktionären Außenpolitik“ der Bundesrepublik, um die Allianz der sozialistischen Länder im Sport „zu durchbrechen“ und Sportfunktionäre aus Entwicklungsländern für sich einzunehmen, unter anderem durch die Gewährung von Trainingslagern, Auslandstrainern und Urlaubsreisen. Es drohe „eine neue Offensive“ gegen den DDR-Sport, die mit mehr internationalen Wettkämpfen in der DDR und beim Deutschen Turn- und Sportfest 1969 in Leipzig mit seinen vielen ausländischen Gästen abzuwehren sei, um die Bundesrepublik als „Hauptstörenfried“ im Weltsport „zu entlarven“.

Zudem sollten „jungen Nationalstaaten“ aus der sogenannten Dritten Welt im Vorfeld der Münchner Spiele ebenso Trainingslager angeboten werden, damit sich ihre Auswahlteams „in der DDR akklimatisieren“ könnten.

Kairo als Dreh- und Angelpunkt

Damit war besonders Afrika gemeint, dem sich die herrschende Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) beziehungsweise ihr Politbüro als Machtzentrale der Partei seit 1960 strategisch widmete und somit das auswärtige Agieren der DDR bestimmte. So hatten sich seit 1955 stete Sportkontakte der DDR mit Ägypten entwickelt, das, verknüpft mit der Hoffnung auf eine baldige diplomatische Anerkennung, nach der staatsbesuchartigen Reise von Partei- und Staatschef Walter Ulbricht nach Kairo (Februar 1965), der bundesdeutschen Nahost-Krise 1965 und dem Sechs-Tage-Krieg zwischen Ägypten und Israel 1967 das wichtigste potenzielle Partnerland der DDR in Afrika war.

Auch ein 1966 vereinbartes Sportabkommen zwischen Kairo und Ostberlin war Ausdruck dessen und sorgte unter anderem dafür, dass der 1964 an der Deutschen Hochschule für Körperkultur (DHfK) in Leipzig eingeführte Internationale Trainerkurs, der häufig Entwicklungsländern angeboten wurde, von denen sich die DDR diplomatischen Beistand erhoffte, nun besonders von Ägypten genutzt wurde (zum Beispiel 1967 mit 25 von 88 Plätzen). Hinzu kam 1966/67 ein intensivierter Sportverkehr mit Wettkämpfen und Trainingslagern im Basketball, Wasserball, Hockey, Radsport, Handball, Boxen, Schwimmen oder Wasserspringen.

Ein gutes Auskommen mit dem Nil-Staat war für den DDR-Sport auch deshalb von Belang, weil vor den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko-Stadt – auf Geheiß des Politbüros – damit begonnen wurde, Fragen des Klima- und Höhentrainings in die Wettkampfvorbereitung einzubeziehen. Ägypten bot dazu gute Bedingungen, befand sich aber nach dem Sechs-Tage-Krieg zeitweise im Ausnahmezustand, weshalb auch das klimatisch ähnliche Algerien für Trainingslager des DDR-Leistungssports interessant erschien (insbesondere für den Radsport und Rudern).

Aufbau strategischer Netzwerke

Damit verband sich, dass der DDR-Sport in Afrika seit dem Deutschen Turn- und Sportfest 1956 gute Kontakte zu Ahmed Demerdasch Touny besaß, der als Generalsekretär des ägyptischen NOK sein Land auch im IOK vertrat. Bei ihm liefen viele sportpolitische Themen der oft erst wenige Jahre unabhängigen Staaten Afrikas zusammen, weshalb er für das Werben der DDR unter jenen Ländern um ihre gleichberechtigte Mitgliedschaft im IOK und in anderen Weltsportverbänden sowie für ihr Ansinnen, 1972 in München und bei den Olympischen Winterspielen in Sapporo erstmals mit eigenen nationalstaatlichen Symbolen (Hymne, Flagge) aufzutreten, ein wichtiger Vermittler war. Über ihn entstand auch die Verbindung zum 1966 gegründeten Obersten Sportrat Afrikas (OASR), der als Kontinentalverband für den DDR-Sport eine wichtige Schnittstelle zu den aufstrebenden afrikanischen NOKs darstellte, die es als Multiplikatoren seiner Münchner Olympia-Ziele zu gewinnen galt.

Bereits 1965 reisten Funktionäre des DDR-NOK zu den ersten Allafrikanischen Kontinentalspielen nach Brazzaville (Kongo), um bei hohen Sportfunktionären und IOK-Mitgliedern Lobbyarbeit in eigener Sache zu betreiben. Daraus entstand die Zusage des DTSB, die zweiten Allafrikanischen Kontinentalspiele des OASR zu unterstützen (unter anderem durch die Bereitstellung von Trainern), die 1969 in Mali (Bamako) stattfinden sollten, aber nach einem Putsch ausfielen. Durch eine erhoffte diplomatische Anerkennung motiviert, war Mali damals (wie Guinea und Ghana) ein wichtiges Aktionszentrum der DDR in Westafrika.

Bundesdeutsche Vorstöße

Ab 1966 begann auch die Bundesrepublik über das Auswärtige Amt und das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit damit, ihre Sportbeziehungen nach Afrika energischer anzukurbeln. Auch sie wollte sich dort Zustimmung für ihre Blockade der DDR im IOK und bei Olympia sowie für ihren politischen Anspruch, auch weiter alleiniger Repräsentant Deutschlands zu sein, organisieren – durchaus unter Einsatz von die DDR provozierenden Personalien, hatten doch entsandte Fußballnationaltrainer wie Burkhard Pape (1966 in Sierra Leone; 1968-72 in Uganda) oder Otto Westphal (1968-70 in Guinea) in den 1950er Jahren die DDR verlassen.

Als Bundespräsident Heinrich Lübke 1966 Kenia, Madagaskar, Mali, Togo, Kamerun und Marokko besuchte, warb er auch um deren Zuspruch für die bundesdeutschen Olympia-Pläne, wobei er mit deutlich finanzstärkeren Argumenten auftreten konnte als die DDR. Allein Marokko wurde Entwicklungshilfe über 194 Millionen D-Mark in Aussicht gestellt; bis 1971 stieg der Sportetat des Bundes für Entwicklungsländer auf 1,8 Millionen D-Mark (wovon 500.000 D-Mark für Trainingslager in Vorbereitung auf die Spiele in München gedacht waren). Deutsche Rivalitäten blieben auch in Afrika ein sich ständig aufeinander beziehendes Wechselspiel, und das Agieren des westdeutschen Erzfeindes musste auf die DDR in Reaktion darauf wie ein Katalysator zur Aktivierung der eigenen Auslandsarbeit wirken.

Professionalisierungsschübe und Belastungsgrenzen

Daher erweiterte der DDR-Sport ab 1965/66 seine internationalen Initiativen, die formal in die kulturelle Auslandsarbeit des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten (MfAA) fielen und dort zum Bereich der kulturell-wissenschaftlichen Zusammenarbeit gehörten (Aspekte des Leistungssports blieben hiervon unter der steten Vorgabe der Geheimhaltung weitgehend ausgeschlossen und waren Sache des DTSB). Dem zugeordnet wurde 1968 ein jährlicher Auslandssportetat von 456.000 DDR-Mark, der sich bis 1972 auf 770.000 DDR-Mark erhöhte. Nötig wurde das vor allem, da der Aufwand für den weltweit immer gefragteren Internationalen Trainerkurs der DHfK in die Höhe schoss und diese ihre dafür nötigen Strukturen bis 1972 zu einem Institut für Ausländerstudium ausbaute.

Das dafür verantwortliche Staatliche Komitee für Körperkultur (StaKo) kalkulierte für den Kurs inzwischen jährlich 750.000 DDR-Mark ein, wofür die ihm für seine internationale Arbeit ab 1965 bereitgestellten Fördergelder aus Erlösen der staatlichen Sportlotterie von 250.000 DDR-Mark nicht mehr ausreichten. Administrativ erhielt das StaKo ab 1966 wieder eine internationale Abteilung, die ihm 1957 angesichts der damaligen Gründung des DTSB als nationalem Dachverband und der ihm von der SED zugedachten Vormachtstellung auch in internationalen Sportfragen aberkannt worden war.

Der DTSB richtete indes in seiner internationalen Abteilung 1969 einen „Sektor Afrika” ein, der nun unter anderem damit begann, erstmals überhaupt eine Kontaktdatenbank für die Arbeit mit Afrika aufzubauen. Um Reibungsverluste zwischen beiden Institutionen in Auslandsfragen zu minimieren, griff im Juni 1965 mit Erich Honecker der damals auch für den Sport zuständige Sekretär des Zentralkomitees (ZK) der SED ein, als er die Bildung einer Internationalen Koordinierungskommission von DTSB und StaKo sowie eine zwischen ihnen geteilte Länderzuständigkeit absegnete.

Da für die DDR diplomatisch aufwertende Ressortabkommen mit ausländischen Ministerien und Verbänden auch im Sport ein staatlicher Kooperationspartner und keine Massenorganisation wie der DTSB gefragt war, bekam das StaKo als staatliche Behörde nun die Zuständigkeit in der internationalen Zusammenarbeit für jene sechs Staaten zugesprochen, von denen sich die DDR aktuell am ehesten ihre diplomatische Anerkennung versprach (Ägypten, Guinea, Mali, Syrien, Irak, Tansania). Und während sich DTSB und StaKo nach langen internen Querelen um Zuschüsse und Befugnisse bis 1971 erstmals auf eine gemeinsame Sportstrategie zur Dritten Welt einigten, wurde die Sportschule in Güstrow für sechs Millionen DDR-Mark generalüberholt, um unter anderem afrikanischen Gästen vor Olympia 1972 eine moderne Sportstätte für ihre Trainingslager anbieten zu können.

Zusätzlich plante der DTSB aufgrund der immer größeren Nachfrage aus aller Welt nach Trainern aus der mit dem Ruf des Erfolgs versehenen DDR den Aufbau eines Auslandstrainerpools, den das Ministerium für Außenwirtschaft ab 1970 mit 875.000 DDR-Mark subventionieren sollte (da damit auch Hoffnungen des Außenhandels auf die Einnahme von Devisen einhergingen).

All diese Aktionsstränge führten den DDR-Sport vor Olympia 1972 an seine Belastungsgrenze, da er zugleich seine Beteiligung an den Weltfestspielen der Jugend 1973 in Ostberlin vorbereiten musste. So konnte der DTSB nicht mehr dem Obersten Sportrat Afrikas bei der Gestaltung der Eröffnungsfeier seiner Allafrikanischen Kontinentalspiele 1973 in Nigeria (Lagos) helfen. Hier sprangen Choreographen der Armeesportvereinigung „Vorwärts“ der Nationalen Volksarmee ein. Argwöhnisch notierte DIE ZEIT aus bundesdeutscher Perspektive daher, die Massenschau in Lagos mit 1000 nigerianischen Soldaten stelle eine „seltsame Mischung von preußischem Drill und nigerianischen Volkstänzen“ dar.

Rückenwind aus Afrika und „AG 72”

Parallel dazu verlieh der Wirkungsverlust der Hallstein-Doktrin der DDR Rückenwind. Immer mehr Länder (unter anderem Ägypten, Sudan, Syrien, Algerien, Guinea, Somalia) nahmen ab 1969/71 diplomatische Beziehungen zu ihr auf. DTSB-Funktionäre meinten, es sei geglückt, der „westdeutschen Sportführung in vielen dieser Länder entgegenzuarbeiten. Einige dieser Länder begreifen immer mehr, dass auch die sogenannte Entwicklungshilfe auf dem Gebiet von Körperkultur und Sport durch die westdeutsche Sportführung ausschließlich den neokolonialistischen Bestrebungen Westdeutschlands dient.”

Zugleich hatte das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten (MfAA) Ende der 1960er Jahre eine „AG Olympia” gebildet (auch „AG 72” genannt), die 1970-73 zur Vorbereitung aller Olympia-Fragen auf Betreiben der ZK-Abteilung Sport gegen die von den Diplomaten dafür beanspruchte Führungskompetenz als Parteikommission beim ZK der SED fortbestand und dem Politbüro direkt berichtete.

Angesichts der neuen Ostpolitik der Bundesregierung („Wandel durch Annäherung”) sollte sie die Bundesrepublik als „reaktionären” Olympia-Gastgeber diskreditieren, deshalb die „sozialistischen Bruderstaaten” und die der DDR gewogenen Entwicklungsländer auf eine Linie gegen die Bonner Entspannungspolitik einschwören und dazu eine scharfe antibundesdeutsche Propagandakampagne vorantreiben. Lehrhefte des DTSB zum Beispiel zeichneten nun das Bild von „einflussreichen imperialistischen Kräftegruppen in der BRD, (…) die unter dem Deckmantel der Olympischen Spiele die Ideologie des Antikommunismus verbreiten” oder den “Ungeist von Völkerhetze und Revanchismus schüren” würden.

DDR gegen Ghana bei der Olympiade 1972, ein Renommiersieg nach Plan. Das Spiel endete 4:0. Hier kommt allerdings DDR-Stürmer Jürgen Sparwasser (r) nicht an den Ball, Ghanas Torhüter Essel Mensah war schneller (© picture-alliance/dpa, Schulze)

Das Zusammenspiel der „AG 72” mit der Abteilung Sport beim ZK der SED, dem MfAA und dem DTSB ist bisher kaum erforscht. Dabei fungierte sie offenbar zwischen den beteiligten Institutionen als eine Art Informationsstelle und leitete auch die Olympia-Aktivitäten der Botschaften und Auslandsvertretungen der DDR unter anderem in Afrika an.

Geheime Rotstrichinformation

Während das Auswärtige Amt in Bonn seine Botschaften und Konsulate im Ausland 1966 aufgefordert hatte, das internationale Werben möglicher Konkurrenzstädte für München um die Austragung der Olympischen Spiele 1972 in ihren jeweiligen Gastländern auszuspähen, erhielten höchste Diplomatenkreise der DDR diesbezüglich am 25. Mai 1969 die geheime, rot umrandete „Rotstrich“-Order Nr. 148/69 der Abteilung Information des MfAA. Auf Basis dieser Anordnung bekamen die Leiter aller Botschaften und Auslandsvertretungen der DDR (und zwar nur sie) von den stellvertretenden Außenministern Ernst Scholz und Wolfgang Kiesewetter am 7. August 1969 exakt mitgeteilt, wie sie in Sachen Olympia nun zu agieren und den Anweisungen der „AG 72” Folge zu leisten hatten. So auch mit Bruno Sedlaczek der Leiter der DDR-Handelsvertretung in Algerien. Er durfte über die „AG 72” und ihre „unbedingt“ geheim zu haltenden Vorgaben nicht sprechen und hatte seine Diplomaten über die Bedeutung der Olympischen Spiele in München so zu instruieren, dass sie in „politisch einflussreichen Kreisen“ Algeriens für die Ziele der DDR vehement werben konnten.

Zu koordinieren war dabei ein „einheitliches Vorgehen“ mit den vor Ort vertretenen sozialistischen Ländern. So sollte auch in Algerien die „Überzeugung Fuß fassen“, dass die Bundesrepublik und ihr „deutscher Imperialismus die Olympischen Spiele für die Durchsetzung ihrer politischen Ziele missbrauchen” würden. Insbesondere den Bonner Bemühungen, einen Olympia-Auftritt der DDR mit eigener Flagge und Hymne in München doch noch zu verhindern, war „unbedingt und mit allen zu Gebote stehenden Mitteln” entgegenzutreten.

Darüber, sowie über das bundesdeutsche Agieren in Algerien, hatte Sedlaczek fortlaufend Kurt Böttger (und nur ihn), den Leiter der „AG 72”, zu informieren. Dieser wechselte 1970 als Botschafter in den Sudan, wo das Wissen um die Suche der DDR nach Verbündeten überbordende Begehrlichkeiten auslöste. Doch auf die von sudanesischen Funktionären dem DTSB 1969 angetragene Perspektive, gegen den aus Ostberlin bezahlten Bau eines Olympia-Dorfes mit modernen Sportstätten in Khartum ließe sich eventuell eine Bonn gegenüber ablehnende Haltung einnehmen, ließ sich auch die finanziell klamme DDR nicht ein.

Exklusivseminare als Lobbyistenzirkel

An anderer Stelle indes wurden keine Kosten gescheut. So führte der DTSB 1971 und 1973 mit Blick auf Olympia 1972 und die Weltjugendfestspiele 1973 zwei dreiwöchige Sommerkurse mit exklusivem Programm vor allem für afrikanische Funktionäre durch, um sich ihres Beistandes gegen die Bundesrepublik zu versichern (Kosten jeweils über 200.000 DDR-Mark).

Die Seminare waren abgestimmt mit der Abteilung Sport beim ZK der SED und mit einer Vielzahl führender Sportfunktionäre der DDR sowie in der DDR tätiger afrikanischer Diplomaten hochrangig besetzt. Daran nahmen Führungskräfte unter anderem aus Mali, Sudan, Guinea, Kongo, Algerien, Äthiopien, Somalia, Tansania, Niger, Nigeria, Libyen, Ägypten, Lesotho, Mauritius und Burundi teil, die am Ende der Veranstaltung ein Sonderdiplom der DHfK erhielten. Sie sollten vor allem wissen, dass ihre Länder von „gleichberechtigten Beziehungen zur DDR“ profitieren würden, dass „verstärkten Aktivitäten der BRD in antiimperialistischen Nationalstaaten wirksam entgegenzutreten“ sei und dass ihnen dabei „mit der DDR ein wahres Freundesland zur Seite steht.“

Interne Gewichtsverlagerung nach Olympia 1972

Nach dieser sportpolitischen Charmeoffensive dem afrikanischen Kontinent gegenüber rund um Olympia 1972 und den Weltjugendfestspielen 1973 verschoben sich jedoch die Aktionsfelder des DDR-Sports in Afrika. Mit dem deutsch-deutschen Grundlagenvertrag 1972 und der Aufnahme beider deutscher Staaten in die Vereinten Nationen 1973 hatte die DDR das Ziel ihrer internationalen Anerkennung erreicht.

Bedeutende Staaten Afrikas wie Nigeria schlossen sich dieser Entwicklung an, blieben aber der DDR gegenüber angesichts ihrer deutschlandspezifischen Pendeldiplomatie distanziert, sodass ein bereits ausgearbeitetes Sportabkommen zwischen Lagos und Ostberlin 1973 nicht mehr zustande kam und von der DDR auch nicht mehr um jeden Preis benötigt wurde. Sie benutzte ihren Sport nun nicht mehr als diplomatischen Türöffner, sondern setzte insbesondere die internationalen Erfolge ihres Leistungssports noch stärker zur politisch-ideologischen Aufpolierung ihres Images ein.

Als sich ab 1974/75 mit den Bürgerkriegen in Äthiopien, Mosambik und Angola neue Brennpunkte in Afrika Bahn brachen, die in den folgenden Jahren zu zentralen Schwerpunkten der DDR-Afrikapolitik werden sollten, kam es in der auswärtigen Administration auch zu einer fast folgerichtigen Gewichtsverlagerung. Der Sport als Teil der kulturellen Auslandsarbeit der DDR wurde dem MfAA nun von der SED entzogen und der Auslandsarbeit des nicht-staatlich verorteten DTSB zugeordnet. Dieser jedoch zeigte sich in seiner Konzentration auf den mit absoluter Priorität versehenen Leistungssport oft nur noch dann an Brücken nach Afrika interessiert, wenn es um die für ihn so wichtigen Klima- und Höhentrainingslager ging, wie sie im Vorfeld der Olympischen Spiele 1980 in Moskau zum Beispiel in Algerien, Äthiopien oder Mosambik stattfanden.

Zitierweise: Daniel Lange, „München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas“, in: Deutschland Archiv, 1.9.2022, Link: www.bpb.de/512587. Vom Autor ist ebenfalls erschienen: „Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass“, in: Deutschland Archiv, 30.6.2022, Link: Externer Link: www.bpb.de/510044.

Ergänzend zum Thema:

Juliane Lanz, Externer Link: Die DDR und das Attentat auf Olympia 1972, bpb APuZ, 2. September 2022

Fussnoten

Fußnoten

  1. Vgl. Uta Andrea Balbier, Kalter Krieg auf der Aschenbahn: Der deutsch-deutsche Sport 1950 – 1972, Paderborn 2007.

  2. Zur Einordnung des Sports in der DDR-Afrikapolitik siehe Deutschland Archiv vom 24.8.2021, www.bpb.de/338814, vom 12.11.2021, www.bpb.de/343188, und vom 30.06.2022, www.bpb.de/510044, zuletzt aufgerufen am 24.08.2022.

  3. Vgl. Daniel Lange, Turnschuhdiplomatie: Die internationalen sportpolitischen Beziehungen der DDR nach Afrika als besonderer Bestandteil ihrer Außenpolitik, Berlin 2022.

  4. Auflagen waren der einheitliche Auftritt beider deutscher Teams unter neutraler Flagge mit den fünf olympischen Ringen und mit Beethovens „Ode an die Freude“ als Hymne.

  5. Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR (SAPMO)/DY12/3782/9ff., Internationale Kommission beim DTSB-Präsidium, Spätsommer 1966 (undatiert).

  6. Damals brachen zehn arabische Staaten nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und der BRD ihre Verbindungen nach Bonn einstweilen ab.

  7. Protokoll Nr. 29/65 der Sitzung des Politbüros am 10.8.1965, Anl. 3: Plan über die weitere Entwicklung des Leistungssports bis 1972, in: Hans Joachim Teichler, Die Sportbeschlüsse des Politbüros, Köln 2002, S. 511. Der Sportforschung wurden hier Untersuchungen zur Akklimatisierung und zu den speziellen klimatischen Bedingungen in Mexiko-Stadt als eine „Hauptrichtung“ aufgetragen.

  8. Zu nennen sind u.a. Trainerprojekte im Tschad und in Kamerun (Turnen, Boxen, Leichtathletik) oder die Fußballnationaltrainereinsätze von Peter Schnittger (Elfenbeinküste 1968-70, Kamerun 1970-74) und Karl-Heinz Marotzke (Ghana 1968-70, Nigeria 1970-71).

  9. Vgl. Kay Schiller/Christopher Young, München 1972: Olympische Spiele im Zeichen des modernen Deutschland, Göttingen 2012, S. 63-69.

  10. Ernst-Dieter Sehmiekler, Ein Kontinent probte für Olympia, in: Die Zeit, 19.1.1973, S. 48.

  11. SAPMO/DY12/547/188, Bestand DTSB, Protokoll zur 28. Sitzung des Sekretariates des DTSB-Bundesvorstandes am 17.6.1969, 18.6.1969.

  12. Die AG 72 (Gründungstag unbekannt) unterstand im MfAA dem stellvertretenden Außenminister und langjährigen Arabien-Koordinator der DDR, Ernst Scholz. Geleitet wurde sie dort bis 1970 vom zuvor im Sudan und Ägypten tätigen Diplomaten Kurt Böttger, sein Stellvertreter war der Arabien-/Südostasien-Diplomat Norbert Jaeschke. Ab 1970, als ZK-Kommission, bestand sie aus 23 teils hochrangigen Mitgliedern, u.a. aus mehreren Ministerien und ZK-Abteilungen sowie von DTSB, StaKo, Freier Deutscher Jugend und Freiem Deutschen Gewerkschaftsbund. Den Vorsitz hatte Politbüromitglied Albert Norden inne (zugleich Leiter der ZK-Abteilung für Auslandsinformation).

  13. Vgl. Uta Andrea Balbier, Kalter Krieg auf der Aschenbahn, S. 110f.; vgl. Kay Schiller/Christopher Young, München 1972, S. 265ff.

  14. DTSB, Studienmaterial: Die Olympischen Spiele 1972 und der Beitrag des sozialistischen Sports für Frieden, Völkerfreundschaft und hohe sportliche Leistungen, Ost-Berlin 1972, S. 32.

  15. Vgl. Kay Schiller/Christopher Young, München 1972, S. 64.

  16. Politisches Archiv des Auswärtigen Amtes/Bestand MfAA/B 469/72, Abteilung Arabische Staaten, E. Scholz und W. Kiesewetter an B. Sedlaczek, 7.8.1969.

  17. SAPMO/DY/30/ IV B 2/18/17, Bestand ZK-Abt. Sport, Konzept zum internationalen Sommerkurs 4.-23.6.1973.

Weitere Inhalte

Dr. phil., wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Leistungssport & Trainerbildung der Deutschen Hochschule für Gesundheit & Sport (Berlin). Sportwissenschaftliche Promotion an der Universität Potsdam zur außenpolitischen Rolle des Sports in der Afrikapolitik der DDR („Turnschuhdiplomatie“; mit Förderung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur). Zuvor Magisterarbeit an der Humboldt-Universität zu Berlin zur deutsch-deutschen Beteiligung am Unabhängigkeitsprozess der Vereinten Nationen 1989/90 in Namibia. Vorstandsmitglied Sport der Deutsch-Namibischen Gesellschaft. E-Mail: daniel.lange@go4more.de