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Die Wege zum 9. November 1989

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 44 Analysen & Essays. Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Sieben Monate Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 30 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gibt "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" Föderalismus und Subsidiarität „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Drei Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Frauen in der Bürgerbewegung der DDR und während der Friedlichen Revolution Die Wege zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2021 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur The Games at the Gate Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts Alltag und Gesellschaft Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass „DDR-Übersiedler in Afrika hochwillkommen” Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Porträts Redaktion "Ungehaltene Reden" ehemaliger Abgeordneter der DDR-Volkskammer Was sollten Wähler und Wählerinnen 2021 bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Ist Antisemitismus vor allem ein ostdeutsches Problem? Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Heimat ist ein Raum aus Bytes Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Aktion, Reaktion und Gegenreaktion im „Schlüsseljahr“ 1952 Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? Schwierigkeiten mit der Wahrheit Personelle Kontinuitäten in Brandenburg seit 1989 "Geschlossene Gesellschaft" Kulturelite im Blick der Stasi Experten für gesamtdeutsche Fragen – der Königsteiner Kreis Friedrich II. – Friedrich der Große Literaturjournal Deutsch-deutscher Literaturaustausch (8+9/2012) Eine gesamtdeutsche Reihe? Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? Literaturjournal Politische Bildung (6/2012) Antikommunismus zwischen Wissenschaft und politischer Bildung Subjektorientierte historische Bildung Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft "Hallo?! – Hier kommt die DDR" Vergangenheit verstehen, Demokratiebewusstsein stärken Keine einfachen Wahrheiten Literaturjournal Sport (5/2012) Sportnation Bundesrepublik Deutschland? Marginalisierung der Sportgeschichte? Dopingskandale in der alten Bundesrepublik Hooliganismus in der DDR "Erfolge unserer Sportler – Erfolge der DDR" Literaturjournal Nachkrieg (4/2012) Jüdischer Humor in Deutschland Die SED und die Juden 1985–1990 "Braun" und "Rot" – Akteur in zwei deutschen Welten Kriegsverbrecherverfolgung in SBZ und früher DDR Die "Hungerdemonstration" in Olbernhau Eklat beim Ersten Deutschen Schriftstellerkongress Workuta – die "zweite Universität" Dokumentation: Die Rehabilitierung der Emmy Goldacker Kaliningrader Identitäten "Osten sind immer die Anderen!" Freiheit und Sicherheit Literaturjournal Wirtschaft und Soziales (3/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Zeitgeschichte im Film (2/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Nonkonformität und Widerstand (1/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Deutsch-deutsches (11+12/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Öffentlicher Umgang mit Geschichte (10/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 21 Jahre Deutsche Einheit (9/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wissenschaft (8/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau - Teil 2 (7/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau (6/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Kultur (5/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Innere Sicherheit (4/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wirtschaftsgeschichte (3/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Ost-West-Beziehungen (2/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Medien (1/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Über das Deutschland Archiv Redaktion Nach den Unruhen in Kasachstan: Wendepunkt oder Weiter so?

Die Wege zum 9. November 1989 Ein multimediales Mosaik über den Beginn der Friedlichen Revolution in der DDR vor 33 Jahren, den Mauersturz am 9.11.1989 und die Entwicklung dahin.

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Ab 23.40 wurde "geflutet". Fotoinstallation zur Erinnerung an den 9.11.1989 an der Bornholmer Brücke, sie verbindet heute die Berliner Bezirke Prenzlauer Berg und Wedding. Bis 1989 war dies einer der wenigen Grenzübergänge zwischen West- und Ostberlin. (© bpb / H.Kulick)

Die Maueröffnung am 9. November 1989 war eine zwangsläufige Entwicklung des Geschehens in der DDR im Herbst 1989 - als Folge einer MIschung aus Revolution, Ausreisedruck, Implosion des Machtapparats und Paralyse des DDR-Alltags. Und sie öffnete den Weg zur Deutschen Einheit am 3. Oktober 1990.

Vorausgegangen war im Sommer 1989 eine anhaltende Ausreisewelle aus der DDR, via Polen, der Tschechoslowakei und vor allem Ungarn. Zugleich wuchsen in der DDR Frust und Bürgermut, die "Friedliche Revolution" nahm ihren Lauf und kulminierte rund um den 7. Oktober, dem 40. Jahrestag der DDR.

Abgeriegelt für die offiziellen Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der Republikgründung, der Palast der Republik. Im Verlauf der Demonstration für Reformen in der DDR gingen Volkspolizei und zivile Beamte der Staatssicherheit zum Teil massiv gegen Demonstrierende und Presse vor, diskutierten aber in den Folgetagen auch in ihren eigenen Reihen, ob dieser Einsatz sinnvoll war. (© picture-alliance/dpa, Heikki Saukkomaa)

Auslöser der Ausreisewelle war der Fall des "Eisernen Vorhangs" in Ungarn, wo DDR-Bürger und Bürgerinnen häufig Urlaub machten. Seit Anfang Mai 1989 wurde dort "aus Kostengründen" der Grenzzaun abgebaut, mit Rückendeckung des sowjetischen Staatsoberhaupts Michail Gorbatschow. Joachim Jauer hat dies 2019 im Deutschlandarchiv hintergründig beschrieben: "Externer Link: Die Mauer fiel nicht in Berlin am 9. November...sondern im ungarischen Hegyeshalom sechs Monate zuvor."

Zu dieser Zeit hatten auch die Bürgerrechtsproteste in der DDR Auftrieb erhalten, denn am 7. Mai 1989 war der SED-Staat dabei ertappt worden, wie die Ergebnisse der DDR-Kommunalwahlen flächendeckend "geschönt" wurden, nachzulesen im bpb-Hintergrundtext Externer Link: "Wahlbetrug 1989 – als die DDR-Regierung ihre Glaubwürdigkeit verlor".

Eine Pflichtwahl ohne "Auswahl". Stimmauszählung in einem Ost-Berliner Wahllokal am 7. Mai 1989 – von DDR-Bürgern kritisch beäugt. (© Bundesstiftung Aufarbeitung, Klaus Mehner, Bild 89_0507_DDR-Wahl_05 )

Noch blieb die Zahl der von nun an regelmäßig Demonstrierenden aber überschaubar. Das änderte sich, als im Verlauf des Sommers immer mehr Menschen frustriert die stagnierende DDR verließen, allein im Juli und August 1989 mehr als 50.000 Menschen: Externer Link: "Sommer 1989: Die große Flucht aus der DDR". Nun kamen auch Demonstrierende hinzu, die verstärkt für eine Reform der DDR demonstrierten, damit diese wieder attraktiver wird ("Wir bleiben hier!"). Auch (verbotene) Parteigründungen wurden geplant. Die Zahl der "Mutbürger" wuchs, aber auch die Gegenwehr des zunehmend verunsicherten Staats. Peter Wensierski beschreibt diese Entwicklung in Externer Link: "Mutbürger - Ein Rollentausch in Leipzig: Die Stasi im Visier".

Demonstration in der Leipziger Innenstadt am 4. September 1989. Nach nur wenigen Sekunden rissen Stasileute das Transparent herunter. (© Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V. / Armin Wiech)

In den zwei Jahren zuvor war auch in Ost-Berlin eine zunehmend selbstbewusstere Jugendopposition herangewachsen, weitgehend unter dem schützenden Dach einzelner Kirchen, an denen sich die Geheimpolizei Stasi die Zähne ausbiss, hier dokumentiert in einem Fernsehbeitrag vom 2. Dezember 1987 im ZDF: Externer Link: "Stasirazzia in der Umweltbibliothek".

Auch das Ziel der SED die Kirche durch Stasileute zu unterwandern schlug trotz hoher IM-Dichte weitgehend fehl, sie blieb "das Loch im Fahrradschlauch DDR", wie der Ostberliner Pfarrer Rainer Eppelmann Kirche einmal definierte, aufgrund der demokratischen Grundprinzipien und Freiräume, die sie engagierten DDR-Bürger*innen bot.

Demonstration in der Ostberliner Zionskirche Ende November 1987. Videostandbild. (© Robert-Havemann-Gesellschaft & ZDF)

Komplett friedlich blieb die 1989 allmählich einsetzende "Revolution" in der DDR allerdings zunächst nicht. Anfang Oktober 1989 gab es wechselseitig Gewalt durchaus auch von Demonstrierenden, als Eisenbahnzüge mit DDR-Flüchtlingen auf ihrem Weg aus Prag ins westdeutsche Hof DDR-Bahnhöfe passierten. In und rund um Dresdens Hauptbahnhof gab es daraufhin Krawalle, die einzig die Stasi auf Video dokumentierte, zu sehen in dem 30-minütigen Film Externer Link: "Vom Einläuten der Friedlichen Revolution", der 2014 in der Berliner Gethsemanekirche Premiere hatte.

Bei Krawallen vor dem Dresdener Hauptbahnhof in der Nacht vom 4. auf den 5. Oktober 1989 ausgebranntes DDR-Polizeifahrzeug. (© BArch)

Der Externer Link: halbstündige Dokumentarfilm dokumentiert aber auch aus zahlreichen privaten Quellen, wie Polizei, Staatssicherheit und Betriebskampfgruppen in den Folgetagen auf durchweg friedliche Proteste reagierten, einschüchternd und gewaltsam vor allem rund um den 7. Oktober 1989.

Insbesondere aus solchen Gewalt- und Angsterfahrungen entwickelten sich zahlreiche Initiativen, die in der Folgezeit auf unterschiedlichsten Ebenen für "Dialog" und Gewaltlosigkeit eintraten.

Polizeikette in Karl-Marx-Stadt am 7.10.1989, fotografiert vom MfS (© Polizeikette in Karl-Marx-Stadt am 7.10.1989, fotografiert vom MfS)

Diskussionen über ihren unbeirrten Kurs und Proteste dagegen ließ die DDR-Führung jedoch vor dem 40. Republik-Geburtstag am 7. Oktober nicht zu. Die vergreiste Machtelite der DDR ließ ihn pompös in Ostberlin feiern, mit Fackelzug, Militärparade, Staatsbankett und Lobeshymnen in den staatsgelenkten Medien. Aber erwartete Reformen wie in der Sowjetunion unter Michail Gorbatschow lehnte die SED nachdrücklich ab und desillusionierte damit zunehmend auch ihre eigenen Anhänger und Anhängerinnen, von denen immer mehr ihr Parteibuch zurückgaben. Zugleich bildeten sich ganz neue Parteiinitiativen, denen der SED-Staat aber zunächst eine Anerkennung versagte.

Den 40. Jahrestag der Staatsgründung am 7. Oktober 1989 feierte das SED-Regime mit einer Militärparade und ausländischen Staatsgästen. (© picture-alliance, LEHTIKUVA, Heikki Saukkomaa )

Im Deutschlandarchiv hat der seinerzeitige Mitbegründer der sozialdemokratischen SDP in der DDR, Martin Gutzeit, Gorbatschows Einfluss auf die DDR-Opposition 2022 in einem Nachruf noch einmal eindrücklich beschrieben: Externer Link: "Gorbatschows vergessene, erste Friedliche Revolution".

Als Staatsgast nahm Michail Gorbatschow am 6. und 7. Oktober 1989 höflich distanziert an den hermetisch abgeriegelten Jubiläums-Feierlichkeiten der SED-Führung teil und wurde zum Leidwesen der SED-Oberen beim abendlichen Fackelumzug am 6.10. als vorbildlicher Reformer umjubelt, wie auch das nachfolgende Dokument des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) belegt:

In der DDR spitzelte die Geheimpolizei Stasi nahezu überall. Nicht nur in Kreisen der Opposition, auch in Reihen der staatstragenden Jugendbewegung FDJ (Freie Deutsche Jugend). Diese interne MfS-Information bezieht sich auf die "Aktion Jubiläum 40", die das MfS abzusichern hatte. Am 6. und 7. Oktober 1989 feierte die SED-Führung pompös den 40. Jahrestag der DDR. Ehrengast war der sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow, der die DDR-Spitze vergeblich zu Reformen drängte. Nun meldeten Informanten aus der FDJ, dass viele junge Leute planten, bei einem abendlichen Fackelmarsch entlang einer Ehrentribüne "Gorbi, Gorbi!" zu rufen, aber nicht so intensiv SED-Chef Erich Honecker zuzujubeln. Daraufhin mussten sich diesem Dokument zufolge Teilnehmenden schriftlich wieder zur Linientreue verpflichten.

Gegenüber dem Deutschlandarchiv der bpb erläuterte dazu in einer Mail am 2.9.2022 der damalige FDJ-Vorsitzende Eberhard Aurich: "Die Idee, meine Erklärung diesmal von den Teilnehmern unterschreiben zu lassen, war schon Wochen vorher entstanden. Da wussten wir noch nicht einmal, dass Gorbi kommt. Als wir diesen Text den Teilnehmern vorlegten, gab es zwei Wünsche: Streichen eine Eloge auf Erich Honecker und Betonung der Freundschaft zur Sowjetunion, was ich dann gemacht habe. Wir und andere ahnten natürlich die Gorbi-Rufe während des Fackelzuges. Ich fürchtete tatsächlich den Eingriff der Stasi oder der Partei – so wie am 1. Mai, als Gorbi-Bilder entfernt wurden. Ich hatte eine Begrüßungsrede vorbereitet, die namentlich die Gäste nennen sollte: Gorbatschow, Ortega, auch Ceausescu. Am Morgen des 6. Oktober erhielt ich einen Anruf mit dem Auftrag, die namentliche Nennung zu unterlassen. Das hat mich empört. Ich habe daraufhin zwei Dinge getan: Die Rede so überarbeitet, dass ohne namentliche Nennung trotzdem an der richtigen Stelle der Jubel ausbrach und Buh-Rufe unterblieben. Des weiteren habe ich die 1. Sekretäre der Bezirksleitungen angewiesen, auf keinen Fall Gorbi-Rufe zu unterbinden, sondern der Stimmung freien Lauf zu lassen, wie es ja auch geschah. Auch gab es Hoch-Rufe auf Honecker!! Das Fernsehen hat bei der Life-Übertragung die Gorbi-Rufe unter anderem unterdrückt. Honecker hat sie sehr wohl wahrgenommen, weshalb er sich von mir nicht mal nach dem Fackelzug verabschiedete." (© BArch, MfS, HA II/6/631/89, Blatt 235)

Unmittelbar nach Gorbatschows nachmittäglicher Rückreise nach Moskau kam es am Abend des 7. Oktober zu massiven Schlagstock- und Wasserwerfereinsätzen der "Sicherheitsorgane", sowie zu zahlreichen Festnahmen, aber nicht nur in Ostberlin als "Hauptstadt der DDR", sondern auch in Plauen, Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz), Halle, Leipzig und weiteren Orten der DDR. Wagemutige Bürger*innen haben damals Proteste heimlich mit Fotoapparaten, Video- und Schmalfilmkameras dokumentiert, ein Zusammenschnitt davon ist ebenfalls in dem oben erwähnten Externer Link: Video zu sehen, das die heile Welt der DDR-Propaganda nachhaltig konterkariert.

Nachdem die DDR-Sicherheitskräfte am 7.10.1989 im sächsischen Plauen darauf beharrten, ein Feuerwehrfahrzeug als Wasserwerfer zu benutzen, protestierten mehrere Feuerwehren in schriftlichen Erklärungen wegen Zweckentfremdung ihres Löschfahrzeugs. (© BArch, MfS BV-KMS, Abt. XX, Nr. 2733, Blatt 02, Bild 74)

Zwei Aufsätze im Deutschlandarchiv beschäftigen sich mit der Aufarbeitung der rigiden Polizeieinsätze des 7. Oktober, die zahlreiche Ermittlungsverfahren nach sich zogen, diesmal angestoßen von den Opfern staatlicher Polizeigewalt, die in Ostberlin einen Ermittlungsausschuss initiierten. Das war ein Novum in der von der Sozialistischen Einheitspartei (SED) diktatorisch gelenkten DDR. Von einer Externer Link: "Sternstunde des demokratischen Aufbruchs" spricht DA-Autor Andreas Förster, der in seinem Beitrag ausführlich aus den damals dokumentierten Anzeigen zitiert.

Fallsammlung von Polizeiübergriffen am 7. und 8. Oktober 1989 in Ostberlin. (© bpb/kulick)

Bereits im September 2009 widmete sich Klaus Bästlein ausführlich diesem "Letzten Tag der Republik" in der damaligen Printausgabe des Deutschlandarchivs. Interner Link: Hier sein elfseitiges PDF.

Zwei Tage nach dem 7. Oktober hatte der SED-Staat zwar immer noch zahlreiche Sicherheitskräfte mobilisiert, um die sogenannte "Montagsdemonstration" in Leipzig am Abend des 9. Oktober niederzuschlagen. Örtliche Kirchengemeinden und Mitglieder der neu gegründeten Bürgerbewegung "Neues Forum" hatten sie im Anschluss an innerkirchliche "Friedensgebete" geplant. Die SED-Führung ließ aber angesichts der unerwartet großen Zahl von über 70.000 Teilnehmenden davon ab, gewaltsam durchgreifen zu lassen. Jeglicher Befehl blieb aus. Obendrein hatten sich nicht wenige der bewaffneten Kräfte geweigert, Einsatzbefehlen zu folgen, die mit einem Schusswaffengebrauch verbunden gewesen wären. Dies war der Durchbruch der "Friedlichen Revolution", die demonstrativ mit Kerzen statt Waffen in der Hand und mit den Rufen "Keine Gewalt!" ihren Lauf nahm. Die Angst hatte die Seiten gewechselt. Deshalb regen nicht wenige HistorikerInnen an, diesen sehr richtungsweisenden 9. Oktober zu einem offiziellen Gedenktag zu machen.

Heimlich und risikoreich entstanden an diesem Abend in Leipzig Videoaufnahmen, deren Geschichte einer der beiden Kameramänner anschaulich im Deutschlandarchiv beschreibt, Siegbert Scheffke: Externer Link: "Schlüsselmoment der Geschichte: Der 9. Oktober 1989 in Leipzig".

Die Leipziger Montagdemonstration vom 9. Oktober 1989, heimlich vom Kirchturm der Reformierten Kirche aus gedreht. (© Aram Radomski, Siegbert Schefke und Roland Jahn)

Da diese Videoaufnahmen der Proteste in die Bundesrepublik geschmuggelt und vom Westfernsehen auch in die DDR ausgestrahlt wurden, kam es im Dominoeffekt zu anhaltenden Protesten in zahlreichen weiteren Orten der DDR, die durchweg friedlich blieben. Dies regte immer mehr Menschen an, die vorher eher abwartend und ängstlich zu Hause verharrten, sich nun ebenfalls aktiv an den Protesten und aufkeimenden öffentlichen Aussprachen zu beteiligen.

Die Parolen jener Zeit hat die Stasi ausführlich dokumentiert, sorgfältig in einer internen Dokumentation protokoliert, nach Themen geordnet und mit Datum versehen. Die bpb hat dieses Dokument in ihrem Stasi-Dossier online gestellt: Externer Link: "Es lebe die Oktoberrevolution 1989". Gesammelt vom MfS - Parolen der Friedlichen Revolution in der DDR".

"Keine Angst mehr!", als Demo-Parole notiert vom MfS im Herbst 1989 (© BStU, MfS, ZAIG 17084)

Mit eigens initiierten Bürgerdialogen und einem Personalwechsel an der Spitze versuchte die SED noch einmal, die Zügel in der Hand zu behalten, Staatschef Erich Honecker musste am 18. Oktober 1989 abtreten und seinem Parteigenossen Egon Krenz weichen, der sich aber selber nur bis zum 6. Dezember im Amt halten konnte. Honecker wurde in der Folgezeit als dezidierter Schönfärber enttarnt - auch in eigener Sache. Dies rekonstruierte damals die ZDF-Sendereihe Kennzeichen D in ihrem Beitrag Externer Link: "Stasiakte Honecker", abrufbar in der bpb-Mediathek.

Der Mauerfall als logische Konsequenz

Der Fall der Mauer blieb in diesem Prozess nur noch eine Frage der Zeit. Nur rund ein Monat verging, von den Protesten am 7. Oktober bis zum 9. November 1989, als Ostberliner Bürger*innen nach einer missverständlichen Pressekonferenz der SED couragiert in das streng bewachte Grenzgebiet vordrangen und vollkommen friedlich auf der sofortigen Grenzöffnung beharrten - ebenfalls von einem eher zufällig anwesenden Kamerateam dokumentiert. Der damalige Spiegel-Redakteur und Augenzeuge Georg Mascolo hat die Entwicklung an diesem Abend beschrieben: Externer Link: "Die Maueröffner Das Zeitdokument einer historischen Nacht - Der 9. November 1989 in der Bornholmer Straße. Ein Video".

9. November 1989, 23.20 Uhr im Grenzübergang Bornholmer Straße. Die Mauer ist offen. (© Spiegel-TV)

Dass die DDR so rasch ihrem Untergang entgegen ging, hatte allerdings auch finanzielle Hintergründe. Der SED-Staat war nahezu pleite und überlegte bereits, sich eine Variante der Maueröffnung in Bonn im Tausch gegen einen umfangreichen Milliardenkredit zu "erkaufen" und DDR-Bürgern großzügigere Reisemöglichkeiten in Aussicht zu stellen - auch als Reaktion auf die anhaltenden Proteste.

Diese vergeblichen Bemühungen des von der SED beauftragten DDR-Devisenbeschaffers Alexander Schalck-Golodkowski in der ersten Novemberwoche um neue Milliardenkredite beschreiben aus unterschiedlichen Perspektiven der Historiker Hans-Hermann Hertle in seiner Recherche Externer Link: "Totalschaden - Das Finale Grande der DDR-Volkswirtschaft 1989" und der Schweizer Bankier Holger Bahl, der damals schon länger hinter den Kulissen als Unterhändler agierte: Externer Link: "Geheimdienste, Zürcher Modell und Länderspiel".

Bürgerprotest für Reisefreiheit am 7. Oktober in Plauen im Bezirk Karl-Marx-Stadt, vom MfS fotografiert (© BStU, BV KMSt, XX-2733; S.1, Bild 46-t)

War dies alles zusammen nun eher eine Revolution? Eine Implosion? Eine Paralyse? Schlicht eine taktische "Wende"? Dies war damals unter ehemaligen SED-Systemanhängern ein häufig benutzter Begriff, den Externer Link: Egon Krenz an seinem ersten Amtstag, dem 18. Oktober 1989, geprägt hatte. Doch dieser SED-interne Machtwechsel führte umgehend zu weiteren Protesten, die am 4. November ihren Höhepunkt erreichten, mehr als eine halbe Million Menschen ging in Ost-Berlin auf die Sraße - aber noch nicht Richtung Grenze, wie fünf Tage später. Für die SED-Machtelite herrschte zu jener Zeit zunehmend Konfusion und Hilflosigkeit beschreibt der damalige FDJ-Vorsitzende Externer Link: Eberhard Aurich, den Funktionären, so beschreibt er, stehen ihre traditionellen Feindbilder und ihr systemimmanenter Autoritarismus im Weg und ihnen fehlt ein offenes Ohr für das eigene Volk.

Wendland - ein Transparent am 4. November 1989 in Ost-Berlin (© Holger Kulick)

Vom Erfolg der ersten Umrundung des Leipziger Ringes am 9. Oktober 1989 beflügelt, erreichte die Politisierung der Bevölkerung ihren Zenit. Bis zum Mauerfall am 9. November wuchs die Zahl der Demoteilnehmer in Leipzig von Woche zu Woche. Gleichzeitig stieg auch die Anzahl der Städte an, in denen montags ebenfalls demonstriert wurde. Am Montag, den 6. November 1989, waren DDR-weit rund 900.000 Menschen auf der Straße, die ihre Angst vor den Angstmachern der Stasi abgelegt hatten. So viele wie an keinem anderen Tag, beschreibt Achim Beier aus Leipzig den Externer Link: "Mythos Montagsdemonstration", den insbesondere eine kleine Leipziger MutbürgerInnen-Gruppe mit langem Atem und viel Kreativität beflügelt hat, wie Peter Wensierski in seinem Buch über die Externer Link: "Leichtigkeit der Revolution" dokumentiert.

Insbesondere gut vernetzte Frauen erweisen sich dabei als ein Motor der Bewegung, beschreiben rückblickend die Bürgerrechtlerinnen Ulrike Poppe und Samirah Kenawi in einem Externer Link: ZeitzeugInnengespräch und die Schriftstellerin Gabriele Stötzer in einem Essay über die Entmachtung der verhassten Stasi, die im Dezember 1989 DDR-weit folgen sollte: Externer Link: "Für Angst blieb keine Zeit".

Besetzung der Stasi-Bezirksverwaltung in Frankfurt (Oder) am 5.12.1989 durch Mitglieder der Bürgerbewegung Neues Forum und Vertreter des örtlichen Bürgerkomitees (© Hartmut Kelm)

Letztendlich ergab sich die Gesamtentwicklung aus einem Gemisch aus vielerlei Faktoren (und auch historischen Zufällen), die sich im entscheidenden Zeitfenster zwischen Anfang Oktober und Mitte November 1989 ergaben - also ein Externer Link: vielfältiges historisches Mosaik.

Selbst am Vorabend des 9. November ahnte auch das Westfernsehen nicht, in welchem Maß die Auflösung der Mauer bevorstand, hier beispielsweise der komplette Mitschnitt des deutsch-deutschen ZDF-Fernsehmagazins Externer Link: "Kennzeichen D" vom 8.11.2022 und im Rückblick eine Externer Link: 3sat-Kulturzeit-Reportage mit O-Tönen von Akteuren und Akteurinnen des 9. November.

Erinnerungsfoto an die Grenzöffnung in der Bornholmer Straße am 9.11.1989. (© bpb / H.Kulick)

Abschließend eine Schlussreflexion des ehemaligen Bürgerrechtlers und späteren Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl 1994, dem Molekularbiologen Jens Reich, der darin auch einen Bogen in unsere Gegenwart schlägt: Externer Link: "Revolution ohne souveränen historischen Träger".

Zitierweise: Holger Kulick, „Die Wege zum 9. November 1989. Ein multimediales Mosaik der Redaktion Deutschlandarchiv über den Beginn der Friedlichen Revolution in der DDR vor 33 Jahren", in: Deutschland Archiv, 4.11.2022, Link: www.bpb.de/514057.

ERGÄNZENDER HINWEIS:

Der Ort des Gedenkens: die Kapelle der Versöhnung im Berliner Mauerstreifen. Sie markiert die Stelle, an der bis 1985 die evangelische Versöhnungskirche stand, aber dann von den DDR-Grenztruppen gesprengt wurde. Das Ziel war ein freieres Sicht- und Schussfeld um Fluchtversuche aus der DDR besser zu vereiteln.

Die Bundeszentrale für politische Bildung (sie wird derzeit 70) war auf Anregung der Redaktion Deutschlandarchiv am 9.11.2022 nicht nur mit einem "Bücherbus" in der Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße präsent.

Sie organisierte auch in Kooperation mit der Stiftung Berliner Mauer am 9. November 2022 mittags um 13 Uhr in der Kapelle der Versöhnung eine Diskussionsrunde („Versöhnungsdialog“) mit Eberhard Aurich, dem ehemaligen Vorsitzenden der SED-Jugendorganisation "Freie Deutsche Jugend" FDJ, der im Herbst 1989 gerne „Reformer“ geworden wäre, zeitgemäße Strategiepapiere entwarf, sich aber dann abwartend dem Parteidruck beugte. Er reflektiert und schreibt jedoch seitdem vergleichsweise selbstkritisch darüber, warum er zu lange schwieg. Siehe auch seine Website (https://www.eaurich.de/).

Der ehemalige FDJ-Chef Eberhard Aurich (mit Mikrofon) am 9.11.2022 im Zeitzeugengespräch der bpb in der Berliner Kapelle der Versöhnung mit seinem Gesprächspartner, dem evangelischen Pfarrer Thomas Jeutner, der sich in der DDR der FDJ verweigerte. "Zwei Welten – zwei Blasen", kommentierte Jeutner am Ende, "aber 33 Jahre nach dem Mauersturz ein überfälliger Dialog, dem in dieser Kontroversität gerne auch an diesem kirchlichen Ort weitere folgen sollten“. (© bpb / H.Kulick)

Aurichs Gesprächspartner, der in der Kapelle der Versöhnung dessen Sichtweisen hinterfragte, war der ev. Pfarrer der Versöhnungsgemeinde, Thomas Jeutner, der aus Prenzlau stammt und als Jugendlicher die Mitgliedschaft in der FDJ ablehnte. Nach der Schulzeit in Potsdam lernte er Fernmeldemechaniker, verweigerte den Wehrdienst in der NVA und wurde Bausoldat. Nach kurzer Zeit als Student in Wismar wurde er aus politischen Gründen der Hochschule verwiesen. Auf dem Sprachenkonvikt der Evangelischen Kirche in Berlin studierte er Theologie und wurde Pfarrer, sein Bruder verließ derweil frustriert die DDR.

Aber auch SchülerInnen zweier Berliner Gymnasien beteiligten sich an der Diskussion, die von der Redaktion Externer Link: Deutschlandarchiv der bpb aufgezeichnet worden ist und hier demnächst online zur Verfügung gestellt wird.

ERGÄNZENDES ZUM 9. NOVEMBER:

Der Externer Link: 9. November in der deutschen Geschichte: 1848, 1918, 1923, 1938, 1989. Ein Überblick.

Vertiefend erörterten am 9.11.2022 im Schloß Bellevue mehrere ExpertInnen auf Einladung des Bundespräsidenten die Fragestellung: "Wie erinnern wir den 9. November? Ein Tag zwischen Pogrom und demokratischen Aufbrüchen". Die Debatte wurde ab 11 Uhr im Livestream auf Externer Link: www.bundespräsident.de übertragen, eine Auswahl der Impulsvorträge wird demnächst vom Deutschlandarchiv dokumentiert.

Fussnoten

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