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,,Geräuschlos“ und ,,ohne Geschrei!“

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 42 Analysen & Essays. Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Sieben Monate Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 30 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gibt "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" Föderalismus und Subsidiarität „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Drei Gedanken über Werner Schulz 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Der Weg zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2021 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur The Games at the Gate Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? 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Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts Alltag und Gesellschaft Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. 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Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Ist Antisemitismus vor allem ein ostdeutsches Problem? Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Heimat ist ein Raum aus Bytes Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? 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Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? Schwierigkeiten mit der Wahrheit Personelle Kontinuitäten in Brandenburg seit 1989 "Geschlossene Gesellschaft" Kulturelite im Blick der Stasi Experten für gesamtdeutsche Fragen – der Königsteiner Kreis Friedrich II. – Friedrich der Große Literaturjournal Deutsch-deutscher Literaturaustausch (8+9/2012) Eine gesamtdeutsche Reihe? Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? Literaturjournal Politische Bildung (6/2012) Antikommunismus zwischen Wissenschaft und politischer Bildung Subjektorientierte historische Bildung Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft "Hallo?! – Hier kommt die DDR" Vergangenheit verstehen, Demokratiebewusstsein stärken Keine einfachen Wahrheiten Literaturjournal Sport (5/2012) Sportnation Bundesrepublik Deutschland? Marginalisierung der Sportgeschichte? Dopingskandale in der alten Bundesrepublik Hooliganismus in der DDR "Erfolge unserer Sportler – Erfolge der DDR" Literaturjournal Nachkrieg (4/2012) Jüdischer Humor in Deutschland Die SED und die Juden 1985–1990 "Braun" und "Rot" – Akteur in zwei deutschen Welten Kriegsverbrecherverfolgung in SBZ und früher DDR Die "Hungerdemonstration" in Olbernhau Eklat beim Ersten Deutschen Schriftstellerkongress Workuta – die "zweite Universität" Dokumentation: Die Rehabilitierung der Emmy Goldacker Kaliningrader Identitäten "Osten sind immer die Anderen!" 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,,Geräuschlos“ und ,,ohne Geschrei!“ Sicherheitspolitik von 1949 bis 1956

Frank Heinz Bauer

/ 13 Minuten zu lesen

Ausgehend von den Entmilitarisierungsbeschlüssen der Potsdamer Konferenz des Jahres 1945, beschreibt der Autor Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Gestaltung der Sicherheitspolitik der beiden deutschen Staaten bis 1956. Die Darstellung stützt sich auf ehemals als geheim eingestufte Quellen aus dem Bundesarchiv-Militärarchiv in Freiburg (Breisgau).

Bundeskanzler Adenauer besucht in Andernach fünf Kompanien der neu aufgestellten westdeutschen Streitkräfte, 1956. (© picture-alliance/dpa)

Die vollständige und dauerhafte Entmilitarisierung Deutschlands war auf der Potsdamer Konferenz der Siegermächte des Zweiten Weltkriegs im Sommer 1945 noch eine der wenigen unstrittigen Zielvorstellungen aller Konferenzteilnehmer. Sehr schnell führten jedoch die zunehmenden ideologischen Spannungen zwischen den USA und der Sowjetunion (UdSSR) zu einer Neuorientierung und Neubewertung der künftigen sicherheitspolitischen Rolle des in Besatzungszonen aufgeteilten Deutschlands.

Bereits im April 1945 hatte Stalin gegenüber einer jugoslawischen Delegation angedeutet, dass die Besetzung von Territorium gleichbedeutend mit der Übernahme des Gesellschafts- und Wirtschaftssystems sein würde. Dies wurde konsequenterweise oft zum Ausgangspunkt des Kalten Krieges und der Entscheidung über die in der Retrospektive als unausweichlich angesehene doppelte Staatsgründung des besetzten Deutschlands gemacht.

Für die deutschen Kommunisten im Exil war vieles ungewiss

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933 setzte unmittelbar die Entrechtung und Verfolgung politisch Andersdenkender ein. Zu den ersten Opfern gehörten die Vertreterinnen und Vertreter der organisierten Arbeiterschaft aus Sozialdemokratie, Kommunisten und Gewerkschaften. Die Führungskader der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) hatten sich nach Zwischenaufenthalten in Westeuropa seit 1935 dauerhaft in Moskau organisiert. Als die deutschen Kommunisten im sowjetischen Exil um den späteren DDR-Präsidenten Wilhelm Pieck und den späteren DDR-Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht als Ehrengäste Stalins an der Siegesparade der Roten Armee in Moskau anlässlich der deutsche Kapitulation am 9. Mai 1945 teilnehmen durften, war ihre zukünftige Aufgabe völlig unklar: Sollten Sie einen eigenen Staat gründen oder die Einheit Deutschlands wahren?
Offiziere der Wehrmacht schlossen sich im Juli 1943 im sowjetischen Kriegsgefangenenlager Krasnogorsk unter Führung des Arbeiterdichters Erich Weinert zum Nationalkomitee Freies Deutschland (NKFD) zusammen. Im September des gleichen Jahres fand unter Führung von Ulbricht und Pieck im Lager Lunowo die Gründung des Bundes Deutscher Offiziere (BDO) statt. Beide Gruppierungen taten sich unter dem Namen NKFD zusammen und forderten für die Zeit nach dem Sturz der nationalsozialistischen Diktatur die ,,Schaffung einer Volksarmee, die den Interessen des Volkes dient“. Diese Forderungen hatten zu diesem Zeitpunkt auch utopischen Charakter: Einerseits hatte Pieck dieser Gruppe unmittelbar vor seinem Abflug nach Berlin am 1. Juli 1945 versichert, dass diese sehr bald verantwortliche Stellen beim Wiederaufbau Deutschlands nach dem Untergang des ,,Dritten Reichs“ innehaben würde. Andererseits wurde das NKFD auf Weisung Stalins im November 1945 aufgelöst. Das Interesse der Sowjetunion konzentrierte sich in ihrer Besatzungszone nun auf geheime militärische Rüstungsprojekte der Wehrmacht und das technologische Wissen von Wissenschaftlern, die im Einzelfall gemeinsam mit der gesamten Belegschaft von Rüstungsbetrieben in die Sowjetunion verbracht wurden.

Bei den US-Streitkräften wuchs zeitgleich mit der stärker werdenden Konfrontation mit der ehemals verbündeten Sowjetunion das Interesse an der operativen Aufarbeitung des Zweiten Weltkriegs. Ab Januar 1946 wurde Generaloberst a.D. Franz Halder auf Betreiben der Operational History (German) Section als Leiter und Ansprechpartner der fast 300 ehemaligen deutschen Offiziere umfassenden Studiengruppe bestimmt. Halder war seit Beginn des Zweiten Weltkrieges als Chef des Generalstabs des Heeres an maßgeblicher Stelle mit der Planung und Durchführung des Feldzugs gegen die Sowjetunion beteiligt gewesen. Dieses Wissen aus erster Hand wollten die US-Militärs nunmehr für sich nutzen.

Der Kalte Krieg verändert die Zielsetzungen der Besatzungsmächte

Nach der Wahl des Kommunisten Pieck und des Sozialdemokraten Otto Grotewohl zu den Vorsitzenden der aus der Zwangsvereinigung von SPD und KPD hervorgegangenen Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) stellten sich seit April 1946 auch sicherheitspolitisch konkrete Aufgaben. Stalin selbst forderte seinerseits von den Funktionären die Erarbeitung von Richtlinien für eine künftige Staatsordnung in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ). Dazu gehörte die Schaffung einer 2500 Mann umfassenden Grenzpolizei, die der Deutschen Verwaltung des Innern und damit dem Parteivorstand der SED unterstand.

Erste Überlegungen zur Sicherheitspolitik der westlichen Besatzungszonen stellte ein Gremium an, das am 15. April 1947 mit Zustimmung der US-Regierung von den Ministerpräsidenten in der amerikanischen Besatzungszone ins Leben gerufen wurde: Das Deutsche Büro für Friedensfragen. Unter Einbeziehung ehemaliger Offiziere wurde unter Federführung des ehemaligen Generalleutnants Dr. Hans Speidel ein Gutachten verfasst, das feststellte, dass die militärische Sicherheit Westeuropas ohne Einbezug des westdeutschen Potenzials unmöglich sei.
Das streng geheime Memorandum erreichte den Vorsitzenden des Parlamentarischen Rates, Konrad Adenauer. Als Adenauer am 15. September 1949 zum Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt wurde, wusste der 73-Jährige laut seiner eigenen Memoiren, dass zum einen die ,,Zeit für eine Bewaffnung Westdeutschlands noch nicht reif war“, zum anderen aber auch, dass die Westmächte in der Bundesrepublik zumindest langfristig einen gleichberechtigten Partner im Ost-West-Konflikt erkennen mussten.

Seit April 1948 steigerte sich in der SBZ das Interesse an den bestehenden zentral geführten und kasernierten Polizeibereitschaften, die durch die Zuführung von Granatwerfern und schweren Waffen aus Beständen der Roten Armee bereits mehr an militärische Verbände erinnerten. Nichtsdestotrotz betonte die SED offiziell den polizeilichen Charakter der Verbände und beauftragte Erich Mielke aus dem Zentralkomitee (ZK) der SED mit der Rekrutierung von 4774 ehemaligen Wehrmachtssoldaten unmittelbar aus der sowjetischen Kriegsgefangenschaft, um die Verbände mit Polizisten aufzufüllen. Zur Überraschung der Funktionäre brachten die ehemaligen Soldaten laut dem Abschlussbericht über die Heimkehrertransporte vom Herbst 1948 eine ,,starke Abneigung gegen Uniformierung und Kasernierung“ und eine ,,weit verbreitete antisowjetische Haltung“ mit. Dies erschwerte die angestrebte Verwendung der Heimkehrer, die sich offensichtlich etwas anderes unter dem Polizeidienst vorgestellt hatten als „Kasernierung und Ausbildung am Großgeräte (Panzer, d. Verf.)“. Der Bericht lässt den Schluss zu, dass sie eher das Bild vom Schutzmann der Weimarer Republik oder des Kaiserreichs vor Augen hatten. Schwieriger wurde die Situation zusätzlich dadurch, dass die SED ihre gewonnene Gestaltungsmöglichkeit auf diesem Politikfeld durch die Konzentration auf Arbeiter und kommunistische Teilnehmer am Spanischen Bürgerkrieg unter Verzicht auf Wehrmachtsoffiziere umsetzen wollte.

Der Elitenwechsel, der sich in der SBZ spätestens seit 1946 mit der Kollektivierung der Landwirtschaft angedeutet und Verwaltungen, Schulen, Universitäten sowie Unternehmen erfasst hatte, sollte sich auch in diesem für den künftigen Staat sensiblen Bereich spiegeln. Letztlich sah sich aber die Führung der SED nolens volens aus Effizienzgründen veranlasst, fünf kriegsgefangene Generäle und 100 weitere Offiziere der Wehrmacht weiter zu verwenden. Dabei betrug der Anteil der Offiziere mit Vordienstzeiten aus der Reichswehr und der Wehrmacht lediglich 2,1 Prozent am gesamten Offizierskorps. Als Stabschef wurde im Einvernehmen mit der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD) der durch seine Tätigkeit im NKFD bereits bekannte ehemalige Generalleutnant Vincenz Müller bestimmt. Bis zur offiziellen Gründung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 wurde der Aufbau von 24 Infanterie-, acht Artillerie-, drei Panzerbereitschaften sowie einiger Ausbildungsschulen unter Aufsicht sowjetischer Berater abgeschlossen.

Ebenfalls noch vor der Wahl Adenauers zum ersten Bundeskanzler hatte sich das US-State Department am 23. März 1949 in einem Geheimpapier auf die Aufstellung westdeutscher Streitkräfte festgelegt. Allerdings unter der Prämisse, dass die in der NATO organisierten Bündnispartner ,,…ein gewisses Maß an deutscher Bewaffnung“ als Stärkung der Sicherheit Westeuropas ansehen würden. Doch es sollte noch bis zum Mai des Folgejahres dauern, bis die Alliierten Hohen Kommissare den Startschuss für eine offizielle Beschäftigung Adenauers mit sicherheitspolitischen Fragestellungen gaben. Bei der Berufung des Generals der Panzertruppe a.D. Gerhard Graf von Schwerin im Mai 1950 zu seinem Berater zeigte sich der Regierungschef an dem ,,geräuschlosen Aufbau einer Bundespolizei“ ebenso interessiert wie an einer Liste ,,ehemaliger Generäle, die er gelegentlich zu empfangen wünsche“. Die Dienststelle von Schwerin war im Bundeskanzleramt angesiedelt und erhielt den Tarnnamen Zentrale für Heimatdienst (ZfH) (nicht zu verwechseln mit der Bundeszentrale für Heimatdienst). Der Tarnname war notwendig, da zu dieser Zeit laut dem „Gesetz der Alliierten Hohen Kommission zur Ausschaltung des deutschen Militarismus“ Vorbereitungen zur Wiederbewaffnung Deutschlands untersagt waren. Außerdem sollte eine öffentliche Debatte über die Wiederbewaffnung vermieden werden.

Die ZfH sollte mit Blick auf mögliche innenpolitische Verwerfungen im Auftrag Adenauers Distanz zu denjenigen halten, die als Angehörige der Militärelite offenkundig das nationalsozialistische Unrechtsregime selbst in den Augen der damaligen Zeitgenossen besonders stark mitgetragen hatten. Von den Wünschen des Kanzlers ausgehend, entwarf Schwerin ohne Wissen des für Polizeifragen zuständigen Innenministers und späteren Bundespräsidenten Gustav Heinemann Konzeptionen für eine mobile Bundespolizei. Hierbei waren der Kalte Krieg und die von Berater Schwerin angenommene sowjetische Bedrohung Gründe für eine militärische Aufrüstung Westdeutschlands, die seiner Auffassung nach im sicherheitspolitischen Interesse des Westens liegen sollte.

Zeitgleich gelang es der DDR-Führung mit der Einrichtung der ,,Hauptverwaltung für Ausbildung“ innerhalb des Innenministeriums ein zentrales Organ zur Führung der Bereitschaften zu etablieren.

Koreakrieg – Katalysator für die Sicherheitspolitik in Ost und West

Der Beginn des Koreakriegs am 25. Juni 1950 wirkte in beiden deutschen Staaten wie ein Katalysator. Der Krieg in Asien wurde als Beginn einer neuen globalen Systemkrise empfunden und löste gerade in Deutschland Befürchtungen vor einem Dritten Weltkrieg aus. Der US-Generalstab empfahl dem Präsidenten bereits 48 Stunden nach Kriegsbeginn die frühestmögliche Aufstellung westdeutscher Streitkräfte. Der Arbeitsstab „Schwerin“ hatte mit Genehmigung der Westalliierten zwischenzeitlich die alsbaldige Einberufung einer Expertenkommission unter dem Namen „Studienkommission für deutsche Sicherheitsfragen“ vorbereitet. Truppenführer und Generalstabsoffiziere der ehemaligen Wehrmacht wurden namentlich dem US-General George Hays vorgeschlagen. Dieser achtete darauf, dass die Personalauswahl trotz Kontinuität auf diejenigen Militärs fiel, die einen Neuanfang für die Aufstellung westdeutscher Streitkräfte ermöglichen konnten.

Im Oktober 1950 traf sich die Expertengruppe unter dem Vorsitz des ehemaligen Generalobersten Heinrich von Vietinghoff – offiziell als ,,Zusammenziehung der Versicherungsagenten“ bezeichnet – im Eifelkloster Himmerod. Zusätzlich zu den operativen Überlegungen zur Aufstellung von zwölf westdeutschen Heeresdivisionen mit Luftwaffen- und Marinekontingenten standen auch Themenfelder wie die Einordnung der künftigen Streitkräfte in die Demokratie sowie die Integration in das westliche Bündnis an. Im Gegensatz zu den ostdeutschen Planern, die einen Elitenwechsel auch im Militär anstrebten, sahen die westdeutschen Experten das Abitur als Mindestvoraussetzung für die Offizierslaufbahn an und setzten auf die für Westdeutschland typische personelle Kontinuität mit Blick auf eine Neuverwendung. Von den Westmächten wurde als Gegenleistung für den Militärbeitrag die volle Souveränität, militärische Gleichberechtigung und die Rehabilitierung deutscher Soldaten gefordert.

Mit Blick auf bevorstehende Verhandlungen der Bundesrepublik galt es, dem Primat der Politik über das Militär zu entsprechen. Adenauer löste ebenfalls im Oktober 1950 die ZfH auf und setze den Zivilisten und Gewerkschafter Theodor Blank als „Beauftragten des Bundeskanzlers für die mit der Vermehrung der alliierten Truppen zusammenhängenden Fragen“ ein. Auch das sogenannte Amt Blank war Teil des Bundeskanzleramtes.
Durch die Aufstellung des Bundesgrenzschutzes (BGS) im März 1951 gelang es Adenauer, einen 10.000 Mann umfassenden paramilitärisch organisierten Nukleus zu schaffen, der sich vor allem auf ehemalige Offiziere und Unteroffiziere der Wehrmacht stützte und weitere Optionen offen hielt. Mit Gerhard Matzky stand ein ehemaliger General und kein Polizist an der Spitze des Verbands. Währenddessen formierte sich innerhalb und außerhalb des Parlaments der Widerstand gegen die Militärpläne Adenauers. Deren Ablehnung speiste sich aus verschiedenen Quellen: Sie reichte von einem grundsätzlichen Pazifismus als Antwort auf die nationalsozialistischen Verbrechen, über die Angst vor einem neuerlichen Weltkrieg bis hin zur Befürchtung vor allem von führenden Sozialdemokraten, dass eine Bewaffnung die deutsche Teilung für immer zementieren würde. Die Vorbehalte gingen – wenn auch unterschiedlich ausgeprägt – durch alle Parteien, Schichten und Altersgruppen der Bevölkerung und äußerten sich in allen Protestformen einer pluralistisch verfassten Gesellschaft.

Auch die UdSSR reagierte 1950 auf den Koreakrieg und gestattete der DDR mit dem heimlichen Aufbau einer ostdeutschen Luftwaffe in der „Zweigstelle Johannisthal“ zu beginnen. Im April 1952 erging in der DDR der plakative Auftrag Stalins an Pieck und Ulbricht, eine „Volksarmee ohne Geschrei“ aufzustellen. Damit war der offizielle Startschuss für die ostdeutschen Planer gegeben. Da die Bevölkerung die Wiederbewaffnung ablehnte, bestand ein Zielkonflikt zwischen Geheimhaltung und effizienter Umsetzung.

Bundesgrenzschutz und Kasernierte Volkspolizei als Planungsgrößen

DDR-Ministerpräsident Otto Grotewohl am Rednerpult während der 20. Vollsitzung der Volkskammer der DDR in Ostberlin am 18.01.1956, auf der die Schaffung der Nationalen Volksarmee (NVA) als Bestandteil der Streitkräfte des Warschauer Paktes beschlossen wurde. (© picture-alliance)

Stalin hatte noch im März 1952 in einem in seiner tatsächlichen Bedeutung bis heute in der Geschichtswissenschaft umstrittenen Notentausch den westlichen Siegermächten sogar die Wiedervereinigung Deutschlands als Gegenleistung für dessen künftige Neutralität in Aussicht gestellt. Adenauer lehnte dies zu Gunsten seiner Politik der engen Westbindung ab. Danach hatte die Sowjetunion offensichtlich ihre gesamtdeutschen Ambitionen endgültig aufgegeben. Nun war die UdSSR an der Einbeziehung der DDR im Rahmen ihrer Sicherheitskonzeption interessiert. Die Zuführung von 361 sowjetischen Kampfpanzern und die Erlaubnis zur Aufstellung der Kasernierten Volkspolizei (KVP) als Vorläufer einer Armee im Juli 1952 belegten den Wandel. Dies interpretierte die SED-Führung als Bestandsgarantie für ihren Staat seitens der Besatzungsmacht. Der plötzliche Tod Stalins im März 1953 und die Niederschlagung des Volksaufstands in der DDR durch die Rote Armee stellte die Bemühungen der SED, sich als loyaler Partner anzubieten, erst einmal zurück. Die Rote Armee hatte die KVP während des Volksaufstands am 17. Juni 1953 lediglich in Alarmzustand versetzt und die Verfügungsgewalt über das Großgerät sowie die Munition nicht aus der Hand gegeben.

Im Westen hatte die neue US-Regierung unter Eisenhower im Rahmen ihrer New Look Strategy Adenauer während dessen Besuchs in Washington ihr Interesse an der Aufstellung westdeutscher Verbände signalisiert. Adenauers Wahlsieg im September 1953 gab auch seinem parlamentarisch umstrittenen Kurs der Westbindung neue Legitimation.
Bereits im November entwickelte Wolf Graf Baudissin ausgehend von einer reflektierten und selbstkritischen Auseinandersetzung mit der Rolle der Wehrmacht und ihrer aktiven Einbindung in das menschenverachtende nationalsozialistische Unrechtssystem des ,,Dritten Reichs“ seine Konzeption des Staatsbürgers in Uniform. Damit und durch das Leitbild der Inneren Führung entstand ein Bild des Soldaten und der Armee in der Demokratie, an dem sich die Planer im Westen orientieren konnten.

Frankreich hatte versucht mit seiner Konzeption einer Europäischen Verteidigungsgemeinschaft (EVG) seit 1952 Einfluss auf die westdeutsche Wiederbewaffnung zu gewinnen. Doch aufgrund des Drucks seiner Verbündeten Großbritannien und der USA konnte sich Frankreich der Aufnahme der Bundesrepublik in die NATO nicht mehr entziehen. Die Pariser Verträge gestatteten Westdeutschland im Oktober 1954 die Aufstellung von nationalen Streitkräften im Umfang von 500.000 Mann.

Im Dezember 1954 trat Ulbricht erstmals öffentlich mit der Forderung nach Schaffung nationaler Streitkräfte auf und erteilte – wohlwissend um die Stimmung in seiner Partei und der Bevölkerung – dem von ihm kritisierten ,,Pazifismus in Arbeiterklasse und den werktätigen Bauern“ eine in dieser Form ungewöhnlich klare Absage. Die Parteiführung legte zudem fest, dass sich zum 1. Mai 1955 40.000 jugendliche Parteimitglieder auf ,,freiwilliger Basis“ zur Ableistung ihres Dienstes in den bewaffneten Kräften verpflichten sollten.

Im Juni 1955 wurde aus dem „Amt Blank" das Bundesministerium für Verteidigung. Theodor Blank war der erste Bundesminister für Verteidigung der Bundesrepublik Deutschland. Am 12. November 1955 – dem 200. Geburtstag des preußischen Militärreformers Gerhard von Scharnhorst – erhielten die ersten 101 Soldaten der westdeutschen Streitkräfte ihre Ernennungsurkunden, wenngleich erst der Übertritt von 9572 Beamten des Bundesgrenzschutzes zum 1. Juli 1956 das Planungsziel, drei Rumpfdivisionen aufzustellen, ermöglichen sollte. Am 1. April 1956 erhielten die westdeutschen Streitkräfte den Namen Bundeswehr.

In der DDR wurde die geschlossene Überführung der Kasernierten Volkspolizei in die Nationale Volksarmee (NVA) am 30. April 1956 begonnen und am 31. Dezember des gleichen Jahres planmäßig abgeschlossen, nachdem die Volkskammer einstimmig am 18. Januar 1956 den notwendigen Gesetzen zugestimmt hatte.

Versuch einer Bilanz

Die Sicherheitspolitik der DDR bot trotz ihrer Intransparenz und Widersprüche unter den Bedingungen einer alle Lebensbereiche durchdringenden und die Medien kontrollierenden Staatspartei nach außen hin ein Bild der Geschlossenheit. Dahingegen verstärkte sich im Westen die inner- und außerparlamentarische Ablehnung der Wiederbewaffnung, desto konkreter und öffentlicher derartige Planungen wurden. Seine Wiederwahlen verdankte der erste Bundeskanzler den Erfolgen in der Wirtschafts- und Sozialpolitik und seinem Charisma als verlässlicher Transatlantik- und Europapolitiker, der die Westbindung der jungen Bundesrepublik ausgestaltete. Gleichwohl wusste Adenauer den politischen Vorteil, den die Anerkennung als militärischer Bündnispartner der westalliierten Siegermächten des Zweiten Weltkriegs der noch jungen Bundesrepublik bot, für die eigene Außenpolitik innerhalb der Logik des Kalten Krieges zu nutzen.

Für Pieck und Ulbricht bedeutete der Beitritt zum Warschauer Pakt ebenfalls eine unübersehbare Statuserhöhung innerhalb des Ostblocks. Dadurch eröffnete sich die Chance, den in der DDR durch die sozialistische Umgestaltung eingeleiteten gesamtgesellschaftlichen Elitenwechsel im Sinne der Staatspartei auch im Militärapparat durchzusetzen. Hatte die doppelte Staatsgründung des Jahres 1949 in den Augen vieler Zeitgenossinnen und Zeitgenossen noch Züge eines Provisoriums getragen, bedeutete die Integration zweier deutscher Staaten in antagonistische Militärbündnisse hingegen die dauerhafte Teilung Deutschlands und Europas, bis zu deren Überwindung Jahrzehnte vergehen sollten.

Zitierweise: Frank Heinz Bauer, ,,Geräuschlos“ und ,,ohne Geschrei!“ – Sicherheitspolitik von 1949 bis 1956, in: Deutschland Archiv, 4.4.2019, Link: www.bpb.de/288677

Fussnoten

Fußnoten

  1. Vgl. „Mitteilung über die Berliner Konferenz der drei Mächte“, Text in: Amtsblatt des Kontrollrats in Deutschland, Ergänzungsblatt Nr.1, Berlin 1946, S. 13 ff.

  2. Vgl. Frank Heinz Bauer, Bundeswehr und Nationale Volksarmee in der Aufstellungsphase 1947-1956 – Stiefgeschwister des Kalten Krieges, Essen 2004, S. 10.

  3. Ebd.

  4. SAPMO-BArch., NY 36/418.

  5. Vgl. Kurt Arlt, Das Wirken der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland. In: Volksarmee schaffen – ohne Geschrei! Studien zu den Anfängen einer verdeckten Aufrüstung in der SBZ/DDR 1947-1952, hrsg. von Bruno Thoß im Auftrag des Militärgeschichtlichen Forschungsamts, München 1994, S. 110 – 117.

  6. Vgl. Charles B. Burdick, Vom Schwert zur Feder. Deutsche Kriegsgefangene im Dienst der Vorbereitung der amerikanischen Kriegsgeschichtsschreibung über den Zweiten Weltkrieg. Die organisatorische Entwicklung der Operational History (German) Section, in: Militärgeschichtliche Mitteilungen, 10. Jahrgang, Freiburg 1971, Band 2, S. 69 – 80.

  7. Text des Memorandums in: Hans Speidel, Aus unserer Zeit. Erinnerungen. Berlin, Frankfurt, Wien 1977, S. 454-465.

  8. Konrad Adenauer, Erinnerungen 1945-1965, 4 Bde., Frankfurt am Main 1965-1968, Bd. 1, S. 439.

  9. Abschlussbericht des Leiters der Hauptabteilung PK der Deutschen Verwaltung des Innern, Bialek, über die Heimkehrertransporte aus der UdSSR im September/Oktober 1948 im Lager Fürstenwalde vom 7.10.1948, in: BA-Militärarchiv (BA-MA), MZAP Pt 7187, Bl. 65-84.

  10. Ebd.

  11. Schreiben des Präsidenten der DVdI, Fischer, an den Chef der SMAD, Generalmajor Gorochow, zur Aufnahme und Verwendung der 5 + 100 Offiziere vom 14.09.1948, in: SAPMO-BArch., DO 1, 7/42, Bl. 50.

  12. Foreign Relations oft the United States (FRUS), 1949 III. S. 123 (Eintrag vom 23.02.1948).

  13. Handakte Schwerin, persönliche Aktennotiz: Verlauf des Gesprächs beim Herrn Bundeskanzler am 24.05.1950, in: BA-MA, Bw 9/3105, Bl. 12.

  14. Vgl. Rudolf Morsey, Die Bundesrepublik Deutschland, Entstehung und Entwicklung bis 1969, München 1969, S. 27 f.

  15. FRUS, 1950, IV, S. 686 ff.

  16. Handakte Schwerin, Eintrag vom 17.07.1950, in: BA-MA, Bw 9/3105, Bl. 35.

  17. Vgl. Hans-Jürgen Rautenberg und Norbert Wiggershaus, Die ,,Himmeroder Denkschrift“ vom Oktober 1950. Politische und militärische Überlegungen für einen Beitrag der Bundesrepublik Deutschland zur westeuropäischen Verteidigung, in: Militärgeschichtliche Mitteilungen Freiburg 1977.

  18. Eintrag Pieck am 1. und 7.4.1952, in: SAPMO-BArch, NY 36/696, Bl. 12 – 15 und Bl. 26 – 29.

  19. Vgl. Gerhard Wettig, Die Stalin-Note. Historische Kontroversen im Spiegel der Quellen, Berlin 2015. Und: Vgl. Wilfried Loth, Stalins ungeliebtes Kind. Warum Moskau die DDR nicht wollte, München 1996.

  20. BA-MA, DVH 3/2070, Bl. 43.

  21. Vom Bild des künftigen Soldaten. Vortrag von Graf Baudissin am 1.11.1953, in: BA-MA, Bw 9/57, Bl. 51 – 59, hier Bl. 59.

  22. Vgl. Anfänge westdeutscher Sicherheitspolitik 1945-1956, hrsg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt, 4 Bde., hier Band 2: Die EVG-Phase, München 1990.

  23. Rede des Genossen Ulbricht, 1. Sekretär des ZK, auf einer Parteikonferenz von Offizieren und Unteroffizieren einer territorialen Einheit am 18.12.1954, in: BA-MA, DVH 3/2066, Bl. 12 ff.

Dr.; geboren 1965, Studium und Promotion an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main, arbeitet als Studienrat an einem Gymnasium in Baden-Württemberg.