Meine Merkliste Geteilte Merkliste

Totenschädel in Gotha

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 42 Analysen & Essays. Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Sieben Monate Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 30 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gibt "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" Föderalismus und Subsidiarität „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Drei Gedanken über Werner Schulz 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Der Weg zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2021 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur The Games at the Gate Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts Alltag und Gesellschaft Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass „DDR-Übersiedler in Afrika hochwillkommen” Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Porträts Redaktion "Ungehaltene Reden" ehemaliger Abgeordneter der DDR-Volkskammer Was sollten Wähler und Wählerinnen 2021 bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Ist Antisemitismus vor allem ein ostdeutsches Problem? Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Heimat ist ein Raum aus Bytes Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Aktion, Reaktion und Gegenreaktion im „Schlüsseljahr“ 1952 Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? Schwierigkeiten mit der Wahrheit Personelle Kontinuitäten in Brandenburg seit 1989 "Geschlossene Gesellschaft" Kulturelite im Blick der Stasi Experten für gesamtdeutsche Fragen – der Königsteiner Kreis Friedrich II. – Friedrich der Große Literaturjournal Deutsch-deutscher Literaturaustausch (8+9/2012) Eine gesamtdeutsche Reihe? Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? Literaturjournal Politische Bildung (6/2012) Antikommunismus zwischen Wissenschaft und politischer Bildung Subjektorientierte historische Bildung Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft "Hallo?! – Hier kommt die DDR" Vergangenheit verstehen, Demokratiebewusstsein stärken Keine einfachen Wahrheiten Literaturjournal Sport (5/2012) Sportnation Bundesrepublik Deutschland? Marginalisierung der Sportgeschichte? Dopingskandale in der alten Bundesrepublik Hooliganismus in der DDR "Erfolge unserer Sportler – Erfolge der DDR" Literaturjournal Nachkrieg (4/2012) Jüdischer Humor in Deutschland Die SED und die Juden 1985–1990 "Braun" und "Rot" – Akteur in zwei deutschen Welten Kriegsverbrecherverfolgung in SBZ und früher DDR Die "Hungerdemonstration" in Olbernhau Eklat beim Ersten Deutschen Schriftstellerkongress Workuta – die "zweite Universität" Dokumentation: Die Rehabilitierung der Emmy Goldacker Kaliningrader Identitäten "Osten sind immer die Anderen!" Freiheit und Sicherheit Literaturjournal Wirtschaft und Soziales (3/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Zeitgeschichte im Film (2/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Nonkonformität und Widerstand (1/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Deutsch-deutsches (11+12/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Öffentlicher Umgang mit Geschichte (10/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 21 Jahre Deutsche Einheit (9/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wissenschaft (8/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau - Teil 2 (7/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau (6/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Kultur (5/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Innere Sicherheit (4/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wirtschaftsgeschichte (3/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Ost-West-Beziehungen (2/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Medien (1/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Über das Deutschland Archiv Redaktion Nach den Unruhen in Kasachstan: Wendepunkt oder Weiter so?

Totenschädel in Gotha Kolonialkulturgut in ostdeutschen Museen

Andreas Förster

/ 10 Minuten zu lesen

Immer breiter wird das Thema Kolonialismus und koloniales Erbe auch in den neuen Ländern diskutiert. Davon sind auch kleine Museen und Sammlungen in Schössern betroffen, die nun fürchten, durch Raubkunst in die Schlagzeilen zu geraten. Ein Einblick in Sammlungen im Schloss Friedenstein in Gotha und in das Naturalienkabinett der sächsischen Kleinstadt Waldenburg.

Blick auf das zwischen 1643 und 1654 erbaute Schloss Friedenstein in der historische Residenzstadt Gotha in Thüringen. (© picture-alliance)

Ein langer Flur führt in das Zentraldepot der naturkundlichen Sammlung von Schloss Friedenstein in Gotha. In einem fensterlosen Raum lagern hier in Dutzenden fest verschlossenen Schränken auch die völkerkundlichen oder – wie man heute sagt – ethnografischen Objekte, die das Adelshaus Sachsen-Coburg und Gotha über Jahrhunderte aus aller Welt zusammentragen ließ. Neonlicht flammt auf, als Thomas Fuchs, der die Ethnografika-Sammlung betreut, den Schalter neben der Tür betätigt. Geradezu steht ein Tisch, auf ihm liegen drei Totenschädel. Köpfe, die vor 150 Jahren Menschen im heutigen Indonesien abgeschlagen worden sind. Hoffentlich nach ihrem Tod, denkt man unwillkürlich.

Fuchs, ein großgewachsener, gelassener Mann, der nicht viel Worte macht, beruhigt: „Wir gehen davon aus, dass die Menschen schon tot waren, wahrscheinlich erhängt worden sind, bevor man ihnen den Kopf abtrennte“, sagt er. Still ist es in dem Depotraum, nur aus der Klimaanlage kommt ein leises Summen. Es ist ein seltsames Gefühl, hier zu stehen, auf die Knochenschädel zu starren, auf die leeren Augenhöhlen, die bloßliegenden Zahnreihen, die ein groteskes Grinsen vorspiegeln. Unheimlich fühlt sich das an, und irgendwie falsch.

Falsch habe es sich auch für ihn angefühlt, als er die Schädel das erste Mal sah, erzählt Tobias Pfeifer-Helke. „Das war vor fast zwei Jahren, als ich Direktor der Stiftung Schloss Friedenstein wurde und mir im Zentraldepot einen Überblick verschaffen wollte über den dort lagernden Sammlungsbestand. Als wir einen verschlossenen Holzschrank öffneten, lagen dort die Schädel.“ Natürlich sei das jetzt kein völlig überraschender Fund gewesen, fügt der 49-jährige Vogtländer hinzu. Denn dass zu den Ethnografika des Hauses auch eine – gleichwohl jahrzehntelang nicht ausgestellte – Schädelsammlung gehöre, sei bekannt. „Aber wenn man plötzlich davor steht und sieht, dass auf einigen der Köpfe sogar Jahreszahlen oder Namen geschrieben stehen, dann beschleicht einen doch ein seltsames Gefühl. Und der Wunsch, mehr zu erfahren darüber, wie diese Schädel nach Gotha gelangten, und über die Menschen, zu denen sie einst gehörten.“

Diese Fragen soll in den kommenden anderthalb Jahren ein Forschungsprojekt klären, dass die Gothaer Stiftung zusammen mit dem Schweizer Ethnologen Adrian Linder und einem indonesischen Institut durchführt. Das Institut erforscht die Geschichte der Dayak, der indigenen Bevölkerung auf der Insel Borneo. Borneo ist die größte Insel Asiens und besteht heute aus den drei Staaten Indonesien, Malaysia und Brunei. Im frühen 19. Jahrhundert hatten die Kolonialmächte Großbritannien und die Niederlande die Insel unter sich aufgeteilt. Die insgesamt 30 indonesischen Schädel, die in den 1860er Jahren in die herzogliche Sammlung in Gotha gelangten, stammen vermutlich alle aus dem damals niederländisch besetzten Teil der Insel.

Der 71-jährige Schweizer Ethnologe Linder, assoziierter Forscher am Institut für Sozialanthropologie der Universität Bern, ist ein exzellenter Kenner der indonesischen Geschichte. Jahrelang lebte er selbst auf der Insel. Er wird zusammen mit dem Leiter des Dayak-Instituts, dem indonesischen Wissenschaftler Marko Mahin, Archive und Bibliotheken durchforsten, um den geschichtlichen Hintergrund der makabren Museumsexponate sowie den Weg zu dokumentieren, auf dem sie aus Südostasien in die Thüringer Residenzstadt gelangten.

Schädel als Trophäen aus Borneo

Erste Erkenntnisse haben die Forscher schon gewonnen: Sie glauben, dass die Mehrzahl der Gothaer Schädel von Freiheitskämpfern aus Borneo stammen, die im antikolonialen Banjar-Krieg (1859–1863) gegen die niederländischen Truppen kämpften, gefangengenommen und exekutiert worden sind. „Es war ein blutiger Krieg, der von beiden Seiten mit großer Brutalität geführt wurde und an dem auch Söldner aus der Schweiz und Deutschland auf Seiten der Kolonialmacht kämpften“, sagt Linder. Damals sei es üblich gewesen, den besiegten Aufständischen den Kopf abzutrennen, weil die Militärregierung dafür auf Anweisung der niederländischen Königin Kopfprämien zahlte. Möglicherweise seien deshalb über deutsche Söldner auch die Schädel als Trophäen in die herzogliche Sammlung nach Gotha gelangt. „Nach unseren bisherigen Erkenntnissen haben mindestens sechs Deutsche, die damals in Borneo waren, die Schädel dem Herzog übereignet“, erklärt Linder. „Die meisten stammten aus Militärspitälern in Batavia und Sulawesi und wurden von einem Gothaer Stabsarzt und einem Kapitän aus Jena mitgebracht.“

Auf einigen Schädeln sind neben den Jahreszahlen auch die Namen der Opfer vermerkt. Vier davon konnten bereits als Rebellen identifiziert werden, die nach Prozessen hingerichtet worden sind. In niederländischen Archiven sind die Gerichtsakten zu den Verfahren noch vorhanden, sogar Fotos der Opfer finden sich darin. „Die Aufgabe unseres Instituts in dem Projekt ist es, hier in Indonesien nach den Nachfahren der hingerichteten Rebellen zu suchen sowie nach Hinweisen, mit denen sich auch die weiteren Opfer identifizieren lassen“, sagt Marko Mahin vom Dayak-Institut. Man werde dazu in die Bibliotheken und die Archive gehen, aber auch in den Dörfern die Menschen nach überliefertem Wissen befragen. „Die Erinnerung an den Banjar-Krieg ist bei den Indonesiern noch sehr präsent und lebendig“, sagt Mahin. „Die Menschen auf dem Land zeigen Besuchern bis heute die Einschusslöcher in den Bäumen, sie bewahren die Gewehrkugeln auf, mit denen damals auf ihre Verwandten gefeuert wurde.“

Diese Aufnahme entstand 2010 auf Schloss Friedenstein in Gotha. Eine Diplomrestauratorin arbeitet an einem 3000 Jahre alten ägyptischen Sarkophag. Der äußere und innere Sarg einer Frau aus dem 10. bis 7. Jahrhundert vor Christi konnte mit Hilfe von Spenden und Sponsoren wiederhergestellt werden. Der Sarkophag ist Teil der kostbaren Ägyptensammlung des Museums, für die der Naturforscher Ulrich Jasper Seetzen (1767-1811) den Grundstein legte. Seetzen sammelte im Auftrag des Gothaer Herzogshauses Anfang des 19. Jahrhunderts mehr als 3500 Altertümer aus Ägypten und dem Orient. (© picture-alliance, ZB / Martin Schutt)

Das Forschungsprojekt der Stiftung Schloss Friedenstein wird vom Deutschen Zentrum für Kulturgutverluste (DZK) in Magdeburg gefördert. Die Magdeburger Einrichtung ist sowohl national als auch international der zentrale Ansprechpartner in Deutschland, wenn es um Fragen zu unrechtmäßig entzogenen Kunst- und Kulturobjekten geht.

Hatte sich das DZK in den vergangenen Jahren insbesondere auf den Kunstraub der Nationalsozialisten konzentriert, also auf die den deutschen Jüdinnen und Juden und aus den besetzten Ländern geraubten Sammlungsbeständen, so hat sich zuletzt der Fokus der Einrichtung erweitert. Und zwar auch auf solche Objekte, die aus früheren Kolonien nach Deutschland gelangt sind. Denn jahrhundertelang hatten europäische Militärs, Wissenschaftler und Kaufleute Kultur- und Alltagsobjekte, aber auch menschliche Überreste – sogenannte human remains – aus den damaligen Kolonien in ihre Heimatländer mitgebracht.

Auch hierzulande lagern viele solcher Objekte in den Depots und Ausstellungsvitrinen von Museen und Universitäten. Wie sie dorthin gelangten, ob sie gekauft, getauscht oder geraubt worden sind, wird immer häufiger kritisch hinterfragt.

Seit Anfang 2019 gibt es im DZK deshalb den Fachbereich „Kultur- und Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten“. Er fördert Forschungsprojekte zur Provenienz – also Herkunft – solcher kritischen Sammlungsbestände und baut eine Datenbank auf, in die die Projektergebnisse einfließen sollen. Darüber hinaus bietet das DZK Hilfe und Vermittlung bei allen Fragen zur möglichen Restitution von Objekten an.

Derzeit fördert der Magdeburger Fachbereich insgesamt 23 Forschungsprojekte. Der überwiegende Teil davon ist langfristig angelegt, das heißt, diese Projekte können ein bis zwei Jahre dauern und dann eventuell noch verlängert werden. Nur fünf Forschungsvorhaben gehen laufen über einen kurzfristigen Zeitraum von ein bis fünf Monate. Insgesamt sind vom DZK in den letzten zwei Jahren rund 2,6 Millionen Euro an für Museen und Universitäten für Provenienzforschungsprojekte mit kolonialem Kontext bereitgestellt ausgereicht worden.

Zwar beziehen sich die meisten Förderanträge auf Sammlungsobjekte, die aus den ehemaligen deutschen Kolonien in Afrika stammen. „Aber zuletzt hat die Vielfalt der Antragsteller und der Antragsthemen zugenommen“, sagt Fachbereichsleiterin Larissa Förster. „Daran lässt sich auch ablesen, dass das Thema Kolonialismus und koloniales Erbe immer breiter diskutiert und aufgearbeitet wird.“

So gehört zu den neuen vom DZK geförderten Projekten neben dem der Gothaer Stiftung Schloss Friedenstein auch ein gemeinsames Forschungsvorhaben von vier kleineren ostfriesischen Museen, die sich der Herkunftsgeschichte von Objekten aus der einstigen deutschen Kolonie in China widmen. Das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven hingegen untersucht mit der finanziellen Förderung aus Magdeburg die Rolle des Schifffahrtsunternehmens Norddeutscher Lloyd, auf deren Reichspostdampferlinien aus nach Ostasien, Australien und in dieder Südsee Kulturobjekte nach Deutschland verbracht wurden, deren Aneignung häufig unrechtmäßig erfolgte. Und im Münchner Museum Fünf Kontinente nehmen deutsche Forscher gemeinsam mit kamerunischen Wissenschaftlern sowie Mitgliedern einstiger Herkunftsgemeinschaften die über 200 Gegenstände umfassende Sammlung des Offiziers und Afrikaforschers Max von Stetten unter die Lupe. Von Stetten war in der frühen Phase der Inbesitznahme Kameruns durch das Deutsche Kaiserreich Führer der Polizeitruppe und anschließend bis 1895 als Kommandeur der sogenannten Schutztruppe tätig. Außerdem war der Sammler an mehreren sogenannten Strafexpeditionen in leitender Position beteiligt.

Eine Mumie im sächsischen Waldenburg

Auch in die kleine sächsische Stadt Waldenburg, die eine halbe Autostunde von Zwickau entfernt liegt, fließen Fördergelder des Magdeburger DZK. Hier befindet sich eines der ältesten Museen seiner Art in Deutschland, das Naturalienkabinett Waldenburg. „Wir sind ein ursprünglich fürstliches Privatmuseum, das 1845 von dem Fürsten Otto Victor I. zu Schönburg-Waldenburg gegründet wurde, der zu einem der wichtigsten Adelsgeschlechter im damaligen Sachsen neben den Wettinern gehörte“, erklärt die Museumsleiterin Fanny Stoye. „Im Kern besteht unser Haus aus einer barocken Wunderkammer, die zum Teil einzigartige Naturalien, Kunstwerke und Kuriositäten aus der im 17. und 18. Jahrhundert von der berühmten Leipziger Apothekerfamilie Linck angelegten Sammlung umfasst. Später wurde diese von der Fürstenfamilie noch erweitert, vor allem um Naturalien und Ethnografika.“

Blick in die historische Sammlung im Naturalienkabinett von Museum Waldenburg, das Foto entstand 2018. (© picture-alliance, ZB / Jan Waitans)

Eine Wunderkammer ist dieses seit 1948 in städtischem Besitz befindliche Naturalienkabinett mit seiner wunderbaren Unsortiertheit in der Tat. In einem langgestreckten Saal im Obergeschoss des 1845/46 errichteten Museumsbaus stehen in einzelnen, durch Zwischenwände separierten Abteilen gläserne Vitrinen mit naturkundlichen, medizinischen, technischen, geologischen und ethnografischen Exponaten. Die ganze wissenschaftliche Welt der Aufklärung in einem Raum sozusagen. Zu sehen sind Mineralien, ausgestopfte Vögel, Fossilien, archäologischen Artefakte, Spirituspräparate von Schlangen, Fischen und missgebildeten Föten, eine Schmetterlings- und Käfersammlung sowie wissenschaftliche Instrumente aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Der riesige Kiefernknochen eines Wals hängt an der Wand, aber auch Gemälde und präparierte Wildtierköpfe. Sogar eine ägyptische Mumie in ihrem prächtig gestalteten Sarg ist ausgestellt.

Insgesamt 50.000 Objekte enthält die Sammlung, sie ist – ein Wunder – trotz Krieg und Besatzung in ihrem ursprünglichen Bestand nahezu geschlossen erhalten geblieben. Selbst die Präsentation in den Vitrinen und die weißen Pappkärtchen mit den handschriftlichen Objektbezeichnungen sind noch so, wie sie die 1945 geflohene und anschließend enteignete Fürstenfamilie hinterlassen hat. Das Naturalienkabinett mitsamt seiner Ausstellung steht daher auch seit einigen Jahren unter Denkmalschutz.

Einige der Sammlungsobjekte, insbesondere die nach der Gründung des Deutschen Kaiserreiches 1871 ins Haus gelangten Ethnografika, sind nun aber in den Fokus der Museumsleiterin gerutscht. Die aus Leipzig stammende Fanny Stoye war 2018 nach Waldenburg gekommen, nachdem sie sich einige Jahre im Zeppelin-Museum am Bodensee mit Provenienzforschung befasst hatte. „Damals kochte im Zusammenhang mit der Gestaltung des Humboldt-Forums in Berlin gerade die Diskussion um Kolonialkunst und deren umstrittene Herkunft hoch“, erzählt sie. „Da kam mir der Gedanke, mir auch mal die Quellen anzuschauen, aus denen die vom Fürsten in der Kaiserzeit gesammelten Exponate stammen. Und so stieß ich darauf, dass einige dieser Objekte brenzlig waren, insbesondere jene, die von evangelischen Missionen als Zuwendung nach Waldenburg kamen.“

Rund 150 Ethnografika hat Fanny Stoye bislang identifiziert, die sich Missionen wie die Herrnhuther Brüdergemeinde, die Basler und die Leipziger Mission oder die Rheinischen Missionsgesellschaft sich unter ungeklärten Umständen angeeignet und später der fürstlichen Sammlung übergeben hatten. „Diese Objekte stammen zum Beispiel aus Borneo, Südamerika, Indien, Nordeuropa, Neuseeland, verschiedenen afrikanischen Ländern, aber auch aus China“, sagt sie. Dabei handele es sich unter anderem um Körperschmuck, rituell genutzte Objekte und Skulpturen.

Im Museum zeigt Fanny Stoye einige dieser Gegenstände. Da ist zum Beispiel eine etwa 30 Zentimeter lange Holzkeule mit kunstvoll geschnitztem Griff, ein sogenannter Patu, Standeszeichen eines neuseeländischen Maori-Häuptlings. „Wir haben uns kundig gemacht, auch schon Kontakt zu einem Museum in Neuseeland aufgenommen, das die Geschichte der Maori erforscht“, erzählt sie. „Dabei erfuhren wir, dass sich ein Maori-Häuptling nie von seinem Patu getrennt hätte, es niemandem verschenkt, verkauft oder gegen etwas anderes eingetauscht hätte. Wie gelangte also ein christlicher Missionar in den Besitz des Patus, bevor er es an die fürstliche Familie weitergab?“

In einer Glasvitrine liegen kunstvoll geschmiedete Schmuckringe, die Massai-Frauen aus Ostafrika an den Ohren trugen. „Diese Ohrringe wie auch andere Schmuckobjekte hat der Dresdner Missionar Bruno Gutmann, der am Kilimandscharo bei den Massai tätig war, dem Naturalienkabinett geschenkt. Das haben wir herausgefunden“, erklärt die Museumsleiterin. „Aufgrund historischer Schilderungen, wie die Massai unter Zwang und Gewalt solchen Schmuck abgeben mussten, um zum Beispiel getauft zu werden, stellt sich für uns die Frage, ob wir diese Gegenstände weiterhin kommentarlos in der Ausstellung liegen lassen können.“ Das gelte ebenso für die aus Lappland stammende Zaubertrommel eines samischen Schamanen. „Es ist kaum vorstellbar, dass ein solch rituelles Objekt freiwillig an einen christlichen Missionar übergeben worden ist.“

Auch wenn in den Sammlungsakten der Fürstenfamilie immer von einem mildtätigen Werk der Missionen gesprochen werde, lasse sich das heute mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht mehr in Deckung bringen, sagt Fanny Stoye. „In den vergangenen zwei, drei Jahren haben Historiker damit begonnen, die Missionsarbeit kritisch zu untersuchen. Und sie haben dabei den gewalttätigen und kolonialen Kontext beleuchtet, in dem diese Missionsarbeit erfolgte.“

Beginnendes Forschungsprojekt

Das sächsische Museum Waldenburg mit dem Naturalienkabinett.

(© picture-alliance, ZB / Jan Woitas)

Das müsse ihr Museum im Blick haben, wenn es nun in dem vom Deutschen Zentrum für Kulturgutverluste geförderten Forschungsprojekt die Umstände untersucht, unter denen die ausgewählten 150 Sammlungsobjekte aus Missionsstationen in das Waldenburger Naturalienkabinett gelangten.

Hat sie dafür auch die Rückendeckung der Stadt, der das Museum ja gehört? Fanny Stoye wiegt den Kopf. „Als ich in den Stadtrat ging und den Forschungsantrag an das DZK vorstellte, wurde lange hin und her diskutiert“, sagt sie. „Eine der Fragen war: Müssen wir jetzt alles zurückgeben? Nein, sagte ich, denn der weit überwiegende Teil der Sammlung ist unproblematisch. Und bei Objekten, die damals geraubt oder unter Zwang abgenommen wurden, gibt es heute keinen juristischen Anspruch auf eine Rückführung. Aber ich sagte den Stadträten auch, dass wir uns bei sensiblen Objekten auf eine Position einigen müssen, also ob wir das Original notfalls zurückgeben und durch eine Replik im Museum ersetzen wollen.“

Besorgt gewesen seien die Stadträte ebenfalls über die mögliche Außenwirkung des Forschungsprojekts, erzählt die Museumschefin. Wird unsere Stadt jetzt schlecht gemacht in der Öffentlichkeit, weil wir uns so lange nicht um das Thema gekümmert haben, hätten sie gefragt. „Auch da konnte ich sie beruhigen. Ich sagte ihnen, wir stellen uns mit dem Projekt als kleines Museum einer kleinen Stadt einer Diskussion, der viele andere große Häuser ausweichen“, sagt Fanny Stoye und lacht. „Das wird richtig großes Kino.“

Zitierweise: Andreas Förster, "Totenschädel in Gotha“, in: Deutschland Archiv, 11.02.2021, Link: Externer Link: www.bpb.de/326830. Der Beitrag erschien in einer kürzeren Fassung am 4.2.2021 auch in der Frankfurter Rundschau. Alle Beiträge im Deutschland Archiv sind Recherchen und Meinungsbeiträge der jeweiligen Autorinnen und Autoren, sie stellen keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung dar.

Mehr zum Thema im bpb-Dossier Externer Link: (Post)kolonialismus und Globalgeschichte und im Interner Link: Themenheft Kolonialismus der bpb-Redaktion "Aus Politik und Zeitgeschichte".

Fussnoten

Jahrgang 1958, ist freier Journalist und Buchautor in Berlin. Er schreibt vor allem über DDR-Aufarbeitung, Terrorismus und politischen Extremismus, Geheimdienste, Zeitgeschichte und Organisierte Kriminalität, vornehmlich für die Berliner Zeitung.