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25 Jahre nach der Wiedervereinigung

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 40 Analysen & Essays. Fünf Monate Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Transformation und Deutsche Einheit Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Was bedeutet die Liquidierung von Teilen Memorials? Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2021 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur The Games at the Gate Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts Alltag und Gesellschaft Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Porträts Redaktion "Ungehaltene Reden" ehemaliger Abgeordneter der DDR-Volkskammer Was sollten Wähler und Wählerinnen 2021 bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Ist Antisemitismus vor allem ein ostdeutsches Problem? Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Heimat ist ein Raum aus Bytes Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? Schwierigkeiten mit der Wahrheit Personelle Kontinuitäten in Brandenburg seit 1989 "Geschlossene Gesellschaft" Kulturelite im Blick der Stasi Experten für gesamtdeutsche Fragen – der Königsteiner Kreis Friedrich II. – Friedrich der Große Literaturjournal Deutsch-deutscher Literaturaustausch (8+9/2012) Eine gesamtdeutsche Reihe? Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? 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25 Jahre nach der Wiedervereinigung Welche Demokratie wollen die Deutschen?

Tom Mannewitz

/ 15 Minuten zu lesen

Hat die DDR-Vergangenheit die demokratischen Präferenzen der Menschen nachhaltig geformt? Gibt es so etwas wie ein einheitliches ost- oder westdeutsches Demokratieverständnis? Anhand eines Vergleichs der Bundesländer untersucht dieser Beitrag den Stand der "inneren Einheit" und geht der Frage nach, was die Menschen in Ost und West unter einer "guten" politischen Ordnung verstehen und was dies zukünftig für die Sozialwissenschaft bedeutet.

Besucherinnen und Besucher werfen einen Blick hinter die Kulissen des Deutschen Bundestages in der Glaskuppel des Reichstagsgebäudes in Berlin (© picture alliance / ZB)

Mehr als zwei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung ist unklar, ob es in Deutschland eine, zwei oder noch mehr politische Kulturen gibt, weil die Sozialwissenschaft seit jeher dem Vergleich von Ost und West ihre Aufmerksamkeit schenkt, nicht aber politisch-kulturellen Disparitäten innerhalb beider Landesteile. Der Beitrag nimmt diesen Mangel zum Anlass, um subjektive Vorstellungen davon, was eine "gute" Demokratie auszeichnet, in den Bundesländern zu sondieren. Demnach stößt in allen Landesteilen das Ideal einer kompetitiven Demokratie auf hohen Zuspruch. Für Spannungen sorgt demgegenüber die Frage nach staatlicher und individueller Verantwortung. Die "Ost-West-These" greift jedoch nicht so recht.

Zwei politische Kulturen in einem Land?

Wer glaubt, ein Vierteljahrhundert des Zusammenlebens müsste Ressentiments zwischen Ost- und Westdeutschen abgetragen haben, den belehrte eine große Tageszeitung unlängst eines Besseren. Dort hieß es, "der" Osten Deutschlands wittere beim Blick auf "den" Westen "im Inneren eine verkommene und verlogene Gesellschaft, in der […] die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer würden. Eben genau so, wie es die Marxisten schon immer gesagt hatten. Das, was die westliche Gesellschaft ausmacht, Freiheit, Demokratie, Pluralismus, Marktwirtschaft, wird als bedrohlich oder wenigstens sehr anstrengend angesehen. […] Bei der Freiheit […] hat sich für die Ostdeutschen auch schnell gezeigt, dass sie zwar eine so schöne Seite wie Reisefreiheit bietet, aber eben auch Selbstverantwortung verlangt. Und erst die Demokratie mit ihrem zeitaufwendigen Ausgleich verschiedener Interessen! Dann der Pluralismus mit seinen Zumutungen. Und schließlich: Wer es mit der Marktwirtschaft ernst meint, sieht sich rasch als Neoliberaler verunglimpft. […] Es sind die alten Vorbehalte gegen eine Gesellschaft, die den Menschen nimmt, wie er ist".

Solch wutschnaubende Urteile, die kein gutes Haar an "den" Ostdeutschen lassen, mögen die Stimmungslage im Volk nicht abbilden - dennoch zementieren sie gegenseitiges Misstrauen, vergiften sie die politische Atmosphäre, untergraben sie den Dialog. Ein Teil der Sozialwissenschaft bestätigt unüberbrückbare Ost-West-Gegensätze bei den politikbezogenen Meinungen, Einstellungen und Werten. Dafür macht er in erster Linie die Hinterlassenschaft der früheren Teilung verantwortlich: Meinungsvielfalt, Freiheitsrechte und Wohlstand hier, sozialistische Bevormundung, Willkür und Mangelwirtschaft dort hätten tiefe Spuren in den Mentalitäten der Deutschen hinterlassen; ganz zu schweigen von den politischen und wirtschaftlichen Transformationsschwierigkeiten nach 1990. Mehr Zuspruch erhält jedoch die Position, die Verbindendes wie Trennendes anerkennt, wenngleich Forscher beides ganz unterschiedlich gewichten. Dass es aufgrund des gemeinsamen gesellschaftlichen Erfahrungshorizonts der letzten Jahre seit geraumer Zeit keine wesentlichen Spannungen zwischen Ost- und Westdeutschen gebe, ist ein Minderheitenstandpunkt. Das verbindende Element aller drei Auffassungen: Sie beruhen auf einem Ost-West-Vergleich.

Schwächen des Ost-West-Vergleichs

Woher rührt diese Uneinigkeit, wenn es um die deutsche politische Kultur geht? Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen fehlt es an objektiven Maßstäben, die angeben, wann ein Unterschied als relevant gilt. Deswegen entzünden sich an Prozentsatzdifferenzen hitzige Debatten. Um nur einen Aspekt politischer Kultur herauszugreifen: Deutet eine Diskrepanz von 8,5 Prozentpunkten bei der Verbreitung geschlossener rechtsextremer Weltbilder zwischen Ost und West auf eine tiefe Kluft, oder ist sie kaum der Erwähnung wert? Derartige Interpretationsspielräume nähren "politischen Zweckoptimismus beispielsweise Zweckpessimismus". Aus diesem Grund ist die Kontroverse um die "innere Einheit" der Bundesrepublik "bis heute […] geprägt von den politischen Positionen der Beteiligten“. Zeitungskommentare - wie der aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung - rufen dies von Zeit zu Zeit ins Gedächtnis.
Zum anderen unterstellt die Sozialwissenschaft seit geraumer Zeit, es gebe so etwas wie eine typisch ostdeutsche und eine typisch westdeutsche Sicht der Dinge. Um einen Eindruck von der "inneren Einheit" Deutschlands zu erhalten, wird daher seit 1989/1990 immer nur der politisch-kulturelle Abstand zwischen Ost und West vermessen, ohne deren innerer Verfasstheit auch nur einen Blick zu schenken. Das wäre allerdings wichtig, würden doch Friktionen innerhalb des Ostens und innerhalb des Westens die These "zweier politischer Kulturen" widerlegen.

Was fördert ein Ländervergleich normativer Demokratievorstellungen zutage? Dabei geht es im Kern um die Frage, was die Menschen unter einer "guten" politischen Ordnung innerhalb des demokratisch-konstitutionellen Rahmens verstehen. Hat die DDR-Vergangenheit die demokratischen Präferenzen der Menschen nachhaltig geformt? Weichen diese ab von der realen Demokratie in Deutschland? Gibt es überhaupt so etwas wie ein einheitliches ost- oder westdeutsches Muster? Der Beitrag will den Stand der "inneren Einheit" anhand eines grundlegenden politisch-kulturellen Aspekts vermessen, die Prägekraft der SED-Diktatur kursorisch beleuchten und mögliche Folgen für die Sozialwissenschaft ansprechen.

"Demokratie" ist nicht gleich "Demokratie"

In weiten Teilen der Welt hat sich im Laufe der letzten Jahrhunderte - trotz Rückschlägen und großer Ausnahmen wie China - die Überzeugung durchgesetzt, eine demokratische Herrschaftsordnung sei autokratischen Alternativen vorzuziehen: Demokratien - zumal in ihrer konstitutionellen Ausprägung - erlauben den Zugang zu Regierungsämtern ausschließlich über freie und faire Wahlen, begrenzen den Handlungsradius der Regierenden, garantieren den Bürgern politische Teilhabe- sowie grundlegende Menschenrechte und stellen die Verfassung des Gemeinwesens unter besonderen Schutz. Zudem entfalten Demokratien einen Leistungsvorteil gegenüber anderen Systemtypen, da sie für rechtliche Sicherheit und größere Planungshorizonte sorgt. Dies begünstigt Wohlstand, tendenziell auch soziale Gerechtigkeit.

Trotz dieses Wertefundaments ist Demokratie nicht gleich Demokratie: Grundsätzliche Unterschiede lassen sich daran erkennen, wie "das Spannungsverhältnis zwischen der Freiheit der Individuen und den Ansprüchen der Gemeinschaft" aufgelöst wird. Angesprochen sind damit zwei die demokratische Gesellschaftsordnung prägende Fragen: die nach dem richtigen Maß bürgerlicher Eigenverantwortung und die nach der rechten sozialen Verhaltensnorm: Libertäre Demokratien, durch ein wettbewerbs- wie leistungsorientiertes Gemeinschaftsethos gekennzeichnet, ziehen sich - wie die USA - weitgehend aus der individuellen Lebensgestaltung zurück. Der Bürger genießt ein Maximum an Planungs- und Handlungsfreiheit, darf im Umkehrschluss aber vom Staat kaum Hilfe erwarten. Von einer "Ellenbogengesellschaft" sprechen Kritiker, von Selbstbestimmtheit Fürsprecher.

Liberale Demokratien - wie etwa die Bundesrepublik - sind ebenfalls vom gesellschaftlichen Wettbewerbsgedanken getragen. Die von libertären Demokratien tolerierten Folgen sozialer und wirtschaftlicher Unterschiede wollen sie jedoch mildern, Chancengerechtigkeit stärken - erkennbar sind diese Mühen etwa an einer Zusammenarbeit des Staates, der Arbeitnehmer- und der Arbeitgeberorganisationen, einer aktiven Steuerpolitik und einem differenzierten öffentlichen Bildungssystem. Hilfe zur Selbsthilfe lautet die Maxime, ein selbstbestimmtes Leben aller Bürger das Ziel. Staatliche Eingriffe in die individuelle Lebensplanung und ‑gestaltung sind - trotz des Leistungsprinzips - daher unumgänglich.

Das sozialistische Demokratie-Ideal - dem wohl die skandinavischen Staaten am nächsten kommen - unterscheidet sich hiervon durch eine sehr viel weiter reichende Umverteilungspolitik. Da es nicht nur ein eigenständiges Leben, sondern auch soziale Gerechtigkeit garantieren will, unterliegt im Konfliktfall die Freiheit des Einzelnen dem Interessenausgleich der Gemeinschaft. Nicht das Leistungs-, sondern das Solidaritätsprinzip charakterisiert das Miteinander. Dieses Ethos wertet das Pflichtgefühl gegenüber der Gesellschaft höher als den Wunsch nach individueller Entfaltung. Ein expansiver Wohlfahrtsstaat ist ebenso charakteristisch für diese Form von Demokratie wie aktives soziales und politisches Engagement.

Der Solidaritätsgedanke ist das verbindende Element der sozialistischen und der republikanischen Demokratie. Anders als die erstgenannte ist letztgenannte allerdings nicht von einer paternalistischen Erwartungshaltung an "Vater Staat" getragen. Vielmehr liegt ihr das - weithin unerreichbare - Ideal des mündigen, selbstorganisierten und teilhabewilligen Citoyen zugrunde, der sich um seine Belange und die anderer Menschen aufopferungsvoll kümmert, anstatt von Regierungsbehörden Hilfe zu erwarten. Der "schlanke Staat" konzentriert sich auf seine Kernaufgaben: die Sicherung von Ruhe und Sicherheit im Inneren, Frieden nach außen. "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es" könnte die Maxime dieses Demokratie-Ideals heißen, das aufgrund seiner hohen normativen Ansprüche an den Einzelnen und der institutionellen Voraussetzungen in modernen Flächenstaaten kaum umsetzbar ist.

Abbildung: Normative Demokratiemodelle (© Dieter Fuchs, Die demokratische Gemeinschaft in den USA und in Deutschland, Berlin 1999, S. 7)

Zwischen nationaler Einheit und regionaler Vielfalt

Wer sich für die aus Sicht der Menschen "beste" Demokratie interessiert, muss danach fragen, wie die Merkmale beurteilt werden, die charakteristisch für je einen der vier Typen sind. Vier Umfrage-Items aus der European Values Study (EVS) geben einen aussagekräftigen Einblick:

1) Zur Verantwortlichkeit für das eigene Lebensschicksal gibt es zwei gegensätzliche Auffassungen: "Der Staat sollte mehr Verantwortung dafür übernehmen, dass für jeden gesorgt ist" und "Der Einzelne sollte mehr Verantwortung für sein eigenes Schicksal übernehmen". Die Mehrheit der Deutschen favorisiert den Umfragen zufolge klar die letztgenannte Option. Dass das Prinzip "Jeder ist seines Glückes Schmied" allerorten dominiert, schließt Schwankungen zwischen den Ländern nicht aus. So kann sich in Thüringen fast jeder Zweite, in Bayern kaum jeder Zehnte für einen fürsorglichen Staat erwärmen. Von einem Ost-West-Gegensatz ist kaum zu sprechen: In Schleswig-Holstein sehnt sich ein ebenso hoher Gesellschaftsanteil nach staatlicher Verantwortung wie in vielen ostdeutschen Ländern, in Sachsen-Anhalt (die Ausnahme im Osten) sind es hingegen ähnlich wenige wie in Rheinland-Pfalz.

2) Mit der Rangfolge individueller Freiheit und gesellschaftlicher Gleichheit sind Demokratievorstellungen ebenfalls untrennbar verbunden: Libertäre und republikanische Demokratien gewichten die Handlungsautonomie des Einzelnen in jedem Falle höher als den Abbau sozialer Spannungen, bei liberalen und sozialistischen Demokratien ist es umgekehrt. Hier scheint sich der Gegensatz zwischen "alten" und "neuen Ländern" auf den ersten Blick zu bestätigen: Einem gleichheitsfokussierten Osten steht ein eher freiheitlich orientierter Westen gegenüber. Eine solche These übersieht jedoch, dass die Schleswig-Holsteiner gesellschaftliche Gleichheit ähnlich hoch bewerten wie die Ostdeutschen und dass sie deshalb gewissermaßen aus dem westdeutschen Muster "herausfallen".

3) Was das präferierte Gesellschaftsprinzip – Kooperation versus Konkurrenz - angeht, gibt es kaum Meinungsunterschiede zwischen den Ländern. Das Wettbewerbsdenken ist überall tief verwurzelt, weil es dazu animiere, härter zu arbeiten und neue Ideen zu entwickeln. Überraschenderweise gilt dies für den Westen wie für den Osten. Das Solidaritätsprinzip, das mancherorts (Bayern, Berlin und Rheinland-Pfalz) gar neun von zehn Menschen ablehnen, scheint in den "neuen" Ländern nicht wegen, sondern trotz der Indoktrinationsversuche der SED an Zuspruch verloren zu haben, denn gerade zu Beginn der 1990er Jahre gab es noch große Vorbehalte gegenüber der aus dem Westen importierten "Ellenbogengesellschaft". Der Stimmungswandel gibt Grund zur Annahme, die wirtschaftliche Transformation nach 1990 sei - aufs Ganze gesehen - doch nicht so schlecht verlaufen, wie einzelne Stimmen glauben machen wollen.

4) Die Distanz zu einem eher kooperativen Gemeinschaftsethos bestätigt die bundesweite Zustimmung zur Aussage, jeder "sollte sich um seine eigenen Angelegenheiten kümmern und nicht zu sehr um die der anderen". Darin drückt sich eine grundsätzliche Reserve gegenüber einer großen solidarischen Gemeinschaft aus, deren Mitglieder ungeachtet ihrer Stellung füreinander eintreten, die niemanden "zurücklassen" und Interessenskonflikte einvernehmlich zu lösen versuchen. In Thüringen, Brandenburg und Niedersachsen ist das soziale Pflichtgefühl noch am stärksten ausgeprägt, in Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz am schwächsten. Einer Scheidelinie entlang der früheren deutsch-deutschen Grenze entspricht das nicht, zumal der größte Gegensatz innerhalb des Ostens (zwischen Thüringen und Sachsen-Anhalt liegt. Dieser Befund gibt Rätsel auf.

Tabelle 1: Einstellungen zu Eigenverantwortung und Solidarität in den Ländern (Zustimmung in Prozent)
 

 

 

"Der Staat sollte mehr Verantwortung dafür übernehmen, dass für jeden gesorgt ist." (EVS 2008)

"Mit Sicherheit sind Freiheit und Gleichheit wichtig. Aber wenn ich mich für eines von beiden entscheiden müsste, fände ich Gleichheit wichtiger, also dass niemand benachteiligt wird und soziale Unterschiede nicht zu stark werden." (EVS 2008)

"Wettbewerb ist gut. Er bringt Leute dazu, härter zu arbeiten und neue Ideen zu entwickeln." (EVS 2008)

"Jeder sollte sich um seine eigenen Angelegenheiten kümmern und nicht zu sehr um die der anderen." (EVS 2008)

"alte Länder"

(inkl. Berlin)

Baden-Württemberg

22,8

35,6

84,1

64,6

Bayern

8,6

31,8

96,3

59,8

Berlin

39,6

38,2

93,2

47,4

Hessen

16,1

46,6

89,9

50,6

Niedersachsen

20,0

36,8

89,2

45,6

Nordrhein-Westfalen

16,9

39,1

87,8

58,0

Rheinland-Pfalz

28,1

36,7

93,6

62,9

Schleswig-Holstein

38,7

73,1

85,9

54,6

"neue Länder"

Brandenburg

36,6

58,7

82,5

41,3

Mecklenburg-Vorpommern

42,5

59,0

83,1

51,0

Sachsen

36,7

62,1

82,0

53,9

Sachsen-Anhalt

29,9

76,1

74,7

78,7

Thüringen

48,9

75,4

86,3

33,3

Hamburg, Bremen und das Saarland wurden wegen geringer Fallzahlen nicht berücksichtigt.

Das Ideal: eine "kompetitive" Demokratie

Von diesen Fragen lässt sich auf den in den Ländern präferierten Demokratietyp schließen, wenn die Zustimmungswerte gemittelt werden. Demnach geht – trotz leiser Zwischentöne hier und dort - in allen Ländern der Wunsch in Richtung einer Demokratie, die das gesellschaftliche Miteinander kompetitiv, nicht kooperativ regelt. Dieses Meinungsbild bestätigt das in Deutschland implementierte Ordnungsmodell. Das ist aus zwei Gründen kein trivialer Befund: Erstens lässt die Regelmäßigkeit, in der die Politik ein "solidarisches Miteinander" verlangt und vor einer "Entsolidarisierung" warnt, vermuten, diese Forderungen beruhten auf gesellschaftlichen Wertemustern. Dem ist offenkundig nicht so. Tatsächlich scheint die Politik vor allem soziale Gleichheit zu meinen, spricht sie von Solidarität. Zweitens nimmt die Ähnlichkeit von Ost und West wunder – vor dem Hintergrund, dass das Wettbewerbsideal "westlicher Demokratie" in lediglich zwei Jahrzehnten überzeugen konnte (und das, obwohl es häufig für die ökonomischen Schwierigkeiten der Transformation verantwortlich gemacht wurde), das Solidaritätsprinzip jedoch zuvor über vier Dezennien dem Volk in jedem Lebensbereich aufgedrängt worden war.

Die Stimmungslage entspricht dem gesteigerten Bedürfnis nach Selbstentfaltung und Individualisierung ("postmaterialistische Wende"), das seit einigen Jahren in vielen westlichen Gesellschaften zu beobachten ist. Demnach haben die wirtschaftliche Stabilität, der gestiegene Lebensstandard und die soziale Sicherheit Prioritäten in den westlichen Gesellschaften verschoben: weg von Sicherheit, Ordnung und sozialem Halt (weil dafür gesorgt ist), hin zu Selbstverwirklichung und Teilhabe. Für derartige Bedürfnisse bietet die Demokratie die nötige Freiheit. Dass das in der DDR verordnete Solidaritätsprinzip an Attraktivität einbüßt, überrascht daher nicht. Im Westen kann es demgegenüber auf keine gewachsene Tradition verweisen. Eine leistungsorientierte "Wettbewerbskultur" gehört gleichsam zum Gründungskonsens der Bundesrepublik.

Demokratie als "Kümmerer" oder "Nachtwächter": regionale Meinungsgegensätze

Anders als bei der Gesellschaftsordnung entspricht das Meinungsbild bei der Verantwortung für den Einzelnen einem geografischen Muster. In Schleswig-Holstein sowie allen ostdeutschen Ländern macht sich immerhin die eine Hälfte der Bevölkerung für Chancengerechtigkeit im politischen und wirtschaftlichen Leben stark, die andere für Eigenverantwortlichkeit. In Verbindung mit dem Wettbewerbsdenken spricht dies für einen libertär-liberalen Einschlag der politischen Kultur. Eine Erklärung scheint - zumindest für den Osten - schnell gefunden: Aus dem "Willen zur Nivellierung" und dem "Glauben an die Allmacht des Dirigismus" in den "neuen" Ländern sprechen Denk- und Verhaltensstereotype, wie sie der real existierende Sozialismus nicht allein in der DDR, sondern im gesamten östlichen Europa über Jahrzehnte kultiviert hat. Das erklärt jedoch nicht, warum die Menschen zwischen Nord- und Ostsee ähnliche Vorstellungen haben wie die der "neuen" Länder und nicht wie jene aus den "alten".

In allen übrigen Ländern vereinigt das Ideal des eigenverantwortlichen Bürgers mehr Fürsprecher hinter sich (rund Dreiviertel der Bevölkerung) als ein paternalistischer Staat. Die libertäre Demokratie, die sich von der in Deutschland implementierten durch ein Mehr an individuellem Pflichtbewusstsein und einen "schlankeren" Staat abhebt, ist für viele am besten vorstellbar.

Tabelle 2: Präferierte Demokratiemodelle in den Ländern (in Prozent)
 

 

 

Verantwortlichkeit für das eigene Lebensschicksal (Staat)

Verhalten zu den anderen (Konkurrenz)

 

resultierender Demokratietyp

"alte"
Länder (inkl. Berlin)

Baden-Württemberg

29,2

74,4

libertär

Bayern

20,2

78,1

libertär

Berlin

38,9

70,3

libertär

Hessen

31,4

70,3

libertär

Niedersachsen

28,4

67,4

libertär

Nordrhein-Westfalen

28,0

72,9

libertär

Rheinland-Pfalz

32,4

78,3

libertär

Schleswig-Holstein

55,9

70,3

libertär-liberal

"neue" Länder

Brandenburg

47,7

61,9

libertär-liberal

Mecklenburg-Vorpommern

50,8

67,1

libertär-liberal

Sachsen

49,4

68,0

libertär-liberal

Sachsen-Anhalt

53,0

76,6

libertär-liberal

Thüringen

62,2

59,8

libertär-liberal

Keine "zwei politischen Kulturen" - Folgen für Politik und Forschung

Ein Vierteljahrhundert, nachdem der Ruf "Wir sind das Volk" durch die Straßen in Plauen, Leipzig und vielen weiteren Städten der DDR hallte, um bessere Lebensbedingungen, politische Teilhabe- und bürgerliche Freiheitsrechte zu erreichen, und die staatliche Einheit noch nicht in der Luft lag, kann von einem politisch-kulturellen Ost-West-Gegensatz keine Rede (mehr) sein - zumindest mit Blick auf die Vorstellungen davon, was eine "gute" Demokratie ausmacht: Das Wettbewerbsideal spricht für "innere Einheit", die Frage nach der individuellen Verantwortung generiert eine Kluft, welche die Ost-West-These zwar unterstreicht, jedoch Ausnahmen (Schleswig-Holstein) erkennen lässt. Dass aus diesen Spannungen freilich eine Gefahr für die Stabilität der Bundesrepublik erwächst, ist zu bezweifeln, denn erstens heißt das "nur", Chancengerechtigkeit wird hier höher bewertet als dort, zweitens handelt es sich nur um eine Facette von Demokratie, drittens erlaubt es der deutsche Föderalismus, auf die politischen Präferenzen länderspezifisch einzugehen. Gleichwohl tut die politische Elite im Bund gut daran, die Mehrheit im Volk, die sich für einen "schlankeren" Staat einsetzt, nicht zu vernachlässigen. Aus demokratietheoretischer Sicht wäre es angeraten, die eine oder andere demoskopische Studie zur Kenntnis zu nehmen. Sie offenbaren nämlich, dass der gesellschaftliche Wunsch nach staatlicher Verantwortung nicht so groß ist, wie Medienberichte hin und wieder suggerieren. So beurteilten jüngst nur 34 bis 43 Prozent die "Agenda 2010" negativ. Dies entspricht der Größenordnung, in der das Volk Bedenken gegenüber individueller Verantwortung äußert.

Die Befunde geben dennoch Grund zur Gelassenheit: Mehr als zwei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung scheint das Erbe des real existierenden Sozialismus in den Mentalitätsbeständen zu verblassen. Beim Gemeinschaftsethos lassen sich keine nennenswerten Unterschiede zwischen Ost und West mehr feststellen; bei der Verantwortung für den Einzelnen verlaufen Spannungen quer zur früheren innerdeutschen Grenze. Wenngleich dies nur eine Momentaufnahme einer politisch-kulturellen Facette sein mag, so handelt es sich doch um grundsätzliche Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Das Meinungsbild widerspricht dem Vorurteil, es gebe gegensätzliche politische Vorstellungen von "guter" Politik. Die Ursachen für die regionalen Unterschiede bei der politischen Kultur zu präzisieren, muss Aufgabe der Sozialwissenschaft sein. Hier besteht – das haben die Diskrepanzen bei den Demokratievorstellungen gezeigt - großer Nachholbedarf in der Wissenschaft, die der subnationalen Ebene jenseits von "Ost" und "West" zu lange aus dem Weg gegangen ist. Das 25-jährige Jubiläum der deutschen Einheit wäre ein geeigneter Anlass hierfür.

Zitierweise: Tom Mannewitz, 25 Jahre nach der Wiedervereinigung: Welche Demokratie wollen die Deutschen? In: Deutschland Archiv, 22.1.2015, Link: http://www.bpb.de/199207

Fussnoten

Fußnoten

  1. Frank Pergande, Gegen den Westen, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.11.2014, S. 1.

  2. Vgl. Wolfgang Herles, Wir sind kein Volk. Eine Polemik, München 2005; Rolf Reissig, Die gespaltene Vereinigungsgesellschaft. Bilanz und Perspektiven der Transformation Ostdeutschlands und der deutschen Vereinigung, Berlin 2000; Klaus Schroeder, Der Preis der Einheit. Eine Bilanz, München 2000.

  3. Vgl. Kai Arzheimer, Twenty Years After: Sozial- und wirtschaftspolitische Einstellungen von Ost- und Westdeutschen im Vergleich, in: Silke I. Keil und S. Isabell Thaidigsmann (Hg.), Zivile Bürgergesellschaft und Demokratie: Aktuelle Ergebnisse der empirischen Politikforschung. Festschrift für Oscar Gabriel, Wiesbaden 2013, S. 299-336; Oscar W. Gabriel, Politische Einstellungen und politische Kultur, in: Oscar W. Gabriel und Everhard Holtmann (Hg.), Handbuch Politisches System der Bundesrepublik Deutschland, München 2005, S. 457-523; Eckhard Jesse, Zwei verschiedene politische Kulturen in Deutschland?, in: Eckhard Jesse (Hg.), Demokratie in Deutschland. Diagnosen und Analysen. Herausgegeben von Uwe Backes und Alexander Gallus, Köln 2008, S. 166-192; Werner J. Patzelt, Demokratievertrauen und Demokratieakzeptanz in den neuen Ländern, in: Bernhard Vogel (Hg.), Politische Kultur in den neuen Ländern. Herausforderungen und Perspektiven, Cadenabbia 2008, S. 7-36.

  4. Hans-Joachim Veen, Wie viel Einheit brauchen wir? Die "innere Einheit" zwischen Gemeinschaftsmythos und neuer Vielfalt, in: Eckhard Jesse (Hg.), Eine normale Republik? Geschichte - Politik - Gesellschaft im vereinigten Deutschland, Baden-Baden 2012, S. 119-136.

  5. "In the decade since German unification, there has been a tendency by scholars and politicians alike to frame discussions of this event in terms of west-east or old states-new states." Jennifer Yoder, Regional Differences and Political Leadership in the New German States, in: German Politics and Society 18 (2000) 1, S. 33-65, hier 33. Vgl. stellvertretend Russell J. Dalton, Communists and Democrats: Democratic Attitudes in the Two Germanies, in: British Journal of Political Science 24 (1994) 4, S. 469-493; Oscar W. Gabriel, Jürgen W. Falter und Hans Rattinger (Hg.), Wächst zusammen, was zusammengehört? Stabilität und Wandel politischer Einstellungen im wiedervereinigten Deutschland, Baden-Baden 2005; Martin Greiffenhagen und Sylvia Greiffenhagen, Zwei politische Kulturen? Wissenschaftliche und politische Unsicherheiten im Umgang mit der deutschen Vereinigung, in: Deutschland Ost - Deutschland West. Eine Bilanz. Der Bürger im Staat 50 (2000) 4, S. 179-185; Dieter Fuchs, Edeltraud Roller und Bernhard Weßels, Die Akzeptanz der Demokratie des vereinigten Deutschland. Oder: Wann ist ein Unterschied ein Unterschied?, in: Aus Politik und Zeitgeschichte 47 (1997) 51, S. 3-12; Susanne Pickel, Gert Pickel und Dieter Walz (Hg.), Politische Einheit, kultureller Zwiespalt? Die Erklärung politischer und demokratischer Einstellungen in Ostdeutschland vor der Bundestagswahl 1998, Frankfurt a. M. 1998.

  6. Oliver Decker, Elmar Brähler und Johannes Kiess, Die Mitte im Umbruch. Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2012, Bonn 2012, S. 54.

  7. Greiffenhagen und Greiffenhagen, Zwei politische Kulturen? (Anm. 5), S. 180; vgl. Christoph Schneider, Regionale Unterschiede der politischen Kultur in Deutschland und Europa, Frankfurt a. M. 2013, S. 26.

  8. Roland Sturm, Politische Kultur, in: Ludger Helms und Uwe Jun (Hg.), Politische Theorie und Regierungslehre. Eine Einführung in die politikwissenschaftliche Institutionenforschung, Frankfurt a. M. 2004, S. 302-323, hier 316.

  9. Tom Mannewitz, Politische Kultur und demokratischer Verfassungsstaat. Ein subnationaler Vergleich zwei Jahrzehnte nach der deutschen Wiedervereinigung, Baden-Baden 2015, i.E.

  10. Dieter Fuchs, Die demokratische Gemeinschaft in den USA und in Deutschland, Berlin 1999, S. 6; vgl. auch ders., Wohin geht der Wandel der demokratischen Institutionen in Deutschland? Die Entwicklung der Demokratievorstellungen der Deutschen seit ihrer Vereinigung, Berlin 1996.

  11. EVS, European Values Study 2008, 4th Wave. Germany, Köln 2010 (V194).

  12. Ebd. (V192).

  13. Ebd. (V196).

  14. Wolfgang Benz, Stereotype des Ost-West-Gegensatzes, in: Informationen zur politischen Bildung, Nr. 271, 2005, S. 48-52; Alexander Thumfart, Politische Kultur in Ostdeutschland, in: Aus Politik und Zeitgeschichte 51 (2001) B 39-40, S. 6-14.

  15. EVS, European Values Study 2008 (Anm. 11), (V283).

  16. Ronald Inglehart, The Silent Revolution. Changing Values and Political Styles Among Western Publics, Princeton 1977.

  17. Wolf Oschlies, Postkommunistische Aufarbeitung in Politik und Recht der Tschechoslowakei und ihrer Nachfolgestaaten, in: Gerhard Hirscher (Hg.), Kommunistische und postkommunistische Parteien in Osteuropa. Ausgewählte Fallstudien, München 2000, S. 7-46, hier 42; vgl. Jörg Jacobs, Tücken der Demokratie. Antisystemeinstellungen und ihre Determinanten in sieben post-kommunistischen Transformationsländern, Wiesbaden 2004; Hans-Dieter Klingemann, Dieter Fuchs und Jan Zielonka (Hg.), Democracy and Political Culture in Eastern Europe, London 2006.

  18. Forschungsgruppe Wahlen, Politbarometer April 2014, Mannheim 2014; Agenda 2010 spaltet die Deutschen weiterhin, 13. März 2013, Externer Link: http://www.stern.de/politik/deutschland/stern-umfrage-agenda-2010-spaltet-die-deutschen-weiterhin-1983071.html, letzter Zugriff am 15.1.2015.

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Dr. phil. habil.; geb. 1987. Juniorprofessor für Politikwissenschaftliche Forschungsmethoden an der Technischen Universität Chemnitz. Forschungsschwerpunkte sind international vergleichende Parteien- und Extremismusforschung, politische Kultur in Deutschland und Methoden der empirischen Politikwissenschaft.