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Alles nach Plan?

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 44 Analysen & Essays. Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Sieben Monate Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 30 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gibt "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" Föderalismus und Subsidiarität „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Drei Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Frauen in der Bürgerbewegung der DDR und während der Friedlichen Revolution Die Wege zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2021 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur The Games at the Gate Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts Alltag und Gesellschaft Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. 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Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Ist Antisemitismus vor allem ein ostdeutsches Problem? Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. 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Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? Schwierigkeiten mit der Wahrheit Personelle Kontinuitäten in Brandenburg seit 1989 "Geschlossene Gesellschaft" Kulturelite im Blick der Stasi Experten für gesamtdeutsche Fragen – der Königsteiner Kreis Friedrich II. – Friedrich der Große Literaturjournal Deutsch-deutscher Literaturaustausch (8+9/2012) Eine gesamtdeutsche Reihe? Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? 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Alles nach Plan? Die Planwirtschaft der DDR – Konzept, Umsetzung und Scheitern

Daniel Meis

/ 23 Minuten zu lesen

Es war ein Scheitern mit langem Anlauf, immensen Folgeschäden für die ostdeutschen Bundesländer, außerordentlich hohen Kosten für die westdeutschen Bundesländer und enormen Schäden an Mensch und Natur: Der Versuch der Planwirtschaft der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Aber hat die DDR-Planwirtschaft überhaupt jemals eine Chance gehabt? Führte am Ende ein arteigenes Strukturproblem von Planwirtschaften zum Scheitern der ostdeutschen Ausformung oder lag es an hausgemachten, spezifisch ostdeutschen Umständen?

Selbstironie, Selbstbetrug oder tatsächliche Plan-Übererfüllung? Angehöriger eines DDR-Betriebes auf dem Berliner Alexanderplatz am 1. Mai 1983. (© picture-alliance/akg, Udo Hesse)

Planwirtschaft ist nicht gleich Planwirtschaft, genauso wenig wie Marktwirtschaft gleich Marktwirtschaft ist. Eine deutliche Unterscheidung von beiden Wirtschaftsmodellen ist zwar möglich, doch können Elemente des einen durchaus ins andere Modell eingespeist werden. Auch Marktwirtschaften kennen mitunter staatliche Wirtschaftssektoren, gelegentlich sogar in Schlüsselindustrien. Und auch Planwirtschaften sind mitunter mit privatem Unternehmertum vertraut.

Extremfälle sind die heute offiziell kommunistischen Staaten China, Vietnam und Kuba. Sie besaßen alle einst reine Planwirtschaften, öffneten sich aber so weit marktwirtschaftlichen Elementen, dass sie alle drei inzwischen Mischsysteme aufweisen. 2022 existiert tatsächlich nur noch eine letzte „reguläre“ Planwirtschaft: Nordkorea gelingt es mehr oder minder, sein planwirtschaftliches Wirtschaftsmodell aufrechtzuerhalten – bezahlt aber mit der Abhängigkeit von China und fast schon regelmäßigen Hungersnöten einen hohen Preis dafür.

Die Frage, was denn eine Planwirtschaft nun tatsächlich ist, ist also diffus und kompliziert. Eine gebräuchliche Definition hilft hier weiter. Demnach ist „Planwirtschaft“ eine

„Bezeichnung für eine Wirtschaftsordnung, in der das gesamte wirtschaftliche Geschehen von einer zentralen Stelle nach politischen und wirtschaftlichen Zielvorstellungen geplant, gelenkt und verwaltet wird. Der Staat bzw. staatliche Planungsbehörden auf allen Planungsebenen bestimmen die gesamte Produktion (das heißt, wer welche Güter womit herstellt), die Verteilung (das heißt, wer welche Güter wo erhält) und die Preise aller Güter und Dienstleistungen.“

Zentral für die Charakterisierung als Planwirtschaft ist also die intensive Wirtschaftsplanung durch staatliche Akteure. In der Regel tritt hierbei (bedingt durch die kommunistische Ideologie mit ihrer Idee des kollektiven Gemeineigentums) auch noch das Staatseigentum mindestens an Schlüsselindustrien der Volkswirtschaft hinzu. Alleine die Existenz einer Wirtschaft im Staatseigentum reicht also nicht aus, um von einer Planwirtschaft zu sprechen, sie tritt aber in Planwirtschaften meist zusammen mit den Wirtschaftsplänen auf. Von den Wirtschaftsplänen einer Planwirtschaft sind in der Regel alle Wirtschaftseinheiten erfasst, ob privat oder staatlich.

Die Funktionsweise einer Planwirtschaft war in der Theorie relativ einfach: Die Spitze der kommunistischen Partei, die die Spitze des Staats beherrschte oder selbst stellte, gab ökonomische Ziele aus, die politisch motiviert waren. Klassisch war dabei während des Kalten Krieges die verstärkt vorangetriebene Industrialisierung und das Ein- oder Überholen der Wirtschaftsleistung der kapitalistischen Länder.

Bei der regelmäßigen Ausgabe der kurz-, mittel- und langfristigen Planziele wurden recht konkrete Zielvorhaben benannt, etwa eine Erhöhung der Stahlproduktion um einen bestimmten Prozentsatz oder das Zurückfahren von Konsumgütern zugunsten des Hochfahrens der chemischen Industrie. Zwar orientierten sich die Parteispitzen mal mehr, mal weniger an ökonomischen Kennziffern, die aus der Bürokratie vorlagen. Aber schlussendlich wurde immer politisch darüber entschieden, wo welche Investitionsmittel hingelenkt werden sollten, welche Industrien welche Produktionssteigerungen in welchem Zeitraum erreichen sollten und was für das Erreichen dieser Ziele von wem zur Verfügung zu stellen war.

Hier liegt bereits ein zentrales Problem von Planwirtschaften: Während Marktwirtschaften über Angebot und Nachfrage funktionieren, geht die Parteispitze in einem System mit Planwirtschaft davon aus, selbst anhand vorhandener Informationen wissen zu können, was wie zu planen ist, um eine produktive und sozial abgesicherte Volkswirtschaft steuern zu können. Aus Sicht der kommunistischen Ideologie war das nur folgerichtig: Schließlich ging sie davon aus, dass die Partei als Avantgarde den Lauf der Geschichte erkannt und damit die Wahrheit auf der eigenen Seite habe. Oder anders formuliert: Die Partei ging gemäß kommunistischer Ideologie davon aus, dass sie wisse, was richtig sei.

Für ökonomisches Handeln sind aber Innovationen überlebensnotwendig. Kommen diese nur von oben und werden „Innovationen von unten“ gebremst, abgeblockt oder gar bestraft, bringt eine Volkswirtschaft selten Neues hervor und lebt vorrangig vom bereits Erreichten und dessen Modifikationen. Wäre die kommunistische Theorie einer zur allumfassenden Wahrheitsfindung befähigten Parteiführung nicht Utopie, sondern Realität gewesen, wären Innovationen von unten nicht nötig gewesen. Aber wie die Geschichte gezeigt hat, waren auch die kommunistischen Parteiführungen entgegen ihres eigenen Anspruchs „nur“ Menschen mit Fehlern, subjektiven Einschätzungen und (Fehl-)Wahrnehmungen. Der vom Kommunismus beanspruchte Vorrang der Politik der kommunistischen Partei vor dem ökonomischen Geschehen in der Gesellschaft traf darin auf ein unüberwindbares Hindernis.

Die vorgegebenen, im Detail groben, hinsichtlich der Rahmenbedingungen aber bereits spezifizierten Vorhaben der Parteispitze wurden dann an die „Mittelinstanz“ weitergereicht, die sich in den meisten Planwirtschaften aus Verbünden von Unternehmen der gleichen Branche oder Region zusammensetzten. Diese gestalteten den vorgegebenen Rahmen mit den zur Erfüllung notwendigen näheren Angaben aus, konkret dem Bedarf und den daraus theoretisch errechenbaren Produktionszahlen.

Eine Ebene tiefer, bei den einzelnen Betrieben, wurden diese Zahlenwerke dann noch weiter ausdifferenziert. In der DDR-Landwirtschaft beispielsweise führte so der übergeordnete Rahmen, der sich vor allem an vergangenen Ernten orientierte, zu einer Ausdifferenzierung bis in den einzelnen Betrieb hinein. Dabei wurden eigene interne Pläne erstellt, die Material, Leistungsaufwand, Arbeitsnormen und weitere Kennziffern enthielten. Um diese aufzustellen, wurde auf vergangene Durchschnittswerte zurückgegriffen, die jährlich vom Betrieb ermittelt werden mussten.

Bei der mittleren und der unteren Ebene zeigt sich dabei das nächste strukturelle Problem der Planwirtschaft: In der Marktwirtschaft sind Unternehmen zur Effizienz gezwungen, um konkurrenzfähig zu bleiben und ökonomisch überleben zu können. Anders in der Planwirtschaft. Dortige Unternehmen waren nicht zu hoher Effizienz gezwungen, weil die Rahmenbedingungen ohne eigene Verantwortungsbeteiligung vorgegeben waren. Sie erhielten eine ungefähre Vorgabe, was bis wann zu erreichen war, und erklärten daraufhin, was sie dafür benötigten und damit konkret erreichen konnten. Unternehmensgewinne wurden in der Regel abgeschöpft, materielle Anreize zu effizienterem Wirtschaften wurden nicht zuletzt durch Plansoll-Erhöhungen konterkariert.

Um aber in jedem Fall (etwa bei Ausfall der Lieferungen anderer Unternehmen) den Plan erfüllen zu können, also einen „Puffer“ zu haben, umgingen mittlere und untere Instanzen einfach die Vorgaben der politischen Führung. Sie veranschlagten in der Regel viel mehr Bedarf zur Erreichung der vorgegebenen Ziele, als sie wirklich benötigten. So wurden harte, strenge Pläne umgangen und die sogenannten „weichen Pläne“ etabliert: Mehr Arbeitskräfte, mehr Materialien, mehr Lieferungen, mehr Rohstoffe, mehr Energie.

Für die Kennziffern, die die einzelnen Betriebe zum vorläufigen Planentwurf abgeben mussten, bedeutete dies, dass sie stets zum Vorteil des Betriebs ausfielen, statt möglichst hohe Effizienz für die Volkswirtschaft zu schaffen. So wurden in allen Wirtschaftsbereichen die eigenen Möglichkeiten geringer angesetzt als es bei effizientem Handeln möglich gewesen wäre und der benötigte Aufwand höher veranschlagt.

Zeitdokument: „Alle Kraft dem Fünfjahrplan!“ steht mehr als 30 Jahre nach der Wiedervereinigung noch auf einer Giebelwand in einem Dorf in der ehemaligen DDR. (© picture-alliance, Zentralbild / Peter Endig)

Der Wegfall von Effizienzzwang

Damit war ein Erreichen des später in Gesetzesform gegossenen Plans für den einzelnen Betrieb auch bei unvorhersehbaren Ereignissen wie etwa ausbleibenden Lieferungen anderer Betriebe oder schlechter Erntebedingungen stets sichergestellt. Der Wegfall von Effizienzzwang und die „weichen Pläne“ führten dazu, dass seitens der Unternehmen tendenziell mehr auf Quantität als auf Qualität Wert gelegt wurde.

Diese Probleme waren der politischen Führung zumeist bekannt, konnten aber nie nachhaltig behoben werden, da die Unternehmen vor Ort argumentieren konnten, warum sie konkret welche Materialen benötigten. Die DDR war hierbei kein Ausreißer, sondern der Regelfall unter den sozialistischen „Bruderländern“. Versuche der Parteiführungen in den verschiedenen Planwirtschaften, die Ineffizienzen zu beseitigen, gelangen nie – außer, es wurden marktwirtschaftliche Reformen angestoßen oder entsprechende Experimente zugelassen.

Die politische Führung konnte also nicht anders, als die an sie zurückgereichten Kennziffern für die Pläne im Großen und Ganzen zu akzeptieren. Bis auf kleinere Änderungen und Konkretisierungen wurden diese dann in der Regel auch regulär von der Partei- und Staatsspitze so beschlossen. Die detaillierte Durchführung des Plans oblag dann einer eigenen Institution. Im Falle der DDR war das die Staatliche Plankommission (SPK), die auch die fortlaufenden Ausarbeitungen und Vorbereitungen für spätere Pläne übernahm.

Das hier beschriebene Verfahren unterschied dabei zwischen langfristigen Plänen wie den Fünfjahresplänen, konkreter ausgestalteten mehrjährigen oder auch Einjahresplänen und, je nach Detailgrad der jeweiligen Planwirtschaft, noch kurzfristigeren Plänen. Die strukturellen Grundprobleme waren aber immer die gleichen: Mangelnde Innovationsmöglichkeiten, ungenügende Partizipationschancen für unternehmerisch Begabte, „weiche Pläne“ zum Schutz vor künftig höheren Soll-Forderungen, ausbleibenden Zulieferungen und zur Sicherstellung der Planerfüllung.

Weitere wichtige Aspekte der Funktionsweise einer Planwirtschaft haben mit Faktoren wie Geldwerten, Außenhandel oder auch Forschung zu tun. Die kommunistische Ideologie sah als ihr Endziel bekanntlich die Schaffung einer herrschaftsfreien Welt vor, in der auch Geld als Tauschobjekt für Waren nicht mehr benötigt wird. Aber bis zum Erreichen des Kommunismus mussten auch die sozialistischen Planwirtschaften noch Geldwerte, also Preise, nutzen, um den Aufwand für Produkte und Dienstleistungen im Verhältnis zu anderen Produkten und Dienstleistungen ermitteln zu können. In Marktwirtschaften bilden sich Preise größtenteils durch Angebot und Nachfrage. Sehr vereinfacht ausgedrückt, bedeutet dies Folgendes: Wird von einem Produkt quantitativ besonders viel angeboten, obwohl nur geringe Nachfrage besteht, sinkt der Preis und zeitlich verzögert auch das Angebot. Wird von einem Produkt quantitativ besonders wenig angeboten, obwohl große Nachfrage besteht, steigt der Preis und zeitlich verzögert auch das Angebot.

Da in der Planwirtschaft aber Angebot und Nachfrage durch die politisch motivierte Zielsetzung der Partei- und Staatsspitze ausgeschaltet sind, können sich keine realistischen Preise bilden. Zwar kann auf Preise aus der Zeit vor der Revolution und Etablierung der Planwirtschaft zurückgegriffen werden, auch können begrenzt Preise hochgerechnet und geschätzt werden, aber nach einer gewissen Zeit spiegeln diese in einer sich verändernden (Welt-)Wirtschaft trotz Preisreformen immer weniger die Realität wider.

Bis 1953 wurden noch Festpreise von 1944 genutzt, die aber den veränderten Rahmenbedingungen der DDR-Wirtschaft nicht mehr entsprachen und schließlich durch staatlich genehmigte Preise für jeden Wirtschaftszweig ersetzt wurden, die die Plankosten spiegeln sollten. Durch die Ausschaltung von Angebot und Nachfrage als Preisbildungsprozess, die „weichen Pläne“ und die Fixierung auf quantitative statt qualitative Planerfüllung waren aber auch solche Preise immer ungenau und realistische Preise überhaupt nicht feststellbar. Je länger also das kommunistische Endziel nicht erreicht wurde, umso schwieriger wurde auch die Preispolitik.

Damit ist auch schon der Außenhandel angesprochen, der komplett vom sozialistischen Staat für die Unternehmen übernommen wurde und/oder bestimmten Unternehmen exklusiv übertragen wurde. Planwirtschaften waren zwar auf Autonomie angelegt, schon alleine, um die Störanfälligkeit von äußeren Entwicklungen zu verringern, auf die sie keinen Einfluss nehmen konnten.

Aber auch im zwischenstaatlichen Handel müssen Gegenwerte errechnet werden. Reguläre Wechselkurse helfen hierbei wegen der erläuterten Preisproblematik nur bedingt weiter, sodass im Handel zwischen kapitalistischen Unternehmen und sozialistischen Staaten neben den offiziellen Wechselkursen immer auch inoffizielle Wechselkurse zu Schwarzmarktbedingungen mitbedacht werden mussten.

Im zwischenstaatlichen Handel sozialistischer „Bruderländer“ handelten die Partei- und Staatsspitzen hingegen regelmäßig Festpreise für die kommenden Jahre aus, zum Beispiel bei Rohöl und Getreide. Da es hierbei um Welthandel ging, wurde zur Orientierung auf den Weltmarktpreis zurückgegriffen. Eine Abkopplung vom kapitalistischen Ausland war für Planwirtschaften also hinsichtlich der Waren- und Dienstleistungsströme theoretisch möglich, nicht aber bei der eigenen zwischenstaatlichen Preisgestaltung. Und dabei würde es so lange bleiben, bis nach kommunistischer Ideologie die gesamte Welt die Revolution hinter sich hätte.

Neben Geld beziehungsweise Preisen und dem Außenhandel kam zu den speziellen Aspekten der Funktionsweise einer Planwirtschaft noch die Forschung hinzu. Forschung ist auch in Marktwirtschaften nie (primär) gewinngetrieben, sondern vom subjektiven Wissendurst der Forschenden abhängig. Es können zwar Zielvereinbarungen getroffen, Aufträge vergeben, Projektvorhaben finanziert und beispielsweise in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen von Unternehmen auch ganz konkrete Aufgaben gestellt werden. Aber deren Erreichen lässt sich nicht über monetäre Bedingungen sicherstellen, es kann dadurch höchstens optimal unterstützt werden. Vielleicht scheitert ein Projekt, vielleicht kommt es (wie bei ergebnisoffener Forschung nicht selten) auch zu völlig anderen Ergebnissen als erwartet.

Zudem zahlen sich Forschungsergebnisse zumeist nicht direkt in messbaren finanziellen Gewinn aus; meistens sind sie nur erheblich zeitverzögert nutzbar, hängen in ihrer Wirkung oft mit anderen Forschungsergebnissen zusammen oder können durch ihre gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen nicht einmal indirekt monetär beziffert werden. Ergebnisse von Forschungsfinanzierungen sind also auch in Marktwirtschaften nicht eindeutig messbar, und umso mehr gilt das für Planwirtschaften. Denn wenn politisch motivierte Ziele für die Forschung vorgegeben werden, bis wann etwas vorgegebenes erforscht sein soll, dann wird damit einerseits die Innovation der frei Forschenden gehemmt. Andererseits ist trotzdem nicht sichergestellt, dass die Forschungsziele auch erreicht werden.

Das Beschriebene gilt in ähnlicher Weise auch für das Studium: Ideologisch motivierte Eingriffe (von der Zwangsbeschäftigung mit dem Kommunismus bis hin zur Ökonomisierung der Wissenschaft) mindern zwangsläufig Kapazitäten und die Qualität der (Aus-)Bildung der Studierenden aller Fächer. Forschungsergebnisse in Wirtschaftspläne zu implementieren, ist also äußerst riskant für das Funktionieren des Plans – bleibt aber alternativlos, da Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft von den Ergebnissen der Wissenschaft abhängig sind und Planwirtschaften nur eingeschränkt Ausnahmen von ihren Prinzipien machen können.

Umsetzung der Planwirtschaft in der SBZ/DDR

Jede Planwirtschaft besaß ihre eigenen Charakteristika. Diese konnten entscheidend dafür sein, ob die jeweilige Planwirtschaft mehr oder minder funktionierte – oder ob sie schon nach kurzer Zeit zu scheitern drohte. Erhebliches Gewicht kommt dabei der Tatsache zu, dass sozialistische Staaten immer zu Autonomie neigten, um ihre Störanfälligkeit von Weltmarkt, kapitalistischen Staaten und nicht beeinflussbaren Planwirtschaften anderer Staaten zu verringern. Umso größere Auswirkungen hatten deshalb landespezifische Bedingungen für die eigene Wirtschaft.

Für die Sowjetische Besatzungszone (SBZ), aus der sich die Deutsche Demokratische Republik bilden sollte, waren mehrere solcher Faktoren entscheidend. Die Probleme begannen nämlich bereits mit dem Zuschnitt der Besatzungszonen selbst. Das mitteldeutsche Gebiet des Deutschen Reiches war über Jahrzehnte mit den umliegenden Gebieten zu einer Wirtschaftseinheit zusammengewachsen. Im Zweiten Weltkrieg profitierten die hoch industrialisierten Regionen Thüringens und Sachsens noch von innerdeutschen Evakuierungen und Verlegungen von Betrieben, da das Zentrum des Reiches für die alliierten Bomberflotten weniger gut zu erreichen war. Das Gebiet der späteren SBZ wies so starke Verflechtungen mit den anderen Teilen des Reiches auf, dass sie 1936 rund 45 Prozent ihrer Waren- und Dienstleistungen aus diesen bezog.

Mit der Einrichtung der Besatzungszonen inklusive der Zonengrenzen wurden diese Wirtschaftsstrukturen also erheblich abgeschnitten. Nach allen Seiten hin fand für die SBZ eine Abkapselung statt: Zu den westdeutschen Hafenstädten wie Hamburg und Bremen, dem Ruhrgebiet mit der einzigen mitteleuropäischen Stahlindustrie, die die eigene mitteldeutsche übertraf, zu den Handelswegen durch Süddeutschland und nach Osten zu den großen landwirtschaftlichen Gütern in den nunmehr polnisch verwalteten Gebieten.

Nach der Kapitulation des Reiches 1945 lag die Wirtschaft zeitweise brach und musste neu anlaufen. Dafür fehlten nunmehr aber die lange gepflegten Verbindungen in alle Teile Deutschlands, sodass umdisponiert werden musste. Was blieb, war eine im Norden stark landwirtschaftlich und im Süden stark industriell geprägte SBZ, die im Verhältnis zum großen Wirtschaftsraum des Reiches stark eingeschränkt war.

Einschneidende Demontagen

Ein anderes Problem lag in der Reparationsfrage. Die sowjetischen Besatzer hatten nicht nur beim Einmarsch massenweise bewegliche Güter an sich genommen, sondern demontierten auch etliche Fabriken, wie das weltbekannte Zeiss-Werk in Jena, um sie zu Reparationszwecken in die Sowjetunion zu verschicken. Auch wurden mehrere Tausend Wissenschaftler in die Sowjetunion verbracht. Exakte Bilanzierungen der materiellen Demontagen sind hier nicht möglich, aber der Schaden war wirtschaftlich immens. In einigen Bereichen konnte er durch geringe Investitionen wieder ausgeglichen werden, etwa, wenn „nur“ bestimmte Maschinen in einer Fabrik zu ersetzen waren, um die Gesamtproduktion wieder hochfahren zu können.

Andere Bereiche blieben aber bis zum Ende der DDR geschädigt, darunter etwa Bahnstrecken, bei denen das zweite Gleis demontiert wurde und auf denen nunmehr nur noch ein Zug verkehren konnte. Durch ständige, oft erst kurz zuvor angekündigte Demontagen, deren Praxis sich bis in die 1950er Jahre hinein erstreckte, wurden die Wirtschaftspläne aber in ihrem Ablauf gestört. Selbst das nur geringe Produktionspotenzial einer Planwirtschaft konnte damit nicht erreicht werden. Die DDR-Führung war sehr erleichtert, als die Reparationen inklusive der Demontagen zum Jahreswechsel 1953/1954 (nicht zuletzt aufgrund des Aufstands vom 17. Juni 1953) beendet wurden, zumal ihr diese erhebliches Renommee bei der Bevölkerung kosteten.

Zu den Reparationen gehörten neben den Demontagen auch Entnahmen aus der laufenden Produktion, monetäre wie materielle Transferleistungen, Übernahme der Besatzungskosten seitens der Länder der SBZ beziehungsweise der späteren DDR und die Aneignung diverser Schlüsselunternehmen durch die Sowjetunion, die nach den sowjetischen Wirtschaftsplänen arbeiteten, aber in der SBZ/DDR wirtschafteten. Alles in allem waren dies überaus störende Elemente für einen Wirtschaftsplan.

Fünfjahrespläne gehörten schon früh für die Propagandisten des Kommunismus dazu. Hier ein Plakat aus der Zeit der Industrialisierung der Sowjetunion unter Stalin, sinngemäß mit dem Text: "Es lebe hoch 4 1/2 Jahre beständiger Arbeit". Konkret geht es um die verlangte Planerfüllung im Bereich Montage von Lokomotiven. (© picture-alliance, akg-images)

Die DDR-spezifischen Probleme der Planwirtschaft gingen aber noch viel weiter. Ein Abschneiden der Lieferketten kann mittelfristig überwunden werden, in einer Planwirtschaft nicht zwangsläufig schlechter als in einer Marktwirtschaft. Und auch die Demontagen und allgemein die ökonomisch belastenden Reparationen waren kein Dauerphänomen, sondern nur temporär angelegt. Als dauerhaft problematisch erwiesen sich aber weitere Punkte: Im Gegensatz zu den meisten anderen sozialistischen Ländern war die DDR lediglich einer von zwei deutschen Staaten.

Der andere Staat, die ebenfalls 1949 gegründete Bundesrepublik Deutschland (BRD), war nicht nur kulturell Teil des „Westens“ geworden, sondern auch ökonomisch, politisch und militärisch in dessen Strukturen eingebunden. Ökonomisch betrachtet war der westdeutsche Staat dabei höchst erfolgreich. Auch der ostdeutsche Staat war, gemessen an Wirtschaftswachstum und sozioökonomischen Fortschritten, sehr produktiv. Die in der Weimarer Republik sozialisierte DDR-Führung sah sich insbesondere im Vergleich mit der Weimarer Republik auf einem wirtschaftlich guten Kurs.

Der neidische Blick nach Westen

Die Bevölkerung hingegen, insbesondere die Jüngeren, die nicht mehr in Weimar, sondern im Nationalsozialismus oder dem Kommunismus sozialisiert worden waren, sahen als Vergleichsgesellschaft für ihren eigenen Lebensstandard nicht die Lebensumstände der Elterngeneration, sondern die der Deutschen in der benachbarten kapitalistischen BRD. Dass die DDR der wirtschaftlich zweitstärkste Staat des „Ostblocks“ und weltweit der zehntstärkste war, beeindruckte wenig, wenn wenige Kilometer westlich Einfamilienhäuser entstanden, bald fast jeder Haushalt Fernsehgerät, Kühlschrank und ein Automobil besaß und all dies jederzeit kurzfristig neu gekauft werden konnte.

Die Anziehungskraft im ökonomischen Bereich vermischte sich mit der politischen und führte zu Massenauswanderungen. Die innerdeutsche Grenze war zwar schon vor dem Mauerbau 1961 gut gesichert, aber die „grüne Grenze“ ermöglichte genügend Schlupflöcher; hinzu kamen „Ausreisewillige“ mit offiziellen Papieren. Zwischen Staatsgründung 1949 und Mauerbau 1961 verließen bei einer Gesamtbevölkerung von rund 18,8 Millionen im Jahr 1949 mehr als 2,7 Millionen den ostdeutschen Staat – fast sämtlich in Richtung Westdeutschland. Die geringste Auswanderungsrate lag 1949 bei etwa 129.000 Menschen, die höchste im „Aufstandsjahr“ 1953 bei etwa 331.000 Menschen. Es gingen etwas mehr Erwerbstätige als Nicht-Erwerbstätige, was die Wirtschaft zusätzlich belastete. Bis 1961 hatte die DDR netto mehr als 13 Prozent ihrer erwerbstätigen Bevölkerung verloren. Der Mauerbau war aus Sicht Ost-Berlins und Moskaus schließlich die einzige Möglichkeit, ein „Ausbluten“ der DDR zu verhindern.

DDR-Dilemma Rohölarmut

Ein weiterer und letzter großer Faktor der DDR-spezifischen Probleme der Planwirtschaft war die Rohölarmut des kleinen Staates. Wenngleich heute wenig bekannt, war Öl auf deutschem Boden schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts gefördert worden, aber die Vorkommen reichten schon bald nicht mehr zur dauerhaften Bedarfsbefriedigung aus. Die Lösung wurde von der DDR-Führung im Import gesehen. Vor allem sowjetisches Öl spielte eine Schlüsselrolle. Denn einerseits erhielten die sozialistischen „Bruderländer“ untereinander Sonderkonditionen beim Außenhandel, und andererseits wurde damit die Abhängigkeit vom Öl des kapitalistischen Auslands vermindert.

Da aber, wie erwähnt, auch der Außenhandel der „Bruderländer“ sich mittelfristig zur Korrektur immer am Weltmarktpreis orientieren musste, riss die Ölpreiskrise von 1973 auch der DDR zeitverzögert Ende der 1970er Jahre den Boden unter den Füßen weg. Die DDR-Wirtschaft war notorisch energiearm und dringend auf Öl angewiesen. Mit den verzögerten Auswirkungen der Ölpreiskrise begann deshalb für die DDR eine Spirale des Abstiegs, der ohne Hilfe von außen kaum aufgehalten werden konnte.

Denn erstens waren die Energiekosten für die Bevölkerung, wie viele Produkte des täglichen Bedarfs, im Sinne der Sozialpolitik der kommunistischen Ideologie und zur Besänftigung der Menschen immer stark subventioniert gewesen. Das führte zu enormer Energieverschwendung durch die Bevölkerung und erheblichen Kosten für die staatliche Wirtschaft. Privater Strombedarf musste zwar regelmäßig angemeldet werden, um ihn in Pläne zu implementieren, aber der tatsächliche Stromverbrauch war stets höher, was zu Überlastungen und noch stärkerem Verschleiß führte. Totalausfälle wie beim Jahreswechsel 1978/1979 konnten nur durch weiter erhöhte Stromproduktion vermieden werden.

Zweitens war die DDR in den 1970ern ein stark industrialisierter Staat. Landwirtschaft war im Norden noch wichtig, sie war aber inzwischen ebenfalls durch industrialisierte Arbeits- und Produktionsformen geprägt. Und ein Dienstleistungssektor bestand kaum. Öl wurde also für die Gesamtwirtschaft unbedingt benötigt. Die teureren Preise mussten hingenommen werden, Sparpotenziale versickerten in den ineffizienten Strukturen der Planwirtschaft, und als die Sowjetunion wegen eigener Wirtschaftsprobleme in den 1980er Jahren ihren Rohölexport in die sozialistischen „Bruderländer“ drosseln musste (und wollte, um in die besser zahlenden kapitalistischen Länder zu liefern), griff die DDR immer häufiger auf ein bereits älteres, aber zunehmend öfter angewandtes Verfahren zurück: die Kohlehydrierung.

Immer mehr Kohle - und Verschleiß

Es ist wenig bekannt, dass die DDR zeitweise einer der größten Kohleförderer der Welt war. Braun- wie Steinkohle schienen der einzige Weg zu sein, die Energiezufuhr sicherzustellen. Kohle wurde vielfältig genutzt: Sie wurde verstromt, exportiert und verflüssigt; schlussendlich wurde Kohle auch verwendet, um die Abhängigkeit von anderen Rohstoffimporten und teuren Auslandsprodukten zu verringern. Verflüssigte Kohle besitzt weniger Brennwert als raffiniertes Rohöl, aber sie ist in der Not zumindest eine Substitutionsmöglichkeit. Deshalb wurde massenweise Kohle zu Öl umgewandelt und zwecks Verstromung und Export immer mehr Kohle gefördert – auf Kosten der Funktionsfähigkeit der Anlagen und mit einem solch hohen Verschleiß, dass trotz Störfällen und überzogener Betriebszeiten die Stromversorgung kaum noch gesichert war.

Die Planwirtschaften innewohnende Investitionsproblematik samt erhöhtem Verschleiß führte schließlich auch dazu, dass bei dem um jeden Preis vorangetriebenen Kohleabbau und der Verarbeitung der Kohle kaum Umweltstandards griffen. Ähnliches galt für Rohstoffe wie Uran. Die Folge war eine rabiate Umweltzerstörung, die schließlich der Berliner Republik nach 1990 hinterlassen wurde. Was die Umwelt auf Jahrzehnte zerstörte, rettete die DDR-Wirtschaft für ein paar weitere Jahre.

Den genannten Punkten des Zuschnitts der Besatzungszone (und damit des späteren Staatsterritoriums), der Langzeitfolgen der Reparationen, der Massenauswanderung und der Ölabhängigkeit kann bereits entnommen werden, dass die Sowjetunion als ostmitteleuropäische Vormacht eine zentrale Rolle für die Existenz der Staaten des „Ostblocks“ spielte. So war es auch im Fall der DDR. Mehrfach stützte die Sowjetunion die DDR-Wirtschaft grundlegend:

Als zur Beruhigung der Situation nach dem Aufstand 1953 die Konsumgüterindustrie zulasten anderer Bereiche hochgefahren wurde, lieferte die Sowjetunion zusätzliches Öl und verzichtete auf weitere Reparationen; als die DDR perspektivisch ihre erwerbstätige Bevölkerung zu verlieren drohte, gab die Sowjetunion ihr Einverständnis zum Mauerbau; als die Ölpreise im „Westen“ explodierten und die DDR das von der Sowjetunion an sie gelieferte Öl dorthin exportierte, um zusätzlichen Gewinn zu machen, dafür aber mehr eigene Kohle hydrieren musste, sah die sie zu Sonderkonditionen beliefernde Sowjetunion zähneknirschend darüber hinweg.

Aber als die DDR ab Anfang der 1980er Jahre in eine solche Schieflage geriet, dass Schulden, mangelnde Konkurrenzfähigkeit und Verschleiß faktisch zu einer dauerhaften Wirtschaftskrise führten, konnte und wollte die Sowjetunion nicht mehr helfen. Sie war mit ihren inneren Problemen selbst zu sehr beschäftigt, als dass sie ökonomisch hätte aushelfen können: Ernteausfälle, allgegenwärtiger Mangel, Produktivitätsniedergang und Kostenanstieg verminderten den Spielraum Moskaus, was schließlich auch zu einem Faktor des Wandels in der Sowjetunion wurde.

1988/1989 war die Lage dann hoch dramatisch. Als deutlich wurde, dass die DDR-Führung die Aufrechterhaltung der Wirtschaftsleistung nicht mehr sicherstellen konnte, wurde noch elf Tage vor dem Mauerfall intern vorgeschlagen, der BRD im Austausch für neuerliche Kredite die Mauer zum Tausch anzubieten. Das hätte die (über Polen und die Tschechoslowakei) ohnehin wieder sechsstelligen Ausreisezahlen noch schneller anschwellen lassen und die DDR (wie 1961 befürchtet) innerhalb weniger Jahre „ausbluten“ lassen. Es blieb nur die Hoffnung, sich mit den Krediten etwas Zeit zu verschaffen, um vielleicht doch noch das Ruder herumreißen zu können. So oder so: Die DDR-Planwirtschaft war 1989 am Ende ihrer Möglichkeiten angelangt.

Das endgültige Scheitern der DDR-Planwirtschaft

Dass die DDR schließlich ausgerechnet im Zeitraum 1989/1990 ihr Ende fand, war zu einem erheblichen Teil Zufall. Der Mauerfall war weder geplant noch einem spontanen Aufstand geschuldet. Er kam dem Zusammenbruch der Wirtschaft nur zuvor. Die DDR-Führung sah die ökonomischen Probleme vor sich, konnte sie aber nicht abstellen. Nach dem Mauerfall musste die BRD zunächst die ostdeutsche Wirtschaft mit Krediten stützen und trug dann die finanziellen Folgekosten der maroden, konkurrenzunfähigen, ineffizienten Wirtschaft – mit allen Folgen bis heute.

Was ursprünglich wie „blühende Landschaften“ hätte aussehen sollen, wurde erst bei näherem Hinsehen in und nach dem Aufgehen der DDR in der wiedervereinten Berliner Republik deutlich: Die DDR-Wirtschaft war im „Ostblock“ zwar die zweitstärkste gewesen, hatte aber auf dem Weltmarkt keine Chance. Die Hälfte der Schulden war verheimlicht worden, Verschleiß konnte nicht verhindert werden, Reparationsschäden konnten teilweise nie behoben werden und Umweltschäden waren ignoriert worden. Wenn die DDR-Führung auf all diese Probleme Rücksicht genommen hätte, dann hätte die Planwirtschaft der DDR auch gar nicht weiter existieren können.

Auch Reformvorhaben wie das „Neue Ökonomische System der Planung und Leitung“ (NÖSPL) von 1963, das der Mittelinstanz mehr Verantwortung übertrug, oder auch die „Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik“ von 1971, die sozialpolitische Anreize zur Produktivitätssteigerung bot, konnten nur begrenzt positive Wirkungen entfalten. Denn das eigentliche Problem lag in den planwirtschaftlichen Strukturen, die unangetastet blieben: Mittlere und untere Instanzen erhielten mehr Spiel- und Freiraum in der Planung und der Planerfüllung, aber am Plansystem als solchem wurde nicht gerüttelt; Preis-, Innovations- und Qualitätsproblematik blieben inhärent.

Solange diese planwirtschaftlichen Strukturen nicht geändert wurden, wäre alles weitere nur ein geringfügiges Herumbasteln ohne großen Effekt gewesen. Zudem hatten es solche Reformvorhaben ohnehin schwer gegen die orthodoxe kommunistische Parteilinie, die in der DDR solche Experimente immer nur in Ausnahmefällen ermöglichte, ohne sie aber zur Norm werden zu lassen.

Aber besaß die Planwirtschaft der DDR überhaupt jemals eine Chance? Grundsätzlich ja, solange die üblichen Abstriche an den strukturellen Schwächen von Planwirtschaften gemacht werden und solange die Sowjetunion in besonders kritischen Momenten unter die Arme greifen konnte. Ohne dies wäre die ostdeutsche Wirtschaft ohnehin bald zusammengebrochen. Die DDR-Führung selbst ging, wie erwähnt, 1988/1989 zeitweise von nur noch wenigen Monaten Überlebenszeit aus.

Führte am Ende also eher ein inhärentes Strukturproblem von Planwirtschaften zum Scheitern der ostdeutschen Planwirtschaft oder lag es eher an hausgemachten, spezifisch ostdeutschen Umständen? Der eigene Anspruch, die kapitalistischen Länder innerhalb weniger Jahre oder maximal Jahrzehnte hinsichtlich Wirtschaftskraft und Sozialpolitik zu überholen, konnte mit der Planwirtschaft in einigen Fällen erreicht werden – allerdings um den hohen Preis von Verschleiß, drohender Überschuldung, Umweltschäden und außenpolitischer Abhängigkeit. Die zentrale Vergleichsgesellschaft im westdeutschen Staat aber konnte weder überholt noch auch nur eingeholt werden.

Spätestens mit der verzögerten Auswirkung der Ölpreiskrise war für die DDR die Spirale des Niedergangs eingeläutet. Erstens aufgrund struktureller Probleme, aus der sie nicht mehr herausfand: Dazu zählen die Innovationshemmung, die neue Lösungswege verhinderte, die Autonomiefixierung, die das kleine DDR-Territorium überforderte, sowie die Ineffizienz, die zu Verschwendung und anlasslosem, mangelhaftem, bedarfslosem Wirtschaften führte. Zweitens gab es DDR-spezifische Probleme, die die strukturellen ergänzten und verschlimmerten. Dazu zählen die westdeutsche Vergleichsgesellschaft, die zwangsläufig die ostdeutsche Wirtschaft in einem negativen Licht erschienen ließ, die völlige Abhängigkeit von der Sowjetunion, die die Fortexistenz der DDR riskieren musste, wenn sie einmal selbst in Probleme geriet, sowie die Rohstoffarmut, die, inklusive aller Begleitprobleme, zur exzessiven Substituierung durch Kohle führte.

Insofern ist wie immer kein einfaches Entweder-Oder hinsichtlich der Frage möglich, ob nun die Planwirtschaft als solche oder die ostdeutschen Bedingungen die Vision einer wirtschaftlich und sozial funktionierenden Planwirtschaft scheitern ließ. Feststellen lässt sich aber, dass die strukturellen Probleme einer Planwirtschaft die DDR-Wirtschaft an den Rand des Scheitern brachten, diese aber durch äußere Hilfe zumindest noch etwas länger hätten überleben können – so, wie es bei anderen Planwirtschaften auch der Fall war und im Falle Nordkoreas bis heute ist.

Die spezifischen ostdeutschen Umstände der Implementierung einer Planwirtschaft beschleunigten also den Niedergang, waren aber nicht alleine für ihn verantwortlich.

Zitierweise: Daniel Meis, "Alls nach Plan? Die Planwirtschaft der DDR – Konzept, Umsetzung und Scheitern", in: Deutschland Archiv, 23.09.2022, Link: www.bpb.de/513381. Alle Beiträge auf Externer Link: www.deutschlandarchiv.de sind Recherchen und Meinungsbeiträge der jeweiligen Autorinnen und Autoren, sie stellen keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung dar.

Marode DDR-Wirtschaft: Produktionsband in der Werkhalle des VEB Sachsenring Zwickau. (© Bundesregierung, B 145 Bild-00049388, Foto: Klaus Lehnartz)

Ergänzend über die DDR-Wirtschaft vor 1990:

Hans-Hermann Hertle, "Externer Link: 1980-1983. Bankrott mit Anlauf. Die DDR am Abgrund", bpb-Stasi-Dossier, 2.11.2026.

Hans-Hermann-Hertle, Externer Link: "Totalschaden" - Das Finale Grande der DDR-Volkswirtschaft 1989", bpb-Stasi-Dossier, 8.1.2018

Ergänzend über Ostdeutschlands Wirtschaft nach 1990:

Marcus Böick, Externer Link: Zwöf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt - Die Rolle(n) und Folgen des Wirkens der Treuhand, Deutschlandarchiv, 22.9.2022

Jarina Kühn, Anna Schwarz, Anna Steinkamp, Externer Link: "Eigentlich musst Du jetzt dabei sein. Motivationsarten für Unternehmensgründungen in der postsozialistischen Transformation in Ostdeutschland"; Deutschlandarchiv, 21.9.2022

Christoph Links, Externer Link: "Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte" Deutschlandarchiv, 20.9.2022

Fussnoten

Fußnoten

  1. Zentrales Werk zur Planwirtschaft ist: János Kornai, Das sozialistische System. Die politische Ökonomie des Kommunismus, Baden-Baden 1995.

  2. Vgl. Planwirtschaft, in: Das Lexikon der Wirtschaft, www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/lexikon-der-wirtschaft/20292/planwirtschaft/, zuletzt abgerufen am 28. Juli 2022.

  3. Vgl. dazu näher Rainer Weinert, Wirtschaftsführung unter dem Primat der Parteipolitik, in: Theo Priker et al. (Hrsg.), Der Plan als Befehl und Fiktion. Wirtschaftsführung in der DDR, Opladen 1995, S. 285–308, hier S. 287–290.

  4. Vgl. Herbert Wolf / Friederike Sattler, Entwicklung und Struktur der Planwirtschaft der DDR, in: Materialien der Enquete-Kommission „Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland“, Band II. Machtstrukturen und Entscheidungsmechanismen im SED-Staat und die Frage der Verantwortung, Teilband 4, hrsg. vom Deutschen Bundestag, Baden-Baden 1995, S. 2889–2940, hier S. 2906–2908.

  5. Zur SPK siehe Andreas Malycha, Die Staatliche Plankommission (SPK) und ihre Vorläufer 1945 bis 1990, in: Dierk Hoffmann (Hrsg.), Wirtschaftspolitik in Deutschland 1917–1990, Band 3. Die zentrale Wirtschaftsverwaltung in der SBZ/DDR. Akteure, Strukturen, Verwaltungspraxis, Berlin/Boston 2016, S. 17–132.

  6. Auf die Preispolitik am Beispiel der DDR kommen immer wieder zurück Gernot Gutmann/ Werner Klein, Herausbildungs- und Entwicklungsphasen der Planungs-, Lenkungs- und Kontrollmechanismen im Wirtschaftssystem, in: Materialien der Enquete-Kommission „Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland“, Band II. Machtstrukturen und Entscheidungsmechanismen im SED-Staat und die Frage der Verantwortung, Teilband 4, Baden-Baden 1995, S. 1579–1647, hier S. 1605–1608, S. 1618–1622 und S. 1636f.

  7. Allgemein zum Außenhandel von Planwirtschaften beziehungsweise des kommunistischen Machtbereiches vgl. Randall W. Stone, Satellites and Commissars: Strategy and Conflicts in the Politics of Soviet-Bloc Trade, Princeton 1995.

  8. Die Probleme waren auch hierbei überall gleich, aber im Umgang mit ihnen gab es diverse Unterschiede. Zum Versuch der Wissenschaftsplanung vgl. Bernd Florath, Wissenschaftsplanung und Kaderpolitik unter besonderer Berücksichtigung der ideologischen Steuerung, in: Materialien der Enquete-Kommission „Überwindung der Folgen der SED-Diktatur im Prozess der deutschen Einheit“ (1995–1998)“, Band IV. Bildung, Wissenschaft, Kultur, Teilband 2, hrsg. vom Deutschen Bundestag, Baden-Baden 1999, S. 1071–1159; zur institutionellen Ausgestaltung des ostdeutschen Wissenschaftssystems vgl. Johannes Bähr, Entwicklung und Blockaden des Planungssystems für Forschung und Technik, in: Dierk Hoffmann (Hrsg.), Wirtschaftspolitik in Deutschland 1917–1990, Band 3. Die zentrale Wirtschaftsverwaltung in der SBZ/DDR. Akteure, Strukturen, Verwaltungspraxis, Berlin/Boston 2016, S. 362–422.

  9. Als deskriptiven Überblick zum konkreten Entstehen und Festlegen der Zonengrenzen siehe Dietrich Staritz, Die Gründung der DDR. Von der sowjetischen Besatzungsherrschaft zum sozialistischen Staat, München 1984, S. 37–40. Zur Verflechtung und Trennung der Gebiete der SBZ von den anderen deutschen Territorien vgl. André Steiner, Von Plan zu Plan. Eine Wirtschaftsgeschichte der DDR, Bonn 2005, S. 19–24.

  10. Zu den Demontagen vgl. Jochen Laufer, Politik und Bilanz der sowjetischen Demontagen in der SBZ/DDR 1945–1950, in: Rainer Karlsch, / Jochen Laufer (Hrsg.), Sowjetische Demontagen in Deutschland 1944–1949. Hintergründe, Ziele und Wirkungen, Berlin 2002, S. 31–77; neben den Demontagen schwerpunktmäßig auf die verschiedenen Formen der Reparationen gehen ein: Lothar Baar, /Rainer Karlsch/ Werner Matschke, Kriegsschäden, Demontagen und Reparationen, in: Materialien der Enquete-Kommission „Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland“, Band II. Machtstrukturen und Entscheidungsmechanismen im SED-Staat und die Frage der Verantwortung, Teilband 2, hrsg. vom Deutschen Bundestag, Baden-Baden 1995, S. 868–988; auf die versteckten finanziellen Belastungen wie Besatzungskosten geht intensiv ein: Rainer Karlsch, Allein bezahlt? Die Reparationsleistungen der SBZ/DDR 1945–53, Berlin 1993, S. 200–222.

  11. Zahlen nach Steiner: Plan, S. 105; zum ökonomischen Aspekt des Aufstands von 1953 siehe Christoph Buchheim, Wirtschaftliche Hintergründe des Arbeiteraufstandes vom 17. Juni 1953 in der DDR, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 38/1990, S. 494–513, hier S. 494–513; die ökonomische Bedeutung des Mauerbaus 1961 beschreibt André Steiner, Eine wirtschaftliche Bilanz der Mauer, in: Hans-Hermann Hertle/ Konrad H. Jarausch/Christoph Kleßmann (Hrsg.), Mauerbau und Mauerfall. Ursachen – Verlauf – Auswirkungen, Berlin 2002, S. 189–202, hier 191–198.

  12. Zur Bedeutung des Öls in der DDR vgl. Raymond G. Stokes,, 1945–1974, in: Rainer Karlsch/ Raymond G. Stokes, Faktor Öl. Die Mineralölwirtschaft in Deutschland 1859–1974, München 2003, S. 245–377, hier S. 325–342. Zum Problem der Rohstoffpreise, insbesondere des Ölpreises im kommunistischen Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) vgl. Ralf Ahrens, Gegenseitige Wirtschaftshilfe? Die DDR im RGW. Strukturen und handelspolitische Strategien 1963–1976, Köln 2000, S. 304–313. Das bedeutet nicht, dass der RGW für die DDR mehr negative als positive Folgen gehabt hätte. Eine Gesamtbetrachtung über die ökonomischen Vor- wie Nachteile gibt Christoph Buchheim, Wirtschaftliche Folgen der Integration der DDR in den RGW, in: ders. (Hrsg.), Wirtschaftliche Folgelasten des Krieges in der SBZ/DDR, Baden-Baden 1995, S. 341–361, hier S. 345–360.

  13. Vgl. Rainer Karlsch, Energie- und Rohstoffpolitik, in: Dierk Hoffmann (Hrsg.), Wirtschaftspolitik in Deutschland 1917–1990, Band 3. Die zentrale Wirtschaftsverwaltung in der SBZ/DDR. Akteure, Strukturen, Verwaltungspraxis, Berlin/Boston 2016, S. 249–362, hier S. 342–360.

  14. Einen Überblick zur Umweltgeschichte der DDR gibt es bislang noch nicht; stets werden nur einzelne Aspekte der Umweltgeschichte hervorgehoben und bearbeitet. Einen frühen, aber umfassenden Blick auf die Situation am Ende der DDR gibt Hannsjörg F. Buck, Umweltpolitik und Umweltbelastung. Das Ausmaß der Umweltbelastung und Umweltzerstörung beim Untergang der DDR 1989/90, in: ders./Gunter Holzweißig, Die wirtschaftliche und ökologische Situation der DDR in den achtziger Jahren, Opladen 1996, S. 223–266.

  15. Konzise dargelegt von Hans-Hermann Hertle, „Totalschaden“ – Das Finale Grande der DDR-Volkswirtschaft 1989. Paralyse und Untergang – Stasi-Analysen zum ökonomischen Niedergang der DDR, in: Deutschland Archiv 24/2018, www.bpb.de/themen/deutsche-teilung/stasi/236265/totalschaden-das-finale-grande-der-ddr-volkswirtschaft-1989/#footnote-reference-1, zuletzt abgerufen am 28. Juli 2022.

  16. Vgl. auch taz vom 19.3.1990, Holger Eckermann, "Die DDR war 1989 pleite", https://taz.de/DDR-war-im-September-1989-pleite/!1776108/, und: Die Zeit 11.10.1991, Holger Kulick, "Selbstbetrug mit System", letzte Zugriffe 22.9.2022

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Der Historiker Dr. Daniel Meis ist Lehrbeauftragter an den Universitäten Düsseldorf, Stuttgart und Bonn. Promotion an der Universität Bonn 2020-2022.