Meine Merkliste

7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer?

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 35 Analysen & Essays. „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben Transformation und Deutsche Einheit Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten Krieg der Lügner Kalter und heißer Krieg. Wie beenden? „Ihr Völker der Welt“ „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Was bedeutet die Liquidierung von Teilen Memorials? Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Ausgebombt! Eine Zeitreise ins kriegszerstörte Berlin Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2021 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur The Games at the Gate Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Das Scheitern der Jugendhilfe in der DDR - ein Beispiel Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts Alltag und Gesellschaft Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Porträts Redaktion "Ungehaltene Reden" ehemaliger Abgeordneter der DDR-Volkskammer Was sollten Wähler und Wählerinnen 2021 bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Schülerzeitungstexte Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Ist Antisemitismus vor allem ein ostdeutsches Problem? Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Heimat ist ein Raum aus Bytes Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? Schwierigkeiten mit der Wahrheit Personelle Kontinuitäten in Brandenburg seit 1989 "Geschlossene Gesellschaft" Kulturelite im Blick der Stasi Experten für gesamtdeutsche Fragen – der Königsteiner Kreis Friedrich II. – Friedrich der Große Literaturjournal Deutsch-deutscher Literaturaustausch (8+9/2012) Eine gesamtdeutsche Reihe? Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? Literaturjournal Politische Bildung (6/2012) Antikommunismus zwischen Wissenschaft und politischer Bildung Subjektorientierte historische Bildung Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft "Hallo?! – Hier kommt die DDR" Vergangenheit verstehen, Demokratiebewusstsein stärken Keine einfachen Wahrheiten Literaturjournal Sport (5/2012) Sportnation Bundesrepublik Deutschland? Marginalisierung der Sportgeschichte? Dopingskandale in der alten Bundesrepublik Hooliganismus in der DDR "Erfolge unserer Sportler – Erfolge der DDR" Literaturjournal Nachkrieg (4/2012) Jüdischer Humor in Deutschland Die SED und die Juden 1985–1990 "Braun" und "Rot" – Akteur in zwei deutschen Welten Kriegsverbrecherverfolgung in SBZ und früher DDR Die "Hungerdemonstration" in Olbernhau Eklat beim Ersten Deutschen Schriftstellerkongress Workuta – die "zweite Universität" Dokumentation: Die Rehabilitierung der Emmy Goldacker Kaliningrader Identitäten "Osten sind immer die Anderen!" Freiheit und Sicherheit Literaturjournal Wirtschaft und Soziales (3/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Zeitgeschichte im Film (2/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Nonkonformität und Widerstand (1/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Deutsch-deutsches (11+12/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Öffentlicher Umgang mit Geschichte (10/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 21 Jahre Deutsche Einheit (9/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wissenschaft (8/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau - Teil 2 (7/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau (6/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Kultur (5/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Innere Sicherheit (4/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wirtschaftsgeschichte (3/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Ost-West-Beziehungen (2/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Medien (1/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Über das Deutschland Archiv Redaktion Nach den Unruhen in Kasachstan: Wendepunkt oder Weiter so?

7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? Perspektiven direkt nach dem Fall der Mauer 1989 und 1991/92

/ 8 Minuten zu lesen

Im ersten Moment herrschte Freude. Meinungsfreiheit und Reise- und Bewegungsfreiheit wurden bejubelt. Aber binnen kurzer Zeit wuchs auch Ernüchterung. Seidem ziehen Ostdeutsche eine differenzierte Bilanz, was Ihnen die Einheit wirklich gebracht - und auch genommen hat. O-Töne aus 1990 und 1991/92 im Vergleich

Mauerrest im Süden Berlins 1991. (© Holger Kulick)

Gesellschaftspolitischer Hintergrund und Sprache

Für die Westberliner (-deutsche) hat sich im Prinzip nicht viel geändert – sie führen ihr Leben unter gleichen gsellschaftspolitischen Bedingungen fort. Das Grundgesetz von 1949 ist erfüllt: Deutschland ist wiedervereinigt (welch ein GLÜCK, diese Vollendung des Grundgesetzes!). Die Westberliner erleben den Mauerfall als Befreiung von dem Eingeschlossensein in Mauern. Sie fahren ins Umland, geniessen die Natur und den Freiraum der Lanschaft (siehe die Belege (f), (g) und (h)).

Für die Ostberliner (und die Angehörigen der ehemaligen DDR) gibt es dagegen zwei Zeitpunkte, die retrospektiv ganz unterschiedliche Bewertungen aufrufen. Unmittelbar nach dem Mauerfall herrschen Freude und Glücksgefühle über die neu gewonnenen freien Reise- und Einkaufsmöglichkeiten vor. NACH der offiziellen Wiedervereinigung in Form einer Art Anschluss der ehemaligen DDR an die ehemalige BRD (Änderungen im Grundgesetz) wirken die neuen Gesetze und Bestimmungen im gesamten sozialen Umfeld des Lebens: Arbeit, Krankheit, Kinderkrippen, Versicherungen, Schulwesen (u.a.). Niemand will wirklich zurück in die "alte" DDR. Viele erleben ihre eigene soziale Identität aber als beschädigt, der Habitus der Westdeutschen wird als hegemonial wahrgenommen. Sie wollen keine Bürger zweiter Klasse sein. Unter dem Druck der neuen Normen lebend, aber auch am Verlust des Verlorenen leidend haben viele die Hoffnung, dass sich das soziale Umfeld langfristig zu ihren Gunsten ändert (siehe Beitrag (e)). Ihre Einstellung ist idealtypisch ambivalent: einerseits, andererseits (siehe insbesondere Beitrag (d)). Viele Ostdeutsche/ -berliner konnten oder wollten nicht darüber öffentlich reden.

Vielleicht ist der 30. Jahrestag des Mauerfalls ein Anlass mitzuteilen, was fehlt, irritiert, falsch gelaufen ist, was verändert und verbessert werden muss.

(a) Lore BW 17 Befreiung vom Zwang, seine Meinung nicht sagen zu dürfen

Lore - Situativer Kontext und sprachlicher Kotext

Für Lore ist die Freiheit der Meinungsäußerung ein grosses Geschenk. Unter politischem Druck zu handeln hat sie mit "ohnmächtiger Wut" erlebt. Wie ausdrucksstark ist die Metapher vom Stein, der ihr vom Herzen fällt! Und das Wort "Wahnsinn" unterstreicht die nicht eingrenzbare positive Dimension der gerade gewonnen Feiheit.

Ausschnitt des Interviews mit Lore und Transkription

45 LORE

Sound der Einheit: Lore Teil 2 (BW_E_17)

Audio

Sound der Einheit: Lore Teil 2 (BW_E_17)

Lore

….machtn umfragn von drübn warn die * machtn umfragn * mh * was man so empfindit was man erwartet * und und * konnte immer im immer nur dasselbe sagn

(2.3) (3.0) daß ich mich also * naja freude * dis is is is (0.3) son * son plakativer ausdruck * kann man eigentlich jar nich richtich beschreibm * ähm * all die argumente die wa immer * äh * mh * genannt ham * warum wa eigentlich * naja sagn wa mal nich raus wolltn aber die verän die ver verhältnisse verändert ham wolltn * die sind plötzlich einjetretn ja^ * plötzlich äh * durft ick den leutn erzähln^

(2.0) wat ick nich jut finde ja^ * wat ick in mich hineinjefressn habe sonst * oder wat ma nur in soner kleen nische eben * äh * besprochn ham * aber eigentlich nur in ohnmächtiger wut * ähm * dit fiel allit * wien sch stein * ick muß die füße zur seite nehm damit se nich zerquetscht werdn so groß is der stein der also aus (0.2) mir vom herzn fiel ja^ ((Ausatmen)) (3.0) war wahnsinn äh


(b) Maria BW 15 Umdenken ist ein langwieriger Prozess

Maria - Situativer Kontext

Maria (Lehrerin) tut sich schwer mit der Anpassung an die geltenden sozialen Bedingungen des neuen Staates. Direkt nach dem Mauerfall hat sie erstmal gar keine spezifischen Erwartungen an die neue Gesellschaft. Sie brauchte dann eine längere persönliche "Auszeit", um Abstand zu ihren tief sitzenden sozialistischen Routinen zu gewinnen. Schließlich bekommt sie durch Unterrichtsbesuche in Westberlin neue Anregungen, die sich offenbar (positiv) bewähren.

Ausschnitt des Interviews mit Maria und Transkription

Sound der Einheit: Maria Teil 1 (BW_E_15)

Audio

Sound der Einheit: Maria Teil 1 (BW_E_15)

Maria

(….) nach dem neunten november muß ick sagen hatt ick jar keene erwartungshaltung * erstmal hab ick jesehn daß bei mir allet den bach runterjegangen is und nu hab ick erstmal versucht meine innern verhältnisse innerlich in mir zu ordnen^ und * habe dann eigntlich dit umfeld in angriff jenommen nachdem ick dann nach drei wochen einjermaßen mit mir halbwegs klar jekomm bin hab ick mir also mein umfeld betrachtet ehm (2.0) sprich daß meine unterrichtsarbeit * ne wendung erfährt * denn unsre lehrpläne warn ja doch n bißchen eng gefaßt jewesen von ner * grundmethodik her war et sehr gut^ aber von der freien methodik hatten wir ebend wenig freiraum * und dit war also die sache die ick im westteil der stadt lernen konnte^ daß also ne jewisse freiarbeit auch wat bringt * da bin ick dann zu weiterbildungen in den westteil marschiert und habe mich dort bilden lassen und habe versucht dort mein nachholebedarf aufzuholn^


(c) Lena BW 16 (Osten) Nach der Euphorie der Kater: "Besuchsrecht" reicht, die Mauer kann bleiben

Lena - Situativer Kontext (direkt nach dem Mauerfall)

Auch Lena ist von dem hier und JETZT des Mauerfalls erstmal völlig absorbiert. Dieser erste Moment war so mächtig, dass es kaum andere Erwartungen gab. Offenbar im Bewusstsein der vielen schlechten wirtschaftlichen Nachrichten in den ersten zwei Jahren der Wiedervereinigung ("Treuhand") würde ihr ein "Besuchsrecht" im Westen reichen, d.h. unkompliziert Besuche im Westen machen zu können so wie wenn man jemanden im Krankenhaus besucht und nachher wieder nach Hause geht. Die Mauer könnte ruhig bleiben.

Ausschnitt des Interviews mit Lena und Transkription

Sound der Einheit: Lena Teil 1 (BW_E_16)

Audio

Sound der Einheit: Lena Teil 1 (BW_E_16)

Lena

0014 OL
und welche erwartungen hattest du eigentlich als du das gehört hast * das nun * allet besser wird oder^ (3.0)

0015 LENA
nee * eigentlich erwartungen hab ick jar keene jehabt * ick hatte eigentlich nur jedacht * wenn ick jetzt dat geld habe * denn kann ick * mir schöne sachen koofen^ * für die kinda weeß ick schönet spielzeug* und die kinder schön kleiden * und kann mal dahin reisen und hierhin reisen * aber äh an soziale sachen so * allet andre * hab ick im ersten moment übahaupt nich jedacht *

0016 OL
na ja bloß wir hatten ja zuerst ooch bloß hundert mark^ da war dit ja

0017 LENA
na ja denn jeht dit natürlich nicht

0018 OL
da war das ja mit dem geld noch gar nicht abzusehen * ick meine jetzt so im ersten moment^ * als: du gehört hast die mauer is * geöffnet

0019 LENA
da war mein erster jedanke nur * jetzt ist alles wieder eins * wir könnn also hin und her^ * können jeden besuchen * an mehr hab ick nich jedacht (2.0) konnte mir ooch nich vorstelln^ * daß die mauer irgendwie richtig vaschwindet * sondern daß das imma nur so wie son besuchsrecht ist * als wenn ick ins krankenhaus jemand besuchen jehe * und wieda zurückkann *

0020 OL
das im prinzip allet so beim alten bleibt * ja^

0021 LENA
ja * hätte mir ooch völlig jereicht *


(d) Lena BW 16 Osten Jeder auf seine Seite

Lena - Situativer Kontext 1991

Ein klares Urteil nach etwa zwei Jahren Wiedervereinigung: Die sozialen Einrichtungen in der ehemaligen DDR und die damit verbundene soziale Sicherheit werden besser bewertet als die materiellen Vorteile in der "westlichen Welt". Die neue Währung und die "Freiheit reisen zu können" sollen aber auf jeden Fall beibehalten werden – im Übrigen könnte die Mauer durchaus bleiben. Soziologischer Leuchtturm: jeder (=West wie Ost) soll auf "seiner Seite" bleiben. Im Sinne der lebensweltlichen Soziologie (Alfred Schütz/Thomas Luckmann (1994), Strukturen der Lebenswelt, Suhrkamp: Frankfurt a.M.) ist die soziale Identität fest an einen ORT gebunden.

Lenas Bewertungen machen deutlich: die euphorischen Erwartungen rund um den Mauerfall wurden durch den Abbau der sozialen Sicherheit und den Ausverkauf der DDR-Betriebe in den ersten zwei Jahren der Wiedervereinigung (= Arbeitslosigkeit!) zutiefst enttäuscht.

Ausschnitt des Interviews mit Lena und Transkription

Sound der Einheit: Lena Teil 3 (BW_E_16)

Audio

Sound der Einheit: Lena Teil 3 (BW_E_16)

Lena

0079 OL
wie siehst du denn nach vier jahrn jetzt die ereignisse von neunundachtzig^

0080 LENA
(2.0) tja also für uns persönlich für meine familie hat dit ja eigntlich nur * negative sachen gebracht (3.0) und wir ham ja auch viele gute dinge die wir hatten^ wir unser sozialet netz wat wir hatten verzichten müssen ne^ * mir gefällt dit zum beispiel nich mit den krankenscheinen * die regelung dat * sagt mir also überhaupt nicht zu (4.0) ach weeßte manchmal hab ick ja schon jesagt die könnten die mauer wieder zumachen (0.6) jereist bin ick noch nicht * dit geld lassen so daß wir überall hinreisen könn uns die möglichkeit lassen aber jeder auf seine seite (2.0)


(e) Peter BW 28 (im Osten aufgewachsen, nach Westberlin ausgereist)

Peter - Situativer Kontext

Peter ist im Osten aufgewachsen, aber vor dem Fall der Mauer nach West-Berlin ausgereist.

Seine Einschätzung ist sehr kritisch, er benennt die vielen Umstellungsprobleme, die eine positive Integration verhindern. Viele Missstände gelten auch heute noch, obwohl sie bekannt sind. Wichtig in seinem Verständnis ist die grundlegend positive Einschätzung: dass es die Hoffnung gibt, dass sich die ostdeutschen Länder aus den soziokulturellen Fesseln des Westens als "Bürger zweiter Klasse" selbst befreien können.

Ausschnitt des Interviews mit Peter und Transkription

Sound der Einheit: Peter (BW_E_28)

Audio

Sound der Einheit: Peter (BW_E_28)

Peter

7 OL
und fands du das nun als positiv oder * negativ^

8 PETER
tja positiv und negativ^

9 OL
zu diesem damaligen zeitpunkt (2.0)

10 PETER
tja was soll ich sagen positiv negativ was heißt positiv was heißt negativ^ (1.2) ich bin * dreißig jahre * lang groß geworden in diesem land ddr (0.8) und bin erzogen worden in der schule^ (2.0) über die jugendorganisation (0.5) sprich fdj auch * bin (2.0) selbst * dann lehrer geworden * und habe eigentlich selbst doch ne ganze menge * dieser dinge die: ich eigentlich gelehrt bekommen habe * weitergegeben grade was * ich sag mal doch * damals für eigentlich der sinn des sozialismus war^

11 PETER
(0.9) und (2.0) bin (2.0) doch in sag ick mal groß geworden aufgewachsen habe alles durchlebt und habe doch auch irgendwo * einen gewissen * stolz * gehabt auf dieses land eh die ddr (1.1) ja und ja kann man eigentlich schlecht sagen gut oder schlecht (0.7) (2.0) dadran (3.0) für uns für uns wars etwas neues _ etwas neues zu entdecken oder zu erfahrn eigentlich das was man uns ewig erzählt hat eh na ja von dem goldenen westen und daß da aber doch nich alles golden ist * und daß man vielleicht auch n bißchen geblendet is durch dieses ganze matrejelle materielle

12 PETER
(0.9) eh tja irgendwo wars dann letztendlich doch so daß man(0.9) daß man mit großen aufgerissenen augen da durch die gegend gelaufen is (0.5) und die glitzernden glimmernden schaufenster dort gesehn hat * auch in den späteren besuchen dann kurz vor weihnachten und so (1.1) (2.0) also: irgendwo war (2.0) war da auch sicherlich ne gewisse neugier auf diese (0.1) ich sag mal auf den westen_ * war da * tja als gut hab ichs * empfunden daß * ja v daß man doch jetzt überall hinkonnte wo man hinwollte

13 PETER
(0.5) zum beispiel die tante besuchen in der nähe von frankfurt am main (1.5) (2.0) oder * vielleicht auch doch mal * urlaub machen wo man möchte (1.7) (2.0) erstmal deutschland kennenlern mit all seinen * hübschen orten und gegenden das war eigentlich doch das* das gute was es * gebracht hat dieser * neunte oder auch zehnte november^ (0.8) aber (2.0) das weniger gute war * im nachhinein doch die ganzen

14 PETER
(0.7) veränderungen ich sag mal riesenhaften veränderungen * eh die das ganze natürlich mitgebracht hat für die menschen^ * ausm osten ja die doch * einige zeit * riesige umstellungsprobleme hatten^ sicherlich gab es einige die sich sehr schnell umstellen konnten^ (0.7) (2.0) und denen doch diese neue zeit sag ich mal in anführungsstrichen (1.7) (2.0) vorteile gebracht hat^ * aber (2.0) ich denke mal selbst heute (0.7) nach vier jahrn eh nach der maueröffnung * daß das ganze doch (0.6) für viele immer noch mit sehr vielen problemen verbunden ist_ * und auch sicherlich verbunden sein wird_ (2.0) tja eh * was weniger eigentlich noch daran ist daß es immer noch * die ossis und die wessis gibt (2.0) daß man * immer noch das gefühl hat (0.7) eh na ja wir sind doch irgendwo zweiter klasse * ((unverständlich)) hier in diesem (1.3) land (2.0) aber die hoffnung is immer irgendwo da daß es doch auch anders wird (1.1) (2.0) daß man * ein volk * ist daß man wie ein volk und vielleicht auch für gleiche arbeit den gleichen lohn erhält (1.1) daß man * doch auch sich selbst und immer mehr von sich selbst einbringen kann * in diese neue zeit_ * grade im berufsleben_ (2.0)


(f) Ilona BW 33 (West) Lob der Natur: "is ja herrlich, die Natur, weil wir dit ja nich haben"

Ilona - Situativer Kontext

Ilona erlebt den Mauerfall wie ein großes Fest, eine ereignisreiche Party – im Unterschied zu den Ostberlinern, deren Emotionen existenzieller Art sind. Ilona outet sich auch gleich mit dem für den Westen so typischen einnehmenden Wesen: Sie fühlt sich in dem schönen Umland gleich "zu Hause".

Ausschnitt des Interviews mit Ilona und Transkription

Sound der Einheit: Ilona Teil 2 (BW_E_41)

Audio

Sound der Einheit: Ilona Teil 2 (BW_E_41)

Ilona

0082 ILONA
und eh * ja also s war schon; eh es war * wirklich ein ein wahnsinnig wunderschöner * eh wunderschönes erlebnis für mich. und wir ham das gleich so ehm (1.7) genútzt auch, * die möglichkeit eh rüberzukommen wir haben von da an ständig ausflüge gemacht und ham die nähere umgebung abgeklappert; und eh ich hatte das gefühl jétzt bin ich wieder zu hause.

0083 UM
hmhm


(g) Piet BW 43 (West) "'n paar Störche angucken"

Piet - Situativer Kontext

Für Piet hat sich positiv geändert, dass er sich "mal n paar Störche angucken kann" im Umland. Sonst hat sich für ihn die "Szene" verschlechtert, was vielleicht so viel heißt wie: Die fianziellen Belastungen für die Revitalisierung des Ostens sind aus seiner Sicht eine große Belastung.

Ausschnitt des Interviews mit Piet und Transkription

Sound der Einheit: Piet (BW_E_43)

Audio

Sound der Einheit: Piet (BW_E_43)

Piet

JD
aalso im prinzíp hat sich nich viel verändert für sie persönlich.

101 PIET
na für mich persóenlich hat sich verändert; daß ich eben halt mal mit meinem motorrad oder so

102 JD
ins umland.

103 PIET
einfach mal ráusfahren kann, mich irgendwo aufn feld setzen kann; oder

104 JD
und nicht an der mauer

105 PIET
oder mal n paar störche angucken kann; und so weiter und so fort. und hab auch * nette cafés so jefunden; so auf dörfern; (oder da) man mal so hinfährt; wo man leute dann schon kennengelernt hat; und so weiter. aber sonst * hat sich grundsätzlich also * kulturell die szene eigentlich eher für mich verschlechtert.


(h) Dithmar BW 22 (West) Dithmar will keinen politischen Anschluss, sondern eine Föderation

Dithmar - Situativer Kontext

Eine bemerkenswerte Sicht: Eine Föderation hätte den "neuen" Bundesländern mehr eigenständige Entfaltungs- und Mitwirkungsmöglichkeiten gegeben. In der Retrospektive ist es schade, dass diese Option nicht in die engere Wahl gekommen ist.

Ausschnitt des Interviews mit Dithmar und Transkription

Sound der Einheit: Dithmar (BW_E_22)

Audio

Sound der Einheit: Dithmar (BW_E_22)

Dithmar

20 X32
damals als die grenze offen war, hattest n gutes gefühl. und hast gedacht das wird alles gut.

21 Dithmar
wenn dit ne föderation jeworden wär wär-t super jewesen. * aber nich so wie jetze anschluß unter paragraph (dreiundvierzig) oh (entschuldige) dit wußt ick von anfang an. daß dit scheiße wird. * daß dit scheiße wird. so wie-t jetzt is is scheiße. * ja. okkupation sämtlicher *

22 X32
föderation was bedeutet das?

23 Dithmar
na föderation is im prinzip * dit récht und jesétz bleibt eigenständig. dit is sozusagen die die verbund von mehreren eigenständigen staaten, als föderation. * so wie die us amerikaner dit haben. die usa is so- n so-ne förderation. * die eh union hier weeßte dit wär dit ideále jewesen. wenn de jetzt zum beispiel im staat alabama bist, haste eh * diese jesetze; und eh wenn de jetzt weiter fährst nach texas ham se wieder eh * eigenständije eigenständije jesetze, eigenständige urteilskraft; und nich inner abhängigkeit so wie jetzte. *

22 X32
hmhm,

25 Dithmar
WEIL wir ja unter anschluß dreiundzwánzig ham wir im prinzip alle gesetze; ob bewährt oder schlecht * ham wir * eh übern jordan jeworfen sozusagen ham wir abjelehnt; und es gelten nur noch die jesetze der bundesrepublik und die sind ja großen teils großer mist.

Fussnoten